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Gelebte Partnerschaft: Erst zwei Schüler, dann Moshis Bürgermeister an der Steinmühle

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Eintauchen in eine andere Welt: Um ihre Partnerschule in Deutschland kennenzulernen, besuchten Fahad Mohamed Mukhandi (18) und Joseph Richard Saitoti (17) von der One World Secondary School Kilimanjaro in Tansania für zwei Monate die Steinmühle. Sie folgten am Ende ihres Aufenthaltes einer Einladung ins Marburger Rathaus zu Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Der Präsenz der tansanischen Schüler war der Tansania-Besuch einer Steinmühlengruppe Anfang des Jahres vorausgegangen, über den wir im Monat März dieser Chronik berichteten. Den Abschluss der gelebten Partnerschaft zwischen den Menschen aus zwei Kontinenten bildete schließlich der Aufenthalt des Bürgermeisters aus dem tansanischen Moshi und seiner Delegation in Marburg.

 

Beeindruckender Titel

„Honourable Mayor of the City of Moshi Zuberi Abdallah Kidumo – eine schöne Anrede“ bewunderte der Oberbürgermeister von Marburg den Titel seines Amtskollegen aus Moshi, dessen Besuch bereits avisiert war, als die beiden jungen Männer aus Tansania in Begleitung von Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer und einer Schülergruppe ins Marburger Rathaus kamen. Fahad und Joseph tauschten sich mit dem Marburger Stadtoberhaupt zur seit anderhalb Jahren zwischen Moshi und Marburg bestehenden Partnerschaft und zu weiteren Themen aus.

 

Vorurteile abbauen oder gar nicht erst entstehen lassen

 „Der Dialog mit Menschen aus anderen Ländern erweitert den eigenen Erfahrungshorizont und hilft, Vorurteile abzubauen beziehungsweise sie gar nicht erst entstehen zu lassen“, sagte der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während des Empfangs im Stadtverordnetensitzungssaal. „Ich freue mich zu sehen, wie unsere Partnerschaft mit Moshi auch von unseren Schülerinnen und Schülern mit Leben gefüllt wird und sich auch die jüngeren Generationen miteinander vernetzen“.
Moshi, die Partnerstadt von Marburg, ist auch auf anderer Ebene mit Marburg verbunden. Es existiert eine Klinikpartnerschaft zwischen beiden Städten, die von Dr. Christian Kreisel koordiniert wird. Er ist gleichzeitig Vorstandsmitglied des Freundeskreises Marburg-Moshi e.V..

 

Finanzierung war eine Herausforderung

Fahad Mohamed Mukhandi und Joseph Richard Saitoti sprechen Englisch und auch etwas Deutsch. Die Finanzierung ihres Aufenthaltes in Marburg war nicht einfach.
Michael Müller, Mitarbeiter der Stadt Marburg, setzte sich besonders dafür ein, die Herausforderungen zu stemmen. Letztlich war es gelungen, Förderungen für die Reisekosten einzuwerben, unter anderem durch das Städtepartnerschaftsprogramm der Stadt Marburg. Mit ins Boot sprangen auch der Rotary Club Marburg und der Schulverein Steinmühle. Denn die Eltern der tansanischen Schüler haben kein Geld, um einen solchen Austausch zu finanzieren. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen liegt in Tansania bei etwas über 90 Euro.

 

„I liked Schnitzel und die Allianz-Arena“

Für die Dauer ihres Aufenthalts in Marburg waren Fahad und Joseph nacheinander in den Familien von sechs Schülern untergebracht, die ihrerseits in Tansania waren. Die Gastfamilien übernahmen jeweils Kost und Logis. Sie organisierten und bezahlten zudem ein attraktives Freizeitprogramm mit Ausflügen an verschiedene Orte in Deutschland, unter anderem nach München. Begeisternd für Fahad und Joseph unter anderem die Bauweise der Häuser und das Essen. „I liked Schnitzel. Und die Allianz-Arena in München“.
Sie fanden einhellig: „Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir würden gerne wiederkommen“.
Ein Abschiedsfest zusammen mit Schulleiter Björn Gemmer und den Gastfamilien beschloss den Aufenthalt der beiden jungen Männer aus Tansania, die noch einmal mit Nachdruck die Freundlichkeit der Menschen in Deutschland lobten und sich mit einer ans Herz gehenden Rede verabschiedeten.

 

Die Steinmühle dankt nochmals allen, die zum Gelingen dieses Austausches beigetragen haben.

