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Highlight im Trainingslager: Gemeinsam im Kino mit „Adams Acht“

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Rudern, Sport & Gesundheit, Talentförderung

Ein sehenswerter Film für jeden Ruderer, gemeinsam geschaut von den Aktiven der Steinmühle im Trainingslager Mannheim-Sandhofen zusammen mit dem Ruder-Team aus Offenbach. „Die beiden Trainingsgruppen sind nicht zum ersten Mal parallel hier. Man kann von einer Symbiose sprechen, schon fast von einer strategischen Partnerschaft“, berichtet Steinmühlen-Cheftrainer „Stromi“.

Bei fast optimalen Wetterbedingungen verbringen die insgesamt 33 Sportlerinnen und Sportler eine gute Zeit in dem Trainingszentrum – auf sportlicher und sozial-kameradschaftlicher Ebene, mit viel Engagement verpflegt vom Küchenteam Jola und Lina Strohmenger. Da kam das Abendprogramm mit dem nach einer wahren Geschichte gedrehten Kinofilm ‚Adams Acht‘ als weiteres Highlight hinzu. Mehr zum Film beim Deutschen Ruderverband: https://www.rudern.de/news/adams-acht-begeistert-das-kinopublikum-jetzt-heisst-es-dranbleiben.

Wir wünschen unseren Aktiven noch eine gute und erfolgreiche Zeit!

(Heinm)

 

 

7. Oktober 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/10/e70b2e96-8d05-4045-82e0-9c3906067608-scaled-e1791365775469.jpg 1373 1284 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-10-07 11:57:382026-10-07 12:03:13Highlight im Trainingslager: Gemeinsam im Kino mit „Adams Acht“

Pararudern der Steinmühle im Fokus des Hessischen Rundfunks

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Rudern, Sport & Gesundheit, Talentförderung

Zum Bericht aus der Hessenschau vom 14.9.2026:

Pararudern der Steinmühle im Fokus des Hessischen Rundfunks

(c) hr Fernsehen

Ein Termin, der uns stolz macht: Der Hessische Rundfunk hatte sich bei unseren Para-Ruderern angekündigt. Das Ziel: „Para-Sport miterleben und darüber berichten“ erläutert Redakteurin Sarah-Lisa Angress und freut sich auf das Stelldichein mit unseren Para-Ruderern.

Der blaue Pkw mit der weißen Beschriftung hrfernsehen bewegt sich vom Steinmühlen-Campus auf das Bootshaus zu. Dort trainieren Lennard Koch und Freya Dorndorf. Erst vor zwei Jahren ist der 19jährige Lennard komplett erblindet.

Ein Einschnitt.

Aber Lennard arrangiert sich mit seinem Schicksal. Sein Handicap verwandelt der junge Mann in pure Energie.


Orientierung und Sicherheit

Sechsmal die Woche trifft er sich mit Freya Dorndorf zum Training. Sie ist sehend, hochkonzentriert und orientiert. Was er nicht leisten kann, leistet sie.

Die Neuntklässlerin hat sich in einem halben Jahr all das angeeignet, was es braucht, Orientierung und Sicherheit zu geben.

Das sprichwörtliche „blinde Vertrauen“ muss genau hier entstanden sein.


Klare Kommandos

Zusammen mit Hochleistungstrainer Martin Strohmenger steigt das Kamerateam ins elektrische Beiboot. Aus der Nähe wird gefilmt, worauf es ankommt. Rechtzeitige Hinweise und klare Kommandos, ohne Raum für Interpretation. Jeder weiß, woran er ist. Vorneweg Lennard.

Es geht vom Bootshaus Steinmühle die Lahn hinauf und wieder herunter. Der Hessische Rundfunk filmt ein eingespieltes Team, bei dem jeder Griff sitzt. Der Mitschnitt spiegelt die Klarheit der Kommandos und gibt eine Ahnung dessen, wie der Ruderalltag von Lennard und Freya wohl ablaufen mag.


Infrastruktur und Kooperationen

Leistungstrainer Martin Strohmenger, nur unter „Stromi“ bekannt, blickt heute auf einen harmonischen Nachmittag zurück. Der Film mit Lennard, dem Deutschen Meister im Ergometer-Rudern 2024, und Freya, der besonnenen Steinmühlen-Schülerin, zeigt authentisch, wie sich beide für den Sport ins Zeug legen. Es zeigt aber auch die Wichtigkeit einer Infrastruktur wie an der Steinmühle, die für den Para-Sport geeignet ist, sowie die Erfolge von Kooperationen wie mit der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg, wenn sie mit Leben gefüllt sind.

Die Steinmühle als Landesleistungszentrum Pararudern des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (HBRS) genießt unter den Ruderern und in der gesamten Sportwelt eine besondere Aufmerksamkeit. Sie lädt daher Rudererinnen und Ruderer mit körperlichem Handicap gerne zur Kontaktaufnahme ein.

Übrigens: Man kann – aber muss nicht – gleich Deutscher Ergo-Meister werden.

(Angela Heinemann)

2. Oktober 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/10/IMG_7398-scaled-e1791132282562.jpeg 904 1125 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-10-02 14:40:212026-10-06 23:05:52Pararudern der Steinmühle im Fokus des Hessischen Rundfunks

Aggressiv im Spiel, als Mensch geerdet: Von der Steinmühle zur TSG Hoffenheim

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Sport & Gesundheit, Talentförderung

Das runde Leder hatte es Marlene Wagner schon als Dreijährige angetan: Wenn ihr großer Bruder Moritz zum Fußballtraining ging, wollte sie mit! Wie weit diese Leidenschaft und die Fußballspiele im Garten mit ihren Brüdern Moritz, Konrad und Wilhelm sie bringen, das ahnte damals noch niemand. Heute sind sie ein unschlagbares Team. Vier Steinmühlenschüler unter sich.

 

Als Mädchen in der Jungenmannschaft

Damals wurde sie voll ins Fußballteam integriert – als Mädchen! Das lag auch an ihren Trainern, unter anderem Marco Preis und Arthur Keck. Marlene hatte viel Spaß mit ihren Jungs, die sie fast alle aus dem Kindergarten kannte. Heute spielt die talentierte Steinmühlenschülerin bei den U17-Juniorinnen der TSG Hoffenheim. Ihre Ziele: Bundesliga und Nationalmannschaft.

