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„Ein wundervolles Geschenk“ – Internatsrat lädt zum ersten „Steinmühlen-Seniorencafé“

Aktuelles, Leben im Internat, Soziales Engagement

Am Sonntag, den 26. Februar 2023 ist der Himmel strahlend blau über der Steinmühle und die Sonne zeigt sich nach vielen grauen Tagen endlich wieder. Der Internatsrat der Steinmühle wartet gespannt auf die Ankunft ihrer Gäste. Für den heutigen Nachmittag hat der 13-köpfige Internatsrat das erste Mal zum „Seniorencafé“ eingeladen.
Rückblick: Viviana Leege, seit 5 Jahren in der Steinmühle und Vorsitzende des Internatsrats, Internatsleiterin Anke Muszynski und Angela Schönemann vom Verein „Arbeit und Bildung e.V.“ sitzen zusammen und besprechen das nächste gemeinsame Projekt.

Start der Zusammenarbeit 2021: „In Würde Teilhaben Marburg“
Im Jahr 2021 unterstütze die Steinmühle erstmalig den Verein bei dem Projekt „In Würde Teilhaben Marburg“. Die Internatsgemeinschaft fertigte in liebevoller Handarbeit über 100 Weihnachtspäckchen für diese Aktion und verteilte die Präsente gemeinsam mit Frau Schönemann persönlich an den Haustüren von Senioren in der Region. Die eigenhändig gestalteten Karten und die mit Leckereien gefüllten Weihnachtssäckchen kamen bei den Beschenkten gut an.
„Alle haben sich sehr über die Geschenke gefreut, wir hatten viele besondere Begegnungen und es war bewegend die Freude in den Gesichtern zu sehen“, erzählt Internatsratsmitglied Fabian (16), der die Aktion 2022 begleitete. Aufgrund der Kälte und den damaligen Kontaktbedingungen, konnte man allerdings immer nur kurz miteinander verweilen. „Wir hatten das Gefühl, dass es schön wäre, mehr Zeit mit den Senioren zu verbringen und sich in einem entspannten Rahmen austauschen zu können“, erzählt Internatsratsvorsitzende Viviana (18). So wurde die Idee für das „Steinmühlen Seniorencafé“ geboren“.

„Den Senioren fehlt es heutzutage oft an Möglichkeiten aus ihrem Alltag raus zu kommen. Sie möchten am Leben teilhaben, wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Wir unterstützen in unserem Projekt „In Würde Teilhaben“ alleinlebende Menschen zwischen 60 und 98. Für diese Menschengruppe sind die Sonntage oft die schlimmsten Tage der Woche. Das Seniorencafé ist auf so vielen Ebenen ein wundervolles Geschenk für alle Beteiligten und ermöglicht Begegnungen der Generationen auf Augenhöhe“, so Frau Schönemann.

„Wir sind heute alle ein paar Jahre jünger geworden“

Und nun sind sie da, die ersten Gäste des „Seniorencafés“, sie kommen aus Marburg und Umgebung und wurden von einem extra organisierten Fahrdienst von Zuhause abgeholt und in die Steinmühle geshuttelt. Eine dieser ehrenamtlichen Fahrer:innen ist Friederike Haack (83). Sie absolvierte 1966 ihr Abitur in der Steinmühle und hat für das heutige Treffen viele Fotos und Geschichten im Gepäck. In der Teestube des Internats duftet es herrlich nach frischem Kuchen und innerhalb kürzester Zeit ist das Eis gebrochen. Senioren und Jugendliche sitzen ungezwungen beisammen und genießen die gemeinsame Zeit. „Es war so erfrischend wie die jungen Menschen auf uns zugegangen sind, wir sind in den Stunden in der Steinmühle alle ein paar Jahre jünger geworden“, erzählt Frau Utschig, mit ihren 93 der älteste Gast des Seniorencafés.
„Es war ein wirklich schöner und entspannter Nachmittag, nächstes Mal können wir bestimmt Draußen in der Sonne sitzen und eine Runde spazieren gehen“, schmiedet Viviana (18) schon Pläne für das nächste „Steinmühlen-Seniorencafé“.

Internatsrat, was steckt dahinter?
Der Internatsrat besteht aus 13 Jugendlichen der Jahrgangsstufen 8 – 13. Jede der 6 Wohngruppen des Internats wählt demokratisch eine Vertreterin in den Internatsrat. Man trifft sich 1x wöchentlich, plant und organisiert verschiedene Aktionen. „Dabei geht es uns zum einen darum, die Gemeinschaft im Internat zu stärken und zum anderen darum der Gesellschaft etwas zurück zu geben“, so Nico (20), Internatsratsmitglied und seit 2020 im Internat.
Patric Hahn, seit 9 Jahren fester Bestandteil des pädagogischen Teams ergänzt: “Der Internatsrat soll dazu beitragen Demokratie, Toleranz und Teilhabe in der Internatsgemeinschaft aktiv zu fördern. Der Erfahrung der Selbstwirksamkeit kommt in diesem Prozess eine entscheidende Bedeutung zu“.

