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Die Lateiner in Trier: Zwei Schülerinnen-Berichte

Aktuelles, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Für die Lateinfahrt der Jahrgangsstufe 9 fuhren wir in die älteste Stadt Deutschlands, nach Trier. Nach einer langen Zugfahrt und einem kleinen Abstecher in die wunderschöne Stadt Luxemburg checkten wir in unserem Hostel ein, welches, mitten in der Innenstadt, wenige hundert Meter entfernt der Porta Nigra lag. Nachdem wir uns in Form einer Stadtrallye einen Überblick über das beschauliche Trier verschafft hatten, konnten wir die Stadt auch nochmal selbst erkunden. Am nächsten Tag führte uns eine „römische Sklavin“ durch die Stadt. Sie führte uns an viele Stellen, an denen das römische Leben noch sichtbar ist. Ebenfalls bekamen wir durch eine Führung im Rheinischen Landesmuseum Trier anhand von Mosaiken, Skulpturen und Alltagsgegenständen genauere Einblicke in das Leben der Römer. Die Führung endete mit einem Blick auf den Goldschatz, der 1993 beim Bau einer Tiefgarage in Trier gefunden wurde. Neben der Porta Nigra besichtigten wir ebenfalls die Konstantin Basilika und die Thermen. Abgerundet wurde unser Besuch in Trier durch eine private Schauspielführung durch das Amphitheater. Isaac Boateng erzählte uns anhand einer schauspielerischen Darstellung die Geschichte eines Gladiators, welcher eine Gladiatorenschule in Trier besuchte und im Amphitheater an Kämpfen teilnahm.

Nele Heinemann und Lotta Ritter

 

Unsere diesjährige Lateinfahrt führte uns in die geschichtsträchtige Stadt Trier, die als älteste Stadt Deutschlands gilt. Dort erwartete uns im Rheinischen Landesmuseum ein wahrhaft beeindruckendes Ausstellungsstück: Der Trierer Goldmünzenschatz.
Diese sensationelle Entdeckung ist einer der größten und bedeutendsten Münzschätze weltweit, der jemals gefunden wurde. Er wurde im Jahr 1993 bei Ausgrabungsarbeiten in Trier entdeckt und dem Museum übergeben. Insgesamt umfasst der Schatz 2650 Goldmünzen, die während der römischen Kaiserzeit zwischen 63 und 196 n. Chr. geprägt wurden.

Von Kaiser Nero bis Mark Aurel sind auf den Münzen die Köpfe von 27 römischen Berühmtheiten zu sehen. Der Fund gibt uns eine faszinierende Vorstellung darüber, wie glanzvoll Trier zur römischen Kaiserzeit war. Allein das Material der Goldmünzen ist heute mehrere Millionen Euro wert.

So etwas Kostbares lockt jedoch auch düstere Gestalten an. Im Oktober 2019 versuchten zwei maskierte Männer, den Schatz mit Gewalt zu stehlen. Der Raub gelang zum Glück nicht, da die Diebe das Sicherheitsglas der Vitrine nicht zerschlagen konnten. Seitdem wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, und der
Goldschatz von Trier kann nun auch weiterhin von interessierten Besuchern bewundert werden.

Mein Fazit:
Trier ist toll! Wenn ihr auch mal dort seid, taucht ein in die Geschichte und den Reichtum einer Stadt, die früher fast so strahlend war wie das mächtige Rom selbst.

Clara Victoria Meinrad

 

 

4. Juli 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/07/Download.jpg 768 1024 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-07-04 15:46:412026-03-09 17:40:43Die Lateiner in Trier: Zwei Schülerinnen-Berichte

Nach Tansania-Aufenthalt: Reflektieren über die eigenen Erfahrungen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Steinmühle unterwegs

Zehntklässler besuchen mit Lehrerin María Ramos Ausstellung über die Marburger Partnerstadt Moshi

Am 12. Juni besuchten María Ramos und die Schüler der Steinmühle, die Anfang des Jahres für acht Wochen in Tansania waren, die Foto-Ausstellung über Moshi in der Galerie Haspelstraße eins.

