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Genetikkurs auf den Lahnbergen: Die eigene DNA sichtbar machen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, MINT, Steinmühle unterwegs

Gelerntes Wissen anwenden. Die eigene DNA sehen. DNA sichtbar machen? – Genau das hat der Biologie Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 während des Genetikkurses auf den Lahnbergen getan. Dazu schreibt Alicia Spitzhüttl:

Wir haben uns am botanischen Garten Marburg getroffen und konnten am Ende dieses Kurses unsere DNA sehen. Genauer gesagt unseren genetischen Fingerabdruck, welcher bei jedem unterschiedlich ist und z.B. bei Kriminalfällen genutzt wird, um den Täter eindeutig zu identifizieren. Um unsere DNA zu sichten, haben wir uns zunächst angeeignet, wie man mit einer mikrobiologischen Pipette umgeht. Wir haben ein paar Regeln bekommen sowie etwas Theorie zu Beginn, um unser gelerntes Wissen noch etwas zu vertiefen bzw. aufzufrischen, bevor es ins Labor ging.

 

DNA-Gewinnung ein umfangreicher Prozess

Der erste Schritt im Labor war, unsere Zellen zu gewinnen. Dafür haben wir gründlich mit Wasser gespült und dadurch unsere Mundschleimhautzellen gewonnen. Im Anschluss wurde unser Wasser-Zellen-Gemisch zentrifugiert, damit sich die Zellen am Boden ablagern und das überschüssige Wasser entfernt werden konnte. Dadurch, dass unsere DNA im Zellkern gut geschützt liegt, mussten wir in verschiedenen Schritten die Zellmembran durch Puffer zerstören. Aus diesem Grund wurden ein Lysepuffer und ein Fällungspuffer dazugegeben, damit die Zellmembran aufgelöst wird. Des Weiteren wurde unser DNA-Gemisch wieder und wieder zentrifugiert, damit sich die festen Bestandteile absetzen konnten und um überschüssiges Wasser zu entfernen. Es wurden nach und nach alle Produkte einer Zelle durch Puffer und Zentrifugieren gelöst, sodass am Ende nur noch ein DNA-Pallet übrig blieb. Zuletzt haben wir dieses DNA-Pallet noch mit Ethanol sowie UV-Wasser gereinigt, um dann die Polymerasekettenreaktion durchführen zu können.
Mithilfe der Polymerasekettenreaktion kann ein bestimmter DNA-Abschnitt ausgehend von einem einzigen DNA-Molekül milliardenfach vervielfältigt werden.

 

Den eigenen genetischen Fingerabdruck sehen

In unserer Mittagspause haben wir Pizza bestellt und uns den botanischen Garten im Schneegestöber angeschaut. Nach der Pause und nachdem die Polymerasekettenreaktion beendet war, haben wir mit Hilfe von Elektropherese und Agarose unsere DNA sichtbar gemacht. Die vervielfältigte DNA haben wir
dann in das Agarosegel hineingegeben. Danach wurde das Gerät eingeschaltet, welches dafür zuständig war, dass die Länge der einzelnen Satelliten sichtbar wurde. Dies konnten wir im Anschluss in einer Dunkelkammer feststellen und somit haben wir alle unseren eigenen genetischen Fingerabdruck sehen sowie selber sichtbar machen können.

Dieser Tag war ein durchaus lustiger sowie lehrreicher Tag und konnte vielleicht sogar den ein oder anderen motivieren, später in diesem Themenbereich einen Job auszuüben. Das Schülerlabor im Botanischen Garten ist ein außerschulischer Lernort und bietet verschiedene Laborpraktika für Biologie-Kurse aus der Oberstufe an. Die Angebote werden teilweise in Kooperation mit dem neu gegründeten Schüler:innenforschungszentrum Mittelhessen durchgeführt. Das Schüler:innenforschungszentrum ist ein Ort für alle MINT-begeisterten Schülerinnen und Schüler aus der Region und bietet Workshops, Vorträge und die Begleitung und Unterstützung bei eigenen Forschungsprojekten an.

Alle Informationen unter: https://sfz-mittelhessen.de/ und https://www.uni-marburg.de/de/botgart/schuelerlabor.