9. März 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/03/image0-scaled-1-scaled.jpeg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-03-09 09:45:142026-06-08 13:57:36„Ein wundervolles Geschenk“ – Internatsrat lädt zum ersten „Steinmühlen-Seniorencafé“

Nachhaltige Produkte: WU von Maria Ramos hat wieder einmal „gezaubert“

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Schulleiter Björn Gemmer war so begeistert, dass er die wohlriechenden und liebevoll verpackten Produkte gleich im Bild festhielt: Der Wahlunterricht (WU) der Klassen 8/9 von María Ramos hat wieder einmal „gezaubert“ und bot im Lehrerzimmer kleinere und größere Artikel  gegen eine Spende an. Unter dem Motto des WUs „wir denken nachhaltig“ hatten die Schülerinnen während des Kurses folgende Produkte hergestellt: Bio Grüntee mit Pfefferminze aus dem Schulgarten, Lavendeltee, Bio-Oregano-Salz und getrockneten Salbei ebenfalls aus dem Schulgarten. Auch wiederverwendbare Geschenkbänder, Bio Rosmarin-Essig, Ratatouille und Lavendelsäckchen konnte man erwerben – alles liebevoll vorbereitet und präsentiert. Maria Ramos: „Die Schülerinnen waren stolz auf ihre Produkte, die sie mit Herz, Hand und einer Menge Fleiß und Selbstverantwortung hergestellt haben. Und ich bin total stolz auf sie alle“.

22. Dezember 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/12/WU-scaled.jpg 669 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-12-22 12:45:192026-06-08 14:01:32Nachhaltige Produkte: WU von Maria Ramos hat wieder einmal „gezaubert“

Nachhaltige Ranzenspende erfreut Kinder in Rumänien

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Mehr als 50 gut erhaltene Schulranzen gingen im Rahmen eines Hilfstransports auf die Reise in unsere rumänische Partnerstadt Sibiu. Schon seit Jahren unterstützt die Steinmühle unter Regie von Schulleiter Bernd Holly die Schulranzen-Aktion des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) Marburg und arbeitet dabei mit dem Verein “Hilfe für Sibiu/Hermannstadt” zusammen. Alljährlich fragt Bernd Holly bei den neuen Fünftklässler*innen nach abgelegten, fast immer noch sehr gut erhaltenen Ranzen, um diese noch einer nützlichen Verwendung zuzuführen. “Bei nicht wenigen Kindern in Rumänien liegen die Ranzen unterm Tannenbaum, da sich die Familien oft keine neuen Schultaschen leisten können”, berichtete er. “Fast 600 Ranzen sind auf diese Weise aus der Steinmühle schon nach Rumänien gelangt,” bilanzierte Holly. Auch beim „Transport 2022“ wurden wieder ausrangierte Schulmöbel, mehr als 30 Tische und ca.50 Stühle und mehrere Kisten Schulmaterial der Steinmühle per Hilfstransport in die Partnerstadt geliefert.

22. Dezember 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/12/IMG_4825-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-12-22 12:41:182026-06-08 14:02:02Nachhaltige Ranzenspende erfreut Kinder in Rumänien

Kooperationsprojekt mit der Steinmühle: SF Blau-Gelb Marburg erhält 2. Jürgen-Markus-Preis für barrierefreie Teilhabe am Sport

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

„Menschen sind nicht behindert – Menschen werden behindert. Wenn wir konsequent daran arbeiten, diesen Grundsatz zu verinnerlichen und Behinderungen zu beseitigen, dann sind wir in der Inklusion ein großes Stück weiter“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Jürgen Markus, der sich nach einer Querschnittslähmung vor ungeahnten Herausforderungen sah, setzte sich fortan bis zu seinem Tod 2010 für ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ein. „Es ist beeindruckend, mit welchem Nachdruck, mit welcher Konsequenz und Sensibilität sich Jürgen Markus völlig unbeirrbar für Menschen mit Behinderung in unserer Stadt eingesetzt hat“, würdigte der OB. In diesem Sinne engagieren sich in Marburg auch heute noch viele Menschen, Vereine und Institutionen – das prämiert die Stadt alle zwei Jahre mit dem Jürgen-Markus-Preis.

