Abi 2021 – Die Gefährten verlassen die Steinmühle
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Abi 2021 – das war ein besonderes Abenteuer für die neun Schüler:innen des Internats Steinmühle, die in diesem Sommer ihre Hochschulzugangsberechtigung erreicht haben. Das Abitur, ohnehin schon ein aufregender Pfad, wurde in diesem Abiturjahrgang wieder einmal durch Covid-19 und seine nennen wir es “Besonderheiten der Lernbedingungen” noch spannender.

Und so verwundert es nicht, dass die diesjährigen Abgänger:innen mit den 9 Gefährten aus Herr der Ringe verglichen wurden. Denn so individuell und einzigartig diese neun Schüler:innen auch sind, es eint sie doch der gemeinsame Weg an der Steinmühle. Das Internat Steinmühle als “Hause Elronds”, der schützende Ort als zweite Heimat, der Kraft und Durchhaltevermögen spendet.

“Die Mühle bleibt mein Zuhause, solange ich hier bin!”

Wie in jedem Jahr erhielten auch die abgehenden Internatler:innen nebst der offiziellen Zeugnisvergabe gemeinsam mit ihren Familie eine separate Verabschiedung durch das Internat und ihre Bezugspädagog:innen. Idyllisch an der Lahn bei Brunch und gemeinsamen Anstoßen erhielt jede Schülerin und jeder Schüler seine/ihre ganz persönliche Verabschiedungsrede. Hier wurde an die schönen gemeinsamen Momente erinnert: So beispielsweise an Charles, der sich keinen anderen Wohnort als die Mühle für seine Zeit hier am Internat vorstellen konnte. Wie Charles stehen nun jedoch alle Abiturient:innen vor der großen Aufgabe des neuen Lebensabschnittes.

Steinmühle verbindet – auch über das Abitur hinaus

Die Zeit an der Steinmühle endet zwar für die reisenden Abenteurer hier, doch der Wunsch nach einem Wiedersehen kam auch in den Abschiedsreden zum Ausdruck: “Lass von dir hören!”, “Du schaffst das!” und: “Ich werde tun, was ich kann – nicht mehr als Erzieher, sondern als Kollege und Freund.”

Die Herzlichkeit der Beziehung zwischen Schüler:innen und Pädagog:innen war in diesen Momenten spürbar. “Ich bin begeistert von diesen emotionalen Reden”, freut sich Frau Kersten, Mutter von unserem Abiturienten Timo, “Ich habe meinen Sohn absolut wieder erkannt und bin so stolz auf ihn und was er hier geschafft hat.”

Dass die Steinmühle auch über den Schulabschluss hinaus eine Heimat darstellen kann, brachte Roksana Stronzeck zum Ausdruck. Mit Tränen in den Augen berichtete die ehemalige Schülerin, die derzeit bei der Blista in einer Wohngruppe für Sehbehinderte in Marburg ihr Anerkennungsjahr für ihr Fachabitur besucht, wie sehr sie ihre Zeit an der Steinmühle vermisst: “Ich war sechs Jahre an der Steinmühle. Dass mir die Zeit fehlen würde, war mir im Voraus klar. Aber man merkt doch erst, wenn man wirklich nicht mehr hier ist, was man an der Steinmühle alles hatte.”

Erinnern als Tradition – die Zeitkapsel an der Steinmühle

Und gerade weil dieses Erinnern an die gemeinsame Internatszeit so schön sein kann, hat sich in den letzten drei Jahren eine neue Tradition etabliert: Die Abiturient:innen erhalten eine metallene Zeitkapsel, in die sie persönliche Gegenstände, Briefe und Erinnerungsstücke legen können. Diese Erinnerungskapseln werden auf dem Steinmühlengelände vergraben und nach 10 Jahren am Herbstfest wieder ausgegraben. In sieben Jahren wird der erste Jahrgang seine Erinnerungen gemeinsam am Herbstfest auffrischen können.

Unsere diesjährigen Abiturient:innen müssen dagegen noch 10 Jahre warten. “Egal”, winkt Abiturient Luca Ledro ab, “ich komme eh jedes Jahr zum Herbstfest wieder hier her.”

