DIV-Fortbildung zu/zur Qualitätsmanagementbeauftragten: „Die Internate Vereinigung“ zu Gast in der Steinmühle

Vom 18. – 21. September traf sich die DIV (Die INTERNATE VEREINIGUNG e.V.) im Rahmen der Fortbildung zum/zur Qualitätsmanagementbeauftragten in der Steinmühle. Die DIV ist ein Zusammenschluss von renommierten Internatsschulen in Deutschland und der Schweiz. Die Internate lassen sich regelmäßig in- und extern evaluieren, kooperieren mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen und legen großen Wert auf die Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Qualitätsmanagement, die Gestaltung und Umsetzung der Qualitätsentwicklung in den Mitgliedsinternaten und im Verband, ist eine der zentralen Aufgaben der DIV. 

Im Jahr 2014 wurde daher von der Mitgliederversammlung der DIV einstimmig das „Rahmenkonzept für das Qualitätsmanagement in Internatsschulen“ verabschiedet. Die sukzessive Umsetzung der darin formulierten Qualitätsstandards ist für Mitglieder der DIV verbindlich und wird in regelmäßigen Abständen überprüft.

Seit März 2021 bildet die DIV an jeder der Mitgliedsinternate Qualitätsmanagementbeauftragte aus, sie tragen Sorge für die Etablierung und sukzessive Umsetzung des DIV-Rahmenkonzepts für das Qualitätsmanagement in den Internatsschulen.

Die erste Generation QMB hat ihre Ausbildung im März 2022 erfolgreich abgeschlossen.

Bei den Teilnehmer:innen der aktuellen Fortbildung handelt es sich bereits um die 2. Generation QMB, da die DIV immer wieder neue Internatsschulen in ihren Kreis aufnimmt oder Bestandsmitglieder noch ein/e weitere/n QMB ausbilden lassen möchten.

Im Rahmen ihrer praxisorientierten und gezielt auf den Kontext Internat zugeschnittenen Ausbildung erwerben die Teilnehmer:innen neben den theoretischen Grundlagen des QM sowie dem praktischen Umgang mit unterstützenden Tools, außerdem die Befähigung zur Durchführung von QM-Auditierungen an den Mitgliedsinstitutionen.

Dabei legt die DIV besonderen Wert darauf, dass die Auszubildenden eine QM-Qualifizierung gemäß den Anforderungen der Auditnorm DIN EN ISO 19011 erhalten.

Die Fortbildung gliedert sich in mehrere Einheiten (teils in Präsenz, teils in Online-Formaten). Nach einem ersten Zoomauftakt Ende Juni 2023 handelte es sich bei der aktuellen Tagung in der Steinmühle um den ersten Präsenzblock, zwei weitere Schulungsblöcke werden noch folgen, bis die 2. Generation QMB ihre Fortbildung voraussichtlich im September 2024 abschließen werden.

Neben den fachlichen Inhalten wurde den Teilnehmer:innen auch ein ansprechendes Rahmenprogramm geboten. Eine Führung durch Marburgs malerische Oberstadt und das gemeinsame Einkehren in eine  der urigsten Lokalitäten der Universitätsstadt, der „Sonne“, rundete die Tagung ab.

Doktor Whatson besucht plus-MINT in der Steinmühle
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Einen ganzen Tag besuchte Cedric Engels (28), alias Doktor Whatson, die Steinmühle und machte sich ein Bild davon, was plus-MINT in der Steinmühle bedeutet. Soviel vorab, er war beeindruckt!

Doktor Whatson ist einer der erfolgreichsten Wissenschaftsblogger Deutschlands. Ihm folgen knapp 18.000 Follower auf Instagram und er hat 318.000 Abonnenten auf YouTube.

In seinen Beiträgen geht es um Wissenschaft, Weltall, Technik und die Zukunft, kurz Videos mit Mind-Blow-Faktor.

Das plus-MINT Programm findet @DoktorWhatson so faszinierend, dass er im Sommer 2023 die Steinmühle in Marburg besucht hat. Begleitet wird er dabei von den Steinmühlen Schüler:innen die ihm ihre spannenden Projekte vorstellen.

Und hier geht’s zum Video von Doktor Whatsons Besuch:

 

Viel Spaß beim Ansehen!

 

Was ist plus-MINT?

Besonders talentierte Schüler:innen mit Begabung und Leidenschaft für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) werden an eigens dafür ausgewählten plus-MINT Internaten in besonderer Weise gefördert. Eines dieser besonderen Internate ist die Steinmühle.

Wer kann sich für plus-MINT bewerben?

Bewerben können sich Schüler:innen, die besondere Leistungen im MINT-Bereich aufweisen, bereits (erfolgreich) an MINT-Wettbewerben teilgenommen haben, sich dem Thema in AGs außerschulisch widmen und/oder besonderes Engagement und nachhaltige Begeisterung für MINT-Themen zeigen.

Der Bewerbungszeitraum für das Schuljahr 2024/2025 hat bereits begonnen!

Wer Teil des plus-MINT Programms werden möchte, kann sich noch bis zum 31. Januar 2024 online unter https://plus-mint.de bewerben.

Alle weiteren Informationen zum Programm finden sich ebenfalls unter https://plus-mint.de.

Für weitere Rückfragen können Sie auch jederzeit gerne direkt die Steinmühle kontaktieren:

E-Mail: internat@steinmuehle.de

Tel: 06421-4080

Ein toller Preis, ambitionierte Projekte und ein vergrößertes MINT-Betreuer:innen-Team
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Ein Jahr plus-MINT Talentförderung an der Steinmühle / Die nächste Bewerbungsfrist läuft bereits

Seit einem Jahr ist die Steinmühle eines von sieben Internaten in Deutschland, das am plus-MINT Talentförderprogramm teilnimmt. Wir sprachen mit Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, der Leiterin des MINT und plus-MINT Bereichs in der Steinmühle.

Hallo Frau Dr. Töhl-Borsdorf. Wenn Sie einmal Bilanz ziehen: Was ist im ersten Jahr plus-MINT alles passiert?
Oh, eine ganze Menge. Alles fing so richtig im Oktober 2022 an. Da kam der Youtuber Marcel Häfele, alias Techtastisch, mit spektakulären Experimenten in die Steinmühle. Das hat alle Schüler:innen aus den Forscherlaboren begeistert.
Im November fand die jährliche plus-MINT Tagung statt. Dazu kamen viele Schüler- und Mitarbeiter:innen aus den anderen plus-MINT Internaten in die Steinmühle. Es herrschte eine tolle Atmosphäre. Wie auch im Januar 2023, als wir dann unser erstes plus-MINT Mathe Camp an der Steinmühle ausgerichtet haben. Es folgte das plus-MINT Astronomiecamp in Heidelberg. Und im Juli dieses Jahres kam schließlich der Youtuber Dr. Whatson zu einem Videodreh an die Steinmühle (der Link zum Video ist am Ende des Interviews zu finden).
An allen Veranstaltungen haben auch viele Tageschüler:innen der Steinmühle teilgenommen. Das freut mich persönlich sehr. Das ist ein Super-Angebot für alle und lässt MINT und plus-MINT zusammen wachsen.

Das hört sich nach einem sehr spannenden und abwechslungsreichen Programm an. Haben die plus-MINT Schüler:innen auch schon ein eigenes Projekt?