„In diesem Jahr hat die Jury unter den Bewerbungen zwei Preisträger*innen ausgewählt“, erklärte Susanne Holz, Kuratorin des Jürgen-Markus-Preises. Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis geht 2022 an den Basketball-Club Marburg. „Beim BC Marburg ist Inklusion ein gelebtes Vereinselement geworden“, sagte Holz weiter, und: „Das Handicap-Team ist selbstverständlicher Teil des Vereins, ebenso wie Menschen mit Behinderungen selbstverständlicher Teil der Fangemeinschaft sind.“ Die Jury sei beeindruckt von der Nachhaltigkeit von Inklusion beim BC Marburg. Gerade im Mannschaftssport sei dies noch nicht selbstverständlich. Den Jürgen-Markus-Preis 2022 nahm Hilde Rektorschek vom Vorstand des BC Marburg von Spies und Holz entgegen.

Den zweiten Preis erhielten die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, die Steinmühle, das fib, das Kerstin-Heim und Special Olympics für ihr Projekt „Gemeinsam“. „Es ist beeindruckend, dass so viele Kooperationspartner*innen zusammenwirken, um gemeinsam Inklusion im Sport zu verwirklichen“, lobte hier die Kuratorin. Das Projekt stehe noch am Anfang, daher solle der Preis Mut machen und gleichzeitig andere Vereine motivieren, sich für Menschen mit Behinderungen zu öffnen. „Gemeinsam“ erhält 5.000 Euro. Den Preis nahmen Dr. Anton Schmölz, Vorsitzender der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, und Martina Strube vom Kerstin-Heim entgegen.

 

Hintergrund

Jürgen Markus setzte sich in Marburg für Barrierefreiheit ein, um Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen. Nach seinem Tod im Jahr 2010 gab es den vielfachen Wunsch, Jürgen Markus aufgrund seines enormen Engagements und seiner beeindruckenden Persönlichkeit zu würdigen. Über alle Parteigrenzen hinweg wurde von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen, einen Preis vonseiten der Stadt zu stiften, der erstmals im Jahr 2012 verliehen wurde. Seither wird er im zweijährigen Rhythmus vergeben. Ziel des Preises ist mehr Barrierefreiheit zu erreichen, um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Der Preis soll sowohl engagiertes Wirken ehren als auch Anregungen für neue Ideen liefern.

Jürgen Markus wurde 1957 in Bad Driburg in Ostwestfalen geboren. Ende der 70er Jahre kam er zum Studium nach Marburg. Im Februar 1982 zog er sich beim Sport-Dies der Philipps-Universität durch einen Unfall irreparable Verletzungen im Halswirbelbereich zu, was eine dauerhafte Querschnittlähmung zur Folge hatte. Die neue Situation stellte ihn vor ungeahnte Herausforderungen in seinen elementaren Lebensbereichen. Sein „zweites Leben“ – wie er es selber nannte – war geprägt vom Kampf für ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen. Er engagierte sich in der Krüppelinitiative Marburg (KRIM) und im Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (fib), den er lange Jahre als Vorsitzender maßgeblich prägte. Kommunalpolitisch war er von 1998 bis 2007 als Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtparlament tätig, vor allem im Bauausschuss im Bereich Stadtentwicklung. Den Behindertenbeirat hat er 1997 mit auf den Weg gebracht und bis zu seinem Tod als stellvertretender Vorsitzender durch seine Persönlichkeit stark geprägt.

Dass in Marburg Barrierefreiheit über alle Parteigrenzen hinweg gefördert und gefordert und der Behindertenbeirat in Entscheidungen eingebunden wird, die Menschen mit Behinderungen betreffen, ist vor allem Jürgen Markus’ Verdienst, der die Gabe hatte, Menschen zu gewinnen, indem er ihnen mit Wertschätzung begegnete.

In den letzten Jahren seines Lebens musste er sich sukzessive zurücknehmen und Ämter abgeben, da er zunehmend mit gesundheitlichen Folgeproblemen seiner Verletzungen zu kämpfen hatte. Im Februar 2010 starb er im Alter von 52 Jahren.

27. September 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/09/02.jpg 410 640 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-09-27 13:34:152026-06-08 14:07:24Kooperationsprojekt mit der Steinmühle: SF Blau-Gelb Marburg erhält 2. Jürgen-Markus-Preis für barrierefreie Teilhabe am Sport

Engagierte Oberstufenschüler*innen erweitern die Streuobstwiese

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Soziales Engagement

Die  „Streuobstwiese“. Sie gilt als Sinnbild für eine traditionelle Landwirtschaft, verbunden mit Assoziationen von: Äpfel pflücken, frisch gepresste Obstsäfte, selbsthergestellte Marmelade, gefüllte Einmachgläser im Vorratskeller, vielleicht auch an: „Wir Kinder aus Bullerbü“?

