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Großartige Stimmung im Steinmühlenforum mit der hr-Bigband

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Der hr-Bigband eilt ein Ruf voraus: Wer da drin ist, hat’s drauf. Kein Wunder, dass die Ankündigung des Ensembles, an die Steinmühle zu kommen, mit hohem Respekt erwartet wurde. Unglaubliche Stimmung füllte das Forum während der Veranstaltung am Freitag vor Pfingsten. Und es soll nochmal einer sagen: Jazz ist nur was für Ältere.

Wippen, Schnippen – die Post ging ab. Auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler hatte der Rhythmus gepackt. Irgendwie kamen die Stücke ja auch bekannt vor, die Namen klangen geläufig: Steely Dan, Miles Davis, Duke Ellington, Thad Jones. Das waren große Künstler, deren Musik hier präsentiert wurde.

 

„Vertiefungskurs“ in Sachen Jazz

Ein Teil des Steinmühlen-Jazzensembles hatte sich weit vor der Veranstaltung noch etwas anderes zur Aufgabe gemacht: Die Moderation der Veranstaltung nämlich. Die Schülerinnen und Schüler Talea Funk, Samuel Ruff, Tom Herfert und Marit Winterstein waren eigens zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt gereist, um sich in einem Workshop von Profis erklären zu lassen, wie man ein Jazz-Konzert präsentiert. Die Schnell-Lerner hatten die Tipps rasch verinnerlicht. Ohne erkennbare Aufregung, aber voller Respekt vor dem Ensemble und seinen Leistungen führten die Steinmühlenmusiker durch den Vormittag.

Dem Publikum gaben sie Hinweise zu den Stücken, die von den Profis präsentiert wurden. Die Mitglieder der Band interviewten sie zum ein oder anderen Thema. Da wurde nicht nur flotter Jazz gehört, sondern auch noch etwas gelernt. Für alle Anwesenden ein Schnellkurs in Sachen Jazzmusik.

Der Besuch der hr Bigband an der Steinmühle ist quasi Teil einer Mission. Weil bekannt ist, dass Berührungspunkte mit guter Jazz-Musik an Schulen allgemein eher weniger bestehen, begibt sich die hr Bigband in regelmäßigen Abständen auf Schultour durch ganz Hessen.

Dieses Mal stand die Steinmühle mit auf dem Plan. Es war die letzte Station auf dem Weg durch unser Bundesland. Dass an der Steinmühle der Jazz nicht nur vom Hörensagen bekannt ist, sondern auf dem aktiven Musikprogramm etabliert ist, haben die Bigband-Profis sicher weder gewusst noch voraussetzen können. Der Auftritt im Kreise einiger „Kenner der Szene“ dürfte ihnen aber gefallen haben.

17. Juni 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/06/MG_7599.jpg 556 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-06-17 10:51:532026-06-11 09:38:42Großartige Stimmung im Steinmühlenforum mit der hr-Bigband

Theaterwerkstatt der Klassen 7 sorgte für beste Unterhaltung

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Wohl noch niemals hat das Publikum bei einer Aufführung der Theaterwerkstatt des Jahrgangs 7 so herzlich gelacht, und zwar den ganzen Abend lang. Im voll besetzten Forum herrschte ununterbrochen gute Stimmung, das Publikum applaudierte nahtlos von einer Szene zur anderen. – Bestes Zeichen dafür, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die bei der Regie assistierenden Profi-Darsteller alles richtiggemacht haben.

Die Klassen 7 b, c und a brachten in genau dieser Reihenfolge ihre Stücke auf die Bühne. „Falscher Verdacht“ nannte sich der Beitrag, den die 7b unter der Leitung von Ines Vielhaben und Daniel Sempf einstudiert hatte. In einer genialen Weise schaffte es das junge Ensemble, ein aktuelles und eher ernstes Thema in ein unterhaltsames Bühnenstück zu verwandeln: Bei einer Demonstration der Anhänger des geeinten Europas gegen Verfechter Deutschlands war ein Mord passiert. Ausdrucksstark, mit viel Witz und offensichtlichem Spaß an der Sache gelang es, den Fall und seine Auflösung tatsächlich so zu präsentieren, dass der Humor des meist erwachsenen Publikums trotz des gar nicht so lustigen Sachhintergrundes punktgenau getroffen wurde.

