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Preis für Forscher-Trio: Und es stimmt doch! Öko-Äcker bieten den besseren Boden

Aktuelles, MINT, Ökologie und Nachhaltigkeit, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Leontin Schmidt, Mats Egbring und Leonard Berger haben bewiesen, was oft nur als Behauptung in den Raum gestellt wird: Öko-Äcker sind gegenüber normalen Äckern weniger belastet und daher eine bessere Basis für den Anbau gesunder Lebensmittel. Für ihre Arbeit erhielten die Schüler und ihre Lehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf jetzt einen Anerkennungspreis und Urkunden vom „BundesUmweltWettbewerb“ (BUW), einer Inititiative des Bundesministeriums für Forschung und Bildung.

Schon zu Jahresbeginn, bevor die pandemiebedingten Maßnahmen griffen, hatte das naturwissenschaftlich interessierte Trio seine Ausarbeitung zum Wettbewerb eingereicht. „Bodenanalysen und Konsequenzen für unser Schulessen“ betitelten die damaligen Sechstklässler ihre Arbeit, die bei ihnen und ihrer betreuenden Lehrerin viel Zeit gebunden hatte. Diverse unterschiedliche Bodenproben wurden auf ihren Nitratgehalt untersucht, aber auch auf Ammonium, Phosphat, Kalium und auf ihren ph-Wert sowie auf ihren so genannten KAK-Wert. Er ist ein Maß für die Fähigkeit des Bodens, Nährstoffe freizugeben.

 

Nitratbelastung als Mess-Schwerpunkt

Im Fokus der Untersuchungen stand der Nitratgehalt. Nitrat, im Körper zu Nitrit umgewandelt, hemmt den Sauerstofftransport im Körper und steht im Verdacht, in höheren Mengen aufgrund weiterer Reaktionen zu so genannten Nitrosaminen, krebserregend zu sein.

Nicht allein die aufwändigen Untersuchungen waren Gegenstand des Projektes. Zum Thema gehörte auch eine Umfrage innerhalb der Schulgemeinde. Erfragt wurden die Konsum- und Essgewohnheiten hinsichtlich ökologisch angebauter Produkte sowie deren Einschätzung hinsichtlich ihres gesundheitlichen Nutzens. Die Sechstklässler wollten außerdem wissen, ob die Steinmühlenschülerinnen und -schüler sich noch mehr Bio-Angebote in Mensa und Bistro der Steinmühlenküche wünschen.

Was die Bodenproben angeht, so sprechen die Ergebnisse eine eindeutige Sprache. Es zeigte sich, dass die Böden aus ökologischer Landwirtschaft tatsächlich bessere Messwerte aufweisen, was besonders an den Nitratwerten abzulesen war. Erfreut war das Gremium, im Rahmen des Experimentes herausgefunden zu haben, dass die untersuchten Waldböden alles in allem noch gute Werte aufweisen.

 

Ergänzende Umfrage zu Bio-Lebensmitteln

Die positive Einstellung der befragten Schülerinnen und Schüler zum Thema Bio-Lebensmittel bestätigte den drei Schülern und ihrer Lehrerin, dass das Gesamtthema ihres Experimentes absolute Aktualität hat und einen „Nerv getroffen“ hat. Es brachte aber auch das Ergebnis zutage, dass in der Steinmühlenküche bereits jetzt die Lebensmittel-Auswahl weitgehend unter der Prämisse „bio-regional-fair“ erfolgt. „Wir würden,“ so die Schüler, „uns aber auch freuen, wenn nicht nur in der Küche der Steinmühle, sondern auch zu Hause bei den einzelnen Familien das Umdenken bezüglich der Lebensmittel-Auswahl weitergeht.“

Bei Durchführung des Projektes halfen neben Projektbetreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, die alle Vorgänge eng begleitete und dafür mit einer eigenen Urkunde ausgezeichnet wurde, auch Dr. Dietmar von der Ahe für Hilfestellung bei den zahlreichen Bodenprobenentnahmen sowie Dirk Lange für die Steuerung der Surveymonkey-Umfrage.

