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powiPlus – für alle, die mehr wollen als normalen PoWi-Unterricht

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Talentförderung

Für die 9. und 10. Klasse startet die Steinmühle im kommenden Halbjahr mit dem powiPlus-Projekt. Die Fachlehrer Phillip Knaack und Dr. Claudia Röder erläutern dies den Schülerinnen und Schülern: „powiPlus ist für alle, die mehr wollen als normalen PoWi-Unterricht.

Kontakte in die Politik, Besuch von Parlamenten und Betrieben

Hier geht es um echte Themen, die euch betreffen: Wahlen, Politik vor Ort, Wirtschaft, Unternehmen, Europa – und darum, wie ihr mitreden und mitgestalten könnt. Ihr diskutiert mit Politikerinnen und Politikern, macht Planspiele, besucht Parlamente und Betriebe, arbeitet im Team an eigenen Projekten und probiert aus, wie Politik und Wirtschaft wirklich funktionieren. powiPlus ist freiwillig, aber verbindlich – ohne Noten, dafür mit einem Zertifikat und richtig guten Erfahrungen. Ideal, wenn du PoWi spannend findest oder später den Leistungskurs belegen willst.“

Mehr Info unter powiPlus.

Phillip Knaack und Dr. Claudia Röder freuen sich auf Rückmeldungen.

(Heinm)

 

 

16. Januar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/01/Folie1_powi-scaled.jpeg 844 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-01-16 11:37:412026-03-06 08:04:55powiPlus – für alle, die mehr wollen als normalen PoWi-Unterricht

Vier Themenbereiche – vier Durchgänge: Zukunftstag in der Steinmühle etabliert 

Aktuelles, Berufsorientierung, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Bevor unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Abitur in das „echte“ Leben entlassen werden, sollten sie ein Mindestmaß an Kenntnissen über bestimmte Alltagsthemen besitzen, denn früher oder später werden sie damit konfrontiert. Dieser Ansicht ist die Steinmühle und allen voran Oberstufenleiterin Constanze Oestreicher-Gold. Sie organisiert daher praktisch in jedem Jahr im den so genannten Zukunftstag für die Jahrgangsstufe 13.

 

Wissensvermittlung über Steuern, Mietvertrag & Co.

Wie beim Format des alljährlichen Berufsinformationstages im November kommen Fachleute in die Steinmühle und stehen den jungen Menschen in verschiedenen Räumen des Forums für ihre Fragen Rede und Antwort.

Aktuell ging es um die Themen Wohnen, Finanzen, Steuern und Berufsstart. Große Überschriften, hinter denen sich zum Beispiel die Themen Mietvertrag, Darlehen, Steuererklärung oder Duales Studium verbergen können. Hier hatten die jungen Erwachsenen zahlreiche Fragen, die beim Eintauchen in die jeweilige Materie durch ausführliche Antworten geklärt wurden.

Die Steinmühle bedankt sich bei den Referentinnen und Referenten sowie bei den Schülerinnen und Schülern gleichermaßen für interessante Gespräche und sehr viel wichtige Information, die den einzelnen Teilnehmenden in absehbarer Zeit eine große Hilfe sein werden.

(Heinm)

12. Januar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/01/IMG_0575-e1768244765998-scaled.jpg 923 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-01-12 20:15:132026-09-16 09:45:35Vier Themenbereiche – vier Durchgänge: Zukunftstag in der Steinmühle etabliert 

Uni-Luft geschnuppert: Grundkurs Religion erkundet das Katholische Seminar Marburg

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Am Dienstag Abend tauschten die Schülerinnen und Schüler des Religions-Grundkurses das Klassenzimmer gegen den Hörsaal: Im Rahmen des Schülerpropädeutikums besuchte der Kurs von Bene Hohmann das Katholisch-Theologische Seminar der Universität Marburg.