„Einmal und nie wieder“ nannte sich das Stück der Klasse 7c, das unter Regie von Lisa Braun und Michael Pietsch zur Bühnenreife gelangt war. Hier ging es um die Hürden, die ein langjähriges Paar im Rahmen seiner Hochzeitsvorbereitungen zu nehmen hatte. Fast alles ging schief, niemand erledigte seinen Job mit der gebotenen Sorgfalt – und zurück blieb eine ziemlich gestresste Braut, deren Nervenkostüm mit jeder Panne dünner wurde. Wer den Schaden hat, braucht natürlich für den Spott nicht zu sorgen: Die Erheiterung des Publikums wuchs proportional mit. Eine tolle Leistung der 7c, die viel Applaus fand.

Szenen aus einem „echten“ Familienleben spiegelte der Beitrag, den Melisande Lauginiger und Michael Köckritz mit der 7 a vorbereitet hatten. Drei Familien, an sich schon unterschiedlich genug und intern mit diversen Auseinandersetzungen beschäftigt, treffen im Familientherapiezentrum aufeinander. Dort lernt man, dass es anderswo auch nicht glatt läuft und knüpft sogar persönliche Kontakte – um am Ende die gemeinsame Frage zu stellen, ob nicht der Psychiater des Therapiezentrums womöglich der Verrückteste ist. Die Frage „Äh, ist das hier die Bar?“ war der geahnte Ausweg aus dem Chaos – und gleichzeitig Titel der Inszenierung.

Das Publikum verließ das Steinmühlenforum nach den drei Vorstellungen sichtlich amüsiert und guter Laune. Es hatte sich an diesem Abend einmal mehr gezeigt, dass der Steinmühle in Sachen Theater etwas Besseres als das tolle Engagement der Fachkollegen, der Spaß aller Siebtklässler an der Sache und ihre schauspielerische Anleitung durch die Profi-Darsteller Daniel Sempf, Michael Pietsch und Michael Köckritz nicht passieren kann.

4. Juni 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/06/RW_Theaterwerkstatt_Einmal-und-nie-wieder-6855.jpg 319 800 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-06-04 09:06:472026-06-11 09:39:05Theaterwerkstatt der Klassen 7 sorgte für beste Unterhaltung

Ausstellungseröffnung Kunst und Natur im Gewächshaus 

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Über 50 Besucherinnen und Besucher bestaunten bei Eröffnung der diesjährigen Vernissage im Steinmühlen-Gewächshaus die dreidimensionalen Kunstwerke von neun Kunstgruppen, bestehend aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersklassen – von der Jahrgangsstufe 5 bis zur E-Phase. Mitschüler/innen, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Steinmühle erfreuten sich im wunderschönen, natürlichen Ambiente des Gewächshauses und des Schulgartens an Kunst und Natur.

Musikalisch umrahmten die beiden Musiktalente Talea Funk und Fynn Konnertz die Eröffnung. Abgerundet wurde die Veranstaltung von kulinarischen Genüssen aus dem Wahlunterricht (WU) Partyservice unter der Leitung von Fido Wagler.

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wer werden wir sein? Wie werden wir leben?

Schülerinnen von Ines Vielhaben aus der E-Phase haben mit ihren Plastiken, die die Gäste am Eingang des Gewächshauses begrüßen, explizit zu diesem Thema gearbeitet. Wieviel Instinktives, Tierisches steckt im Menschen? Welche Identität oder Identitäten werden die Menschen in Zukunft kreieren? Zu welchen Avataren oder zu welchen Cyborgs werden sie sich entwickeln?

