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Steinmühle lädt zum Info-Tag Para Rudern ans Bootshaus

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Rudern, Sport & Gesundheit

Am Samstag, 30. August, findet am Bootshaus des Vereins RuS Steinmühle Marburg von 10 bis 16 Uhr ein Info-Tag zum Thema Para-Rudern statt. Angesprochen sind Menschen, die trotz körperlicher Einschränkungen gerne rudern möchten. Wie das funktionieren kann, erläutern vor Ort RuS-Trainer Martin Strohmenger und Ines Prokein vom Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS).

 

Zielgruppe: Menschen mit körperlichen Einschränkungen

Das Inklusionsrudern mit Sehenden und Sehbehinderten in einem Boot ist an der Steinmühle schon seit Jahren etabliert. Angesprochen sind für die aktuelle Veranstaltung aber nicht nur Personen mit Einschränkungen beim Sehen, sondern auch Menschen mit anderen körperlichen Handicaps.

Die Veranstaltung des RuS Steinmühle ist ein Kooperationsprojekt mit dem HBRS und der blista (Deutsche Blindenstudienanstalt Marburg). Kontakt und Anmeldung gerne über unseren Trainer „Stromi“ martin.strohmenger@steinmuehle.net, Telefon 0152-54248254.

 

 

 

20. August 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/08/IMG_00781-e1755695498475.jpg 490 1139 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-08-20 15:20:142026-03-07 08:20:09Steinmühle lädt zum Info-Tag Para Rudern ans Bootshaus

Für die Gesellschaft zählt soziales Engagement 

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Soziales Engagement

Mit ihren Zeugnissen und einigen Ehrungen für besondere Leistungen innerhalb und außerhalb der Schule entließ die Steinmühle ihre Schülerinnen und Schüler heute in die Sommerferien. Noten können für Einzelne wichtig sein. Doch ehrenamtliche Tätigkeiten im sozialen Bereich haben für die Steinmühle einen besonders hohen Stellenwert. So hatte Oberstufenleiterin Constanze Oestreicher-Gold schon im Vorfeld exemplarisch auf das Engagement von Elsa Stremme (links) und ihren beiden Mitschülerinnen Leticia Günther (Mitte) und Amelie Laukel aus dem Jahrgang 12 hingewiesen. Das Trio erhielt zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Jahrgängen eine Anerkennung für besondere Leistungen, die bei ihnen im sozialen Bereich erbracht wurden.

 

Unterstützung für leukämie- und tumorkranke Kinder

In einem persönlichen Gespräch konnten wir erfahren, dass Elsa, Leticia und Amelie schon seit Jahren den Verein „Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder unterstützen – ehrenamtlich und kontinuierlich. Ihr Engagement verläuft lautlos, mit Fokus auf die Kinder verschiedenen Alters und ihre Eltern, die mit der Situation häufig überfordert sind und, so Elsa Stremme, „dankbar sind für jede Hilfe“. Es ist die Präsenz der drei Steinmühlenschülerinnen, ihre Bereitschaft, bei Veranstaltungen mit anzupacken oder Kindern vorzulesen, ihr offenes Ohr bei Fragen, ihre verbindlichen Worte, ihre Tipps und ihre Intuition, von selbst zu merken, wer gerade Hilfe braucht und auf welche Weise. „Wir sind da für alles, was wir leisten können“, so Elsa Stremme. Die drei Oberstufenschülerinnen helfen mit bei der Organisation von Events, Workshops, leisten kreative Beiträge und kaufen fürs Grillen ein.

 

„Schön, zu sehen, wenn es ihnen besser geht“

Es wäre unwahr, zu behaupten, dass das Schicksal der Kinder den drei jungen Frauen nicht nahegeht. Die von Erkrankungen betroffenen jungen Menschen bei der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder sind bis zu 18 Jahren alt oder wenig darüber, und der Krankheitsverlauf ist Teil dessen, was Elsa, Leticia und Amelie wahrnehmen. „Wir kennen die Kinder inzwischen“, berichten sie, „und es ist so schön, zu sehen, wenn sie nach der Chemo wieder Haare bekommen. Wenn es ihnen wieder besser geht“.