Beim Anblick der vertrauten Bilder stellten sich Emotionen ein, die Kommentare wie „Wiedererkennung, Vertrautheit, Nostalgie, das ist einfach Tansania“ hervorbrachten. Die Besichtigung der Exponate diente der Reflektion über ihre eigenen Erfahrungen.

Die Schüler berichten über die Projekte, an denen sie in der One World School Kilimanjaro teilgenommen hatten. Dort, in der Partnerschule der Steinmühle, hatten sie die Zeit über gewohnt. Jetzt sind sie Profis über die Deutsch-Tansanische Geschichte, mit Schwerpunkt Kolonisierung.

Jedes Projekt sollte mit einem kreativen Produkt gekrönt werden.  Ob Totenschädel aus Lehm oder afrikanische Masken, Fossilienreproduktion – alles sollte auch eine Anregung in anderen Schulen, für die tansanischen Zuschauer und Zuhörer dieser Präsentationen – aber auch für deutsche Politiker wie zum Beispiel die stellvertretende Außenministerin Katja Keul sein, die Tansania gerade einen offiziellen Besuch abstattete.

Die Schüler berichteten anlässlich der Ausstellung in einer Reflektionsrunde, was sie aus Tansania in ihrem „Koffer“ nach Deutschland zurückgebracht haben:

„Man lernt, dankbar zu sein, obwohl die Erfahrung auch schön war“

„Ich habe was Neues von mir selbst erkannt, was für ein Adaptationsvermögen ich habe“

„Ich habe jetzt ein realistisches Bild von Afrika, das nicht in den Medien vermittelt wird“

„Wir haben zu viele Sachen, materielle Dinge sind nicht so wichtig“

„Den Tag ohne Medien zu verbringen, war nicht schlimm, im Gegenteil, wir haben so viel miteinander gesprochen“

„Es war eine Umstellung, eine Herausforderung, aber die Erfahrung war es Wert“

Dies waren die Worte unserer Teilnehmenden, die bei dieser Erfahrung alle ein Stück gewachsen sind.

Wir freuen uns auf neue Generationen von Schülerinnen und Schülern, die diese Erfahrung ebenfalls machen möchten, um mit „einem vollen Koffer“ zurückzukehren. Künftige Zehntklässler, die an einem Tansania-Aufenthalt interessiert sind, wenden sich an María Ramos oder Schulleiter Björn Gemmer.

(María Ramos)

16. Juni 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/IMG_1078-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-06-16 13:36:102026-03-09 17:59:33Nach Tansania-Aufenthalt: Reflektieren über die eigenen Erfahrungen

Bundestag und WELT-Redaktion: PoWi-LK besuchte Berlin

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Heck (CDU) besuchte der PoWi-Leistungskurs des Steinmühlen-Jahrgangs 12 zusammen mit Fachlehrerin Dr. Claudia Röder den deutschen Bundestag in Berlin. Die Fahrt startete an einem Mittwoch um 14 Uhr und führte über Kassel. Die Gruppe kam gegen 19.30 Uhr in der Hauptstadt an. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und der anschließenden Fahrt zu einem sehr schönen Hotel.

Am Donnerstag morgen ging es in den deutschen Bundestag, wo der PoWi-LK spannende und durchaus kontroverse Beiträge zum Thema EU-Osterweiterung verfolgen konnte. Anschließend hatte die Gruppe ein persönliches Gespräch mit MdB Stefan Heck, der die Gäste aus der Steinmühle außerdem zum Mittagessen in die Bundestagskantine einlud. Angesprochen wurden im Austausch mit dem CDU-Politiker untern anderem Themen wie soziale Ungleichheit, Zukunft der Bundeswehr, die neue Bezahlkarte und Probleme bei der Legalisierung von Cannabis. Zum Abschluss des Tages gab es eine Stadtführung durch das Regierungsviertel. Das Finale war ein indisches Abendessen mit der Klasse. Felix feierte seinen 18. Geburtstag!