Darüber hinaus bieten Streuobstwiesen einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und gelten somit zu Recht als Biodiversitäts-Hotspot.  Sie sind ein wichtiger Bestandteil der – nicht nur hessischen – Kulturlandschaft. Aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen im Bereich der Agrarwirtschaft (EU-Richtlinien), der Erweiterung von Neubaugebieten, von mangelndem Interesse, erforderlicher Pflegemaßnahmen, Trockenheit (Klimawandel) usw.  ist ihr Bestand jedoch stark dezimiert und gefährdet. Entsprechend stehen Streuobstwiesen laut dem Biodiversitätsstärkungsgesetz unter Schutz.

 

Nutzung als „grünes Klassenzimmer“

Da die Wiese im Unterwuchs selten gemäht wird, ist sie besonders blütenreich und bietet vielen Insektenarten – z.B. den unter Schutz stehenden Wildbienen – eine Nahrungsgrundlage. Es liegt auf der Hand, dass die schuleigene Streuobstwiese auch als „Grünes Klassenzimmer“ im Rahmen des Biologie-Unterrichts genutzt wird, um Flora und Fauna zu untersuchen und zu beobachten oder auch einfach nur, um die Natur „zu genießen“.

Natürlich soll perspektivisch auch das Obst von Schüler*innen geerntet und im Rahmen von Unterrichtsprojekten verarbeitet und verköstigt werden.

Da das Obst vor Ort verzehrt und verarbeitet wird, entfallen auch die üblichen langen Transportwege incl. klimaschädlicher Abgase und Energieverbrauch. Somit leistet die Streuobstwiese auch einen wichtigen Beitrag im Bereich Natur- und Klimaschutz! Und: Die Streuobstwiese wird vermutlich auch die ein oder andere Unterrichtsstunde zusätzlich „versüßen“.

Vor diesem Hintergrund haben der Biologie-LK, der Biologie-GK und der PoWi-GK (Kurse von Lehrerin Carmen Bastian) beschlossen, die – im Rahmen des Projekt-Unterrichts Jahrgangsstufe 9 bereits angelegte – Streuobstwiese um zwanzig Obstbäume zu erweitern. Bevorzugter Dresscode dabei: Arbeitshandschuhe, Arbeitshose inklusive Spaten und Schaufel. Ein Dank an die Eltern fürs Ausleihen!

In „Baumpflanz-Teams“ aufgeteilt, begannen die Schüler*innen, Pflanzlöcher zu graben und Baumwurzeln mit einem Draht als Schutz zu umwickeln. Die Bäume wurden gesetzt, an einem Pfosten fixiert [i.d.R. gerade ;-)] und gewässert.

Die Frage, ob nur die Wurzeln gewässert wurden oder darüber hinaus auch „aus Versehen“ der ein oder andere Fuß von Schüler*innen, bleibt unbeantwortet.

Abschließend „taufte“ jedes „Baumpflanz-Team“ seinen Baum mit einem selbstgewählten Namen. Diese „Zeremonie“ hatte weder religiöse, politische, esoterische o. ä. Gründe.  Sondern:

 

„Einen Baum zu pflanzen, macht Spaß und ist nachhaltig.“

Ob das Zitat „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ wirklich von Luther stammt oder ihm fälschlicherweise angedichtet wird, spielte bei der Erweiterung der Streuobstwiese keine Rolle.

Ob der Wunsch, einen Apfel vom „eigenen Baum“ zu genießen – im Rahmen eines Herbstfestes in ein paar Jahren J – in Erfüllung geht? Wir werden sehen.

Jana Müller, BIO-LK Q2

26. Juli 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/01-2-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-07-26 13:15:472026-06-08 14:12:00Engagierte Oberstufenschüler*innen erweitern die Streuobstwiese

Tolle Spendenaktion der Bilingualen Grundschule Steinmühle für die Ukraine

Aktuelles, Bilinguale Grundschule, Soziales Engagement

Mit einer erfolgreichen Idee hat die 3. Klasse der Bilingualen Grundschule Steinmühle über 200 Euro als Spende für die Ukraine gesammelt. Ihre Lehrerinnen Katrin Weißenborn und Maria Gloerfeld berichten darüber im Namen der Schülerinnen und Schüler:

Eine kleine Gruppe von uns Kindern aus der 3. Klasse der bilingualen Grundschule hatte im März die Idee, Bilder zu malen und sie in einer Spendenaktion für die Ukraine gegen eine Geldspende zu verkaufen. Wir haben als ganze Klasse Bilder gemalt und Armbänder gemacht und dann verkauft.

