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5c: Weihnachtlicher Schmuck und englische Tradition

Aktuelles, Feste & Feiern, Kunst, Musik & Theater

Den selbstgebastelten Adventsschmuck der Klasse 5c hat Till Buurman fotografisch in Szene gesetzt und wir meinen, diese dekorativen Objekte sollten auch einem breiten Publikum nicht vorenthalten werden. Mit Eifer hatten sich die Schüler*innen auf Anregung von Klassenlehrerin Jeannine Walter an die Arbeit gemacht.

„Einige Kinder sind zum Beispiel sehr talentiert im origami-artigen Falten von Sternen,“ berichtet Jeannine Walter. Der Klassenraum der 5c (Raum 310) erhielt auf diese Weise eine stimmungsvolle weihnachtliche Atmosphäre.

Zu den Weihnachtsstandards in den Klassen der Unterstufe, in denen Jeannine Walter Englisch unterrichtet, gehören zudem so genannte Cracker, die beim Weihnachtsdinner Teil der englischen Tradition sind. Hierbei handelt es sich um Knallbonbons, die die Lehrerin den Steinmühlenschüler*innen als Kette präsentiert. Wird ein Cracker geöffnet, fliegen gemäß der englischen Tradition beim Knall drei Dinge heraus: Eine Papierkrone, ein Spielzeug und ein Zettel mit Scherz- und Rätselfragen. Mit der Cracker-Kette überrascht Jeannine Walter Anfang Dezember die Klassen, deren Schüler*innen in der Adventszeit nacheinander einen Cracker öffnen. Der jeweilige Name wird aus einem Namenslostopf gezogen.

 

9. Dezember 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/12/1-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-12-09 12:02:112026-06-11 09:30:135c: Weihnachtlicher Schmuck und englische Tradition

Gefesselt von Sandmalkunst: Publikum applaudierte zu „Katherlyns Reise“

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Das war zweifellos große Kunst, was das Publikum am Freitag Abend im Forum der Steinmühle erleben durfte: Während drei Musiker traditionelle Volkslieder aus der Zeit vom 12. bis 19. Jahrhundert sangen und spielten, wurde der Text auf besondere wie außergewöhnliche Weise illustriert. Durch Sandmalerei mit ihren Händen setzte die Künstlerin Anne Löper alle Erzählungen ins Bild. Über 60 Minuten spiegelte sie lückenlos die dargestellten Ereignisse auf ihrem Lichttisch, dessen Oberfläche für die Zuschauerinnen und Zuschauer direkt auf eine Leinwand übertragen wurde.
Genau wie ein Menschenleben, so war der Inhalt der Erzählungen nicht immer heiter. Eigentlich hätte man als Zuschauer an der einen oder anderen Textstelle melancholisch werden müssen, in Verbindung mit der Musik und den tragenden tiefen Rotbrauntönen der Bilder. Die Malerei der Künstlerin fesselte den Betrachter jedoch derart, dass schwermütige Gedanken gar keine Chance hatten. Man staunte einfach nur, wie die Sandmalerin alle Szenen, Stimmungslagen, Jahreszeiten, Örtlichkeiten so echt und so unzweifelhaft erkennbar in Windeseile, unmittelbar der Erzählung folgend, auf die Unterlage brachte. Allein die ununterbrochene Aktivität der Malerin, ohne auch nur eine Sekundenpause, war eine meisterhafte Leistung. Mit scheinbar wenig Aufwand, für einen Laien gleichwohl unnachahmbar, entstanden zum Beispiel ausdrucksvollste Gesichter. Kein Wunder, dass das Publikum im vollbesetzten Forum begeistert applaudierte und damit fast nicht mehr aufhören wollte.