Auf den Abschied und auf das Wiedersehen

“Ein wundervoller Abschied!”, freut sich Frau Gorges, Mutter von Abiturientin Kris, “Ich freue mich sehr, dass wir noch einmal diesen Moment in der kleinen Internatsrunde genießen konnten.” Und so fanden alle gemeinsam nach dem offiziellen Verabschiedungsteil bei der Abiturfeier den fröhlichen Ausklang der gemeinsamen Zeit. Tränchen wurden zwar verdrückt, vor Rührung, vor Glück und auch ein paar vor Trauer und Abschiedsgedanken.

Doch spätestens zum Herbstfest, das in diesem Jahr hoffentlich wieder stattfinden kann, sind alle herzlich eingeladen das Internat Steinmühle wieder zu besuchen. Bis dahin wünscht die Internatsgemeinschaft unseren neun Gefährten eine erfolgreiche und aufregende Reise in ihren neuen Lebensabschnitt, voller Glück, Wagemut, Hoffnung und natürlich Gesundheit.

 

 

Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus besuchte die Steinmühle
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Mal eben so durchlaufen, ein bisschen Small Talk und wieder ins Auto – das ist mit Kristina Sinemus nicht zu machen. Als Gast an einer Schule schaute die Hessische Digitalministerin schon genauer hin. Auf ihrer Sommerreise steuerte sie die Steinmühle an, die erst vor einigen Wochen mit dem Bitkom-Zertifikat “Smart School” ausgezeichnet wurde. Eine MINT-Schule ist sie noch dazu – Grund genug für die ausgebildete Gymnasiallehrerin und Naturwissenschaftlerin, sich vorort ein wenig näher mit dem Digitalisierungskonzept zu beschäftigen.

Ein kurzer Rundgang über das Schul- und Internatsgelände gehörte für die sportliche Ministerin zur Gesamtorientierung – mit wohlwollendem Blick auf das Beachvolleyballfeld. Schon auf dem Weg zum Schülerlabor, das der prominente Besuch gern einmal sehen wollte, war die “Eskorte” durch die neuen Schulgebäude immer länger geworden. Nicht nur Schul- und Geschäftsleitung, der heimische Landtagsabgeordnete Dirk Bamberger und Medienvertreter, sondern auch die jungen Teilnehmer des Sommercamps, das die Marburger Bildungseinrichtung LernTeam derzeit in der Steinmühle durchführt, hatten sich in die Schlange gereiht. “Darf ich ein Autogramm haben?” Klar war das möglich! So erhielten die Mädchen und Jungen neben der begehrten Unterschrift auch das eine oder andere Give Away mit dem Hessenlöwen.

Kristina Sinemus, diplomierte und promovierte Biologin mit ruhender Professur für den Fachbereich Public Affairs an der Quadriga Hochschule Berlin, ist politische Seiteneinsteigerin. In keinem anderen Bundesland gibt es ein Digitalministerium – das einzige in Hessen leitet sie. Dass Prof. Sinemus auch Unternehmerin ist und eine Firma für Wissenschaftskommunikation gründete, führte zu einem besonders breiten Blickwinkel. “Es gehört zu meinen Aufgaben, die Schnittstelle zwischen Schule und Bildung zu stärken,” erklärte der Gast.

Auf dem Besuchsprogramm stand freilich, dass es an der Steinmühle auch um die StoneApp gehen sollte. Die erläuterte der ehemalige Schüler und Entwickler Aaron Stein persönlich. Wie die Angebote darauf genutzt werden, erklärten Livia und Sophia aus Klasse 8 mit einem zusätzlichen Blick auf das Homeschooling. Malte Klimczak als Digitalisierungsbeauftragter gab einen kurze Abriss darüber, wie die Steinmühle in punkto Medienkompetenz grundsätzlich konzeptionell aufgestellt ist. Er berichtete von der personellen Umsetzung und schilderte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Tablets, die ab Klasse 7 genutzt werden.