 

Marlene Wagner schafft Sprung in die Hessenauswahl

Tatsächlich! Wir googeln und finden Marlenes Konterfei unter „Abwehr“ auf der Website der Blau-Weißen. Welch ein fantastischer Weg, der da hinter und noch vor ihr liegt! Der ehemalige Trainer Lothar Potthoff kann stolz sein. Er gehörte zum Erwachsenen-Trainerstab bei der Mädchenfußball-Spielgemeinschaft (MSG) Marburg-Weimar, wo alles Fahrt aufnahm. Zusammen mit Jan Arnold, Julia Günsch und Sascha Meusel begleitete und förderte er die Schritte der jungen Athletin auf dem grünen Rasen. Über die Regionalauswahl schaffte sie den Sprung in die Hessenauswahl.

 

Perspektivlehrgang der U-16

In der C-Jugend wechselte Marlene zu den Jungs von Blau-Gelb Marburg. Im Winter absolvierte Marlene einen Perspektivlehrgang der U-16 Nationalmannschaft.

Schon im vergangenen Oktober war die TSG Hoffenheim nach der Süddeutschen Meisterschaft auf die junge Fußballerin zugekommen. Sollten am Ende hier alle Daumen nach oben zeigen? Dann hieße es: Koffer packen und umziehen!

 

Wohnungswechsel, Schulwechsel 

So kam es auch. Doch wenn Träume wahr werden, gibt es Organisatorisches zu lösen, stellte die junge Spielerin schnell fest: Wohnungswechsel in eine WG nach Hoffenheim und Schulwechsel. Etwas Zittern war angesagt. Würde alles auch klappen? Am Ende zeigte die Ampel auf Grün. Alles in trockenen Tüchern.

Die Steinmühle ließ Marlene ziehen. Das Gute: Es geht zunächst nur um ein Jahr! Die talentierte Fußballerin absolvierte Ende Juni den Medizincheck und machte am 1. Juli den weiteren Schritt auf ihrer Karriereleiter. Unterstützt durch Individual- und Krafttraining kann Marlene in Hoffenheim viel lernen, weitere Kräfte freisetzen und ihre Ziele verfolgen. Der Fokus: Gut ankommen und viele Spiele mit dem neuen Team. Das nächste Ziel: die U20 der TSG Hoffenheim, die derzeit in der 2. Frauenbundesliga spielt.

 

„Hohe Leistungsbereitschaft“

Lothar Potthoff, der auch die Steinmühlen-Fußballerinnen trainiert, schaut mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Weiterreise seiner Innenverteidigerin. „Wir verlieren eine gute Spielerin, aber wir sind wahnsinnig stolz“. Er lobt Marlenes hohe Leistungsbereitschaft, ihren ausgeprägten Willen und ihre mentale und körperliche Belastbarkeit. „Man spürt die starke Unterstützung aus dem Elternhaus“.

Die gute Fußballschule, durch die Marlene gegangen ist, hat ihr Übriges getan: „Das Team von BG Marburg und dessen Trainer Pascal Rohpeter hatten mich mega toll aufgenommen“. Dort trainierte sie drei Mal pro Woche und spielte mit den Jungs in der Gruppenliga, in der letzten Saison in der Verbandsliga Nord. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Marlene selbst. Kurios und sehr besonders auch das Familienduell mit ihrem Bruder Konrad, der bei der TSG Wieseck spielt.

 

„Ein Glücksfall für mich“

Dass sie derzeit bei Hoffenheim lernen kann, einem Verein, dessen Erste Frauenmannschaft in der 1. Bundesliga spielt, sieht Marlene als einen Glücksfall an. „Wenn ich diesen Weg gehen kann, bis in die Nationalmannschaft, dann habe ich mein größtes Ziel erreicht.“

Die junge Frau, die Bayern-Fan ist und Joshua Kimmich sehr schätzt, gilt als „aggressiv im Spiel, aber als Mensch geerdet“. Beste Voraussetzungen, würde man sagen – auch dank ihres bisherigen Steinmühlen-Klassenlehrers Dr. Bernd Schweitzer, eines absoluten Fußball-Fans mit Herz für Marlenes Leidenschaft. Schließlich verstehen sie sich gegenseitig, denn sein Fach ist Mathe. Und das ist, neben Sport natürlich, Marlenes Lieblingsfach.

(Angela Heinemann)

 

 

10. September 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/09/image02.jpeg 742 1170 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-09-10 18:21:082026-09-10 18:21:08Aggressiv im Spiel, als Mensch geerdet: Von der Steinmühle zur TSG Hoffenheim

Top-Talent Nik Tadjiky erforscht im Team die Medizin von morgen

Aktuelles, Jugend forscht, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Im 41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) vom 17. bis 21. August haben 16 hessische Oberstufenschülerinnen und -schüler aus 16 Schulen mit Bestnoten in den MINT-Fächern eine Woche lang an der Philipps-Universität Marburg zu aktuellen Fragen der Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung geforscht. Ihre Ergebnisse präsentierten die Hochleister in der altehrwürdigen Aula der Philipps-Universität Marburg vor 170 Gästen, darunter auch der Hessische Kultusminister Armin Schwarz. Im Forscherteam mit dabei: Nik Tadjiky von der Steinmühle – Schule & Internat in Marburg. Das Erfinderlabor war zugleich Festveranstaltung im Rahmen von „80 Jahre Hessen“.

 

Wenn Viren helfen und sterbende Zellen schützen: 

Können Viren im Kampf gegen gefährliche Bakterien helfen? Wie lassen sich Tumorzellen gezielt angreifen? Lassen sich Wirkstoffe so verpacken, dass sie genau dort wirken, wo sie gebraucht werden? Und können gestresste Stammzellen andere Zellen schützen? Antworten auf diese Fragen präsentierten acht Schülerinnen und acht Schüler den Gästen aus Wissenschaft, Politik, Schule und Wirtschaft. Schauplatz war die Alte Aula der Philipps-Universität Marburg, ein historischer Ort, an dem seit Jahrhunderten gelehrt und geforscht wird. Dort präsentierten die Jugendlichen anschaulich und auf den Punkt, was sie in einer Woche intensiver Laborarbeit erarbeitet hatten.