 

Familien teilen ihr Schicksal

Die Räumlichkeiten der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder befinden sich in Marburg am Steinweg 34. Sie sind für viele betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch für ihre Eltern ein Zufluchtsort, an dem sie andere treffen, mit denen sie ihr Schicksal teilen. Gerade weil sie um diese Wichtigkeit wissen, freuen sich die Vereinsmitglieder über jeden, der helfen möchte. Das kann Anpacken bedeuten, das können Geldspenden sein, aber auch bestimmte Sachspenden, wenn sie im Vorfeld abgesprochen sind. Der Kontakt zur Elterninitiative ist telefonisch oder per Mail möglich, siehe Website https://eltkmr.de/.

(Die Berichterstattung über alle Ehrungen am letzten Schultag folgt im Jahrbuch)

3. Juli 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/07/IMG_55341-rotated-e1751546073160.jpg 1144 1494 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-07-03 14:38:112026-03-07 08:47:36Für die Gesellschaft zählt soziales Engagement 

Musikalische Lesung mit Kinderbuchautoren-Trio 

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Einen unterhaltsamen Abend bereiteten dem Publikum die Autoren Sven Gerhardt, Mira Valentin und Andreas Steinhöfel bei der schon etablierten alljährlichen Frühsommer-Veranstaltung des Vereins MENTOR – Die Leselernhelfer im Forum der Steinmühle.

Die drei Lesungen, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, wurden garniert durch musikalische Beiträge – nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch optisch eine Abwechslung durch die zahlreich anwesenden Sängerinnen und Sänger.

 

Auf der Bestsellerliste

Sven Gerhardt wäre nach eigenem Bekunden „fast Lehrer geworden“, entschied sich dann aber für Kinderbücher, und das mit Erfolg. Er schrieb 28 Stück davon und schaffte es auf die Bestsellerliste. Im Steinmühlenforum nahm er das Publikum mit auf die Reise in den Wahrlichwald und entführte damit die Zuhörerinnen und Zuhörer für eine Weile gedanklich an einen anderen Ort. Auch das kann gegen Ende eines Arbeitstages ein gutes Stück Entspannung sein!

 

Gefesselt vom Vortrag

Publikumsmagnet Andreas Steinhöfel, mehrfach preisgekrönter Kinderbuchautor und gleichzeitig Schirmherr von MENTOR, versteht es immer wieder, sein Auditorium auf besondere Weise in den Bann zu ziehen. Mit seinem Werk und der Protagonistin „Inger“ sorgte er zuverlässig wieder einmal dafür, dass die Menschen im vollbesetzten Saal für eine Weile ihre Gedanken schweifen lassen konnten, gleichzeitig aber gefesselt waren von Steinhöfels Stil, sein Werk vorzutragen und von der Handlung, die eine Menge Identifikation ermöglichte.

 

Große Fantasien

In eine andere Welt schickte Mira Valentin das Publikum für die Dauer ihrer Lesung. „Melek gegen die Dschinn“ war bei ihr das Thema des Abends, und der literarische Ausflug quoll nahezu über von Fantasien, Träumen und Entdeckungen. Ort der Handlungen war dennoch „der Wald bei Buchenau“, also das Marburger Hinterland, in dem alle drei Autoren beheimatet sind.

 

Musikalische Abwechslung mit WirSing

Mehrere Einlagen des Chores WirSing, dirigiert von Tenorsänger und Steinmühlen-Musiklehrer Daniel Sans, gaben dem Abend zusätzlich musikalische Würze. Hier war unüberhörbar eine Menge Spaß mit am Start, ebenso bei Daniel Sans beim professionellen Pianospiel.

 

Ein Viertel kann nicht lesen

All diesen Darbietungen lauschend, vergaß man fast den eigentlich gar nicht so sehr erfreulichen Grund dieses schönen Abends. So ist es immer wieder kaum vorstellbar, dass 25 Prozent der Viertklässlerinnen und Viertklässler am Ende ihrer Grundschulzeit gar nicht oder nur wenig des Lesens mächtig sind. – Warum sich also MENTOR zur Aufgabe gemacht hat, mit Hilfe ehrenamtlich Tätiger Lesekompetenzen von Kindern zu verbessern, liegt auf der Hand. Mit engagiert sind für dieses Anliegen auch Teile der Marburger Geschäftswelt, deren Vertreterinnen und Vertreter ebenfalls im Publikum saßen.