Ja tatsächlich, das „Boot-Projekt“. Dort arbeiten die Vier in Kooperation mit den Geowissenschaften der Uni Marburg, das heißt, mit Unterstützung von Dr. Christoph Reudenbach. Sie konstruieren ein Boot, um mithilfe von Sensoren in der Lahn halbautomatisch die Gewässergüte zu bestimmen und auch Wasserproben zu entnehmen. Ein sehr ambitioniertes Projekt.

Gab es in diesem Jahr bereits MINT-Erfolge zu vermelden?

Ja, das kann man wohl sagen! Die Steinmühle konnte für ihr Engagement im MINT-Bereich den Schulpreis der Hopp Foundation im Rahmen des „Jugend forscht“- Landeswettbewerbs gewinnen.
Im Bewerbungsschreiben hatte das Boot-Projekt der plus-MINT Schüler:innen einen wesentlichen Anteil. Das Preisgeld in Höhe von 2.500,- € kam wie gerufen, da die benötigten Sensoren recht teuer sind. Auch ein leistungsstarker 3D-Drucker konnte von dem Geld angeschafft werden. Jetzt hoffen wir natürlich auf Erfolge, wenn die Ergebnisse des Projektes bei „Jugend forscht“ vorgestellt werden. Also bitte alle die Daumen drücken! Neben dem öffentlich wirksamen Erfolg ist natürlich vor allem wichtig, dass die Schüler:innen alle Möglichkeiten bekommen, um ihren naturwissenschaftlichen Interessen optimal nachgehen zu können.

Wie haben Sie persönlich das erste Jahr mit den vier plus-MINT Schüler:innen erlebt?

Arbeitsintensiv, aber sehr spannend. So ein erster Durchlauf ist ja nie perfekt. Wir hatten eigentlich für den Start etwas mit biologischer und chemischer Wasseranalyse geplant, da wir nicht viel über die MINT-Schwerpunkte der Vier wussten. Drei der „MINTis“ interessieren sich aber vorwiegend für Physik und Mathe. Da mussten wir erstmal improvisieren. Mit dem Boot-Projekt und der Uni-Kooperation haben wir aber ein tolles Projekt gefunden, was für alle interessant ist.
Trotzdem mussten die Vier sich auch erstmal als Gruppe finden. Wir haben vier bemerkenswerte und ganz unterschiedliche junge Menschen kennenlernen dürfen. Zwischendurch gab es natürlich auch mal „Durststrecken“. Wie das in der Wissenschaft so ist, funktioniert ja nicht immer alles so, wie man sich das am Anfang vorstellt. Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft haben die Vier in jedem Fall schon unter Beweis gestellt.

Was ist das Besondere am plus-MINT Programm?
Dass ein Rahmen geschaffen wird für MINT-Begeisterte, den sie an ihren alten Schulen sicher nicht in dieser Form hatten. Sie arbeiten an einem großen Projekt im MINT-Modul und haben viele weitere Möglichkeiten zu forschen und sich überregional zu vernetzen. Clara beispielsweise  studiert seit letztem Semester Mathematik an der Universität Marburg, Fabian startet in diesem Semester mit Biologie.
Dadurch, dass alle plus-MINTSchüler:innen im Internat leben, können sie sich jederzeit treffen, um weiter zu diskutieren, zu forschen oder einfach nur, um Spaß zu haben.

Stichwort Spaß haben, was erwartet die plus-MINT Schülerinnen sonst noch im Steinmühlen-Internat?

Die plus-MINT Schüler:innen sind Teil der Internatsgemeinschaft. Neben ihrer MINT-Begabung und – Leidenschaft sind die MINTis Jugendliche im Internat. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten. Sie besuchen das Lernbüro, essen gemeinsam, wählen sich in die AGs ein und leben in einer der sechs Wohngruppen auf dem Campus. Sie tragen ihren Teil zur Gemeinschaft bei. Fabian und Marlene engagieren sich beispielsweise im Internatsrat. Die MINT-Talente fachlich zu fördern, ist eine unserer Aufgaben. Um sich in der Arbeitswelt zukünftig integrieren zu können und erfolgreich zu sein, brauchen junge Menschen aber auch Teamgeist, Empathie und Selbstbewusstsein. Auf dem Weg dahin kann ein Internat optimal unterstützen.

Das klingt toll! Geht die plus-MINT Talentförderung an der Steinmühle weiter?

Ja, plus-MINT geht definitiv weiter. Wir konnten im neuen Schuljahr vier weitere MINTis in der Steinmühle willkommenheißen. Im ganzen sind es jetzt 8 plus-MINt Schüler:innen in der Steinmühle. Jetzt gilt es, noch mehr auf diese tolle Möglichkeit in der Steinmühle aufmerksam zu machen und noch mehr Jugendliche zu einer Bewerbung für die nächste Runde (Schuljahr 2024/2025) zu motivieren.

Welche MINT-Pläne hat die Steinmühle für die Zukunft?
Wir möchten das Programm für unsere Tagesschüler:innen weiter öffnen. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur an den Camps und Wettbewerben teilnehmen, sondern auch an gemeinsamen Projekten arbeiten. Dafür brauchen wir dringend ein größeres Labor, damit alle Forschergruppen einen eigenen Arbeitsplatz bekommen, wo sie ihr Experimentiermaterial nicht ständig wegräumen müssen, sondern in Pausen oder Freistunden an ihren Projekten weiterarbeiten können.
Die Nutzung des SFM, des Schüler:innen Forschungszentrum Mittelhessen, ist noch ein weiterer Punkt. Leider ist es von der Steinmühle für unsere Schüler:innen relativ weit entfernt.

Und – wir möchten als Schule klimaneutral werden. In diesem Bereich ist natürlich auch eine Mitarbeit der MINT- Schüler:innen angedacht, zum Beispiel beim Wasserkraftwerk.

Das sind sehr ambitionierte Pläne! Da braucht man neben finanziellen Mitteln wahrscheinlich auch jede Menge personelle Ressourcen. Wie stemmen Sie das?

Da kann ich an dieser Stelle eine freudige Botschaft verkünden: Unser MINT-Betreuer:innen-Team an der Steinmühle ist gewachsen! Ich freue mich sehr über die Unterstützung von Herrn Dr. Sven Freibert und Herrn Jonathan Gröb und heiße die beiden noch einmal herzlich willkommen. Das heißt, wir sind jetzt zu fünft im MINT Bereich der Steinmühle.

Was wären Ihre Wünsche für den plus-MINT und MINT Bereich in der Steinmühle?

Ganz klar: Mehr Zeit für die Schüler: innen. Mein größter Wunsch wäre die „Entschlackung“ und Reform der Lehrpläne. Unsere Gesellschaft verändert sich gerade rasant, aber die Kultusministerien reagieren fast nicht darauf. Warum gibt man Schüler:innen nicht mehr Zeit, um an ihren Stärken und Interessen zu arbeiten? Unsere Schüler:innen müssen so viele Dinge leisten und haben zu wenig Muße für Herzensprojekte, besonders in der Oberstufe, wo wir aber wenig Einfluss haben.

Gibt es in der Steinmühle dennoch Lösungsansätze?