 

Moshis Bürgermeister kam mit Delegation

In Begleitung zweier Mitarbeiterinnen traf er an der Steinmühle ein: Das Oberhaupt der tansanischen Stadt Moshi mit dem imposanten Titel Honourable Mayor of the City of Moshi Zuberi Abdallah Kidumo. Er ist Bürgermeister der 200.000-Einwohner-Stadt, die als sauberste Stadt Tansanias gilt. Den Bürgermeister begleiteten Frau Mwajuma Abasy Nasombe, Municipal Director of the City of Moshi, und Frau Monica Charles Sana, Planning and Coordination officer of the City of Moshi. Sie tauschten sich mit Lehrkräften der Steinmühle und einer Schülergruppe des Jahrgangs 11 über die Unterschiede des Schulsystems, die Abläufe der Wissensvermittlung und die großen atmosphärischen Unterschiede im Verhältnis von Schülern und Lehrkräften aus.

 

Bestrafungen und reines Auswendiglernen

Die größten Unterschiede bei der Beschulung junger Menschen zwischen Tansania und Deutschland sind schnell beschrieben: Bestrafungen und Schläge sind die gravierendsten Maßnahmen im tansanischen Schulalltag und leider an der Tagesordnung, während hier ein ernstes Gespräch mit dem Schulleiter in bedeutenderen Fällen meist schon das Seine tut. Lerninhalte zu hinterfragen, ist in Tansania nicht vorgesehen. Es geht um striktes Auswendiglernen und nicht darum, darüber zu diskutieren. Nicht immer besteht echtes Interesse an der Materie: Es wird gelernt, um Strafen zu vermeiden. Die Möglichkeiten der Wissensaufnahme sind häufig limitiert. Zwei Bücher für 80 Schüler sind keine Seltenheit.

 

Neben den Abweichungen im Schulunterricht gibt es weitere Unterschiede zwischen Tansania und Deutschland: „The biggest difference is the wheather“, hatten vorher bereits die tansanischen Schüler Fahad und Joseph schmunzelnd bemerkt. Im Umgang mit der älteren Generation kann man sich hierzulande von den tansanischen Gepflogenheiten noch einiges abschauen: Ältere Menschen werden dort ausdrücklich respektvoll behandelt. Das Grüßen bei einer Begegnung ist an der Tagesordnung.

31. Mai 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/07/20250508_091211-e1754129417137.jpeg 973 960 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-05-31 11:50:482026-03-07 10:19:55Gelebte Partnerschaft: Erst zwei Schüler, dann Moshis Bürgermeister an der Steinmühle

Entwicklung gesellschaftlicher Werte: Ethik-Kurse sprachen mit Prof. Hanno Sauer

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Was macht moralisches Handeln aus? Wie entwickeln sich unsere gesellschaftlichen Werte? Sind Freiheit und persönliche Entfaltung in einer sich wandelnden Welt noch gesichert? Mit diesen und vielen weiteren Fragen traten die Ethik- und Religionskurse des 13. Jahrgangs der Steinmühle in einen spannenden Dialog mit Prof. Hanno Sauer, Philosophieprofessor an der Universität Utrecht und Autor des vielbeachteten Buches „Moral. Die Erfindung von Gut und Böse“.

Prof. Sauer nahm sich die Zeit, auf alle Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen und zeigte anschaulich, wie die Philosophie Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen findet. Mit humorvollen Beispielen und lebendigen Bildern regte er zum Weiterdenken an und machte abstrakte Konzepte greifbar.

 

Sind unsere Errungenschaften gefährdet?

Nach einer kurzen Einführung in sein Buch, das die Entstehung der Moral von der Steinzeit bis heute beleuchtet, widmete er sich aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Besonders intensiv wurde die Frage diskutiert, wie sich Begriffe und Diskurse rund um Wokeness herausgebildet haben und welche Herausforderungen sich in einer modernen, diversen Gesellschaft stellen. Prof. Sauer betonte, dass unsere Gesellschaft bereits beachtliche Fortschritte gemacht hat: Hautfarbe, Geschlecht oder sexuelle Orientierung sollten keinen Einfluss mehr auf berufliche Chancen oder gesellschaftliche Teilhabe haben. Doch er stellte auch die kritische Frage, ob rechtspopulistische Strömungen diese Errungenschaften gefährden könnten. Trotz möglicher Herausforderungen zeigte er sich optimistisch, dass die grundlegenden moralischen Fortschritte nicht einfach rückgängig gemacht werden können.

 

Hoffnungsvolle Zukunftsvision

Zum Abschluss entwarf Prof. Sauer eine hoffnungsvolle Zukunftsvision: Eine Welt, die sich auf universelle moralische Werte und Traditionen stützt. Diese Perspektive sorgte für ein spürbares Aufatmen im Saal, und die Teilnehmenden gingen mit neuen Gedanken und Inspirationen in ihren Tag.

