Gesellschaftliche Verantwortung

PoWi plus

Politik erleben. Mitgestalten.

Unter diesem Motto bietet die Steinmühle mit powiPlus ein neues Projektformat für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10, die Politik und Wirtschaft über den Unterricht hinaus praktisch erleben und vertiefen möchten.

Das Angebot richtet sich an engagierte Lernende, die sich intensiver mit politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen auseinandersetzen und aktuelle Entwicklungen besser verstehen wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Entscheidungen entstehen und welche Auswirkungen sie auf unser Leben haben.

In powiPlus arbeiten die Schülerinnen und Schüler projektorientiert zu aktuellen politischen Kontroversen, diskutieren unterschiedliche Perspektiven und setzen sich mit zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander. Exkursionen zu politischen Institutionen, Gespräche mit Expertinnen und Experten sowie Planspiele ermöglichen dabei einen direkten Einblick in politische Entscheidungsprozesse.

Auch wirtschaftliche Zusammenhänge werden praxisnah erschlossen. Die Schülerinnen und Schüler lernen wirtschaftliche Prozesse von der regionalen Gründerszene bis hin zu international agierenden Unternehmen kennen und beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen wirtschaftlichen Handelns. Dabei geht es auch darum, ein Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Finanzmärkte zu entwickeln.

Ein wichtiger Bestandteil von powiPlus sind außerdem Veranstaltungen und Diskussionsformate zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die von den Schülerinnen und Schülern mit vorbereitet und gestaltet werden. Dadurch entstehen Räume für Austausch, Argumentation und reflektierte Meinungsbildung.

powiPlus verbindet fachliche Vertiefung mit praktischen Erfahrungen und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Politik und Wirtschaft aus erster Hand kennenzulernen, eigene Interessen einzubringen, aktiv mitzudenken und mitzugestalten.

Sozialpraktikum

Schülerinnen und Schüler der achten Klassen behandeln im Rahmen des Unterrichts im Fach Politik und Wirtschaft das Thema „Demokratie in der Gemeinde“, wobei besonders auf die Möglichkeiten sozialen Engagements eingegangen wird.

Um dieses Thema nicht nur theoretisch zu bearbeiten, hospitieren die Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang in einer frei wählbaren sozialen Einrichtung. Dazu gehören beispielsweise Altenheime oder sonstige Betreuungs- und Pflegedienste für ältere Menschen, Einrichtungen für körperlich oder geistig behinderte Menschen, integrative Kindergärten und Schulen, Sozialdienste der Kirchen oder andere Einrichtungen, in denen gemeinnützige Arbeit verrichtet wird.

Wahlunterricht (WU) Soziale Verantwortung

Zivilgesellschaftliches Engagement als Schulkultur: Wir schauen über den Tellerrand und interessieren uns dafür, was außerhalb unseres Schulcampus stattfindet. Schule ist für uns mehr als nur der Ort, an dem wir für Klausuren büffeln. Wir verstehen uns als Teil einer Zivilgesellschaft, die nur funktioniert, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.

In einer zunehmend digitalen Welt und den Risiken der sozialen Distanzierung und Polarisierung wollen wir bewusst Gegenakzente setzen. Es geht uns darum, Empathie und soziale Sensibilität nicht nur als Theorie im Unterricht zu behandeln, sondern als echte Schlüsselkompetenz zu festigen.

Wer lernt, sich für andere einzusetzen, stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch die eigene Persönlichkeit. Dieser Einsatz kann im sozialen Bereich, in Vereinen und Institutionen oder „direkt am Menschen“ verwirklicht werden.

Das Compassion-Projekt

Was ist „Compassion“?
Der Begriff steht für „Mitleidenschaft“ oder schlicht: Mitgefühl in Aktion. Das Compassion-Projekt ist ein Konzept des sozialen Lernens, bei dem es nicht um bloßes Zuschauen, sondern um die unmittelbare Begegnung mit Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen geht. Ziel ist die „Herzensbildung“ – also die Erfahrung, durch solidarisches Handeln und echte Präsenz einen Unterschied zu machen.