„Digital gestützter Unterricht eröffnet neue Lern- und Lehrmethoden, die in der Pandemiezeit wichtiger denn je geworden sind, sagte die Hessische Digitalministerin. Umso mehr freue sie sich, dass viele Schulen und Schulformen sich aktiv für die digitale Weiterentwicklung und Weiterführung des Unterrichtes einsetzten, wie hier in der Steinmühle, einer von bundesweit 81 “Smart Schools”. „Wenn darüber hinaus technische Innovationen von Schülerinnen und Schülern selbst ausgehen und dabei wichtige Werkzeuge, wie die „Stone App“ entstehen, ist das eine besondere Freude und ein großer Nutzen für alle“, so die Ministerin mit Blick auf die Entwicklung von Aaron Stein. Inzwischen nutzen rund 1000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende dieses Tool täglich.

“Ich bin auch hier, um zu erfahren, was ich für die Schulen noch im Hinterkopf behalten soll,” erklärte Prof. Dr. Sinemus, bevor sie zur nächsten Station ihrer Sommertour aufbrach. Die Überlegung, die technischen Möglichkeiten der StoneApp auch anderen Schulen zur individualisierbaren Nutzung zur Verfügung zu stellen, fand die Staatsministerin “auf jeden Fall interessant und nachdenkenswert.” Die App könnte dann von den Schulen im eigenen Informatikunterricht an die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden.

„Runter auf Null“ nach Steinmühlenart
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Für die Steinmühle ist es längst Tradition: Die Schülerinnen und Schüler des DS-Kurses der Jahrgangsstufe 12 erarbeiten jedes Schuljahr die Inszenierung eines Theaterstücks. Dieses Jahr war es pandemiebedingt lange unklar, ob das Stück gespielt werden darf. Schließlich gab es grünes Licht.

So konnte die Q2 der Steinmühle am 30. Juni ihr Theaterstück “Runter auf Null” von Kristofer GrØnskag aufführen. Dabei erlebten die Zuschauer*innen spannungsgeladene Momente:

Die zehn Szenen spitzen sich immer weiter zu und behandeln dabei das Lebensgefühl Heranwachsender in einer von Social Media geprägten Welt. Ein Mädchen steht auf den Gleisen. Links steht ein Junge der sie mit seiner Handykamera filmt. Man hört das Rauschen eines anfahrenden Zuges. Herzklopfen. Sie bleibt dort stehen, ohne sich zu bewegen. Ist es eine Mutprobe? Wird sie es rechtzeitig schaffen, wegzuspringen?

Das Stück handelt von Problemen die Jugendliche ständig und immer mehr betreffen: Höher, schneller, weiter. Jeder will irgendwie Anerkennung, aber welche Konsequenzen hat das? Die zentrale Frage: Was ist das Wichtigste in meinem Leben und gibt es überhaupt noch echte Gefühle? Im Stück werden kritisch die Beweggründe junger Menschen hinterfragt und es regt zum Nachdenken an.

Fast ein ganzes Schuljahr hatten die schauspieltalentierten Jugendlichen unter der fachkundigen Leitung von Kunstlehrerin Ines Vielhaben intensiv an einer eigenständigen Interpretation des Stückes gearbeitet. Beworben wurde die Theateraufführung mit Werbeplakaten des Kunst-LKs der 12. Klasse, ebenfalls unter Leitung von Ines Vielhaben. Die Plakate wurden an exponierten Stellen auf dem gesamten Schulgelände präsentiert. Zudem wurde die Veranstaltung in der schulinternen „StoneApp“ promotet.

Cara Berghöfer
Angelina Isabella Omlor

Fotos: Ines Vielhaben

Remarks We Made: CD erhältlich
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Nicht oft findet sich in einer Schulband so viel Motivation und Liebe zur Musik wie in der Stonemill Houseband und unserem Jazz-Ensemble. Um uns auch in kommenden Jahren daran erinnern zu können, wollten wir unsere gemeinsame Arbeit festhalten. Im Januar 2020 konnten wir unser Programm, bestehend aus den Stücken „Romantically Helpless”, „I Don’t Need No Doctor”, „Whisper Not” und „A Remark You Made”, das wir ein Jahr zuvor in Wolfhausen arrangiert hatten, aufnehmen. Mit der großartigen Unterstützung von Werner Eismann entstand eine professionell produzierte CD, die unsere gemeinsame Zeit festhält. Wer daran teilhaben möchte, kann die CD im Sekretariat gegen Schutzgebühr erhalten.