Ausgegangen ist der Kurs beim Modellieren immer von den menschlichen Formen und Proportionen, waren sie doch in der Tonwerkstatt die umgebenden Vorbilder. Doch diese mussten verzerrt, überlängt oder gestaucht werden – je nachdem, ob ein Affe, Mensch oder Cyborg entstehen sollte.

Aus der gleichen Jahrgangsstufe lassen sich die surrealistischen Boxen bewundern. Ausgangspunkt war hier der Kunstraum 507, der durch die Schatzkisten künstlerisch nicht nur aufgewertet, sondern auch personalisiert werden sollte.

Formal beziehen sich diese Kisten auf die Werke der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo und des belgischen Surrealisten Rene Magritte. Traumhafte Vorstellungswelt und Wirklichkeit werden hier gleichermaßen verwoben. Sie wurden vom Kunstprofil unter der Leitung von Heike Rabben-Martin gefertigt.

Aus dem Unterricht von Dr. Sabine Kraft zeigen die jungen Designerinnen und Designer der 10b und 10c teils futuristische Sitzmöbel im Modell: Ihre Entwürfe, zunächst zeichnerisch in Form von Thumbnail-Skizzen entwickelt, setzten die Teams in Modelle um.

Die Gruppen hatten sich aus dem Bereich des Industrie-Designs für das Thema „Sitzmöbel“ entschieden. Das fertige Produkt hatte eine weitere Vorgabe zu erfüllen: Die Größe musste auf den Handteller passen! Ansonsten herrschte freie Wahl bezüglich Material, Form und Art der Sitzgelegenheit.

Ein wenig Theorie erleichterte den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Entscheidung. So wurden im Vorfeld die drei wichtigen Aspekte für ein gelungenes Designobjekt besprochen.

  • Praktische Funktion: Die Gebrauchsfähigkeit eines Designobjekts aus der Sicht des Benutzers.
  • Ästhetische Funktion: Hauptkriterium ist das Zusammenwirken von Haupt- und Nebenformen, aber auch von Farbe, Material und Oberfläche, aus der Sicht des Betrachters.
  • Symbolische Funktion: Sie entscheidet zum Beispiel darüber, ob das Produkt höheres Ansehen vermitteln oder nur vortäuschen kann und wie es auf die Mitmenschen wirkt – aus der Sicht des Besitzers.

Schließlich wurde geschnitten und zusammengefügt, gehämmert und geklebt, was das Zeug hielt. So mancher Versuch ging auch mal daneben und musste wiederholt werden.

 

Architektur nach Hundertwasser

Die Klasse 10a wählte ein Architektur-Thema mit der Absicht, sich in der Art von Hundertwasser im Modellbau zu erproben. Zunächst bauten die Architekten-Teams ein Massenmodell aus Streichholzschachteln, mit Gips überzogen und geglättet. Mit dieser vorbereiteten Oberfläche konnte es losgehen!

Vor allem die Vermeidung des rechten Winkels, aber natürlich auch Farben, Formen und vielfältige Ornamente waren Gestaltungsmittel, von denen sich die Arbeitsgruppen inspirieren ließen. Mit jedem „Bauabschnitt“ entwickelten die Gruppen immer wieder neue Ideen, die sie kreativ umsetzten.

Friedensreich Hundertwasser hätte sich gefreut zu sehen, wie sehr „seine“ unkonventionellen Ansichten die jungen Baumeister noch heute motivieren können.

Ein Highlight der diesjährigen Ausstellung sind mit Sicherheit die Food-Styling Dummys aus den 8. Klassen.

 

Food-Styling bedeutet die Präparierung von Lebensmitteln für Werbezwecke. Die Abbildung von (scheinbar) frisch zubereitetem Essen ist vor allem im Bereich von Verpackungsdesign und audiovisuellen Medien gefragt.