Die Steinmühle wird sich auf der nächsten SchiLf (Schulinterne Lehrer:innenfortbildung) mit einem neuen Schulzeitmodell beschäftigen, das mehr Möglichkeiten zum eigenständigen Arbeiten und interessengeleiteten Lernen ermöglichen soll. Davon verspreche ich mir für den MINT-Bereich viele Verbesserungen. Momentan sind unsere Strukturen mit WU / GuFi-Labor / MINT-Modul / Offenes Labor sehr kompliziert und es gibt einen GAP in der 7. Klasse, der momentan nur durch das Offene Labor geschlossen wird. So ist beispielsweise die Gruppenfindung extrem kompliziert geworden.
Das gilt natürlich nicht nur für MINT, sondern auch für die anderen Bereiche. Wir wollen doch an der Steinmühle allen Schüler:innen gerecht werden!

Auch ich selbst hätte gerne mehr Zeit, um mit den Schüler:innen wieder inhaltlich stärker zu arbeiten. Mich faszinieren die MINT-Fächer ja ebenso. Die fachlichen Diskussionen mit den Schüler:innen und Impulse zu geben, das macht mir Spaß. Bei jedem Projekt lerne ich selbst immer etwas hinzu, das ist wirklich toll. Inzwischen ist aber so viel Administratives zu erledigen, dass kaum Zeit für die Schüler:innen bleibt.

Ja, Wissenschaft braucht Zeit UND auch Raum. Sie sagten bereits, dass es an Räumlichkeiten mangelt.
Das ist richtig. Wir wünschen uns ein MINT Labor, um noch attraktiver für die zukünftigen MINT und plus-MINT Schüler:innen zu sein.

Wie wird man plus-MINT Schüler:in in der Steinmühle?
Man kann sich online bis zum 31. Januar 2024 für das plus-MINT Programm bewerben, zunächst mit einem kurzen Motivationsschreiben (Kurzbewerbung). Die Steinmühle nimmt Schüler:innen zur 10. oder 11. Klasse auf. In der 2. Runde des Auswahlverfahrens reicht man Gutachten von Lehrkräften, Zeugnisse, etc. ein.
Wenn man diese Hürden genommen hat, wird man zur 4-tägigen Auswahltagung in den Birklehof im Schwarzwald eingeladen. Dort zu bestehen, ist nicht so schwer ist, wie man vielleicht denken mag. Es werden schon viele Plätze möglich gemacht.
Die Alternative ist eine Wildcard (Freikarte), die von plus-MINT-Schülerinnen oder Lehrer:innen verteilt werden können, dann wird man direkt zur Auswahltagung eingeladen.

Wichtige Aufnahmekriterien sind neben Interesse und Begabung das außerunterrichtliche Engagement im MINT Bereich, schulische Leistungen, aber auch Persönlichkeit und soziale Kompetenzen.

Wir hoffen auf viele Bewerbungen für das kommende Schuljahr!

Die aktuelle Bewerbungsfrist des plus-MINT Talentförderungsprogramms läuft bis 31. Januar 2024.

weitere Infos unter www.mint-verein.de

Auf ins Zillertal: Die Steinmühle auf Skifahrt
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Wie auch im vergangenen Jahr bot die Steinmühle eine Skifahrt an. Insgesamt sechzehn Schüler:innen machten sich zusammen mit zwei Pädagogen des Internats auf den Weg in das wunderschöne Zillertal in Österreich, um dort einige erlebnisreiche Tage auf der Piste zu verbringen.

Skivergnügen auf höchstem Niveau bieten die seit mehr als zehn Jahren verbundenen Skigebiete Hochzillertal und Hochfügen am Eingang des Zillertals. Vom Haupteinstieg in Kaltenbach, wo auch unsere Teilnehmer:innen der Skifahrt untergebracht waren, erstrecken sich die Lifte und Abfahrten bis auf fast 2.400 Meter, sodass Schneesicherheit bis in den April hinein gewährleistet ist. Das Skifahren hier bietet daher für jeden Geschmack ein optimales Urlaubserlebnis. Dies erlebten auch die Schüler:innen als sie sich an die schneebedeckten Pisten wagten.

Innerhalb weniger Minuten konnte das Skigebiet Hochzillertal-Kaltenbach mit dem Skibus erreicht werden. Egal ob Skiprofi oder motivierte Anfänger:innen: Dank der Vielzahl an Abfahrten gab es für alle Teilnehmer:innen die Möglichkeit, in ihrer eigenen Leistungsklasse Spaß zu haben. Wer noch gar keine Erfahrungen mit sich brachte, konnte mit Hilfe des Internatspädagogens Patric Hahn die Grundlagen des Skifahrens erlernen und sich von dort aus langsam steigern. Andere wagten sich direkt an die schweren Pisten und zeigten dabei ihr Können.

Das Wetter bot diesmal einen bunten Mix aus Sonne, Wolken und Wind. Aber auch als Nebel die Sicht einschränkte, ließen sich die Skifahrenden die Freude natürlich nicht nehmen. Stattdessen hieß es von Patric: „Schlechtes Wetter macht gute Skifahrer. ;-)“

Die Schüler:innen waren aber ohnehin so motiviert, dass sich die Gruppe bereits auf Schüler:innenwunsch morgens um sieben auf den Weg zur Piste machte. Um noch mehr Abwechslung zu bieten, gab es diesmal auch die Möglichkeit, sich mit dem Snowboard auszuprobieren.Viel Begeisterung lösten auch diverse kleinere Challenges aus, die sich die Schüler:innen setzten.

Wer Ski fährt, muss auch lecker essen. Morgens und abends wurde sich selbst versorgt. Neben Nudeln-Bolognese stand unter anderem auch die klassische Pizza auf der Speisekarte. Nach dem gemeinsamen Abwasch nutzten die Schüler:innen die Möglichkeiten der Unterkunft für gemütliche Spielerunden. Die anstrengenden Tage machten sich aber schnell bemerkbar, sodass die meisten so platt waren, dass viele bereits früh ins Bett gingen, um für den kommenden Morgen wieder fit zu sein. Neben all der Anstrengung, die ein Tag auf der Skipiste mit sich bringt, kam der Spaß aber nie zu kurz. Eine besonders amüsante Situation bot sich als sich einige Schüler:innen mit ihren Skis durch den Schnee rollten.

„Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!“

Auch der Wunsch, gleich zweimal im Jahr Ski zu fahren, kam auf, als die Schüler:innen sich wieder auf den Heimweg machen. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht kamen sie spät abends im Internat an und erzählten aufgeregt von ihren Erlebnissen der letzten Tage. Fest steht, dass sich auch in 2024 eine Skifahrt im Steinmühlenkalender wiederfinden wird, um die kommende Wintersaison in vollen Zügen ausnutzen zu können. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

 

“Ein wundervolles Geschenk” – Internatsrat lädt zum ersten „Steinmühlen-Seniorencafé“
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Am Sonntag, den 26. Februar 2023 ist der Himmel strahlend blau über der Steinmühle und die Sonne zeigt sich nach vielen grauen Tagen endlich wieder. Der Internatsrat der Steinmühle wartet gespannt auf die Ankunft ihrer Gäste. Für den heutigen Nachmittag hat der 13-köpfige Internatsrat das erste Mal zum „Seniorencafé“ eingeladen.
Rückblick: Viviana Leege, seit 5 Jahren in der Steinmühle und Vorsitzende des Internatsrats, Internatsleiterin Anke Muszynski und Angela Schönemann vom Verein „Arbeit und Bildung e.V.“ sitzen zusammen und besprechen das nächste gemeinsame Projekt.