Der Abend bot den Q1-Schülern einen spannenden Blick hinter die Kulissen der akademischen Theologie. Nach einer ersten Orientierung durch engagierte Studierende, die uns durch das Gebäude führten und von ihrem Uni-Alltag erzählten, folgte der eigentliche Anlass des Besuches.

 

Vom biblischen Sündenfall zum modernen Narzissmus: Einblicke in die Theologie

Im Fokus stand der Vortrag von PD Dr. Florian Klug, Dozent für Dogmatik in Marburg und Wien. Er sprach über ein traditionell schwer zugängliches Thema: die Erbsünde.

Dr. Klug stellte die Erbsünde nicht als historisches Ereignis, sondern als theologischen Deutungsversuch für die Neigung des Menschen zum Bösen vor. Besonders spannend war der Bogen zur Gegenwart: Dr. Klug deutete die Erbsünde als eine Art kollektiven Narzissmus – die ständige Überhöhung des eigenen Ichs als Ursache der Trennung vom Guten. Die Schüler nutzten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was zu einem lebhaften und spannenden Gespräch führte.

 

Ein voller Erfolg und ein Vorgeschmack aufs Studium

Die Schüler waren begeistert von diesem Einblick in die Uni-Welt. Der Abend war nicht nur inhaltlich relevant – er passte zudem perfekt zu unserer Christologie-Einheit in der Q1 – sondern bot den jungen Erwachsenen auch eine wertvolle Orientierung.

Fazit: Ein rundum gelungener Abend, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern den jungen Erwachsenen hoffentlich auch Lust auf mehr akademische Bildung gemacht hat!

Benedikt Hohmann

 

3. Dezember 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/IMG_8565-scaled-1-scaled.jpeg 981 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-12-03 15:33:162026-03-06 08:24:07Uni-Luft geschnuppert: Grundkurs Religion erkundet das Katholische Seminar Marburg

Mit Disziplin erarbeitet, mit Optimismus erkämpft: Steinmühle verlieh den Duke-Award

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Sie waren mit 15 Kilo Gepäck auf dem Rücken und ohne Handy unterwegs, haben sich verlaufen, hatten mit Gewitter und anderen Widrigkeiten zu kämpfen und legten an beiden Tagen jeweils bis zu 25 Kilometer zu Fuß zurück: Das war nur die Abschlussexpedition der Anwärterinnen und Anwärter für den Duke-Award. Vorher war für die 17 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 Engagement in drei Disziplinen gefragt. Jetzt erhielten sie ihre Auszeichnung.

 

Über vermutete eigene Möglichkeiten hinauswachsen

Es waren die ersten Duke Awards seit Teilnahme der Steinmühle am internationalen Jugendprogramm „The Duke of Edinburgh’s International Award“, das unter dem Motto steht: „Du kannst mehr, als zu glaubst“. Über die eigenen vermuteten Möglichkeiten hinauszuwachsen, gehört zu den Zielen dieser Herausforderungen – eine wichtige Erfahrung für das künftige Leben der jungen Menschen.

 

Dienste leisten, am Talent feilen

Zwischen drei und sechs Monate lang galt es, sich mit selbst gewählten Disziplinen auseinanderzusetzen. Es ging um Fitness, Talent, Dienste sowie am Ende um eine Probe- und Abschlussexpedition von bis zu 10 Stunden am Stück. Technische Geräte waren generell nicht erlaubt. Die Nahrung wurde auf einem Gaskocher selbst zubereitet. Übernachtet wurde im Zelt auf zwei Zeltplätzen. Die teilnehmende Gruppe hatte zuvor mit Lehrkraft Rieke Schüssler eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert.

Für die zusätzlichen Disziplinen hatten die Kinder und Jugendlichen unterschiedliche Aktivitäten gewählt, von Schiedsrichter-Ausbildung über Trainerstunden für Basketballkinder bis hin zu Besuchen im Altenheim, Sprachenlernen oder regelmäßigem Müllsammeln.