 

Wichtiges gesellschaftliches Anliegen

MENTOR-Vorsitzende Inge Maisch und die Vorstandsmitglieder Irmgard König, Dr. Michaele Künzel und Gisela Falk dankten allen, die sich für das Thema stark machen – gleich in welcher Funktion. Das galt auch für den Gastgeber Björn Gemmer, Schulleiter der Steinmühle, der die selbstgestellte Aufgabe des Vereins und die Anliegen der Schule Steinmühle eng miteinander verflochten sieht. Eine Zusammenarbeit ist daher fruchtbar, hebt eine Veranstaltung wie diese doch jedes Mal ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen in den Vordergrund. Informationen über fehlende Lesekompetenzen müssen gerade sichtbar gemacht werden! Denn nur so können Ansätze zur Abhilfe entstehen.

31. Mai 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/06/2453D11E-4B48-408D-9653-79E6CB51E3E9_1_105_c-e1750616797155.jpeg 620 1070 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-05-31 20:20:112026-03-07 10:19:08Musikalische Lesung mit Kinderbuchautoren-Trio 

Gelebte Partnerschaft: Erst zwei Schüler, dann Moshis Bürgermeister an der Steinmühle

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Eintauchen in eine andere Welt: Um ihre Partnerschule in Deutschland kennenzulernen, besuchten Fahad Mohamed Mukhandi (18) und Joseph Richard Saitoti (17) von der One World Secondary School Kilimanjaro in Tansania für zwei Monate die Steinmühle. Sie folgten am Ende ihres Aufenthaltes einer Einladung ins Marburger Rathaus zu Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Der Präsenz der tansanischen Schüler war der Tansania-Besuch einer Steinmühlengruppe Anfang des Jahres vorausgegangen, über den wir im Monat März dieser Chronik berichteten. Den Abschluss der gelebten Partnerschaft zwischen den Menschen aus zwei Kontinenten bildete schließlich der Aufenthalt des Bürgermeisters aus dem tansanischen Moshi und seiner Delegation in Marburg.

 

Beeindruckender Titel

„Honourable Mayor of the City of Moshi Zuberi Abdallah Kidumo – eine schöne Anrede“ bewunderte der Oberbürgermeister von Marburg den Titel seines Amtskollegen aus Moshi, dessen Besuch bereits avisiert war, als die beiden jungen Männer aus Tansania in Begleitung von Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer und einer Schülergruppe ins Marburger Rathaus kamen. Fahad und Joseph tauschten sich mit dem Marburger Stadtoberhaupt zur seit anderhalb Jahren zwischen Moshi und Marburg bestehenden Partnerschaft und zu weiteren Themen aus.

 

Vorurteile abbauen oder gar nicht erst entstehen lassen

 „Der Dialog mit Menschen aus anderen Ländern erweitert den eigenen Erfahrungshorizont und hilft, Vorurteile abzubauen beziehungsweise sie gar nicht erst entstehen zu lassen“, sagte der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während des Empfangs im Stadtverordnetensitzungssaal. „Ich freue mich zu sehen, wie unsere Partnerschaft mit Moshi auch von unseren Schülerinnen und Schülern mit Leben gefüllt wird und sich auch die jüngeren Generationen miteinander vernetzen“.
Moshi, die Partnerstadt von Marburg, ist auch auf anderer Ebene mit Marburg verbunden. Es existiert eine Klinikpartnerschaft zwischen beiden Städten, die von Dr. Christian Kreisel koordiniert wird. Er ist gleichzeitig Vorstandsmitglied des Freundeskreises Marburg-Moshi e.V..

