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Rotary-Berufsinformationstag: Profi-Tipps aus erster Hand

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Alljährlich gehört das Atrium der Steinmühle für einen Abend im November dem Jahrgang 12 und Vertreter:innen des Rotary-Clubs Marburg-Schloss. Unter dem Motto „Schüler fragen – Profis antworten“ haben die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich über einzelne Berufe zu informieren, sich Einblicke zu verschaffen und Fragen zu stellen.

Damit der Informationsfluss möglichst effektiv ist und die Repräsentant:innen auch solche Berufe vertreten, die die Schüler:innen interessieren, hat der Jahrgang 12 im Vorfeld Einfluss auf die Zusammensetzung des Expert:innenteams. Die Schüler:innen können Wünsche äußern, über welche Berufe sie Details aus der Praxis erfahren möchten. Steht die Profi-Runde fest, erhalten sie vorab in einer pdf-Datei Informationen über die jeweilige Person und ihre Aufgaben in dem entsprechenden Beruf. So kann die Einwahl für die insgesamt drei möglichen Experten-Gespräche ganz gezielt erfolgen.

Für diese Voraborganisation und den reibungslosen Veranstaltungsablauf zeichnen alljählich Dr. Claudia Röder und Hans-Heinrich Bähr verantwortlich. „Wir sind mittlerweile schon ein eingespieltes Team“, sagen sie. Die Steinmühlenlehrerin ist an der Schule für die Studien- und Berufsorientierung zuständig, Hans-Heinrich Bähr im Rotary-Club Marburg-Schloss für den Berufsinformationsdienst. Schulleiter Björn Gemmer bedankte sich bei beiden für die zuverlässige Vorbereitung, bevor er die Veranstaltung eröffnete.

 

Konkrete Angebote kamen gut an

Während im vergangenen Jahr einzelne wenige Angebote der absolute Renner waren wie der Beruf des Psychologen/der Psychologin und diverse Möglichkeiten bei der Bundeswehr, so waren die Hauptinteressensgebiete diesmal etwas breiter gestreut. Gut frequentiert wurden beispielsweise auch Beratungsangebote für die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten beim Rettungsdienst Mittelhessen, beim Polizeipräsidium Mittelhessen, die Berufsfelder strategischer Dienstleistungen für Hotelkonzerne oder der Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement an der TH Mittelhessen – die beiden letzteren neu im Angebot des Berufsinformationstages, genau wie der Studiengang Materialwissenschaften. Gefragt waren auch kreative und kommunikative Berufe wie Design und Art Direktion oder Journalismus, um nur Beispiele zu nennen. Zahlreiche interessierte Zuhörer:innen kamen auch zur Info-Runde über das Berufsbild des Rechtsanwaltes/der Rechtsanwältin, des (Zahn)Arztes/der (Zahn)Ärztin und des Unternehmensberaters/der Unternehmensberaterin. Eine größere Gruppe versammelte sich auch bei der DRK Schwesternschaft, die zum Beispiel die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres avisierte. Insgesamt wurden 22 verschiedene Berufsbilder vorgestellt.

„Uns hat gefallen, dass die Berufsvertreter von sich aus einfach erzählt haben, ohne dass wir Fragen stellen mussten“, freuten sich die Schülerinnen Vivien Ettrich und Amelie Schröder. Sie hatten sich für Psychologie und für Journalismus interessiert, fanden aber auch die Möglichkeit interessant, zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Ina Arnold und Paula Henke bewerteten die Informationen der Polizei als sehr aufschlussreich:“Sie waren mit drei Leuten aus verschiedenen Bereichen da und man konnte gleich erkennen, wie vielseitig die Möglichkeiten bei der Polizei sind“. Angesprochen fühlten sich beide auch von den Informationen des Bundeswehr-Vertreters: „Er hat Praktika angeboten, die Teilnahme an Camps und auch Studiengänge“, berichteten sie.