Wir freuen uns bereits darauf, Prof. Hanno Sauer bald wieder an der Steinmühle begrüßen zu dürfen, insbesondere nach der Veröffentlichung seines neuen Buches „Klasse“, in dem er gesellschaftliche Klassenunterschiede aus philosophischer und ökonomischer Perspektive beleuchtet. Mit lobenden Worten für unsere Schule und in Erinnerung an seine eigene Studienzeit in Marburg ließen wir diesen bereichernden Vormittag in der warmen Vorfrühlingssonne ausklingen.                      Dr. Stefanie Stork

7. März 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/03/Hanno-Sauer_klein-e1741347627956.jpg 752 1446 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-03-07 12:41:172026-03-08 09:51:54Entwicklung gesellschaftlicher Werte: Ethik-Kurse sprachen mit Prof. Hanno Sauer

Kooperation mit Fleckenbühl über naturgemäßen Obstbaumschnitt

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Ökologie und Nachhaltigkeit

 

Wie pflegt man Obstbäume? Das ist für die Steinmühle wichtig zu wissen, gibt es doch hinter dem Atrium seit einiger Zeit eine Streuobstwiese.

Als Referenten hatte Carmen Bastian, Biologielehrerin an der Steinmühle, den zertifizierten Landschafts- und Obstbaumpfleger David Rempen für einen Workshop eingeladen. Die Anmeldezahlen waren sehr hoch, dezimierten sich letztlich leider durch eine winterliche Krankheitswelle, was der guten Stimmung und der Wissensvermittlung jedoch keinen Abbruch tat.

Gartenscheren desinfizieren!

Wie man Obstbäume naturgemäß schneidet, sodass sie keinen Schaden nehmen, sondern gut gedeihen und später Früchte tragen – darüber konnte David Rempen als Projektleiter Lehrgarten auf dem Demeterhof Fleckenbühl bei Schönstadt bestens referieren. Während des fünfeinhalb Stunden dauernden Workshops ging es zunächst um eine Schulung zum Schneiden von Obstbäumen in Theorie und Praxis. Anhand eines zusätzlichen Skripts wurde theoretisches Grundwissen vermittelt, bevor es dann an die praktische Anwendung ging. Für viele war sicherlich neu, erfahren zu haben, dass Gartenscheren nach dem Gebrauch desinfiziert werden sollten, um die Übertragung von Pilzsporen an einen anderen Baum zu vermeiden.

Das ein oder anderen Aha-Erlebnis aus dem Gartenbau wurde durch einen Austausch zum Thema Raumfahrt ergänzt, bei dem Biologielehrer Dr. Sven Freibert mit dem Referenten ins Fachsimpeln gelangte.

Der Workshop wurde als rundherum gelungen empfunden, und für die Steinmühle spricht alles dafür, dass die Kooperation mit den Fleckenbühlern im besten Sinne Früchte trägt.

28. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/07/Obstbaumschnitt-e1752228800759-scaled.jpg 1248 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-28 12:14:382026-03-08 10:47:34Kooperation mit Fleckenbühl über naturgemäßen Obstbaumschnitt

Absolutes Gehör, sprudelnde Fontäne und eine tolle Kooperation: So glänzte die Steinmühle bei Jugend forscht

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Leben im Internat, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Beim Regionalenscheid Hessen-Mitte von Jugend forscht, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, hat die Steinmühle gleich vier Mal Platz 1 errungen. Nachdem ein Team des plus-MINT-Internats Steinmühle im vergangenen Jahr bis in den Bundeswettbewerb gelangte, ist das erneut ein hervorragender Start in dieses Format. Zum 60. Mal lädt es junge Forscherinnen und Forscher ein, ihre Projekte vor einer 24köpfigen Jury zu präsentieren.

Insgesamt 34 Teams erläuterten ihre Forschungsarbeiten bei der Veranstaltung,  die die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen koordinierten und gemeinsam ausrichteten. Die Steinmühle war mit sieben Teams vor Ort, die alle unterschiedliche Fragestellungen aus Chemie, Arbeitswelt, Biologie und Technik aufgriffen. Durch Equipment, Posterpräsentation und durch wissenschaftliche Erläuterungen schilderten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsfragen, ihr Vorgehen und berichteten über ihre Ergebnisse. Hierbei zählten der innovative Gedanke, das Niveau des wissenschaftlichen Arbeitens, aber auch die Sorgfalt und das Gewinnen plausibler und in der Praxis verwertbarer Erkenntnisse.

 

Für verträgliche UV-Filter in Sonnencremes

Einen ersten Platz im Fach Chemie errangen Anna-Lena Griesler und Maya Fischer aus Klasse 9. Anknüpfend an ein Projekt des Vorjahres untersuchten sie die Möglichkeit, synthetische und potenziell bedenkliche UV-Filter in konventionellen Sonnencremes durch natürliche und langzeitstabile Extrakte zu ersetzen, was einer besonderen Sensorapparatur durch ein UV-VIS-Spektrometer bedurfte.

 

Folieneigenschaften unter der Lupe

Ebenfalls Platz 1 in Chemie ging an Leonard Berger und Nicolas Bohnstedt, die an nachhaltigen Alternativen zu herkömmlichen erdölbasierten Frischhaltefolien forschen. Hier ging es um teils recycelbare oder biologisch abbaubare Folien, deren alltagsrelevante Eigenschaften hinsichtlich Reißfestigkeit, Dehnbarkeit, Sauerstoffbarriere und Abbaubarkeit mit präzisierten Verfahren untersucht wurden.