Manche Leute haben auch freiwillig gespendet, ohne ein Bild zu kaufen. Die Arbeit haben wir uns geteilt: Manche Kinder, die besonders gut malen und zeichnen konnten, haben die Bilder gemalt. Andere Kinder, die gerne Leute ansprechen und gut verkaufen können, sind auf dem Schulhof herumgegangen und haben jeden angesprochen, den sie finden konnten.

Wir hatten beim Malen auch ein bisschen Hilfe aus den anderen Klassen der Grundschule. Es war ein tolles gemeinsames Projekt. Witzig war, dass wir manche Kinder aus dem Gymnasium auch mehrfach gefragt haben. Dann haben wir zusammen gelacht und manchmal haben sie uns noch etwas gespendet. Unser Slogan war: „SOS Ukraine!“ Mit dem Slogan sind wir auch einmal mitten in ein Fußballspiel auf dem Fußballfeld geplatzt. Die Kinder waren ganz freundlich und haben auch gespendet – und wir haben uns sogar getraut, zur Schulleitung zu gehen. Auch sie haben Geld gespendet. Da haben wir uns sehr gefreut.

Am Ende waren wir sehr stolz auf unser tolles Projekt! Insgesamt haben wir 225 Euro gesammelt – der Rotary-Club Marburg hat diese Spende verdoppelt und aufgerundet. Jetzt sind es 500 Euro!

23. Mai 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_1692-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-05-23 15:49:312026-06-08 14:16:10Tolle Spendenaktion der Bilingualen Grundschule Steinmühle für die Ukraine

Mit Handicap oder auch ohne: Junge Menschen trainieren zusammen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Gemeinsam kicken, gemeinsam Spaß haben

Für Menschen mit Behinderungen sind Angebote im Vereinssport rar – gemeinsames Engagement im Team kann das ändern. Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und die Steinmühle, seit fast drei Jahren Kooperationspartner, gründeten zusammen mit dem Kerstin-Heim und dem fib e.V. ein Unified-Fußballteam. Ab sofort wird regelmäßig trainiert – mit viel gemeinsamem Spaß.

Die Auftaktveranstaltung auf dem Steinmühlengelände war gut besucht. Nicht jeden Tag trifft man auch eine Fußball-Weltmeisterin! Nia Künzer liegen Projekte wie dieses am Herzen. Erklärtes Ziel: Mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

„Das ist, was wir erreichen wollen,“ sagt Egon Vaupel. Als Vorsitzender der Fußballabteilung der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und Vorsitzender des Vereins Steinmühle ist er Bindeglied zwischen beiden Institutionen. Bekannt als Macher, hatte er schnell Steinmühlen-Schulleiter Bernd Holly und Geschäftsführer Dirk Konnertz an seiner Seite. Mit im Boot: Special Olympics Deutschland in Hessen, der Landessportbund und der Sportkreis Marburg-Biedenkopf.

Schnell fanden die jungen Leute Geschmack an Fußball-Golf-Parcours und Fußball-Billard. Bei der Torschussanlage ging es um den härtesten Schuss. „Wir nehmen nicht alles bitterernst,“ erläuterte Anne Effe von Special Olympics Deutschland. „Der Spaß steht im Vordergrund und vor allem die Tatsache, dass hier Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam kicken.“

Diese Philosophie können die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und die Steinmühle geschlossen unterschreiben. „Freundschaft fürs Leben“ lautet schließlich das Motto der Fußballer und Fußballerinnen vom Stadion am Zwetschenweg. Dass die Steinmühle gerade ihre neue Sporthalle bezieht, bei der auch Menschen mit Behinderungen auf der Nutzerliste stehen, macht die Sache homogen: „Wir haben die gleiche Philosophie. Das passt einfach.“

Die Fachschaft Sport mit Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungskurses der Steinmühle waren stark in die Planungen des Parcours eingebunden, erläuterte Sportlehrer Marcel Kalb. Dies habe eine sportliche, aber auch eine pädagogische Komponente.

Das gegründete Unified-Team wird sich ab sofort im 14-Tage-Rhythmus zum Training an der Steinmühle treffen. So viele Zuschauer wie bei der Auftaktveranstaltung werden freilich wohl kaum wieder auftauchen. Der Marburger Lions Club spendete zum Start der Initiative einen Betrag von 1.500 Euro, der offiziell überreicht wurde – für zahlreiche Akteure der beteiligten Institutionen und der heimischen Polit-Szene eine gute Gelegenheit für ein Gruppenfoto.

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere auch in Wochen und Monaten noch an das aktive Team, das nun jeden zweiten Montag ab 17 Uhr auf dem Steinmühlengelände zusammen Spaß haben wird. Präsenz und Applaus sind immer willkommen.

