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Möglichkeit therapeutischer Gespräche: „Das Angebot ist da“

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Die eigenen Gedanken drehen sich im Kreis, enge Vertraute wissen auch keine Lösung und ansonsten möchte man mit dem Problem auch nicht überall hausieren gehen: Wer Redebedarf hat und gerne mal eine Meinung „von außen“ einholen möchte, für den gibt es an der Steinmühle seit Schuljahresbeginn eine neue Ansprechpartnerin: Maria Sideraki. Sie steht allen zur Verfügung, die nicht weiterkommen in einer Angelegenheit, die sie stark beschäftigt oder die sie ändern möchten.

Hilfestellung in verschiedenen Lebenslagen kann vieles bedeuten. Ein Schüler fühlt sich gemobbt, Eltern bereitet die Entwicklung ihrer Tochter Sorgen, eine Lehrkraft sieht sich nahe am Burnout, ein Angestellter aus der Verwaltung leidet unter dem schlechten Verhältnis zu Kollegen. – All diese Beispiele sind fiktiv. Sie sollen nur eines zeigen: Jeder, egal in welcher Rolle innerhalb der Steinmühlengemeinde, kann das Angebot von Maria Sideraki wahrnehmen. Der Leiter der Sekundarstufe I, Frank Wemme, weiß um die Vorurteile, die sich teils bis heute halten: „Nein, man ist nicht verrückt, bloß weil man mal therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt. Es gibt zahlreiche Situationen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen können. Das kann auch der Verlust eines Menschen durch Trennung oder gar Tod sein oder zum Beispiel auch eine ärztliche Diagnose. Das Gesprächsangebot ist da. Man muss es nur annehmen.“

Maria Sideraki lebt seit ihrem 7. Lebensjahr in Deutschland. Die gebürtige Athenerin wohnte mit Eltern und Geschwistern zunächst in Kassel, besuchte dort das Gymnasium und absolvierte nach Abitur und Freiwilligem Sozialem Jahr das Studium der Psychologie und der Erziehungswissenschaften in Marburg. „Das war die Zeit meines ersten Kontaktes zur Steinmühle“, erinnert sie sich. Sie wohnte damals im Bremerhaus.

Einige Monate nach ihrem Studienabschluss kam ihr Sohn zur Welt. Die folgenden zwei Jahre Elternzeit sind der einzige „persönliche“ Zeitraum in Maria Siderakis Vita, die ansonsten einen beeindruckenden Umfang beruflicher Tätigkeiten im psychotherapeutischen und pädagogischen Bereich aufweist, flankiert durch ein rundes Dutzend Praktika, Weiterbildungen und ehrenamtliche Tätigkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die viersprachige Therapeutin (Griechisch, Deutsch, Englisch, Arabisch) im Laufe der Jahre und Jahrzehnte viele therapeutische Maßnahmen geleitet, viele Situationen begleitet und viele Menschen betreut hat – unabhängig von deren Alter oder auch Nationalität. Zu nennen sind unter anderem die Mitarbeit im Bereich der Psychogeriatrie in einem Marburger Altenheim, die Durchführung von Alphabetisierungskursen für junge Erwachsene in Wetzlar und die Durchführung von Trainings für Kinder und Jugendliche im Bereich ADHS und Sozialkompetenz in einer Gießener Kinderarztpraxis. In einige der Kurse wurden auch die Eltern miteinbezogen. Seit 2015 arbeitet Maria Sideraki in einer Gießener Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie in der Durchführung testpsychologischer Diagnostik. Parallel dazu ist sie am Rhön-Klinikum Gießen-Marburg, Standort Gießen, im Sozialpädiatrischen Zentrum/Neuropädiatrie tätig. Dort arbeitet sie in der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen und ist Leiterin der Regulationsambulanz.

Termine bei Maria Sideraki:

Alle Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und Mitarbeitende der Steinmühle können das Gesprächsangebot von Maria Sideraki wahrnehmen. Im Bedarfsfall können auch Hospitationen in Klassen stattfinden. Einzelgespräche sind auf 45 Minuten ausgelegt. Folgetermine sind im Bedarfsfall möglich. Maria Sideraki unterliegt der Schweigepflicht. Über die stattgefundenen Sitzungen finden ihrerseits keinerlei Gespräche mit Dritten statt. Kostenträger des Angebotes sind Schule Steinmühle und Internat Steinmühle jeweils zur Hälfte. Gesprächstermine bei Maria Sideraki sind über Frank Wemme erhältlich, E-Mail frank.wemme@steinmuehle.net. Für die Kontaktaufnahme wird ebenfalls Vertraulichkeit zugesichert.

3. März 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/03/01.jpg 902 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-03-03 09:47:202026-06-08 14:27:05Möglichkeit therapeutischer Gespräche: „Das Angebot ist da“

Das Jahr wieder mit Nächstenliebe ausklingen lassen – Schüler:innen engagieren sich ehrenamtlich für alte und bedürftige Menschen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement

Im letzten Jahr begann alles mit einer kleinen Idee: Nächstenliebe aktiv leben. Pädagogin Francine Olschewski konnte auch in diesem Jahr wieder Schüler:innen des Internats Steinmühle für zwei ehrenamtliche Projekte begeistern. Wie bereits im vergangenen Jahr bastelten die Schüler:innen zur Vorweihnachtszeit wieder selbst Karten, die an alleinlebende alte Menschen in Marburg verteilt wurden. Neu kam in diesem Jahr noch eine Kooperation mit der Tafel in Marburg hinzu.

