Unser Campus – Ökologie & Nachhaltigkeit

Umweltschule mit BNE-Schwerpunkt

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist heute ein international anerkanntes Bildungsziel und fest im Education-2030-Rahmen der UNESCO verankert. Im Zentrum steht dabei das Nachhaltigkeitsziel SDG 4.7: Alle Lernenden sollen die Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen erwerben, die sie befähigen, verantwortungsvoll zu handeln und eine nachhaltige Zukunft aktiv mitzugestalten.

BNE bedeutet deshalb weit mehr als Umweltbildung allein. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, kritisch zu denken, Probleme zu lösen, Verantwortung zu übernehmen, demokratisch zu handeln und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere Menschen, Regionen und zukünftige Generationen zu verstehen.

Für die Herausforderungen der Zukunft stärken

Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, globale Gerechtigkeit, soziale Verantwortung, Gesundheit, wirtschaftliches Denken und gesellschaftliche Teilhabe gehören dabei ebenso dazu wie selbstständiges Lernen, Kooperation und Zukunftsorientierung. Ziel ist eine Schule, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern junge Menschen dazu befähigt, die Herausforderungen der Zukunft aktiv, reflektiert und verantwortungsvoll mitzugestalten.

An Schule & Internat Steinmühle ist Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits heute in vielen Bereichen des Schullebens sichtbar. Nachhaltigkeit zeigt sich unter anderem in der Nutzung regenerativer Energiequellen wie dem eigenen Wasserkraftwerk, dem Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen sowie in der Vision einer klimaneutralen Schule. Auch beim Bauen setzt die Steinmühle bewusst auf Holz, ökologische Baustoffe und regionale Unternehmen. Naturnahe Retentionsflächen, der Beitrag zum Projekt „Living Lahn“ sowie die neue Fischtreppe als Beitrag zum Gewässerschutz verdeutlichen zudem die enge Verbindung von Lernen, Natur und Verantwortung auf dem Campus.

Wasserkraft

Bei Gründung der direkt an der Lahn liegenden Steinmühle im Jahr 1949 waren die Wasserrechte miterworben worden. Ohne Nutzung verfallen sie – das erzeugte immer wieder Handlungsbedarf bei der Mitgründerfamilie Buurman.

Was tun?
Die Option, das Mühlrad zu elektrisieren, wurde alsbald verworfen.
1982 wurde entschieden, ein Wasserkraftwerk zu bauen. Ein Wunsch von Lehrer und Mitgründer Gerhard Buurman, der die Vision einer autarken und umweltverträglichen Stromversorgung hatte.
Zwei Turbinen von 70 und 110 Kilowatt erzeugen heute pro Stunde durchschnittlich 145 Kilowattstunden Strom. Die kleine Turbine läuft seit 44 Jahren und wird nur bei genügend Wasser von der großen durch Zuschaltung unterstützt.

Das Strom-Jahressoll an der Steinmühle wird problemlos hereingeholt. 2024 betrug die Jahresgesamtleistung 675.000 Kilowattstunden – bei einem Jahresbedarf der Steinmühle von 350.000 Kilowattstunden. In Spitzenzeiten werden mit Wasserkraft 160 bis 170 Kilowattstunden Strom pro Stunde produziert.

Soweit – so gut. Mangels Speichermöglichkeiten fließt der Strom, der zeitgleich nicht verbraucht werden kann, ins öffentliche Netz. Derzeit sind dies 145.000 Kilowattstunden – für eine Einspeise-Vergütung von 6,9 Cent pro Kilowattstunde.

Da für den Küchenbetrieb in der Vormittagszeit der Bedarf deutlich höher ist als der in dem Moment aus laufendem Betrieb bereitgestellte Strom, muss die Steinmühle unter dem Strich trotz Überhangs in der Summe Strom zukaufen. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung verbleibt eine Kostenlast – zudem allerdings die Gewißheit und das gute Gefühl, in den vergangenen Jahren Strom und CO2 gespart zu haben.

Dennoch: Aus finanziellen Gründen, die nicht unerheblich sind, strebt die Steinmühle an, sich für die Zukunft ein Akku-Speichersystem zuzulegen.
Derzeit werden dazu Möglichkeiten geprüft und Angebote hereingeholt.

Wasserkraft

Bei Gründung der direkt an der Lahn liegenden Steinmühle im Jahr 1949 waren die Wasserrechte miterworben worden. Ohne Nutzung verfallen sie – das erzeugte immer wieder Handlungsbedarf bei der Mitgründerfamilie Buurman.

Was tun?
Die Option, das Mühlrad zu elektrisieren, wurde alsbald verworfen.
1982 wurde entschieden, ein Wasserkraftwerk zu bauen. Ein Wunsch von Lehrer und Mitgründer Gerhard Buurman, der die Vision einer autarken und umweltverträglichen Stromversorgung hatte.
Zwei Turbinen von 70 und 110 Kilowatt erzeugen heute pro Stunde durchschnittlich 145 Kilowattstunden Strom. Die kleine Turbine läuft seit 44 Jahren und wird nur bei genügend Wasser von der großen durch Zuschaltung unterstützt.