Talea Funk

Nochmal Mathe: Steinmühle ließ bei Pangea-Wettbewerb Tausende hinter sich
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Der Pangea-Mathematikwettbewerb ist ein seit 2007 jährlich stattfindender und deutschlandweiter Mathematikwettbewerb für Schüler*innen der Klassenstufen 3 bis 10. Die Steinmühle beteiligt sich regelmäßig daran. Dieses Jahr kamen 21 der insgesamt rund 11.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler von der Steinmühle. Davon haben es acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer geschafft, zu den Jahrgangsbesten zu gehören, teilte Mathematiklehrer Bernd Schweitzer mit.

Die untenstehende Tabelle gibt einen Überblick, welche Schülerinnen und Schüler diese tollen Leistungen erzielt haben. Wir gratulieren und ziehen den Hut!

Känguru-Wettbewerb: Wieder “große Sprünge” im Fach Mathematik
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Die Teilnahme am Känguru-Wettbewerb, einem mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb für über sechs Millionen Teilnehmer in mehr als 80 Ländern weltweit, ist inzwischen schon fest in den Schuljahresablauf der Steinmühle integriert. Auch in diesem Jahr erreichten Schülerinnen und Schüler wieder Spitzenplätze, berichtet Mathematiklehrerin Julia Riemenschneider.

65 Schülerinnen und Schüler der Steinmühle stellten sich insgesamt dem Wettbewerb. Dies geschah in Präsenz sowie pandemiebedingt auch von zu Hause aus im Online-Modus. Ein Aspekt machte die diesjährige Teilnahme zu etwas ganz Besonderem: Erstmals gab es auch Teilnehmer der Klassen 3 aus der Bilingualen Grundschule Steinmühle. Die ältesten Teilnehmer*innen besuchen die Klasse 10.

Das Resultat des Wettbewerbs zeigt erneut, dass das Fach Mathematik an der Steinmühle erfolgreich gelehrt und gelernt wird. Gleich dreimal wurden Schüler*innen mit zweiten Plätzen bedacht. Hier qualifizierten sich Toshiro Beato del Rosal (6a), Teresa Dinges (7b) und Orlando Geisel (7c). Ebenfalls einen Rang auf dem “Siegertreppchen”, und zwar Platz drei, errangen Lars Mitschke (5c), Moritz Wagner (5c) und Rebecca Zenker (8a).

Bei den Känguru-Sprüngen, nämlich den meisten an einem Stück richtig beantworteten Fragen, stachen durch ihre Leistungen abermals Toshiro Beato del Rosal und Teresa Dinges hervor. Und auch ein Schüler aus Klasse 3, nämlich Julian Steinkamp, zeigte hervorragende Leistungen.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unsere herzliche Gratulation!

 

Die mathematische Bildung unterstützen

Der Känguru-Wettbewerb ist ein Wettbewerb, der einmal jährlich am dritten Donnerstag im März in allen Teilnehmerländern gleichzeitig stattfindet und als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben wird.

Die Veranstaltung soll die mathematische Bildung in den Schulen unterstützen, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit sowie die Arbeit im Unterricht fördern.

Es handelt sich beim Känguru-Wettbewerb um einen Einzelwettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3/4 und 5/6 bzw. je 30 Aufgaben in den Klassenstufen 7/8, 9/10 und 11–13 zu lösen sind.

Unser Foto zeigt die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Nicht auf dem Foto ist Julian Steinkamp aus Klasse 3.

Englisch: Zweiter Preis bei der bundesweiten Helbling-Challenge
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Die Teilnahme an der ausgeschriebenen Read & Listen Challenge des Helbling-Verlages war für die Klasse 6b der Steinmühle ein Volltreffer. Für den 2. Platz im Wettbewerb aller bundesweit teilnehmenden Klassen 6 erhielt Jael Bieber stellvertretend für alle Mitschüler*innen der Klasse 6b eine Urkunde (Foto) und einen Scheck über 100 Euro. Das Geld kommt der Klassenkasse zugute.