 

Beste Möglichkeiten zur Verbindung von Abi und Handwerk

Constantin Mensing, Johnny Eckardt und Manu Yárnoz waren angetan von den Schilderungen des Vertreters der Hyatt-Hotelgruppe, bewerteten die Informationen als „sehr authentisch“ und wissen nun, dass es gerade in diesem Berufsbereich sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten gibt, wenn man bereit ist, sich mit bestimmten Gegebenheiten wie den Arbeitszeiten zu arrangieren. Gute Einblicke erhielten sie auch in das Berufsbild des Architekten und des Juristen mit breit gestreuten Möglichkeiten. Sehr informativ fanden die Schüler das Gespräch mit Stefan Gräser über die Tätigkeit eines Gebäudeenergiemanagers. Fazit: Es gibt beste Möglichkeiten, Abitur und Handwerk zu verbinden.

Baris Cem Tutu und Selim Özcan fanden den Besuch bei den Vertretern der Sparkasse Marburg-Biedenkopf aufschlussreich und ebenfalls die Ausführungen des Bundeswehr-Vertreters, der Inhalte „super vermittelt“ habe. „Einen groben Einblick besitze ich jetzt“, sagt Selim. „Ein bisschen mehr Zeit wäre insgesamt gar nicht schlecht gewesen“.

Neben den erwähnten Angeboten wurden auch folgende Berufsfelder vorgestellt: Diplom-Kaufmann bzw. -Kauffrau, /Geschäftsführer/in, IT-Fachmann/-Fachfrau, Steuerberater/in/Wirtschaftsprüfer/in, Anlageberater/in/Versicherungsagent/in, Physiker/in.

27. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_2885-rotated-1.jpg 1280 960 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-27 09:55:252026-06-08 13:18:18Rotary-Berufsinformationstag: Profi-Tipps aus erster Hand

Workshop zur Bibliotheksverwaltung

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V. (LAG) war mit ihrem LAG-Café und Workshop am Montag, dem 6. November in der Schulbibliothek der Steinmühle zu Gast. Von 16 bis 18 Uhr hatten interessierte Lehrkräfte mit Bibliotheksaufgaben und andere Schulbibliotheksmitarbeitende verschiedener hessischer Schulen die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee, Kuchen und Snacks. Die Steinmühle beschäftigt für die Aufgaben rund um den Bibliotheksbetrieb mit Katrin Reichel eine eigene Bibliothekarin, die selbst dem Beirat der LAG Schulbibliotheken angehört. Sie begrüßte insgesamt 12 Interessierte, die an den erschienenen Referenten Matthias Matzen, Lehrer an der Gesamtschule Gießen Ost, LAG-Vorstand und Mitarbeiter der EDV-Servicestelle für Schulbibliotheken Hessen, Anwenderfragen zum Bibliotheksverwaltung-Programm LITTERA Windows richteten und sich dazu verschiedene Tipps und Tricks holten. Die Gäste waren ausnahmslos begeistert von diesem niederschwelligen Angebot und der Möglichkeit zur Vernetzung und wünschen sich eine baldige Wiederholung der Veranstaltung.

27. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/MG_6170_RW-Reichel-Katrin.jpg 900 952 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-27 09:50:512026-06-08 13:30:11Workshop zur Bibliotheksverwaltung

„Rauchentwicklung im Chemieraum“: Freiwillige Feuerwehr löscht und evakuiert

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Leben im Internat, MINT, Soziales Engagement

Ihre Jahresabschlussübung führte die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Cappel in der Steinmühle durch. Der vorgestellte Ernstfall: Ein Brand im Chemie-Raum! Zu späterer Stunde, im Dunkel des neunten Novemberabends, rückte ein Löschzug mit Blaulicht an: Fünf Fahrzeuge inklusive Drehleiter passierten nach heruntergefahrenem Poller den Eingang des Schulgeländes und positionierten sich geschickt zwischen den Beeten auf dem Innenhof und auf dem benachbarten Freigelände.

Bei Alarmierung war von mehreren Internatsschülerinnen und -schülern die Rede, die sich im ersten Stock des Hauptgebäudes bei unklarer Rauchentwicklung im Chemieraum befanden. Während Kameraden und Kameradinnen mit dem Ausrollen des Löschschlauches beschäftigt waren, galt es für vier mit Pressluftatmern ausgerüstete Feuerwehrleute, den Weg über die Treppe nach oben zu bahnen, sich selbst und den gefährdeten Personen im Qualm, durch Bühnennebel ernstfallgetreu inszeniert, Orientierung zu geben und die Schüler:innen zu evakuieren. Die Rettung wurde durch Herausziehen der Personen über die Treppe vollzogen, teilweise wurde auch über die Drehleiter evakuiert.

