Steinmühle verteilt 180 Mal Nächstenliebe – Das begeistert auch Oberbürgermeister und HR
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Alles begann mit einer kleinen Idee: geteilte Freude ist doppelte Freude!

Dass die so lebenswichtigen Ressourcen aus sozialen Beziehungen derzeit durch die Coronamaßnahmen nur schwer genutzt werden können, bemerken auch die Schüler*innen des Internats Steinmühle. Die Phase des Heranwachsens sollte eigentlich geprägt sein durch vielfältige soziale Beziehungen, die besondere Bedeutungen im Entwicklungsprozess einnehmen können, jedoch sind die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten derzeit stark eingeschränkt.

Internatspädagogin Francine Olschewski nahm diesen verstärkten Wunsch nach Kontakten und Sozialisation auch in der Schülerschaft des Internats Steinmühle wahr. Und so sollte die Idee ganz simpel sein: Indem man etwas Gutes für andere tut, tut man vielleicht auch etwas Gutes für sich dabei. Aus diesem kleinen Gedanken der Pädagogin entstand eine erfolgreiche und vielversprechende Kooperation mit dem Projekt „In Würde Teilhaben“ der Stadt Marburg und der Internatsgemeinschaft Steinmühle.

Kleine Ideen mit großer Wirkung

Das Projekt der Stadt Marburg versucht eine Steigerung des subjektiven Wohlbefindens alter und höchstalter vereinsamter, isoliert-lebender Menschen durch Kontaktaufnahmen zu erreichen. In der Vorweihnachtszeit wurden dafür Überraschungspakete gestaltet, die so genannten Mut-Mach-Tüten, an denen sich die Internatsschüler*innen mit selbst gebackenen Plätzchen und handgemachten Weihnachtskarten beteiligten.

Eine Hand voll Schüler*innen trafen sich anfangs und trugen ihre Ideen zusammen. Schnell war klar: Unsere Schüler*innen möchten etwas Gutes für bedürftige Menschen in dieser Corona-Zeit tun. Plätzchen backen kann jeder und viele sind kreativ begabt: zu der Mut-Mach-Tüte wollten die Schüler*innen also etwas Leckeres und eine nette Botschaft übermitteln. „Endlich hatte ich mal wieder das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun!“, berichtet Schülerin Friederike begeistert, „So kleine Dinge können so viel Freude bereiten.“

Die gesamte Internatsgemeinschaft hilft mit

Dass das Teilen von Erlebnissen mit anderen unser Wohlbefinden steigern kann, bewies die Aktion der Schüler*innen eindrucksvoll:
Diese wenigen Schüler*innen schafften es mit der Unterstützung der Internatspädagogin Francine Olschewski, dass sich alle Mitglieder der Internatsgemeinschaft an dieser Initiative beteiligen. So kommt es, dass in allen sechs Wohngruppen die Öfen heiß laufen mit der Plätzchen-Bäckerei und sogar die Hauswirtschaft und die Verwaltung Karten mitgestalteten. „Ich hatte echt nicht geglaubt, dass wir das schaffen. Aber so viele auf diesem Campus waren begeistert von der Idee, dass wir es am Ende alle gemeinsam geschafft haben“, berichtet Francine Olschewski stolz. Am Ende kamen 180 Plätzchentüten und 180 individuell gestaltete Karten als Spende für das Projekt der Mut-Mach-Tüte seitens der Internatsgemeinschaft zustande.

Oberbürgermeister Spies und der HR dokumentieren die Übergabe

Und weil die Aktion so gespickt mit Nächstenliebe und Engagement ist, war es kein Wunder, dass Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Übergabe an die Projektleiterin mit begleiten wollte. Dies rief schlussendlich sogar den Hessischen Rundfunk auf das Steinmühlen-Gelände, der die Übergabe der selbstgemachten Geschenke der Schüler*innen an Projektleiterin Frau Angela Schönemann aufzeichnete. Internatsschüler Noah ist besonders begeistert: „Das fing alles mit so einer kleinen Idee an. Und jetzt trage ich mit dem Oberbürgermeister zusammen die Plätzchen!“

Den Beitrag zur Sendung können Sie HIER nachverfolgen.