 

Durchhaltevermögen und Teamgeist gezeigt

„Bei allem haben die jungen Menschen tolles Durchhaltevermögen und Teamgeist bewiesen“, resümierte Duke-Koordinatorin Theresa Großer, die zusammen mit den anderen Award-Leadern aus dem Kollegium, nämlich Linda Hörner, René Schulenberg und Marc Bepperling, stets mitgefiebert hatte. „Wir sind stolz auf den ersten Durchgang, freuen uns, den Duke Award weiter an der Steinmühle anbieten zu können und sind schon gespannt auf das nächste Mal“.

Zusammen mit den Lehrkräften und Schulleiter Björn Gemmer stellte sich die Teilnehmergruppe (fünf Teilnehmende fehlten) dem Fotografen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22. November 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Duke-Awards_2025-rotated-e1763807636581.jpg 1470 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-11-22 11:44:132026-03-06 08:27:21Mit Disziplin erarbeitet, mit Optimismus erkämpft: Steinmühle verlieh den Duke-Award

Zukunft des Angeklagten als wichtiger Aspekt: 8b verfolgte Prozess im Amtsgericht

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Die Klasse 8b hat im Kontext des Projekts „Jugend und Kriminalität“ einen spannenden Gerichtsprozess im Marburger Amtsgericht besucht. Dazu verfasste eine Schülerin den folgenden Bericht:

Am 20. November besuchte die Klasse 8 der Steinmühle das Amtsgericht in Marburg. Durch die intensive Vorbereitung, bei der man sich mit unterschiedlichen Vergehen, als auch mit Hintergrundwissen und juristischen Fachbegriffen beschäftigt hatte, entstand in unserer Klasse ein gewisses Maß an Vorwissen, welches uns im anschließenden Prozess nützlich wurde.

 

Einblick in die Arrestzellen

Um 8 Uhr trafen wir uns alle vor dem Amtsgericht in der Universitätsstraße. Dort stellte uns unsere Lehrerin Dr. Claudia Röder Herrn Dr. Wilhelm vor, der als Richter am Amtsgericht arbeitet. Außerdem hatten wir noch das Glück, zwei Justizwachtmeister dort anzutreffen, die bereit waren, uns einen Einblick in die Arrestzellen des Gerichts zu verschaffen.

Zehn Minuten später standen wir alle im engen Flur vor den insgesamt fünf schlicht ausgestatteten Arrestzellen. Die Innenausstattung in den Arrestzellen war einfach: ein an die Wand montierter Holztisch in Kombination mit einem schlichten Stuhl, ein Waschbecken und eine Toilette. Die Wachtmeister erzählten uns außerdem noch ein paar Anekdoten aus ihrem Arbeitsalltag, was uns ermöglichte, einen kleinen theoretischen Einblick zu bekommen, wie sich Menschen fühlen, die für kurze Zeit hier untergebracht werden.

 

Besuch im Schwurgerichtssaal

Daraufhin hatten wir, bevor der Prozess begann, noch ein bisschen Zeit, in der wir uns von den Wachtmeistern den Schwurgerichtssaal zeigen ließen. Dort erläuterten uns die Justizwachtmeister und Dr. Wilhelm weitere Beispiele unterschiedlicher Gerichtsprozesse und ihre Besonderheiten. Das war für uns eine gute Vorbereitung auf die anstehende Verhandlung.

 

Betäubungsmittel waren das Thema

Um 9 Uhr startete der Prozess, und wir konnten uns im Verlauf einen guten Überblick über die grobe Struktur einer solchen Verhandlung machen. In diesem Fall ging es hauptsächlich um Konsum und Handel mit Betäubungsmitteln. Ein Thema, welches wir zwar im Unterricht angesprochen hatten, jedoch nicht annähernd so detailliert.

 

Verlesung von Chat-Verläufen

Trotz der vielen juristischen Details konnten wir dem Ablauf gut folgen, auch wenn es an manchen Stellen schwieriger war, konzentriert zu bleiben. Zum Beispiel, als die Beweislage durchgegangen wurde. Das Handy des Angeklagten war von der Polizei ausgewertet worden, und die Verlesung der Chat-Verläufe und Telefonat-Aufzeichnungen dauerte am Ende ziemlich genau eine Stunde.