 

Die Aufgaben: Wasserversorgung und Menschenrettung

Insgesamt 31 Feuerwehrmänner und -frauen waren für die Übung auf den Steinmühlencampus gekommen. „Ein Teil“, so berichtete Steinmühlenlehrer Jonathan Gröb, „wird dabei in solchen Fällen mit der Wasserversorgung, der andere Teil mit der Menschenrettung betraut“. Warum sich Jonathan Gröb so gut auskennt, hat seinen besonderen Grund: Der Lehrer für Mathematik und Physik ist selbst Wehrführer in seinem Heimatort im Vogelsbergkreis, und dank des kurzen Drahts von Kollege zu Kollege sagte er gerne zu, als der Cappeler Wehrführer Dominik Wagner nach einer Übungsmöglichkeit fragte.

Die Angelegenheit ist eine Win-win-Situation. Während die Feuerwehr derlei Einsätze in kurzer Entfernung von ihrem Stützpunkt in der Umgehungsstraße vollumfänglich üben kann, lernt die Steinmühle bestimmte Verhaltensregeln und Abläufe für den Ernstfall. Nicht ganz zufällig ist Jonathan Gröb auch Brandschutzbeauftragter der Steinmühle, und eine aktualisierte, den neuen Gebäudesituationen angepasste Brandschutzordnung ist bereits in Arbeit.

 

„Herr Gröb, wir wollen noch Drehleiter fahren“

Nachdem die an der Übung beteiligten Schülerinnen und Schüler bemerkt hatten, dass es bei derlei Einsätzen situationsbedingt auch manchmal etwas rau zugehen kann, hob sich die Stimmung kurze Zeit später wieder umso mehr. Sie sangen zwar nicht „Hurra hurra, die Schule brennt“ wie seinerzeit die Gruppe Extrabreit Anfang der legendären Achtziger, einen geselligen Teil forderten sie aber ein: „Herr Gröb, wir wollen noch Drehleiter fahren“, baten sie zum Schluss. So kam es, dass eine Schüler:innengruppe unter fachlicher Begleitung im Korb der ausgefahrenen Drehleiter noch gute 20 Meter in den Nachthimmel gehoben wurde und die Aussicht auf Marburg genießen konnte.

Die Steinmühle dankt der Freiwilligen Feuerwehr Cappel, den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie unserem Lehrer Jonathan Gröb, dass wir die geschilderten Erfahrungen machen und unsere Kenntnisse rund um die Arbeit der Feuerwehr erweitern durften!

24. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_2981-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-24 13:06:162026-06-08 13:30:44„Rauchentwicklung im Chemieraum“: Freiwillige Feuerwehr löscht und evakuiert

Kunstkurs 11 widmet sich den Landschaften Ubbelohdes

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

In den großzügigen Räumen des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Universität Marburg widmen sich die angehenden Künstler:innen den Landschaften Ubbelohdes, die teilweise genau dieses herbstliche Wetter malerisch einfangen.

Sie zeichnen vor den Originalen die schräg stehenden Bäume, Spiegelungen des Ufers oder verheißungsvollen Wolkenformationen und versuchen, den ausdrucksstarken Pinselduktus Ubbelohdes in ihre Bleistiftzeichnung zu übersetzen.

Ubbelohde wird ein eher introvertierter und melancholischer Geselle gewesen sein, den Bildern nach zu urteilen, mutmaßen die Schüler:innen beim abschließenden Reflexionsgespräch mit ihrer Lehrerin Ines Vielhaben.

24. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_1507-scaled-1-scaled.jpeg 586 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-24 12:59:522026-06-08 13:30:56Kunstkurs 11 widmet sich den Landschaften Ubbelohdes

Host Town-Treffen: Berührende Erinnerungen wurden wieder lebendig

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Die Steinmühle war Gastgeberin für die Vertreterinnen und Vertreter der Hessischen Host Towns, die in der vergangenen Woche einen emotionalen Rückblick auf die Special Olympics World Games Berlin 2023 und das jeweilige Host Town Programm geworfen hatten. Neben Vertreter:innen der Universitätsstadt Marburg, einer der Host Towns, fanden sich im Forum unserer Schule Gäste aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, der Stadt Neu-Isenburg, aus Darmstadt, Hanau, Kelkheim, Frankfurt, Wiesbaden, dem Vogelsbergkreis und Fulda ein.