Katherlyns Reise, wie der zeitlose Beitrag genannt wurde, ist ein neues Projekt des Tenors und Steinmühlen-Musiklehrers Daniel Sans gemeinsam mit Dudelsackspieler Thomas Zöller und der Cembalistin und Sängerin Ute Riemer. Mit ihren Liedtexten erzählen die Musiker eine Geschichte, die die Sandmalerin Anne Löper auf bezaubernde Art und Weise illustriert. Dieses besondere Konzert fügte sich umso eher in die Veranstaltungen der Steinmühle ein, weil schon in Unterrichtsbeiträgen im Bereich der Kunst ein Bogen zur Musik geschlagen und Synergien aufgezeigt wurden. Dem Betrachter erscheint dies ein lohnender Weg, der selbst den weniger versierten Kunstliebhaber zum „Fan“ werden lässt. Mehr davon, bitte!

23. September 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/MG_9972-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-09-23 13:12:532026-06-11 09:33:30Gefesselt von Sandmalkunst: Publikum applaudierte zu „Katherlyns Reise“

Schülerinnen aus Kunst-LK entwickeln Plakat für die Marburger Stadtbücherei

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Die Schülerinnen Lea Zessin und Natalia Bieker aus dem Kunst-LK des Jahrgangs 13 haben im Rahmen des Kunstunterrichts ein Plakat für die Stadtbücherei Marburg entwickelt. „Heike Rothmann, Koordinatorin der Stadtbücherei für Schulkooperationen, hatte bei der Steinmühle angefragt, ob wir zum Thema ‚Literatur für die Abiturvorbereitung‘ ein informatives Werbeplakat für die Stadtbücherei entwerfen und umsetzen können,“ berichtete Kunstlehrerin Ines Vielhaben.

Als Bildmediengestaltung im Kunstunterricht thematisiert wurde, trafen sich die beiden Schülerinnen mit ihrer Lehrerin vor Ort, um in einem ausgiebigen Fotoshooting Bildideen für die Umsetzung des Plakates zu entwickeln. Lea und Natalia machten sich mit dem Fotobearbeitungsprogramm Photoshop so gut vertraut, dass ihre Ergebnisse sehr gelungen waren.

Die Übergabe der beiden Plakate fand im August in der Stadtbücherei statt. Alle anwesenden Mitarbeiter der Stadtbücherei lobten die Professionalität der Werke. „Obwohl wir schon lange vorher selber nach Ideen für dieses Thema gesucht haben, waren wir nie so zufrieden wie mit diesen Plakatideen,“ freute sich Heike Rothmann.

23. September 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/IMG_1025.jpeg 719 1280 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-09-23 13:00:112026-06-11 09:33:43Schülerinnen aus Kunst-LK entwickeln Plakat für die Marburger Stadtbücherei

Mit flotten Rhythmen hinein in den Sommer

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

120 Schülerinnen und Schüler haben beim Sommerkonzert mit klaren Tönen und flotten Rhythmen die Zuschauerinnen und Zuschauer im vollbesetzten Steinmühlenforum unterhalten. Das Sommerkonzert gehört zu den etablierten Veranstaltungen unserer Schule.

Die Fachschaft Musik unter Leitung von Ulrike Wilmsmeyer hatte mit der Zusammenstellung des Programms, bestehend aus sechs Beiträgen, den Geschmack des Publikums gut getroffen. Mit „Rolling In The Deep“ von Adele oder „High Hopes” von Panic! At The Disco begann es mit dem Chor der Klassen 6 unter Leitung von Daniel Sans und Ulrike Wilmsmeyer gleich populär – und viele Zuschauer nickten staunend, wie gut die Töne getroffen wurden! Die AG Kammermusik, geleitet von Frank Wemme, begeisterte auf gewohnt hohem Niveau und brachte sogar ein eigenes Stück zur „Uraufführung“. Kim-Luna Kaletsch und ihre AG Swing & Sing schafften es im Anschluss tatsächlich, das Publikum trotz hoher Temperaturen zu mobilisieren und zu Mitklatschen zu bringen. Die nachfolgende Bläserklasse 5 stellte unter Beweis, welches Können selbst in wenigen Monaten erworben werden kann. Angeleitet von Ulrike Wilmsmeyer hatten die Mädchen und Jungen erst im Oktober mit ihrem Instrumentenspiel begonnen. Klar, dass man der hinterher auftretenden Bläserklasse 6 unter Leitung von Andreas Jamin anmerkte, dass sie sich ihren Instrumenten schon etwas länger widmet. Stephan Reissig und „seine“ Konzertband beschlossen den musikalischen frühen Abend. Viele der Zuschauerinnen und Zuschauer folgten der Anregung von Schulleiter Björn Gemmer, sich beim Sommerfest des Vereins Rudern und Sport Steinmühle am nahegelegenen Bootshaus noch Grillgut und Getränke schmecken zu lassen.