Eine neue Vorweihnachtstradition: alten Menschen eine Freude machen

Über 100 selbst gestaltete Weihnachtskarten wurden für den Verein Arbeit und Bildung e.V. in Marburg angefertigt, die an alleinstehende einsame alte Menschen in Marburg als erneuter Weihnachtsgruß aus der Steinmühle verteilt wurden. Bei einigen Übergaben waren Schüler:innen des Internats Steinmühle selbst mit dabei. Von Tür zu Tür gingen die Schüler:innen und überraschten einige alte Menschen mit einem kurzen persönlichen Besuch.

Einige der alten Mitbürger:innen erinnerten sich sogar noch an die Aktion vom letzten Jahr: „Oh, wie schön, dass ihr wieder da seid!“, freute sich eine 93-jährige Dame, „Ich hatte all meinen verbliebenen Freunden von eurer tollen Aktion im letzten Jahr berichtet. Umso mehr freue ich mich, dass ihr auch in diesem Jahr wieder an mich denkt. Das rührt mich sehr!“

Nächstenliebe schafft Emotionen und ein Gefühl der Teilhabe – sowohl bei Schüler:innen als auch bei den alten Mitmenschen

Auch die Schüler:innen waren in diesem Jahr wieder sehr ergriffen von der Aktion. „Es ist so etwas Simples für uns, wir gehen einfach nur zu den Menschen und wünschen Ihnen frohe Weihnachten. Und diese kleine Geste bewirkt so viel, das rührt mich total!“, berichtet Schülerin Verena sichtlich ergriffen.

„Ich bin in diesem Jahr das erste Mal dabei.“, erzählt Schüler Niclas, „Es war unglaublich, wie viele Emotionen da rüber kamen von den alten Menschen. Ich möchte auf jeden Fall wieder an so einer Aktion teilnehmen, es ist so schön zu sehen, dass wir mit so einen kleinen Besuch so viel Freude schenken können!“ Und Schüler Felix begeisterte mit seinen begnadeten Gesangseinlagen vor den Haustüren der besuchten Menschen dabei auch in diesem Jahr wieder Alt und Jung gleichermaßen.

Wenn aus einer Idee ein Projekt wird: Internatsschüler:innen wollen sich langfristig ehrenamtlich betätigen

Die authentische und liebevolle Rührung war auf beiden Seiten deutlich spürbar: Sowohl Schüler:innen als auch die überraschten alten alleinlebenden Menschen waren über jede einzelne Begegnung sehr dankbar. Auch Angela Schönemann, Mitarbeiterin des Arbeit und Bildung e.V., zeigte sich wieder sehr bewegt: „Es freut mich sehr zu erleben, dass junge Menschen sich so sehr für alte Menschen einsetzen und wir die Generationen so ein bisschen näher zusammen bringen können. Ich bin unglaublich dankbar für den Einsatz dieser jungen Menschen, das bedeutet gerade für alte alleinlebende Menschen so viel!“

Und da das Projekt „In Würde teilhaben“ seitens der Stadt Marburg auch in 2022 wieder finanziert wird, wird die Kooperation mit den Schüler:innen der Steinmühle auch für das kommende Jahr bestehen bleiben. „Eigentlich würden wir unser Engagement gerne noch weiter ausbauen“, berichtet Pädagogin Francine Olschewski, „jedoch kommt uns die Pandemie immer wieder dazwischen. Aber wir werden auch in 2022 kreative Wege finden, um diese ehrenamtlichen Aktionen weiterführen zu können.“

Nächstenliebe kennt keine Grenzen: Zusätzliche Kooperation mit der Tafel in Marburg

Und so zeigte sich diese Kreativität auch bereits in der Weiterentwicklung der ehrenamtlichen Bestrebungen kurz vor Weihnachten am Internat Steinmühle: Die Schüler:innen und Pädagog:innen backten Plätzchen aller Art, Zimtschnecken und Kuchen, die auf dem Pausenhof auf dem Schulgelände für einen weiteren guten Zweck verkauft wurden.

„In diesem Jahr sind wir eine weitere Kooperation mit der Tafel in Marburg eingegangen. Wir wollten mithilfe des Verkaufs unserer selbstgebackenen Leckereien Spendengelder sammeln, um davon für bedürftige Familien weihnachtliche Pakete mit Essen zusammenzustellen“, berichtet Organisatorin Francine Olschewski. „Dabei kam eine unglaubliche Summe von fast 650 Euro zusammen!“

Leckere Überraschungen für 12 bedürftige Familien

So konnten in Absprache mit der Tafel Marburg für insgesamt 12 bedürftige Familien reichhaltige Pakete mit Klößen, Gulasch, Rotkohl und weiteren Grundnahrungsmitteln und weihnachtlichen Überraschungen gepackt werden, die kurz vor Weihnachten noch durch die Tafel Marburg an die Familien persönlich verteilt wurden. „Das hätten wir uns nie erträumen können, mit einer Aktion für so viele Familien so viel Gutes tun zu können“, berichtet Pädagogin Francine Olschewski glücklich.

