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JazzEnsemble und StoneMill Houseband gestalteten in Wolfshausen ihr neues Programm

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Steinmühle unterwegs

Dreieinhalb Tage, um miteinander der Musik Gestalt zu geben, die wir spielen möchten – das ist schon seit vielen Jahren die Keimzelle des jeweiligen Jahresprogramms beider Ensembles, das dann bei Bands on Stage erstmals zur Aufführung kommt: Songs von John Lennon über 50er-Rhythm’n Blues zu 80er-Kinopop, Jazzfunk und Realbook-Standard in 2020. Beide Ensembles sind in diesem Jahr deutlich gewachsen durch jüngere Musiker*innen – insbesondere durch Sängerinnen, Flötist*innen, einen Geiger und eine junge Euphonistin. Die erfahreneren Älteren sind zugleich noch da, und so erhalten Band und JazzEnsemble ihre lebendige Perspektive für kommende Jahre: Wie es geht, wird im Miteinander unmittelbar von Musiker*in zu Musiker*in aus Klassen 6 bis 12 spielend weitergegeben. Was erklärt wird, kann sogleich in gegenseitigem Zuhören und Spielen erfahren werden. Die Ideen zu nahezu allem kommen aus der Gruppe. Und der wunderbare Rückzugsort am Waldrand Wolfshausens ist dafür ein großartiger und gastfreundlicher Ort – auch in diesem Jahr einmal mehr: „Imagine … it‘s easy if you try“.

(Frank Wemme)

27. April 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/04/1-scaled.jpg 884 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-04-27 14:42:482026-06-10 23:30:16JazzEnsemble und StoneMill Houseband gestalteten in Wolfshausen ihr neues Programm

Internat Steinmühle aktiv auf der Skipiste

Aktuelles, Klassen-, Kurs- und Häuserfahrten, Sport & Gesundheit, Steinmühle unterwegs
In Randa wartete bombastisches Wetter:

Der Ski-Ausflug ins schweizerische Randa ist im Internat Steinmühle schon lange fester Bestandteil des Jahresplans. Zehn Schülerinnen und Schüler machten sich am 13. Februar zusammen mit

Nils Schwandt und Freya Penschuck von Marburg aus auf den Weg ins Skigebiet Grächen. Das Wetter über die gesamte Aufenthaltsdauer von drei Tagen entschädigte für die achtstündige Hinfahrt, die bei Regen und wenig einladender Witterung unternommen wurde. „Wir hatten in Randa sprichwörtliches Kaiserwetter,“ berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. So bescherten der wolkenlose Himmel und die weite Sicht den Schülerinnen und Schülern vom Internat Steinmühle tatsächlich den Blick auf das ferne Matterhorn!
Hilfe untereinander
Wie sich schnell herausstellte, waren alle Mitfahrenden privat schon einmal im Skiurlaub gewesen. Manchen merkte man einen routinierten Umgang mit Skiern oder Snowboard an: Sie erwiesen sich als erprobte und geübte Fahrer*innen. Demgegenüber benötigten andere noch ein wenig Nachhilfe oder Auffrischung ihrer Kenntnisse. Schnell half man sich in vielen Fällen untereinander, um die Abfahrten gut zu bewältigen. Außerdem war mit Freya eine ausgebildete Snowboardlehrerin dabei, die für alle noch den ein oder anderen hilfreichen Hinweis hatte.
Auspowern am Tage
Geschlafen wurde auf alten, urigen Holzhütten eines ehemaligen Bauernhofs in einem traditionellen Bergdorf auf ca. 1400 Höhenmetern. Um etwa 9 Uhr ging es morgens auf die Piste. Dort verlief der Tag sportlich und bewegungsreich. Gegen 16.30 Uhr traf sich die Gruppe zur Talabfahrt. Kein Wunder also, dass abends alle ordentlich müde und ausgepowert waren. Nach gemeinsamem Kochen und Essen wurde dann noch ein wenig gequatscht oder etwas gespielt, um so den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Rundherum erfrischend
Auch in diesem Jahr entkam keiner der Teilnehmer*innen dem seit Jahren etablierten Ritual: Wer zum ersten Mal in Randa ist, muss ein kurzes Bad in einem Wassertrog nehmen. Da dieser aus reinem Berg-Quellwasser gespeist wird, entwickelte sich daraus eine „angenehm erfrischende“ Planscherei. Die deutlich kühlen Temperaturen trugen alle mit Humor und nahmen dies als Zeichen, sich nach ihrer Rückkehr ins Internat Steinmühle wieder mit kühlem Kopf den schulischen Aufgaben zu widmen.

13. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/IMG-20200312-WA0003-scaled.jpg 1500 1125 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2020-03-13 10:46:392026-06-10 23:32:54Internat Steinmühle aktiv auf der Skipiste

Von Unfall-Prävention und „flummiartigen Massen“: Chemie-LK unternahm Exkursion zur TU Darmstadt

Aktuelles, MINT, Steinmühle unterwegs

Ende September ging es für den Chemie-Leistungskurs des Abitur-Jahrgangs mit ihrer Lehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf nach Darmstadt an die Technische Universität.

Ziel der Exkursion war das Erlernen diverser Inhalte bezüglich der Themenbereiche „Kunststoffe“ und „Gleichgewichte“. Das Kennenlernen eines chemischen Labors und ein lehrreiches Experimentieren in universitärer Umgebung sollten Einblicke in einen möglicherweise in Frage kommenden zukünftigen Studiengang ermöglichen. Nach einer zweistündigen Anreise per Zug folgte der direkte Weg in die Universität, in der zunächst eine Einführung über das Thema „Kunststoffe“ und den auszuführenden Versuch gegeben wurde. Dabei sollte es darum gehen, Silikone durch die Synthese von Polydimethylsiloxan herzustellen. Weiter erhielt der Kurs eine genaue Einweisung in Sicherheits- und Schutzvorrichtungen vor dem Experimentieren zur Prävention möglicher Unfälle im Labor.

Der erste Teil des Experiments zur Herstellung von Silikonen, die synthetische Polymere darstellen, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome miteinander verknüpft sind, fand am Vormittag des Anreisetages statt. Mittag gegessen wurde ebenfalls in der Mensa der Universität.

Darauf folgte am Nachmittag der zweite Teil des Versuches, die Vernetzung des Oligo- bzw. Polydimethylsiloxans mit Borsäure; die Ergebnisse waren „flummiartige“, bunte Massen. Daraufhin ging es für den Kurs in eine Jugendherberge ganz in der Nähe. Den Abend ließen die Schüler*innen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dr. Jutta Töhl- Borsdorf in einer gemütlichen Runde mit Abendessen in einer angrenzenden Kneipe ausklingen.

Lehrreiche Eindrücke

Am zweiten Tag der Exkursion behandelte der Kurs an der Uni das Thema „chemische Gleichgewichte“ und führte Versuche zur spektralphotometrischen Bestimmung einer Gleichgewichtskonstanten durch. Weiter erlernte der Kurs im Zuge dessen das Nutzen einer „Graphical Analysis- App“ zum Analysieren und Auswerten der erhaltenen Ergebnisse; basierend auf diesen abgelesenen Werten (Steigung des Graphen und y-Achsenabschnitt) ließen sich die gesuchten Gleichgewichtskonstanten berechnen. Gegen Nachmittag machte sich der Chemie-LK mit lehrreichen Eindrücken und neuen Erfahrungen, sowohl im Fachlichen als auch bezüglich einer beruflichen Orientierung, auf den Heimweg zurück nach Marburg.

Bereits Anfang des Jahres hatten die Schüler*innen des Chemie-LK einen Einblick in das Chemie-Studium an der Philipps- Universität Marburg erhalten. Thema dieses Workshops waren Kunststoffe. Die Chemie LK’ler erlernten die verschiedenen Syntheseverfahren und den Umgang mit den Werkzeugen der Chemiker.