5. Juli 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/MG_8410.jpg 332 800 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-07-05 11:59:222026-06-11 09:36:30Mit flotten Rhythmen hinein in den Sommer

Musical der Klassen 5: Viel Arbeit auf vielen Schultern für eine grandiose Aufführung

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Vieles sieht auf der Bühne im Steinmühlenforum so leicht aus, wenn es zur Aufführung gelangt. Dabei steckt darin in fast allen Fällen die Arbeit von Wochen oder Monaten. Alles wird mit Fleiß und Hingabe vorbereitet und geprobt, auch im Unterricht. So war es auch beim Musical der Klassen 5 mit dem Titel „Kwela! Kwela!“.  Es war IHR Abend. Aber nicht nur die Jüngsten waren in die Aufführung eingebunden.

Die Story beginnt inhaltlich mit einem Notstand: Kein Wasser in Afrika und sooo heiß. Das macht den Tieren Probleme – und braucht eine Lösung. Die scheint gar nicht so einfach – bei einem vorlauten Besserwisser, einem verliebten Dichter, einer verzweifelten Verliebten, einer Diva einem alten Weisen, Königinnen und König, gemütlichen Tieren und diebischen Geistern. – Einer bunten Gesellschaft also, die um ihr Wohlleben ringt. Eine wichtige Rolle spielt ein kleiner Hase. Letztlich geben alle Seiten etwas, aber alle gewinnen auch. Man gewinnt, wenn man verliert. Ein fairer Handel.

 

Chor und Solisten

Die Parabel über das Ringen um ein gedeihliches Miteinander mit reichlich Musik forderte bei seiner Darstellung viele Sängerinnen und Sänger: Den Chor der Klassen 5 unter Leitung von Daniel Sans, Ulrike Wilmsmeyer und Frank Wemme sowie die Gesangssolist(inn)en Samuel Kirschning, Justus Manczyk, Annica Bartsch, Carlotta Meyer, Sophia Rogosch, Marie Grosse und Leontin Schmidt .

 

Spaß am Schauspiel

Als Darsteller traten auf Maximilian Glock (King George), Antonia Kurlinsky (Königin Geogina), Stella Preiss (Königin Georgia), Lilian Gräser (Zebra Zoe), Zebra Fred (Finja Simmer), Mats Egbring (Priscilla), Konrad Rothmann (Tebogo), Jaron Häußermann (weiser Marabu), Sude Yilmaz (Elefant Frank), Liliane Albrecht (Affe Zoe), Colin Schäfer (Affe Marvin), Neyla Fritz (Hase Tschipo), Mats Egbring (Orakel) sowie Mika Bredendiek, Max Krug, Jonas Nolte und Philipp Zielen als Affengespenster. Die Aufführung leiteten Ulrike Wilmsmeyer und Frank Wemme.

 

Sie sorgten für Rhythmus

Um die musikalische Untermalung kümmerte sich die Musicalband aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 11. Folgende Instrumente waren beteiligt:

Querflöten (Nela Haeberle, Flûte Seifart, Alicia Spitzhüttl), Saxofon (Tom Herfert), Posaune (Samuel Ruff), Klavier (Nina Simmer), E-Bass (Janne Schweitzer), Schlagzeug (Aaron Ruff). Frank Wemme von der Fachschaft Musik spielte E-Gitarre und leitete die Gruppe.

 

Für guten Klang

Keine gute Aufführung ohne die Leistungen des Teams WU Sound&Light. Hier arbeiteten Tim Bastian, Finn-Jonas Posingies, Anton Schneider, Luis Klefenz (Klassen 8 und 9), Raphael Hetche, Basti Sasse, Julian Textor (Klassen 10 und 12). Die Leitung hatte Sam Kempkes.