„Wissenschaftliches Wissen allein reicht nicht aus. Man muss es auch so vermitteln können, dass auch Nicht-Fachleute die Bedeutung verstehen“, sagte Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstand des ZFC. „Diese Wissenskommunikation brauchen wir in Zeiten von Fake News heute mehr denn je“. Die Jugendlichen arbeiteten nicht mit vereinfachten Schulversuchen, sondern eine Woche lang in den Forschungsgruppen der Philipps-Universität Marburg. Dort lernten sie wissenschaftliche Methoden kennen, entwickelten und überprüften eigene Lösungswege. Sie erlebten auch, dass Forschung nicht immer das Ergebnis liefert, das man erwartet.

 

Einblick in industrielle Arzneimittelherstellung

Das Erfinderlabor fördert nicht nur leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, sondern eröffnet auch konkrete Perspektiven für Studium und Beruf. Bei einer Werksführung am Aenova-Standort Marburg erhielten die Jugendlichen am ersten Tag der Workshopwwoche Einblicke in die industrielle Arzneimittelherstellung und mögliche Tätigkeitsfelder in der pharmazeutischen Industrie. Am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie erläuterte Direktor Prof. Dr. Helge Bode anschaulich wissenschaftliche Arbeitsweisen und akademische Karrierewege. „Genau diese Verbindung aus Forschung, Kommunikation und Berufsorientierung macht das Erfinderlabor aus“, sagte Meike Jäger, ebenfalls im Vorstand des ZFC.

Die 16 Jugendlichen hatten sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchgesetzt.Insgesamt 196 leistungsstarke Oberstufenschülerinnen und -schüler aus 115 hessischenSchulen hatten sich für die zwei diesjährigen Erfinderlabore des ZFC beworben. Bei der Auswahl achtet das ZFC neben den schulischen Leistungen unter anderem auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis und darauf, möglichst viele verschiedene Schulen zu
berücksichtigen.

 

Alltagsbezug hergestellt

Wie stark sind wir von PIM-1-Mutationen betroffen? Wer von Ihnen hat schon mal so eine Fehlbildung gesehen? Sind alle Viren schlecht, so wie das Corona-Virus? Können sterbende Stammzellen andere Zellen schützen?

Mit solchen anschaulichen Fragen eröffneten die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusspräsentationen. Selbstbewusst und souverän erklärten sie auch hochkomplexe wissenschaftliche Zusammenhänge allgemeinverständlich und stellten immer wieder einen Bezug zum Alltag der Zuhörenden her. „Die PIM1-Kinase ist eigentlich ein wichtiges Protein in unseren Zellen. Liegt sie jedoch in einer mutierten, also fehlerhaften Form vor, kann sie dazu beitragen, dass Tumoren entstehen und wachsen“, erklärte eine Gruppe. „Das kann jeden von uns betreffen.“ Umso wichtiger sei es, weiter an neuen Therapieansätzen zu forschen, auf die Betroffene hoffen und angewiesen seien.

In den Forschungsgruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit professioneller Labortechnik – von Chromatografie und Massenspektrometrie über Rasterelektronenmikroskopie bis hin zu Zellkultur- und Fluoreszenzverfahren. Begleitet von wissenschaftlichen Mitarbeitenden führten sie anspruchsvolle Experimente durch, werteten ihre Ergebnisse aus und erhielten so einen authentischen Einblick in den Alltag moderner Life-Science-Forschung.

 

„Mit MINT-Wissen Nachrichten einordnen“

Naturwissenschaftliches Wissen werde dringend gebraucht, um öffentliche Debatten und Nachrichten einordnen zu können, so ZFC-Vorstand Thomas Schneidermeier. „MINT-Wissen ist heute auch eine Art Schutzschild gegen falsche oder irreführende Aussagen.“ Anhand öffentlicher Aussagen über
Wasserstofftechnologien zeigte er, wie schwierig es sein kann, Nachrichten fachlich zu bewerten. Wer selbst mit Wasserstoff experimentiert und naturwissenschaftliche Grundlagen verstanden habe, könne Aussagen besser einordnen.

Auch die aktuelle Debatte um mRNA-Impfstoffe griff Schneidermeier auf. Ob diese Technologie sinnvoll und sicher sei, lasse sich nicht anhand politischer Aussagen beurteilen, sondern nur im Dialog mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die auf diesem Gebiet forschen. Gerade mit Blick auf Fake News und Künstliche Intelligenz sei es deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen dazu zu befähigen, Aussagen in den Medien kritisch zu prüfen und zu bewerten.

 

Echte Forschung anders als klassischer Schulunterricht

Wie anders sich echte Forschung im Vergleich zum klassischen Schulunterricht anfühlt, beschrieben die Jugendlichen selbst. „Mein Highlight war der Moment, in dem die Synthese das erste Mal funktioniert hat und wir unser Produkt tatsächlich in der Hand hatten“, sagte ein Schüler.

Eine Schülerin fasste ihre Erfahrung mit einem Begriff zusammen: „Eigenständigkeit.“ Während bei Schulversuchen meist genau vorgegeben sei, was gemacht werde und welches Ergebnis erwartet werde, hätten sie im Labor eigene Schwerpunkte setzen können. „Wir waren viel flexibler und konnten eine ganz andere Verbindung zu unserem Projekt entwickeln.“ Besonders beeindruckt hätten sie auch die technischen Möglichkeiten professioneller Forschung.

Eine andere Erkenntnis nahm ein Schüler aus der Woche mit: „In der Natur gibt es unglaublich viele Lösungen für unsere Probleme. Wir müssen nur genauer hinschauen, sie erforschen und nutzen.“

Auch bei der Studien- und Berufsorientierung habe das Erfinderlabor neue Perspektiven eröffnet. „Man lernt Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten, Studiengängen und Berufen kennen und bekommt Erfahrungen und Tipps aus erster Hand“, sagte eine Schülerin.