Engagement ohne Ende – Schüler*innen sind motiviert

Von der Euphorie gepackt lassen es sich die Schüler*innen nun natürlich nicht nehmen, sich an der Verteilaktion der Mut-Mach-Tüten an die älteren Herrschaften zu beteiligen. Und so bereiten einige Schüler*innen gewappnet mit FFP2-Masken und den selbst gebackenen Plätzchentüten und handgefertigten Karten einigen alleinlebenden alten Menschen in Marburg eine kleine Freude. „Ich finde es mega cool, was ihr hier angezettelt habt. Das fing mit so einer kleinen Idee an, ich bin so gerührt über dieses Ergebnis. Das ist genau das, was ältere Menschen in dieser Zeit brauchen“, freut sich Projektleiterin Angela Schönemann.

Mit einem persönlichen Besuch auf Abstand an der Haustür überraschen drei Gruppen von Schüler*innen die einsamen Herrschaften in der Vorweihnachtszeit an ihrer Haustür. Besonderes Highlight: Schüler Felix, der später einmal Gesang studieren möchte, begeistert und verblüfft mit spontanen Arien und Chorgesängen an der Haustüre.

Die Reaktionen sind auf beiden Seiten sehr emotional: Während die älteren Herrschaften ihre Freude dieser spontanen netten Überraschung überschwänglich liebevoll zum Ausdruck bringen, sind die Schüler*innen stark ergriffen, dass eine derart kleine Geste so viel Freude bereiten kann. „Ich kann es kaum glauben, wie viel Liebe einem da entgegen kommt. Ich möchte im nächsten Jahr unbedingt weitermachen mit solchen Aktionen!“, entgegnet Schülerin Verena ergriffen.

Kooperation soll bestehen bleiben – Gutes tun auch in 2021

Allen Widrigkeiten zum Trotz haben die Schüler*innen des Internats Steinmühle  bereits in diesem Jahr ein wundervolles Projekt auf die Beine gestellt. Initiatorin Francine Olschewski und ihre Schüler*innen sind durch die gefühlvollen Reaktionen der älteren Herrschaften beflügelt, auch 2021 weiter zu machen. Angedacht sind Patenschaften und regelmäßige Kontakte zwischen Jung und Alt. Egal wie – die Internatsgemeinschaft Steinmühle wird auch 2021 ihren einzigartigen Weg dafür finden.

Von Geldanlagen und Mieterpflichten: Zukunftstag ergänzt Schulwissen
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Als erstes Gymnasium in Marburg bot die Steinmühle eine Plattform für den sogenannten “Zukunftstag”. Ziel des Ausrichters, der “Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung” aus Kassel, ist die Vermittlung von Kompetenzen in Sachen Finanzen, Wohnen, Steuern und Krankenversicherung an Oberstufenschüler.

Die vier Bereiche werden im Schulunterricht an weiterführenden Schulen nicht vertieft – zum Leidwesen vieler Schüler*innen, die zwar hohes Fachwissen aus der Schule mitnehmen, sich aber nicht mit Mietverträgen oder Geldanlagen auskennen.  Die Kasseler Initiative, ein gemeinnütziger Verein, dessen Aktive selbst noch nicht lange dem Schulalltag entwachsen sind, setzt genau hier an. Ihren Zukunftstag haben die jungen Leute seit Januar 2019 mehrere Dutzend Male in verschiedenen Schulen ganz Deutschlands abgehalten. Seit das Handelsblatt darüber berichtete, ist die Veranstaltung quasi ein Selbstläufer.

 

Referenten aus der Region

Das Wissen in den Bereichen Finanzen, Wohnen, Steuern und Krankenversicherung vermitteln in allen Fällen Fachleute aus der Region. Die Referenten werden durch den Verein engagiert und haben die Pflicht, Werbung für ihren Arbeitgeber zu unterlassen. Damit dies gewährleistet bleibt, erarbeitet der Verein zusammen mit den jeweiligen Experten im Vorfeld vorgegebene Inhalte.

An der Steinmühle sprachen Vertreter eines Geldinstitutes, eines Immobilienmaklers, einer Krankenkasse sowie ein Steuerberater. Nach der Veranstaltung wurden Feedback-Bögen an die Schülerschaft ausgegeben. Sie lieferten einen Überblick darüber, welche Bereiche die Experten besonders gut vermittelt hatten.