15. Februar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/Titel-scaled.jpg 774 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-02-15 10:41:472026-03-10 07:57:05Genetikkurs auf den Lahnbergen: Die eigene DNA sichtbar machen

Dr. Jan-Marco Müller: Von Cappel zur EU nach Brüssel

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Viel komplexer als gedacht und wichtig nicht nur als Friedensbündnis

Über die EU und die Arbeit der in Brüssel tätigen Menschen werden oft Witze gemacht, die Effizienz ihrer Tätigkeit und das gesamte Konstrukt mitunter in Frage gestellt. Dabei wissen wohl die wenigsten genau Bescheid darüber, welche Gremien die EU hat, was ihre Aufgaben sind und vor allem, was wäre, wenn es die EU plötzlich nicht mehr gäbe. Über all das informierte den Jahrgang 11 Dr. Jan-Marco Müller am vergangenen Donnerstag. Dass der Vortrag des EU-Beamten auf einen Vormittag mit wetterbedingtem Distanzunterricht fiel, schmälerte das Interesse der Schülerinnen und Schüler in keiner Weise. Die Veranstaltung wurde von Steinmühlenlehrerin Dr. Claudia Röder begleitet.

Ein Quiz zum Einstieg machte relativ schnell klar, wie komplex das Wissen rund um die EU sein kann: „Irland, Island, Schweiz – wer gehört nicht zum Schengen-Raum?“ Da musste man schon überlegen, genau wie bei der Frage „Wer gehört nicht zur UEFA: Kasachstan, Monaco oder Israel“. Auch wollte der Gast wissen, wessen Antrag auf EU-Mitgliedschaft schon einmal abgelehnt wurde: Türkei, Marokko oder Bulgarien. Auch warf er die Frage nach dem Unterschied der folgenden Gremien in den Raum: Euro-Rat, Europarat, Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union. – Spätestens dann mussten die meisten kapitulieren.

 

Europawahl: Ein Geschenk der Demokratie

Dass Europa gar nicht so einfach ist, das erkannte bereits der kürzlich verstorbene Henry Kissinger: „Who do I call if I want to call Europe?“ lautete vor etlichen Jahren seine Frage, die in der Politik schon oft zitiert wurde. Bei 27 Mitgliedsstaaten, einer halben Milliarde Einwohnern, 24 Amtssprachen und drei Alphabeten eine Frage, die nicht mal eben zu beantworten war. „In Vielfalt geeint“ umschrieb der Steinmühlengast aus Brüssel die Situation für die Mitgliedsländer, die alle zusammen einen ganz wichtigen Vorteil haben: Es herrscht Frieden für sie, seit 1945.

Warum Staaten der EU beitreten wollen, hat auch sonst mehrere handfeste Gründe. Freien Personenverkehr und freien Austausch von Waren, Rechtsstaatlichkeit, gegenseitige Solidarität und Subsidiarität. Der Gast erläuterte noch andere Aufgaben in dem 25.000 Mitarbeiter:innen umfassenden Verwaltungsapparat. Aber er rührte auch die Werbetrommel für die Europawahl am 9. Juni, „ein Geschenk der Demokratie“.

 

Eine „Kompromißmaschine“

„Es stehen 232 Parteien zur Wahl“, erzählte Müller, „aber anders als bei anderen Wahlen gibt es keine 5-Prozent-Klausel“. Das bedeute, dass Stimmen entgegen den sonstigen Gewohnheiten nicht verlorengehen, wenn sie für kleine oder Kleinstparteien abgegeben werden. Unter dem Dach des Europäischen Parlaments würden die Parteien mit ähnlichem Programm in der Zusammenarbeit Annäherung finden. Ansonsten fänden sich darunter die Regierungen von 27 Nationen – „eine Kompromißmaschine“.

Zum Vortrag des Referenten rissen die Fragen der Schülerinnen und Schüler nicht ab. Sie reichten von der Frage, ob und wie sich der Rechtsruck in Europa bemerkbar mache, über die Frage, warum der Beitritt der Ukraine erstrebenswert sei bis hin zu Fragen nach Gesetzen für einen klimaneutralen Kontinent. Auch wollte ein Schüler des Jahrgangs 11 wissen, ob in der EU über eine Europa-Armee nachdegacht werde. Gefragt wurde aber auch, wie bei ihm, dem Referenten, die Satire des Martin Sonneborn ankomme. Mit der Diplomatie eines EU-Beamten ausgerüstet, antwortete Dr. Jan-Marco Müller entsprechend: „Man muss auch solche Spaßvögel im Parlament haben, und privat ist das ja nett. Politik kann man da weniger machen, wir müssen ja zu Lösungen kommen“.

Lösungen seien auch das Ziel mit Blick auf alle Weltmächte: „Da müssen wir schauen, dass wir im Konzert der Welt eine Stimme haben. Es ist ein weiter Weg, auf dem wir aber gut aufgestellt sind“.