Am nächsten Morgen ging es zur „Welt“, wo die Schülerinnen und Schüler an einer Chefredaktionskonferenz zu den aktuellen Tagesthemen teilnehmen durften. Zum Abschluss der zweitägigen Fahrt besuchte die Gruppe am Nachmittag das Haus der Wannsee-Konferenz, bevor gegen 17:15 die Rückfahrt in Richtung Marburg anstand.

12. Mai 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/IMG_1036-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-05-12 11:28:202026-03-10 07:41:00Bundestag und WELT-Redaktion: PoWi-LK besuchte Berlin

Drehpunkt für Menschen: PoWi-Leistungskurs besuchte den Lokschuppen

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Ein Start-up gründen – ware das nicht was? Doch wie macht man aus einer Idee ein Unternehmen, wie geht man das an? Zusammen mit Lehrerin Dr. Claudia Röder besuchte der PoWi-Leistungskurs den Marburger Lokschuppen. Er gilt über den Landkreis hinaus als Marburger Gründerzentrum,.

Mit Gunter Schneider, dem Inhaber des Lokschuppens, trifft sich die Gruppe im Innocou, dem Café und gastronomischen Angelpunkt der sanierten und vor dem Verfall bewahrten Gesamtanlage. Das Café trägt die Bezeichnung Coworking- & Gründer Hub, soll Vielfalt und Kreativität weiten Raum geben, ein Ort des Genusses und der Kultur sein – so wird der Inhaber in der Presse zitiert.

Die Idee hinter dem Gesamtprojekt fasst Gunter Schneider in einem Satz zusammen: „Der einstige Drehpunkt für Lokomotiven wird heute zum Drehpunkt für Menschen“. Das sei gleichzeitig das Motto des Start-up-Zentrums, in dem es zahlreiche Arbeitsbereiche gibt: Die hot seats als Arbeitsplätze für durchreisende Arbeiter, die dedicated seats als Arbeitsplätze für einen kurzen Zeitraum bis zu zwei Wochen und die cubes. Letztere sind kleine Büros für maximal 8 Personen. Daneben gebe es auch „richtige Büros“, klärt Schneider auf. Dort gehen größere Unternehmen längerfristig ihrer Arbeit nach.

Nach dem gemeinsamen Rundgang stellt sich Gunter Schneider den Fragen der Steinmühlenschüler:innen. Dabei berichtet er auch über sein eigenes Unternehmen Schneider Maschinenbau in Fronhausen mit rund 500 Mitarbeitenden und Niederlassungen auf mehreren Kontinenten. Der Betrieb gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung und Entwicklung von Maschinen und Systemlösungen für die Brillen-, Präzisions- und Ultrapräzisionsoptik.

 

Gemeinsame Arbeit und gegenseitige Hilfe

In der Diskussion mit den Schüler:innen kommt der Hausherr thematisch an der Politik nicht vorbei und verliert einige kritische Worte in Bezug auf Transformation von Industrie. Start-ups könnten diese Transformation bewirken und zum Beispiel Systeme zur Reduzierung des CO² entwickeln.

Um diese Entwicklung voranzutreiben, fördert der Lokschuppen Start-ups bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen, begleitet sie beim Wachsen und bietet Kontakte zu verschiedenen Branchen. Start-ups leben, so Schneider, generell von gemeinsamer Arbeit und gegenseitiger Hilfe.

Leider, so der Inhaber, gebe es zu wenige junge Menschen, die neue eigene Ideen haben: „Um weiterhin Wirtschaftswachstum zu erzielen, braucht Deutschland eben neue Ideen von neuen Leuten“. Die Politik sollte nach seiner Einschätzung eine Plattform für Start-ups bieten: „Das Ökosystem Start-up muss gefördert werden“ – auch, um sich von anderen Ländern unabhängiger zu machen. In Bildung investiere Deutschland insgesamt zu wenig; Bildung müsse weiter digitalisiert werden. Wichtige Skills, um ein Start-up zu gründen, sind nach Meinung von Gunter Schneider eine gute Schulausbildung, ein Studium und die Faszination für das ausgewählte Thema.

Der Besuch im Lokschuppen endete mit einem kleinen Vortrag des Gastgebers zum Thema Patentrecht – sehr spannend, wie der PoWi-LK befand.