Das Strom-Jahressoll an der Steinmühle wird problemlos hereingeholt. 2024 betrug die Jahresgesamtleistung 675.000 Kilowattstunden – bei einem Jahresbedarf der Steinmühle von 350.000 Kilowattstunden. In Spitzenzeiten werden mit Wasserkraft 160 bis 170 Kilowattstunden Strom pro Stunde produziert.

Soweit – so gut. Mangels Speichermöglichkeiten fließt der Strom, der zeitgleich nicht verbraucht werden kann, ins öffentliche Netz. Derzeit sind dies 145.000 Kilowattstunden – für eine Einspeise-Vergütung von 6,9 Cent pro Kilowattstunde.

Da für den Küchenbetrieb in der Vormittagszeit der Bedarf deutlich höher ist als der in dem Moment aus laufendem Betrieb bereitgestellte Strom, muss die Steinmühle unter dem Strich trotz Überhangs in der Summe Strom zukaufen. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung verbleibt eine Kostenlast – zudem allerdings die Gewißheit und das gute Gefühl, in den vergangenen Jahren Strom und CO2 gespart zu haben.

Dennoch: Aus finanziellen Gründen, die nicht unerheblich sind, strebt die Steinmühle an, sich für die Zukunft ein Akku-Speichersystem zuzulegen.
Derzeit werden dazu Möglichkeiten geprüft und Angebote hereingeholt.

Photovoltaik

Ein weiteres Thema im Rahmen der Versorgung mit erneuerbaren Energien treibt die Steinmühle schon seit längerem um: Dächer eigener Gebäude wurden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die letzte Aufrüstung erfolgte im Sommer 2019.

Der Schulverein als Trägerverein der Steinmühle stellt die Dächer des Schulforums und des Gebäudes „Atrium“ dem Verein Sonneninitiative zur Verfügung. Dieser gibt sie an interessierte Bürgerinnen und Bürger weiter, die dort umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugen wollen.

Der in Marburg ansässige Verein Sonneninitiative e.V. organisiert das Projekt und übernimmt die Abrechnung. Er betreibt zahlreiche Bürgersonnenkraftwerke.

Photovoltaik

Ein weiteres Thema im Rahmen der Versorgung mit erneuerbaren Energien treibt die Steinmühle schon seit längerem um: Dächer eigener Gebäude wurden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die letzte Aufrüstung erfolgte im Sommer 2019.

Der Schulverein als Trägerverein der Steinmühle stellt die Dächer des Schulforums und des Gebäudes „Atrium“ dem Verein Sonneninitiative zur Verfügung. Dieser gibt sie an interessierte Bürgerinnen und Bürger weiter, die dort umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugen wollen.

Der in Marburg ansässige Verein Sonneninitiative e.V. organisiert das Projekt und übernimmt die Abrechnung. Er betreibt zahlreiche Bürgersonnenkraftwerke.

Unsere Küche: bio – regional – fair

In Küche und Bistro der Steinmühle dreht sich was: Sechs Lieferanten bringen in 446 Lieferungen jährlich 109.000 Kilogramm Lebensmittel auf den Campus. Versorgt werden damit rund 900 Schülerinnen und Schüler, davon 100 junge Menschen im Internat. Aber auch das weit über 100köpfige Lehrkräfte-Team, das Team der Internatspädagoginnen und Internatspädagogen, die Verwaltung, die Hauswirtschaft und alle, die zum Wohle von Schule & Internat Steinmühle tätig sind, essen auf dem Campus. Eine große Aufgabe für Küchenchef Sebastian Riehl und sein Team!

Eine große Aufgabe nicht nur hinsichtlich der Menge. Denn wie an jeder anderen Stelle in Schule und Internat achten wir auf Qualität. Die Inhaltsstoffe der Rohstoffe, die Speisen und Getränke stammen soweit möglich aus biologischem und regionalem Anbau. Das Fairtrade-Siegel signalisiert, dass uns fairer Handel wichtig ist.

Pasta, Reis, Linsen, Couscous, Bulgur, Kaffee: Sie alle haben Bio-Qualität.
Käse, Milch, Joghurt und Quark stammen vom Hofgut Friedelhausen, das nach Demeter-Standard arbeitet.
Fisch, der auf Steinmühlen-Tellern landet, hat seinen Ursprung in MSC-zertifizierter Fischerei.
Die Eier kommen von nebenan, aus dem Hühnermobil der Familie Brusius in Cappel.

Übrigens:

Für unser Küchenteam ist sparsamer Einsatz von Salz und Zucker selbstverständlich.

Die Reinigung unserer Küche erfolgt mit ökologischen Reinigungsmitteln mit EU-Ecolabel.

Der Speiseplan ist ausgewogen und beinhaltet einen vegetarischen Tag, den „Meatfree Monday“. Einmal in der Woche befindet sich Fisch im Angebot.