 

Die Eltern halfen

Die optischen Eindrücke sind bei keiner Aufführung zu unterschätzen. Dass Kostüme und Maske so professionell vorbereitet waren, war Verdienst von Birgit Niedziella, Alessa Niedziella und Kira Gräser. Weitere Eltern leisteten Unterstützung in der Maske.

 

Toll im Malen

Das Bühnenbild entwarfen Samuel Kirschning und Justus Manczyk (Sonne/Titel), Janne Elsaßer (Orakel), Celia Giebing, Merle Herwig und Emma Wagner unter der Leitung von Ines Vielhaben.

Die Plakate erstellten Annica Bartsch, Leonard Berger, Mika Bredendiek, Zoe Closmann, Mats Egbring, Neyla Fritz, Max Glock, Lilian Gräser, Jaron Häußermann, Quentin Herwig, Antonia Kurlinsky, Carlotta Meyer, Jonas Nolte, Stella Preiß, Konrad Rothmann, Colin Schaefer, Ben Scharmann, Sude Yilmaz und Philipp Zielen unter Leitung von Ines Vielhaben. Aus ihrem Kunstunterricht der Klassen 5 kamen auch die Handpuppen zum Einsatz.

Die Gesamtleitung der Veranstaltung lag in Händen von Ulrike Wilmsmeyer. Ein Dank gilt der Schulleitung und Oleg Koch als Hausmeister für organisatorische Unterstützung.

24. Juni 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/06/MG_7264.jpg 485 800 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-06-24 09:21:532026-06-11 09:37:54Musical der Klassen 5: Viel Arbeit auf vielen Schultern für eine grandiose Aufführung

Großartige Stimmung im Steinmühlenforum mit der hr-Bigband

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Der hr-Bigband eilt ein Ruf voraus: Wer da drin ist, hat’s drauf. Kein Wunder, dass die Ankündigung des Ensembles, an die Steinmühle zu kommen, mit hohem Respekt erwartet wurde. Unglaubliche Stimmung füllte das Forum während der Veranstaltung am Freitag vor Pfingsten. Und es soll nochmal einer sagen: Jazz ist nur was für Ältere.

Wippen, Schnippen – die Post ging ab. Auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler hatte der Rhythmus gepackt. Irgendwie kamen die Stücke ja auch bekannt vor, die Namen klangen geläufig: Steely Dan, Miles Davis, Duke Ellington, Thad Jones. Das waren große Künstler, deren Musik hier präsentiert wurde.

 

„Vertiefungskurs“ in Sachen Jazz

Ein Teil des Steinmühlen-Jazzensembles hatte sich weit vor der Veranstaltung noch etwas anderes zur Aufgabe gemacht: Die Moderation der Veranstaltung nämlich. Die Schülerinnen und Schüler Talea Funk, Samuel Ruff, Tom Herfert und Marit Winterstein waren eigens zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt gereist, um sich in einem Workshop von Profis erklären zu lassen, wie man ein Jazz-Konzert präsentiert. Die Schnell-Lerner hatten die Tipps rasch verinnerlicht. Ohne erkennbare Aufregung, aber voller Respekt vor dem Ensemble und seinen Leistungen führten die Steinmühlenmusiker durch den Vormittag.

Dem Publikum gaben sie Hinweise zu den Stücken, die von den Profis präsentiert wurden. Die Mitglieder der Band interviewten sie zum ein oder anderen Thema. Da wurde nicht nur flotter Jazz gehört, sondern auch noch etwas gelernt. Für alle Anwesenden ein Schnellkurs in Sachen Jazzmusik.

Der Besuch der hr Bigband an der Steinmühle ist quasi Teil einer Mission. Weil bekannt ist, dass Berührungspunkte mit guter Jazz-Musik an Schulen allgemein eher weniger bestehen, begibt sich die hr Bigband in regelmäßigen Abständen auf Schultour durch ganz Hessen.

