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Steinmühle erneut als Umweltschule ausgezeichnet 

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Stolze Teilnehmergruppe aus der Steinmühle bei der Auszeichnungsveranstaltung „Umweltschulen 2026“: Erneut erhielt unsere Schule für zwei weitere Jahre die entsprechende Urkunde, überreicht durch Bildungsstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Michael Ruhl, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat. Vertreten wurde die Steinmühle durch Dr. Sven Freibert, Anna-Lena Griessler und Vasyl Diachenko (Klasse 9i, Wahlunterricht Bienen). Unsere Gruppe ist links im Bild zu sehen. Insgesamt zeigt das Foto Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Schulen, die – so wie die Steinmühle – zum außerschulischen Umweltzentrum Jugendwaldheim Roßberg gehören.

 

Aktivitäten an der Steinmühle gehen über Auszeichnungskriterien hinaus

Die Verleihung der Urkunde sowie die gesamte Zeremonie waren auch in diesem Jahr ein beeindruckendes Zeichen für das Engagement unserer Schule im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die zahlreichen Präsentationen und Beiträge der Schülerinnen und Schüler sowie das Engagement der begleitenden Lehrkräfte haben die Veranstaltung in besonderer Weise bereichert.

Für die Auszeichnung haben unsere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zwei Jahre lang an Themen der nachhaltigen Entwicklung gearbeitet, verbindlich ausgerichtet am BNE-Kompass.  Bei ihren Aktivitäten wurden sie jeweils durch abgeordnete Lehrkräfte an außerschulischen Umweltzentren begleitet und beraten. Bindeglied für die Steinmühle ist Ute Visser, Regionalkoordinatorin des Umweltzentrums und gleichzeitig Lehrkraft im Vorbereitungsdienst an unserer Schule.

 

Die an BNE ausgerichteten Aktivitäten an Schule & Internat Steinmühle finden ihre Grenzen nicht innerhalb der für die Auszeichnung erforderlichen Kriterien, sondern gehen weit darüber hinaus. Über verschiedene Beispiele werden wir weiter berichten.

(Heinm/ Foto: Stephan Rech)

 

1. Oktober 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/10/StephanRech-Fotografie_20260828_0250.jpeg 853 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-10-01 00:54:342026-10-01 00:54:34Steinmühle erneut als Umweltschule ausgezeichnet 

PoWi Plus: Einblick in die Marburger Gründerszene mit wertvollen Praxis-Tipps

Aktuelles, Berufsorientierung, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Einige Wochen lang hat sich der Kurs Powi Plus mit Innovationen beschäftigt und Produktideen entwickelt, die es am Markt noch nicht gibt. Die Innovationen konnten unterschiedlichen Branchen zugeordnet werden, zum Beispiel der Lebensmitteltechnologie, dem Healthcarebereich, der Kosmetikindustrie und der Fitnessbranche. Vermittelt durch den Marburger Universitätspräsidenten Prof. Dr. Thomas Nauss war Prof. Dr. Vivien Procher mit einigen Mitarbeitern von MAFEX (Zentrum für Enterpreneurship und Innovation) an die Steinmühle gekommen, um die Schülerinnen und Schüler von PoWi Plus dabei zu coachen, einen professionellen Pitch vorzubereiten und vorzutragen (wir berichteten am 1. Juli).

Nach den Sommerferien haben die Schülerinnen und Schüler von PoWi Plus zusammen mit einem weiteren Powi-Kurs eine Exkursion zum Marburger Lokschuppen unternommen und bekamen dort einen Einblick in die Marburger Gründerszene.

Gunther Schneider (CEO der Schneider GmbH Co. KG und Gründer des Lokschuppens) berichtete in einem schillernden Vortrag darüber, was einen Gründer erfolgreich werden lässt.

 

„Oberste Eigenschaft: Unruhe“

Als oberste Eigenschaft nannte er „Unruhe“. Man sollte von der Frage getrieben sein „Wie kann man das besser machen?“

Eine weitere Folie wurde überschrieben mit dem Thema „Know your shit“. Innovation beginnt laut Schneider mit Wissen, nur dann kann die Marktrelevanz beurteilt und echter Mehrwert geschaffen werden.