 

Initiative kommt aus Kassel

Ben Göbel ist Student der Wirtschaftswissenschaften in Kassel und betreute den Zukunftstag an der Steinmühle zusammen mit Anna Proetel. Sie studiert Soziologie und Politikwissenschaften und ist wie Ben Mitglied des veranstaltenden Vereins. Zusammen mit sechs weiteren Mitstreitern und einem Netzwerk aus Helfern arbeiten sie ehrenamtlich, waren zunächst in Marburg und kurze Zeit später praktisch gleichzeitig in München, Berlin und Gießen. Organisation und Logistik werden finanziell von Stiftungen unterstützt. Auch das Hessische Kultusministerium gehört zu den Förderern. Es sieht die Initiative nicht als Konkurrenz zur Schule, sondern als Ergänzung.

Steinmühlen-Herbstfest fällt leider aus!

2020 ist ein besonderes Jahr, leider ohne Steinmühlen-Herbstfest. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir im kommenden Jahr wieder gemeinsam auf unserem Steinmühlengelände feiern können. Daher bitte den 25. September 2021 bereits im Kalender fest vormerken!😊👍

Es ist nicht “wurscht”, was man isst: Meat Free Monday in der Steinmühle 
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Der Speiseplan der Steinmühlenküche wird montags ab sofort komplett fleischlos gestaltet: Weder in der Mensa noch im Bistro findet man an diesem Wochentag Fleisch oder Wurst. Mit dieser Maßnahme folgen Schule und Internat einem prominenten Aufruf, der um die Welt geht: Paul McCartney und seine Töchter initiierten die Kampagne “Meat Free Monday” .”Jeder kann etwas beitragen, um das Bewusstsein für die schädlichen Umweltauswirkungen der Tierhaltung und für die Folgen der industriellen Fleischverarbeitung zu schärfen.” Mit diesem Appell setzte sich bereits 2003 die John Hopkins Bloomberg School of Public Health für einen fleischlosen Tag pro Woche als Sensibilisierungsprogramm für die öffentliche Gesundheit ein. Die Kampagne wurde von zahlreichen weiteren Gesundheitsschulen unterstützt, findet aber erst weltweit Beachtung, seit Paul McCartney und seine Töchter sie als gemeinnütziges Projekt “Meat Free Monday” unterstützen.

Schulleiter Björn Gemmer gab der Steinmühlenküche den entscheidenden Hinweis, der nun die eher halbherzige vorherige Lösung außer Kraft setzt. Zwar war bislang jeden Mittwoch “Veggie-Day” – jedoch nur mittags und nur in der Mensa. Frühstück, Menüabend sowie die Versorgung im Bistro wurden mit Fleisch und Wurst gestaltet. Das gibt es am “Meat Free Monday” nun nicht mehr. “Veggie ist einfach angesagt” Am 17. August fiel der Startschuss für den fleischlosen Montag in der Steinmühle.

Begrüßt wird die Aktion auch von Küchenchef Sebstian Riehl: “Es geht um das Bewusstsein, für sich und die Welt etwas Gutes zu tun.” Vegetarisch zu essen, so weiß er, ist schon lange nicht einfach nur die Philosophie Einzelner. “Veggie ist einfach angesagt.” Durch Unterrichtsinhalte und bauliche Maßnahmen hat die Steinmühle schon mehrfach gezeigt, dass der Gedanke an Umwelt und Ökosystem für sie einen hohen Stellenwert einnimmt. Nun setzen Schule und Internat einen weiteren Schwerpunkt in diese Richtung bei der Verpflegung. Die Maßnahme reiht sich ein in die Zahl der Aktivitäten, die beitragen, den Klimawandel zu verlangsamen, wertvolle natürliche Ressourcen zu schonen und die eigene Gesundheit zu verbessern.Weitere Informationen zur Kampagne Meat Free Monday finden sich unter www.meatfreemondays.com.

         

Internat Steinmühle: Behutsamer Start im neuen Umfeld
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“Wir heißen beide Nils. Aber…das wirst du schon hinbekommen.” Mit einem Augenzwinkern begrüßt Internatsleiter Nils Schwandt am Sonntagnachmittag einen neuen Internatsschüler. Der Jugendliche grinst verschmitzt und weiß jetzt, dass Nils Schwandt und sein Kollege Nils Zeller Hausleiter des Stammhauses sind. Dort bezieht er gleich sein Zimmer. Es wird für das Schuljahr, das am nächsten Tag beginnt, sein Zuhause sein. So wie er machen es auch die anderen neuen Anreisenden: Sich orientieren im neuen Wohn- und Lernumfeld. Sie kommen aus München, Jena, aber auch Südkorea oder China.  79 Kinder und Jugendliche zählt das Internat Steinmühle zur Zeit und ist damit weiter auf Expansionskurs.  Vor genau einem Jahr wurde das Biohaus auf dem Campus Steinmühle als zusätzliches Haus für Internatsschüler eingeweiht.