Dieses Mal stand die Steinmühle mit auf dem Plan. Es war die letzte Station auf dem Weg durch unser Bundesland. Dass an der Steinmühle der Jazz nicht nur vom Hörensagen bekannt ist, sondern auf dem aktiven Musikprogramm etabliert ist, haben die Bigband-Profis sicher weder gewusst noch voraussetzen können. Der Auftritt im Kreise einiger „Kenner der Szene“ dürfte ihnen aber gefallen haben.

17. Juni 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/06/MG_7599.jpg 556 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-06-17 10:51:532026-06-11 09:38:42Großartige Stimmung im Steinmühlenforum mit der hr-Bigband

Theaterwerkstatt der Klassen 7 sorgte für beste Unterhaltung

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Wohl noch niemals hat das Publikum bei einer Aufführung der Theaterwerkstatt des Jahrgangs 7 so herzlich gelacht, und zwar den ganzen Abend lang. Im voll besetzten Forum herrschte ununterbrochen gute Stimmung, das Publikum applaudierte nahtlos von einer Szene zur anderen. – Bestes Zeichen dafür, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die bei der Regie assistierenden Profi-Darsteller alles richtiggemacht haben.

Die Klassen 7 b, c und a brachten in genau dieser Reihenfolge ihre Stücke auf die Bühne. „Falscher Verdacht“ nannte sich der Beitrag, den die 7b unter der Leitung von Ines Vielhaben und Daniel Sempf einstudiert hatte. In einer genialen Weise schaffte es das junge Ensemble, ein aktuelles und eher ernstes Thema in ein unterhaltsames Bühnenstück zu verwandeln: Bei einer Demonstration der Anhänger des geeinten Europas gegen Verfechter Deutschlands war ein Mord passiert. Ausdrucksstark, mit viel Witz und offensichtlichem Spaß an der Sache gelang es, den Fall und seine Auflösung tatsächlich so zu präsentieren, dass der Humor des meist erwachsenen Publikums trotz des gar nicht so lustigen Sachhintergrundes punktgenau getroffen wurde.

„Einmal und nie wieder“ nannte sich das Stück der Klasse 7c, das unter Regie von Lisa Braun und Michael Pietsch zur Bühnenreife gelangt war. Hier ging es um die Hürden, die ein langjähriges Paar im Rahmen seiner Hochzeitsvorbereitungen zu nehmen hatte. Fast alles ging schief, niemand erledigte seinen Job mit der gebotenen Sorgfalt – und zurück blieb eine ziemlich gestresste Braut, deren Nervenkostüm mit jeder Panne dünner wurde. Wer den Schaden hat, braucht natürlich für den Spott nicht zu sorgen: Die Erheiterung des Publikums wuchs proportional mit. Eine tolle Leistung der 7c, die viel Applaus fand.

Szenen aus einem „echten“ Familienleben spiegelte der Beitrag, den Melisande Lauginiger und Michael Köckritz mit der 7 a vorbereitet hatten. Drei Familien, an sich schon unterschiedlich genug und intern mit diversen Auseinandersetzungen beschäftigt, treffen im Familientherapiezentrum aufeinander. Dort lernt man, dass es anderswo auch nicht glatt läuft und knüpft sogar persönliche Kontakte – um am Ende die gemeinsame Frage zu stellen, ob nicht der Psychiater des Therapiezentrums womöglich der Verrückteste ist. Die Frage „Äh, ist das hier die Bar?“ war der geahnte Ausweg aus dem Chaos – und gleichzeitig Titel der Inszenierung.

Das Publikum verließ das Steinmühlenforum nach den drei Vorstellungen sichtlich amüsiert und guter Laune. Es hatte sich an diesem Abend einmal mehr gezeigt, dass der Steinmühle in Sachen Theater etwas Besseres als das tolle Engagement der Fachkollegen, der Spaß aller Siebtklässler an der Sache und ihre schauspielerische Anleitung durch die Profi-Darsteller Daniel Sempf, Michael Pietsch und Michael Köckritz nicht passieren kann.