Start der Zusammenarbeit 2021: „In Würde Teilhaben Marburg“
Im Jahr 2021 unterstütze die Steinmühle erstmalig den Verein bei dem Projekt „In Würde Teilhaben Marburg“. Die Internatsgemeinschaft fertigte in liebevoller Handarbeit über 100 Weihnachtspäckchen für diese Aktion und verteilte die Präsente gemeinsam mit Frau Schönemann persönlich an den Haustüren von Senioren in der Region. Die eigenhändig gestalteten Karten und die mit Leckereien gefüllten Weihnachtssäckchen kamen bei den Beschenkten gut an.
„Alle haben sich sehr über die Geschenke gefreut, wir hatten viele besondere Begegnungen und es war bewegend die Freude in den Gesichtern zu sehen“, erzählt Internatsratsmitglied Fabian (16), der die Aktion 2022 begleitete. Aufgrund der Kälte und den damaligen Kontaktbedingungen, konnte man allerdings immer nur kurz miteinander verweilen. „Wir hatten das Gefühl, dass es schön wäre, mehr Zeit mit den Senioren zu verbringen und sich in einem entspannten Rahmen austauschen zu können“, erzählt Internatsratsvorsitzende Viviana (18). So wurde die Idee für das „Steinmühlen Seniorencafé“ geboren“.

„Den Senioren fehlt es heutzutage oft an Möglichkeiten aus ihrem Alltag raus zu kommen. Sie möchten am Leben teilhaben, wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Wir unterstützen in unserem Projekt “In Würde Teilhaben” alleinlebende Menschen zwischen 60 und 98. Für diese Menschengruppe sind die Sonntage oft die schlimmsten Tage der Woche. Das Seniorencafé ist auf so vielen Ebenen ein wundervolles Geschenk für alle Beteiligten und ermöglicht Begegnungen der Generationen auf Augenhöhe”, so Frau Schönemann.

“Wir sind heute alle ein paar Jahre jünger geworden”

Und nun sind sie da, die ersten Gäste des „Seniorencafés“, sie kommen aus Marburg und Umgebung und wurden von einem extra organisierten Fahrdienst von Zuhause abgeholt und in die Steinmühle geshuttelt. Eine dieser ehrenamtlichen Fahrer:innen ist Friederike Haack (83). Sie absolvierte 1966 ihr Abitur in der Steinmühle und hat für das heutige Treffen viele Fotos und Geschichten im Gepäck. In der Teestube des Internats duftet es herrlich nach frischem Kuchen und innerhalb kürzester Zeit ist das Eis gebrochen. Senioren und Jugendliche sitzen ungezwungen beisammen und genießen die gemeinsame Zeit. “Es war so erfrischend wie die jungen Menschen auf uns zugegangen sind, wir sind in den Stunden in der Steinmühle alle ein paar Jahre jünger geworden”, erzählt Frau Utschig, mit ihren 93 der älteste Gast des Seniorencafés.
„Es war ein wirklich schöner und entspannter Nachmittag, nächstes Mal können wir bestimmt Draußen in der Sonne sitzen und eine Runde spazieren gehen“, schmiedet Viviana (18) schon Pläne für das nächste „Steinmühlen-Seniorencafé“.

Internatsrat, was steckt dahinter?
Der Internatsrat besteht aus 13 Jugendlichen der Jahrgangsstufen 8 – 13. Jede der 6 Wohngruppen des Internats wählt demokratisch eine Vertreterin in den Internatsrat. Man trifft sich 1x wöchentlich, plant und organisiert verschiedene Aktionen. „Dabei geht es uns zum einen darum, die Gemeinschaft im Internat zu stärken und zum anderen darum der Gesellschaft etwas zurück zu geben“, so Nico (20), Internatsratsmitglied und seit 2020 im Internat.
Patric Hahn, seit 9 Jahren fester Bestandteil des pädagogischen Teams ergänzt: “Der Internatsrat soll dazu beitragen Demokratie, Toleranz und Teilhabe in der Internatsgemeinschaft aktiv zu fördern. Der Erfahrung der Selbstwirksamkeit kommt in diesem Prozess eine entscheidende Bedeutung zu“.

Plus-MINT Tagung in der Steinmühle
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Am 10. und 11. November trafen sich die sechs plus-MINT Internate auf Einladung des Vereins zur plus-MINT Talentförderung e.V. in der Steinmühle. Neben inhaltlichen Programmpunkten und der Vereinsarbeit gab es bei der Tagung viel Raum für Kennenlernen, Austausch und fachliche Impulse.  

Die Teilnehmer:innen der sechs plus-MINT Standorte erlebten in der Universitätsstadt zwei abwechslungsreiche Tage MIN(T)einander.

Fachliche Impulse und Austausch auf Augenhöhe bei der „Science-Fair“

Prof. Albrecht Beutelspacher, der Gründer und Direktor des Mathematikums in Gießen, hielt einen inspirierenden MINT-Vortrag.

Direkt im Anschluss hatten die Schüler:innen aller plus-MINT Internate die Möglichkeit, eigene Projekte in Kurzpräsentationen vorzustellen. Die plus-MINT-Schüler:innen der Steinmühle präsentierten gemeinsam mit den Tagesschüler:innen ihre Forschungsvorhaben in einer „Science-Fair“. Die Experimente wurden auf Tischen aufgebaut und an Stellwänden dargestellt. Die Schüler:innen standen als Ansprechpartner:innen neben ihrem Experiment Rede und Antwort. Diese Art der Präsentation führte zu vielen intensiven Gesprächen und wurde von allen Beteiligten als sehr bereichernd empfunden.

„Wir haben viele interessante Tipps für unser Projekt bekommen“, erzählt Toshiro (14).

„Ich fand es toll, weil ich ganz vielen Leuten meine Experimente präsentieren konnte. Auch der Mathevortrag war super, das war die bessere Seite von Mathe. Aber am allerbesten war, dass mein Vater mich erst spät abgeholt hat, so konnte ich mit den anderen am Abend in der Teestube noch dabei sein“, schwärmt Akaash (10).

„Es sind genau diese Begegnungen und Gespräche auf Augenhöhe, die den Charme von solchen Veranstaltungen ausmachen. Hier wird entspannt getalkt und mit Gleichgesinnten gefachsimpelt. Genau das haben wir uns von der Tagung in der Steinmühle erhofft“, zeigt sich plus-MINT Projektleiter Sven Meier begeistert. „Wir möchten ein starkes Netzwerk aus Schüler:innen, Lehrern und Wissenschaftler schaffen und den jungen Menschen eine Plattform geben, wo sie ernst genommen werden und sich gegenseitig inspirieren.“

MINT in der Steinmühle

Im Sommer 2021 wurde die Steinmühle eines von sechs plus-MINT-Internaten in Deutschland. Zum Schuljahr 2022/2023 startete das plus-MINT-Programm mit vier Schüler:innen. Clara, Marlene, Luis und Fabian bewarben sich im Herbst 2021 über die plus-MINT-Website online und konnten sich im Auswahlprozess durchsetzen. Mittlerweile sind sie ein fester und wichtiger Bestandteil der Internatsgemeinschaft. „Die vier bereichern unsere Gemeinschaft im Internat sehr, schön, dass sie da sind!“, weiß Internatsleiterin Anke Muszynski zu berichten.