Weitere Unterkunft: Das Bremerhaus

Aktuell wurde außerdem das Bremerhaus zur Unterkunft für Internatsschülerinnen und Schüler. Die Gruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in diesem Gebäude war zum Schuljahresende geschlossen worden, drei der Geflüchteten wohnen weiter im Internat und machen jetzt Abitur. “Ein Beispiel für gelungene Integration,” sagt Francine Olschewski. Die Hausleiterin gehört – wie “Nils & Nils” – zum Stamm des Pädagogenteams. “Einige Mitarbeiter sind neu im Kollegium” sagt sie, und informiert: “Wir haben umstrukturiert.”

Ein neuer Lebensabschnitt

Internatsleiterin Anke Muszynski erfüllt die letzten individuellen Wünsche der Anreisenden. Hier fehlt noch etwas, dort muss noch etwas besorgt werden. Für die engagierte und rührige Pädagogin, die aufmerksam hin- und herflitzt,  ist Dienstleistung nicht nur ein Wort.

Kurz, ohne auftragende Reden, stellt Anke Muszynski den Ankömmlingen und ihren Eltern das Pädagogenteam vor. Manche Schülerinnen und Schüler kommen in Begleitung auch ihrer Großeltern. Es ist schon ein großer Schritt für die jungen Leute, ihre Angehörigen kurze Zeit später alleine nach Hause zu schicken. Die Atmosphäre im Speisesaal bei Kaffee, Kuchen und Obst ist locker und wenig wehmütig. Eltern kommen an den runden Tischen mit anderen Eltern ins Gespräch. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Für alle! So sind auch alle ein wenig aufgeregt, “uns eingeschlossen”, sagt Francine Olschewski. Sie weiß aber auch: “Nachher, also heute Abend, ist alles wie immer.”

Sich kennenlernen

“Wie immer” ist es auch am nächsten Morgen. Da beginnt nämlich der Schulunterricht mit Einzug in das sanierte Hauptgebäude oder das neu gebaute Atrium. Das kommende Wochenende wird ganz im Zeichen der so genannten Häuserfahrten stehen. Die einzelnen Wohngruppen machen Ausflüge, um einander besser kennenzulernen.

Das Stammhaus zum Beispiel, die Gruppe um “Nils & Nils”, fährt nach Köln. In diesem Zuge geht es auch ins Phantasialand. Langeweile wird es aber auch später auf dem Steinmühlencampus nicht geben. Verschiedenste Sportmöglichkeiten und die naturnahe Umgebung bieten Kurzweil und Lernen in Wohlfühlatmosphäre.

 

Seit Oktober lassen sich an der Steinmühle elf Mädchen vom Jumping Fitness begeistern. Zusammen mit Trainerin Francine Olschewski treffen sie sich einmal in der Woche zu dieser Sportart, bei der man sich auspowern kann. „Ein perfekter Ausgleich zur Schule.“

Ausdauer- und Intervalltraining

Jumping Fitness ist ein Ausdauer- und Intervalltraining. Das Herz-Kreislauf-System wird durch das intensive Training stark trainiert. Um Überanstrengung zu vermeiden, kann der Trainer kurze, ruhigere Übungseinheiten einbauen. Damit wird die Jumping Fitness-Stunde automatisch zu einem Intervalltraining.

Die Sportart verbessert somit sowohl die Ausdauer als auch die Kraft. Es handelt sich um Ganzkörpertraining, das die Tiefenmuskulatur trainiert und kräftigt. Vor allem die tragende Muskulatur wird angesprochen, aber auch ganz kleine Muskeln, wie zum Beispiel die in den Füßen. Prinzipiell werden dabei alle Muskelgruppen beansprucht, da durch den Schwerkraftwechsel beim Trampolinspringen alle Zellen im Körper einen Gegendruck zu dem entstehenden Gewicht, das auf die Zellen einwirkt, aufbauen müssen.