Alle Steinmühlen-Klassen 6 hatten sich nahezu komplett an der Challenge beteiligt, berichteten die Englisch-Lehrkräfte Theresa Großer und Stephan Steinebach und beobachteten bei allen Teilnehmenden ein ambitioniertes Engagement. Die Aufgabe bestand darin, zwei Wochen lang ein Buch im Homeschooling online zu lesen und Quiz-Fragen dazu zu beantworten. Über Videokonferenzen fand darüber ein Austausch unter den Schülerinnen und Schülern statt. Dabei wurden Lösungen zu den Fragen diskutiert. Für die Jahrgangsstufe 6 war das im Helbling Verlag erschienene Buch “The Captain’s Castle” von Gavin Biggs die zu besprechende Lektüre.

12 Kapitel waren online durchzulesen. Dazu gehörten jeweils kurze Hörtexte. Sie gaben Hinweise auf den Bösewicht der spannenden Story, den es herauszufinden galt. Die Hauptaufgabe am Ende der Geschichte bestand darin, zu bestimmen, wer der besagte Dieb war und den Schatz im Schloss klauen wollte. Ebenso mussten die Kinder in Erfahrung bringen, wo genau im Schloss dieser Schatz zu finden war. Der Wettbewerb wurde komplett über die interaktive Lernplattform HELBLING e-zone ausgespielt.

Die Lehrkräfte Theresa Großer und Stephan Steinebach freuten sich, dass die abwechslungsreiche Aufgabenstellung bei den Schülerinnen und Schülern so gut ankam: “Die Kinder haben mit großer Begeisterung und hoher Motivation mitgemacht.” Insgesamt hatten über 7000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland an dem spannenden Wettbewerb teilgenommen. Der Wettbewerb wurde für die Jahrgänge 6, 7 und 8 mit einer unterschiedlichen Aufgabenstellung separat ausgeschrieben. Die Steinmühle ist die einzige Schule im Landkreis Marburg-Biedenkopf, die in einer dieser Kategorien eine Platzierung unter den ersten 10 erreichte.

Die größte Schul-Auszeichnung bisher: Steinmühle wird Smart School beim Bitkom-Wettbewerb
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Für die Steinmühle ist es die wohl größte Auszeichnung, die sie je erhalten hat: Seit Mittwoch abend gehört unsere Schule zu den bundesweit 81 “Smart Schools” – bei insgesamt etwa 40.000 Schulen in Deutschland. Die Bekanntgabe der zwanzig diesjährigen Sieger übernahm auf der digitalen Bitkom-Bildungskonferenz Staatsministerin und Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär, die live aus dem Bundeskanzleramt zugeschaltet war. Die Politikerin, gleichzeitig Vorsitzende der Jury, verkündete die Namen der “prämierten Leuchtturm-Schulen, die zeigen, wie Digitalisierung geht.” Die Ministerin wurde noch detaillierter: “Diese Schulen setzen nicht nur digital fort, was analog schon gemacht wurde. Sondern sie erbringen zusätzliche Leistungen und machen noch viel, viel mehr.”

