Strahlende Gesichter bei der ersten Schleife:  Junge Steinmühlen-Reiter treten in Mamas Fußstapfen
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Da herrschte im Wortsinne eitel Sonnenschein! Denn dieselbe Reitlehrerin zu haben wie einst Mama Katharina Eitel – das ist nunmal nicht alltäglich. Die wusste ihren Nachwuchs Karl-Friedrich Eitel (5) und Carlotta Eitel (4) dafür sofort in besten Händen bei Beate Schridde, Reitschul- und Reitstalleiterin von Schule & Internat Steinmühle. Selbst für die Kleinsten hatte die Trainerin mit A-Lizenz die Teilnahme am Dressurturnier des Reit- und Fahrvereins (RFV) Weißer Stein möglich gemacht: Die logobestickte Schabracke auf das Schulpferd der Steinmühle, den Sattel ordentlich darauf – und los ging es zum nach einer überschaubaren Anzahl an Übungsstunden zum Führzügelwettbewerb, den Einstieg in die Turnierreiterei.

 

Über den Spaß in die Leistung

„Erstaunlich, wie die Kleinen so schnell Vertrauen zu ihr gefasst haben“, freute sich Katharina Eitel über den Erfolg, der durch die Herangehensweise der erfahrenen Reitlehrerin Beate Schridde entstanden war. Diese weiß: „So geht es über den Spaß in die Leistung“.

Die Älteren wie Maya Sophie Mey, Elise Backes und Zoe Miltscheff-Petroff, Tochter des Ersten Vorsitzenden des Reitvereins Steinmühle, Manuel Miltscheff-Petroff, heimsten nicht zum ersten Mal Erfolge ein. Sie schnitten beim Turnier sehr gut ab und konnten gleichzeitig weitere wichtige Erfahrungen sammeln.

 

Sehr gute Ergebnisse

Elise Backes absolvierte den einfachen Reiterwettbewerb in der Abteilung und wurde in den Gangarten Schritt, Trab und Galopp bei sehr guten Ergebnissen geprüft. Auch Zoe Miltscheff-Petroff zeigte exzellente Leistungen. Die sehr guten Ergebnisse wogen umso höher, als der Wettbewerb in der Nachbarschaft eines laufenden Tennisturniers stattfand. Weder Tiere, noch Reiterinnen oder Reiter ließen sich von Abschlägen, Ballgeräuschen oder dem ein oder anderen Ausruf der Spielenden beirren. Beate Schridde: „Das ist für die Pferde als Fluchttiere  manchmal ein Anlass, das Weite zu suchen, aber alle waren ganz entspannt“.

 

Reiten im Internat Steinmühle

„Entspannt“ ist gleichzeitig das Stichwort für die reiterische Zukunft aller Reitschülerinnen und Reitschüler, die in Schule&Internat Steinmühle reiten oder dies lernen möchten. Unser Netzwerk ist beachtlich, und es spricht sich herum, wenn gute Arbeit gemacht wird. Auch reitbegeisterte Internatsschüler sind daher – mit oder ohne eigenem Pferd – willkommen in der Steinmühle. Dort fühlen sich nicht nur Mädchen auf dem Pferd wohl, sondern durchaus auch Jungen.

Der kleine Karl-Friedrich Eitel macht es vor.

 

(Angela Heinemann)

 

Abwechslungsreiche Austausch-Reise nach Châlons-en-Champagne 

Französisch gehört an der Steinmühle zum Sprachenangebot. Über ihre Reise nach Châlons-en-Champagne berichten unsere Schülerinnen und Schüler:

 

Unsere Reise begann am 26. April früh morgens am Hauptbahnhof in Marburg. Von dort aus fuhren wir mit dem Zug nach Châlons-en-Champagne, wo wir nach der Ankunft herzlich von unseren Gastfamilien empfangen wurden. Unser Lehrer Kevin Völlmig hat uns bei dem Austausch begleitet.

Der darauffolgende Montag startete morgens um 8 Uhr mit dem gemeinsamen Schulbesuch, bei dem wir bis zur Mittagspause am regulären Unterricht unserer Austauschschülerinnen und -schüler teilnahmen. Am Nachmittag folgte bis 17 Uhr ein intensiver Deutschunterricht bei der Fachlehrerin Madame Cordier. Aufgrund der Reiseanstrengungen traten alle Deutschen im Anschluss direkt den Heimweg an, um sich auszuruhen.

 

Empfang im Rathaus

Auch der Dienstag begann mit zwei Unterrichtsstunden, bevor eine Stadtrallye auf dem Programm stand. Diese führte uns zum Rathaus, wo wir vom stellvertretenden Bürgermeister empfangen wurden. Nach dem anschließenden Mittagessen in der Schule wurde der Unterricht bis 16 Uhr fortgesetzt.