11. März 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/01-scaled.jpg 943 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-03-11 18:42:462026-03-10 07:52:25Drehpunkt für Menschen: PoWi-Leistungskurs besuchte den Lokschuppen

Zum Trampolinspringen und zum Karneval mit den französischen Gästen

Aktuelles, Sprachen & Internationalität, Steinmühle unterwegs

Ein Schülerbericht zum Französischaustausch Marburg- Châlons übersandte Französischlehrerin Ulrike Wilmsmeyer:

Am Dienstag, dem 6. Februar, reisten unsere Austauschpartner aus Châlons – en – Champagne an. Nachdem sie neun Stunden mit dem Zug nach Marburg gefahren waren, haben wir sie freundlich am Bahnhof empfangen.

Unser umfangreiches Programm startete Mittwoch mit einem Tag in der Schule. Wir haben ihnen unsere Schule gezeigt und sie haben einen deutschen Schulunterricht mitbekommen. Abends durften wir uns die Revue-Premiere mit unseren Austauschschülern ansehen. Am Donnerstag fand unser erster Ausflug gemeinsam statt, der uns ins Chemikum Marburg führte. Dort gab es zwei verschiedene Labore, in denen wir viele Experimente durchführen durften. Dabei war der Versuch mit dem Trockeneis am beliebtesten.

Anschließend sind wir gemeinsam in die Kletterhalle gegangen. Dort hatten wir die Möglichkeit zu bouldern und zu klettern. Mit Flammkuchen gestärkt liefen wir zur Elisabeth-Kirche. Aufgrund des schlechten Wetters beendeten wir dann unseren Ausflug. Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Frankfurt ins Filmmuseum. Zu Beginn gab es eine ausführliche Führung durch die Ausstellung und anschließend wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt, um selber Filme zu drehen. Diese Filme wurden durch Standbilder hergestellt, die nacheinander angespielt werden. Dies nennt man Pixilation.

Nach einem schönen Wochenende in den Familien, mit individuellen Ausflügen, sind wir am Montag nach Linden in die Trampolinhalle gefahren. Anschließend ging es mit dem Motto „bleu-blanc-rouge“ weiter auf den Karnevalsumzug nach Marburg. Abends trafen wir uns zu einem Abschlussabend im Forum. Wir hatten ein großes Buffett und einen schönen Rückblick auf die vergangene Woche, da Mme Barrière für uns einen tollen Film mit Fotos und Videos zusammengeschnitten hat. Dienstagmorgen haben wir unsere Austauschpartner um neun Uhr zum Bahnhof gebracht und verabschiedet.

Rückblickend können wir sagen, dass der Austausch eine schöne Ergänzung zu dem normalen Französischunterricht ist, da man selber Eindrücke sammeln kann. Unsere Französischkenntnisse haben sich durch diese Woche natürlich auch erheblich verbessert. Dies ist hoffentlich ebenfalls der Fall bei unserem Rückbesuch in Châlons im Mai.

Wir sind dankbar für diese Möglichkeit zu einem Austausch und wünschen den zukünftigen Schülern eine ebenso tolle Möglichkeit und tolle Erlebnisse.

Von Lilli Ansorge, Sophie Böhm, Luna-Marie Körner und Nils Rettig (Klasse 9)

 

15. Februar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/Franzoesischaustausch-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-02-15 10:54:512026-03-10 07:55:37Zum Trampolinspringen und zum Karneval mit den französischen Gästen

Genetikkurs auf den Lahnbergen: Die eigene DNA sichtbar machen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, MINT, Steinmühle unterwegs

Gelerntes Wissen anwenden. Die eigene DNA sehen. DNA sichtbar machen? – Genau das hat der Biologie Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 während des Genetikkurses auf den Lahnbergen getan. Dazu schreibt Alicia Spitzhüttl:

Wir haben uns am botanischen Garten Marburg getroffen und konnten am Ende dieses Kurses unsere DNA sehen. Genauer gesagt unseren genetischen Fingerabdruck, welcher bei jedem unterschiedlich ist und z.B. bei Kriminalfällen genutzt wird, um den Täter eindeutig zu identifizieren. Um unsere DNA zu sichten, haben wir uns zunächst angeeignet, wie man mit einer mikrobiologischen Pipette umgeht. Wir haben ein paar Regeln bekommen sowie etwas Theorie zu Beginn, um unser gelerntes Wissen noch etwas zu vertiefen bzw. aufzufrischen, bevor es ins Labor ging.