Lena Noelle Joußen und Svenja Winter

28. Januar 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/2019-09-27_12-17-19_Chemie-LK-Abi-2020-TU-Darmstadt.jpg 961 1280 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-01-28 08:53:142026-06-10 23:35:25Von Unfall-Prävention und „flummiartigen Massen“: Chemie-LK unternahm Exkursion zur TU Darmstadt

USA-Austausch stärkt den Erwerb von Sprachkompetenzen

Aktuelles, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Der USA-Austausch ist an der Steinmühle ein etabliertes Element. In diesem Frühjahr wurde er von Englischlehrerin Eva Stelz organisiert, wobei ihre Kollegin Rosie Boebel ihre langjährige Erfahrung zur Verfügung stellte. Auf der Reise in die USA begleitete Eberhard Wieth die Gruppe als zweite mitreisende Lehrkraft.

Zunächst waren die Steinmühlenschüler und -schülerinnen in Goshen, wo die Austauschpartner/innen in den Unterricht begleitet wurden. „Alle haben so das typische Highschool-Leben kennengelernt,“ berichtet Eva Stelz. In der dritten Woche besuchte die Gruppe Chicago und New York City. Ein Erinnerungsfoto vor dem Central Park durfte natürlich nicht fehlen. Der Rückbesuch der Amerikaner an der Steinmühle erfolgte vom 5. bis 19. Juni. Auf dem Programm stand unter anderem ein Ausflug an den Rhein.

Reise steigerte Motivation zur Anwendung der Sprache

Ohne Zweifel können die Schülerinnen und Schüler durch den Austausch viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Eva Stelz: „Vor allem aber konnten sie ihre sprachlichen Fähigkeiten stark verbessern, da sie jeden Tag mit ihren Gastfamilien verbrachten und dort darauf angewiesen waren, Englisch zu sprechen. Es war erkennbar, dass sie nun deutlich flüssiger sprechen können und generell ihre Motivation durch die tollen Erfahrungen im englischsprachigen Ausland gestiegen ist.“

 

15. Juli 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/08/USA02-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-07-15 15:22:342026-06-11 09:36:22USA-Austausch stärkt den Erwerb von Sprachkompetenzen

Projektunterricht der Steinmühle inspiriert auf Filmfestival

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Steinmühle unterwegs

Steinmühlenunterricht macht Furore – sogar bis nach Recklinghausen. Projektlehrerin Ines Vielhaben erläuterte beim 10. Kirchlichen Filmfestival einen Teil ihrer Arbeit.

Bei der viertägigen Veranstaltung wurde in der Kategorie Kurzfilm der Beitrag „Diego aus Guatemala“ aus dem Projekt „199 kleine Helden“ gezeigt. Zu dessen Nachbesprechung stellte Ines Vielhaben als Projektlehrerin der Steinmühle vor, was die Schülerinnen und Schüler der jetzigen 6. Steinmühlenklasse im Rahmen des Projektunterrichtes „Kinder aus aller Welt“ entwickelt haben – angeregt durch genau diesen Film. Ines Vielhaben war der Einladung zu der Veranstaltung nach Recklinghausen gefolgt, um dort die Unterrichtsansätze zu erläutern.

Thematisch stand im Zentrum des Projektunterrichtes die Auseinandersetzung mit Kinderrechten. Diese boten den Schülerinnen und Schülern Anlässe, um Artikel über einen Aspekt aus dem Leben ihrer Partnerkinder zu schreiben. Das Filmmaterial lieferte den Schülerinnen und Schülern eine sehr gute Grundlage, um sich durch die atmosphärischen Bilder in die örtlichen Gegebenheiten und Alltagssituationen der Kinder einzufühlen. Da die Dokumentarfilme nur die Kinder im Alter von 9- 12 Jahren über ihr Leben, ihre Wünsche und ihre Zukunft erzählen lassen, sprechen sie die Altersgruppe der Sechstklässler ganz direkt an. Sie begleiteten die „kleinen Helden“ auf ihrem Weg vom Aufwachen bis in die Schule.

Der Projektunterricht mit seinen Erläuterungen vor Ort diente den Zuhörern als Modell und als Beispiel. Ines Vielhaben erhielt zu ihrem laut Moderator „sehr engagierten und informativen Bericht aus der Praxis“ sehr viele begeisterte Rückmeldungen.

Die Wandzeitungen zu 15 der kleinen Helden, die die Sechstklässler über die Kurzfilme kennengelernt haben, werden übrigens anlässlich des Sommerkonzertes für interessierte Eltern im Forum der Steinmühle ausgestellt.