4. Juni 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/06/RW_Theaterwerkstatt_Einmal-und-nie-wieder-6855.jpg 319 800 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-06-04 09:06:472026-06-11 09:39:05Theaterwerkstatt der Klassen 7 sorgte für beste Unterhaltung

Ausstellungseröffnung Kunst und Natur im Gewächshaus 

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Über 50 Besucherinnen und Besucher bestaunten bei Eröffnung der diesjährigen Vernissage im Steinmühlen-Gewächshaus die dreidimensionalen Kunstwerke von neun Kunstgruppen, bestehend aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersklassen – von der Jahrgangsstufe 5 bis zur E-Phase. Mitschüler/innen, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Steinmühle erfreuten sich im wunderschönen, natürlichen Ambiente des Gewächshauses und des Schulgartens an Kunst und Natur.

Musikalisch umrahmten die beiden Musiktalente Talea Funk und Fynn Konnertz die Eröffnung. Abgerundet wurde die Veranstaltung von kulinarischen Genüssen aus dem Wahlunterricht (WU) Partyservice unter der Leitung von Fido Wagler.

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wer werden wir sein? Wie werden wir leben?

Schülerinnen von Ines Vielhaben aus der E-Phase haben mit ihren Plastiken, die die Gäste am Eingang des Gewächshauses begrüßen, explizit zu diesem Thema gearbeitet. Wieviel Instinktives, Tierisches steckt im Menschen? Welche Identität oder Identitäten werden die Menschen in Zukunft kreieren? Zu welchen Avataren oder zu welchen Cyborgs werden sie sich entwickeln?

Ausgegangen ist der Kurs beim Modellieren immer von den menschlichen Formen und Proportionen, waren sie doch in der Tonwerkstatt die umgebenden Vorbilder. Doch diese mussten verzerrt, überlängt oder gestaucht werden – je nachdem, ob ein Affe, Mensch oder Cyborg entstehen sollte.

Aus der gleichen Jahrgangsstufe lassen sich die surrealistischen Boxen bewundern. Ausgangspunkt war hier der Kunstraum 507, der durch die Schatzkisten künstlerisch nicht nur aufgewertet, sondern auch personalisiert werden sollte.

Formal beziehen sich diese Kisten auf die Werke der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo und des belgischen Surrealisten Rene Magritte. Traumhafte Vorstellungswelt und Wirklichkeit werden hier gleichermaßen verwoben. Sie wurden vom Kunstprofil unter der Leitung von Heike Rabben-Martin gefertigt.

Aus dem Unterricht von Dr. Sabine Kraft zeigen die jungen Designerinnen und Designer der 10b und 10c teils futuristische Sitzmöbel im Modell: Ihre Entwürfe, zunächst zeichnerisch in Form von Thumbnail-Skizzen entwickelt, setzten die Teams in Modelle um.

Die Gruppen hatten sich aus dem Bereich des Industrie-Designs für das Thema „Sitzmöbel“ entschieden. Das fertige Produkt hatte eine weitere Vorgabe zu erfüllen: Die Größe musste auf den Handteller passen! Ansonsten herrschte freie Wahl bezüglich Material, Form und Art der Sitzgelegenheit.

Ein wenig Theorie erleichterte den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Entscheidung. So wurden im Vorfeld die drei wichtigen Aspekte für ein gelungenes Designobjekt besprochen.

  • Praktische Funktion: Die Gebrauchsfähigkeit eines Designobjekts aus der Sicht des Benutzers.
  • Ästhetische Funktion: Hauptkriterium ist das Zusammenwirken von Haupt- und Nebenformen, aber auch von Farbe, Material und Oberfläche, aus der Sicht des Betrachters.
  • Symbolische Funktion: Sie entscheidet zum Beispiel darüber, ob das Produkt höheres Ansehen vermitteln oder nur vortäuschen kann und wie es auf die Mitmenschen wirkt – aus der Sicht des Besitzers.

Schließlich wurde geschnitten und zusammengefügt, gehämmert und geklebt, was das Zeug hielt. So mancher Versuch ging auch mal daneben und musste wiederholt werden.

 

Architektur nach Hundertwasser

Die Klasse 10a wählte ein Architektur-Thema mit der Absicht, sich in der Art von Hundertwasser im Modellbau zu erproben. Zunächst bauten die Architekten-Teams ein Massenmodell aus Streichholzschachteln, mit Gips überzogen und geglättet. Mit dieser vorbereiteten Oberfläche konnte es losgehen!