Eine weitere Schülerin zog ebenfalls Bilanz: „Die Gespräche mit Menschen aus der Forschung haben meinen Horizont noch einmal deutlich erweitert.“

 

Marburg als Wissenschaftsstandort mit langer Tradition

Staatsminister Armin Schwarz würdigte Marburg als starken Wissenschafts- und Forschungsstandort und die 16 Teilnehmenden als dessen nächste Generation. Das Erfinderlabor stehe für „Talente, Ideen und Innovation“ und dafür, die richtigen Fragen zu stellen. Mit Blick auf die Jugendlichen sagte Schwarz: „Wir haben junge Leute, die können was, die wollen was, die bringen uns nach vorne“ – wissenschaftlich und damit auch wirtschaftlich.

Evelyn Damer, studentische Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg, schlug den Bogen zur fast 500-jährigen Forschungstradition der Universität. Das Erfinderlabor stehe für das „Heranwachsen der nächsten Generation an Forscherinnen und Forschern“. Die Jugendlichen könnten hier Universität, Forschung und mögliche Studienwege unmittelbar kennenlernen. Zugleich sei der Transfer von Wissen in die Wirtschaft ein wichtiger Faktor für den Standort Hessen.

 

„Wir brauchen Menschen, die neugierig sind“

Dr. Janin Sameith vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum rückte die Verbindung von Forschung und Anwendung in den Mittelpunkt. In Marburg kämen „Chemie und Gesundheitsversorgung“ zusammen. Von Emil von Behring bis zur heutigen Life-Science-Industrie zeige sich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in medizinische Anwendungen und wirtschaftliche Entwicklung überführt werden können. „Wir brauchen Menschen, die neugierig sind. Menschen, die Wissen schaffen wollen und anpacken wollen“, sagte Sameith.

Heike Blaum vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) Hessen bezeichnete Marburg als „perfekten Ort“, um zu Biotechnologie und Arzneimitteln zu forschen. Die Stadt sei seit langem von Wissenschaft und pharmazeutischer Entwicklung geprägt, müsse sich aber zugleich immer wieder neuen
Herausforderungen stellen. „Dafür braucht es kluge Köpfe“, sagte Blaum: Menschen, die mitgestalten, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

 

Gibt es den typischen Karriereweg?

Johanna Lücke, Studentin an der Philipps-Universität Marburg, zeigte im Gespräch zur Studien- und Berufsorientierung, wie breit naturwissenschaftliche Studiengänge aufgestellt sein können. Sie entschied sich für Pharmazie, weil sie ihr Interesse an Naturwissenschaften mit Medizin und der Wirkung von Arzneistoffen verbinden wollte. „Pharmazie ist eine Mischung aus vielen Fachgebieten, Medizin, Chemie, Biologie und sogar ein bisschen Physik“, sagte sie.
Dass der Berufsweg nicht geradlinig verlaufen muss, zeigte Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Direktor des Chemikum Marburg, an seinem eigenen Werdegang. Zunächst wollte er Chemie studieren, studierte dann aber Pharmazie, promovierte, arbeitete anschließend in der Pharmaindustrie und kehrte später an die Universität zurück. Heute verbindet er Pharmazie, Lehre, Nachwuchsförderung und Wissenschaftskommunikation. Sein Fazit:
Naturwissenschaftliche Studiengänge eröffnen weit mehr Wege als die klassischen Berufsbilder vermuten lassen. „Informiert euch, probiert aus und lasst euch nicht abschrecken“, riet er den Jugendlichen.

 

Staatsminister Armin Schwarz: „Ich habe etwas dazugelernt“

Staatsminister Armin Schwarz zeigte sich von den Präsentationen der Jugendlichen beeindruckt. Sie hätten sich mit anspruchsvollen und gesellschaftlich hochrelevanten Fragen beschäftigt und komplexe Forschung so vermittelt, dass auch ein fachfremdes Publikum viel mitnehmen könne. „Ich habe etwas dazugelernt“, sagte Schwarz. Die Jugendlichen stünden für „Innovation pur“ und „Neugierde pur“.

Anke Hundt, Referatsleiterin MINT im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, hob hervor, wie verständlich die Jugendlichen ihre Forschung erklärt hätten. Besonders gelungen sei es gewesen, das Publikum gleich zu Beginn durch eine anschauliche Frage einzubeziehen und Größenordnungen mit alltagsnahen Vergleichen verständlich zu machen.

 

Fachsprache allgemeinverständlich übersetzt

Heike Blaum vom VCI Hessen ging es nach dem Vortrag über Phagen ähnlich. Sie habe vorher nicht gewusst, was Phagen seien, sagte sie, die Präsentation habe ihr als Nicht-Naturwissenschaftlerin jedoch ermöglicht, ihre Relevanz nachzuvollziehen. Besonders lobte sie, dass die Jugendlichen die Fachsprache immer wieder in allgemeinverständliche Sprache übersetzten.

Dr. Janin Sameith vom Hessischen Wirtschaftsministerium hob nach der Präsentation auch den Einsatz von Humor hervor. Besonders wichtig sei aber auch gewesen, dass die Jugendlichen offen gezeigt hätten, dass Experimente nicht immer so verlaufen wie geplant. Genau dann gelte es, aus unerwarteten Ergebnissen neue Fragen zu entwickeln.

 

„MINTIES“ beim ZFC: Wissenschaft zwischen Shorts und Reels

Wissenschaft verständlich zu vermitteln, ist auch das Ziel der „MINTIES“ des ZFC. Ehemalige Erfinderlabor-Teilnehmende produzieren Erklärvideos, Shorts und Reels für YouTube, Instagram und TikTok. Inzwischen sind mehr als 220 Beiträge online. Dabei reicht das Spektrum von Grünem Stahl und Wasserstoffmobilität bis zu künstlichen Gewebestrukturen aus dem 3D-Drucker. Gemeinsam mit Clarissa Corêa da Silva, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“, experimentierten die MINTIES beispielsweise rund um Wasserstoff und Brennstoffzellen und machten die Technik unter anderem an einem
Wasserstoffauto anschaulich.