Echte Innovation probiert zu verstehen, wo der Kunde in fünf Jahren stehen möchte. Hier präsentierte Schneider ein Zitat von Henry Ford, und es verdeutlichte, was er meinte:

„If I asked people what they wanted, they would have said faster horses.“ (Henry Ford)

Man müsse denken, was noch niemand gedacht habe.

 

„Ideen haben und vor allem durchziehen“

Eine weitere Folie war überschrieben mit „Eine gute Idee reicht nicht, man muss sie durchziehen.“

Auch hier nutzte er zur Verdeutlichung ein einschlägiges Zitat, was die nötige Ausdauer verdeutlicht:

„Do not judge me by my successes, judge me by how many times I fell down and got back up again.“ (Nelson Mandela)

 

„Change before you have to“

Innovationen sind für Gunter Schneider eine Frage der persönlichen Haltung, es ist die konsequente Suche nach Verbesserung. „Change before you have to.“

Zur Idee des Lokschuppen berichtete er, dass es früher ein Knotenpunkt für Züge war. Nun soll es Knotenpunkt für Menschen sein, die innovativ sind und die Welt verbessern wollen.

Auf den Vortrag von Gunter Schneider folgte das Team von Lovedis, sie berichteten von ihrem Konzept, Gründer mit bestehenden Kunden zusammenzubringen.

 

„Suche ein Problem, das wirklich nervt“

Der Nachmittag wurde abgerundet durch die spannenden Ideen von Dirk Rudolf (Gründer von Direktüberweisung).

Seine Gründerideen begannen als schlechter Schüler Ende der 90er, als das Internet wirklich noch Neuland war, mit einer Hausaufgabenplattform für Schüler, die erfolgreich durchstartete. Als dann 2003 Onlineshopping immer beliebter wurde, gründete er eine Firma zur Direktüberweisung, die er später an Klarna verkaufte.  Bis dato hat er noch weitere Firmen gegründet, die er dann aber immer weiterverkaufte, weil ihm neue Ideen zur Gründung weiterer Innovationen einfielen.

Uns gab er folgendes mit auf den Weg:

„Suche ein Problem, das wirklich nervt und finde die Verbesserung!“

Gründung erfordere Fleiß und auch ein bisschen Glück, aber ohne Mut funktioniere nichts.

 

20. September 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/09/IMG_7615.jpeg 960 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-09-20 12:41:172026-09-20 12:43:15PoWi Plus: Einblick in die Marburger Gründerszene mit wertvollen Praxis-Tipps

Tipps vom MAFEX-Team: Wie gestaltet man einen Pitch?

Aktuelles, Berufsorientierung, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Powi-plus-Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 stellten ihre Produktideen kürzlich einem Gremium von MAFEX vor, dem Gründungsservice der Philipps-Universität Marburg. –  So fühlt es sich also an, wenn Gründerinnen, Gründer und Jungunternehmer im Fernsehen ihre Ideen in der „Höhle der Löwen“ präsentieren!

Ein Pitch, so lernten die Steinmühlenschüler, dauert 2 Minuten, wird aus dem Gedächtnis präsentiert und endet mit einem klaren Aufruf, einer klaren Ansage. Die Zeit dazwischen soll gefüllt werden selbstbewussten Aussagen, die ein tolles Produkt und ein kompetentes Team erkennen lassen. Schließlich soll das Vorhaben realistisch umsetzbar sein.

12 Minuten Zeit hatten die Schülergruppen zur Vorbereitung ihres jeweiligen Vortrags vor dem Team rund um die geschäftsführende MAFEX-Direktorin und Professorin Dr. Vivien Procher. Wenngleich die Beiträge sich schon ziemlich professionell anhörten, nahmen die Gruppen von den Experten noch so manchen Tipp entgegen, um ihre Präsentationen weiter zu optimieren.

(Heinm)

 

1. Juli 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/09/IMG_1070-scaled-e1788364697300.jpeg 888 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-07-01 17:07:192026-09-16 09:40:44Tipps vom MAFEX-Team: Wie gestaltet man einen Pitch?

Einblick in die Welt der Buchgestaltung zum Jubiläum von Lesementor

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement

Von wegen „nur ein paar Striche“ oder gar eine Eingabe in den PC: Die Illustration eines Buches, speziell eines Kinderbuches, ist ein komplexes Unterfangen. Seit 20 Jahren verleiht die Illustratorin Nele Palmtag verschiedenen Kinderbüchern die passende Optik. Zum 5jährigen Bestehen des gemeinnützigen Vereins LESEMENTOR erläuterte sie in der Steinmühle, wie das funktioniert.