Obwohl die Jury des BUW resümierte, dass das Projekt nach einer möglichen Weiterentwicklung noch einmal eingereicht werden könne, konzentrieren sich die drei Jungforscher nun auf Wasseranalysen. Sie haben bereits damit begonnen, Nitratgehalte in der Lahn zu untersuchen.

30. September 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/2-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-09-30 14:29:462026-06-10 23:25:05Preis für Forscher-Trio: Und es stimmt doch! Öko-Äcker bieten den besseren Boden

Cambrigde-Zertifikate bescheinigen hohes Englisch-Sprachniveau

Aktuelles, Sprachen & Internationalität, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Unbeirrt von den Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie haben Steinmühlenschülerinnen und -schüler auch in diesem Jahr wieder erstklassige Leistungen in der englischen Sprache erbracht und das weltweit anerkannte Cambridge-Zertifikat erworben. Dafür zollten Fachlehrerin Nicole Hohm und Schulleiter Björn Gemmer den Absolventinnen und Absolventen ein großes Lob und stellten sich zusammen mit ihnen für eine Gruppenaufnahme dem Fotografen. Sehr zufrieden mit den Ergebnissen zeigte sich auch Prüferin Diane Oliver und bescheinigte sehr gute Ergebnisse auf hohem sprachlichen Niveau. Die Leistungen waren bereits im vergangenen Schuljahr erbracht worden, also als Eltfklässler*innen. Zum Fototermin kommt es in jedem Jahr etwas zeitversetzt, nämlich dann, wenn die Urkunden vorliegen.

21. September 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/2-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-09-21 12:05:412026-06-10 23:25:29Cambrigde-Zertifikate bescheinigen hohes Englisch-Sprachniveau

Zertifikate belegen Unternehmerwissen

Aktuelles, Politik, Wirtschaft & Verantwortung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr traten erneut Steinmühlenschüler*innen aus der E-Phase an, um sich für den Erwerb des „Unternehmerführerscheins“ zu qualifizieren. Das Zertifikat basiert auf dem Angebot des e-Learning-Anbieters bit media in Zusammenarbeit mit der Schüler-Lernplattform LONA Education. Die Prüfung wird von der Akademie für Wirtschaft und Logistik angeboten. Voraus geht die Wissensvermittlung in den Bereichen Wirtschaft, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft. Der Unternehmerführerschein wird in mehreren Modulen absolviert, die je mit einer Zertifikatsprüfung abschließen. Es ist ein anerkanntes Wirtschaftszertifikat. Schulleiter Björn Gemmer (hinten links) und Fachlehrer Erno Menzel gratulierten zur erfolgreichen Präsentation des Wissens, das in fast allen Fällen in den Modulen A und B dokumentiert werden konnte. Die Vorbereitungen auf das nächste Level C, so Erno Menzel, fiel leider den pandemiebedingten Einschränkungen zum Opfer. Den Unternehmerführerschein erwarben Johannes Agel, Sarah-Marie Blöcher, Lara Maria Engel, Paul Kappeller, Sebastian Koch, Moritz Philipp Mägerlein, Simon Süßer, Mara Wagner, Elisabeth Weber.

1. September 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/IMG_1288-scaled-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-09-01 09:29:102026-06-10 23:27:04Zertifikate belegen Unternehmerwissen

Erneut erfolgreiche Mathematiker*innen beim Pangea-Wettbewerb der Mathematik

Aktuelles, MINT, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Die Teilnahme zahlreicher Schüler*innen unserer Schule am jährlich in mehreren Ländern stattfindenden Pangea-Wettbewerb der Mathematik ist mittlerweile schon echte Tradition und zeigt, dass Mathematik ein Fach ist, das viele Menschen auch begeistern kann.

In diesem Wettbewerb werden 20 Multiple-Choice-Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad gestellt, die die Schüler*innen innerhalb von 45 – 60 Minuten ohne Taschenrechner lösen müssen. Hierbei handelt es sich nicht um klassische Mathematikaufgaben aus dem Unterricht, sondern um eine Kombination aus Logik- und Knobelaufgaben, wie man sie manchmal auch in diversen Eignungstests zur Berufsorientierung findet. Die Auswertung erfolgt zentral und normalerweise werden die deutschlandweit besten 500 Teilnehmer*innen einer Jahrgangsstufe zur Zwischenrunde eingeladen.