 

Finanzierung war eine Herausforderung

Fahad Mohamed Mukhandi und Joseph Richard Saitoti sprechen Englisch und auch etwas Deutsch. Die Finanzierung ihres Aufenthaltes in Marburg war nicht einfach.
Michael Müller, Mitarbeiter der Stadt Marburg, setzte sich besonders dafür ein, die Herausforderungen zu stemmen. Letztlich war es gelungen, Förderungen für die Reisekosten einzuwerben, unter anderem durch das Städtepartnerschaftsprogramm der Stadt Marburg. Mit ins Boot sprangen auch der Rotary Club Marburg und der Schulverein Steinmühle. Denn die Eltern der tansanischen Schüler haben kein Geld, um einen solchen Austausch zu finanzieren. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen liegt in Tansania bei etwas über 90 Euro.

 

„I liked Schnitzel und die Allianz-Arena“

Für die Dauer ihres Aufenthalts in Marburg waren Fahad und Joseph nacheinander in den Familien von sechs Schülern untergebracht, die ihrerseits in Tansania waren. Die Gastfamilien übernahmen jeweils Kost und Logis. Sie organisierten und bezahlten zudem ein attraktives Freizeitprogramm mit Ausflügen an verschiedene Orte in Deutschland, unter anderem nach München. Begeisternd für Fahad und Joseph unter anderem die Bauweise der Häuser und das Essen. „I liked Schnitzel. Und die Allianz-Arena in München“.
Sie fanden einhellig: „Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir würden gerne wiederkommen“.
Ein Abschiedsfest zusammen mit Schulleiter Björn Gemmer und den Gastfamilien beschloss den Aufenthalt der beiden jungen Männer aus Tansania, die noch einmal mit Nachdruck die Freundlichkeit der Menschen in Deutschland lobten und sich mit einer ans Herz gehenden Rede verabschiedeten.

 

Die Steinmühle dankt nochmals allen, die zum Gelingen dieses Austausches beigetragen haben.

 

Moshis Bürgermeister kam mit Delegation

In Begleitung zweier Mitarbeiterinnen traf er an der Steinmühle ein: Das Oberhaupt der tansanischen Stadt Moshi mit dem imposanten Titel Honourable Mayor of the City of Moshi Zuberi Abdallah Kidumo. Er ist Bürgermeister der 200.000-Einwohner-Stadt, die als sauberste Stadt Tansanias gilt. Den Bürgermeister begleiteten Frau Mwajuma Abasy Nasombe, Municipal Director of the City of Moshi, und Frau Monica Charles Sana, Planning and Coordination officer of the City of Moshi. Sie tauschten sich mit Lehrkräften der Steinmühle und einer Schülergruppe des Jahrgangs 11 über die Unterschiede des Schulsystems, die Abläufe der Wissensvermittlung und die großen atmosphärischen Unterschiede im Verhältnis von Schülern und Lehrkräften aus.

 

Bestrafungen und reines Auswendiglernen

Die größten Unterschiede bei der Beschulung junger Menschen zwischen Tansania und Deutschland sind schnell beschrieben: Bestrafungen und Schläge sind die gravierendsten Maßnahmen im tansanischen Schulalltag und leider an der Tagesordnung, während hier ein ernstes Gespräch mit dem Schulleiter in bedeutenderen Fällen meist schon das Seine tut. Lerninhalte zu hinterfragen, ist in Tansania nicht vorgesehen. Es geht um striktes Auswendiglernen und nicht darum, darüber zu diskutieren. Nicht immer besteht echtes Interesse an der Materie: Es wird gelernt, um Strafen zu vermeiden. Die Möglichkeiten der Wissensaufnahme sind häufig limitiert. Zwei Bücher für 80 Schüler sind keine Seltenheit.

 

Neben den Abweichungen im Schulunterricht gibt es weitere Unterschiede zwischen Tansania und Deutschland: „The biggest difference is the wheather“, hatten vorher bereits die tansanischen Schüler Fahad und Joseph schmunzelnd bemerkt. Im Umgang mit der älteren Generation kann man sich hierzulande von den tansanischen Gepflogenheiten noch einiges abschauen: Ältere Menschen werden dort ausdrücklich respektvoll behandelt. Das Grüßen bei einer Begegnung ist an der Tagesordnung.

