Sie wurde in eine ReiterInnen- und Züchterfamilie hinein geboren: Bruder Claus Schridde, selbst früher erfolgreicher Turnierreiter, Hengsthalter, züchtet begeistert Pferde und ist einer der bekanntesten Hippo-Journalisten Deutschlands. Schwester Almut Baule war ebenfalls im Springsattel erfolgreich und ihr Sohn, Beates Neffe Niclas, hat das Reiten zum Beruf gemacht. Er absolvierte seine Ausbildung im Stall von Paul Schockemöhle und betreibt auf der familieneigenen Anlage in Rehren einen Springstall. Mit gerade mal 18 Jahren hatte er bereits die Voraussetzungen für das Deutsche Reitabzeichen in Gold erfüllt.
Wer ganz genau weiß, was ein gutes Pferd bieten und können muss, und wer aus eigener Erfahrung weiß, wie der Part eines Reiters dabei auszusehen hat, der ist als Reitlehrer und Trainer gefragt. Auch die international erfolgreiche Reiterin Nicola Pohl, beheimatet in der Reitsportanlage Dagobertshausen, hat bei Beate Schridde in der Steinmühle Reiten gelernt. Schridde begleitete den reitsportlichen Werdegang von Nicola Pohl vom einfachen Reiterwettbewerb bis hin zu Hessenmeisterschaften und den deutschen Juniorenmeisterschaften.
Dass hinter all diesen Aktivitäten vor einem geregelten Arbeitstag die Leidenschaft rangiert, das ahnt man schon fast. Spaß am Tun relativiert den zeitlichen und körperlichen Einsatz der engagierten Pferdefrau, die das Rangieren mit Pferdetransportern und Anhängern so beherrscht, als seien es Schubkarren. „Muss auch sein,“ kommentiert sie beiläufig, „ist ja schließlich wertvolle Fracht drin.“
Stimmt. Denn nicht nur vierbeinige Turniersieger, sondern auch so manchen wiehernden Preisträger von Pferdeleistungspüfungen hat Beate Schridde schon chauffiert. „Sportgerät Lebewesen“ – mit eigenem Charakter und verschiedenen Voraussetzungen. „Das macht,“ so die leidenschaftliche Reiterin, „zu anderen Sportarten den Unterschied.“