 

Sie hat es drauf, würde man salopp sagen. Denn die Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 spricht für sich. „Meine Arbeit bedeutet viel Auseinandersetzung mit Texten“ verrät sie. Das Cover eines Kinderbuches entscheide schließlich, ob Leute es in die Hand nehmen. In einem Workshop mit am Nachmittag hatte die Illustratorin einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern die Grundzüge ihrer Arbeit vermittelt.

 

Das Gefühl aus dem Text muss sich wiederfinden

Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel, gleichzeitig Lesementor-Gründungsmitglied, liefert den Teil, mit dem alles harmonieren muss. „Für mich ist entscheidend: Finde ich das Gefühl in der Zeichnung wieder, das ich in den Text investiert habe?“ berichtet der Erfolgsautor.

„Der Stil muss zur Geschichte passen“ beschreibt er weiter den Weg von Text und Zeichnung bis zum fertigen Buch. Ob das so sei, laufe „über den Bauch“: Die Illustration liefert einen roten Faden, nur auf anderer Ebene.

 

Einblick in Arbeitstechniken

Die Harmonie zwischen Nele Palmtags Illustrationen und Andreas Steinhöfels Werken ist bereits dokumentiert, berichtete Björn Gemmer, Steinmühlen-Schulleiter und Moderator des Abends. Sie zeigt sich unter anderem in Steinhöfels Kinderroman „Wenn mein Mond deine Sonne wäre“ und dem Kinderbuch „Durch den Wald“. Im Rahmen der Lesementor-Jubiläumsfeier nahmen die Illustratorin und der Schriftsteller das Publikum mit in die faszinierende Welt der Buchgestaltung. Dabei gab Nele Palmtag einen Einblick in ihre Konzepte und Arbeitstechniken und erläuterte, wie es gelingt, mit Bildern einen Buchtext zu illustrieren und dabei gleichzeitig ein eigenes Werk zu schaffen.

 

„Wir hätten uns gerne abschaffen wollen“

Diese aufschlussreichen Erläuterungen passten prima zu dem Jubiläumsabend, zu dem Lesementor-Vorsitzende Inge Maisch in das Forum der Steinmühle eingeladen hatte. Das Fortbestehen des gemeinnützigen Vereins, der mit 86 Mentorinnen und Mentoren Kinder aus insgesamt 16 Grundschulen im Landkreis beim Lesenlernen betreut, erfüllt sie dennoch mit gemischten Gefühlen: „Wir hätten uns eigentlich gerne abschaffen wollen und hätten gewünscht, dass es keinen Bedarf mehr für uns gibt“. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Jedes vierte Kind am Ende der vierten Klasse kann nicht lesen.

Gemeinsam das Glas zu erheben und mit allen Anwesenden auf das Jubiläum anzustoßen, war daher, wenn auch mit Wermutstropfen, ein freudiger Anlass: „Wir vermitteln vielen Kindern überhaupt erst den Zauber des Lesens“.

(Angela Heinemann)

 

 

25. Juni 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/IMG_0897-scaled-e1785266952455.jpeg 805 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-06-25 21:22:242026-07-28 21:25:26Einblick in die Welt der Buchgestaltung zum Jubiläum von Lesementor

Steinmühlen-Schülerin Marie Grosse gewann den Ersten Marburger SchulSlam 

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Diesmal war es die Bühne statt des Klassenzimmers: Am Mittwochabend, 10. Juni, fand an der Steinmühle der erste Marburger SchulSlam statt. Dreizehn Schülerinnen und Schüler von drei Marburger Gymnasien stellten sich mit selbst geschriebenen Texten dem Publikum – und einem Slam-üblichen Wertungsverfahren: Über den Einzug ins Finale entschied das Publikum mit seinem Applaus.

Hinter der Premiere steht eine Kooperation der Elisabethschule (Ute Trautwein), des Gymnasiums Philippinum (Christian Steiner) und der Steinmühle (Kristina Sokoli und Björn Wagner), die zunächst an jeder Schule einen Schreibworkshop durchgeführt hatten. Die dabei entstandenen Texte fanden ihren Weg dann auf die Bühne.