Wir arbeiten aktuell intensiv daran, das Compassion-Modell fest in unserem Schulalltag zu verankern, um unser Profil als Ort gelebter Verantwortung zu schärfen. Dabei prüfen wir verschiedene Wege, um Theorie und Praxis sinnvoll zu verknüpfen.

Wir planen Kooperationen mit sozialen Einrichtungen in Marburg undder – dazu gehören beispielsweise die Tafel, Hospize, die Lahnwerkstätten oder die Blista.

Ob das Projekt als kompaktes, mehrwöchiges Praktikum (etwa in Jahrgang 10 oder 11) stattfindet oder durch ein regelmäßiges Engagement im Wahlbereich ergänzt wird, befindet sich derzeit noch in der Abstimmung.

Erst durch Reflexion wird aus einem diffusen Erlebnis eine echte Erfahrung. Begleitende Gespräche und die kreative Aufarbeitung – etwa durch Podcasts oder Präsentationen – sollen daher fester Bestandteil des Konzepts werden.

Wir prüfen zudem, wie sich dieses Engagement mit bestehenden Programmen wie dem Duke of Edinburgh’s Award verknüpfen lässt, um den Einsatz der Schüler auch offiziell zu würdigen.
Unser Ziel ist es, nach der aktuellen Konzeptionsphase voraussichtlich 2027 mit den ersten Bausteinen für das Compassion-Projekt an den Start zu gehen.

International Award

Der Duke of Edinburgh’s International Award ist ein neues Angebot im Wahlunterricht (WU) der Steinmühle für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Das Programm wird in über 130 Ländern angeboten und wurde entwickelt, um Jugendliche zu ermutigen, neue Fähigkeiten zu erlernen, sich sozial zu engagieren, um physische Fitness zu fördern und um Abenteuer zu erleben. Es mündet nach erfolgreicher Teilnahme am Schuljahresende in die Überreichung des Duke of Edinburgh’s Award, der aus einer Brosche und einem Zertifikat besteht und international anerkannt ist.

Das Programm besteht aus vier Hauptbereichen: Engagement, Talente, Fitness und Expedition. Durch die Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten innerhalb dieser Bereiche können die Teilnehmer Bronze-, Silber- und Gold-Auszeichnungen erlangen, die jeweils unterschiedliche Anforderungen haben und eine zunehmende Herausforderung darstellen.

Wie fühlt es sich an, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein? An der Steinmühle haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, genau das zu testen!

Junge Menschen aus dem Internat organisieren die Abläufe im Café Mühle neben den Tennisplätzen und werden auf diese Weise an betriebswirtschaftliche Abläufe herangeführt. Aus der Stone-Honey-Imkerei auf unserem Campus kommt leckerer Honig, dessen Entstehung von Beginn an von Schülerinnen und Schülern mitbegleitet wird, bis hin zum Verkauf.

Economic Competence Pass (ECP)

Dieses Angebot zum Erwerb eines international anerkannten Zertifikats richtet sich im Rahmen des Wahlunterrichts (WU) der Jahrgangsstufe 11 an alle Schülerinnen und Schüler, die an Bildung im Bereich Wirtschaft besonders interessiert sind.

In drei Modulen werden wirtschaftliche Begriffe und Grundlagen vertiefend betrachtet. Dies sind in Modul A wirtschaftliche Grundkenntnisse (Wirtschaftskreislauf, Geld, BIP etc.). Modul B thematisiert volkswirtschaftliche Grundlagen (Konjunktur, soziale Marktwirtschaft, Binnenmarkt etc.). Modul C beschäftigt sich mit betriebswirtschaftlichen Grundbegriffen (Marketing, Unternehmensstruktur, Management etc.).

Die Erarbeitung erfolgt selbstständig über ein Online – Portal und wird in drei Kolloquien vertieft. Am Ende des Schuljahrs legen die Schüler eine zertifizierte Prüfung ab und erhalten einen standardisierten Kompetenznachweis.

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