Bewusst bemerkbar wird vor allem das Training der großen Muskelgruppen von Beinen und Po und auch die der geraden Bauch- sowie der Rückenmuskulatur. Durch das ständige Ausbalancieren des Körpers auf der bewegten Sprungfläche werden zusätzlich Haltung und Gleichgewichtssinn trainiert und verbessert.

Effektive Kalorienverbrennung

Beim Jumping Fitness Workout sind über 400 Muskeln im Einsatz, viel mehr als bei vergleichbaren Ausdauersportarten. Jumping Fitness, so Francine Olschewski,  ist deutlich effektiver als Joggen und schont gleichzeitig die Gelenke. Außerdem verbessern die dynamischen Übungen die Ausdauer und beugen Rückenproblemen vor.

Perfekt gegen Stress

Jumping Fitness, so die Trainerin, macht glücklich, denn bei diesem Workout werden Glückshormone ausgeschüttet. Kein Wunder, Jumping Fitness bietet ein tolles Gruppengefühl und ein mitreißendes Training zu energetischer Musik.

Jumping Fitness sei grundsätzlich für jeden geeignet, unabhängig von Fitness, Alter oder Gewicht. Wichtig sei hierbei, auf die eigene individuelle Leistungsstärke zu achten und seine Grenzen zu akzeptieren. Francine Olschewski: „Jeder bestimmt seine eigene Intensität und kann so in der Gruppe beim Jumping Fitness trainieren und Spaß haben.“ Sprünge seien leicht zu lernen und garantierten auch Anfängern schnelle Erfolgserlebnisse.

Erfahrene Trainerin

Die Trainerin Francine Olschewski, seit April 2018 als Assistentin im Hessenhaus, hat 2016 eine Ausbildung zur Jumping Trainerin im Studio Fit For All in Rodgau absolviert und dort regelmäßig wöchentlich mehrere Kurse geleitet. Auch bei ihrem Umzug nach Marburg ging die Leidenschaft zu der Sportart nicht verloren. Mehr noch: Sie konnte Interesse und Freude am Jumpen bei den Schülerinnen und Schülern des Internats Steinmühle wecken.

Der Kontakt zum alten Fitnessstudio „Fit For All“ in Rodgau besteht bis heute. Die Trampoline für das Internat Steinmühle wurden dort angemietet. Dies schuf die Möglichkeit, Jumping Fitness an der Steinmühle als AG anzubieten.

An Internatswochenenden gibt es übrigens zusätzliche Angebote in Jumping Fitness. Vereinzelt, so freut sich die Trainerin, lassen sich da auch Jungs blicken. Bei lauter Musik können die Jugendlichen sich komplett auspowern und mal so richtig Dampf ablassen.

Jugend Forscht: Steinmühlen-Nachwuchsforscher räumten reichlich Preise ab
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Von 15 Schüler/innen haben sich 13 für die jeweiligen Landeswettbewerbe qualifiziert
Interessanten Alltagsfragen aus den Bereichen Ernährung und Natur gingen Steinmühlenschülerinnen und -schüler beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ auf den Grund. Unter diesem Wettbewerbstitel, der Kategorie von „Jugend Forscht“ für die Unter- und Mittelstufe (bis 14 Jahre), räumten die jüngsten Steinmühlenschüler/innen reichlich Preise ab: Sie konnten sich gegen die meist ältere Konkurrenz durchsetzen. Fünfmal wurde der erste, einmal der zweite Platz erreicht. Das Frühförderkonzept mit dem so genannten „GuFi-Labor“, in dem Grundlagen- und Fortgeschrittenenarbeit geleistet wird, hat sich damit in eindrucksvoller Weise bewährt.

Phosphat in Lebensmitteln – Wie leckeres Essen gefährlich werden kann
Unter diesem Titel gingen die Schüler Mats Böhmer, Marvin Preis und Joel Rucker mit ihrer Betreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf in den Wettbewerb im Fachgebiet Chemie.

Zu hohe Phosphatspiegel im Blut können zu Herz-Kreislauferkrankungen und Osteoporose führen. Die Schülergruppe entwickelte Testverfahren, um verschiedene Lebensmittel wie Döner, Bratwurst und Cola auf ihren Phosphatgehalt zu untersuchen. Dabei stellten sie fest, dass man mit dem in die Kritik geratenen Döner viel weniger Phosphat aufnimmt als durch eine Cola. Das Projekt wurde mit dem 1. Preis bedacht und darf beim Landeswettbewerb im April starten.