Food-Fotografie kann sehr zeitintensiv sein. Daher müssen die benötigten Produkte über einen längeren Zeitraum hinweg ästhetisch ansprechend und „knackig“ wirken. Aus diesem Grund ist die Gestaltung von „Dummys“ effizienter als der Einsatz von echten Speisen oder Backwaren. Letztere würden ihr appetitliches Erscheinungsbild rasch verlieren. Bei den Modellen hingegen bleiben Konsistenz und Farbe als Zeichen der Frische erhalten. Ein weiterer Vorteil von Dummys ist ihre Wiederverwendbarkeit. Ihr Einsatz ist also auch ökonomischer als die Verschwendung von Essbarem für Werbung. Die Food-Stylisten aus den Klassen 8a und 8c haben mit verschiedenen Materialien experimentiert und in ihren Arbeiten die Zutaten und Bestandteile ihrer Lieblingsgerichte künstlich gestaltet. Die Vorlieben der Schüler-Teams sind eindeutig: Burger mit Pommes, Pizza und Süßspeisen stehen ganz oben auf der Hitliste!

Unsere jüngsten Künstler aus der 5a gestalteten einerseits Zauberkessel, die in der Winkelgasse bestimmt ein Kassenschlager werden würden. Entsprechend ihrer Entwürfe haben sie mit einfachen Aufbautechniken Gefäße geformt und fantasievoll ausgestaltet. Außerdem haben die Fünftklässler Tiere auf keramische Fliesen modelliert. Mit Mulden und Erhebungen wurde die Gestalt aus der Fläche der Platte herausgearbeitet oder in sie hineingedrückt. Außerdem sollte das Tierrelief noch durch eine passende Oberflächengestaltung akzentuiert werden.

 

31. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/20190522_164525-scaled.jpg 844 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-31 12:46:402026-06-11 09:39:13Ausstellungseröffnung Kunst und Natur im Gewächshaus 

Musik und Kunst: Fruchtbarer Austausch zwischen zwei Fächern

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Über das fächerübergreifende Impressionismus-Projekt in der Einführungsphase der Steinmühle berichtet Kunstlehrerin Ines Vielhaben:

Der Impressionismus ist eine politisch und kulturell bewegte Zeit, in der in Musik und Kunst die starren Formen durch stimmungsvolle Momentaufnahmen abgelöst werden. Für den Komponisten Debussy ist Musik „Klang- und Farbkunst“. Musik und Kunst haben also im ausklingenden 19. Jahrhundert vorerst zumindest sprachlich eine große Nähe zueinander.

Der gegenseitigen Inspiration und dem Dialog der Künste sollten die Schülerinnen und Schüler der Kunst- und Musikkurse aus der Einführungsphase in einer gemeinsamen Unterrichtseinheit auf den Grund gehen. Nicht nur theoretisch, sondern auch mit Pinsel, Ton und Instrumenten fanden die Kurse von Ulrike Wilmsmeyer und Ines Vielhaben ihren Zugang zur Zeit des Impressionismus.

In einer Arbeitsgruppe hörten sich beispielsweise die Musiker und Künstler gemeinsam den bekannten Bolero von Ravel an und ließen durch die Musik Stimmungen und Assoziationen entstehen. Diese verdichtete die Künstlerin dann zu einem Landschaftsmotiv, was sie mit einem großzügigen Pinselduktus aufs Papier brachte, während die Musiker den tragenden Rhythmus und die Leitmelodie in ihren unterschiedlichen Tonarten für die Präsentationen übten.

Marie Sans spielt „La cathédrale engloutie » von Claude Debussy als Opener der Präsentationen, während die Bilder Claude Monets „Kathedrale von Rouen 1893“ projiziert und die Bilder der Schülerinnen Hannah und Sarah ausgestellt werden.

Bei der Präsentation verdichtete sich das Mosaik der unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte zu einem breiten Teppich, der durch die Vorträge der Schülerinnen und Schüler Julia, Lina und Fynn auch von Einblicken in die Zeitgeschichte untermalt wurde.

Die Weidenhäuser Brücke: Von einem bestimmten Betrachterstandpunkt im Flur des Hessenhauses verbindet sich die Brücke, doch eigentlich sind die beiden Teile getrennt von den Schülerinnen Chiara und Jana mit den typischen großzügigen Pinselstrichen auf Tapete gemalt worden.