Viel mehr – das umschreibt auch das Bewerbungsprozedere ganz gut. Die Initiative ergriff Dirk Konnertz, Geschäftsführer des Schulträger-Vereins der Steinmühle, der schließlich die umfassenden Bewerbungsunterlagen gemeinsam mit Schulleiter Bernd Holly zusammenstellte. Hier ging es darum, zu zeigen, dass Zukunftsvisionen für unser Bildungssystem bereits in den Schulalltag eingezogen sind. Es ging um die Darstellung, wie digitale Kompetenzen vermittelt werden und um den Einsatz neuer Lernszenarien. Dirk Konnertz: “Es war zu erläutern, wie Technik bei uns funktioniert und was sie leistet, aber auch, wie Lehrerkollegium und Lernende diese Herausforderungen stemmen – jeder auf seine Weise. Neben all diesen Beschreibungen war natürlich auch glaubhaft zu machen, wie diese Vorgänge ablaufen, dass wir Fortbildung anbieten und uns ständig weiterentwickeln. Dabei kam uns deutlich zugute, dass wir gut aufgestellt sind, was unsere Außendarstellung angeht und dass wir auf unserer Website, im Jahrbuch und in den Steinmühlen-Magazinen alles sehr gut dokumentieren.” Dirk Konnertz sah vor allen Dingen deshalb gute Chancen für den Wettbewerb, da sich mit der selbstentwickelten App ein eigenes digitales Werkzeug erfolgreich im Schulalltag etabliert habe: „Ich bin fast täglich in Kontakt mit unserem Programmierer Aaron Stein, der die StoneApp auch ein Jahr nach seinem Abi an der Steinmühle zuverlässig weiterentwickelt. Er hat somit auch großen Anteil an der Auszeichnung“, betont der Geschäftsführer.

 

Einzige hessische Siegerschule

“Es macht einen sehr stolz,” freute sich Schulleiter Björn Gemmer über das Abschneiden der Steinmühle als einzige hessische Siegerschule unter allen Schulformen. Schulleiterkollege Bernd Holly und Fabian Küster von der IT-Abteilung der Steinmühle erläuterten dann im Live-Plenum, wie Best Practice in der Steinmühle aussieht – besonders während der Pandemie, aber nicht nur. Erwähnt wurde natürlich die schuleigene StoneApp, erwähnt wurden aber auch die über alle Alterssstufen hinweg engagierten Lehrkräfte, “…ohne die wir diesen Preis niemals hätten gewinnen können.” Stolz ist die Steinmühle nicht nur seit Gewinn dieses Preises auch auf ihren Digitalisierungsbeauftragten Malte Klimczak. Wann immer Not an Unterstützung und Tipps herrscht, war und ist er zur Stelle. “Always available” – immer abrufbereit ist auch Till Buurman in Sachen IT. Denn wenn die Technik klemmt, läuft nun mal nichts mit Online-Konferenzen, Lerntools & Co.

“Dass wir digital bereits in der Zukunft angekommen sind und an keiner Stelle auf Lücke setzen, das hat die Fachjury offensichtlich erkannt,” resümierten die Akteure am Ende des Tages, zufrieden über diesen hochqualifizierten Preis.

 

Jury-Mitglieder und Partner

Die Digitalisierung der Steinmühle wurde im Rahmen des Wettbewerbes beurteilt von den Jury-Mitgliedern:

Dorothee Bär (Jury-Vorsitzende, Bundeskanzleramt), Prof. Silke Bartsch (Fachdidaktik Arbeitslehre, TU Berlin), Prof. Ira Diethelm (Didaktik der Informatik, Universität Oldenburg), Dr. Julia Freudenberg (Geschäftsführerin Hacker School), Julia Kleeberger (Geschäftsführerin und CEO Junge Tüftler), Stefanie Kreusel (Mitglied des Aufsichtsrats, Senior Vice President, Customer & Public Relations, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schulen Deutsche Telekom Business Solutions GmbH),Thomas Oks (Didaktischer Leiter Oskar-Schindler-Gesamtschule Hildesheim), Micha Pallesche (Rektor Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe, Smart School), Dario Schramm (Generalsekretär Bundesschülerkonferenz), Lena Spak (Mitgründerin Scobees),Catharina van Delden (Schatzmeisterin, Gründerin und Geschäftsführerin

innosabi GmbH), Marja-Liisa Völlers (Mitglied des Bundestages & stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Welt“), Madeleine Wolf (Mitgründerin und CEO Vision You).

Partner des Wettbewerbs sind dell.com, telekom.de, als Medienpartner fungiert excitingedu.de.

 

Mathematik-Olympiade 2020/21: Theresa Dinges ist Hessen-Siegerin der Klassen 7
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Auch dieses Jahr haben viele Schülerinnen und Schüler der Steinmühle an der Mathematik-Olympiade teilgenommen, trotz erschwerter Corona-Bedingungen. Theresa Dinges, Klasse 7, war hessenweit die Beste ihrer Jahrgangsstufe!