 

Bestsellerautorin Leah Weigand erklärte, wie Poetry Slam funktioniert

Moderiert wurde der Abend von der Marburger Spoken Word Künstlerin und Bestsellerautorin Leah Weigand, die dem Publikum zunächst erklärte, wie ein Poetry Slam überhaupt funktioniert: nur eigene Texte, maximal 6 Minuten, keine Requisiten – und ca. 130 Personen im Publikum, das am Ende durch „Erklatschen“ des Siegers auch zur Jury wird.

Inhaltlich nahmen die jungen Poetinnen und Poeten kein Blatt vor den Mund. Ihre Texte kreisten um Themen wie Respekt und Gleichberechtigung, um mentale Gesundheit, die großen Fragen und den Sinn des Lebens – Themen, die das überwiegend junge Publikum sichtlich berührten. In der Vorrunde traten insgesamt neun Künstlerinnen, Künstler oder Teams an; in einer Pause konnten die Gäste die im Raum aufgehängten Texte in Ruhe nachlesen und miteinander ins Gespräch kommen.

 

Elisabethschule, Philippinum und Steinmühle im Rennen

Die Elisabethschule war mit Rou AbdAlrahman, dem Duo Nikas Schmidt und Leonie Schultz sowie dem Trio Maria Traute, Jara Jahn und Louis Klöck vertreten. Das Philippinum schickte Mara Dumitru und Louise Malévé ins Rennen. Für die Steinmühle gingen Christabel Okafor, Marie Grosse, Sophia Hach sowie das Duo Ida Kraft und Lennard Kröger an den Start.

Nach den Vorrunden ermittelte das Publikum zuerst drei Finalteilnehmende, die mit einem zweiten Text nochmal alles gaben. Am Ende setzte sich Marie Grosse durch und gewann damit den ersten Marburger SchulSlam.

 

Projekt gefördert durch das HBB

Möglich war der reibungslose Ablauf durch das Technik-Team „Sound&Light“ der Steinmühle. Gefördert wurde das Projekt durch das Büro des Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerks für Begabungsförderung (HIBB), das als Teil des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen für die Förderung von Talenten zuständig ist.

Dass mit diesem ersten SchülerSlam noch nicht Schluss sein darf, lag nach dem Applaus des Abends nahe: Der erste Marburger SchulSlam zeigte, wie viel Mut, Wortgewandtheit und offene Fragen in jungen Menschen stecken – und dass Marburgs Schulen dafür gern gemeinsam eine Bühne bauen.

(Björn Wagner/Kristina Sokoli)

14. Juni 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/DSC00442-scaled-1-scaled.jpg 769 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-06-14 12:10:192026-06-23 17:02:16Steinmühlen-Schülerin Marie Grosse gewann den Ersten Marburger SchulSlam 

Positive menschliche Erfahrungen schoben Ungewohntes in den Hintergrund

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Es war das dritte Mal, dass Schülerinnen und Schüler der Steinmühle die One World Secondary School Kilimanjaro besuchten, ihre Partnerschule in Tansania. Sieben lange Wochen, in denen für vier Zehntklässler Zeit war, auszuloten: Was deckt sich mit den Erzählungen derer, die schon dort waren? Was erfahre ich anders? Und was ist möglicherweise neu?

Mattis, Miklas, Timon und Felix nahmen zum Teil unterschiedliche Eindrücke mit zurück an die Steinmühle.

„Meine Erwartungen waren auf Null“, erinnert sich Miklas, der vom ersten Essen mit Reismehl und Wasser nicht sehr begeistert war, von der Umgebung im weiteren Sinne aber schon. „Das direkte Umfeld war eher gewöhnungsbedürftig“ erinnert er sich an die einfachen Lebensumstände in der Schule. Dafür denkt er gerne zurück an die „sehr schöne Natur“.

 

Ausstrahlung von Zufriedenheit

„Die Menschen dort sind viel zufriedener“ schildert Mattis seine Eindrücke rückwirkend. Die vielen lächelnden Gesichter hat er noch gut in Erinnerung. Auch habe er in Tansania Freunde gefunden. Die limitierte Handy-Nutzung auf eine, maximal zwei Stunden brachte nach seiner Wahrnehmung allgemeine Entspannung.