Das Highlight der Unterrichtseinheit war die Reflexionsstunde nach den Präsentationen, in der sich alle Beteiligten – noch angefüllt mit impressionistischen Melodien und Eindrücken der bildenden Kunst – über die Parallelen und Unterschiede austauschten. Dabei wurden Brücken zwischen der Auflösung der Formen und Konturen in der Kunst zu unaufgelösten Harmonien in der Musik geschlagen. Es wurde resümiert, dass motivisch beide Disziplinen Atmosphären und Stimmungen als Inspiration für ihre Werk verwendet haben.

Beeindruckend, wie fruchtbar der Austausch zwischen den Künsten, die schulorganisatorisch immer getrennt werden, sein kann und wie sich der Zeitgeist einer Epoche viel umfassender vermitteln lässt als dies ein einzelnes Fach leisten kann.

13. Mai 2019
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Ganz schön aufwändig: So viel Arbeit steckt in einem Kleidungsstück

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit

Kleider machen Leute – unter diesem Motto standen die Aktivitäten der Klasse 5a, die zusammen mit Kunstlehrerin Ines Vielhaben intensiv in die Welt der Mode und des Schneiderns eintauchte. Sechs Wochen lang lernten die Schülerinnen und Schüler Details über die Geschichte der Mode, beschäftigten sich mit der Arbeit von Modedesignern, wurden aber auch selbst aktiv. Mit der Hand nähten sie eine Handy-Hülle und wurden von Ines Vielhaben instruiert, wie man mit einer Nähmaschine umgeht. Stolz und fröhlich, wie auf den Fotos gut erkennbar, präsentierten sie später ihre Nähobjekte.

Auch ethische Aspekte aus dem Bereich der Textilverarbeitung und Bekleidungsherstellung kamen zur Sprache. Durch ihre eigenen Versuche, sich als Schneiderinnen und Schneider zu betätigen, erhielten die Mädchen und Jungen eine Ahnung davon, wie aufwändig es ist, ein Kleidungsstück herzustellen. Erörtert wurden dabei auch weltweite Produktionsbedingungen von Kleidung und die dem gegenüberstehenden Kosten. Auf diese Weise, so Ines Vielhaben, konnten die Bereiche Ethik und Kunst mit den Aktivitäten der Nähwerkstatt, die übrigens auch die Bekleidung für die Musical-Aufführungen der Klassen 5 vorbereitet, gekoppelt werden.

13. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/IMG_0632-scaled.jpg 854 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-13 19:02:252026-06-11 09:41:37Ganz schön aufwändig: So viel Arbeit steckt in einem Kleidungsstück

Projektunterricht der Steinmühle inspiriert auf Filmfestival

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Steinmühle unterwegs

Steinmühlenunterricht macht Furore – sogar bis nach Recklinghausen. Projektlehrerin Ines Vielhaben erläuterte beim 10. Kirchlichen Filmfestival einen Teil ihrer Arbeit.

Bei der viertägigen Veranstaltung wurde in der Kategorie Kurzfilm der Beitrag „Diego aus Guatemala“ aus dem Projekt „199 kleine Helden“ gezeigt. Zu dessen Nachbesprechung stellte Ines Vielhaben als Projektlehrerin der Steinmühle vor, was die Schülerinnen und Schüler der jetzigen 6. Steinmühlenklasse im Rahmen des Projektunterrichtes „Kinder aus aller Welt“ entwickelt haben – angeregt durch genau diesen Film. Ines Vielhaben war der Einladung zu der Veranstaltung nach Recklinghausen gefolgt, um dort die Unterrichtsansätze zu erläutern.