Die Mathematik-Olympiade startete schon zu Beginn des Schuljahres mit einer sogenannten „Hausaufgabenrunde“. Dort wurden auf Nachfrage der Lehrkräfte besonders motivierten Schüler*innen Mathe-Aufgaben weitergegeben, die in der Freizeit allein zu bearbeiten waren. Wenn sie es schafften, diese Aufgaben in einem ausreichenden Maß zu lösen (die Bewertung erfolgte in Absprache mit den jeweiligen Mathematik-Lehrkräften), konnten die Schülerinnen und Schüler an der zweiten Runde teilnehmen.
Diese zweite Runde fand im November 2020 weiterhin schulintern statt. Sieben unserer Schülerinnen und Schüler waren zu diesem Zeitpunkt noch dabei und schrieben eine vierstündige Klausur. Diese Klausuren wurden jeweils von ihren Mathematik-Lehrkräften korrigiert, ihre Punktzahlen eingesendet und zentral wurde entschieden, ab welcher Punktzahl welche Schüler*innen in den jeweiligen Jahrgängen weiterkamen.

In die Hessenrunde gelangten schließlich Jan Audretsch (Klasse 11), Teresa Dinges (Klasse 7) und Yewon Jeong (Klasse 8). Diese Runde lief pandemiebedingt anders als gewohnt ab. Normalerweise werden die Schüler*innen nach Darmstadt an die Universität eingeladen und dürfen dort ihre Klausuren der dritten Runde schreiben. Dieses Jahr haben sich unsere Teilnehmer*innen jedoch ganz selbstständig in eine Online-Plattform eingearbeitet. Dort konnten sie am Freitag, den 26. Februar nachmittags eine Klausur herunterladen, welche erneut auf eine Bearbeitungsdauer von vier Stunden angelegt war.
Die bearbeiteten und anschließend bei der Plattform wieder hochgeladenen Aufgaben wurden von einem Korrekturteam aus betreuenden Lehrkräften (von der Steinmühle Julia Riemenschneider), ehemaligen Sieger*innen oder auch Mathematik-Studierenden korrigiert. Dabei haben unsere Schüler*innen tolle Ergebnisse erzielt.

Besonders ist dabei Teresa Dinges herauszuheben. Sie belegte hessenweit den ersten Platz in der Jahrgangsstufe 7.

Die Steinmühle gratuliert zu diesem großartigen Erfolg!

Kunst-LK: Neue Ausstellung in der Kletterhalle
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Endlich ist sie zu sehen, die neue Ausstellung in der Kletterhalle Marburg, gestaltet vom Kunst-Leistungskurs der Steinmühle. Seit Mitte Dezember 2020 hängen dort die neuen Zeichnungen des Kunst-LK von kletternden Händen. Schon 2018 wurde hier erstmalig Kunst rund um den Bergsport aus einem Wahlunterricht von Ines Vielhaben ausgestellt. Das Echo und die Nachfrage von den Kletternden des Deutschen Alpenvereins (DAV) war so groß, dass im Coronajahr erneut ein Kurs eigens für die Kletterhalle mehrere Werke anfertigte und gestaltete.

“Die besonders langen Formate werden durch die eingelassenen Plexiglasscheiben in den Kletterwänden vorgegeben,” berichtet Ines Vielhaben. Die Schüler*innen haben ihre naturalistischen Zeichnungen von zupackenden Händen diesem ungewohnten Format angepasst und erzählen mit ihren zeichnerischen Momentaufnahmen zupackender Hände von Abenteuern in den Bergen, von Kraft und Klettertechnik.

José Domingo, Mitarbeiter der Kletterhalle: “Wir freuen uns riesig, dass die Bilder nun endlich auch gesehen werden können, nachdem die Kletterhalle vier Monate lang geschlossen war!”

Ein großes Kompliment an die Künstler*innen Clara Köhler, Diba Sharifzahdeh, Talea Funk, Niklas Diedrich, Amy Wong und Ines Vielhaben!