Macht Cola Light dick? – Untersuchungen des Blutzuckerspiegels
Die Schülerinnen Rebecca Zenker und Hanna Schmidt-Dege untersuchten im Fachgebiet Biologie den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr verschiedener Süßungsmittel sowie Cola, Cola Light und Kartoffeln.

Aus ihren Ergebnissen konnten sie ableiten, dass man am besten keine künstlichen Süßstoffe gleichzeitig mit Zucker einnehmen sollte und dass Kartoffeln den Blutzucker nicht so stark ansteigen lassen, wenn man sie vorher abkühlen lässt. Das Projekt aus dem Fachgebiet Biologie unter Betreuung von Dr. Jutta Töhl-Borsdorf erhielt den 2. Platz.

Wie und wie schnell verdirbt Milch wirklich?
Nach einer Antwort auf diese Frage forschten die Schüler Joshua Wieder, Morten Köhler und Benjamin Schul im Fachgebiet Chemie. Das Team untersuchte, wie unterschiedliche Milchsorten unter verschiedenen Einflussfaktoren verderben. Dazu bauten sie eine Temperier-Apparatur, bestimmten Ausflockzeitpunkte und nahmen Bakterienabstriche. Sie stellten u.a. fest, dass Zuckerzusatz den Verderb beschleunigt, während man längere Haltbarkeiten auch bei Zimmertemperatur durch den Zusatz des Zuckeralkohols Xylit und durch Luftzufuhr erzielen kann. Die Juroren vergaben für das von Dr. Jutta Töhl-Borsdorf begleitete Projekt den 1. Platz unter den Beiträgen derselben Altersstufe. Das Team tritt nun beim Landeswettbewerb an.

Sonnencreme für Bäume
Wiederum im Fachgebiet Chemie starteten beim Wettbewerb unter Betreuung ihres Lehrers Dr. Dietmar von der Ahe die Fünftklässler Mats Egbring und Leonard Berger. Wegen Verhinderung seines Mitstreiters am Wettbewerbstag präsentierte Leonard Berger die Ergebnisse. Die beiden Schüler haben aus verschiedenen farbigen Blättern des Herbstlaubes die Blattfarbstoffe isoliert und in einem Chromatogramm dargestellt. Die in Lösung vorliegenden Blattfarbstoffe – grün, rot, gelb und braun-gelb – haben sie als „Sonnencreme-Schutz“ bei der UV-Bestrahlung, die das Sonnenlicht simuliert, von Mundbakterien auf Agarplatten eingesetzt. Ohne Farbfilter werden die Bakterien im Wachstum  gehemmt. Der Schutz der Farbstofffilter reicht von 30 bis 80 %. Der Rotfilter zeigt die stärkste Schutzwirkung gegenüber dem UV-Licht. Leonard Berger erhielt für seine Präsentation einen interdisziplinären Sonderpreis (gleichwertig zu einem 1. Preis) und ist zum Start beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ zugelassen.

Kräuter, Tee & Co. gegen Bakterien
In ihren Experimenten aus dem Fachgebiet Biologie haben die Schülerinnen Teresa Dinges, Neyla Fritz und Sophia Rogosch (alle Klasse 5) unter betreuerischer Leitung ihres Lehrers Dr. Dietmar von der Ahe die Wirkung verschiedener Teesorten, Kräuteraufgüsse und Lebensmittelgetränke auf das Wachstum von Bakterien untersucht. Die verschiedenen Lösungen wurden in den flüssigen Agar gemischt, in Petrischalen gegossen und Mundbakterien darauf ausgestrichen. Durch Auszählen der Bakterienkolonien konnte die Hemmwirkung der Kräuter-, Tee- und Lebensmittellösungen auf das Bakterienwachstum getestet werden. Pfefferminztee und Ingwertee hemmen das Wachstum der Bakterien am stärksten. Präsentiert wurde das Thema von Neyla Fritz und Sophia Rogosch (Teresa Dinges war durch die Teilnahme an der Mathematik-Olympiade verhindert). Das Projekt holte Platz 1 und reiht sich somit in die Beiträge ein, die für den Landeswettbewerb zugelassen sind.