 

Absolutes Gehör erlernbar?

Über Platz 1 in Biologie freuten sich Toshiro Beato, Leontin Schmidt und Noah Wieder. Das Forschertrio befasste sich mit dem Thema des absoluten Gehörs, wovon dieses abhängt, wodurch es erlernt werden kann – und ob überhaupt. Zum Thema hatten die drei Jungforscher Fragebögen entworfen und Tests für eine Studie durchgeführt.

 

Kooperation zweier plus-MINT-Internate

Das Projekt „Orbitals – plan around the year“ von Steinmühlenschüler Fabian Sotonica und Nicklas Fuchs von der Stiftung Louisenlund wurde das vierte mit Platz 1 bedachte Projekt, und zwar im Thema Arbeitswelt. Hier ging es um Jahres-Terminmanagement unter Berücksichtigung nicht nur einzelner Daten, sondern umfassender Zeitrahmen. Dazu wurde eine Anwendung entwickelt. Mit diesem Projekt fand erstmals eine Kooperation bei „Jugend forscht“ zwischen zwei plus-MINT-Internaten statt.

 

Papier aus Pferdemist

Den zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt sowie einen Sonderpreis Ressourcen-Effizienz holten Lara Khatib, Jana Nowakowski und Giorgia Kuhn (Klasse 7) mit dem Thema „Umweltfreundliches Papier aus Pferdemist“. Durch die Papierherstellung aus dieser Ressource, die an der Steinmühle durch den eigenen Reiterhof quasi unendlich sei, könne das Baumsterben verringert werden.

 

Gewässergütetest professionalisieren

Einen dritten Preis, verbunden mit dem Sonderpreis „Make Jahresabonnement“, errangen Fabian Sotonica, Luis Gerloni und Clara Steiner für Optimierungsmaßnahmen zum professionellen Einsatz ihres entwickelten Low cost-Bootes zur halbautomatischen Bestimmung der Gewässergüteklasse. Im Fokus lagen dabei einzelne Funktionen und die autonome Wegepunkt-Verfolgung, um eine komplett selbständige Probenentnahme und nachfolgende Analysen durchzuführen.

 

Ein sprudelndes Experiment

Platz 3 ging auch an Yiheng Liang, Niilo Danner und Jakob Heck aus der Klasse 6. Das Trio hatte die Höhe der „Cola-Mentos-Fontäne“ in Abhängigkeit von Menge, Zustand und Temperatur der Zutaten untersucht. Die drei Jungforscher interessierte auch, welche Geschwindigkeit die Fontäne besitzt und ob ein weiterer Zusatz von Spülmittel etwas an der Höhe verändert.

 

Alle Steinmühlen-Projekte erreichten Platzierung

Somit haben sämtliche Jugend forscht-Projekte der Steinmühle eine Platzierung erreicht. Zur Krönung aller Auszeichnungen erhielt die Steinmühle den MINTSPACE Schulpreis von Hohenloher.

 

Vielen Dank an das betreuende Team!

Die Projekte der Steinmühle, die unter den 34 angetretenen Teams herausragende Ergebnisse erzielten, begleiteten die Steinmühlen-Lehrkräfte Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, Dr. Sven Freibert, Malte Klimczak, Dr. Eva Neumann, Antje Seel, Dr. Patrick Szabo und Dr. Christian Drews (Louisenlund).

27. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/02/20250221_152922-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-27 13:22:282026-03-08 10:48:10Absolutes Gehör, sprudelnde Fontäne und eine tolle Kooperation: So glänzte die Steinmühle bei Jugend forscht

Kooperationspartner Blau-Gelb Marburg lud zu Judo-Meisterschaften in die Steinmühle 

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Sport & Gesundheit

Die Steinmühle war kürzlich Austragungsort der Hessischen Judo-Meisterschaften. In der neuen großen Sporthalle hieß es für zahlreiche Mannschaften: Konzentration! Für die Steinmühle war es gleichzeitig ein Tag der gelebten Zusammenarbeit. Als Kooperationspartner der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg hatte sie die Austragung der Veranstaltung spontan ermöglicht, nachdem der Verein keine andere Hallenlösung mehr angeboten bekommen hatte.

Die Meisterschaften waren auch ein großer Tag für einen anderen Kooperationspartner, nämlich die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista). Ihr Athlet Arda Yilmaz, 16 Jahre alt und vollblind, überzeugte mit seiner großartigen Leistung. Auch er ging für die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg an den Start.