Auf Timon haben die Matratzen einen bleibenden Eindruck gemacht. Der Begriff stimme aber nicht ganz, denn es habe sich bei dem Untergrund der Schlafunterlage um Dämm-Material gehandelt. „Man gewöhnt sich dran“, berichtet er augenzwinkernd – und so war es wohl mit vielem. Positive Erfahrungen auf menschlicher Ebene ließen fehlenden Komfort und ungewohnte Umstände eher in den Hintergrund treten.

 

Reise in Begleitung 

Die ersten 10 Tage der insgesamt sieben Wochen war Internatspädagogin Julia Ploch zur Begleitung der Jugendlichen in Tansania geblieben. Drei Elftklässler der Steinmühle verweilten sogar die ersten drei Wochen in der gemeinsamen Gruppe. Die übrige Zeit verbrachten die vier Jugendlichen unter sich – jeweils in Gesellschaft der anderen Schüler der One World Secondary School, integriert in deren Tagesablauf mit Unterricht, aber auch mit Sport und Freizeit.

 

Zum Strand und auf Safari

Felix, der Vierte im Bunde, haderte etwas mit der nicht sehr sauberen Millionen-Metropole Daressalam, wurde aber – wie seine Mitschüler auch – mit einer Safari oder durch den Aufenthalt am etwas nördlich gelegenen Strand von Bagamoyo „entschädigt“.

Ob er wieder nach Tansania fliegen würde? Anders als zumindest zwei seiner Mitschüler zögert er da etwas.

Wie dem auch sei: Die Erfahrung, einmal den Unterschied zwischen dem Leben in Mitteleuropa und in Ostafrika kennengelernt zu haben, wird ihm keiner nehmen können.

(Angela Heinemann)

 

13. Mai 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/IMG-20260326-WA0164-scaled.jpg 676 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-05-13 12:44:212026-06-05 12:17:07Positive menschliche Erfahrungen schoben Ungewohntes in den Hintergrund

Von Poetry zum Slam: Ein Schatz, der gehoben werden muss

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Literaturtalente der Steinmühle trafen sich mit der bekannten Autorin und Spoken Word Künstlerin Leah Weigand, um den 1. Marburger Schulslam vorzubereiten. Es ist ein Schatz, der gehoben werden muss: die Fähigkeit, die eigenen Gedanken und Erfahrungen in kunstvolle Worte zu verwandeln und andere damit zu begeistern. Dieses Ziel vereinte die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, die sich am 8. Mai in der Steinmühle mit Leah Weigand trafen, um zu schreiben – und zwar ganz anders, als man es sonst in der Schule meistens muss.

 

„Respect the poet“

In angenehm lockerer und sehr motivierter Atmosphäre bekamen die Teilnehmenden wertvolle Impulse in Form verschiedener kreativer Schreibübungen. Am Ende entstanden kürzere und längere Texte – mal lustig, mal banal, bisweilen philosophisch, nachdenklich und poetisch eindrucksvoll, dabei immer begleitet vom einschlägigen Slam-Motto: „Respect the poet“, fotografisch festgehalten von Björn Wagner.

 

Wie alles begann

Beim Poetry Slam im KFZ im vergangenen Dezember hatte alles angefangen. Die Klasse 11a  hat die Veranstaltung besucht, war von den Künstlerinnen und Künstlern dort sehr angetan und unser Kollege Björn Wagner – in seiner Freizeit auch als Slammer unterwegs – vermittelte den Kontakt zu Leah Weigand, die den Slam im KFZ moderierte, außerdem Bestsellerautorin und selbst gefragte Slammerin ist.

 

Schulübergreifende Kooperation

Der Wunsch, an der Steinmühle nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch künstlerisch-literarische Talente zufördern, wird schon lange gehegt und jetzt ergab sich die Gelegenheit, eine Profi-Frau an unsere Schule zu holen. Doch damit nicht genug. Bei der Frage nach der Finanzierung dieses Projekts beim Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerk für Begabtenförderung (HIBB) entstand die Idee, eine schulübergreifende Kooperation zu gestalten.