Am Mittwoch hatten wir zunächst zwei Stunden Deutschunterricht, bevor der restliche Tag zur freien Verfügung stand. Die Gruppe verbrachte den Nachmittag gemeinsam in der Innenstadt, ging zusammen essen und kehrte danach in die Gastfamilien zurück.

 

Ausflug nach Paris

Am Donnerstag stand ein Ausflug nach Paris an. Die deutsche Gruppe traf sich um 8 Uhr am Bahnhof und besuchte nach Ankunft in der Hauptstadt zunächst den Louvre. Nach einem anschließenden Spaziergang zum Eiffelturm und einem gemeinsamen Mittagessen in einem Burgerladen blieb noch Zeit fürs Shopping in der Galeries Lafayette. Abschließend wurde die berühmte Avenue des Champs-Élysées besucht, bevor am Abend die Rückreise angetreten wurde.

 

Gemeinsame Poolparty

Das Wochenende stand im Zeichen der Gemeinschaft: Am Freitag versammelten sich alle Austauschschülerinnen und -schüler bei der Gastfamilie von Lunes zu einer gemeinsamen Poolparty. Ein Teil der Gruppe nutzte den Samstag für einen Ausflug nach Reims, der neben dem Besuch einer Trampolinhalle auch einen Einkaufsbummel bereithielt. So klang der letzte gemeinsame Abend aus.
Am Sonntagmorgen verabschiedeten wir uns schließlich von den Gastfamilien und traten die Heimreise an, sodass wir am Abend wieder in Marburg eintrafen.

(Französisch Kl. 9 – Arthur, Ceysu, Lunes, Noah, Zoe + Margarete (Kl.8)

Steinmühlen-Schülerin Marie Grosse gewann den Ersten Marburger SchulSlam 

Diesmal war es die Bühne statt des Klassenzimmers: Am Mittwochabend, 10. Juni, fand an der Steinmühle der erste Marburger SchulSlam statt. Dreizehn Schülerinnen und Schüler von drei Marburger Gymnasien stellten sich mit selbst geschriebenen Texten dem Publikum – und einem Slam-üblichen Wertungsverfahren: Über den Einzug ins Finale entschied das Publikum mit seinem Applaus.

Hinter der Premiere steht eine Kooperation der Elisabethschule (Ute Trautwein), des Gymnasiums Philippinum (Christian Steiner) und der Steinmühle (Kristina Sokoli und Björn Wagner), die zunächst an jeder Schule einen Schreibworkshop durchgeführt hatten. Die dabei entstandenen Texte fanden ihren Weg dann auf die Bühne.

 

Bestsellerautorin Leah Weigand erklärte, wie Poetry Slam funktioniert

Moderiert wurde der Abend von der Marburger Spoken Word Künstlerin und Bestsellerautorin Leah Weigand, die dem Publikum zunächst erklärte, wie ein Poetry Slam überhaupt funktioniert: nur eigene Texte, maximal 6 Minuten, keine Requisiten – und ca. 130 Personen im Publikum, das am Ende durch „Erklatschen“ des Siegers auch zur Jury wird.

Inhaltlich nahmen die jungen Poetinnen und Poeten kein Blatt vor den Mund. Ihre Texte kreisten um Themen wie Respekt und Gleichberechtigung, um mentale Gesundheit, die großen Fragen und den Sinn des Lebens – Themen, die das überwiegend junge Publikum sichtlich berührten. In der Vorrunde traten insgesamt neun Künstlerinnen, Künstler oder Teams an; in einer Pause konnten die Gäste die im Raum aufgehängten Texte in Ruhe nachlesen und miteinander ins Gespräch kommen.

 

Elisabethschule, Philippinum und Steinmühle im Rennen

Die Elisabethschule war mit Rou AbdAlrahman, dem Duo Nikas Schmidt und Leonie Schultz sowie dem Trio Maria Traute, Jara Jahn und Louis Klöck vertreten. Das Philippinum schickte Mara Dumitru und Louise Malévé ins Rennen. Für die Steinmühle gingen Christabel Okafor, Marie Grosse, Sophia Hach sowie das Duo Ida Kraft und Lennard Kröger an den Start.

Nach den Vorrunden ermittelte das Publikum zuerst drei Finalteilnehmende, die mit einem zweiten Text nochmal alles gaben. Am Ende setzte sich Marie Grosse durch und gewann damit den ersten Marburger SchulSlam.

 

Projekt gefördert durch das HBB

Möglich war der reibungslose Ablauf durch das Technik-Team „Sound&Light“ der Steinmühle. Gefördert wurde das Projekt durch das Büro des Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerks für Begabungsförderung (HIBB), das als Teil des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen für die Förderung von Talenten zuständig ist.