3. Mai 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/MG_0032-scaled.jpg 706 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-05-03 10:57:042026-06-08 14:17:07Mit Handicap oder auch ohne: Junge Menschen trainieren zusammen

Tagesbetreuung für Kinder und Jugendliche: Steinmühle, Rotary Club Marburg und Das LernTeam helfen jungen Menschen aus der Ukraine

Aktuelles, Soziales Engagement

Marburg. In einem gemeinsamen Projekt von Steinmühle, Rotary Club Marburg und der Marburger Bildungseinrichtung Das LernTeam werden seit einigen Wochen Kinder und Jugendliche aus der Ukraine tagsüber in der Steinmühle betreut und behutsam an die deutsche Sprache herangeführt. Nun erhalten auch die Mütter der jungen Geflüchteten in der Steinmühle Deutschunterricht – als „Übergangskurs“ und solange, bis für sie der Besuch eines regulären, vom Bund getragenen Deutschkurses für Erwachsene möglich sein wird.

„Sport has the power to unite people in a way that little else does“ – dieser Satz aus dem berühmten Zitat von Nelson Mandela bewahrheitete sich auch in den Wirren des Ukrainekriegs. Vor den Toren Marburgs, genauer bei Familie Gerkau als Betreiber des Seeparks Niederweimar, liefen nach Kriegsbeginn die Fäden aus einem sportlichen Netzwerk zusammen. Darüber konnten viele Familien aus der Ukraine bereits deutschland- und europaweit untergebracht werden. Einige hatten noch keine Bleibe in Aussicht. Ein Zustand, den der Rotary Club Marburg schnell ändern wollte.

„Wir dachten gemeinsam über Möglichkeiten nach, wie wir helfen könnten,“ berichtet Alexei Padva vom Pressedienst des Rotary Club Marburg. „Auch wir haben ein Netzwerk, das hier zum Tragen kam.“ Rotary-Mitglied Björn Gemmer, Schulleiter der Steinmühle, setzte alle Hebel in Bewegung, um eine Tagesbetreuung junger Ukraineflüchtlinge auf dem Gelände der Schule einzurichten. Gelegen kam dabei die Marburger Bildungseinrichtung Das LernTeam, geführt von Christiane Konnertz, der Ehefrau des Schulgeschäftsführers Dirk Konnertz. „Die Welt ist klein – das ist manchmal hilfreich“, konstatierte er. In kurzer Zeit standen die komplette schulische Infrastruktur in der Steinmühle bereit sowie LernTeam-Personal mit didaktischem Know-How. Rund 20 junge Menschen werden in der Steinmühle derzeit betreut. Den finanziellen Aufwand trägt der Rotary Club Marburg.

Liv Brandenstein gehört zusammen mit Fynn Konnertz und Nora Theurer zum Betreuerkreis des LernTeams. Die studentischen Hilfskräfte nehmen die jungen Leute aus der Ukraine als sehr motiviert wahr: „Sie möchten Deutsch lernen“. Die sprachlichen Level auch im Englischen seien unterschiedlich, irgendwie aber verständige man sich. Mal übersetzt jemand anderes, mal Mister Google. Der Umgang mit digitalen Medien sei vertraut.

„Das Handy ist der verbliebene Kontakt zur Heimat,“ beobachtet Bernd Holly. Der Schulleiter-Kollege von Björn Gemmer hat das eine oder andere Kind, den einen oder anderen Jugendlichen in Empfang genommen. „Wir sind auch für Ablenkung da,“ weiß er. Die Heimatferne und die Ungewissheit über das Schicksal von Vater oder älterem Bruder seien eine Belastung.

 

Start ohne Vorkenntnisse: Deutschkurse für Mütter

Während die ukrainischen Mütter, die gemeinsam mit ihren Kindern bei Familien untergebracht sind, bisher ohne Tagesprogramm waren, änderte sich das in der vergangenen Woche. Zu diesem Zeitpunkt startete ein Erwachsenen-Deutschkurs speziell für sie. „Auch dieser Kurs findet an der Steinmühle statt,“ berichtet Alexei Padva. Er sei zunächst auf drei Monate ausgelegt, geleitet von der pensionierten Lehrerin Regina Kirchner als Honorarkraft.

„Was wir versuchen,“ so Padva, „ist die Vermittlung erster Grundkenntnisse im Deutschen.“ Die meisten Mütter starteten den Sprachkurs bei Null. Derzeit seien es neun Personen mit meist akademischen Berufsabschlüssen, zwei Personen stünden derzeit mangels Kindergartenplatz in der ‚Warteschleife‘. „Wir möchten“, so Padva, „mit dieser gemeinsamen Aktion helfen, die nachvollziehbar entstehende Wartezeit bis zur Zuweisung in staatliche Kurse zu überbrücken.“ Dieser nachfolgende Kurs könne dann besser genutzt werden.