In der Steinmühle ist MINT schon lange eine feste Größe und die Schüler:innen feiern alljährlich große Erfolge bei landesweiten Wettbewerben wie beispielsweise „Jugend forscht“. „Wir arbeiten hier seit Jahren daran, den MINT-Bereich für die Schüler:innen attraktiv zu gestalten. Wir haben das Konzept des ‘Offenen Schülerlabors‘ entwickelt, dort können Tages- und Internatsschüler:innen nach dem jeweiligen Interessengebiet forschen und es entwickeln sich ganz natürlich Projekte aus diesen Interessen heraus“, berichtet die MINT-Koordinatorin der Steinmühle Jutta Töhl-Borsdorf stolz.

Die Verknüpfung des plus-MINT Programms mit den zahlreichen anderen MINT-Aktivitäten der Steinmühle ist eine spannende Aufgabe. Die Tagung in der Steinmühle und die gemeinsame Teilnahme an plus-MINT Camps sind dabei wegweisend für die Zukunft. So ging es zuletzt schon mit fünf Tagesschüler:innen und den vier plus-MINT Schüler:innen ins Astronomie-Camp nach Heidelberg, eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten.

„Die Kooperation mit plus-MINT ist ein großer Gewinn und bringt tollen neuen Input und Möglichkeiten für alle Schüler:innen der Steinmühle mit sich!“ ergänzt Björn Gemmer, Schulleiter der Steinmühle.

Gründung Schüler:innenbeirat und Ausbau der Zusammenarbeit

Bei der Jahreshauptversammlung des plus-MINT Vereins wurde neben dem Vorstand erstmals auch ein Beirat der Schüler:innen gewählt. „Die Schüler:innen werden zukünftig noch mehr Mitsprache- und Gestaltungsrecht haben, das ist uns im plus-MINT Programm sehr wichtig“, erläutert Sven Meier, Projektleiter des plus-MINT Programms.

Für das kommende halbe Jahr ist eine Podcast-Serie geplant, welche vom plus-MINT Internat Louisenlund aus gesteuert werden wird. „Für den Podcast dürfen alle Internate Input liefern. Wir überlegen in der Steinmühle schon, was wir überregional den MINT-Interessierten präsentieren möchten“, sagt Fabian (15). Er und seine Mitschülerin Marlene (14) wurden von der Steinmühle in den plus-MINT Beirat gewählt.

Weiter berichtet Fabian: „Das plus-MINT Netzwerk bietet uns so viele Möglichkeiten, unsere Leidenschaft im MINT-Bereich auszubauen. Ich habe mit einer plus-MINT Schülerin aus Louisenlund schon eine konkrete Idee zu einem Projekt entwickelt. Das könnte ich alleine nur schwer realisieren.“

Plus-MINT Camp Anfang 2023 in der Steinmühle

Die nächste Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten ist schon bald: „Im Januar haben wir hier in der Steinmühle eine Premiere. Zum ersten Mal wird bei uns ein plus-MINT Camp stattfinden“, informiert MINT-Koordinatorin Jutta Töhl-Borsdorf. „Das Thema Mathematik wird dabei im Mittelpunkt stehen. Am genauen Ablauf feilen wir noch, aber es wird auf jeden Fall ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geben.“

 

 

plus-MINT-Schüler*innen experimentieren mit ihrem Idol: YouTube-MINT-Star Marcel Häfele (alias Techtastisch) zu Gast in der Steinmühle
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YouTube-MINT-Star Marcel Häfele besucht die Steinmühle und führt mit rund 25 Schüler*innen beeindruckendes Experiment durch.

An einem sonnigen Dienstagmorgen stehen Clara (16), Fabian (15) und Luis (15) gemeinsam mit Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer am Marburger Hauptbahnhof und warten. Für die plus-MINT-Schüler*innen der Steinmühle ist der heutige Tag alles andere als „normal“, denn jeden Moment werden sie Marcel persönlich kennenlernen.

Marcel Häfele ist 28 Jahre alt und unter MINT-Fans in Deutschland ein echter Star. Sein YouTube-Channel Techtastisch hat 478.000 Abonnenten*innen, dort werden Chemie- und Physik-Experimente auf spektakuläre Art in Szene gesetzt. Vor einem Jahr war Marcel das erste Mal in der Steinmühle zu Gast, mittlerweile gibt es eine Kooperation zwischen Techtastisch und dem plus-MINT-Verein. Marcel unterstützt das plus-MINT-Programm leidenschaftlich. Er ist überzeugt, „das plus-MINT-Programm wäre für mich als Schüler die perfekte Möglichkeit gewesen!“.

 

plusMINT: bundesweite Talentförderung an ausgewählten Internaten

Im Sommer 2021 wurde die Steinmühle eines von sechs plus-MINT-Internaten in Deutschland. Zum Schuljahr 2022/2023 startete das plus-MINT-Programm mit vier Schüler*innen. Clara, Marlene, Luis und Fabian haben sich im Herbst 2021 über die plus-MINT-Plattform online beworben. In den Osterferien 2022 fanden die Auswahltage statt. „Die waren unglaublich!“, schwärmt Clara (16): „Wir haben abends mit 50 Leuten zusammengesessen und an Matheaufgaben geknobelt, alle haben Mathe geliebt.“ Clara konnte sich zunächst überhaupt nicht vorstellen, auf ein Internat zu gehen: „Ich war sehr unsicher, ob das etwas für mich ist, aber die Auswahltage haben mich absolut überzeugt. MINT-Interessierte sollten sich auf jeden Fall bewerben!“. Dem stimmt Fabian (15) begeistert zu: „Die Auswahltage waren echt super! Ich bin mit einigen Teilnehmer*innen noch immer in Kontakt“.

 

Alle sind sich einig: „Beste Entscheidung!“

Die ersten Wochen im Internat waren für alle vier eine Umstellung und für manch einen auch eine große Herausforderung. „Ich habe meine Familie nach drei Tagen so sehr vermisst, dass ich alles hinschmeißen wollte“, erzählt Luis (15). „Ich habe mir dann selber eine Frist von zwei Monaten gesetzt und jetzt, nach gut fünf Wochen, kann ich sagen: Als plus-MINT-Schüler an die Steinmühle zu gehen, war die beste Entscheidung meines Lebens“.

Marlene (14) ist von sich selber überrascht: „Ich hätte bei mir mit Heimweh gerechnet, aber irgendwie passt das Internatsleben richtig gut zu mir. Ich bin gerne mit Gleichaltrigen zusammen und an den Heimreise-Wochenenden fahre ich dann nach Hause zu meiner Familie“. Die gemeinsame Zeit mit der Internatsgemeinschaft empfindet auch Luis als große Bereicherung: „Ich war Zuhause nicht so der sozial Aktivste und habe meine Freunde eher online getroffen. Hier in der Steinmühle nimmt man am Internatsleben einfach automatisch teil und gehört dazu. Das tut mir gut!“.

Luis ist bereits seit sechs Jahren ein begeisterter Follower von Techtastisch. Marcel persönlich kennen zu lernen, hätte er niemals für möglich gehalten. Und dann steht er vor ihnen, der Marcel. Er ist sympathisch, offen und irgendwie direkt einer von ihnen.