 

Marcel Kalb: „Interesse an der japanischen Kampfsportart wächst“

An der Steinmühle nehmen aktuell rund 20 Schülerinnen und Schüler aus Bilingualer Grundschule und Gymnasium an einer Judo-AG teil. Dieses Angebot besteht bereits seit einiger Zeit. „Es ist angedacht, dass künftig auch Interessierte aus unserer AG bei derartigen Meisterschaften mitmachen können“, erläutert Schulsportleiter Marcel Kalb. Die Kooperation mit der Judoabteilung von Blau-Gelb, so Kalb, verlaufe seit Jahren sehr harmonisch und auf Augenhöhe und werde von der Schülerschaft mit steig wachsendem Interesse wahrgenommen. Auch zu den Sportprojekttagen der Steinmühle im vergangenen Sommer habe die Judoabteilung einen sehr wertvollen Beitrag geleistet.

20. Februar 2025
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/02/IMG_7776_K-scaled-1-scaled.jpeg 889 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2025-02-20 18:18:482026-03-08 10:50:33Kooperationspartner Blau-Gelb Marburg lud zu Judo-Meisterschaften in die Steinmühle 

Gemeinsames Plätzchenbacken für die Tafel

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Leckeres Sozialprojekt im Rahmen des Projektunterrichtes der 10. Klasse: Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5b widmeten sie sich dem Plätzchenbacken. Neben dem sichtlichen Spaß, den alle hatten, ging es gleichzeitig um einen guten Zweck, denn das Weihnachtsgebäck wurde an die Tafel gespendet. Wie Fachlehrer Jonathan Gröb berichtete, hatten die Schülerinnen und Schüler das Geld für die Zutaten beim Herbstfest eingenommen. Die Idee zu dem Projekt stammt von Jakob Lepetit, Jakob Busch und Linus Zimmer.

 

 

Abbbbbnmm

16. Dezember 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/12/IMG_6868-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-12-16 15:58:582026-03-08 11:07:18Gemeinsames Plätzchenbacken für die Tafel

Noch sind Plätze frei: Steinmühle besucht wieder Partnerschule in Tansania

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Im Zeitraum Februar/März 2025 werden Steinmühlenschülerinnen und Steinmühlenschüler des Jahrgangs 10 wieder die One World Secondary School Kilimanjaro in Kisangara, Tansania, besuchen. Der Aufenthalt dauert sechs Wochen. Im vergangenen Schuljahr befanden sich bereits mehrere Schülerinnen und Schüler der Steinmühle zusammen mit Lehrerin María Ramos vor Ort. Wer Interesse hat, im Februar mitzufahren und sich mit einer anderen Kultur bekanntzumachen, kann sich bei María Ramos noch bis spätestens 11. Oktober die entsprechenden Informationen einholen (maria.ramos@steinmuehle.net).

Unter deutscher Leitung

Die tansanische Schule wird geleitet von dem deutschen Ehepaar Dr. Karl Heinz und Swantje Köhler. Beide waren Ende 2022 an der Steinmühle, um ihre Einrichtung vorzustellen. Die Internatsschule der beiden Münchner hat sich zum Ziel gesetzt, tansanischen Jungen und Mädchen auch aus Familien mit geringerem Einkommen die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Das pädagogische Konzept verzichtet dabei komplett auf die in Tansania an Schulen übliche Anwendung psychischer und physischer Gewalt.

Spenden beim Herbstfest willkommen

Die One World Secondary School Kilimanjaro vermittelt den jungen Menschen jeweils die besten Elemente aus dem tansanischen und dem deutschen Schulsystem. Sie finanziert sich hauptsächlich über Spenden, und auch beim bevorstehenden Herbstfest der Steinmühle am Samstag, 28. September, ab 15 Uhr wird es wieder Aktionen geben, die der One World Secondary School Kilimanjaro und speziell ihrem aktuellen Hühnerprojekt zugute kommen.

Unsere Fotos entstanden beim Besuch der Steinmühlen-Schülergruppe Anfang 2024.

 

27. September 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/09/49ccc18b-e00e-4772-995f-6adc11d1df39-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-09-27 16:01:402026-03-08 11:23:01Noch sind Plätze frei: Steinmühle besucht wieder Partnerschule in Tansania

LöwenMutKids feierten ihr Jubiläum in der Steinmühle

Aktuelles, Feste & Feiern, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement

Diesen Monat hatte der Verein Leben mit Krebs Marburg e.V. gleich aus mehreren Anlässen zum Fest in die Steinmühle eingeladen. Es wurden nicht nur das 30jährige Bestehen des Vereins gewürdigt und der 10. Geburtstag der LöwenMutKids gefeiert, sondern auch die Übergabe der Leitung des Vereins von Christiane Schmitt an Anke Scheld. Nach dem Ausscheiden von Steinmühlen-Schulleiter Bernd Holly in den Ruhestand hatte Schulleitungsmitglied Tobias Karlein die Kontaktpflege zu dem Verein übernommen, besonders zu den LöwenMutKids. Er selbst war bei der Jubiläumsfeier vor Ort, und zwar zusammen mit seinem Kollegen Tim Elmshäuser, aus dessen Sport-LK einige Schülerinnen und Schüler bei der Veranstaltung ein Sportangebot betreuten. Auch die technische Unterstützung durch Jaron Häußermann von „Sound and light“ kam aus der Steinmühle.