Die jungen Forscher/innen (Schüler experimentieren) in Kassel mit ihren Betreuern:
von links nach rechts: Mats Böhmer, Joel Rucker, Morten Köhler, Joshua Wieder, Leonard Berger, Marvin Preis, Benjamin Schul, Neyla Fritz, Dr. Dietmar von der Ahe, Rebecca Zenker, Hanna
Schmidt-Dege, Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, Sophia Rogosch. Nicht auf dem Bild sind die Mitteilnehmer/innen Teresa Dinges und Mats Egbring.

Elektronik und Programmieren im Wahlunterricht
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Im Rahmen des Wahlunterrichts (WU) wurde in diesem Schuljahr das Angebot im Bereich Technik und Computer erweitert. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 8 und 9 hatten die Möglichkeit, mithilfe von Arduino Mikrocontrollern eigenständige Elektronik -Projekte zu realisieren. Arduino, so Malte Klimczak als zuständiger Lehrer in seinem Bericht, ist eine Open-Source-Elektronik-Prototyping-Plattform für flexible, einfach zu bedienende Hardware und Software. Sie wird vor allem von Künstlern, Designern, Tüftlern und Bastlern verwendet, um kreative Ideen zu verwirklichen.

An den Mikrocontroller können verschiedene Sensoren (z.B. Temperatur, Bewegung, Helligkeit etc.) und LEDs, Motoren, Taster und Displays angeschlossen werden. Die einzelnen Komponenten werden durch eine einfache Programmierung gesteuert. Auf diese Weise entstehen in kurzer Zeit kleine interaktive Objekte. Die Schülerinnen und Schüler haben so unter anderem einen kleinen Roboter gebaut, der dem Licht einer Taschenlampe folgt, ein per Bluetooth und Smartphone gesteuertes Auto oder ein digitales Thermometer. Weiterhin wurde von einer Schülergruppe in Eigenregie eine Motorensteuerung für ein ferngesteuertes Modellflugzeug entwickelt.

 

Analytisches Denken wird trainiert

Dabei ging es nicht nur um die Programmierung der Mikrocontroller, sondern auch um den praktischen Aufbau der elektronischen Schaltungen. Insbesondere können Fähigkeiten im technischen Bereich entwickelt und Kompetenzen in Informatik/Programmierung erworben werden. Logisches und analytisches Denken werden trainiert und in Anwendungssituationen umgesetzt. Das Angebot schließt sich an den Physik- und den Projektunterricht an und stellt eine sinnvolle Ergänzung dar.

Das Halbjahr wurde mit einem Besuch im so genannten Robotikum der Philipps Universität Marburg in den Räumen der Adolf-Reichwein-Schule abgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Gelegenheit, im Laufe des dreitägigen Workshops humanoide Roboter vom Typ NAO auszuprobieren. Die Roboter können laufen, sprechen und mit ihrem Gegenüber interagieren. Eine künstliche Intelligenz macht die vielfältigen Interaktionen möglich.

Die Schülerinnen und Schüler hatten in dem Praktikum die Möglichkeit, mit den Robotern Dialoge, Bewegungen und Gesichtserkennung zu entwickeln und auszuprobieren. Ziel war es dabei, die Roboter nicht nur kennenzulernen und ihre Funktionsweise zu verstehen, sondern das eigene algorithmische Denken, das in der heutigen digitalen Welt besondere Bedeutung hat, zu verbessern.

 

Ein spannender Moment: Bläserklasse 5 erhielt ihre Instrumente
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Mit Stolz nahm die neue Bläserklasse der Jahrgangsstufe 5 im Forum der Steinmühle ihre Instrumente entgegen. Die Schülerinnen und Schüler begeisterten sich sogleich für Trompete, Posaune, Klarinette, Querflöte, Saxophon, Tuba und Euphonium. Wie immer bewiesen die jungen künftigen Musikerinnen und Musiker auch dieses Mal viel Eifer dabei, den Instrumenten gleich erste Töne zu entlocken, wobei sie schnell verstanden, auch die voluminöseren Instrumente wie etwa das Euphonium geschickt zu handhaben. Unter routinierter Anleitung von Lehrerin Ulrike Wilmsmeyer, die uns einige Fotos übermittelte, machte sich die Bläserklasse schnell mit den Instrumenten vertraut. Die Steinmühle ist schon sehr gespannt auf das erste Konzert der jungen Künstlerinnen und Künstler.