31. Mai 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/07/20250508_091211-e1754129417137.jpeg 973 960 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-05-31 11:50:482026-03-07 10:19:55Gelebte Partnerschaft: Erst zwei Schüler, dann Moshis Bürgermeister an der Steinmühle

Entwicklung gesellschaftlicher Werte: Ethik-Kurse sprachen mit Prof. Hanno Sauer

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Was macht moralisches Handeln aus? Wie entwickeln sich unsere gesellschaftlichen Werte? Sind Freiheit und persönliche Entfaltung in einer sich wandelnden Welt noch gesichert? Mit diesen und vielen weiteren Fragen traten die Ethik- und Religionskurse des 13. Jahrgangs der Steinmühle in einen spannenden Dialog mit Prof. Hanno Sauer, Philosophieprofessor an der Universität Utrecht und Autor des vielbeachteten Buches „Moral. Die Erfindung von Gut und Böse“.

Prof. Sauer nahm sich die Zeit, auf alle Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen und zeigte anschaulich, wie die Philosophie Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen findet. Mit humorvollen Beispielen und lebendigen Bildern regte er zum Weiterdenken an und machte abstrakte Konzepte greifbar.

 

Sind unsere Errungenschaften gefährdet?

Nach einer kurzen Einführung in sein Buch, das die Entstehung der Moral von der Steinzeit bis heute beleuchtet, widmete er sich aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Besonders intensiv wurde die Frage diskutiert, wie sich Begriffe und Diskurse rund um Wokeness herausgebildet haben und welche Herausforderungen sich in einer modernen, diversen Gesellschaft stellen. Prof. Sauer betonte, dass unsere Gesellschaft bereits beachtliche Fortschritte gemacht hat: Hautfarbe, Geschlecht oder sexuelle Orientierung sollten keinen Einfluss mehr auf berufliche Chancen oder gesellschaftliche Teilhabe haben. Doch er stellte auch die kritische Frage, ob rechtspopulistische Strömungen diese Errungenschaften gefährden könnten. Trotz möglicher Herausforderungen zeigte er sich optimistisch, dass die grundlegenden moralischen Fortschritte nicht einfach rückgängig gemacht werden können.

 

Hoffnungsvolle Zukunftsvision

Zum Abschluss entwarf Prof. Sauer eine hoffnungsvolle Zukunftsvision: Eine Welt, die sich auf universelle moralische Werte und Traditionen stützt. Diese Perspektive sorgte für ein spürbares Aufatmen im Saal, und die Teilnehmenden gingen mit neuen Gedanken und Inspirationen in ihren Tag.

Wir freuen uns bereits darauf, Prof. Hanno Sauer bald wieder an der Steinmühle begrüßen zu dürfen, insbesondere nach der Veröffentlichung seines neuen Buches „Klasse“, in dem er gesellschaftliche Klassenunterschiede aus philosophischer und ökonomischer Perspektive beleuchtet. Mit lobenden Worten für unsere Schule und in Erinnerung an seine eigene Studienzeit in Marburg ließen wir diesen bereichernden Vormittag in der warmen Vorfrühlingssonne ausklingen.                      Dr. Stefanie Stork

7. März 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/03/Hanno-Sauer_klein-e1741347627956.jpg 752 1446 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-03-07 12:41:172026-03-08 09:51:54Entwicklung gesellschaftlicher Werte: Ethik-Kurse sprachen mit Prof. Hanno Sauer

Kooperation mit Fleckenbühl über naturgemäßen Obstbaumschnitt

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Ökologie und Nachhaltigkeit

 

Wie pflegt man Obstbäume? Das ist für die Steinmühle wichtig zu wissen, gibt es doch hinter dem Atrium seit einiger Zeit eine Streuobstwiese.

Als Referenten hatte Carmen Bastian, Biologielehrerin an der Steinmühle, den zertifizierten Landschafts- und Obstbaumpfleger David Rempen für einen Workshop eingeladen. Die Anmeldezahlen waren sehr hoch, dezimierten sich letztlich leider durch eine winterliche Krankheitswelle, was der guten Stimmung und der Wissensvermittlung jedoch keinen Abbruch tat.

Gartenscheren desinfizieren!