Rückblick und Vorstellung der Angebote 

Wie viele und auch wie viele unterschiedliche Menschen gemeinsam an dem Ziel arbeiten, die individuelle Lebensqualität für Krebskranke zu verbessern und die Herausforderungen für Erkrankte und Angehörige erträglicher zu machen, sah man am gutgefüllten Saal mit Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens und an den Wünschen, die dem Verein beim obligatorischen Geburtstagskuchenkerzenausblasen mit auf den Weg gegeben wurden. Neben den Wünschen für die Zukunft gab es Rückblicke in die Vereinsgeschichte, z.B. auf den Umzug ins „Krebsbüro“ nach Niederweimar, die Lucia-Gottesdienste im Brustkrebsmonat Oktober oder das Projekt „Lichtblick“, das in manchen Familien bis heute nachwirkt.

Neuer Film über die LöwenMutKids

Auch der neue Film über die LöwenMutKids an und auf der Lahn wurde vorgestellt. In dieser Gruppe finden Kinder an Krebs erkrankter Eltern oder Familienmitglieder Hilfe und Unterstützung. Nach kreativen Intervieweinlagen ging ein großes Danke an die Gründerinnen, langjährigen Wegbegleiter/innen, ehrenamtlichen Unterstützer/innen und Förder/innen. An die, die dieses Jubiläum nicht (mehr) mit feiern konnten, wurde gedacht und trotz des bunten Programms gab es Raum für Stille. Überhaupt war es ein Jubiläum des Aneinanderdenkens und Schenkens, und besonders bei einem Abschied wurde deutlich, mit wie viel Herzblut dieser Verein gestärkt wurde und wird: Nach 25 Jahren übergibt Christiane Schmitt die Leitung des Vereins an Anke Scheld. Die Spuren, die großen Fußstapfen, die sie hinterlässt, bleiben, aber wie Anke Scheld es in ihrer Rede gut zusammenfasste: „Wir können doch nebeneinander hergehen. So werden deine Fußstapfen immer bleiben und ich hinterlasse meine eigenen“. Nach dem vielseitigen und bunten Programm wurde bis in den Sonnenuntergang zusammen gefeiert, gelacht, getanzt, und es wurden viele gute Gespräche geführt, berichteten Hannah Golin, Anke Scheld und Theresa Ottenthaler abschließend. Unsere Fotoauswahl vermittelt einen Eindruck von der Veranstaltung.

Kontakte für Betroffene

Auch die nächsten 30 Jahre möchte der Verein Leben mit Krebs e.V. Ansprechpartner für jede/n Betroffene/n bleiben. E-Mail: beratungsstelle@lebenmitkrebs-marburg.de, Telefonnummer: 06421-162625.

23. September 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/09/Kopie-von-1726740044696-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-09-23 15:25:332026-03-08 11:28:01LöwenMutKids feierten ihr Jubiläum in der Steinmühle

Homosexualität im Dritten Reich – ein Schicksal hautnah

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Ein farbenfroher Regenbogen leuchtete am Donnerstagabend über dem Marburger Stadtteil Cappel und über der Steinmühle. Ganz so, als wollte er noch einmal speziell zur Lesung von Klaus Dieter Spangenberg ins Forum einladen. Der gebürtige Marburger und Dipl.-Sozialarbeiter stellte dort sein Buch vor mit dem Titel „Wo ist Fritz“. Darin schildert er das Schicksal seines Großonkels als Beispiel für die Opfer von Militärjustiz und die Verfolgung Homosexueller im Dritten Reich.

Zu einer Lesung im engeren Sinne kam es für die Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen nicht. Dafür hörten sie die warmherzige Schilderung der Familiengeschichte mit Schwerpunkt auf das Leben von Großonkel Fritz Spangenberg.

Noch immer etwas Besonderes

Als der Autor Klaus Dieter Spangenberg, Jahrgang 1964, im Zeitraum 1982/83 selbst sein Coming-out hatte und sich innerhalb der Familie offenbarte, erfuhr er: „Du bist nicht der Erste“. In der Marburger Bahnhofstraße 11 hatte es schon einmal jemanden gegeben, seinen Großonkel Fritz Spangenberg. Er hatte als Homosexueller zur Zeit des Dritten Reiches die besondere Härte des Paragraphen 175 Strafgesetzbuch zu spüren bekommen – mit allen unmenschlichen Folgen.