 

„Wir brauchen alle Profile aus allen Bereichen“

Dr. Jan-Marco Müller, in Cappel aufgewachsen, studierte Geographie in Marburg, arbeitete im Wissenschaftsmanagement und gelangte über den wissenschaftlichen Dienst zur EU, wo er zunächst in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig war. Derzeit arbeitet der als Wissenschaftsdiplomat unter der Fragestellung, wie die Wissenschaft genutzt werden kann, um diplomatische Beziehungen zu verbessern: „Wissenschaftler reden, wenn Diplomaten nicht mehr reden“. Müller weiter: „Ich versuche, Politiker für Wissenschaft zu begeistern und entsprechende Fakten zu transportieren“. Dabei gehe es auch, wenn auch nicht nur, um den Klimawandel und den Technologiewettlauf mit China.

Der Referent, der ein äußerst interessiertes Publikum hatte, ermutigte die Schülerinnen und Schüler, ruhig einmal an einen beruflichen Schritt in Richtung EU zu denken: „Wir brauchen alle Profile, aus allen Bereichen“.

Schulleiter Björn Gemmer hatte den Referenten eingangs begrüßt und sich selbst etwas Zeit genommen, um den interessanten Ausführungen zu folgen. Es dürfte weder im Vortragsraum noch an den Bildschirmen jemanden gegeben haben, der an diesem Vormittag sein Wissen nicht erweitert hatte.

 

26. Januar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/01/IMG_3451-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-01-26 08:54:342026-06-08 13:20:17Dr. Jan-Marco Müller: Von Cappel zur EU nach Brüssel

Gastgeberin Steinmühle: Zukunftswerkstatt zur Fachkräftesicherung

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf war die Steinmühle Gastgeberin einer ganztägigen „Zukunftswerkstatt“ zum Thema Fachkräftesicherung. Dazu eingeladen hatten die neugegründete Wirtschaftsförderungsgesellschaft Marburg-Biedenkopf mbH mit ihrem Geschäftsführer Tobias Kurka sowie die Stabsstelle Fachkräftesicherung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Bei Begrüßung der Teilnehmenden erwähnte Steinmühlen-Geschäftsführer Dirk Konnertz sowohl die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Landkreis, betonte aber auch die Verbindung zwischen dem Thema der Tagung und der Steinmühle als Bildungseinrichtung. Schulleiter Björn Gemmer führte die Gäste in der Mittagspause über den Steinmühlencampus.

Die Zukunftswerkstatt mit über vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Kooperation im Landkreis, betonte Landrat Jens Womelsdorf. Zur Tagung waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der IHK, der Philipps-Universität Marburg, der Technischen Hochschule Mittelhessen, der Banken und führender Unternehmen am Standort eingeladen.

 

Bis 2028 fehlen im Kreis mehr als 4.000 Fachkräfte mit Berufsabschluss

„Fachkräftesicherung ist eine echte Gesellschafts- und Zukunftsaufgabe, die alle Akteurinnen und Akteure fordert. Ich bin dankbar, dass wir uns in Hessen der Fach- und Arbeitskräftesicherung gemeinsam stellen. Es braucht abgestimmte Fachkräftestrategien, um regionale Ressourcen zu bündeln, Synergien zu schaffen und weitere Potenziale zu erschließen“, sagte Claudia Wesner von der Stabsstelle Fachkräftesicherung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Dr. Christa Larsen, Leiterin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Frankfurter Goethe-Universität: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Marburg-Biedenkopf ist schon heute deutlich angespannt und wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen. Allein bis zum Jahr 2028 werden im Kreis etwa 4.000 Fachkräfte mit akademischen oder beruflichen Abschlüssen fehlen. Die Fachkräftelücken werden aufgrund des Berufsaustritts der Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren noch größer werden. Deshalb sollen die bisherigen Fachkräftesicherungsansätze auf den Prüfstand gestellt und sondiert werden, welche neuen Ansätze notwendig sind. In der Zukunftswerkstatt werden Ideen dafür entwickelt.“

Einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel soll die im Mai 2023 gegründete Wirtschaftsförderungsgesellschaft Marburg-Biedenkopf mbH (WFG) leisten. Diese wird mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt weiterarbeiten, um die Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur im Landkreis nachhaltig und gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren zu stärken.