 

26 Vorstrafen und Bericht vom Psychiater

Die beiden Polizisten, die als Zeugen geladen worden waren, berichteten von den Ermittlungen gegen den Angeklagten, was sehr aufschlussreich war und nochmal eine weitere Perspektive in den Prozess mit eingebracht hatte. 20 Minuten später folgte nochmals ein ziemlich theoretischer Teil, bei dem die bereits begangenen 26 Vorstrafen vom Richter verlesen wurden, was jedem von uns einen kleinen Einblick in Vergangenheit und Kindheit des Angeklagten gegeben hat. Denn wie man auch durch die Aussagen der Bewährungshelferin und des Psychiaters gesehen und selbst gemerkt hat, sind solche Vorkenntnisse immer Wichtigkeit. Höchstwahrscheinlich jeder, die Staatsanwaltschaft und den Richter eingeschlossen, hätte vor den Aussagen der Bewährungshelferin und dem Psychiater ein anders Bild vom dem Angeklagten gehabt. Doch mit dieser Einordnung, die für den Richter eine große Unterstützung darstellt, änderten sich viele Aspekte des Falls.

 

Es geht nicht um Höchststrafe, sondern um eine Zukunft

Denn am Ende möchten alle eine gute Lösung für das Problem oder den jeweiligen Sachverhalt finden. Es geht nicht darum, jemanden zur Höchststrafe zu verurteilen, sondern darum, eine Lösung für die betreffende Person zu finden. Alle Beteiligten bemühten sich um eine Zukunft für den Angeklagten und darum, ihn anzuleiten, um ihm so einen Weg in die Gesellschaft zurück zu ermöglichen.

Annamierl Pierenkemper, Kl. 8b

 

21. November 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/IMG_56221.jpeg 960 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-11-21 13:44:142026-03-06 11:42:30Zukunft des Angeklagten als wichtiger Aspekt: 8b verfolgte Prozess im Amtsgericht

Tipps aus der Praxis, Info aus erster Hand beim Berufsinformationstag

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Seit sage und schreibe 28 Jahren lädt die Steinmühle jeden November zum Berufsinformationstag – einem Erfolgsformat in Kooperation mit dem Rotary-Club Marburg-Schloss. Nicht nur den Organisatoren sind wir auch dieses Mal zu Dank verpflichtet: Steinmühlen-Lehrkraft Dr. Claudia Röder und Hans-Heinrich Bähr vom Rotary-Berufsdienst. Wir bedanken uns auch bei den Vertreterinnen und Vertretern der zahlreichen Berufe, die unserem Oberstufenjahrgang mit Auskünften so engagiert Rede und Antwort standen.

 

Informationen, Impulse und Erkenntnisse 

Eröffnet durch Schulleiter Björn Gemmer, stellten sich an dem Abend in drei möglichen Durchgängen folgende Berufe und Sparten vor: Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, BWL Betriebsmanagement, Zahnarzt/Zahnärztin, Arzt/Ärztin, Psychologe/Psychologin, Softwarehouse, Steuerberater/in – Wirtschaftsprüfer/in, Finanzwesen/Sparkassen/Banken, Soziales Jahr, Polizeidienst, Pilot, Bundeswehr, Duales Studium am der THM, Journalist/in, Politikwissenschaftler/in, Materialwissenschaft, Physik, Werbeagentur/Medien, Architektur.

Ganz sicher sind unsere Schülerinnen und Schüler mit mancher wertvollen Information, dem ein oder anderen Impuls oder mit einer neuen Erkenntnis über den späteren Berufswunsch nach Hause gegangen.

Liebe Unternehmerinnen, Unternehmer oder deren Vertreter/innen: Schön, dass Sie den Info-Abend für die jungen Menschen bereichert haben! Unsere Fotos zeigen eine Teilnehmer-Auswahl.