Thematisch stand im Zentrum des Projektunterrichtes die Auseinandersetzung mit Kinderrechten. Diese boten den Schülerinnen und Schülern Anlässe, um Artikel über einen Aspekt aus dem Leben ihrer Partnerkinder zu schreiben. Das Filmmaterial lieferte den Schülerinnen und Schülern eine sehr gute Grundlage, um sich durch die atmosphärischen Bilder in die örtlichen Gegebenheiten und Alltagssituationen der Kinder einzufühlen. Da die Dokumentarfilme nur die Kinder im Alter von 9- 12 Jahren über ihr Leben, ihre Wünsche und ihre Zukunft erzählen lassen, sprechen sie die Altersgruppe der Sechstklässler ganz direkt an. Sie begleiteten die „kleinen Helden“ auf ihrem Weg vom Aufwachen bis in die Schule.

Der Projektunterricht mit seinen Erläuterungen vor Ort diente den Zuhörern als Modell und als Beispiel. Ines Vielhaben erhielt zu ihrem laut Moderator „sehr engagierten und informativen Bericht aus der Praxis“ sehr viele begeisterte Rückmeldungen.

Die Wandzeitungen zu 15 der kleinen Helden, die die Sechstklässler über die Kurzfilme kennengelernt haben, werden übrigens anlässlich des Sommerkonzertes für interessierte Eltern im Forum der Steinmühle ausgestellt.

Im Festivalkino Cineworld in Recklinghausen liefen im Rahmen der Veranstaltung die Kurzfilme für den Bildungsbereich die Filme: „Ich habe noch Auferstehung“ von Jan-Gerrit Seiler (links) und „Nicht mal im Traum“ von Astrid Menzel (2. v. rechts). Die Moderation hatte Michael Kleinschmidt (rechts), der sich bei Ines Vielhaben (2.v.links.) für die gegebenen Einblicke bedankte.

13. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/KFF-RE_2019-03-23_Kurzfilme-fuer-den-Bildungsbereich.jpg 853 1280 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-13 18:26:372026-06-11 09:41:54Projektunterricht der Steinmühle inspiriert auf Filmfestival

Bei „Bands on Stage“ feierte die Steinmühle 20 Jahre Stonemill Houseband

Aktuelles, Feste & Feiern, Kunst, Musik & Theater

Die Schüler gingen – aber die Band ist immer noch da. Und das seit 20 Jahren. Frank Wemme, pädagogischer Leiter der Steinmühle, ist der Mann hinter der StoneMill Houseband. Klar, dass der Pädagoge und Vollblutmusiker es sich nicht nehmen ließ, zum Jubiläumskonzert der Steinmühlenmusikgruppe selbst durch den Abend zu führen – mit vielen musikalischen Gästen.

„Immer dann, wenn etwas richtig gut klappte, machten sie Abitur,“ verkündete er dem Publikum im vollbesetzten Saal. Außenstehende fühlten in all den Jahren eher einen fließenden Übergang. Allein das ist eine Würdigung wert. Und ein Konzert natürlich.

Den Anfang des Programms machte die AG Band der Klassen 5/6. Dabei zeigten deren Sängerinnen, wie stimmgewaltig schon junge Akteurinnen sein können. Der folgende Beitrag von Katharina Filin, musikalisch begleitet von Olaf Roth, ließ Gedanken an die britische Rock- und Popsängerin Bonnie Tyler nicht abwegig erscheinen. Ein imposanter Beitrag.

Talea und Fynn Konnertz überraschten mit „Talk“ – kein Gespräch, sondern eine Eigenkomposition des Gitarristen und der Sängerin, deren Stimme gerade hierbei besonders gut zur Geltung kam. Das Duo präsentierte außerdem die Beiträge „Slow dancing in a burning room“ und „Apologize“, begleitet von Moderator Frank Wemme an den Drums und Keyboarder Dirk Konnertz. Der ist im „normalen“ Leben Geschäftsführer des Schulvereins Steinmühle. In ihm schlägt auch das Herz eines Musikers.

A little high, little low: Das Saxophon-Ensemble der Musikschule Marburg unter Leitung von Jörg Eichberger lieferte mit der Queen-Ballade Bohemian Rhapsody durch detailliertes Herausspielen der drei Teile dieses legendären Stückes einen Höhepunkt des Abends.