 

Marcels Botschaft: „Geht euren Weg, lebt euren Traum!“

Im Chemielabor der Steinmühle angekommen, erhält Marcel von rund 25 Steinmühlen-Schüler*innen aus den Forschungskursen sowie dem MINT-Lehrer Dr. Patrick Szabo und MINT-Koordinatorin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf einen würdigen Empfang. Bald schon werden Laborkittel und Schutzbrillen angezogen und Techtastisch legt los. Marcel ist mit Enthusiasmus, Witz und einer Portion Ironie bei der Sache, er hat ein gutes Gespür für die Schüler*innen. Er lebt seinen Traum und kann mit seiner Leidenschaft für MINT mittlerweile sogar seinen Lebensunterhalt bestreiten.

„Ich hätte selber niemals gedacht, dass ich einmal hier stehen würde. Bei mir wurde mit acht Jahren  ADS diagnostiziert und die Schule ist mir teilweise sehr schwer gefallen. Als Teenager hatte ich mit Mobbing zu kämpfen“. Heute als junger Erwachsener ist von dem einst introvertierten Schüler nichts mehr zu spüren. Er brennt für MINT und möchte dieses Feuer auch in anderen entfachen. Dabei begegnet er seinem Gegenüber auf Augenhöhe und das kommt an.

Alles wird direkt für die Techtastisch-Community gefilmt und auf TikTok und Instagram gepostet. Plus-MINT-Schüler Fabian wird als Assistent verpflichtet und mischt unter Marcels Anleitung (und mit viel Vorsicht) chemische Substanzen zusammen. Eine Stichflamme erhellt kurz darauf das Labor und alle Anwesenden sind sichtlich beeindruckt.

Was wurde bei dem Experiment gemacht?

Das Experiment ist im Amerikanischen unter dem Namen „Negativ X“ bekannt. Im Deutschen nennt man es „Feuer mit Wasser“.

Durchführung:
Ammoniumnitrat und Ammoniumchlorid werden abgewogen und in einem Becherglas vermischt. Anschließend wird die Mischung auf eine feuerfeste Unterlage gegeben, dann vorsichtig eine abgewogene Menge Zink untergehoben und die Mischung zu einem Kegel aufgehäuft. Mit einer Pipette wird wenig Wasser zugetropft.

Die Mischung wir quasi durch Wasser entzündet.

 

Die Erklärungen zum Experiment werden live von Marlene und Luis eingesprochen und via Kamera für YouTube festgehalten. Luis ist am nächsten Tag immer noch vollkommen geflasht: „Marcel und Techtastisch haben mich über die Jahre sehr geprägt, er ist mein Idol. Durch ihn habe ich von plus-MINT erfahren und mich letztendlich auch auf seinen Aufruf hin beworben. Ihn hier in der Steinmühle persönlich kennen zu lernen UND ihm nicht nur einfach zuzuschauen, sondern mit ihm tatsächlich zusammenzuarbeiten, war einfach grandios!“

Techtastisch hinterlässt Spuren in der Steinmühle und er verspricht, bald wiederzukommen.

Für alle MINT-Interessierten hat er eine klare Botschaft: „Bewerbt euch für die nächste Runde des plus-MINT-Programms!“ Dem können Clara, Marlene, Fabian und Luis nur zustimmen.

Ein ganz besonderes Internatswochenende- Themenwochenende Nachhaltigkeit
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Seit nun einem Jahr veranstaltet das pädagogische Team der Steinmühle besondere Wochenenden, welche sich mit den Themenbereichen der physischen und psychischen Gesundheit, der Medienpädagogik und der Nachhaltigkeit beschäftigen. Mit einiger Vorbereitungszeit schließen sich die Pädagog:innen in Arbeitsgruppen zusammen, um ein spezielles und lebensnahes Angebot für die Schüler:innen zu entwickeln, welches ihnen nachhaltig im Alltag zugutekommen soll.

So begann also, wie es der Titel schon verrät, am vergangen Samstag das Themenwochenende zur Nachhaltigkeit. Das gesamte Internat traf sich zum Auftakt im Speisesaal. Anhand von zwei Filmen wurde der große Begriff der Nachhaltigkeit erläutert und in einer weiteren Frage- und Antwortrunde vertieft. Zum Abschluss der Einführung durften die Schüler:innen mit ihren Handys einen Selbsttest durchführen. Dieser sollte ihnen ihren eigenen ökologischen Fußabdruck durch den Verbrauch von Welten visualisieren. „Wenn alle Erdenbürger Deinen Fußabdruck hätten, bräuchten wir dafür 3,6 Welten“, konnte man auf der Ergebnisseite des Tests lesen. Der Raum wurde durch Getuschel gefüllt, denn die Schüler:innen waren erstaunt über ihre eigenen Umweltbilanzen, zu viele der Schüler:innen hatten mehrere Welten zum Ergebnis. Nach einigen spannenden Diskussionen konnten sich die Schüler:innen dann ihren gewählten AGs zuwenden, in denen sie die Testergebnisse des Selbsttests weiter besprechen und analysieren konnten. Ein Wunsch, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern, war schon zu Beginn des Wochenendes spürbar. Alle angebotenen AGs sollten den Schüler:innen dazu dienen, hilfreiche Tipps und Tricks mit in ihren Alltag nehmen zu können.

Eines der ersten Angebote beschäftigte sich mit dem Thema der nachhaltigen Energieversorgung. Hierbei waren Schule und Internat schon in den vergangenen Jahren fleißig gewesen. Durch die Sonneninitiative e.V. wurde das Dach des Forums mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, welche am Wochenende zu einem Rundgang einlud. Ein Mitarbeiter der Initiative begleitete unsere Schüler:innen auf dem Dach, um die Anlage zu erklären und Fragen zu beantworten.

 

Nur wenige Zeit später ging es im Speisesaal mit dem Leitfaden des nachhaltigen Konsums weiter. Hierfür wurden alle Schüler:innen zu einem Floh- bzw. Tauschmarkt eingeladen. Jede:r Schüler:in konnte dort alte Gegenstände oder Klamotten verkaufen und tauschen. Es wurden typische Flohmarkttische gestaltet und einige Leckereien durften hier natürlich auch nicht fehlen. An diesem Samstag fanden noch weitere AGs statt, welche sich mit der Umweltverschmutzung inkl. CleanUp oder mit Upcycling von Gebrauchswaren beschäftigten.

Am Sonntag ging es dann unter dem Thema der nachhaltigen Ernährung weiter. Eine Gruppe aus Schüler:innen und Pädagog:innen machten sich auf den Weg zu einem Hofladen in der Nähe, um sich dort mit saisonalen sowie regionalen Gemüse und Obst einzudecken. Später wurde dann aus diesen Köstlichkeiten gemeinsam gebacken und gekocht.

Des Weiteren bestand das Angebot am Sonntag daraus, einen Kompost zu bauen, Beete zu bepflanzen oder über die Nachhaltigkeit selbst in einer Gruppe zu diskutieren.

Das Ziel des Wochenendes sollte sein, den jungen Menschen ein Bewusstsein für ein nachhaltigeres Leben zu schaffen und auch am Ende waren die Schüler:innen fest entschlossen, Gelerntes umsetzten zu wollen. Einige Gespräche fanden noch im Nachgang statt, wie sie ihren eigenen ökologischen Fußabdruck selbstverantwortlich verkleinern könnten. So wurden auch nach dem Wochenende Kleider getauscht, der Kompost für Bioabfälle genutzt oder sich um das neu bepflanzte Beet gekümmert.