Auch Frau Vaupel, die 1. Vorsitzende der Tafel Marburg, zeigte sich begeistert von der Aktion des Internats Steinmühle: „Das ist eine wunderbare Aktion und vorweihnachtliche Überraschung für diese bedürftigen Familien. Ich bin begeistert von diesem Einsatz der Schüler:innen!“

Enthusiastisch geht es Richtung 2022

Und so neigt sich das Kalenderjahr dem Ende entgegen. „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!“, meint Schülerin Viviana, „Da kann Corona machen, was es will, wir werden uns wieder ehrenamtlich engagieren!“

Und mit diesem Gefühl der Nächstenliebe und der Achtsamkeit für uns alle verabschiedet sich das Internat Steinmühle aus dem diesjährigen Kalenderjahr. Kommt alle wohl behütet und gesund in das neue Jahr, wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit allen Steinmühler:innen und blicken vorfreudig auf die kommenden Aktionen.

 

4. Januar 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/12/img_2601-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2022-01-04 14:01:562026-06-08 13:27:53Das Jahr wieder mit Nächstenliebe ausklingen lassen – Schüler:innen engagieren sich ehrenamtlich für alte und bedürftige Menschen

Schulranzen und Ausstattung auf Hilfstransport nach Sibiu

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement

Insgesamt 45 gut erhaltene Schulranzen gingen diesesmal im Rahmen eines Hilfstransports auf die Reise in unsere rumänische Partnerstadt Sibiu. Schon seit Jahren unterstützt die Steinmühle unter Regie von Schulleiter Bernd Holly die Schulranzen-Aktion des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) Marburg und arbeitet dabei mit dem Verein „Hilfe für Sibiu/Hermannstadt“zusammen. Alljährlich fragt Bernd Holly bei den neuen Fünftklässler*innen nach abgelegten Ranzen, um diese noch einer nützlichen Verwendung zuzuführen. „Bei nicht wenigen Kindern in Rumänien liegen die Ranzen unterm Tannenbaum, da sich die Familien oft keine neuen Schultaschen leisten können“, berichtet er. „Rund 500 Ranzen sind auf diese Weise schon nach Rumänien gelangt,“ bilanziert Holly und erwähnt, dass auch ausrangierte Schulmöbel, Computer, Beamer und alle Kreidetafeln der Steinmühle per Hilfstransport in die Partnerstadt geliefert wurden. – Eine herzliche Geste, die außerdem noch zu mehr Nachhaltigkeit beiträgt.

17. Dezember 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/12/Sibiu1-scaled.jpg 728 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-12-17 13:16:292026-06-10 20:58:27Schulranzen und Ausstattung auf Hilfstransport nach Sibiu

Berufsinformationstag: Insider-Infos und beliebteste Jobs

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Der alljährliche Berufsinformationstag in Zusammenarbeit mit dem Rotary-Club Marburg-Schloss hat an der Steinmühle bereits Tradition. 2020 konnte er pandemiebedingt nur virtuell stattfinden. Ein neues Format ermöglichte in diesem Jahr die corona-konforme analoge Durchführung der Veranstaltung, deren Angebot konstant beliebt und nachgefragt ist.

Dank des großen Platzangebotes im Atrium hatten die Organisatoren Hans-Heinrich Bähr vom Berufsdienst im Rotary-Club Marburg-Schloss und Steinmühlen-Lehrerin Dr. Claudia Röder den Entschluss gefasst, jedem Vertreter und jeder Vertreterin eines bestimmten Berufes einen separaten Raum oder eine Extra-Ecke zuzuweisen. Dieses Angebot wurde gut angenommen. Schulleiter Björn Gemmer begrüßte die Teilnehmenden und freute sich über das allerseits rege Interesse.

 

Architektur stark nachgefragt

Insgesamt standen den Schülerinnen und Schüler die Vertreter*innen aus 20 Berufen für Fragen zur Verfügung. Am stärksten besucht war das Angebot im Fach Architektur, was von Thomas Oesterle, dem Architekten der neuen Steinmühlen-Gebäude, repräsentiert wurde – in Anbetracht der derzeitigen Auslastung aller bestehenden Architekturbüros vielleicht keine schlechte Überlegung, sich in diese Richtung zu orientieren. Gut besucht waren auch die Angebote in den Bereichen Medizin, Psychologie, Unternehmensberatung und Journalismus. Als neue Berufe in diesem Veranstaltungsrahmen waren Apotheker*in, Mechatroniker*in, Theaterintendant*in und die Stadtwerke mit technischen und kaufmännischen Tätigkeiten vertreten.