15. November 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/IMG_0395-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-11-15 18:12:502026-03-06 11:49:22Tipps aus der Praxis, Info aus erster Hand beim Berufsinformationstag

Das Glas nicht aus den Augen lassen

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

KO-Tropfen auf Parties oder Veranstaltungen sind ein Angstmacher für Eltern, Jugendliche, aber auch ältere Erwachsene. Die Vorstellung, dass Fremde das eigene Getränk in einem unbemerkten Moment mit Substanzen versehen, durch die man erst „berauscht“ und anschließend willenlos wird, bereitet große Sorge. Doch was sind KO-Tropfen eigentlich? Wie erkennt man sie, wie schützt man sich davor? Und was, wenn man doch Opfer einer KO-Attacke geworden ist?

Fragen über Fragen, für die der Jahrgang 10 an Schule & Internat Steinmühle im Rahmen einer anderthalbstündigen Präventionsveranstaltung zwei kompetente Ansprechpartnerinnen hatte, nämlich Lara Baade und Lucie Lemberg vom Verein Frauennotruf Marburg e.V..

 

Schlagartiger Wechsel von Euphorie zu Wehrlosigkeit

Es ist nicht nur eine einzige Substanz, die als KO-Auslöser genutzt werden kann. Rund 150 verschiedene Mittel, teilweise im Internet bestellbar, „taugen“ dazu, ausgewählte Personen gezielt vorübergehend aus dem selbstbestimmten Leben zu holen. Es sind Substanzen, zum Teil zweckentfremdet, die im Getränk optisch und geschmacklich nicht unbedingt auffallen. Bis maximal 30 Minuten nach dem Konsum des Getränks fühlt sich die Konsumentin oder der Konsument eher berauscht und euphorisch. Nach 20 bis 30 Minuten aber kommt der Kipp-Punkt. Und zwar schlagartig.

„Dann kommt die sedative Phase“ , berichten die Referentinnen. Betroffene sind wie weggetreten, energielos, haben Bewusstseinsstörungen, Herzrasen und müssen sich erbrechen. Sie können sich gegen aktive Be- oder Mißhandlung – mitunter Vergewaltigungen – nicht wehren, haben keine Kraft. Diese Phase dauert, je nach Substanz und Kondition, etwa 6 bis 8 Stunden.

 

Konsum durch Spezialbrillen simuliert

„Es kommt darauf an, ob und was man gegessen hat, ob vorher vielleicht schon Alkohol konsumiert wurde oder dergleichen“ berichten die Fachfrauen, die die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des Exkurses über einen interaktiven Parcours schickten. Dabei wurde mithilfe spezieller Brillen der vorherige Genuss der gefährlichen Rauschmittel simuliert. – Eine Erfahrung, um annähernd die Vorstellung zu haben, wie es ist, KO-Tropfen-Opfer geworden zu sein.

 

Auf Feiern jeglicher Art

Der Ort, an dem diese heimtückischen Aktivitäten stattfinden, ist übrigens nicht immer der Club oder die Bar. Es sind private Partys, es ist die Kirmes, es sind Feiern jeglicher Art, bei denen meist viele Menschen zusammenkommen. Und es ist übrigens nicht unbedingt der Fremde, der bei derlei Gelegenheiten das oder die Opfer aussucht. Es ist bisweilen jemand aus dem Bekanntenkreis, der auf diese Weise einen schlechten Scherz plant – oder mehr.

Entgegen aller Annahmen sind die Zielpersonen zwar meist weiblich, aber nicht immer, und gar nicht so selten keine Jugendlichen mehr. „Opfer von KO-Tropfen können“, so die Referentinnen, „auch ältere Personen werden“.

Die Präventionsveranstaltung für den Jahrgang 10 der Steinmühle fand klassen- bzw. gruppenweise statt. Unser Foto entstand bei der Präventionseinheit für die Klasse von Fachlehrerin Nicole Hohm.