Im Juni nutzten knapp 50 Schüler:innen und Pädagog:innen die Feiertage und fuhren traditionsgemäß ins schöne Wallis. Von der Augustinushütte in Randa aus startete die Wandertruppe ihre Touren in die hochalpinen Regionen.

Gemeinsamer Start über die Hängebrücke auf dem Europaweg

Wie jedes Jahr starteten alle gemeinsam von der Hütte aus. Erstes Ziel war das Kreuz über Randa, das für viele langjährige Mitreisende schon eine zweite Heimat geworden ist.

Wer anschließend noch mehr wollte, konnte knapp 500 Meter über die Charles Kuonen Hängebrücke in 85 Metern Höhe laufen. „Ich habe Höhenangst, aber ich schaffe das!“, fluchte Schüler Jan vor der Überquerung. Wie schon im letzten Jahr schaffte es Jan, mit der Ruhe und Motivation der Gruppe seine Angst zu überwinden, und meisterte die Strecke.

Wer dann noch nicht genug hatte, konnte schon am ersten Tag seine Tour noch auf insgesamt 900 Höhenmeter ausbauen und direkt zur Europahütte auf 2265 Metern wandern und über den Europaweg zurück zur Hütte.

„Wir schaffen alles gemeinsam!“

Die gesamte Fahrt stand unter dem großen Aspekt der Gemeinschaft. Jeden Tag wurden den Schüler:innen drei Touren angeboten: Für die Wanderanfänger:innen machbare Touren, und für die mittleren und erfahrenen Schüler:innen wurden anspruchsvollere Touren durch die erfahrenen Pädagog:innen des Internats Steinmühle angeboten. Ziel war dabei nicht die schnellste Wanderzeit, sondern vielmehr, dass alle als Gruppe ihr gestecktes Ziel erreichten.

Pädagoge Nils Schwandt, der selbst bereits seit rund 30 Jahren das Wallis bereist und die Fahrt jedes Jahr aufs Neue organisiert, zeigt sich immer wieder begeistert: „Es handelt sich hier in Randa einfach um ein unglaublich schönes Fleckchen Erde. Und ich freue mich, wenn wir diese Faszination an der Natur und am Wandern auch an die jungen Schüler:innen weiter geben können.“

Die Mahlzeiten wurden entsprechend auch gemeinsam vorbereitet und eingenommen. In der urigen Stube auf alten Holzdielen, Tischen und Bänken wurde sich vor und nach den Wanderungen gestärkt. Besonderes Highlight: Die Spülparty abends. Abwaschen mit Freude, eine Besonderheit, die es in dieser Form wahrscheinlich auch nur in Randa zu erleben gibt.

Gipfelglück und Abkühlung im See: Das Wallis bietet den Steinmühler:innen alles

Sportliche Höchstleistungen, fantastische Ausblicke und gemeinsames Chillen: Alles war für die Schüler:innen möglich in der schweizer Wanderwoche. Ob beim Anstieg von 1.100 Höhenmetern auf den Gipfel des Wannihorns oder den Ausblick von über 3.000MüN auf das Matterhorn, ob beim Austoben am Schalisee nach dem Aufstieg über den Rötiboden oder beim gemeinsamen Entspannen am kühlen Nass auf Jungen. Auch die Tunneltour begeisterte wieder mit der Wanderung an den Wasserleitungen genauso wie der Besuch am Gletschertor.In den Pausentag gerutscht

Sportler wissen es: Ein Pausentag muss drin sein. Den verbrachte die Reisegruppe im Thermalquellen Briggerbad. Diejenigen, die noch genügend Energie hatten, tobten sich bei der Rutsche aus: Wer rutscht am Schnellsten? Wer schwingt am Höchsten? Doch wer wollte, konnte sich in der Grotte bei Salzpeeling und Sauna tiefenentspannt zurücklehnen. „Ich habe den ganzen Tag einfach nur gelegen“, berichtete Schülerin Viviana am Abend sichtlich erholt, „Das hat so gut getan. Morgen kann ich jetzt wieder frisch aufgetankt wandern!“„Nächstes Jahr bitte wieder!“

Das war der Satz, den die sechs Pädagog:innen wohl am häufigsten in der Woche hörten. Nach fünf Wandertagen kam die Reisegruppe wieder zurück am Steinmühlengelände an. Zwar sichtlich erschöpft von den Wanderungen, doch die Begeisterung und die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit konnten die körperlichen Anstrengungen um Längen überwiegen. Randa 2023, hoffentlich sehen wir uns wieder!

 

 

Ein fester Programmpunkt des gemeinsamen Lebens und Erlebens am Internat Steinmühle fand im Mai statt: Alle Schüler:innen auf sieben unterschiedlich ausgestaltete erlebnispädagogischen Fahrten quer durch Deutschland verteilt.

Gemeinschaft, Sport und Erfahrung standen bei den Fahrten auf dem Programm. So konnten sich die Schüler:innen bei der Kanu-Tour auf der Diemel, im Kletterwald, einer Fahrradtour rund um den Vogelsberg oder beim Wandern im Allgäu sportlich verausgaben, während die Gruppen am Edersee, Nieder Moser See oder Hennesee eher die natürlichen Erfahrungen und gemeinschaftlichen Erlebnisse beim Campen in der Natur erkundeten.

Schlafen in Tipis und Waschbären Streicheln am Hennesee

Die Tipis standen schon und so konnte die Truppe abends nach den Anreise direkt mit dem gemütlichen Grillen beginnen. Die basketballbegeisterten Teilnehmer:innen dieser Fahrt ließen den Abend noch beim einem Match gegen eine Schulklasse aus Bielefeld ausklingen. Da Basketball derzeit einer der beliebtesten Sportarten an der Steinmühle ist, wunderte es nicht, dass die Jungs und Mädels das Spiel auch gewannen.

Da es am Hennesee nachts noch recht frisch wurde, sammelten die Schüler:innen selbstständig Holz, um die Tipis von innen aufzuheizen.

Am  Samstag reiste die Gruppe nach Bilstein um eine Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Beeindruckend sind die jahrtausendalten natürlichen Gebilde immer wieder, doch wahre Freude konnten die Schüler:innen im angrenzenden Naturpark finden: Hier hatten sie die Möglichkeit mit Waschbären Händchen halten zu können. Vor allem auch das Füttern der Hirsche und der nahe Kontakt mit den Tieren sichtbar aufregend.

„Das größte Highlight des Wochenendes war sicher die allabendliche Lagerfeueraction“, berichtet Pädagoge Ben Zriki glücklich, „Der Austausch am Lagerfeuer hat die Kinder und uns Pädagog:innen auf jeden Fall die Möglichkeit geboten, uns noch einmal anders kennenlernen zu können als im Internatsalltag.“ Als interkulturelles Highlight begeisterte Schüler Alex die Gruppe eine Stunde am Lagerfeuer, während er lauthals Lieder aus seiner Heimat mitsang.

Hoch hinaus im Kletterwald

Gruppenzelten unter Bäumen direkt am klaren Heider Bergsee bei Brühl: Hier konnte eine weitere Reisegruppe die Natur in direkter Nähe genießen.