 

DNA-Gewinnung ein umfangreicher Prozess

Der erste Schritt im Labor war, unsere Zellen zu gewinnen. Dafür haben wir gründlich mit Wasser gespült und dadurch unsere Mundschleimhautzellen gewonnen. Im Anschluss wurde unser Wasser-Zellen-Gemisch zentrifugiert, damit sich die Zellen am Boden ablagern und das überschüssige Wasser entfernt werden konnte. Dadurch, dass unsere DNA im Zellkern gut geschützt liegt, mussten wir in verschiedenen Schritten die Zellmembran durch Puffer zerstören. Aus diesem Grund wurden ein Lysepuffer und ein Fällungspuffer dazugegeben, damit die Zellmembran aufgelöst wird. Des Weiteren wurde unser DNA-Gemisch wieder und wieder zentrifugiert, damit sich die festen Bestandteile absetzen konnten und um überschüssiges Wasser zu entfernen. Es wurden nach und nach alle Produkte einer Zelle durch Puffer und Zentrifugieren gelöst, sodass am Ende nur noch ein DNA-Pallet übrig blieb. Zuletzt haben wir dieses DNA-Pallet noch mit Ethanol sowie UV-Wasser gereinigt, um dann die Polymerasekettenreaktion durchführen zu können.
Mithilfe der Polymerasekettenreaktion kann ein bestimmter DNA-Abschnitt ausgehend von einem einzigen DNA-Molekül milliardenfach vervielfältigt werden.

 

Den eigenen genetischen Fingerabdruck sehen

In unserer Mittagspause haben wir Pizza bestellt und uns den botanischen Garten im Schneegestöber angeschaut. Nach der Pause und nachdem die Polymerasekettenreaktion beendet war, haben wir mit Hilfe von Elektropherese und Agarose unsere DNA sichtbar gemacht. Die vervielfältigte DNA haben wir
dann in das Agarosegel hineingegeben. Danach wurde das Gerät eingeschaltet, welches dafür zuständig war, dass die Länge der einzelnen Satelliten sichtbar wurde. Dies konnten wir im Anschluss in einer Dunkelkammer feststellen und somit haben wir alle unseren eigenen genetischen Fingerabdruck sehen sowie selber sichtbar machen können.

Dieser Tag war ein durchaus lustiger sowie lehrreicher Tag und konnte vielleicht sogar den ein oder anderen motivieren, später in diesem Themenbereich einen Job auszuüben. Das Schülerlabor im Botanischen Garten ist ein außerschulischer Lernort und bietet verschiedene Laborpraktika für Biologie-Kurse aus der Oberstufe an. Die Angebote werden teilweise in Kooperation mit dem neu gegründeten Schüler:innenforschungszentrum Mittelhessen durchgeführt. Das Schüler:innenforschungszentrum ist ein Ort für alle MINT-begeisterten Schülerinnen und Schüler aus der Region und bietet Workshops, Vorträge und die Begleitung und Unterstützung bei eigenen Forschungsprojekten an.

Alle Informationen unter: https://sfz-mittelhessen.de/ und https://www.uni-marburg.de/de/botgart/schuelerlabor.