 

Höhepunkt des Projekts am 10. Juni

Eine Kollegin aus der Elisabethschule und einen Kollegen des Philippinums konnten wir gewinnen, die ebenfalls einen Poetry-Workshop an ihrer jeweiligen Schule angeboten haben. Der vorläufige Höhepunkt dieses Projekts soll dann am 10. Juni um 19 Uhr stattfinden, wenn Schülerinnen und Schüler aus allen drei Schulen im Forum der Steinmühle in den literarischen Wettbewerb treten und unter der Moderation von Leah Weigand den 1. Marburger Schulslam begehen werden.

Wir freuen uns riesig drauf und sagen: Pflichttermin! Tragt ihn euch ein.

(Kristina Sokoli)

 

11. Mai 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/DSC09406-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-05-11 18:17:212026-06-05 12:17:52Von Poetry zum Slam: Ein Schatz, der gehoben werden muss

Diplomatie hautnah: Planspiel forderte den aktuellen Jahrgang 13 heraus

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Warum lassen sich internationale Konflikte nicht einfach am Verhandlungstisch lösen? Mit dieser Frage beschäftigten sich erneut die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 13 an der Steinmühle. Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren machte die Kooperation mit der Marburger Philipps-Universität in diesem Jahr erneut erfahrbar, wie anspruchsvoll diplomatische Verhandlungen tatsächlich sind. Begleitet wurde die Veranstaltung maßgeblich durch den Konfliktforscher Dr. Stéphane Voell, der die Simulation leitete und die Teilnehmenden durch das anspruchsvolle Planspiel begleitete.

 

Im ersten Schritt informelle Gespräche

Im Verlauf der Veranstaltung schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Delegierten verschiedener fiktiver Staaten. Ausgestattet mit unterschiedlichen Interessen, politischen Zielen und territorialen Ansprüchen nahmen sie zunächst informelle Gespräche auf, bevor sie an einem runden Tisch versuchten, eine gemeinsame Lösung für den Konflikt zu entwickeln. Um der Simulation einen möglichst authentischen und offiziellen Charakter zu verleihen, wurden die Teilnehmenden angehalten, sich während der Verhandlungen konsequent zu siezen. Schnell wurde deutlich, wie schwierig es ist, Kompromisse auszuhandeln, wenn nationale Interessen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und sicherheitspolitische Überlegungen aufeinandertreffen.

 

Im Spannungsfeld gegensätzlicher Interessen

Nicht jede Delegation zeigte sich kompromissbereit. Manche vertraten ihre Positionen mit Nachdruck, andere suchten den Dialog – ein Spannungsfeld, das den Verlauf der Verhandlungen maßgeblich bestimmte. Die Teilnehmenden erfuhren dabei unmittelbar, wie herausfordernd internationale Diplomatie sein kann und weshalb selbst gut gemeinte Lösungsansätze häufig an gegensätzlichen Interessen scheitern.

 

Blick auf reale Konflikte geschärft

In der abschließenden Reflexionsrunde berichteten viele Schülerinnen und Schüler, wie intensiv sie ihre jeweilige Rolle erlebt hatten. Begriffe wie „frustrierend“ oder „kompliziert“ fielen mehrfach, zugleich wurde deutlich, dass gerade diese Erfahrungen den Blick auf reale politische Konflikte geschärft haben. Gemeinsam mit Stéphane Voell wurden die Dynamiken der Verhandlungen analysiert und schließlich das Vorbild der Simulation aufgelöst: Das entwickelte Szenario orientierte sich in seinen Grundzügen am Transnistrien-Konflikt zwischen der Republik Moldau und der selbsternannten Transnistrischen Republik unter Beteiligung Russlands.

 

Kooperation mit Uni wird erlebbar

Für Bernd Hülsbeck, Fachlehrer sowie Leiter des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfelds der Fachschaft Politik und Wirtschaft, ist die Veranstaltung ein gelungenes Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität. Die langjährige Kooperation mit der Marburger Philipps-Universität werde dadurch für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erlebbar. Gleichzeitig ergänze das Planspiel den Unterricht der Jahrgangsstufe 13, in dem derzeit Internationale Beziehungen behandelt werden, um eine praxisnahe Perspektive.

 

Vielfältige Berufsperspektiven

Der Studiengang Friedens- und Konfliktforschung der Marburger Universität eröffnet Absolventinnen und Absolventen vielfältige Berufsperspektiven – unter anderem in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder in der wissenschaftlichen Analyse und Bearbeitung internationaler Konflikte. Die erneute Durchführung der Simulation zeigte eindrucksvoll, wie komplex Friedensprozesse sind und wie wichtig Dialog, Verhandlungsgeschick und gegenseitiges Verständnis für tragfähige Lösungen bleiben.