Wie nah Erfinderlabor und MINTIES beieinanderliegen, zeigte auch Elise Beck: Im vergangenen Jahr selbst noch Teilnehmerin eines Erfinderlabors, führte sie diesmal als Moderatorin eloquent durch die Abschlussveranstaltung. Als MINTIE erklärt sie zugleich wissenschaftliche Themen vor der Kamera, etwa, wie aus Stammzellen und sogenannter Biotinte im 3D-Druck dreidimensionale Zellstrukturen entstehen können.

Ziel der Erklärvideos, Shorts und Reels ist es, Forschung aus Universität und Industrie dorthin zu bringen, wo Jugendliche einen Teil ihrer Freizeit verbringen und komplizierte Zukunftsthemen so aufzubereiten, dass sie auch außerhalb des Fachunterrichts verständlich
werden.

 

Engagierte Partner machen es möglich

Realisierbar wird das Erfinderlabor durch ein enges Netzwerk aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Förderern und Partnern. „Mein besonderer Dank gilt allen, die diese Woche möglich gemacht haben“, sagte Dr. Thomas Schneidermeier. Die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit ermögliche es, Schülerinnen und Schüler unmittelbar in echte Forschung einzubinden.

Meike Jäger rückte zum Abschluss noch einmal die 16 Jugendlichen in den Mittelpunkt. Nach einer Woche intensiver Arbeit und ihren Abschlusspräsentationen gelte ihnen der wichtigste Dank: „Ihr seid die Nummer eins der Veranstaltung.“

Dr. Christof Wegscheid-Gerlach betonte zum Abschluss, dass auch die betreuenden Arbeitsgruppen von diesem Austausch profitieren. Die Fragen und Perspektiven der Jugendlichen könnten neue Blickwinkel eröffnen. „So profitieren beide Seiten davon“, sagte er.

Als Anerkennung für ihre Leistungen erhielten die 16 Teilnehmenden zum Abschluss ein Jahresabo von Spektrum der Wissenschaft und damit die Möglichkeit, auch nach dem Erfinderlabor aktuelle Forschung weiterzuverfolgen.

 

MINT-Wissen gegen Fake News

Die Erfinderlabore sind Teil der ZFC-Initiative „Schule 3.0 – MINT for Future“. Ziel ist es, gesellschaftlich relevante Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimaschutz, Energiewende und Arzneimittelentwicklung stärker mit dem Regelunterricht an Schulen zu verbinden. Junge Menschen sollen wissenschaftliche Zusammenhänge verstehen, Informationen fachlich einordnen und Perspektiven für Studium und Beruf kennenlernen. Die Initiative soll außerdem dazu beitragen, gezielt verbreitete Fake News im Netz mithilfe von MINT-Wissen zu erkennen und zu bewerten.

 

Über das Zentrum für Chemie

Das Zentrum für Chemie (ZFC) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit über 20 Jahren führt das ZFC gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien MINT-Projekte für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 19 Jahren durch. Die Einbindung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen in den Regelunterricht ermöglicht eine bessere berufliche Orientierung, trägt damit zur MINT-Fachkräftesicherung bei und ermöglicht es, Nachrichten mit MINT-Wissen einzuordnen.

Weitere Informationen: www.z-f-c.de

(ZFC / Heinm, Stm)

28. August 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/08/marburg_steinmuehle_nik-tadjiky.jpeg 853 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-08-28 18:51:422026-08-28 20:30:12Top-Talent Nik Tadjiky erforscht im Team die Medizin von morgen

„Irgendwann gab es diesen Moment: Ich will Schiedsrichter werden“

Aktuelles, Sport & Gesundheit, Talentförderung

Kleine oder große Jungs haben manchmal Fußballträume: Einmal ein Torschütze sein wie Harry Kane. Oder Torwart wie Manuel Neuer. Steinmühlenschüler Lars Hübl schwebt auch eine Karriere im Fußball vor, nur an anderer Position. Er träumt vom Leben als Bundesliga-Schiedsrichter.

„Ich weiß auch nicht, wie das kam. Irgendwann gab es einfach diesen Moment. Von da an wusste ich: Ich will Schiedsrichter werden“. Die Worte aus dem Munde des 13Jährigen klingen sicher und final.

Diese „Eingebung“ – so nennen wir es – hatte Lars vor sechs Jahren. Beim Fußball schauen, beim Fußballspielen sei dieser Wille plötzlich dagewesen. Und ein Wille findet bekanntlich Wege.

 

Unterstützung durch die Eltern 

Zu sagen, Lars hat Träume, trifft es nur teilweise. Schon vor einiger Zeit ist der Jugendliche in die Umsetzung gegangen. Im Alter von 11 Jahren erwarb er den offiziellen Schiedsrichter-Schein nach Vorbereitung in einem 12-stündigen Kurs. In der schriftlichen Prüfung gab es am Ende 30 Regelfragen, die beantwortet werden mussten. Für Lars Hübl kein Problem.

Der junge Schiri wurde erst in der U 10 eingesetzt, später in der U15 Gruppenliga, der dritthöchsten Liga im Jugendbereich. Den damit verbundenen Zeitaufwand integriert Lars Hübl in seinen schulischen Wochenplan. Seine Eltern unterstützen sein Hobby, das als außergewöhnlich bezeichnet werden darf.

Mit dem Wort „Hobby“ hadert der junge Mann etwas. Die Ernsthaftigkeit, mit der der Sport betrieben wird, ist hoch. Als dreiköpfiges Gespann steht er mit Schiedsrichter-Assistenten bei vielen Spielen auf dem Platz. Nicht selten sind seine Kollegen schon volljährig.

 

„Wichtig sind Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen“

Wie man sich da fühlt?

„Gut!“ berichtet Lars. Er bleibt aber Realist. Denn ihm ist klar: „Das Wichtigste sind Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen“.

Er habe das. Besuche Seminare, höre zu, denke mit. Er sei aktiver Spieler im FV Wehrda, für den Verein natürlich auch als Schiedsrichter tätig.

„Es ist möglich“, so Lars, „dass ich mich darauf zu hundert Prozent fokussieren werde“.