15. Februar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/Titel-scaled.jpg 774 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-02-15 10:41:472026-03-10 07:57:05Genetikkurs auf den Lahnbergen: Die eigene DNA sichtbar machen

Quantenphysik und Klangwelten: Physik-Leistungskurs auf Studienfahrt im Desy und in der Elbphilharmonie

Aktuelles, MINT, Steinmühle unterwegs, Talentförderung

Am Ende der Q3, von Donnerstagmorgen bis Samstagabend, begab sich der Physik-Leistungskurs aus der 13 mit seiner Lehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf auf eine abwechslungsreiche Studienfahrt nach Hamburg, um das Deutsche Elektronen-Synchrotron (Desy) zu erkunden. Mit weiteren spannenden Programmpunkten und Erlebnissen war die Reise gut ausgefüllt.
Bereits die Anreise gestaltete sich abenteuerlich, denn aufgrund des Bahnstreiks verzögerte sich die geplante Abfahrt um ganze zwei Stunden. Trotz dieser Herausforderung erreichte die Gruppe schließlich gegen Mittag die Jugendherberge an den Landungsbrücken. Die Unterkunft bot nicht nur einen sehr angenehmen Aufenthalt in zentraler Lage, sondern auch einen beeindruckenden Ausblick auf die Elbe und den Hafen.

Am Nachmittag stand der erste Programmpunkt an – der Besuch des Schülerforschungszentrums Hamburg. Hier erhielten alle Interessierten einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung, in der schon sehr viel mehr Erfahrungen gesammelt werden konnten als im erst kürzlich in Marburg eröffneten Schüler:innen Forschungszentrum Mittelhessen (SFM).
Am Abend stand ein kulturelles Highlight auf dem Plan: Ein klassisches Konzert im großen Saal der architektonisch und akustisch beeindruckenden Elbphilharmonie. Die Bamberger Symphoniker präsentierten u.a. Beethovens 3. Symphonie und „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss.

Der zweite Tag begann mit einem Besuch im Quantenlabor im Desy, einem führenden Forschungszentrum für Teilchenphysik. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbst vertiefende Experimente zum Thema Quantenphysik durchzuführen, was zur Vorbereitung auf das anstehende Physik-Abitur sicher hilfreich sein wird.
Ein Röntgenspektrum einmal selbst aufzunehmen war auch spannend, und das kann man in der Schule eben nicht.
Die anschließende Führung durch das weitläufige Forschungsinstitut bot allen einen spannenden Einblick in die Welt der subatomaren Teilchen.
Am Abend setzte die Gruppe ihre kulturelle Reise fort, diesmal ins Miniaturwunderland, eines der beliebtesten Touristenattraktionen in Hamburg. Die detailgetreuen Miniaturwelten begeisterten die Schülerinnen und Schüler und boten einen gelungenen Abschluss des Tages.

Der letzte Tag der Studienfahrt ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Die Reise endete schließlich, wie geplant und sogar pünktlich mit der Rückfahrt im ICE am Abend, bei der die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Erlebnisse Revue passieren lassen konnten. Die Studienfahrt war eine bereichernde Erfahrung, die nicht nur das fachliche Verständnis vertieft hat, sondern sicherlich auch bleibende Erinnerungen hinterließ.

10. Februar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/Titelfoto-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-02-10 14:31:372026-06-08 12:34:12Quantenphysik und Klangwelten: Physik-Leistungskurs auf Studienfahrt im Desy und in der Elbphilharmonie

„Wir fahren nach Berlin“: 6a holt Platz 1 beim bundesweiten Klassenspiel

Aktuelles, Klassen-, Kurs- und Häuserfahrten, MINT, Steinmühle unterwegs, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Mitten in den Weihnachtsferien kam die Super-Meldung: Die Klasse 6a von René Schulenberg hat bei „Mathe im Advent“ in der Kategorie „Klassenspiel“ den ersten Platz in ihrem gesamten Jahrgang 6 gewonnen! Die „Schulenbergies“ schnitten bei der digitalen mathematischen Advents-Challenge in ihrem Jahrgang bundesländerübergreifend am besten ab.

Schulleiter Björn Gemmer gehörte zu den allerersten Gratulanten und schwärmte: „Das ist ja fantastisch!“

Fantastisch ist dieser Sieg für die Sechstklässler:innen tatsächlich, bedeutet er doch für die gesamte Klasse gleichzeitig eine Einladung zur Preisverleihung am 26. Januar in Berlin. Im Max Kade Auditorium der Freien Universität Berlin findet dort ein großes Mathe-Event mit Ehrung aller Preisträger:innen, Musik, Spielen und Show-Einlagen statt. Bei einem Mathebasar gibt es einiges zu entdecken. 1 000 Personen werden insgesamt erwartet.