Vor allem die Vermeidung des rechten Winkels, aber natürlich auch Farben, Formen und vielfältige Ornamente waren Gestaltungsmittel, von denen sich die Arbeitsgruppen inspirieren ließen. Mit jedem „Bauabschnitt“ entwickelten die Gruppen immer wieder neue Ideen, die sie kreativ umsetzten.

Friedensreich Hundertwasser hätte sich gefreut zu sehen, wie sehr „seine“ unkonventionellen Ansichten die jungen Baumeister noch heute motivieren können.

Ein Highlight der diesjährigen Ausstellung sind mit Sicherheit die Food-Styling Dummys aus den 8. Klassen.

 

Food-Styling bedeutet die Präparierung von Lebensmitteln für Werbezwecke. Die Abbildung von (scheinbar) frisch zubereitetem Essen ist vor allem im Bereich von Verpackungsdesign und audiovisuellen Medien gefragt.

Food-Fotografie kann sehr zeitintensiv sein. Daher müssen die benötigten Produkte über einen längeren Zeitraum hinweg ästhetisch ansprechend und „knackig“ wirken. Aus diesem Grund ist die Gestaltung von „Dummys“ effizienter als der Einsatz von echten Speisen oder Backwaren. Letztere würden ihr appetitliches Erscheinungsbild rasch verlieren. Bei den Modellen hingegen bleiben Konsistenz und Farbe als Zeichen der Frische erhalten. Ein weiterer Vorteil von Dummys ist ihre Wiederverwendbarkeit. Ihr Einsatz ist also auch ökonomischer als die Verschwendung von Essbarem für Werbung. Die Food-Stylisten aus den Klassen 8a und 8c haben mit verschiedenen Materialien experimentiert und in ihren Arbeiten die Zutaten und Bestandteile ihrer Lieblingsgerichte künstlich gestaltet. Die Vorlieben der Schüler-Teams sind eindeutig: Burger mit Pommes, Pizza und Süßspeisen stehen ganz oben auf der Hitliste!

Unsere jüngsten Künstler aus der 5a gestalteten einerseits Zauberkessel, die in der Winkelgasse bestimmt ein Kassenschlager werden würden. Entsprechend ihrer Entwürfe haben sie mit einfachen Aufbautechniken Gefäße geformt und fantasievoll ausgestaltet. Außerdem haben die Fünftklässler Tiere auf keramische Fliesen modelliert. Mit Mulden und Erhebungen wurde die Gestalt aus der Fläche der Platte herausgearbeitet oder in sie hineingedrückt. Außerdem sollte das Tierrelief noch durch eine passende Oberflächengestaltung akzentuiert werden.

 

31. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/20190522_164525-scaled.jpg 844 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-31 12:46:402026-06-11 09:39:13Ausstellungseröffnung Kunst und Natur im Gewächshaus 

Musik und Kunst: Fruchtbarer Austausch zwischen zwei Fächern

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Über das fächerübergreifende Impressionismus-Projekt in der Einführungsphase der Steinmühle berichtet Kunstlehrerin Ines Vielhaben:

Der Impressionismus ist eine politisch und kulturell bewegte Zeit, in der in Musik und Kunst die starren Formen durch stimmungsvolle Momentaufnahmen abgelöst werden. Für den Komponisten Debussy ist Musik „Klang- und Farbkunst“. Musik und Kunst haben also im ausklingenden 19. Jahrhundert vorerst zumindest sprachlich eine große Nähe zueinander.

Der gegenseitigen Inspiration und dem Dialog der Künste sollten die Schülerinnen und Schüler der Kunst- und Musikkurse aus der Einführungsphase in einer gemeinsamen Unterrichtseinheit auf den Grund gehen. Nicht nur theoretisch, sondern auch mit Pinsel, Ton und Instrumenten fanden die Kurse von Ulrike Wilmsmeyer und Ines Vielhaben ihren Zugang zur Zeit des Impressionismus.