22. Dezember 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/12/IMG_3239-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-12-22 11:39:072026-06-08 13:22:39Gastgeberin Steinmühle: Zukunftswerkstatt zur Fachkräftesicherung

Großer Dank an Familien: Wieder gingen Ranzen auf die Reise ins rumänische Sibiu

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement

Auch in diesem Jahr haben wir aus der Steinmühlenschüler- und elternschaft tatkräftige Unterstützung erfahren für die menschenfreundliche Aktion des Kinder- und Jugendparlaments ‚Schulranzen für Rumänien‘. Die Familien der Klassen 5 waren gebeten, zum neuen Schuljahr gut erhaltene ‚Zweitranzen‘ aus der Grundschulzeit abzugeben für die Reise nach Sibiu, in Marburgs Partnerstadt. Dort können sich Kinder sich einen Ranzen und gute Schulmaterialien zum Teil nur eingeschränkt oder gar nicht leisten! So gingen die über Wochen gesammelten Ranzen am 10. November auf Reise, zunächst zum Haus der Jugend in Marburg, um dann in noch größerer Zahl nach Rumänien gebracht zu werden. Wir danken allen Kindern und Familien herzlich, die einen Ranzen gespendet und diesen zum Teil sogar noch mit Schulmaterialien aufgefüllt haben.

22. Dezember 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/12/Titel-1-scaled.jpg 941 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-12-22 11:31:082026-06-08 13:23:30Großer Dank an Familien: Wieder gingen Ranzen auf die Reise ins rumänische Sibiu

Abordnung des Zentrums für Konfliktforschung an der Steinmühle: Jahrgang 13 führt eine fiktive UN-Konferenz

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Warum können die sich nicht auf dem diplomatischen Weg einigen? – Angesichts der vielen politischen Konflikte auf unserem Globus wird diese Frage immer wieder gestellt. Aktuell kam eine Abordnung des Zentrums für Konfliktforschung der Marburger Philipps-Universität an unsere Schule. Unter Simulation eines internationalen Konflikts durften Schüler:innen des Jahrgangs 13 die Verhandlungen bei einer fiktiven UN-Konferenz führen. Bald stellten sie fest: Eine Einigung zu finden, ist gar nicht so einfach.

Otium-Union, Anceps, Tavus, Furland und Gratenia: Es waren Fantasie-Staaten mit Fantasie-Namen, deren Vertreterinnen und Vertreter sich in informellen Gesprächen und später am runden Tisch austauschen sollten. Schülerinnen und Schüler nahmen die Rollen ein, mit Namensschildern versehen und bitte per „Sie“. Es galt, sich  einzudenken in die eigene Rolle und in die des Gegenübers, wobei es um Selbstverständnis, territoriale Ansprüche, wirtschaftliche Faktoren und Friedenssicherung ging.

 

Beharren auf eigenem Standpunkt

Alle beteiligten Seiten erläuterten mit einem kurzen Statement, wofür sie stehen. Schon bald war festzustellen: Hier treffen verschiedene Charaktere zusammen. Nicht alle Seiten ließen mit sich reden oder nur schwer, viele beharrten auf ihrem Standpunkt, wehrten sich beispielsweise vehement gegen eine „Umsiedlung“, die vom Verhandlungsgegner vorgeschlagen wurde.

 

Zeitweise „frustrierend“

Die abschließende Auswertung sollte zutagebringen, wie sich die Schülerinnen und Schüler in ihrer Rolle gefühlt haben. Es fiel das Wort „Frustration“, dass es schwierig sei, eine Einigung zu finden und das insbesondere dann, wenn die Verhandelnden primär eigene Interessen verfolgten, anstatt sich am gemeinsamen Ziel zu orientieren. Angeführte Gründe unter anderem: Abhängigkeiten, die Einigungen schwierig machen, sowie viele Partikularinteressen. Das Volk sei nicht bereit für einen Kompromiss.

„Haben Sie eine Idee, wo das spielte?“ Natürlich wurde am Ende aufgelöst, über welchen geographischen Teil der Welt man sich möglicherweise in den drei Schulstunden auseinandergesetzt hatte. Die universitären Gäste ließen zunächst raten und gaben dann die Info, dass das in der Präsentation skizzierte Szenario grob den Transnistrien-Konflikt zwischen der Republik Moldau und der selbsternannten Transnistrischen Republik unter Beteiligung Russlands trifft.

 

Uni-Kooperation greifbar machen

Bernd Hülsbeck, Fachlehrer und Leiter des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfelds innerhalb der Fachschaft Politik und Wirtschaft an der Steinmühle, sieht Veranstaltungen wie diese primär unter dem Motto „Öffnung von Schule“: „Wir haben eine Kooperation mit der Marburger Philipps-Universität, und die müssen wir greifbar machen“. Bei der Uni-Abordnung, bestehend aus Prof. Dr. Thorsten Bonacker, Dr. Stéphane Voell, Dr. Kerstin Zimmer und Tabea Hanke, bedankte sich der Steinmühlenlehrer mit einem Präsent für deren Kommen. Durch solche Veranstaltungen werde der Unterricht, der in der Jahrgangsstufe 13 gerade Internationale Beziehungen zum Thema habe, etwas praxisorientierter gestaltet.