Auch in diesem Jahr haben einige Schüler*innen erfolgreich abgeschnitten und den Sprung unter die TOP 500 in Deutschland (und die TOP 50 in Hessen) geschafft.

Klasse 5: Carlos_Toshira_Beato_Del Rosal

Klasse 6: Sophia Rogosch und Teresa Dinges

Klasse 7: Timo Wienbeck und Yewon Jeong

Klasse 9: Joshua Wieder; Paula Auschill; Susanna Just und Velten Schulz

Wir gratulieren unseren Schüler*innen ganz herzlich zu diesem Erfolg.

(Leider entfallen durch die Coronasituation in diesem Jahr die weiteren Stufen des Wettbewerbs.)

 

(von links nach rechts) Joshua Wieder, Sophia Rogosch, Teresa Dinges, Yewon Jeong, Susanna Just, Timo Wienbeck, Paula Auschill, Carlos Toshira Beato del Rosal, Velten Schulz

17. Juni 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/Pangea-2020-scaled-1-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-06-17 09:00:422026-06-10 23:28:32Erneut erfolgreiche Mathematiker*innen beim Pangea-Wettbewerb der Mathematik

Erfolgreiche junge Forscher*innen bei der IJSO

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Bereits zum zweiten Mal nahmen Hanna Schmidt-Dege (7a), Sabrina Ben Amor, Julius Henkel, Thorben Heß, David Immel, Luca Krantz, Max Posingies, Marvin Preis und Joel Rucker (alle 7c) an der Internationalen JuniorScienceOlympiade teil, die in diesem Jahr unter dem Motto „Alles Tinte“ stand. In diesem Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre unter Betreuung einer Lehrkraft verschiedene Wettbewerbsaufgaben allein oder in kleinen Gruppen bearbeiten. Der wichtigste Bestandteil einer jeden Aufgabe ist ein Experiment, das man durchführen, dokumentieren und auswerten muss. In diesem Jahr untersuchten die Schüler*innen z.B. was mit der Tinte passiert, wenn man sie mit einem Tintenkiller „löscht“ und sie stellten nach verschiedenen Rezepturen selbst Tinte her. In zwei weiteren Experimenten nutzten sie Tinte, um den Wassertransport in Blumen näher zu untersuchen und die Teilchenbewegung in Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konzentration und Temperatur sichtbar zu machen.

Die Schüler*innen konnten die Experimente während des regulären Physikunterrichts durchführen und somit auch die Ressourcen der Schule (z.B. das Schülerlabor, Physiksammlung) nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass alle aus den Erfahrungen im letzten Jahr gelernt und eine hohe Experimentierkompetenz erworben haben.

Marvin Preis (7c), der neben der Teilnahme an der Olympiade in diesem Jahr auch eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Jugend experimentiert“ im letzten Jahr nachweisen konnte, erreichte damit die nächste Runde des Wettbewerbs und musste in einem Quiz insgesamt 24 Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen aus den Naturwissenschaften beantworten, die weit über den Schulstoff dieser Altersklasse hinausgehen. Marvin meisterte auch diese Herausforderung und qualifizierte sich für die nachfolgende Klausurrunde, die im Juni stattfindet und für die wir ihm viel Erfolg wünschen.

17. Juni 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/IJSO0-scaled-1-scaled.jpg 1082 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-06-17 08:50:412026-06-10 23:28:46Erfolgreiche junge Forscher*innen bei der IJSO

Die „Gesundheitsfördernde Schule“ im Blick: Zertifikat Nummer zwei erarbeitet

Aktuelles, Sport & Gesundheit, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Die Steinmühle hat eine weitere Hürde auf dem Weg zur Gesundheitsfördernden Schule genommen und erarbeitete sich das Teilzertifikat „Bewegung und Wahrnehmung“. Dadurch verfügt die Schule nun über zwei von mindestens vier zu erwerbenden Teilzertifikaten, die in ein Gesamtzertifikat münden. Sowohl Teil- als auch Gesamtzertifizierung erfolgen über das Hessische Kultusministerium.