„Die zahlreichen Videos, die während der Host Town-Tage entstanden sind, haben die intensiven und berührenden Erinnerungen dieser Zeit wieder lebendig werden lassen“, fasste Luisa Nicklas, Projektkoordinatorin von Special Olympics Deutschland in Hessen (SOH) e.V., zusammen. Ein bewegender Höhepunkt der Veranstaltung war das Interview des SOH-Athleten im Basketball und Fußball, Manuel Fichtner, mit der Leichtathletin Annika Meißner. Als erste Medaillengewinnerin des Team Deutschlands teilte Annika ehrliche Worte über die Vorbereitung und ihre Erfahrungen bei den Weltspielen und lobte dabei auch die menschliche Komponente der Gesamtveranstaltung: „Hier sind Freundschaften entstanden“.

 

„Stolz auf die inklusiven Prozesse“

In Gruppenarbeiten wurden anschließend Blicke in die Zukunft geworfen, inklusive Projekte und Maßnahmen geplant sowie Ideen für weitere Aktionen gesammelt. Als besonderen Gast empfingen die Tagungsteilnehmer:innen nach dem gemeinsamen Mittagessen Peter Beuth, den Hessischen Staatsminister des Innern und für Sport. Er lobte das allseitige Engagement und gab wichtige Impulse für die Fortsetzung der Inklusionsarbeit. Als Dankeschön für die großartige Arbeit in den Kommunen erhielten die Host Towns ein Medaillen-Set der Weltspiele. Luisa Nicklas: „Wir sind unglaublich stolz auf die inklusiven Prozesse, die vor, während und nach den Weltspielen von den hessischen Kommunen geschaffen wurden und freuen uns auf die weiteren Maßnahmen, die in Zukunft umgesetzt werden“.

 

„Aufgaben mit Herzblut angenommen“

Zu den Marburger Gästen der Veranstaltung gehörte Stadträtin Kirsten Dinnebier, gleichzeitig zuständige Dezernentin des Fachdienstes Sport. Silvia Ruppel, Präsidentin von SOH Deutschland in Hessen, lobte Dinnebiers „Zugewandtheit zu unseren Anliegen“. Egon Vaupel, Vorsitzender des Schulvereins Steinmühle und Netzwerker auch in Sachen Special Olympics, sprach ebenfalls Worte der Anerkennung an die Stadträtin sowie an Jana Keller, die ihre Aufgaben im Rahmen der Marburger Host Town-Organisation mit Herzblut angenommen und auch eine Übungsleiter-Assistenzfortbildung ins Leben gerufen habe.

 

Anerkennung für die Steinmühle

Zahlreiche Tagungsteilnehmer:innen zollten der Steinmühle beim gemeinsamen Mittagessen Anerkennung und Respekt für Gestaltung des Campus mit Ganztagsschule, Internat und Gelände sowie für die Tatsache, dass sie sich inhaltlich auch „besonderen Aufgaben stellt“. Die Steinmühle, die seit Juli in Kooperation mit der blista auch inklusives Wassersportzentrum ist, wird dieses Engagement weiter hochhalten. Eine Unified-Mannschaft, vor der Pandemie ins Leben gerufen, trainiert jeden Montagabend auf der Anlage.

9. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/2023-10-31_RW_SpecialOlympics_02.jpg 605 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-09 10:47:352026-06-08 13:31:38Host Town-Treffen: Berührende Erinnerungen wurden wieder lebendig

Eine Lanze für alle, die gründen wollen: Wichtig sind innovative Idee und Team

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Axel Täubert, Bestseller-Autor und Head of Startups bei Google, besuchte die Steinmühle

Wer scheitert, erntet oft Spott: „Der ist pleitegegangen“, „seine Firma ist platt“, „war wohl nix mit den guten Ideen“. Noch immer werden Gründerinnen und Gründer, deren Unternehmen sich nicht am Markt behaupten konnte, in Deutschland stigmatisiert.  Axel Täubert, Abi-Jahrgang 1996 an der Gießener Liebigschule und heute Head of Startups bei Google, machte dies am Dienstagabend zum Thema seines Vortrags an der Steinmühle. Der provokante Titel: „Scheitern als Geschäftsmodell“.