Die Zwölftklässler*innen zeigten sich an diesem Abend angetan von dem Berufsinformationsangebot, was sie wie folgt zum Ausdruck brachten:

Lasse Siener: „Es gab gute Einblicke in unterschiedliche Berufe, schön, dass für jeden was dabei war“.

Felix Mittag: „Es gab gute Gespräche in guter Atmosphäre, dennoch hätte ich gerne mehr Zeit gehabt und auch noch eine vierte Runde. Es war sehr angenehm, dass die Gespräche auf Augenhöhe stattfanden“.

Tillmann Molzberger: „Bei der Berufsbörse wurden Klischees ausgeräumt und man hat viel über den realen Berufsalltag erfahren“.

Jan Siegwolf: „Es war eine gute Veranstaltung, man hat neue Einblicke bekommen und es konnten konkrete Vorstellungen über den jeweiligen Beruf mitgegeben werden“.

Lutz Lehning: „Es war eine echt geile Veranstaltung, aber mit zu wenig Zeit“.

6. Dezember 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/12/07-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-12-06 08:56:322026-06-10 20:59:49Berufsinformationstag: Insider-Infos und beliebteste Jobs

Neue Ausstellung in der Steinmühle: Erinnerung an Menschenrechte und ihre Grundlagen

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Eine neue Ausstellung in der Steinmühle mit Exponaten im Atrium, im Centrum und im Hauptgebäude steht unter dem Thema „Human Rights“. Sie stammt von Thomas Gebauer, Künstler und Aktivist, dessen vorherige Präsentation „Menschen Vielfalt Zukunft“ bereits großen Anklang fand.

Die Ausstellung ist als Werkzeug der Zukunftswerkstatt Demokratie Bildung zu sehen, teilt Kunstlehrerin Ines Vielhaben mit. Mitglieder ihres Wahlunterrichts (WU) Kulturallee der Klasse 10 waren tatkräftig an Arrangement und Hängung beteiligt.

Die Human Rights-Ausstellung besteht aus 28 großformatigen Fotografien, in die sowohl in englischer als auch in arabischer Sprache die Menschenrechte bildlich eingearbeitet sind. Sie zeigen Motive und Situationen aus den Zusammenhängen der Demokratiebewegung (2011/12) innerhalb des Arabischen Frühlings in Sfax, der tunesischen Partnerstadt Marburgs und thematisieren den Ruf der Menschen in Tunesien nach Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit während dieser Zeit. Ergänzt werden die von Thomas Gebauer stammenden Fotografien durch Plakate der Basic Rights – Survival Goods Plakatausstellung, mit der das Thema Demokratie als Grundlage, Perspektive und Voraussetzung für die von Freiheit und Gerechtigkeit getragene menschenwürdige Teilhabe am Leben dargestellt wird sowie der Zugang zu den existenziellen Überlebens-Ressourcen im globalen Kontext gezeigt wird.

 

Einbindung in Unterricht möglich

Thematisiert werden die von der UN im Jahre 1948 festgeschriebenen 30 grundlegenden Menschenrechte im Zusammenhang mit den für Leben und Überleben wichtigen Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser, Ernährung, Bildung, Gesundheit, Gerechtigkeit. Die gesamte Human Rights-Ausstellung hat der Initiator Thomas Gebauer als mobilen Ausstellungsbaustein hochwertig auf LKW-Plane produziert, sodass sie von Schulen und Bildungsträgern im gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einer entsprechenden didaktischen Anleitung ausgeliehen werden kann.

„Die Ausstellung“, so Steinmühlen-Kunstlehrerin Ines Vielhaben, „kann auf verschiedene Weise in den Fachunterricht eingebunden werden“. Denkbar sind Projekttage, Themen- und Block-Unterrichtsbesuche in allen Jahrgängen, eine Abendveranstaltung als Kulturveranstaltung mit einem Lichtbildervortrag und anschließender Diskussion. Bei Interesse steht Thomas Gebauer als Direktkontakt zur Verfügung (agent21 Zukunftswerkstatt, E-Mail: thomas.a.gebauer@gmail.com).

19. November 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/image0-scaled.jpeg 775 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-11-19 12:06:152026-06-10 21:00:47Neue Ausstellung in der Steinmühle: Erinnerung an Menschenrechte und ihre Grundlagen

Berufsorientierung im Dickicht der Angebote: Gegen die Angst, Fehler zu machen

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

40 Prozent aller Studierenden brechen ihr Studium ab – bei über 20.000 Studiengängen in Deutschland kein Zeichen mangelnder Möglichkeiten, sondern ein Hinweis auf falsche Auswahl. „Den richtigen Beruf zu finden, ist eine Sache der Analyse eigener Fähigkeiten und vor allem eine Sache des Selbstvertrauens“ – das meint das 15köpfige Team des jungen Unternehmens „Mein Mutiger Weg“. Es zeigt an Schulen, wie es laufen könnte – und was man als junger Mensch tun sollte.