 

21. Oktober 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/IMG_0306-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-10-21 15:09:082026-03-06 12:27:05Das Glas nicht aus den Augen lassen

Landraub, Fossile Energien, Monokultur: Ausstellung macht globale Herausforderungen sichtbar

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Im Hauptgebäude der Steinmühle befindet sich noch bis Mitte November eine Ausstellung, die zentrale globale Herausforderungen sichtbar macht und ihre sozialen, ökologischen und rechtlichen Dimensionen aufzeigt.

Es geht unter anderem um:

• Landraub als Kriminaldelikt: Die illegale Aneignung von Land und ihre Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften.

 

• Monokultur: Wie industrielle Landwirtschaft die Lebensweisen indigener Völker verdrängt, beispielhaft bei den Bendern.

 

• Fossile Energie: Weltweit hat sich der Energiebedarf verdoppelt, dennoch stammen weiterhin 80 % aus fossilen Quellen. Jährlich werden neue Rekordhöhen erreicht.

 

• Gerichtsverfahren gegen Ölkonzerne: Shell plant, sich aus Nigeria zurückzuziehen, nachdem Proteste der Bevölkerung gegen Ölverschmutzung aufkamen. Die Frage nach Verantwortung und Gerechtigkeit wird aufgeworfen.

 

• Globale Wasserkrise: Trotz wachsender Weltbevölkerung ist Wasser immer knapper. 2,2 Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Großteil des indirekten Wasserverbrauchs erfolgt in ärmeren Ländern, oft auf Kosten der lokalen Bevölkerung.

 

• Landnutzung für Papier: Deutschland verbraucht pro Kopf 230 kg Papier (2023), 20 Prozent der Zellulose stammen aus Brasilien. Indigene Pataxó verlieren ihr Land für den Zelluloseanbau und erfahren Repressionen bei Protesten.

Ines Vielhaben, Lehrerin an der Steinmühle und BNE-Beauftragte, hat die Roll-Ups, die thematisch auch in den Unterricht integriert werden können, vom Verein Motives e.V. ausgeliehen.

5. Oktober 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/IMG_0285-e1760360557857.jpg 670 1395 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-10-05 14:53:062026-03-06 18:21:52Landraub, Fossile Energien, Monokultur: Ausstellung macht globale Herausforderungen sichtbar

Umfrage unter 2.250 jungen Menschen: Steinmühle hat die Nase vorn

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Umfragen & Studien

Bei einer Umfrage unter 2.250 Marburger Schülerinnen und Schülern, bei der sie ihre weiterführende Schule unter bestimmten Aspekten beurteilen sollten, hatte die Steinmühle die Nase vorn: Sie erreichte Platz 1 bei Essen, medialer Ausstattung, W-LAN, Schultoiletten und Gesamtzustand.

 

Kinder- und Jugendparlament initiierte Untersuchung

Gestartet hat die im Sommer 2023 groß angelegte Untersuchung das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Universitätsstadt Marburg. Hintergrund war der Wunsch nach Beantwortung der Frage, was junge Menschen brauchen und was sie sich für ihr Leben in Marburg wünschen.

Befragt wurden die jungen Leute nicht nur nach dem Bereich Schule & Bildung, sondern auch nach Themen wie Politik & Beteiligung, Verkehr & Mobilität, Freizeit, Medien & Digitalisierung, Sicherheit, Diskriminierung sowie Zukunft.

 

Unterstützt von zwei Experten

Mit Unterstützung der Philipps-Universität hatte das KiJuPa die Umfrage selbst ausgewertet. Mit Prof. Dr. Ivo Züchner von den Erziehungswissenschaften und Philipp Klingler vom Institut für Politikwissenschaft hatte das KiJuPa zwei Experten an seiner Seite, die durch den Umfrage-Dschungel geführt, komplizierte Sachverhalte verständlich und klar vermittelt und allen einen wissenschaftlichen Crashkurs verpasst hatten.