„Mathe im Advent“ ist ein digitaler Adventskalender und mathematischer Wettbewerb für Schüler:innen der 4. bis 9. Klasse, der von der gemeinnützigen GmbH Mathe im Leben veranstaltet wird.

(Bericht von der Reise folgt!)

26. Januar 2024
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2024/01/Titel-scaled.jpg 898 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2024-01-26 08:48:412026-06-08 13:20:56„Wir fahren nach Berlin“: 6a holt Platz 1 beim bundesweiten Klassenspiel

Einblick in den Alltag der Justiz: Schülerin Theresa Figiel berichtet über Besuch am Landgericht

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Steinmühle unterwegs

Am 25. September besuchten wir, die Klasse 8a, im Rahmen des Projektes „Jugend und Kriminalität“ zusammen mit unserer Lehrerin Dr. Claudia Röder das Marburger Landgericht in der Universitätsstraße.  Der Termin wurde durch den Vater einer unserer Klassenkameradinnen, der als Richter am Landgericht arbeitet, möglich gemacht, der uns auch durch das Gebäude führte und Fragen beantwortete. Der Termin war so gewählt, dass wir die Möglichkeit hatten, die Verhandlung eines Strafverfahrens mitzuerleben.

Wir trafen uns um 8:10 Uhr am Gericht in der Universitätsstraße in der Innenstadt. Vor Beginn der Verhandlung war zunächst noch etwas Zeit, sich das Gebäude anzuschauen. So hatten wir die Möglichkeit, die Verwahrzellen anzuschauen. Dort können Angeklagte am Tag des Prozesses eingesperrt werden. Diese Zellen erinnern an Gefängniszellen mit Toilette, Waschbecken, Tisch und Stuhl, allerdings ohne ein Bett.

 

Besichtigung von Fußfesseln und Schutzausrüstung

Im Anschluss sprachen wir mit einem Mitarbeiter vom Wachdienst. Die Aufgabe der Justizwachtmeister ist es unter anderem, die Gefangenen im Gericht zu begleiten und zu bewachen. Die dafür nötigen Utensilien wie Hand- und Fußfesseln durften wir anschauen sowie die Schutzausrüstung des Justizwachtmeisters.

Da die Verhandlung, die wir anhören wollten, in einem kleineren Saal verhandelt wurde, schauten wir uns noch den größten Saal des Gebäudes, den Schwurgerichtssaal an, der an diesem Vormittag nicht belegt war. Es handelt sich dabei um einen recht großen, hohen Raum, der fast die Größe einer kleineren Turnhalle hat und in dem es auch einen Bereich für Zuschauer gibt. Es gab zusätzlich noch viele Stühle für alle Angeklagten bzw. Kläger mit deren jeweiligen Anwälten.

Kurz vor der Verhandlung haben wir uns einen kleineren Saal im Landgericht angesehen und sind dann kurz danach ins Amtsgericht gegangen, wo die Verhandlung stattfand.

Eigentlich hätte die Verhandlung um 9 Uhr beginnen sollen. Wegen einer unfallbedingten Sperrung der B3 verspäteten sich einige Prozessteilnehmer, unter anderem auch der Richter, so dass der Start der Verhandlung um eine Stunde auf 10 Uhr verschoben wurde.

 

Überwachungsvideo vom Tatort

Bei dem verhandelten Strafverfahren handelte es sich um einen Fall von schwerer Körperverletzung und illegalem Waffenbesitz. Die Tat, die verhandelt wurde, hatte sich im August 2022 in Marburg ereignet. Angeklagt waren ein zum Tatzeitpunkt 18-Jähriger und sein Wahlvater. Der Jüngere der beiden war in Begleitung eines Anwaltes. Der Kläger war nicht zur Verhandlung erschienen. Vorsitz hatte Jugendrichter Kai Michel Dronka, Ankläger war die Staatsanwaltschaft, vertreten durch den Staatsanwalt.