Über 20.0000 Studiengänge, über 320 Ausbildungsgänge. Darf es noch etwas mehr sein? Eher nicht. Die meisten jungen Leute studieren BWL. Das Fach verheißt Sicherheit, ähnlich wie Jura, oder Bedarf, wie Psychologie. Zusammen mit Humanmedizin, Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften sind das die „Renner“. Im schlechtesten Fall werden junge Menschen von ihrem Umfeld in Berufe hineingedrängt. Ein größeres Problem ist aber die Angst, Fehler zu machen, so heißt es an dem Vormittag in der Steinmühle. Berufsorientierung für den Jahrgang 11, der häufig noch nicht weiß, wo nach dem Abi die Reise hingeht.

 

Die eigenen Stärken ermitteln

Abitur – was dann? Die Frage gab es schon immer. Sich im Dickicht der Angebote zurechtzufinden, die eigenen Stärken herauszuarbeiten und den Weg entsprechend zu gehen, scheint aber schwerer zu sein denn je. Mit einem Start Up-Unternehmen sind die Brüder Pascal und Frederic Keller angetreten, die Situation junger Menschen zu verbessern, „…wir waren selbst mal drin.“ Nun touren die beiden Pfälzer mit ihrem Team durch die gesamte Republik, um Schüler*innen zu erzählen, wie Berufsorientierung zielführend laufen kann. Ihre Mission: „Mein Mutiger Weg“.

Mit einem Workbook, einem lebendigen Vortrag auf Augenhöhe mit den Schüler*innen und in deren Sprache führen Pascal und Frederic Keller anhand zahlreicher Beispiele mitten aus dem Leben durch den Vormittag. Eine Liste mit Berufen – komplett unsortiert – vermittelt eine leise Ahnung über die Vielfalt der Möglichkeiten.

Die jungen Leute aus dem Veranstalter-Team, selbst unter 30, räumen ein: „Mancher weiß schon im achten Schuljahr, was er werden möchte.“ Ist das nicht der Fall, gehe es darum die eigenen Stärken zu ermitteln. „Fragt doch mal Mitschüler und Freunde, die euch näher kennen, worin ihr gut seid,“ so ein Hinweis.

 

Erfahrungen sammeln durch Praktika

Die Ermittlung der eigenen Stärken könne auch gut durch Praktika erfolgen. Immerhin 53.000 freie Praktikumsstellen gibt es in Deutschland. Sei hier etwas dabei, gehe es an die Bewerbungen – eine weiterer Schritt, eine Hürde. Was möchte der Entscheider hören?

Im Vorstellungsgespräch nach den Stärken gefragt, antworteten viele Bewerber*innen mit Standards. „Ich bin zuverlässig“, „Ich bin kreativ“ – so lasse sich kaum mehr jemand beeindrucken. Es gehe vielmehr darum, zu berichten, was einem selber schon Gutes gelungen ist, was man schon gemacht hat, auch jenseits der Schule, selbst wenn es ungewöhnlich sei. „Habt das Selbstvertrauen, darüber zu reden, was ihr könnt. Eine Geschichte, ein Beispiel. Daraus ersehen Personalchefs, in welche Richtung ihr geht. Gelungen sei die Berufswahl dann, wenn man seine Stärken im Arbeitsalltag so oft wie möglich einsetzen könne. Wenn man das realisieren könne, was einem im Leben wichtig sei.

 

Digitale Hilfe

Auf dem Weg dorthin könne bei der Berufsorientierung auch digitale Hilfe in Anspruch genommen werden. Simulierte Bewerbungsgespräche und eine Navigation durch das Dickicht der Angebote gehören dazu. Das Veranstalter-Team lädt Follower*innen auf seinen Instagram-Kanal @meinmutigerweg ein und empfiehlt auch die Plattformen www.traumjob-campus.de oder www.berufenet.arbeitsagentur.de.

Die Berufsberatung der Bundesanstalt für Arbeit wurde von der „Mutmacher-Crew“ ausdrücklich als einer von mehreren Bausteinen empfohlen. Für Schüler*innen der Steinmühle ist Annerose Glöckner die zuständige Berufsberaterin der Bundesanstalt für Arbeit in Marburg. Sie war bei der Steinmühlenveranstaltung ebenfalls vor Ort, kann unter anderem bei der Praktikumssuche helfen und bietet Einzelberatung für Schüler*innen der E-Phase. Kontakt: annerose.gloeckner@arbeitsagentur.de. Ansprechpartnerin für Berufsorientierung ist an der Steinmühle ist Dr. Claudia Röder.

4. Oktober 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/10/IMG_7371-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-10-04 10:20:332026-06-10 21:03:44Berufsorientierung im Dickicht der Angebote: Gegen die Angst, Fehler zu machen

Weltglücklichste Menschen: So lernt Finnland

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Das finnische Bildungssystem gilt als Aushängeschild in Europa. Zudem hat erst kürzlich der aktuelle „World Happiness Report“ das Ergebnis zutagegefördert, dass die glücklichsten Menschen der Welt in Finnland leben. Untersucht wurden immerhin die Daten aus 156 Ländern!