Alle Auszeichnungsabschnitte erfordern ein hohes Maß an Organisation und Engagement im jeweiligen Bereich. Nachdem das erste Teilzertifikat das Thema „Ernährung und Konsum“ im Fokus hatte, ging es nun um Schulaktivitäten rund um Bewegung und Wahrnehmung. „Der Zertifizierungsprozess wurde über die Bildung einer Steuergruppe initiiert,“ berichtet Schulsportleiter Michael Neirich, der die Gesamtabläufe koordinierte und innerhalb der Thematik auch Fortbildung wahrnahm. „Der Steinmühle ist zugutegekommen, dass viele Dinge bereits Bestandteil unseres Schulalltags sind,“ sagt Neirich rückwirkend. „Wir waren von Anfang an recht gut aufgestellt.“

Gleichwohl galt es, Basisdaten zu erheben, Konzeptionelle Informationen zusammenzutragen und eine Dokumentation über die Arbeit zu erstellen. Hier flossen Konferenzprotokolle, Projektbeschreibungen, Presseberichte und Fortbildungsveranstaltungen mit ein. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage einer Selbstevaluation und einer Fremdevaluation durch die Zertifizierungsgruppe des Staatlichen Schulamtes – ein Gespräch mit der Schulleitung, Rundgang vor Ort und Unterrichtsbesuche inclusive.

An der Erarbeitung des Teilzertifikates „Bewegungs- & Wahrnehmungsfördernde Schule“ waren neben Michael Neirich hauptsächlich Manuela Schmidt (Leiterin der Steuergruppe), Moritz Zöckler (Dokumentation), Nicole Hohm und Heike Rabben-Martin (Suchtprävention), Carmen Bastian (Ökologische Stelle) und Bernd Holly als Vertreter der Schulleitung beteiligt.   Angela Heinemann

Sie waren die „Frontleute“ bei der Arbeit für die Urkunde, die Schulamtsdirektorin Heike Grosser (re.) überreichte. Von links: Moritz Zöckler, Manuela Schmidt, Michael Neirich.

27. April 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/04/Bewegung-scaled.jpg 844 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-04-27 14:31:262026-06-10 23:30:42Die „Gesundheitsfördernde Schule“ im Blick: Zertifikat Nummer zwei erarbeitet

Bio-Olympiade mit Landesseminar an der TU Darmstadt

Aktuelles, MINT, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Biochemische Verfahren selbst durchführen und neue Bereiche der Biologie kennenlernen

Das Wichtigste zuerst: Es ist keine Voraussetzung, im Bio-LK zu sein – hier geht es um persönliches Interesse und außerschulisches Engagement! Die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) ist ein jährlich ausgetragener Schülerwettbewerb, der aus insgesamt vier Runden besteht. Die vier besten deutschen Schüler dürfen nach erfolgreich gemeisterten schriftlichen Wissenstests und praktischer Laborarbeit zur letzten Runde in das Austragungsland der jeweiligen Olympiade. Dieses Jahr ist dies Japan (Nagasaki).

Ich habe es in meiner ersten Teilnahme dieses Jahr bis in die zweite Runde geschafft und durfte als eine der zehn besten Schülerinnen und Schüler aus Hessen für vier Tage an der TU Darmstadt ein Landesseminar besuchen. Betreut wurde ich die gesamte Zeit über von Dr. Dietmar von der Ahe, der an der Steinmühle Ansprechpartner für Schülerwettbewerbe im Bereich der Biologie ist.

 

Anforderungen über Schulniveau

In der ersten Runde werden vier offene Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie gestellt. Die Anforderungen liegen über dem Schulniveau, doch zur Bearbeitung darf jegliche Fachliteratur verwendet werden. Die abgegebenen Lösungen in Form einer Hausarbeit werden vom betreuenden Lehrer kontrolliert. Für mich war die Entscheidung, an der Biologie-Olympiade teilzunehmen, nicht an die Erwartung gebunden, unbedingt in die dritte und vierte Runde zu kommen. Primär wollte ich die Möglichkeit nutzen, anspruchsvollere Aufgaben im Bereich der Biologie zu testen, da ich ein Medizinstudium nach meinem Abitur anstrebe und mich gerne neu herausfordere.