Wie man Obstbäume naturgemäß schneidet, sodass sie keinen Schaden nehmen, sondern gut gedeihen und später Früchte tragen – darüber konnte David Rempen als Projektleiter Lehrgarten auf dem Demeterhof Fleckenbühl bei Schönstadt bestens referieren. Während des fünfeinhalb Stunden dauernden Workshops ging es zunächst um eine Schulung zum Schneiden von Obstbäumen in Theorie und Praxis. Anhand eines zusätzlichen Skripts wurde theoretisches Grundwissen vermittelt, bevor es dann an die praktische Anwendung ging. Für viele war sicherlich neu, erfahren zu haben, dass Gartenscheren nach dem Gebrauch desinfiziert werden sollten, um die Übertragung von Pilzsporen an einen anderen Baum zu vermeiden.

Das ein oder anderen Aha-Erlebnis aus dem Gartenbau wurde durch einen Austausch zum Thema Raumfahrt ergänzt, bei dem Biologielehrer Dr. Sven Freibert mit dem Referenten ins Fachsimpeln gelangte.

Der Workshop wurde als rundherum gelungen empfunden, und für die Steinmühle spricht alles dafür, dass die Kooperation mit den Fleckenbühlern im besten Sinne Früchte trägt.

28. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/07/Obstbaumschnitt-e1752228800759-scaled.jpg 1248 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-28 12:14:382026-03-08 10:47:34Kooperation mit Fleckenbühl über naturgemäßen Obstbaumschnitt

Absolutes Gehör, sprudelnde Fontäne und eine tolle Kooperation: So glänzte die Steinmühle bei Jugend forscht

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Leben im Internat, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Beim Regionalenscheid Hessen-Mitte von Jugend forscht, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, hat die Steinmühle gleich vier Mal Platz 1 errungen. Nachdem ein Team des plus-MINT-Internats Steinmühle im vergangenen Jahr bis in den Bundeswettbewerb gelangte, ist das erneut ein hervorragender Start in dieses Format. Zum 60. Mal lädt es junge Forscherinnen und Forscher ein, ihre Projekte vor einer 24köpfigen Jury zu präsentieren.

Insgesamt 34 Teams erläuterten ihre Forschungsarbeiten bei der Veranstaltung,  die die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen koordinierten und gemeinsam ausrichteten. Die Steinmühle war mit sieben Teams vor Ort, die alle unterschiedliche Fragestellungen aus Chemie, Arbeitswelt, Biologie und Technik aufgriffen. Durch Equipment, Posterpräsentation und durch wissenschaftliche Erläuterungen schilderten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsfragen, ihr Vorgehen und berichteten über ihre Ergebnisse. Hierbei zählten der innovative Gedanke, das Niveau des wissenschaftlichen Arbeitens, aber auch die Sorgfalt und das Gewinnen plausibler und in der Praxis verwertbarer Erkenntnisse.

 

Für verträgliche UV-Filter in Sonnencremes

Einen ersten Platz im Fach Chemie errangen Anna-Lena Griesler und Maya Fischer aus Klasse 9. Anknüpfend an ein Projekt des Vorjahres untersuchten sie die Möglichkeit, synthetische und potenziell bedenkliche UV-Filter in konventionellen Sonnencremes durch natürliche und langzeitstabile Extrakte zu ersetzen, was einer besonderen Sensorapparatur durch ein UV-VIS-Spektrometer bedurfte.

 

Folieneigenschaften unter der Lupe

Ebenfalls Platz 1 in Chemie ging an Leonard Berger und Nicolas Bohnstedt, die an nachhaltigen Alternativen zu herkömmlichen erdölbasierten Frischhaltefolien forschen. Hier ging es um teils recycelbare oder biologisch abbaubare Folien, deren alltagsrelevante Eigenschaften hinsichtlich Reißfestigkeit, Dehnbarkeit, Sauerstoffbarriere und Abbaubarkeit mit präzisierten Verfahren untersucht wurden.

 

Absolutes Gehör erlernbar?

Über Platz 1 in Biologie freuten sich Toshiro Beato, Leontin Schmidt und Noah Wieder. Das Forschertrio befasste sich mit dem Thema des absoluten Gehörs, wovon dieses abhängt, wodurch es erlernt werden kann – und ob überhaupt. Zum Thema hatten die drei Jungforscher Fragebögen entworfen und Tests für eine Studie durchgeführt.