Nach dem Rent-Projekt, dem charakterstarken Nachfolgestück des viel inszenierten Hamilton-Projektes von Talea Funk, gab es dann Gänsehautfeeling: Musiklehrer und Konzerttenor Daniel Sans, begleitet von Ehefrau Marie am Klavier, von Fynn und Dirk Konnertz an Gitarre und Keyboard, von Bodam Lee an der Geige und Frank Wemme an den Drums, verkündete dem Auditorium via Gesang „You raise me up“.

Nach diesem beeindruckenden Auftritt des Sextetts und einem rhythmischen Stelldichein des Jazz Ensembles öffnete sich der Vorhang für die Geburtstagskinder. Die derzeit 15köpfige StoneMill Houseband hat zwar nicht selbst die gesamten zwei Jahrzehnte komplett erlebt, dennoch ließen sich die Mitglieder gerne feiern und präsentierten ihre aktuellen Songs. In dieser Schulband mitzuwirken, ist tatsächlich keine Frage des Alters, wie ihr Schlagzeuger, ein Siebtklässler, eindrucksvoll unterstrich.

In weißem Outfit entließ der von Daniel Sans geleitete Oberstufenchor nach einem abwechslungsreichen Musikabend das Publikum nach Hause. Nicht aber, ohne Pink Floyds „The Wall“ – aufzuführen. Stilecht, in einer Schule. Dort gehört der Text nämlich hin.

10. April 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/04/04-scaled.jpg 842 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-04-10 09:14:242026-06-11 09:43:02Bei „Bands on Stage“ feierte die Steinmühle 20 Jahre Stonemill Houseband

130 Sänger brachten das Forum zum Beben

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Das Forum war am Freitag Schauplatz des möglicherweise größten kulturellen Projektes der Steinmühle. Zumindest dürften es noch nie so viele Aktive gewesen sein, die den Raum mit Gesang und Musik füllten. Und es war nicht irgendeine Musik. Es war das Requiem von Mozart, das letzte Werk des Komponisten und gleichzeitig eines seiner beliebtesten.

Nach über sechs Monaten Probenarbeit trafen sich 130 Sänger des Klangforums sowie 23 Orchestermitglieder und fünf Solisten. Sie alle bereiteten sich auf ihre gemeinsamen Auftritte an den beiden Folgetagen in Bad Homburg und Marburg vor. Über zwei Stunden probten die Beteiligten aller Altersklassen unter hochprofessioneller Leitung des Chorleiters Daniel Sans, der gleichzeitig Konzerttenor und Musiklehrer an der Steinmühle ist.

 

„Unvergessliches Ereignis“

Er selbst geriet nach dem Wochenende ins Schwärmen: „Diese geniale Musik mit Schülern, Eltern und Lehrern der Steinmühle in unserem wunderbaren Forum teilen zu dürfen, war ein großes Erlebnis.“ Sans berichtete von zwei restlos ausverkauften Konzerten an den Folgetagen. „Es war ein unvergessliches Ereignis, über 1000 Menschen mit der Musik von Mozart beglückt zu haben.“

Das Klangforum unter Leitung von Daniel Sans setzt sich größtenteils aus gesangsbegeisterten Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zusammen. Die Mitglieder treffen sich immer freitagabends zum Singen im Forum und sind noch offen für weitere Aktive. Diese müssen – im Gegensatz zum Chorleiter – keine Profis sein. Wichtig sind Spaß am gemeinsamen Gesang in einer gemischten Altersstruktur und der Mut, an der eigenen Stimme vielleicht noch ein wenig zu feilen.

Die Fotos geben einen Eindruck der Proben wieder. Zwei Aufnahmen zeigen die Beteiligten beim späteren offiziellen Auftritt.