 

Der Studiengang „Friedens- und Konfliktforschung“ qualifiziert unter anderem für Arbeit bei der UN, wenn Mitarbeiter:innen in Krisengebiete geschickt werden.

11. Dezember 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/12/IMG_3132-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-12-11 11:41:242026-06-08 13:25:13Abordnung des Zentrums für Konfliktforschung an der Steinmühle: Jahrgang 13 führt eine fiktive UN-Konferenz

Wirtsleute des Gschößwandhauses kamen nach 40 Jahren zum Gegenbesuch

Aktuelles, Klassen-, Kurs- und Häuserfahrten, Kooperationen & Partnerschaften

Nach 40 Aufenthalten von Skikursgruppen der Steinmühle auf dem Gschößwandhaus hoch über Mayrhofen im Zillertal waren die Wirtsleute Christa und Gerhard Mitterer Mitte November zum ersten Mal zu Besuch in Marburg. Seit 1984 hatten sie Generationen von Steinmühlenschülerinnen und -schülern in ihrem Haus beherbergt und bestens versorgt, und über die Jahre war eine herzliche Freundschaft zu den begleitenden Lehrkräften des Skiteams entstanden. Eine Nachtwächter-Stadtführung durch den ehemaligen Kollegen Willi Stehling hatte Christa Mitterer schon vor Jahren „gewonnen“ und nun eingelöst. Natürlich stand auch ein Besuch der Steinmühle auf dem Programm der Gäste. Beim Rundgang über das Gelände zeigten sie sich sehr beeindruckt von der Weitläufigkeit und den vielen Gebäuden. „Es sieht hier aus wie auf einem Schulcampus. So hatte ich mir das nicht vorgestellt“, sagte Christa Mitterer. Ein Blick in die Küche durfte nicht fehlen, und Gerhard Mitterer tauschte sich im Gespräch mit dem stellvertretenden Küchenleiter Florian Romang aus, was die Kinder und Jugendlichen besonders gerne essen und wie es gelingt, 500 bis 600 Essen täglich auf den Tisch zu bringen. Auf dem Gschößwandhaus sind nämlich neben den Schulgruppen auch noch Tagesgäste zu versorgen, die beim Essen den herrlichen Blick auf die umliegenden Berge genießen. Ein kleiner Empfang bei Schulleiter Björn Gemmer nebst Begrüßung von einigen Lehrerinnen und Lehrern, die schon auf dem Gschößwandhaus waren, rundete den Besuch ab.  (Gisela Opper)

 

Gruppenfoto: Hinten von links nach rechts: Willi Stehling, Björn Gemmer, Theo Nauheimer. Vorne von links nach rechts: Gerhard und Christa Mitterer, Gisela Opper

 

Aufenthalt Nummer 40: Beim Eintrag ins Gästebuch des Gschößwandhauses im Februar 2023 wurde das Jubiläum passend hervorgehoben.

 

5. Dezember 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/12/Titel.jpg 612 950 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-12-05 09:45:592026-06-08 13:26:20Wirtsleute des Gschößwandhauses kamen nach 40 Jahren zum Gegenbesuch

Rotary-Berufsinformationstag: Profi-Tipps aus erster Hand

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Alljährlich gehört das Atrium der Steinmühle für einen Abend im November dem Jahrgang 12 und Vertreter:innen des Rotary-Clubs Marburg-Schloss. Unter dem Motto „Schüler fragen – Profis antworten“ haben die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich über einzelne Berufe zu informieren, sich Einblicke zu verschaffen und Fragen zu stellen.

Damit der Informationsfluss möglichst effektiv ist und die Repräsentant:innen auch solche Berufe vertreten, die die Schüler:innen interessieren, hat der Jahrgang 12 im Vorfeld Einfluss auf die Zusammensetzung des Expert:innenteams. Die Schüler:innen können Wünsche äußern, über welche Berufe sie Details aus der Praxis erfahren möchten. Steht die Profi-Runde fest, erhalten sie vorab in einer pdf-Datei Informationen über die jeweilige Person und ihre Aufgaben in dem entsprechenden Beruf. So kann die Einwahl für die insgesamt drei möglichen Experten-Gespräche ganz gezielt erfolgen.

Für diese Voraborganisation und den reibungslosen Veranstaltungsablauf zeichnen alljählich Dr. Claudia Röder und Hans-Heinrich Bähr verantwortlich. „Wir sind mittlerweile schon ein eingespieltes Team“, sagen sie. Die Steinmühlenlehrerin ist an der Schule für die Studien- und Berufsorientierung zuständig, Hans-Heinrich Bähr im Rotary-Club Marburg-Schloss für den Berufsinformationsdienst. Schulleiter Björn Gemmer bedankte sich bei beiden für die zuverlässige Vorbereitung, bevor er die Veranstaltung eröffnete.