Was also hat es mit dem finnischen Bildungsystem auf sich, das doch die Weichen für’s Leben der jungen Menschen in Finnland stellt? Via Big Blue Button konnten die Steinmühlen-Lehrkräfte kürzlich einem Vortrag von Dr. Laura Hirvi folgen. Die Leiterin des Finnland-Instituts in Berlin berichtete über das finnische Bildungssystem.

 

Heimlernen möglich

Es sind grundlegende Unterschiede, die sich in Finnland im Vergleich zum deutschen Schulsystem auftun: Eine Schulpflicht gibt es zum Beispiel nicht. Wer aber meint, es würde deswegen nicht gelernt, der irrt gewaltig: „Die Finnen“, so Dr. Laura Hirvi, „lernen eigentlich lebenslang.“ Die Lernpflicht lässt sich in Finnland auch zu Hause erfüllen. Wer dies möchte, stellt einen Antrag auf Heimlernen. Die Aufnahme von Wissen beginne eigentlich schon vor der Schule. Das Land mit seinen 5,5 Millionen Menschen investiert bereits viel in seine Kindergärten, die Wissen auch spielerisch vermitteln.

 

Einheitsschule bis 16

Die Einheitsschule zwischen dem 7. und dem 16. Lebensjahr für alle Schülerinnen und Schüler folgt einer anderen Idee als hierzulande. Frühe Entscheidungen möchte man den jungen Menschen ersparen, die Chancengleichheit steige damit. Ein Ringen um die Abiturnoten vermeidet man dadurch aber nicht. „Es ist“, so Dr. Laura Hirvi, „in der gymnasialen Oberstufe ein wichtiger Wettbewerb.“ Währenddessen sind digitale Abiturprüfungen in Finnland Standard. 10 Wochen Sommerferien erlauben eine lange Pause jenseits vom Lernstoff.

Und die Menschen in der Schulgemeinde? Dr. Laura Hirvi berichtet von einem recht hohen Status der Lehrkräfte. Der Respekt vor ihnen sei hoch, ihre Arbeitszeit meist deutlich abgegrenzt und viele seien verbeamtet. Dass die Schüler*innen hingegen etwa strengen Regeln ausgesetzt sind, ließe sich nicht feststellen. Im Gegenteil sollen sie bewusst eigene Entscheidungen treffen. Und in der Tat seien Kinder in Finnland häufig früher selbstständig.

Allerdings gibt es mindestens eine Regel, die einfach „gesetzt“ ist: Von 8 bis 16 Uhr sind alle Schüler*innen versorgt, und die gemeinsame Mahlzeit ist Teil des Unterrichts. Das ist eben so. Und das kann nicht durch eine andere Entscheidung, etwa der Eltern, geändert werden.

Der Vortrag von Dr. Laura Hirvi erfolgte im Rahmen eines Erasmus-Projektes zum Thema Individualisierung von Lern- und Entwicklungsprozessen, an dem die Steinmühle zusammen mit dem Studienseminar und der Europaschule Gladenbach teilnimmt.

7. April 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/04/Titel-3.jpg 376 967 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-04-07 17:24:532026-06-10 21:13:41Weltglücklichste Menschen: So lernt Finnland

Ex-Schüler Vincent Haiges arbeitet als Krisenreporter

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Aufnahmen zerbombter Häuser, Kriegsszenarien, Staub, Schutt und Asche: Die Bilder des Irak ist aus den Nachrichten sind authentisch, aber nicht vollständig. Das eigentlich reiche Land mit großer Armut hat noch andere Facetten. Selfies, Shisha, Fahrradrennen, Billard und exzessiven Alkoholkonsum unter einer der Tigris-Brücken Badgads, unter der sich nachts junge Männer treffen. Nachts, „bei erträglichen 35 Grad“, wie Vincent Haiges sagt. Das Leben der Menschen findet draußen statt.

Zwei Jahre lang lebte der ehemalige Schüler des Internats Steinmühle im Irak. Erst im Norden, dann in der Hauptstadt. Auch andere Krisengebiete sucht er auf. Um den Finger in die sprichwörtliche Wunde zu legen, um einen Beitrag zur Transparenz für die Welt zu leisten, um auch andere Seiten kennenzulernen. Um Bilder zu vervollkommnen, Erklärungen zu liefern, Bildung zu transportieren.

 

„Freiheit hat Verantwortung“

Nach dem Abi ist Haiges erstmals gereist, mit 21 kam er nach Marokko. „Erzähl mir von Deutschland,“ hört er heute noch Mustafa sagen. Es war der Moment, als Haiges begann, die globale Ungleichheit wahrzunehmen. Nur, wohin mit der Erkenntnis? fragte er sich.

Ihm wurde klar: Freiheit hat Verantwortung. Vincent Haiges begann zu studieren. In Wien und London, Konfliktforschung und Internationales Recht.

Er verließ die Universität mit dem Masterabschluss in Politikwissenschaften. Ungebrochen sein Drang, Krisenherde dieser Welt aufzusuchen, die Ereignisse fotografisch abzuspeichern und zu präsentieren.