Auch wenn Jahrzehnte später immer mehr Rechte für gleichgeschlechtlich liebende Menschen erstritten wurden, der Paragraph 175 StGB später gelockert und 1994 endlich aufgehoben wurde – es blieb nach Schilderungen des Vortragenden immer etwas Besonderes. In seinem eigenen Elternhaus gab es die Sprachregelung, nicht darüber zu reden; schließlich war die Familie bekannt, hatte in Marburg ein etabliertes Café – dazu passte laut seiner Familie kein Getuschel. Klaus Dieter Spangenberg, übrigens Steinmühlen-Abiturient, der als schwuler Mann „keine Zukunft in der Kleinstadt“ sah, verließ Marburg in Richtung Berlin. Die Stadt ließ er zurück – die Gedanken an seinen Großonkel Fritz begleiteten ihn.

Recherche bis 2022

„Kann denn Liebe Sünde sein?“ fragte Zarah Leander in ihrem Lied von der gleichnamigen Schallplatte, die der Gast bei seinem Vortrag abspielte. Laut eigener Schilderung begann Spangenberg etliche Jahre später, nämlich 2009, mit der Recherche nach dem Schicksal seines Großonkels, die bis 2022 andauerte. Akten inklusive Strafregister, Angaben über die Zeit in der Strafkompanie, ein Fotoalbum seines Großvaters und Briefe des Großonkels an die eigene Schwester dokumentierten die Hürden, Widerstände, Degradierungen und Strafen, die Fritz Spangenberg, Jahrgang 1914, hatte erfahren müssen. Die Fotos zeigten den Pharmaziestudenten und späteren Apotheker erst als Hilfskoch, häufig beim Herumalbern auch in Frauenkleidern, aber 1935 auch in SA-Uniform, die gewisse Vergünstigungen versprach. Im selben Jahr war der § 175 StGB noch verschärft worden.

An die Öffentlichkeit ging Fritz Spangenberg häufig zu dritt, mit seiner Schwester Elfriede und deren Verlobtem Hans Hahn. Die drei Pharmazeuten unternahmen viel, ließen sich fotografieren. – Für Klaus Dieter Spangenberg Dokumente einer Zeit, in der es seinem Großonkel zumindest vordergründig gut zu gehen schien.

Vollstreckungen mitansehen

Die militärische Grundausbildung absolvierte Fritz Spangenberg in Kassel. In Fritz Spangenbergs Strafbuch fand sich irgendwann der Vorwurf versuchter Verführung Minderjähriger – einer Altersklasse, der man damals bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres angehörte. Die Beweise waren dürftig. Spangenberg gehörte dennoch zur Zielgruppe der „Abteilung zur Bekämpfung der Homosexualität“.

Als ausgebildeter Sanitäter konnte er sich zwar dem Schicksal in KZ oder Zuchthaus entziehen; er kam aber 1943 in das Wehrmachtsgefängnis Torgau an der Elbe. Dort war es unter anderem vorgeschrieben, bei der Vollstreckung von Todesurteilen zusehen zu müssen.
Und noch mehr. Als Offizier wurde er degradiert, er verlor seinen Dienstrang, die Eignung als Sanitäter wurde ihm aberkannt, die Zulassung als Apotheker entzogen. Weil er sich im Wehrmachtsgefängnis sehr gut führte, erhielt er am 16. Februar 1943, nach neun Monaten, sein Entlassungszeugnis, das immerhin sein gutes Betragen und Verhalten jedermann gegenüber dokumentierte.
Das Ende: Strafkompanie an der Ostfront

Dennoch: Im Dezember desselben Jahres musste er sich erneut von seiner Familie verabschieden, um in die so genannte „Strafkompanie“ an der Ostfront einzurücken. Diese entfaltete ihre Aktivitäten in Russland und Weissrussland. Seine Familienangehörigen hatten anschließend immer gehofft, er werde in Gefangenschaft kommen. Stattdessen entnahm sie und später Klaus Dieter Spangenberg einer Kommandeurs-Nachricht aus den Archiven, dass Fritz Spangenberg mit seiner Einheit 299 bei einem Nachtangriff in einem Sumpf- und Waldgebiet verschollen war.

Fritz Spangenbergs sterbliche Überreste wurden nie gefunden, 1969 wurde er für tot erklärt. Eine Gedenkstätte gibt es nicht. Sein Name findet sich einzig auf einer Gedenktafel für die Opfer des 1. und 2. Weltkrieges.

Gesellschaftliche Ächtung, Verlust der Approbation, Scham und schließlich der Tod in der Strafkompanie an der Ostfront sind die traurige und bewegende Geschichte von Fritz. Das Buch ist der Versuch einer Rekonstruktion seines tragischen Schicksals anhand von Dokumenten aus der Wehrmachtsakte und dem Familienarchiv. Fritz zählt zu den über 50.000 Opfern der NS-Justiz und den rund 7.000 Verurteilten innerhalb der Wehrmacht.

Klaus Dieter Spangenberg: Wo ist Fritz? – Opfer des § 175 im Dritten Reich. Ein Beispiel für Militärjustiz und die Verfolgung Homosexueller in der Wehrmacht. Das Buch hat 116 Seiten und ist erschienen im Büchner Verlag, Marburg 2024, als Taschenbuch oder E-Book (ISBN: 978-3-96317-349-3). 