Eine der größten Herausforderungen meisterte die kleine Gemeinschaft direkt zu Beginn des Aufenthalts gemeinsam: Zelte aufbauen. Die meisten Schüler:innen waren noch neu im Camping-Bereich und so explorierten sie die Möglichkeiten des Zeltaufbaus gemeinsam, damit sie abends in Ruhe und Gemütlichkeit bei Marshmallows am Lagerfeuer Werwolf spielen konnten.

Highlight des Ausflugs bildete der Besuch des Kletterparks: Sich selbst und seine Höhenangst zu überwinden und dabei auf bis zu 13 Meter hohe Bäume zu klettern, war hier die Mission. Dabei feuerten sich die Schüler:innen gegenseitig an und machten sich Mut. „Es war schön zu sehen, wie durch die gemeinsame Motivation jede Schüler:in die Klettertour erfolgreich beenden konnte“, berichtet Pädagoge Philipp Dönges zufrieden.

Radeln Richtung Vogelsberg

Über den Lahntalradweg ging es am frühen Freitagmittag mit dem Fahrrad Richtung Vogelsberg.  Nach den ersten 30 Kilometern und in Gießen angekommen, ging es von dort aus mit der Bahn weiter. Die Fahrt wurde zum Regenerieren genutzt, bevor die Crew erneut knapp 30 Kilometer auf dem sehr schönen Vulkanradweg durch die Mittelgebirgslandschaft von Vogelsberg und Wetterau radelte. Immer dem Sonnenuntergang entgegen auf zum Nieder Mooser See, wo sie eine weitere Reisegruppe des Internats Steinmühle bereits mit aufgebauten Zelten nach knapp 60 Kilometern Fahrradfahren in Empfang nahm.Am Samstag ließ die Fahrradgruppe ihre Zweiräder liegen, wanderten gemeinsam hoch zum Hoherodskopf. Sonntag saßen vormittags alle wieder auf den Fahrrädern auf dem Weg Richtung Internatsgelände. Bei herrlichem Fahrradwetter konnten sie noch einmal die schöne Natur des Vogelsberg sowie des Lahntals genießen.

 

Sommerrodeln am Nieder Moser See

Wer nicht Radeln, jedoch trotzdem den Besuch auf dem Hoherodskopf genießen wollte, reiste mit dem Auto an. Diese Gruppe baute für die Fahrradgruppe schon einmal die Zelte auf und nahm die Gruppe am Grillbuffet in Empfang. Die Nacht wurde auch hier am Nieder Moser See noch überraschend kalt, weshalb einige Schüler:innen in die Sanitäranlagen nachts zum Aufheizen huschten.

Am Samstag gab es nach stärkenden und besonders köstlichen Brötchen für alle eine Fahrt in der Sommerrodelbahn und einem ausgiebigen Spaziergang durch die schöne Natur des Vogelsbergs mit einer beeindruckend weiten Aussicht auf das Umland.

Wer dann wieder aufgeheizt war, tobte sich beim Schwimmen im See oder beim Stand Up Paddling aus.

Edersee: Campen am Kleinod in Nordhessen

Die Campinggruppe konnte in der Idylle des Verzichts leicht die Annehmlichkeiten des Alltags vergessen. So war das Ausbleiben von Dusche, Strom, fließendem Wasser und Handyempfang eine ganz neue und basale Erfahrung für die gesamte Gruppe. Digital Detox, Wasservorräte und „modifizierte“ Körperhygiene bot den Teilnehmer:innen einen neue Perspektive auf den sonst für selbstverständlich gehaltenen Luxus des Alltags. „Es ist immer wieder erstaunlich schön anzusehen, wie glücklich die Schüler:innen doch noch ohne Medien sein können“, berichtet Pädagoge Nils Schwandt nach der Fahrt.

Bei fast mediterranen Klimabedingungen konnten die Jugendlichen mal ganz Kind sein und die Seele beim Fangenspielen baumeln lassen. Viele Begegnungen mit kleinen und großen Wildtieren, von Spinnen über Schnecken und Schlangen, konnten die Stimmung in der Gruppe nicht beeinträchtigen. Kulinarische Köstlichkeiten vertrieben zusätzlich die Alltagssorgen.

Kanutour auf der Diemel

Die Wassertruppe stieg am Hofgut in Stammen auf der Diemel ein und fuhr bis nach Bad Karlshafen, wo die Diemel in die Weser mündet. Nach sechs Stunden Paddelei haben so manche Kanu-Anfänger in der Gruppe am ersten Tag die volle Breite des Flusses ausgenutzt und die Gebüsche am Rand gründlich untersucht. In der Mittagspause erhielten die Jung-Kanuten noch weitere Einweisungen zum erfolgreichen Paddeln.

Denn am zweiten Wassertag sah sich die Kanu-Truppe mit wilden Stromschnellen konfrontiert. „Nur ein Kanuboot wurde kurzzeitig in ein U-Boot verwandelt“, berichtete Pädagoge Philipp Rumpel lachend. Die Gruppe brachte das Boot jedoch gemeinsam sicher ans Ufer und half beim Ausschöpfen.

Da die Arme am Ende des Wochenendes schwer wurden, wurde die erfolgreiche Tour sowie das gründliche Säubern der Boote mit einem großen Eis auf der Rückfahrt belohnt.

Wandern rund um das Schloss Neuschwanstein

Die letzte Reisegruppe hatte sich zum Wandern im Allgäu verabredet. Neun Schüler:innen wollten sich der sportlichen Herausforderung der Allgäuer Alpen stellen. „Ich bin gespannt, ob ich das schaffe, aber ich bin auch motiviert!“, sagte Schülerin Emilia bei der Ankunft mit Blick auf die Kulisse der Berge.

Am ersten Tag wanderten die motivierten Schüler:innen von der Unterkunft aus über die Salober Alm mit Blick auf den Weißensee bis nach Füssen. Hier wurde am imposanten Lechfall pausiert, bevor die Schüler:innen die Füssener Altstadt erkunden konnten. Immer am Ufer des Weißensees zurück gelangte die Wandergruppe erschöpft, aber glücklich nach 20 Kilometern Wandern an ihren Ferienhäusern an.

Sonntag wachten die Wandersleute mit strahlendem Sonnenschein auf. Einstieg zur Tagestour war direkt am Schloss Neuschwanstein. Doch die Besichtigung des Schlosses sollte erst am Folgetag stattfinden. Der heutige Tag begann mit einem steilen Anstieg, dafür auch mit einem traumhaften Ausblick auf das Schloss Neuschwanstein sowie die umliegenden Seen. „Unfassbar, ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich das schaffe, aber dann steht man plötzlich oben und kann so stolz auf sich sein!“, freute sich Schülerin Emilia.

Am Tegelbergkopf stärkte sich die Wandergruppe noch einmal, bis sie gemeinsam die Ahornspitze auf 1784 Metern erklommen. „Es ist einfach so wunderschön hier, dieser Ausblick, diese Stille und diese Natur!“, rief Schülerin Friederike begeistert.

Zurück mit einem letzten schönen Abendblick am Schloss vorbei, erreichte die Wandergruppe erschöpft aber glücklich nach 1.100 gelaufenen Höhenmetern die Ferienhäuser. Pädagogin Francine Olschewski kochte zur Belohnung für die sportliche und durchhaltekräftige Reisegruppe. Nach der Führung durch das opulente Schloss Neuschwanstein traten die Wandersleute am Montagmittag als letzte Reisegruppe des Internats Steinmühle erschöpft aber auch entspannt ihre Heimreise an.