 

Kooperation zweier plus-MINT-Internate

Das Projekt „Orbitals – plan around the year“ von Steinmühlenschüler Fabian Sotonica und Nicklas Fuchs von der Stiftung Louisenlund wurde das vierte mit Platz 1 bedachte Projekt, und zwar im Thema Arbeitswelt. Hier ging es um Jahres-Terminmanagement unter Berücksichtigung nicht nur einzelner Daten, sondern umfassender Zeitrahmen. Dazu wurde eine Anwendung entwickelt. Mit diesem Projekt fand erstmals eine Kooperation bei „Jugend forscht“ zwischen zwei plus-MINT-Internaten statt.

 

Papier aus Pferdemist

Den zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt sowie einen Sonderpreis Ressourcen-Effizienz holten Lara Khatib, Jana Nowakowski und Giorgia Kuhn (Klasse 7) mit dem Thema „Umweltfreundliches Papier aus Pferdemist“. Durch die Papierherstellung aus dieser Ressource, die an der Steinmühle durch den eigenen Reiterhof quasi unendlich sei, könne das Baumsterben verringert werden.

 

Gewässergütetest professionalisieren

Einen dritten Preis, verbunden mit dem Sonderpreis „Make Jahresabonnement“, errangen Fabian Sotonica, Luis Gerloni und Clara Steiner für Optimierungsmaßnahmen zum professionellen Einsatz ihres entwickelten Low cost-Bootes zur halbautomatischen Bestimmung der Gewässergüteklasse. Im Fokus lagen dabei einzelne Funktionen und die autonome Wegepunkt-Verfolgung, um eine komplett selbständige Probenentnahme und nachfolgende Analysen durchzuführen.

 

Ein sprudelndes Experiment

Platz 3 ging auch an Yiheng Liang, Niilo Danner und Jakob Heck aus der Klasse 6. Das Trio hatte die Höhe der „Cola-Mentos-Fontäne“ in Abhängigkeit von Menge, Zustand und Temperatur der Zutaten untersucht. Die drei Jungforscher interessierte auch, welche Geschwindigkeit die Fontäne besitzt und ob ein weiterer Zusatz von Spülmittel etwas an der Höhe verändert.

 

Alle Steinmühlen-Projekte erreichten Platzierung

Somit haben sämtliche Jugend forscht-Projekte der Steinmühle eine Platzierung erreicht. Zur Krönung aller Auszeichnungen erhielt die Steinmühle den MINTSPACE Schulpreis von Hohenloher.

 

Vielen Dank an das betreuende Team!

Die Projekte der Steinmühle, die unter den 34 angetretenen Teams herausragende Ergebnisse erzielten, begleiteten die Steinmühlen-Lehrkräfte Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, Dr. Sven Freibert, Malte Klimczak, Dr. Eva Neumann, Antje Seel, Dr. Patrick Szabo und Dr. Christian Drews (Louisenlund).

27. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/02/20250221_152922-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-27 13:22:282026-03-08 10:48:10Absolutes Gehör, sprudelnde Fontäne und eine tolle Kooperation: So glänzte die Steinmühle bei Jugend forscht

Kooperationspartner Blau-Gelb Marburg lud zu Judo-Meisterschaften in die Steinmühle 

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Sport & Gesundheit

Die Steinmühle war kürzlich Austragungsort der Hessischen Judo-Meisterschaften. In der neuen großen Sporthalle hieß es für zahlreiche Mannschaften: Konzentration! Für die Steinmühle war es gleichzeitig ein Tag der gelebten Zusammenarbeit. Als Kooperationspartner der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg hatte sie die Austragung der Veranstaltung spontan ermöglicht, nachdem der Verein keine andere Hallenlösung mehr angeboten bekommen hatte.

Die Meisterschaften waren auch ein großer Tag für einen anderen Kooperationspartner, nämlich die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista). Ihr Athlet Arda Yilmaz, 16 Jahre alt und vollblind, überzeugte mit seiner großartigen Leistung. Auch er ging für die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg an den Start.