Im Festivalkino Cineworld in Recklinghausen liefen im Rahmen der Veranstaltung die Kurzfilme für den Bildungsbereich die Filme: „Ich habe noch Auferstehung“ von Jan-Gerrit Seiler (links) und „Nicht mal im Traum“ von Astrid Menzel (2. v. rechts). Die Moderation hatte Michael Kleinschmidt (rechts), der sich bei Ines Vielhaben (2.v.links.) für die gegebenen Einblicke bedankte.

13. Mai 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/05/KFF-RE_2019-03-23_Kurzfilme-fuer-den-Bildungsbereich.jpg 853 1280 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-05-13 18:26:372026-06-11 09:41:54Projektunterricht der Steinmühle inspiriert auf Filmfestival

Spanisch lernen vor Ort: Lars Froemel und Julius Hamel starten Uruguay-Austausch

Aktuelles, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Nur noch wenige Tage sind die Austauschschüler Francisco Bayce und Juan Ignacio Cambon aus Montevideo in der Steinmühle, bevor es wieder ins heimatliche Uruguay geht. Ihre Partnerschüler Lars Froemel und Julius Hamel treten in einigen Wochen den Gegenbesuch an. Schließlich lernt man eine Sprache am besten in dem Land, in dem sie gesprochen wird. Beide möchten ihr Spanisch verbessern.

In erstaunlich gutem Deutsch stehen die Gastschüler Rede und Antwort. In der Millionenstadt Montevideo besuchen sie die deutsche Schule. Ein wenig anders als an der Steinmühle erfahren sie an der DSM, der Deutschen Schule Montevideo, den Schulalltag. Allein die Schülerzahl beträgt dort mit 1200 fast genau das Doppelte.

Ansonsten erkennen sie einige Parallelen: Bilingualer Unterricht – spanisch/deutsch oder spanisch/englisch – fördert auch an der DSM in Uruguay die Sprachkompetenzen der jungen Leute. Begleiterin Laura Bergues kann das bestätigen. Sie ist ihre Englischlehrerin.

Als größter Unterschied ist den Jugendlichen aufgefallen, dass das Handy im heimatlichen Schulunterricht eine größere Rolle spielt. „Wir dürfen es mehr benutzen als hier,“ berichtet Francisco. Die Internetverbindungen seien in Deutschland schlechter, dafür hat er etwas anderes positiv registriert: „Ihr habt auf jeden Fall die schöneren Fußballstadien,“ sagt er und lacht.

Noch etwas haben Francisco und Juan Ignacio gemerkt: „Wir essen zu Hause wesentlich mehr Fleisch.“ Wenige Zahlen machen deutlich, wie es um das Ernährungskonzept des südamerikanischen Landes bestellt ist: Auf 3,5 Millionen Einwohner in Uruguay kommen 15 Millionen Kühe und 13 Millionen Schafe.

 

„Jedes Land hat ein anderes Konzept von Höflichkeit“

Indessen sehen Lars Froemel, Jahrgang 10, und Julius Hamel, Klasse 11, ihren nahenden Aufenthalt in Montevideo gelassen. Sie freuen sich, dort die beiden Austauschpartner wiederzusehen, mit denen sie sich bereits jetzt so gut verstanden haben. Die einhellige Meinung aller vier Jungs: Es hat gut gepasst!

Die Jugendlichen aus Uruguay möchten sich bedanken: “Danke an die Steinmühle und an die Gasteltern. Es hat uns super gut gefallen.“

María Ramos, Spanischlehrerin von Lars und Julius, ist froh, dass der Uruguay-Austausch an der Steinmühle gelebt wird. „Wir hatten damit vor einigen Jahren angefangen und ihn jetzt verstärkt angeboten.“ Die Sprachfärbung des Spanischen in Uruguay wie auch in Argentinien sei eine unwesentliche Variante und keinesfalls ein Dialekt. „Die Sprachmelodie ist ein wenig wie im Italienischen.“

Ansonsten geben sie und ihre Kollegin aus Uruguay den Jugendlichen Tipps, wie man sich in Alltagssituationen in Uruguay am geschicktesten verhält. „Jedes Land,“ so sagt sie, „hat ein anderes Konzept von Höflichkeit.“