Es wird gerne vergessen: Wer ein Unternehmen gründet, hat sich mit Dingen beschäftigt, die viele Angestellte nur vom Hörensagen kennen. Formalitäten, Business-Plan, Kapital-Situation, gegebenenfalls Investorensuche – von der Bereitschaft, länger als „nine-to-five“ zu arbeiten, ganz zu schweigen. Fast essentiell: Die richtige Zusammensetzung des eigenen Teams. „Wer gründen möchte, braucht Menschen, die nicht nur für dieselbe Idee brennen, sondern sich von ihren Fähigkeiten her ergänzen“. Der eine ist in der Welt der Finanzen zuhause, der andere liebt den Vertrieb, den Kontakt zu Menschen. Der oder die Dritte hat das Know-how, um das es beim Unternehmen geht, ist Techniker, Ingenieur, Naturwissenschaftler – oder mit welcher Materie sich das Startup auch immer beschäftigt. Ausdrücklich dazu zählen Handwerksbetriebe.

 

„Alles sollte beim User beginnen“

Viele Unternehmer sind in der Gründungsphase auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Überzeugen sie in solch einer Situation mit einer neuartigen, innovativen Geschäftsidee und mit der Struktur ihres Teams, kommen oft Venture Capital ins Spiel. Investoren stellen dabei wachstumsstarken, nicht börsennotierten Startups Geldmittel ohne Sicherheiten und bieten neben finanzieller Hilfe auch Beratung und Netzwerke.  Dies geschieht in Form eines Venture Capital Fonds im Rahmen einer Beteiligung an dem Unternehmen. Durch die Investition kommt es zu einer Miteigentümerschaft, ohne dass die Investoren aber dabei eine Mehrheitsbeteiligung anstreben.

Venture Capital-relevante Unternehmen sind solche, die durch ihr Tun einen klaren Kundennutzen und einen innovativen Vorteil bieten. Axel Täubert: „Alles sollte beim User beginnen“.  Er nannte das Beispiel einer Firma, die durch dekorative Elemente und eine spezielle Konzeption aus Geräten für MRT-Diagnostik eine „Abenteuer-Höhle“ gestaltete, die Kindern statt Angst zu vermitteln Anreize bietet, sich hineinzubegeben und sich der Untersuchung zu unterziehen.

 

Wenn scheitern, dann schnell

Nur eines von zehn Startups wird richtig erfolgreich, berichtet Axel Täubert. Einschlägige Zahlen besagen, dass zwischen 80 und 90 Prozent aller Startups innerhalb von drei Jahren scheitern. „Es ist wichtig, dass man rechtzeitig erkennt, wenn es nicht rundläuft“, rät Täubert. Das Scheitern einzugestehen, sollte nicht unnötig hinausgezögert werden in der falschen Hoffnung, es werde sich noch etwas ändern. Das schließe natürlich nicht aus, den Business-Plan anzupassen, bevor man alles hinwerfe. Zum Glück sei das Scheitern nach einer Unternehmensgründung kein Makel mehr. Im Gegenteil sei dies häufig für Kapitalgeber ein Indiz für Erfahrung.

„Glaubt an eure Ideen, lasst sie euch gegebenenfalls patentieren“ rät der Referent, der auf Vermittlung von Jens Ihle, dem Geschäftsführer des Regionalmanagements Mittelhessen an die Steinmühle gekommen war. Die Gesellschaft mit Sitz in Gießen sei, so Täubert, auch ein möglichert Ort für potentielle Gründerinnen und Gründer, ihre Ideen zu platzieren oder zu erfragen, wo dies geschehen könne. Im Rahmen der Publikumsfragen nach dem Vortrag erläuterte Täubert auch, dass es in Deutschland geographische Unterschiede gebe, in welchen Regionen oder Städten man als Gründerin oder Gründer gut aufgehoben sei: „Gewisse Unis bieten einfach bessere Chancen auf Unterstützung, und an bestimmten Orten existiert schlicht ein gutes Startup-Ökosystem. Auch der Marburger Lokschuppen gehört dazu“.