 

Marcel Kalb: „Interesse an der japanischen Kampfsportart wächst“

An der Steinmühle nehmen aktuell rund 20 Schülerinnen und Schüler aus Bilingualer Grundschule und Gymnasium an einer Judo-AG teil. Dieses Angebot besteht bereits seit einiger Zeit. „Es ist angedacht, dass künftig auch Interessierte aus unserer AG bei derartigen Meisterschaften mitmachen können“, erläutert Schulsportleiter Marcel Kalb. Die Kooperation mit der Judoabteilung von Blau-Gelb, so Kalb, verlaufe seit Jahren sehr harmonisch und auf Augenhöhe und werde von der Schülerschaft mit steig wachsendem Interesse wahrgenommen. Auch zu den Sportprojekttagen der Steinmühle im vergangenen Sommer habe die Judoabteilung einen sehr wertvollen Beitrag geleistet.

20. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/02/IMG_7776_K-scaled-1-scaled.jpeg 889 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-20 18:18:482026-03-08 10:50:33Kooperationspartner Blau-Gelb Marburg lud zu Judo-Meisterschaften in die Steinmühle 

Gemeinsames Plätzchenbacken für die Tafel

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Leckeres Sozialprojekt im Rahmen des Projektunterrichtes der 10. Klasse: Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5b widmeten sie sich dem Plätzchenbacken. Neben dem sichtlichen Spaß, den alle hatten, ging es gleichzeitig um einen guten Zweck, denn das Weihnachtsgebäck wurde an die Tafel gespendet. Wie Fachlehrer Jonathan Gröb berichtete, hatten die Schülerinnen und Schüler das Geld für die Zutaten beim Herbstfest eingenommen. Die Idee zu dem Projekt stammt von Jakob Lepetit, Jakob Busch und Linus Zimmer.

 

 

Abbbbbnmm

16. Dezember 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/12/IMG_6868-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-12-16 15:58:582026-03-08 11:07:18Gemeinsames Plätzchenbacken für die Tafel

Noch sind Plätze frei: Steinmühle besucht wieder Partnerschule in Tansania

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Im Zeitraum Februar/März 2025 werden Steinmühlenschülerinnen und Steinmühlenschüler des Jahrgangs 10 wieder die One World Secondary School Kilimanjaro in Kisangara, Tansania, besuchen. Der Aufenthalt dauert sechs Wochen. Im vergangenen Schuljahr befanden sich bereits mehrere Schülerinnen und Schüler der Steinmühle zusammen mit Lehrerin María Ramos vor Ort. Wer Interesse hat, im Februar mitzufahren und sich mit einer anderen Kultur bekanntzumachen, kann sich bei María Ramos noch bis spätestens 11. Oktober die entsprechenden Informationen einholen (maria.ramos@steinmuehle.net).

Unter deutscher Leitung

Die tansanische Schule wird geleitet von dem deutschen Ehepaar Dr. Karl Heinz und Swantje Köhler. Beide waren Ende 2022 an der Steinmühle, um ihre Einrichtung vorzustellen. Die Internatsschule der beiden Münchner hat sich zum Ziel gesetzt, tansanischen Jungen und Mädchen auch aus Familien mit geringerem Einkommen die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Das pädagogische Konzept verzichtet dabei komplett auf die in Tansania an Schulen übliche Anwendung psychischer und physischer Gewalt.

Spenden beim Herbstfest willkommen

Die One World Secondary School Kilimanjaro vermittelt den jungen Menschen jeweils die besten Elemente aus dem tansanischen und dem deutschen Schulsystem. Sie finanziert sich hauptsächlich über Spenden, und auch beim bevorstehenden Herbstfest der Steinmühle am Samstag, 28. September, ab 15 Uhr wird es wieder Aktionen geben, die der One World Secondary School Kilimanjaro und speziell ihrem aktuellen Hühnerprojekt zugute kommen.

Unsere Fotos entstanden beim Besuch der Steinmühlen-Schülergruppe Anfang 2024.

 

27. September 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/09/49ccc18b-e00e-4772-995f-6adc11d1df39-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-09-27 16:01:402026-03-08 11:23:01Noch sind Plätze frei: Steinmühle besucht wieder Partnerschule in Tansania
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