 

Konkrete Angebote kamen gut an

Während im vergangenen Jahr einzelne wenige Angebote der absolute Renner waren wie der Beruf des Psychologen/der Psychologin und diverse Möglichkeiten bei der Bundeswehr, so waren die Hauptinteressensgebiete diesmal etwas breiter gestreut. Gut frequentiert wurden beispielsweise auch Beratungsangebote für die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten beim Rettungsdienst Mittelhessen, beim Polizeipräsidium Mittelhessen, die Berufsfelder strategischer Dienstleistungen für Hotelkonzerne oder der Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement an der TH Mittelhessen – die beiden letzteren neu im Angebot des Berufsinformationstages, genau wie der Studiengang Materialwissenschaften. Gefragt waren auch kreative und kommunikative Berufe wie Design und Art Direktion oder Journalismus, um nur Beispiele zu nennen. Zahlreiche interessierte Zuhörer:innen kamen auch zur Info-Runde über das Berufsbild des Rechtsanwaltes/der Rechtsanwältin, des (Zahn)Arztes/der (Zahn)Ärztin und des Unternehmensberaters/der Unternehmensberaterin. Eine größere Gruppe versammelte sich auch bei der DRK Schwesternschaft, die zum Beispiel die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres avisierte. Insgesamt wurden 22 verschiedene Berufsbilder vorgestellt.

„Uns hat gefallen, dass die Berufsvertreter von sich aus einfach erzählt haben, ohne dass wir Fragen stellen mussten“, freuten sich die Schülerinnen Vivien Ettrich und Amelie Schröder. Sie hatten sich für Psychologie und für Journalismus interessiert, fanden aber auch die Möglichkeit interessant, zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Ina Arnold und Paula Henke bewerteten die Informationen der Polizei als sehr aufschlussreich:“Sie waren mit drei Leuten aus verschiedenen Bereichen da und man konnte gleich erkennen, wie vielseitig die Möglichkeiten bei der Polizei sind“. Angesprochen fühlten sich beide auch von den Informationen des Bundeswehr-Vertreters: „Er hat Praktika angeboten, die Teilnahme an Camps und auch Studiengänge“, berichteten sie.

 

Beste Möglichkeiten zur Verbindung von Abi und Handwerk

Constantin Mensing, Johnny Eckardt und Manu Yárnoz waren angetan von den Schilderungen des Vertreters der Hyatt-Hotelgruppe, bewerteten die Informationen als „sehr authentisch“ und wissen nun, dass es gerade in diesem Berufsbereich sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten gibt, wenn man bereit ist, sich mit bestimmten Gegebenheiten wie den Arbeitszeiten zu arrangieren. Gute Einblicke erhielten sie auch in das Berufsbild des Architekten und des Juristen mit breit gestreuten Möglichkeiten. Sehr informativ fanden die Schüler das Gespräch mit Stefan Gräser über die Tätigkeit eines Gebäudeenergiemanagers. Fazit: Es gibt beste Möglichkeiten, Abitur und Handwerk zu verbinden.

Baris Cem Tutu und Selim Özcan fanden den Besuch bei den Vertretern der Sparkasse Marburg-Biedenkopf aufschlussreich und ebenfalls die Ausführungen des Bundeswehr-Vertreters, der Inhalte „super vermittelt“ habe. „Einen groben Einblick besitze ich jetzt“, sagt Selim. „Ein bisschen mehr Zeit wäre insgesamt gar nicht schlecht gewesen“.

Neben den erwähnten Angeboten wurden auch folgende Berufsfelder vorgestellt: Diplom-Kaufmann bzw. -Kauffrau, /Geschäftsführer/in, IT-Fachmann/-Fachfrau, Steuerberater/in/Wirtschaftsprüfer/in, Anlageberater/in/Versicherungsagent/in, Physiker/in.

27. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_2885-rotated-1.jpg 1280 960 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-27 09:55:252026-06-08 13:18:18Rotary-Berufsinformationstag: Profi-Tipps aus erster Hand

Workshop zur Bibliotheksverwaltung

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V. (LAG) war mit ihrem LAG-Café und Workshop am Montag, dem 6. November in der Schulbibliothek der Steinmühle zu Gast. Von 16 bis 18 Uhr hatten interessierte Lehrkräfte mit Bibliotheksaufgaben und andere Schulbibliotheksmitarbeitende verschiedener hessischer Schulen die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee, Kuchen und Snacks. Die Steinmühle beschäftigt für die Aufgaben rund um den Bibliotheksbetrieb mit Katrin Reichel eine eigene Bibliothekarin, die selbst dem Beirat der LAG Schulbibliotheken angehört. Sie begrüßte insgesamt 12 Interessierte, die an den erschienenen Referenten Matthias Matzen, Lehrer an der Gesamtschule Gießen Ost, LAG-Vorstand und Mitarbeiter der EDV-Servicestelle für Schulbibliotheken Hessen, Anwenderfragen zum Bibliotheksverwaltung-Programm LITTERA Windows richteten und sich dazu verschiedene Tipps und Tricks holten. Die Gäste waren ausnahmslos begeistert von diesem niederschwelligen Angebot und der Möglichkeit zur Vernetzung und wünschen sich eine baldige Wiederholung der Veranstaltung.

27. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/MG_6170_RW-Reichel-Katrin.jpg 900 952 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-27 09:50:512026-06-08 13:30:11Workshop zur Bibliotheksverwaltung

„Rauchentwicklung im Chemieraum“: Freiwillige Feuerwehr löscht und evakuiert

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Leben im Internat, MINT, Soziales Engagement

Ihre Jahresabschlussübung führte die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Cappel in der Steinmühle durch. Der vorgestellte Ernstfall: Ein Brand im Chemie-Raum! Zu späterer Stunde, im Dunkel des neunten Novemberabends, rückte ein Löschzug mit Blaulicht an: Fünf Fahrzeuge inklusive Drehleiter passierten nach heruntergefahrenem Poller den Eingang des Schulgeländes und positionierten sich geschickt zwischen den Beeten auf dem Innenhof und auf dem benachbarten Freigelände.

Bei Alarmierung war von mehreren Internatsschülerinnen und -schülern die Rede, die sich im ersten Stock des Hauptgebäudes bei unklarer Rauchentwicklung im Chemieraum befanden. Während Kameraden und Kameradinnen mit dem Ausrollen des Löschschlauches beschäftigt waren, galt es für vier mit Pressluftatmern ausgerüstete Feuerwehrleute, den Weg über die Treppe nach oben zu bahnen, sich selbst und den gefährdeten Personen im Qualm, durch Bühnennebel ernstfallgetreu inszeniert, Orientierung zu geben und die Schüler:innen zu evakuieren. Die Rettung wurde durch Herausziehen der Personen über die Treppe vollzogen, teilweise wurde auch über die Drehleiter evakuiert.

 

Die Aufgaben: Wasserversorgung und Menschenrettung

Insgesamt 31 Feuerwehrmänner und -frauen waren für die Übung auf den Steinmühlencampus gekommen. „Ein Teil“, so berichtete Steinmühlenlehrer Jonathan Gröb, „wird dabei in solchen Fällen mit der Wasserversorgung, der andere Teil mit der Menschenrettung betraut“. Warum sich Jonathan Gröb so gut auskennt, hat seinen besonderen Grund: Der Lehrer für Mathematik und Physik ist selbst Wehrführer in seinem Heimatort im Vogelsbergkreis, und dank des kurzen Drahts von Kollege zu Kollege sagte er gerne zu, als der Cappeler Wehrführer Dominik Wagner nach einer Übungsmöglichkeit fragte.

Die Angelegenheit ist eine Win-win-Situation. Während die Feuerwehr derlei Einsätze in kurzer Entfernung von ihrem Stützpunkt in der Umgehungsstraße vollumfänglich üben kann, lernt die Steinmühle bestimmte Verhaltensregeln und Abläufe für den Ernstfall. Nicht ganz zufällig ist Jonathan Gröb auch Brandschutzbeauftragter der Steinmühle, und eine aktualisierte, den neuen Gebäudesituationen angepasste Brandschutzordnung ist bereits in Arbeit.

 

„Herr Gröb, wir wollen noch Drehleiter fahren“

Nachdem die an der Übung beteiligten Schülerinnen und Schüler bemerkt hatten, dass es bei derlei Einsätzen situationsbedingt auch manchmal etwas rau zugehen kann, hob sich die Stimmung kurze Zeit später wieder umso mehr. Sie sangen zwar nicht „Hurra hurra, die Schule brennt“ wie seinerzeit die Gruppe Extrabreit Anfang der legendären Achtziger, einen geselligen Teil forderten sie aber ein: „Herr Gröb, wir wollen noch Drehleiter fahren“, baten sie zum Schluss. So kam es, dass eine Schüler:innengruppe unter fachlicher Begleitung im Korb der ausgefahrenen Drehleiter noch gute 20 Meter in den Nachthimmel gehoben wurde und die Aussicht auf Marburg genießen konnte.