(Angela Heinemann)

 

 

28. Februar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/IMG_0677-scaled-e1783481626299.jpeg 843 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-02-28 05:43:052026-07-08 05:45:48Diplomatie hautnah: Planspiel forderte den aktuellen Jahrgang 13 heraus

Gesellschaftliche Rollenbilder und Aspekte toxischer Männlichkeit

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Wann ist ein Mann ein Mann? Das fragte Herbert Grönemeyer schon im Jahre 1984 in seinem Song „Männer“. Von seiner Aktualität hat das Thema nichts eingebüßt. An einem Wochenende fand jetzt im Internat Steinmühle ein Workshop zum Thema „Männlichkeit & Rollenbilder“ statt, durchgeführt von zwei externen Referenten von ProFamilia.

Insgesamt wurde das Angebot von den jungen Männern sehr positiv aufgenommen, berichtet Hausleiter Marlon Welsch. Die meisten haben sich offen und engagiert auf die Inhalte und Diskussionen eingelassen. Im Workshop setzten sie sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern, mit Aspekten toxischer Männlichkeit sowie mit ihren eigenen Vorstellungen von Beziehungen und deren Gestaltung auseinander.

Was macht einen Mann aus?

Besonders wertvoll war der Austausch darüber, was für sie persönlich „einen Mann ausmacht“. Viele Teilnehmende konnten für ihren Alltag konkrete Impulse und Denkanstöße mitnehmen – insbesondere im Hinblick auf Selbstreflexion, den Umgang miteinander und den Aufbau respektvoller Beziehungen.

 

Der Workshop bot einen geschützten Rahmen für ehrliche Gespräche und wurde insgesamt als bereichernd erlebt.

 

(Heinm/Foto: KI)

 

26. Februar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/03/Maenner_DeeVidAI-scaled-e1772525975595-scaled.jpg 769 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-02-26 09:31:492026-06-05 12:43:39Gesellschaftliche Rollenbilder und Aspekte toxischer Männlichkeit

Für eigene Grenzen einstehen: Kurs für Selbstbehauptung am Internat Steinmühle 

Aktuelles, Leben im Internat, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Wie nehme ich eigene Grenzen wahr? Wie stehe ich für diese ein? Diese und andere Themen wie Selbstbehauptung und Selbstverteidigung waren Gegenstand eines Workshops für junge Frauen am Internat Steinmühle. In diesen Fragen bietet der veranstaltende Verein Wendo Marburg aktiv Ermutigung und Unterstützung für Teilnehmerinnen ab 16 Jahren.

An dem zweitägigen Kurs nahmen 10 junge Frauen teil. Sie konnten sie anhand diverser Übungen ausprobieren, eigene Grenzen wahrzunehmen und diese auch nach außen zu vertreten.

 

Bewältigung von Alltagssituationen

Die Übungen beschäftigten sich zum Beispiel mit dem eigenen Auftreten, sowohl verbal wie der Zweisatzmethode als auch nonverbal, als auch mit Alltagssituationen, deren Bewältigung durch Wiederholung verinnerlicht werden konnte. In einem geschützten Rahmen wurde ein Raum zum Austausch geschaffen. Gleichzeitig ging es um Selbstbehauptung und auch Selbstverteidigung. In Zweierteams und in kleinen Gruppen konnten die jungen Frauen verschiedene Strategien ausprobieren und eintrainieren.

 

Gegenseitige Unterstützung 

Hausleiterin Anne Gebhardt: „Besonders schön zu beobachten war, dass die jungen Frauen auch in den Tagen nach dem Workshop noch ins Gespräch kamen und in der Gruppe zum Beispiel Apps weiterempfohlen haben, um sich über den Kurs hinaus gegenseitig zu unterstützen.“

(Heinm/Foto: KI)

20. Februar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/03/Frauen_DeeVidAI-1030x575-1.jpg 575 1030 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2026-02-20 09:16:022026-03-06 09:16:56Für eigene Grenzen einstehen: Kurs für Selbstbehauptung am Internat Steinmühle 
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