Die aktive sportliche Komponente komme im Schiri-Job keineswegs zu kurz. „Das wird oft unterschätzt“, lacht der Schüler. Man müsse schnell sein, man müsse laufen, weiß er. Pro Spiel komme man locker auf 6 bis 7 Kilometer.

Lars Hübl hat das, was oft sogar älteren Jugendlichen noch fehlt: Er hat eine Vision. „Ich möchte so schnell wie möglich in den Herren-Fußball“ sagt er und erklärt gleichzeitig, dass minderjährige Schiedsrichter dort keine Seltenheit seien.

 

„Ich habe mich selbst gefragt: Will ich das?“

Sein junges Alter sei hin und wieder bei Spielen eine Herausforderung. Nämlich dann, wenn aggressive Eltern der gegnerischen Mannschaft gegen ihn lautwürden. „Beim ersten Mal habe ich mich selbst gefragt: Will ich das?“ erinnert sich Lars.

Inzwischen aber sei er damit aber im Reinen, nimmt es nicht persönlich, sondern sieht es von der psychologischen Seite. „Man ist halt an allem Schuld, wenn es für den Gegner nicht läuft“.

Er selber habe ein ausgleichendes Naturell. Die Position als Streitschlichter zwischen Spielern gegnerischer Mannschaften gefällt ihm. Mit der beruflichen Perspektive eines Schiedsrichters kann er sich gut arrangieren. Ab der 3. Liga zahlt der Deutsche Fußball Bund (DFB) Festgehälter. Lars selber sieht sich eines Tages idealerweise in der Bundesliga.

Weil zu Profi-Sportlern bestenfalls ein überdauernder bürgerlicher Beruf gehört, hat Lars auch diesen bereits im Visier. „Möglicherweise lande ich im Sportmanagement“. Mit den Lieblingsfächern Mathematik und Sport – warum nicht.

Einen wertvollen Unterstützer für sein Schiedsrichter-Ziel hat er übrigens auch in der Schule: Seinen Lehrer Phillip Knaack. Beide teilen aktiv die Leidenschaft für den Job des Unparteiischen.

Angela Heinemann

22. Juli 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/IMG_6577-scaled-e1784711111538.jpeg 765 1125 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-07-22 00:51:162026-07-22 11:07:07„Irgendwann gab es diesen Moment: Ich will Schiedsrichter werden“

Steinmühle holte Platz 2 beim Wettbewerb des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Das ist sensationell: Jan Konwerski und Lisa Schreier, Elftklässler im plus-MINT-Programm des Internats Steinmühle, haben mit ihrem Wärmepumpenmodell beim School-Lab-Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den 2. Platz gewonnen.

„Wir freuen uns sehr über diesen großartigen Erfolg“, kommentierten Projektbetreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, gleichzeitig MINT-Koordinatorin an Schule und Internat Steinmühle, Geschäftsführer Dirk Konnertz und Schulleiter Björn Gemmer.

Der Begriff der Wärmepumpe ist in aller Munde, die Technologie selbst in vielen Gebäuden. Was die Anteile angeht, liegt die Abdeckung mit Wärmepumpen in Deutschland bei rund 6 Prozent aller Häuser. Obwohl viele ausgefeilte Geräte dem Markt zur Verfügung stehen, bleiben angesichts dieser Daten innovative Ansätze von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern weiterhin wichtig. Nur so können dieses Gebiet weiterentwickelt, der Stellenwert der Technologie unterstrichen und das Thema weiter in die Zukunft hineingetragen werden.

 

Die Aufgabe: Der Bau machanischer oder virtueller Modelle

Der DLR-School-Lab-Preis 2026 war ein Schülerwettbewerb zum Thema klimaneutrale Wärmepumpen.

Das Thema lautete „Mit der Wärmepumpe zur CO2-Minderung.“
Die Aufgabe für die Schüler war es, die Funktion einer Wärmepumpe nach dem Brayton-Prozess zu erklären und als Modell zu bauen.
Dies erfüllten Teams aus den Klassen 6 bis 12 durch Konstruktion mechanischer oder virtueller Modelle.

Im Namen des DLR lud Dr. Thomas Fester von der Projektleitung die beiden Nachwuchsforschenden der Steinmühle zur Preisvergabe ins DLR nach Zittau ein. Sie durften von dort viele neue Eindrücke, zahlreiche Informationen und ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro mit nach Hause nehmen.

Auf seiner eigenen Website berichtet das DLR ebenfalls über den DLR-School-Lab-Preis: https://www.dlr.de/de/schoollab/aktuelles/nachrichten/2026/wie-gelingt-eine-nachhaltige-energieversorgung-der-industrie.

… und auch die Hochschule Zittau berichtet:
https://www.hszg.de/studium/dein-weg-zum-studium/angebote-fuer-schuelerinnen/veranstaltungsdetails/dlr-preis-schueler-entwickeln-modelle-zu-hochtemperatur-waermepumpen

Durch das Ergebnis bei dem rennommierten Wettbewerb unterstreicht die Steinmühle, die mit Rudern und Reiten unter anderem auch sportliche Schwerpunkte ermöglicht, ihren guten Ruf als plus-MINT-Internat.

(Angela Heinemann)

 

17. Juli 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/2026-06-11_10-59-57_Waermepumpenbau-DLR-Preis-e1784313013345.jpeg 826 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-07-17 20:26:532026-10-02 12:54:29Steinmühle holte Platz 2 beim Wettbewerb des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums

Steinmühlen-Schülerin Marie Grosse gewann den Ersten Marburger SchulSlam 

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Diesmal war es die Bühne statt des Klassenzimmers: Am Mittwochabend, 10. Juni, fand an der Steinmühle der erste Marburger SchulSlam statt. Dreizehn Schülerinnen und Schüler von drei Marburger Gymnasien stellten sich mit selbst geschriebenen Texten dem Publikum – und einem Slam-üblichen Wertungsverfahren: Über den Einzug ins Finale entschied das Publikum mit seinem Applaus.

Hinter der Premiere steht eine Kooperation der Elisabethschule (Ute Trautwein), des Gymnasiums Philippinum (Christian Steiner) und der Steinmühle (Kristina Sokoli und Björn Wagner), die zunächst an jeder Schule einen Schreibworkshop durchgeführt hatten. Die dabei entstandenen Texte fanden ihren Weg dann auf die Bühne.