 

21. März 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/MG_6192-scaled.jpg 716 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-03-21 11:45:592026-06-11 09:43:26130 Sänger brachten das Forum zum Beben

In Szene gesetzt: Den Woyzeck besser verstehen

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Zu den bekanntesten Dramen der deutschen Literatur zählt der „Woyzeck“ von Georg Büchner. Auch der Deutsch-Leistungskurs der Qualifizierungsphase 2 liest das Werk gerade. Um sich den Themenkomplex „Materialismus und Idealismus“ zu erschließen, haben die Schülerinnen und Schüler szenisch gearbeitet. Sie stellten den Dialog zwischen Woyzeck und dem Hauptmann dar.

Durch das szenische Spiel konnten nicht nur Redeanteile und Redeinhalte ausgewertet werden, sondern auch noch Mimik, Gestik sowie das hierarchische Verhältnis. Lehrerin Dr. Claudia Röder gelangen während der Darstellung im Forum einige Schnappschüsse.

 

28. Februar 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/02/1.jpg 900 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-02-28 16:28:202026-06-11 09:47:31In Szene gesetzt: Den Woyzeck besser verstehen

Abwechslungsreicher Musikabend mit großen Talenten

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Eine kleine, feine Veranstaltung, bei der talentierte Solisten Gelegenheit haben, ihr Können zu präsentieren – das ist alljährlich „Open Stage“ an der Steinmühle. Diesesmal waren zusätzlich andere Fähigkeiten für das Programm gefragt: Fynn Konnertz als tragender Akteur war erkrankt – da galt es, zu improvisieren.

Daniel Sans moderierte das Programm, das er somit „umstricken“ musste. Es gelang aber, verschiedene Talente kurzfristig zum Mitmachen zu begeistern. So entstand trotzdem ein flüssig ablaufender Abend voller Musik. – Auch das ist Steinmühle: Aushelfen, wenn Not am Mann ist.

Den brillianten Einstieg machten Alicia Spitzhüttl (Querflöte) und Nina Simmer (Klavier) mit „Clair de lune“ von Debussy.

Es folgte die Sonate „Presto“ von Telemann, ein barockes Stück, bei hohem Tempo schwer zu spielen. Hier bewiesen Nela Haeberle und Anna Schwarz an der Querflöte ihr Können.

Der Beitrag der mehrfach ausgezeichneten Violinistin Bodam Lee zusammen mit der Konzertpianistin Marie Sans, Ehefrau des Moderators, ließ keine Wünsche offen. Beide spielten den „Csardas“ von Monti und „Salut d’amour“ von Elgar.

Tom Herfert bewies sodann seine Fähigkeiten am Tenorsaxophon mit den Jazz Standards „Solitude“ und „Remember Clifford“.

 

Mit Erfolg an große Songs gewagt

Christian Michael Eifert wagte sich im Anschluss an den nicht einfachen Song „Save yourself“ von Ed Sheeran und machte seine Sache wirklich gut.

Hierauf kam noch einmal Tom Herfert am Saxophon zum Zug mit „Old Cowhand“ und „Sentimental Mood“ von Duke Ellington.

Anschließend sang Alissa Thomas das Stück „I’d rather go blind“ von Etta James. Begleitet wurde die talentierte Sängerin in harmonierender Weise vom Gitarrenspiel durch Noah Herrmann.

Das Ende dieses Abends voller Engagement, Leidenschaft und Gefühl setzten mit ihrem Auftritt Talea Funk (Gesang und Ukulele) und Evelyn Damer (Gesang). Sie präsentierten die Beiträge „Human“ von Dodie Clark und Jon Cozart, „I wanna be like you“ aus „Das Dschungelbuch“ nach Tessa Violet und Jon Cozart sowie von Faber „Wer nicht schwimmen kann, der taucht.“

An diesem draußen eiskalten Abend dürfte keiner im Zuschauerraum bereut haben, im wohltemperierten Forum der Steinmühle, statt daheim auf dem Sofa gesessen zu haben.

30. Januar 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/01/MG_5082-scaled.jpg 971 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-01-30 15:18:552026-06-11 09:51:46Abwechslungsreicher Musikabend mit großen Talenten
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