Die Steinmühle dankt der Freiwilligen Feuerwehr Cappel, den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie unserem Lehrer Jonathan Gröb, dass wir die geschilderten Erfahrungen machen und unsere Kenntnisse rund um die Arbeit der Feuerwehr erweitern durften!

24. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_2981-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-24 13:06:162026-06-08 13:30:44„Rauchentwicklung im Chemieraum“: Freiwillige Feuerwehr löscht und evakuiert

Host Town-Treffen: Berührende Erinnerungen wurden wieder lebendig

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Die Steinmühle war Gastgeberin für die Vertreterinnen und Vertreter der Hessischen Host Towns, die in der vergangenen Woche einen emotionalen Rückblick auf die Special Olympics World Games Berlin 2023 und das jeweilige Host Town Programm geworfen hatten. Neben Vertreter:innen der Universitätsstadt Marburg, einer der Host Towns, fanden sich im Forum unserer Schule Gäste aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, der Stadt Neu-Isenburg, aus Darmstadt, Hanau, Kelkheim, Frankfurt, Wiesbaden, dem Vogelsbergkreis und Fulda ein.

„Die zahlreichen Videos, die während der Host Town-Tage entstanden sind, haben die intensiven und berührenden Erinnerungen dieser Zeit wieder lebendig werden lassen“, fasste Luisa Nicklas, Projektkoordinatorin von Special Olympics Deutschland in Hessen (SOH) e.V., zusammen. Ein bewegender Höhepunkt der Veranstaltung war das Interview des SOH-Athleten im Basketball und Fußball, Manuel Fichtner, mit der Leichtathletin Annika Meißner. Als erste Medaillengewinnerin des Team Deutschlands teilte Annika ehrliche Worte über die Vorbereitung und ihre Erfahrungen bei den Weltspielen und lobte dabei auch die menschliche Komponente der Gesamtveranstaltung: „Hier sind Freundschaften entstanden“.

 

„Stolz auf die inklusiven Prozesse“

In Gruppenarbeiten wurden anschließend Blicke in die Zukunft geworfen, inklusive Projekte und Maßnahmen geplant sowie Ideen für weitere Aktionen gesammelt. Als besonderen Gast empfingen die Tagungsteilnehmer:innen nach dem gemeinsamen Mittagessen Peter Beuth, den Hessischen Staatsminister des Innern und für Sport. Er lobte das allseitige Engagement und gab wichtige Impulse für die Fortsetzung der Inklusionsarbeit. Als Dankeschön für die großartige Arbeit in den Kommunen erhielten die Host Towns ein Medaillen-Set der Weltspiele. Luisa Nicklas: „Wir sind unglaublich stolz auf die inklusiven Prozesse, die vor, während und nach den Weltspielen von den hessischen Kommunen geschaffen wurden und freuen uns auf die weiteren Maßnahmen, die in Zukunft umgesetzt werden“.

 

„Aufgaben mit Herzblut angenommen“

Zu den Marburger Gästen der Veranstaltung gehörte Stadträtin Kirsten Dinnebier, gleichzeitig zuständige Dezernentin des Fachdienstes Sport. Silvia Ruppel, Präsidentin von SOH Deutschland in Hessen, lobte Dinnebiers „Zugewandtheit zu unseren Anliegen“. Egon Vaupel, Vorsitzender des Schulvereins Steinmühle und Netzwerker auch in Sachen Special Olympics, sprach ebenfalls Worte der Anerkennung an die Stadträtin sowie an Jana Keller, die ihre Aufgaben im Rahmen der Marburger Host Town-Organisation mit Herzblut angenommen und auch eine Übungsleiter-Assistenzfortbildung ins Leben gerufen habe.

 

Anerkennung für die Steinmühle

Zahlreiche Tagungsteilnehmer:innen zollten der Steinmühle beim gemeinsamen Mittagessen Anerkennung und Respekt für Gestaltung des Campus mit Ganztagsschule, Internat und Gelände sowie für die Tatsache, dass sie sich inhaltlich auch „besonderen Aufgaben stellt“. Die Steinmühle, die seit Juli in Kooperation mit der blista auch inklusives Wassersportzentrum ist, wird dieses Engagement weiter hochhalten. Eine Unified-Mannschaft, vor der Pandemie ins Leben gerufen, trainiert jeden Montagabend auf der Anlage.

9. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/2023-10-31_RW_SpecialOlympics_02.jpg 605 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-09 10:47:352026-06-08 13:31:38Host Town-Treffen: Berührende Erinnerungen wurden wieder lebendig
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