 

Bestsellerautorin Leah Weigand erklärte, wie Poetry Slam funktioniert

Moderiert wurde der Abend von der Marburger Spoken Word Künstlerin und Bestsellerautorin Leah Weigand, die dem Publikum zunächst erklärte, wie ein Poetry Slam überhaupt funktioniert: nur eigene Texte, maximal 6 Minuten, keine Requisiten – und ca. 130 Personen im Publikum, das am Ende durch „Erklatschen“ des Siegers auch zur Jury wird.

Inhaltlich nahmen die jungen Poetinnen und Poeten kein Blatt vor den Mund. Ihre Texte kreisten um Themen wie Respekt und Gleichberechtigung, um mentale Gesundheit, die großen Fragen und den Sinn des Lebens – Themen, die das überwiegend junge Publikum sichtlich berührten. In der Vorrunde traten insgesamt neun Künstlerinnen, Künstler oder Teams an; in einer Pause konnten die Gäste die im Raum aufgehängten Texte in Ruhe nachlesen und miteinander ins Gespräch kommen.

 

Elisabethschule, Philippinum und Steinmühle im Rennen

Die Elisabethschule war mit Rou AbdAlrahman, dem Duo Nikas Schmidt und Leonie Schultz sowie dem Trio Maria Traute, Jara Jahn und Louis Klöck vertreten. Das Philippinum schickte Mara Dumitru und Louise Malévé ins Rennen. Für die Steinmühle gingen Christabel Okafor, Marie Grosse, Sophia Hach sowie das Duo Ida Kraft und Lennard Kröger an den Start.

Nach den Vorrunden ermittelte das Publikum zuerst drei Finalteilnehmende, die mit einem zweiten Text nochmal alles gaben. Am Ende setzte sich Marie Grosse durch und gewann damit den ersten Marburger SchulSlam.

 

Projekt gefördert durch das HBB

Möglich war der reibungslose Ablauf durch das Technik-Team „Sound&Light“ der Steinmühle. Gefördert wurde das Projekt durch das Büro des Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerks für Begabungsförderung (HIBB), das als Teil des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen für die Förderung von Talenten zuständig ist.

Dass mit diesem ersten SchülerSlam noch nicht Schluss sein darf, lag nach dem Applaus des Abends nahe: Der erste Marburger SchulSlam zeigte, wie viel Mut, Wortgewandtheit und offene Fragen in jungen Menschen stecken – und dass Marburgs Schulen dafür gern gemeinsam eine Bühne bauen.

(Björn Wagner/Kristina Sokoli)

14. Juni 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/DSC00442-scaled-1-scaled.jpg 769 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-06-14 12:10:192026-06-23 17:02:16Steinmühlen-Schülerin Marie Grosse gewann den Ersten Marburger SchulSlam 

Neues Konzept: Steinmühlen-Frühlings-Ergo- & Gig-Cup startete erstmals

Aktuelles, Rudern, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

In jeder 7. Klasse der Steinmühle steht Rudern auf dem Programm. Wegen dieses sportlichen Schwerpunktes führten die vier Klassen 7 auch in diesem Jahr beim Sporttag der Sekundarstufe I das Ruderevent am Bootshaus der Steinmühle durch.

Das Ruderteam der Steinmühle hat das Konzept des Ruderevents der letzten Jahre zum neuen Konzept „Steinmühlen Frühlings Ergo & Gig-Cup“ weiterentwickelt. Für dieses modifizierte Modell startete also die Premiere.

 

Was geändert wurde:

Das neue Konzept besteht aus einem Dreikampf mit folgenden Wettbewerben, die sich ausschließlich an ruderspezifischen Wettkampfformen orientieren:

– Ruder-Ergometer-Challenge über 250m

– Ruderrallye „Monte Carlo“ im Gig*)-4er: über eine Strecke von 500m geht je ein Mixed Gig-
Boot pro Klasse an den Start.

– 250m Gig-Boot-Sprint: zwei Mixed Gig-Boote pro Klasse ermitteln im Vorlauf nach dem Prinzip Time-Trial-Ausscheidung die vier Halbfinalisten. Ab dem Halbfinale wird im direkten Vergleich das Siegerboot ermittelt.

Trotz geringer unterrichtlicher Vorbereitungszeit zeigten die Schülerinnen und Schüler teils herausragende Leistungen, berichtete Organisator Michael Neirich. Der Wettkampftag war daher von großem sportlichem Engagement geprägt und das schöne Wetter sorgte zusätzlich für gute Stimmung. Beeindruckend war auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei allen Wettkämpfen gegenseitig anfeuerten. – Eine schöne Geste, die trotz Wettkampfsituation den Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler dokumentierte!

Herzlichen Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die bei der Organisation mithalfen und Fotos lieferten!

(M. Neirich/A. Heinemann)

 

Nachfolgend die Ergebnisliste des Steinmühlen Frühlings Ergo & Gig Cup 2026:

 

Ergebnis Ergometer 250m

Mädchen:
1. Platz: Dana Schleich 7i
2. Platz: Clara Koch 7c
3. Platz: Lara Burk 7c – Anouk Sedlmayr 7a – Romilda Baralis 7c

Jungen:
1. Platz: Julian Lange 7b
2. Platz: Titus Lampert, 7a – Jakob Heck 7b
3. Platz: Leo Niederhöfer 7c

 

Ergebnis „Monte-Carlo“ Wettbewerb Gig-Boot
1. Platz: 7c Hannes Sondergeld, Ole Brutzer, Romilda Baralis, Johanna Schütte, Theodor Weber
2. Platz: 7a Tabea Moses, Anouk Sedlmayr, Finja Porth, Philipp Zschau, Mika Nordwald
3. Platz: 7b Miranda Lammerskötter, Justus Böth, Leo keil, Yiheng Liang, Noe Becker

 

Ergebnis „250m Sprint“ Wettbewerb Gig-Boot
1. Platz: 7i Ismail Özmen, Noah Gavrilas, Emmanuel Sarumi, Dana Schleich, Nika Jablonski
2. Platz: 7i Nic Dohmen, Alea Stübner, Aurelia Thielicke, Gianluca Schneider, Ricardo Tapia Gehring
3. Platz: 7b Maximilian Bliemel, Philipp Leont, Jakob Heck, Alisa Neufeld, Nora Rettig

 

Ergebnis Klassenwettbewerb „Schnellste Ruderklasse“
1. Platz: 7b
2. Platz: 7a
3. Platz: 7c
4. Platz: 7 i

—

Zur Erläuterung:

*) Gig-Boot (kurz: Gig) ist schneller robuster Ruderbootstyp. Es zeichnet sich durch seine breitere und stabilere Bauweise im Vergleich zu schmalen Rennbooten aus und ist das Standardboot für den Breitensport, die Ausbildung und das Wanderrudern.