Über Bilder gelingt dies gut, seine Dokumentationen erfahren Resonanz. Ein hochkarätiger Stamm von Abnehmern im medialen Bereich interessieren sich für das, was Vincent Haiges zurück in das geschützte Mitteleuropa bringt: Der Spiegel, Deutsche Welle, Die Zeit, Goethe-Institut. Aber auch ausländische Publikationen: Aus Japan, der Schweiz oder sogar Al Jazeera. Vincent Haiges dokumentiert aus Krisengebieten auch für die UN.

 

„Sie trugen Masken – nicht wegen Corona“

Wenn der Reporter von Alkoholexzessen unter der Tigris-Brücke erzählt, will er Gewalt und Terror im Land nicht relativieren. Als die wohl schlimmste Erinnerung blieb ihm der Besuch eines Hochsicherheitsgefängnisses im nordirakischen Mossul. Durch Fotos, so Haiges, ließ sich wiedergeben, was dort passierte. Man sah Menschen, die Masken trugen.“…Aber nicht wegen Corona, sondern wegen Leichengeruch.“

Die Erlebnisse haben dem Reporter mit der Zeit eine gewisse Demut abgenötigt. In das Gewand eines Krisenreporters passt nicht jeder, auch wenn er schreiben oder fotografieren kann. Der Zugang zu Menschen, der erkennbare Wille, sich anzupassen, das signalisierte Interesse, einer von ihnen zu sein, wenigstens temporär.  Vincent Haiges lernte arabisch und arbeitet immer mit einer weiblichen Kollegin zusammen, die Interviews vor Ort mit Frauen führt sie – geschuldet der gesellschaftlichen Rolle der irakischen Frau. In deren Nähe ist ein fremder Mann tabu, als Interviewpartner sowieso. Das Hinzuziehen eines lokalen Produzenten und Übersetzers, eines so genannten „Fixers“, ist dennoch ein Erfordernis. – Ein Apparat, wenn auch überschaubar, der organisiert werden und funktionieren muss.

 

„Nicht zuviel auf einmal sehen“

Ob er nicht ausbrenne, wird Haiges bei dem Vortrag in der Steinmühle gefragt. Zur Ruhe komme er bei nötigen Auszeiten in seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg – ein Ort, dessen Name manchem Provinzbewohner schon per se Respekt einflößt.  Manche Elemente, um Kraft und Energie zu bewahren, seien althergebracht, aber dennoch bewährt, sagt Haiges: Pausen machen, nicht zuviel auf einmal sehen, gut essen und schlafen, Sport.

Sein unsichtbarer Gegenspieler: Posttraumatische Belastungsstören.

Vincent Haiges, Jahrgang 1988, hat noch Ruderlehrer Martin Strohmenger als Internats-Hausleiter erlebt. Erinnerungen sind auf beiden Seiten präsent, beider Programm ist heute freilich ein anderes. Während die Steinmühlengemeinde unter dem Eindruck des andauernden Lockdowns geruhsam ins neue Jahr startete, bereitete sich Haiges auf seinen nächsten Einsatz im Januar vor. Diesesmal Europa, Bosnien im kroatischen Grenzgebiet.

Ob er schon wieder so schnell bereit sein werde, wurde er gefragt, und die Antwort war eindeutig: „Glaube an das, was du tust. Es ist der wichtigste Resilienzfaktor.“

(Vincent Haiges hielt den Vortrag im Dezember unter Beachtung pandemiebedingter Vorschriften vor Schüler*innen der Jahrgangsstufe 13. Organisator der Veranstaltung war Bernd Hülsbeck, an der Steinmühle Lehrer für Politik und Wirtschaft sowie Geschichte).

2. März 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/03/Haiges-scaled-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-03-02 13:14:222026-06-10 21:14:08Ex-Schüler Vincent Haiges arbeitet als Krisenreporter

Vom Flüchtling zum Abiturienten: Steinmühle schreibt Geschichte

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Man könnte die Schilderungen mit „Es war einmal…“ einleiten. Doch ein Märchen ist es nicht. Als Hussam, Abdallah und Habib im Herbst 2015 an die Steinmühle kamen, hatten sie nichts in den Taschen, nur ein Ziel im Kopf: Das Abitur zu machen. Heute, fünf Jahre später, haben alle ihr Ziel erreicht. Und das ist keine Ansage aus dem Navigationsgerät, sondern das Ergebnis harter Arbeit.

Alle drei hatten keine Deutschkenntnisse, nur Ehrgeiz mitgebracht.  Sie waren Teil der Flüchtlingsgruppe, die als externe Jugendhilfeeinrichtung ihre Unterkunft im gemieteten Bremerhaus der Steinmühle bezog und auch auf dem Gelände beschult wurde.

Mit ihnen musste man rechnen: dem in Syrien geborenen Palästinenser Hussam, dem Syrer Abdallah und mit Habib, dem aus dem Iran stammenden Afghanen. Das galt nicht nur, aber besonders für den Mathematikunterricht. Alle drei wählten in Klasse 11 das Matheprofil. Mathematik ist international, anderer Unterricht auf breiterer deutschsprachlicher Basis die größere Hürde. Aber war es mit Mathe getan?