Zu Prozessbeginn wurde zunächst ein Überwachungsvideo vom Tatort angeschaut, im Anschluss erfolgte ein Verhör der beiden Angeklagten durch den Richter und den Staatsanwalt. Der Jüngere gab den Waffenbesitz zu, beide schilderten die körperliche Auseinandersetzung mit dem Kläger als Notwehr. Zudem wurden zwei Zeuginnen vernommen, von den eine die Aussage verweigerte und die zweite Zeugin die Ausführungen der Angeklagten bestätigte.

 

Strafe wegen Abwesenheit am Verhandlungstag

Nach Ende der Vernehmungen war eine Pause von einer Viertelstunde vorgesehen. Da die Verhandlung eine Stunde später als geplant begonnen hatte, hatten wir keine Zeit mehr, die Urteilsverkündung abzuwarten und mussten schon zurück zur Schule. Später in der Schule haben wir erfahren, dass der ältere der beiden Angeklagten keine Strafe bekommen hatte. Der jüngere wurde wegen illegalem Waffenbesitz zu 80 Arbeitsstunden verurteilt. Und auch der Kläger erhielt eine Strafe von 300 Euro oder drei Tagen Arrest wegen Abwesenheit am Verhandlungstag, weil sein ärztliches Attest vom Richter nicht anerkannt wurde.

Es war ein sehr gelungener Vormittag, an dem wir einen kleinen Einblick bekommen konnten, was der Alltag von Justiz und Gerichten ist. Allein das Gerichtsgebäude von innen zu sehen, was man sonst nur von Fotos in der Zeitung kennt, war interessant. Auch wenn wir noch vor dem Urteil zurück zur Schule mussten, hat sich der Tag sehr gelohnt.

Im Rahmen des Besuchs entstanden auch Fotos, die an den Tag im Landgericht erinnern werden.

11. Oktober 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/10/IMG_8873-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-10-11 14:26:452026-06-08 13:33:39Einblick in den Alltag der Justiz: Schülerin Theresa Figiel berichtet über Besuch am Landgericht

Ein Abend mit Anstrengung und ganz viel Spaß – die Steinmühle nimmt am 24. Marburger Nachtmarathon teil

Aktuelles, Leben im Internat, Sport & Gesundheit, Steinmühle unterwegs

Schüler:innen, Lehrkräfte, Internatspädagog:innen und auch vier Ehemalige – mit zwölf Staffeln und einer Halbmarathon-Bezwingerin starteten insgesamt 49 Läufer:innen für die Steinmühle. Damit stellte die Steinmühle die größte Gruppe an Läufer:innen beim 24. Marburger Nachtmarathon. Doch auf Rekorde kam es den Organisatoren Patric Hahn und Björn Gemmer auch in diesem Jahr nicht an – weder bei der Teilnehmerzahl noch bei den Laufzeiten. Die Staffeln waren bunt gemischt, das Miteinander stand im Vordergrund. An der Staffel-Übergabe oder im Uni-Stadion miteinander aufeinander warten, sich gegenseitig anfeuern und füreinander „Gas geben“ war prägend für dieses tolle Gemeinschaftserlebnis der unterschiedlichen Gruppen der Schul- und Internatsgemeinschaft. Schulleiter Björn Gemmer berichtet: „Zum ersten Mal waren wir 2014 mit Steinmühlen-Staffeln am Start. Mit der zweijährigen Corona-Pause war es dieses Jahr also die achte Teilnahme der Steinmühle. Besonders hat mich gefreut, am Start und im Uni-Stadion viele ehemalige Steinmühlenschüler getroffen zu haben, die ihre Teilnahme privat organisiert haben. Einige von ihnen sagten mir, dass sie das Event aus Steinmühlen-Zeiten so positiv in Erinnerung haben, dass sie nun jedes Jahr mitlaufen. Da haben wir wohl etwas sinnvolles initiiert.“

22. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/alle_2023-scaled-1-scaled.jpg 856 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-22 11:07:262026-06-08 13:45:02Ein Abend mit Anstrengung und ganz viel Spaß – die Steinmühle nimmt am 24. Marburger Nachtmarathon teil
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