In einer Arbeitsgruppe hörten sich beispielsweise die Musiker und Künstler gemeinsam den bekannten Bolero von Ravel an und ließen durch die Musik Stimmungen und Assoziationen entstehen. Diese verdichtete die Künstlerin dann zu einem Landschaftsmotiv, was sie mit einem großzügigen Pinselduktus aufs Papier brachte, während die Musiker den tragenden Rhythmus und die Leitmelodie in ihren unterschiedlichen Tonarten für die Präsentationen übten.

Marie Sans spielt „La cathédrale engloutie » von Claude Debussy als Opener der Präsentationen, während die Bilder Claude Monets „Kathedrale von Rouen 1893“ projiziert und die Bilder der Schülerinnen Hannah und Sarah ausgestellt werden.

Bei der Präsentation verdichtete sich das Mosaik der unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte zu einem breiten Teppich, der durch die Vorträge der Schülerinnen und Schüler Julia, Lina und Fynn auch von Einblicken in die Zeitgeschichte untermalt wurde.

Die Weidenhäuser Brücke: Von einem bestimmten Betrachterstandpunkt im Flur des Hessenhauses verbindet sich die Brücke, doch eigentlich sind die beiden Teile getrennt von den Schülerinnen Chiara und Jana mit den typischen großzügigen Pinselstrichen auf Tapete gemalt worden.

Das Highlight der Unterrichtseinheit war die Reflexionsstunde nach den Präsentationen, in der sich alle Beteiligten – noch angefüllt mit impressionistischen Melodien und Eindrücken der bildenden Kunst – über die Parallelen und Unterschiede austauschten. Dabei wurden Brücken zwischen der Auflösung der Formen und Konturen in der Kunst zu unaufgelösten Harmonien in der Musik geschlagen. Es wurde resümiert, dass motivisch beide Disziplinen Atmosphären und Stimmungen als Inspiration für ihre Werk verwendet haben.

Beeindruckend, wie fruchtbar der Austausch zwischen den Künsten, die schulorganisatorisch immer getrennt werden, sein kann und wie sich der Zeitgeist einer Epoche viel umfassender vermitteln lässt als dies ein einzelnes Fach leisten kann.

13. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/IMG_3445-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-13 19:07:172026-06-11 09:41:17Musik und Kunst: Fruchtbarer Austausch zwischen zwei Fächern

Ganz schön aufwändig: So viel Arbeit steckt in einem Kleidungsstück

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit

Kleider machen Leute – unter diesem Motto standen die Aktivitäten der Klasse 5a, die zusammen mit Kunstlehrerin Ines Vielhaben intensiv in die Welt der Mode und des Schneiderns eintauchte. Sechs Wochen lang lernten die Schülerinnen und Schüler Details über die Geschichte der Mode, beschäftigten sich mit der Arbeit von Modedesignern, wurden aber auch selbst aktiv. Mit der Hand nähten sie eine Handy-Hülle und wurden von Ines Vielhaben instruiert, wie man mit einer Nähmaschine umgeht. Stolz und fröhlich, wie auf den Fotos gut erkennbar, präsentierten sie später ihre Nähobjekte.

Auch ethische Aspekte aus dem Bereich der Textilverarbeitung und Bekleidungsherstellung kamen zur Sprache. Durch ihre eigenen Versuche, sich als Schneiderinnen und Schneider zu betätigen, erhielten die Mädchen und Jungen eine Ahnung davon, wie aufwändig es ist, ein Kleidungsstück herzustellen. Erörtert wurden dabei auch weltweite Produktionsbedingungen von Kleidung und die dem gegenüberstehenden Kosten. Auf diese Weise, so Ines Vielhaben, konnten die Bereiche Ethik und Kunst mit den Aktivitäten der Nähwerkstatt, die übrigens auch die Bekleidung für die Musical-Aufführungen der Klassen 5 vorbereitet, gekoppelt werden.

13. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/IMG_0632-scaled.jpg 854 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-13 19:02:252026-06-11 09:41:37Ganz schön aufwändig: So viel Arbeit steckt in einem Kleidungsstück
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