 

Nötige Fähigkeiten von Gründenden

Welchen Beitrag eine Schule leisten könne, um aus Absolventinnen und Absolventen zu potentiell erfolgreichen Gründenden zu machen, formulierte der Redner konkret so: „Wer sinnentnehmendes Lesen beherrscht, gut rechnen kann, Teamworkerin oder Teamworker ist und selbstständig arbeiten kann, der hat zum erfolgreichen Gründen alle Chancen“. Schulleiter Björn Gemmer, der das hochinteressierte Publikum durch den Abend führte, nahm auch mit, dass das Fach „Jugend gründet“, analog zu „Jugend forscht“, schon bei der einen oder anderen deutschen Schule in etabliert sei, sogar als „Besondere Lernleistung“ und damit als Abiturfach.

 

Klassen 5 bis 7 interpretierten Axel Täuberts Buch „Der Classroom Coach“

Szenenwechsel. Axel Täubert, Vater zweier Söhne im Alter von 13 und 15 Jahren, füllt das Forum am Mittwochmorgen mit den Steinmühlen-Jahrgängen 5 bis 7. Er liest aus seinem Buch „Der Classroom-Coach“, das er zusammen mit dem Bildungs-Entrepeneur Daniel Jung geschrieben hat. Vor etwas weniger als vier Jahren stand auch Daniel Jung hier, der Mathe-YouTuber, dem so mancher Schüler und so manche Schülerin Hilfe bei der Lösung von Mathe-Aufgaben zu verdanken hat. Einschlägiger Satz zur Erinnerung: „Du hast mir im Abi den Arsch gerettet“.

Diesmal, im Bestseller Classroom-Coach von Axel Täubert, geht es um eine Lern-App. Um eine Nachhilfe-App, deren Entwicklung auf die Idee der Schülerin Nele zurückgeht. Sie und ihr Team, außer ihr bestehend aus Karl, Mehmet und Aliyah, betätigen sich als Gründer. Eine aufregende Reise, die zunächst von Axel Täubert selbst, später von vier Steinmühlenschüler:innen in den entsprechenden Rollen auf der Bühne gelesen wird.

Das junge Publikum wurde trotz der längeren Zuhördauer mitgenommen – so wie Axel Täubert selbst: „Die Schülerinnen und Schüler haben das nicht gelesen, die haben das gespielt“ zeigte er sich begeistert über die Art und Weise, wie Leo Keil (5b), Thomas Pfotenhauer (6b), Lotta Jerrentrup (7a) und Samri Wulf (7a) ihre jeweiligen Rollen präsentierten.

Im Anschluss gab es noch ausreichend Zeit für Fragen, und die hatten die Schülerinnen und Schüler zuhauf. Dabei zeigte sich, wie orientiert die Jahrgänge über die aktuellen einschlägigen Internetpräsenzen sind und löcherten den fachkundigen Besuch mit allem, was ihnen auf den Nägeln brannte.  Dabei waren auch solche Fragen dabei, deren Beantwortung Axel Täubert lieber mal abbog, wie „was verdienen Sie bei Google?“. Dass er darauf gekommen sei, jungen Menschen aufzuzeigen, Unternehmer zu werden, sei der Bekanntschaft mit Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer zu verdanken. Mit ihm habe er auch den Bestseller „Die Start-Up-Gang“ geschrieben.

„Wenn ihr etwas macht, dann macht was Neues“ schloss der Gast seinen Auftritt an der Steinmühle. Und wer weiß, ob ihm der eine oder die andere heute enthusiastische Jugendliche später nicht mal über den Weg laufen wird.

Axel Täubert ist Rapper im Ruhestand, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Head of Startups bei Google. Bis zu seinem Abitur (Liebigschule, 1996) lebte er in Gießen und war vor seiner aktuellen Rolle unter anderem Head of Gaming bei YouTube. Schon in jungen Jahren hat er mehrere Unternehmen gegründet und begleitet mittlerweile diverse Start-ups als Business Angel. Nebenher ist er Autor von Kinderbüchern und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in München.

8. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/MG_5962a_Taeubert-Alex.jpg 753 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-08 13:21:272026-06-08 13:32:24Eine Lanze für alle, die gründen wollen: Wichtig sind innovative Idee und Team

Ein gelungenes Herbstfest 2023

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern, Leben im Internat

 

Auch dieses Jahr war das Herbstfest, das gemeinsam von Schule und Internat gestaltet wird, ein Highlight für viele Schüler:innen, Familien und Ehemalige. Seit Wochen wurde fleißig geplant, um diesen Tag für alle Beteiligten unvergesslich zu gestalten. Von Kinderschminken über eine Geisterbahn bis hin zu dem abendlichen Festzelt war alles dabei.

Schon Tage vorher begannen die Vorbereitung für das Event, bei denen auch die Schüler:innen des Internats mit anpackten. Der Schulhof verwandelte sich langsam in das Festgelände, das Besucher:innen der letzten Jahre bereits kennen dürften. Auf dem Hof wurden Bänke und Stände errichtet, die Bühne für die Auftritte von Chor und Band wurde aufgebaut. Beim Kuchenbacken unterstützte in diesem Jahr die Schule das Internat, sodass wieder einmal ein vielseitiges Buffet zustande kam. In den Wohngruppen roch es daher tagelang nach leckerem Gebäck, ein Blech nach dem nächsten wurde in den Ofen geschoben. Ein bisschen Probieren durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Aber wer kann frischen Zimtschnecken schon widerstehen?

Am großen Tag selbst stieg die Vorfreude immer mehr an. Nachdem die Tische im Hof mit Hilfe der Wohngruppe Mühle noch dekoriert wurden, war es schließlich so weit und die Gäste kamen neugierig auf das Gelände und staunten über das Programm, das auf die Beine gestellt worden war. Dabei unterstützten das Hessenhaus und das Biohaus fleißig beim Kuchenverkauf und die Schüler:innen des Stammhauses halfen der Küche beim Grillen während Westfalenhaus und Bremerhaus den ganzen Tag lang Geschirr einsammelten, denn ein so großes Fest kann nur gelingen, wenn alle gemeinsam mit anpacken. Danke an dieser Stelle an alle Schüler:innen und das pädagogische Team für die tatkräftige Unterstützung!

Geprägt war das Herbstfest von vielen bekannten Gesichtern, die herzlich willkommen geheißen wurden. Immer wieder fiel dabei der Satz: „Als ich damals im Internat war…“. Ehemalige sowie aktuelle Schüler:innen und Pädagog:innen tauschten sich freudig über das Internatsleben aus, erzählten von ihren Erlebnissen und schwelgten in gemeinsamen Erinnerungen. Wieder einmal war zu erleben, dass die Internatsgemeinschaft über die aktive Zeit als Schüler:in hinausgeht und die Steinmühle oft ein prägender Teil im Leben von jungen Menschen sein darf.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Herbstfest im Jahr 2024!

8. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/10/IMG_0286-1-scaled-1-scaled.jpg 1000 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2023-11-08 09:04:212026-06-08 13:32:36Ein gelungenes Herbstfest 2023

Ausstellung zu Themen der Nachhaltigkeit

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Der Kunst-LK von Ines Vielhaben hat mit Kreativität eine Ausstellung mit beeindruckenden dokumentarischen und inszenierten Fotos gestaltet, die ausgewählte Ziele für nachhaltige Entwicklung auf packende Weise beleuchten. Diese visuelle Reise durch Engagement und Visionen erwartet alle Interessierten im offenen Arbeitsbereich des Steinmühlen-Hauptgebäudes. Die Fotos erzählen nicht nur sehr unterschiedliche Geschichten, sondern regen auch zum Nachdenken an.

Die Ausstellung, so Ines Vielhaben,  ist mehr als nur Bilder an der Wand – sie ist eine Einladung, die Welt durch die Linse der Nachhaltigkeit zu betrachten.

Die Fotoauswahl gewährt einen Einblick in die verschiedenen Fotoserien.

7. November 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/11/IMG_1432.jpg 900 675 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-11-07 14:34:562026-06-08 13:32:56Ausstellung zu Themen der Nachhaltigkeit

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