„In unserem Land,“ betonen die Gäste aus Uruguay, „ist man immer herzlich willkommen und gut aufgehoben. Das sicherste Land in Lateinamerika.“

14. März 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/DSC03240-scaled.jpg 791 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-03-14 09:47:112026-06-11 09:44:22Spanisch lernen vor Ort: Lars Froemel und Julius Hamel starten Uruguay-Austausch

Schüler besuchten Gericht: So läuft eine Verhandlung ab

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Im Rahmen des sechsstündigen und über drei Wochen laufenden Projektes „Jugend und Recht“ besuchte die Klasse 8c von Steinmühlenlehrerin Dr. Claudia Röder eine Gerichtsverhandlung vor dem Marburger Landgericht. Ziel war es, die erlernte Theorie von den Abläufen vor Gericht durch reale Anschauung zu vervollständigen. Nicht zuletzt vermitteln Medien bestimmte Vorstellungen davon, wie es vor Gericht zugeht. Aber sollte sich das auch bewahrheiten?

Bei der Verhandlung handelte es sich um eine Jugendstrafsache im Bereich der Körperverletzung. Betreut wurde die Schülergruppe, deren Exkursion von Richterin am Landgericht Heike Schneider und Dr. Claudia Röder organisiert worden war, durch Richter Thomas Rohner.

Interessant war für die jugendlichen Schülerinnen und Schüler der Steinmühle die Diskussion, ob es sich bei der betreffenden Tat um leichte oder schwere Körperverletzung handelt. Auch wurde von den Prozessbeteiligten diskutiert, ob der männliche Angeklagte nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden soll. Die Argumente des Für und Wider wurden ausführlich erörtert, beeinflussen sie doch das Strafmaß erheblich.

Im Anschluss durften die sehr interessierten Jugendlichen dem Richter und dem Staatsanwalt Fragen stellen. Am Ende des Besuches zeigte Richterin Heike Schneider den Gästen aus der Steinmühle noch den Schwurgerichtssaal des Landgerichts und erzählte von ihrer Arbeit.

7. Februar 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/02/IMG_3431.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-02-07 14:32:032026-06-11 09:50:45Schüler besuchten Gericht: So läuft eine Verhandlung ab

Kunst-Leistungskurs erkundete Kasseler Kunsthochschulszene

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Steinmühle unterwegs

Absolventinnen und Absolventen sowie Meisterschülerinnen und -schüler der Studiengänge Bildende Kunst, Lehramt Kunst, Kunstwissenschaft, Produktdesign und Visuelle Kommunikation der Kunsthochschule Kassel hatten im Dezember in ihre Examensausstellung eingeladen. Die Ausstellung fand in der documenta-Halle statt. Die Abschlussarbeiten der Künstlerinnen und Künstler gaben den Schülerinnen des Steinmühlen-Kunst-LK unter Leitung von Ines Vielhaben einen Einblick in die Qualität und Vielfalt zeitgenössischer Kunst- und Designpositionen in Kassel. Im Bericht des Steinmühlen-Kunst-LK heißt es:

Mit der Fotokamera bewaffnet ließen sich die Schülerinnen zunächst durch die Ausstellung treiben und hielten Ungewöhnliches, Überraschendes und Fragen-Aufwerfendes aus unterschiedlichen Perspektiven fest. Die Schülerinnen befanden: Fast alles an diesen Exponaten ist erstaunlich! Waren sie doch in der Schule bisher klassische Kunstgattungen wie Zeichnung, Malerei, Plastik, Film und Design gewohnt, schienen in den Arrangements dieser Ausstellung alle Gattungen miteinander zu verschmelzen, modernste technische Verfahren angewandt und immer wieder die Kunst selbst ironisch hinterfragt zu werden. Absolventinnen der Filmklassen übermalten beispielsweise Leinwände und projizierten darauf animierte Zeichnungen einer laufenden Figur.