Dass mit diesem ersten SchülerSlam noch nicht Schluss sein darf, lag nach dem Applaus des Abends nahe: Der erste Marburger SchulSlam zeigte, wie viel Mut, Wortgewandtheit und offene Fragen in jungen Menschen stecken – und dass Marburgs Schulen dafür gern gemeinsam eine Bühne bauen.

(Björn Wagner/Kristina Sokoli)

 

 

Die Steinmühle trauert um Günter Eschenbrenner

Die Steinmühle trauert um Günter Eschenbrenner (*21.01.1956 – 02.06.2026).

Von 1988 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2022 unterrichtete Günter Eschenbrenner die Fächer Latein und Ethik an der Steinmühle.

 

Sein Bestreben war es, der Philosophie einen prominenten Raum innerhalb der Steinmühle zu geben. Sowohl im Latein- als auch im Ethikunterricht schätzten vor allem diejenigen Schülerinnen und Schüler sein Engagement, die Freude daran entwickeln, Zusammenhänge vertieft zu Ende zu denken.

 

Im Bereich des Wahlunterrichts bot Günter Eschenbrenner sehr erfolgreich Kalligrafie-Kurse an. Die Produkte seiner Schülerinnen und Schüler, die sich durch Ästhetik, Präzision und ein harmonisches Gesamtbild auszeichnen, schmücken teilweise noch heute die Flure unserer Schulgebäude.

 

In Erinnerung wird auch Günter Eschenbrenners Humor bleiben: Ob ein scharf und trocken formuliertes Diktum eine die Diskussion belebende Provokation war oder pure Ironie, erschloss sich seinen Gesprächspartnern oft erst durch sein entlastendes Lächeln.

 

Gegen Ende seiner Dienstzeit erlitt Günter Eschenbrenner einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nie vollständig erholen konnte. Am Dienstag, dem 2. Juni 2026, ist er verstorben.

 

Wir danken ihm herzlich für seine Arbeit und sein Engagement.

 

Eltern-Support bei Regatten förderte Spaß und Geselligkeit
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„Das waren zwei schöne Regatten für die Steinmühle“ schwärmt Cheftrainer Martin Strohmenger von den jüngsten Wettbewerben der aktiven Steinmühlen-Ruderer.

Dabei schaut er zunächst zurück auf die Internationale Juniorenregatta in Köln. Dort entschied Janina Conrad den Vorlauf mit einem Abstand von 13 Sekunden mit Platz 1 für sich und startete am nächsten Tag im A-Finale in einer Renngemeinschaft mit Bremen und Berlin in einen fulminanten Wettkampf. Mit Platz 6 von 36 belegte das Boot der Athletin, die erst vor anderthalb Jahren mit dem Rudersport anfing, einen hervorragenden Rang. „Eine Explosion an Leistung, die bei Janina noch lange nicht beendet ist“, kommentierte „Stromi“.

 

Harmonie und familiäre Atmosphäre

Am selben Wochenende war das Areal rund um die Gießener Pfingstregatta das Aktionsgelände für viele Steinmühlenruderinnen und -ruderer. „Da hat einfach alles harmoniert“, freut sich der Trainer über Zugewandheit und Unterstützung etlicher mitgereister Eltern.

Ungeachtet des Alters und des Leistungsstandes hielten alle zusammen, halfen sich gegenseitig und feuerten sich untereinander an. – Die familiäre Atmosphäre, in der jeder jedem half, motivierte zu Höchstleistungen, unseren Para-Hochleistungsruderer Lennart Koch eingeschlossen.

 

Rudern gegen den Abi-Stress

Lilu Schmidt lieferte ein gewohnt starkes Ergebnis und gewann bei den Juniorinnen zwei Rennen im Einer. Leonard Hilger (14) gewann bei im Einer sein erstes Rennen überhaupt – und das mit weitem Vorsprung! Neu am Start war auch Ricardo Tapia, der sich schnell in die Materie einfand. Jacob Romsdorfer ließ sein Ruderboot trotz Abi-Pauken nicht im Stich und startete trotzdem. Welch eine große Geste – das nennen wir ausgleichendes Kontrastprogramm.

Aufgrund Verletzung musste Freya Dorndorf pausieren. Sie wurde ersetzt durch Emma Schütt. Zusammen mit Lotta Funk holte sie im Doppelzweier Platz 2. Am Ende stellten sich alle drei Mädchen dem Fotografen.

Viel Geschick und Konzentration beim Rudern bewies Salentin Wittgenstein. Er gewann sein Rennen deutlich, und wir sind sicher, dass wir von dem Zwölfjährigen sportlich noch einiges zu sehen bekommen.

 

(Angela Heinemann)