 

Steinmühlen-Schulleiter lobt Trägerverein

„Die hervorragenden Ergebnisse für die Steinmühle sind Anlass für mich, dem Schulverein im Namen des Schulleitungsteams ein ganz herzliches Dankeschön auszusprechen!“ kommentierte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer das Resultat der Untersuchung. „Der Schulverein stellt als Schulträger nahezu optimale Bedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler bereit – weit besser, als es der (einstmals) finanzstarke öffentliche Schulträger kann oder möchte“, lobte er das Engagement des Schulvereinsvorsitzenden Egon Vaupel, seines Stellvertreters Gerhard Müller und des Steinmühlen-Geschäftsführers Dirk Konnertz.

Der komplette Umfragebereich zum Thema Schule ist hier einsehbar: https://kijupa-marburg.de/wp-content/uploads/Umfrage-Schule.pdf

Angela Heinemann

 

8. September 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/09/IMG_0201-e1757356953628.jpg 645 1170 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-09-08 20:43:472026-03-06 18:30:26Umfrage unter 2.250 jungen Menschen: Steinmühle hat die Nase vorn

„Die Allgemeine Hochschulreife hat kein Verfallsdatum“

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Das Thema Berufsorientierung steht traditionell für den Jahrgang 11 am Anfang eines jeden neuen Schuljahres. Langsam aber sicher sollte die Entscheidung für die Leistungskurse reifen, die am Ende der so genannten Einführungsphase in die Oberstufe („E-Phase“) gewählt werden. Doch wo soll die Reise eigentlich hingehen? Besonders für Schülerinnen und Schüler, die sich noch unsicher sind, hatte Dr. Claudia Röder, zuständig für Praktika und Berufsorientierung an der Steinmühle, eine Fachfrau als Referentin eingeladen. Profitieren konnte aber der gesamte Jahrgang.

Die Berufswahl ist ein Prozess

Elke Seim ist Diplom-Pädagogin, Diplom-Verwaltungswirtin und Berufsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit in Marburg. Mit ihrem Vortrag gab sie den Schülerinnen und Schülern nicht nur Denkanstöße für die Wahl der Leistungskurse, sondern auch Tipps für die spätere Berufsplanung. „Es geht darum, den persönlichen Weg zu finden, die Berufswahl ist ein Prozess“, erläuterte Elke Seim. Sie betonte, dass Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums oder sogar eine Berufsausbildung durchaus einem Studium vorangehen könnten. „Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife haben kein Verfallsdatum“.

Individueller „Fahrplan“ 

Wichtig sei, sich selbst einige Fragen ehrlich zu beantworten: Wo möchte ich arbeiten? Welche Bereiche interessieren mich? Was kann ich gut? Worauf lege ich in meinem Leben wert? Der jetzige Jahrgang 11 müsse sich seinen individuellen Fahrplan bis 2028, dem Abiturjahr, schneidern. Wer ein duales Studium oder eine Berufsausbildung unmittelbar nach dem Abitur anstrebe, für die oder den habe das Zeugnis nach dem ersten Halbjahr der Klasse 12 eine besondere Bedeutung.

Mit einem Powerpoint-Vortrag untermauerte Elke Seim stichwortartig, was sonst noch eine Rolle spielt: Die Auswahl unter den vielen Berufen und Studienfächern, das Ziel, den jeweiligen Studiengang mit dem Bachelor (B.A./B.Sc.) oder sogar dem Master (M.A./M.Sc.) abzuschließen und die Möglichkeiten, die sich daraus erschließen lassen.

Für Fragen, die sich im Anschluss an den Vortrag oder in nächster Zeit für die Schülerinnen und Schüler noch ergeben, steht die Berufsberaterin zur Verfügung (elke.seim@arbeitsagentur.de).

31. August 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/08/IMG_0115-e1756656972405-scaled.jpg 724 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-08-31 18:12:152026-03-06 18:32:56„Die Allgemeine Hochschulreife hat kein Verfallsdatum“
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