 

 

 

27. Mai 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/IMG_23261.jpeg 960 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-05-27 16:20:032026-06-05 12:07:05Neues Konzept: Steinmühlen-Frühlings-Ergo- & Gig-Cup startete erstmals

Leistungsruderer zurück an der Lahn mit sage und schreibe vier Siegen

Aktuelles, Rudern, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Es war eine sehr ordentliche Bilanz, die Cheftrainer Martin Strohmenger am Wochenende auf der Rüdersdorfer Frühjahrsregatta für Schule & Internat Steinmühle ziehen konnte. Allein auf die Athletin Janina Conrad (Titelfoto) entfiel dreimal Gold!

Diese Serie machte den Wettbewerb in der Peripherie der Bundeshauptstadt einmal mehr zu einem ruderischen Highlight. Das Team lobte zudem die tolle Strecke, die gute Verpflegung und die angenehme Unterkunft – das alles gekrönt durch gutes Wetter.

 

Max Beck legte nach und holte ebenfalls den Sieg

Besonders freute sich Trainer „Stromi“ auch über den schönen Abschluss der Regatta am Sonntag, den Steinmühlen-Ruderer Max Beck (erstes Foto in der Galerie) bescherte. Nachdem er vorher sein Leistungsvermögen nicht richtig unter Beweis hatte stellen können, platzte zum Ende der Veranstaltung bei ihm noch der Knoten und auch er belegte noch einmal einen Spitzenplatz als Zeitschnellster.

Mit Zufriedenheit und einer guten Netzwerk-Bilanz aus wichtigen Gesprächen am Rande der Regattastrecke ging es für das unermüdliche Team wieder gen Westen zum Start in eine neue Woche.

 

Indessen stehen Schule & Internat Steinmühle sowie der neugegründete Verein Talentakademie Rudern  Steinmühle (TARUS) e.V.  kurz vor dem Startschuss des Programmes plus-RUDERN, das ambitionierten Ruder-Athletinnen und -Athleten neue Perspektiven in Sachen Hochleistungsrudern kombiniert mit Excellenzbildung gibt.

(Angela Heinemann)

 

17. Mai 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/ce4db2a4-6a8f-4b99-b786-0014778ed284.jpg 1280 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-05-17 20:52:122026-06-05 12:10:11Leistungsruderer zurück an der Lahn mit sage und schreibe vier Siegen

Von Poetry zum Slam: Ein Schatz, der gehoben werden muss

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Literaturtalente der Steinmühle trafen sich mit der bekannten Autorin und Spoken Word Künstlerin Leah Weigand, um den 1. Marburger Schulslam vorzubereiten. Es ist ein Schatz, der gehoben werden muss: die Fähigkeit, die eigenen Gedanken und Erfahrungen in kunstvolle Worte zu verwandeln und andere damit zu begeistern. Dieses Ziel vereinte die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, die sich am 8. Mai in der Steinmühle mit Leah Weigand trafen, um zu schreiben – und zwar ganz anders, als man es sonst in der Schule meistens muss.

 

„Respect the poet“

In angenehm lockerer und sehr motivierter Atmosphäre bekamen die Teilnehmenden wertvolle Impulse in Form verschiedener kreativer Schreibübungen. Am Ende entstanden kürzere und längere Texte – mal lustig, mal banal, bisweilen philosophisch, nachdenklich und poetisch eindrucksvoll, dabei immer begleitet vom einschlägigen Slam-Motto: „Respect the poet“, fotografisch festgehalten von Björn Wagner.

 

Wie alles begann

Beim Poetry Slam im KFZ im vergangenen Dezember hatte alles angefangen. Die Klasse 11a  hat die Veranstaltung besucht, war von den Künstlerinnen und Künstlern dort sehr angetan und unser Kollege Björn Wagner – in seiner Freizeit auch als Slammer unterwegs – vermittelte den Kontakt zu Leah Weigand, die den Slam im KFZ moderierte, außerdem Bestsellerautorin und selbst gefragte Slammerin ist.

 

Schulübergreifende Kooperation

Der Wunsch, an der Steinmühle nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch künstlerisch-literarische Talente zufördern, wird schon lange gehegt und jetzt ergab sich die Gelegenheit, eine Profi-Frau an unsere Schule zu holen. Doch damit nicht genug. Bei der Frage nach der Finanzierung dieses Projekts beim Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerk für Begabtenförderung (HIBB) entstand die Idee, eine schulübergreifende Kooperation zu gestalten.

 

Höhepunkt des Projekts am 10. Juni

Eine Kollegin aus der Elisabethschule und einen Kollegen des Philippinums konnten wir gewinnen, die ebenfalls einen Poetry-Workshop an ihrer jeweiligen Schule angeboten haben. Der vorläufige Höhepunkt dieses Projekts soll dann am 10. Juni um 19 Uhr stattfinden, wenn Schülerinnen und Schüler aus allen drei Schulen im Forum der Steinmühle in den literarischen Wettbewerb treten und unter der Moderation von Leah Weigand den 1. Marburger Schulslam begehen werden.

Wir freuen uns riesig drauf und sagen: Pflichttermin! Tragt ihn euch ein.

(Kristina Sokoli)

 

11. Mai 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/DSC09406-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-05-11 18:17:212026-06-05 12:17:52Von Poetry zum Slam: Ein Schatz, der gehoben werden muss
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