Gisela Falk als derzeitige Präsidentin des Rotary Club Marburg bedankte sich bei allen, die die schnelle Hilfe möglich gemacht hatten. Die Finanzierung beider Projekte erreichte der Rotary Club Marburg durch den Einsatz eigener Mittel und einen sogenannten Disaster Response Grant. Dabei werden Mittel von Rotary International zur Verfügung gestellt, um Katastrophenhilfen der Clubs zu unterstützen. Nachdem klar war, dass die Situation der Flüchtlinge hier vor Ort von diesem Grant erfasst war, hatte das hierfür zuständige Vorstandsmitglied Prof. Dr. Bernhard Maisch sehr zeitnah den erforderlichen Antrag formuliert und dafür gesorgt, dass der wesentliche Teil aus dem Gesamtvolumen von 25.000 US Dollar, nämlich 10.800 US Dollar, an den RC Marburg ging.
Weitere erhebliche finanzielle Mittel wurden und werden weiterhin durch den Spendenaufruf des RC Marburg und seinen weiteren Antrag auf finanzielle Unterstützung vom Rotary Gemeindienst Deutschland mit einem möglichen Höchstbetrag von 10.000 Euro akquiriert. Alexei Padva: „Wir möchten weiter helfen, solange es nötig ist“.

3. Mai 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/9-scaled.jpg 763 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-05-03 10:50:452026-06-08 14:17:59Tagesbetreuung für Kinder und Jugendliche: Steinmühle, Rotary Club Marburg und Das LernTeam helfen jungen Menschen aus der Ukraine

Frühlingserwachen am Internat Steinmühle

Aktuelles, Leben im Internat, Rudern, Soziales Engagement

Der Frühling lässt sich immer mehr blicken und so nutzte die Internatsgemeinschaft das Wochenende für viele gemeinsame Outdoor-Aktivitäten. Endlich wieder grillen im Freien, die Natur hautnah auf dem Wasser beim Rudern erleben oder mit Alpakas gemeinsam über das Feld wandern – das Frühlingsherz der Steinmühler:innen blühte an diesem Wochenende auf! Und das Schönste: Mit ein bisschen Rudern konnten 650 Euro als Spende für das Projekt  „Starthilfe für Kinder aus der Ukraine“ in Marburg gesammelt werden.

Grillen in den hausinternen Gärten

Und so nutzten gleich drei Wohngruppen das gute Wetter am Freitagabend, um das Wochenende mit einem Grillfest einzuläuten. „Endlich wieder zusammen draußen sitzen!“, war der Auspruch, der mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu hören war.

Im Westfalenhausgarten wurde bei Einbruch der Dunkelheit noch das Lagerfeuer entzündet, um noch länger in der Geselligkeit verweilen zu können.

Alpakas streicheln oder sporteln?

Am Samstag wurde den Schüler:innen viel Abwechslung geboten. So fuhr eine kleine Delegation in den Vogelsbergkreis, um dort gemeinsam mit fünf süßen Alpakas über Feld und Wiesen zu streifen.

„Die sind so flauschig!“ „Die hopsen so witzig!“ „Oh mein Gott, wie goldig die miteinander sprechen!“ Die kleine Alpaka-Herde hatte die Herzen der Schüler:innen im Sturm erobert.

Und wer dann noch nicht genug Abwechslung am Wochenende hatte, konnte sich beim Outdoor-Box-Training oder beim Ultimate-Frisbee auf dem Sportplatz in der Sonne auspowern, während andere Schüler:innen es beim gemeinsamen Crêpesbacken oder dem Batiken von Socken und T-Shirts etwas gemütlicher angingen.

 

ErgoCup schafft 650 Euro Spendengelder

Die Steinmühle nahm in diesem Jahr auch erstmalig am ErgoCup verschiedener Internatesschulen teil. Acht externe und interne Schüler:innen, von denen ein Großteil bei Rudern und Sport Steinmühle Marburg e.V. trainiert, traten von uns an. So fuhren Delegationen der Internate via Online-Liveschalte zeitgleich um die Wette: Welche Gruppe schaffte die zwei Kilometer auf dem Ergometer am schnellsten? Die männlichen Ruderer der Steinmühle belegten in der Kategorie der 16-17jährigen mit Lennart Holly und Fabian Seidel sowie auch bei den 18+ mit Maxim Dyck, Jamal Jaber und Sarah Kremer hierbei sogar die ersten Plätze.