Für die erste Runde muss ein größerer Zeitaufwand eingeplant werden, doch für mich hat es sich gelohnt, sowohl neues Wissen in den Bereichen Botanik, Genetik, Zoologie, Physiologie, Systematik und Biochemie zu erlangen, als auch zu üben, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen.

Etwa die Hälfte aller Teilnehmer schafften es dieses Jahr in die zweite Runde. In etwa zwei Stunden sollten hier 30 Multiple-Choice und acht komplexere Aufgaben gelöst werden. Eine sinnvolle Vorbereitung für diesen sehr anspruchsvollen Test bieten hier die zugänglichen Quellen auf der Website der IBO oder auch Klausuren der letzten Jahre, um sich mit dem Format vertraut zu machen. Insgesamt kann ich sagen, dass es für diese Runde keine ganz sichere Vorbereitung gibt, da die Fragen teilweise Anforderungen stellen, die selbst Biologielehrer*innen mit Biologiestudium herausfordern.

 

Präsentation als Abschluss

Die besten 10 hessischen Teilnehmer der zweiten Runde werden dann als „Belohnung für ihre erbrachte Leistung“ nach Darmstadt eingeladen. In Zweierteams durften wir unter Anleitung und Betreuung eines Dozenten Bakterienkulturen anlegen, deren Wachstum messen und aufzeichnen und biochemische Verfahren wie Plasmidisolierung, Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Gelelektrophorese selbst durchführen. An einem der vier Tage wurde uns ermöglicht, in Kleingruppen andere Bereiche der Biologie kennenzulernen und aktiv komplexere Arbeitsweisen der Biologie auszuprobieren. Neben den Themen Neurophysiologie (Aktionspotenziale an Neuronen messen), Fluoreszenz- und Elektronenmikroskopie (Funktionsweise kennenlernen und testen) und RNA-Methoden (Western Blotting) gab es auch Life Cell Imaging. Meine Erfahrungen in dem Bereich der Lebendzellmikroskopie waren sehr positiv, da wir sehr gut angeleitet wurden und der zuständige Professor sich sogar persönlich Zeit genommen hatte, unsere Fragen zu beantworten. Den gemeinsamen Abschluss bildeten kurze Präsentationen der jeweiligen Kleingruppen über ihre Erkenntnisse der Einzelversuche.

Die Arbeit im Labor der TU Darmstadt hat mich sehr positiv überrascht und da das Praktikum ohne Leistungsbewertung stattfindet, kann ich es wirklich nur empfehlen!

 

Ermutigung zur Teilnahme

An alle interessierten Schüler*innen der Oberstufe: Wenn Du Dir dieses Jahr also auch die Chance geben möchtest, Dich herauszufordern und mit der Teilnahme nicht nur Nachweise für Deine Qualifizierung im Fach Biologie zu sammeln, sondern auch praktisch im Labor einer Universität mit Anweisung eines professionellen Dozenten zu arbeiten, sprich deine*n Biologielehrer*in an und beginne schon im April mit den Aufgaben der ersten Runde für die diesjährige Biologie-Olympiade! Viel Spaß und Erfolg! (Meine Ergebnisse: 1. Runde: Platz 13 in Hessen, Platz 182 von 1165 in Deutschland; 2. Runde: Platz 6 in Hessen, Platz 54 von 518 in Deutschland)

(Carolin Mauersberger)

20. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/1-1.jpg 657 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-03-20 12:21:012026-06-10 23:31:10Bio-Olympiade mit Landesseminar an der TU Darmstadt

Steinmühle holte Spitzenplätze und Sonderpreise bei Jugend Forscht-Regionalwettbewerben

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Mit insgesamt sechs Projekten ging die Steinmühle in diesem Jahr auf dem Regionalwettbewerben in Lollar und Kassel an den Start. Gleich drei Teams erreichten erste Plätze und haben sich damit für die Landeswettbewerbe in Darmstadt und Kassel in der Kategorie „Schüler experimentieren“ qualifiziert. Drei Teams erarbeiteten sich einen Sonderpreis.