„Wir wussten, dass wir mussten“

Und wie haben sie trotzdem Deutsch gebüffelt! Den Einstieg nahmen sie zu Beginn in der Deutsch-Intensivklasse. „Wir wussten, dass wir mussten,“ erinnern sich die drei an das Lernen der komplett fremden deutschen Sprache, an der nun einmal nichts vorbeiging. „Uns hat sehr geholfen, dass wir 24 Stunden auf dem Gelände verbracht haben,“ erinnern sie sich. „Die Mitschüler haben uns stark unterstützt.“  

Und doch: Es war sehr, sehr hart. Sie bekennen sich zu der Durststrecke, zu Heimweh und alledem, was sich einstellt, wenn man seine Angehörigen zu Hause in Unsicherheit wähnt. Doch genau das war Antrieb, alles zu geben und diese Chancen zu nutzen, das eigene Leben so zu gestalten, wie man es sich im Traum ausgemalt hatte. Auch für die Daheimgebliebenen.

„Es war eine Erfahrung – auch für uns Lehrkräfte“, berichtet Björn Gemmer. Der Steinmühlen-Schulleiter und ehemalige Klassenlehrer der drei jungen Männer erinnert sich auch an Herausforderungen. „Es war insgesamt eine heterogene Gruppe, die alle das Ziel hatten, einen Abschluss zu machen. Da war keine Familie, auf die man zurückgreifen konnte.“ Religöse Aspekte kamen hinzu, wie der Ramadan zum Beispiel. „Darauf konnten wir aber schulorganisatorisch keine Rücksicht nehmen.“

Der Stolz, als Steinmühle diese Wege geebnet zu haben, überwiegt heute klar. Alle wirken entspannt, froh und voller Freude auf die Zukunft. Wirtschaftsinformatik wird es bei Habib und Hussam sein, Abdallah möchte Arzt werden, „Orthopäde“. Sein Abi machte er mit 1,1.  „Mein Traum vom Studium wurde hier erfüllt.“

16. November 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/11/01-scaled.jpg 901 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-11-16 11:15:112026-06-10 23:21:53Vom Flüchtling zum Abiturienten: Steinmühle schreibt Geschichte

Von Geldanlagen und Mieterpflichten: Zukunftstag ergänzt Schulwissen

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Als erstes Gymnasium in Marburg bot die Steinmühle eine Plattform für den sogenannten „Zukunftstag“. Ziel des Ausrichters, der „Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung“ aus Kassel, ist die Vermittlung von Kompetenzen in Sachen Finanzen, Wohnen, Steuern und Krankenversicherung an Oberstufenschüler.

Die vier Bereiche werden im Schulunterricht an weiterführenden Schulen nicht vertieft – zum Leidwesen vieler Schüler*innen, die zwar hohes Fachwissen aus der Schule mitnehmen, sich aber nicht mit Mietverträgen oder Geldanlagen auskennen.  Die Kasseler Initiative, ein gemeinnütziger Verein, dessen Aktive selbst noch nicht lange dem Schulalltag entwachsen sind, setzt genau hier an. Ihren Zukunftstag haben die jungen Leute seit Januar 2019 mehrere Dutzend Male in verschiedenen Schulen ganz Deutschlands abgehalten. Seit das Handelsblatt darüber berichtete, ist die Veranstaltung quasi ein Selbstläufer.

 

Referenten aus der Region

Das Wissen in den Bereichen Finanzen, Wohnen, Steuern und Krankenversicherung vermitteln in allen Fällen Fachleute aus der Region. Die Referenten werden durch den Verein engagiert und haben die Pflicht, Werbung für ihren Arbeitgeber zu unterlassen. Damit dies gewährleistet bleibt, erarbeitet der Verein zusammen mit den jeweiligen Experten im Vorfeld vorgegebene Inhalte.

An der Steinmühle sprachen Vertreter eines Geldinstitutes, eines Immobilienmaklers, einer Krankenkasse sowie ein Steuerberater. Nach der Veranstaltung wurden Feedback-Bögen an die Schülerschaft ausgegeben. Sie lieferten einen Überblick darüber, welche Bereiche die Experten besonders gut vermittelt hatten.

 

Initiative kommt aus Kassel

Ben Göbel ist Student der Wirtschaftswissenschaften in Kassel und betreute den Zukunftstag an der Steinmühle zusammen mit Anna Proetel. Sie studiert Soziologie und Politikwissenschaften und ist wie Ben Mitglied des veranstaltenden Vereins. Zusammen mit sechs weiteren Mitstreitern und einem Netzwerk aus Helfern arbeiten sie ehrenamtlich, waren zunächst in Marburg und kurze Zeit später praktisch gleichzeitig in München, Berlin und Gießen. Organisation und Logistik werden finanziell von Stiftungen unterstützt. Auch das Hessische Kultusministerium gehört zu den Förderern. Es sieht die Initiative nicht als Konkurrenz zur Schule, sondern als Ergänzung.

1. Oktober 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/10/07-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-10-01 11:30:132026-06-10 23:24:08Von Geldanlagen und Mieterpflichten: Zukunftstag ergänzt Schulwissen
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