Bei der Wettkampfkategorie „30 Minuten rudern – die meisten Kilometer zählen“ entstand eine spontane Spendenaktion seitens der Internatsleiterin Anke Muszynski: Für jeden erfahreren Kilometer spendete die Steinmühle 15 € und auch Schulleiter Bernd Holly legte noch 200 € dazu. Das motivierte Schüler:innen und Pädagog:innen zu Höchstleistungen am Ergometer. Am Ende des Tages konnte somit die Summe von 650 Euro errudert werden, die nun an das Projekt „Starthilfe für Kinder aus der Ukraine“ in Marburg gespendet wurde – ein gemeinsames Projekt der Steinmühle und des Rotary Club Marburg.

Der ErgoCup wird im nächsten Jahr wieder stattfinden – dann hoffentlich auch in live.

Selsttätigkeit auch in der Freizeit erleben: Schüler:innen gestalten eigene AGs

Wer sich aber real auch noch einmal aufs Wasser trauen wollte, bekam durch die Schüler:innen Maxim und Sarah die Möglichkeit beim Kurs „Rudern für Anfänger“.

Anfangs sehr wackelig und unkontrolliert glitten am Sonntagnachmittag zwei Ruderboote besetzt mit absoluten Anfänger:innen Dank der Hilfe von Sarah und Maxim nahezu professionell über das Wasser. „Das war total spannend!“, berichtet Pädagogin Francine, die an der Aktion auch teilnahm. „Und total schön zu sehen, wie Schüler:innen uns etwas beibringen. Ich hoffe, dass Sarah und Maxim das wieder anbieten, ich wäre dabei!“

Und so kommt es immer wieder vor, dass Schüler:innen eigene AGs mithilfe der Unterstützung von Pädagog:innen anbieten. So auch Nico und Ian dieses Wochenende. „Wir hatten Lust, Fußball zu spielen. Also starten wir daraus eine Initiative. Und wenn dadurch wieder mehr Leute aus unterschiedlichen Häusern zusammenkommen, ist doch toll!“, erklärt Schüler Nico seine Idee.

Mit dieser Motivation startet die Internatsgemeinschaft in die neue Woche. Das nächste Internatswochenende steht in zwei Wochen wieder auf dem Programm – wir sind gespannt, welches Programm uns dann erwartet.

6. April 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/03/img_5855-scaled.jpg 1124 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2022-04-06 09:48:452026-06-08 14:20:22Frühlingserwachen am Internat Steinmühle

„Ein bisschen Schäferhund, ein bisschen Erdmännchen“: Mara wird Schulhündin

Aktuelles, Soziales Engagement

Mara hat ein dickes Fell. Kleine Kinder, Menschenmassen, Geräusche aller Art, ein vorbeizischendes Skateboard, Fahrräder oder Jogger – nichts bringt sie aus der Ruhe. Die Anwesenheit der Hündin von Lehrerin María Ramos wird auf dem Gelände der Steinmühle mit Freude quittiert. Und bald schaut die Vierbeinerin öfter am Steinmühlenweg vorbei.

Mara ist eigentlich Therapiehund von María Ramos‘ Tochter. Die konnte Mara nicht mit in ihre Einrichtung nehmen. Ramos: „Aus dem Potenzial dieses Tieres könnte man mehr machen, dachte ich eines Tages. Mit meiner Idee, dass Mara Schulhündin wird, war die Schulleitung einverstanden“. Allem voran ist dafür ein Wesenstest erforderlich. „Den hat Mara erfolgreich absolviert“, berichtet die Lehrerin. Nun folgt eine richtige Ausbildung für Mara. „Schon jetzt kennt sie alle Kommandos“.

Maras Wurzeln liegen auf dem Balkan. Sie gelangte unterernährt, eingeschüchtert und „voller heller Stellen im Fell“ in ein neues Umfeld in Deutschland. Das erste halbe Jahr verbrachte Mara auf einem Bauernhof mit vielen Kindern. Bei María Ramos lebt die „Mischung zwischen Schäferhund und Erdmännchen“ seit Dezember 2020.

Dass für Kinder auch Instruktionen über den Umgang mit der Schulhündin gehören werden, ist den Verantwortlichen klar. Ebenso aber auch, dass ein Schulhund Stressfresser, Wohlfühlförderer und Stimmungsaufheller sein kann und sogar die soziale Kompetenz erhöht.

Auf die Entwicklung sind wir sehr gespannt und freuen uns, wenn Mara mit ihrem „Diplom“ zurückkehrt. Unseren tierischen Bericht werden wir zu gegebener Zeit fortsetzen.

3. März 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/03/01-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-03-03 09:53:232026-06-08 14:26:45„Ein bisschen Schäferhund, ein bisschen Erdmännchen“: Mara wird Schulhündin
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