Der unheimliche Gesichtsscanner

Eine Absolventin experimentierte mit profan erscheinenden Materialien aus dem Baumarkt und der Küche, um eher zufällig erzeugte malerische Bildformate zu gestalten. Verstörend und technisch beeindruckend zugleich war eine Arbeit mit einem Gesichtsscanner, die einen eigenen Raum bekam. Der Besucher konnte hier durch Veränderung der eigenen Mimik und Kopfhaltung interaktiv ein virtuelles Gesicht ähnlich einem Computerspiel animieren. Die Lernfähigkeit des Gesichtsscanners war für alle sehr unheimlich und deutete zukunftsweisende Programmierungen für künstliche Intelligenz an.

 

Geänderte Rolle des Betrachters

In einer Installation, zu der ein echter Swimmingpool gehörte, über dem eine Projektionsfläche mit einem Video montiert war, verschwammen die Grenzen der Kunst vollkommen. In den Videos inszenierte sich die Künstlerin selbst, wie sie existentielle Fragen des Lebens und seines Sinnes hinterfragte. Bei dieser künstlerischen Arbeit wurde den Schülerinnen klar, dass sich neben ungewöhnlichen Materialien auch die Rolle des Betrachters in der zeitgenössischen Kunst sehr geändert hatte: Der Rezipient wurde nämlich durch die Aufforderung, in das 37 Grad warme Wasser zu steigen, – Badekleidung und Handtücher waren vorhanden –  zum partizipierenden Subjekt, was das „Eins-Sein“ mit dem Wasser und auch mit anderen Badegästen nachempfinden sollte.

 

Besucherinnen als Teil der Performance

„Auch wenn von uns“, so der Bericht, „niemand dieser Einladung folgte, sollte unsere kleine Gruppe Teil einer performanceartigen Inszenierung werden“. Nach einer Stunde der eigenständigen Erschließung des Erfahrungsraums Kunstausstellung richtete sich die Hoffnung der Schülerinnen auf die hoffentlich alles erklärende Führung durch einen professionellen Kunstvermittler. Doch der Guide Julian machte diese Erwartungen schon zu Beginn seiner Führung zunichte. Er schlüpfte nämlich wortwörtlich durch eine Verkleidung in die „Rolle des Vermittlers“ und machte sie und uns so zum Teil einer Performance: er hatte nämlich Fotos der Ausstellung auf Leinwände drucken lassen, aus denen er Versatzstücke von Macht ausstrahlender Kleidung genäht hatte. So demonstrierte er uns als Guide dieser Ausstellung seine Autorität, gleichzeitig aber spiegelte diese Aufmachung seinen ironischen Umgang mit der Rolle des Vermittlers wider, auf deren Schultern die Last der Deutungshoheit und Bewertung der Exponate der Ausstellung lastete.

 

Aspekte des Kunststudiums erörtert

Augenscheinlich waren die älteren Besucher, die sich unserem Guide anschließen wollten, schnell von seiner leicht provokativen Art so verstört, dass nur unser Kunst-LK den Ausführungen weiter lauschte. Auch wenn die Exponate durch Julian nicht erklärt wurden, konnte er uns einige aufschlussreiche Hintergrundinfos über die Genese der Abschlussarbeiten der Meisterklassen und die Konzeption der Ausstellung berichten. Besonders spannend war für die Schülerinnen zum Ausklang der „Privatführung“, ihn nach verschiedenen Aspekten des Kunststudiums und der Kunstszene zu befragen.

 

Besuch wie ein Wurf ins kalte Wasser

Insgesamt war dieser für die Schülerinnen erstmalige Besuch in der Ausstellung der zeitgenössischen Kunst so, als ob sie ins kalte Wasser – nicht 37 Grad warm – geworfen worden waren. Die Gespräche mit dem Guide und der ehemaligen Steinmühlenschülerin Maren Eidenmüller über das Studium an der Kunsthochschule Kassel war aber für alle so interessant, dass niemand bereute, den 3. Advent statt bei Plätzchen und Kerzenschein in der documenta-Halle verbracht zu haben. Das Fazit: Alles erscheint heutzutage kunstwürdig und in der bildnerischen Kunst als möglich. Es ist nur eine Frage, wie man es verkauft und wie man argumentiert.

16. Januar 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/01/Im-Nest_Gruppenbild.jpg 985 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-01-16 11:48:292026-06-11 09:52:11Kunst-Leistungskurs erkundete Kasseler Kunsthochschulszene
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