14. September 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/09/IMG_5996-Verbessert-RR11-scaled.jpg 1000 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-09-14 18:28:312026-03-08 11:29:59Homosexualität im Dritten Reich – ein Schicksal hautnah

Im Blockhaus spielen nun die MühlenMinis

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Die Anneliese Pohl Stiftung fördert das Tagespflegegruppen-Projekt „MühlenMinis“ an der Steinmühle mit 40.000 Euro. Aus diesem Grund gab es einen „Großen Bahnhof“ für die kleinen Lieblinge. Das neu sanierte Blockhaus auf dem Gelände der Steinmühle wurde jetzt für die beiden Tagespflegegruppen für Kinder im Alter von 1-3 Jahren offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei waren Schulvereinsvorsitzender Egon Vaupel und sein Vertreter Gerhard Müller, kommunale Vertreterinnen und Vertreter sowie Arzu Kurt-Duran, Geschäftsführerin der Anneliese Pohl Stiftung. Sie überreichte der Steinmühle zur Unterstützung des Projekts einen Scheck in Höhe von 40.000 Euro.

„Wir haben großes Glück, eine Stiftung vor Ort zu haben, die solche Projekte fördert“, erklärte Vaupel zu Beginn seiner Ansprache. Um möglichst viele Kriterien als familienfreundlicher Arbeitgeber zu erfüllen, möchte die Steinmühle für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit schaffen, ihre Kinder auch während ihrer Arbeitszeit in sichere und zuverlässige Hände zu geben. Zwei professionelle Kindertagespflegerinnen, Sarina Rösler und Debora Schmidt vom Verein Kindertagespflege Marburg-Biedenkopf, sorgen in zwei Gruppen mit je maximal fünf Kindern dafür, dass dies in vollem Umfang gelingt.

Die „MühlenMinis“, wie sie liebevoll genannt werden, sind im ehemaligen Blockhaus untergebracht. Für eine rundherum zeitgemäße Umgebung wurde das 1980 errichtete Gebäude kernsaniert. Die Unterkunft hält nun alles bereit, was sich Eltern für ihren Nachwuchs wünschen können: Ein Kinderbad, eine Küche, einen ansprechend gestalteten Aufenthaltsraum, Schlaf- und Rückzugsbereich – und natürlich jede Menge Möglichkeiten zum Spielen.

 

Sicheres Außengelände zum Toben

 

Stiftungsmanagerin Arzu Kurt-Duran konnte sich von dem fröhlich gestalteten Interieur des Gebäudes und seiner Ausstattung überzeugen. Damit sich alle auch von der Außengestaltung der Anlage ein passendes Bild machen konnten, war die offizielle Einweihung absichtlich ins Frühjahr gelegt worden. Das Außengelände wurde für die Kinder komplett neu angelegt und sicher eingezäunt. Dort kann nach Herzenslust gespielt, getobt und geforscht werden. Ein großer Sandkasten lädt zum Buddeln ein. Dieser ist mit einem Sonnensegel geschützt.

Die Inbetriebnahme der Anlage hatte bereits vergangenen Herbst stattgefunden: Die ersten MühlenMinis, darunter der Sohn von Projektmanager Fabian Küster, waren bereits am 23. Oktober eingezogen.

Arzu Kurt-Duran, selbst ehemalige Schülerin der Steinmühle, freute sich, die Unterstützung im Namen der Anneliese Pohl Stiftung übergeben zu können und wünschte der Einrichtung gutes Gelingen. Zwischen der Anneliese Pohl Stiftung und dem Schulverein ist vereinbart, dass potentiell von der Steinmühle nicht belegte Kinder-Tagespflegeplätze den Eltern im Umfeld der Anneliese Pohl Stiftung zur Verfügung stehen.

Zur offiziellen Einweihung des Gebäudes der MühlenMinis war auch eine Vertreterin des zweiten Kooperationspartners Sparkasse Marburg Biedenkopf erschienen: Steinmühlen-Geschäftsführer Dirk Konnertz begrüßte Personalleiterin Michaela Weiser. Vor Ort waren auch Bürgermeisterin Nadine Bernshausen und Petra Prenzel vom Fachdienst Kinderbetreuung der Stadt Marburg. Die Bürgermeisterin war sehr angetan von dem „wunderbaren Gelände“ und brachte Präsente mit. Die Eröffnungsveranstaltung begleiteten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steinmühle, darunter Schulleiter Björn Gemmer, Internatsleiterin Anke Muszynski sowie die Schulleitungsmitglieder Tobias Karlein, Frank Wemme und Dirk Lange.

 

14. August 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/08/IMG_22031-scaled.jpg 1000 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2024-08-14 17:59:022026-03-08 11:39:23Im Blockhaus spielen nun die MühlenMinis
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