Bemerkenswert ist die Beteiligung von Teams aus verschiedenen Jahrgangsstufen – von der Unterstufe bis zur Oberstufe. Zwei Mal war die Klasse 6 vertreten, je ein Mal die Klassen 8, 9,11 und 13. Bunt gemischt auch die Fachbereiche: Geforscht und experimentiert wurde drei Mal in Biologie und je ein Mal in Chemie, Physik und Geo- und Raumwissenschaften.

Leonard Berger, Mats Egbring und Leontin Schmidt waren die Sechstklässler, die im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ unter Betreuung der Lehrkräfte Dr. Jutta Töhl-Borsdorf und Dr. Dietmar von der Ahe Platz 1 in den Geo- und Raumwissenschaften belegten und zusätzlich den Sonderpreis Umwelttechnik mit nach Hause nahmen. Sie verglichen Öko-Äcker mit normalen Äckern. Dabei hatten sie insgesamt fast 20 Bodenproben untersucht und festgestellt, dass Öko-Äcker sowohl durch niedrige Nitratgehalte als auch durch die Fähigkeit, Nährstoffe zu binden und wieder freizusetzen, punkten können. Konventionelle Äcker und besonders mit Gülle gedüngte Äcker wiesen fast durchgehend bedenkliche Nitrat- und auch Nitritgehalte auf. Das Thema, die Arbeit und ihre Ergebnisse fand die Jury die höchstmögliche Platzierung wert. Nun geht es als nächstes zum Landeswettbewerb nach Kassel.

 

Zu wenig Sauerstoff im Schuh

Morten Köhler, Benjamin Schul, Joshua Wieder aus Klasse 9 gingen der Frage nach, warum Wärmepads in Skischuhen nicht funktionieren. Die drei Schüler hatten auf der Skifreizeit der Steinmühle kalte Füße bekommen und bemerkt, dass Wärmepads für Füße, die Abhilfe schaffen sollen, nur ganz schlecht funktionieren. Sie gingen der chemischen Reaktion auf den Grund und fanden unter anderem durch Messung von Temperatur- und Sauerstoffkurven, dass in Skischuhen einfach zu wenig Sauerstoff enthalten ist. Dadurch kommt die gewünschte Reaktion schnell zum Erliegen.

Unter Betreuung von Lehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf nutzten sie mit Smartphone gesteuerte Temperatursensoren und eine mit einem Arduino gesteuerte Sauerstoffsonde. Arduinos-Microcontroler-Boards wurden an der Steinmühle von Malte Klimczak im Wahlunterricht Technik erstmals eingeführt und konnten hier auch für chemische Problemstellungen eingesetzt werden. Auch diese drei Schüler erreichten einen 1. Platz in Chemie für das beste interdisziplinäre Projekt und dürfen sich auf den Landeswettbewerb in Darmstadt freuen.

 

Wie Mehlkäfer Styropor „abbauen“

Clara Müller, Marie Englert und Jennifer Weber aus der Jahrgangsstufe 11 gingen unter Betreuung von Dr. Dietmar von der Ahe der Frage nach, ob Bakterien der Darmflora von Mehlkäferlarven am Abbau von Styropor beteiligt sind. Die Schülerinnen haben das Fressverhalten der Mehlkäferlarven (Tenebrio molitor) unter verschiedenen Bedingungen beobachtet. Mit molekularbiologischen Methoden (PCR, genomische und PCR DNA-Isolierung, Quantifizierung der DNA mit Fotometer, Gelelektrophorese, 16S RNA-Gensequenzierung durch die Firma eurofins genomics, Ebersberg) haben sie 230 verschiedene Bakterienklone aus der Darmflora der Larven auf ihre Verwandtschaftsverhältnisse und auf Styrol-Abbau untersucht. Dabei fanden sie mehrere Bakterienklone aus der Familie der Enterobacteriaceae, die den Kunststoff in einer Nährlösung abbauen können. Das Genom einer dieser Klone (Klon Nr. 43) wurde im Auftrag von der Firma eurofins genomics vollständig sequenziert (ca. 6 Millionen Basenpaare) um dann im Genom nach kodierenden Regionen für Enzyme zu fahnden, die am Styrol-Abbau beteiligt sein könnten. Die Schülerinnen haben auch einen möglichen Mechanismus für den chemischen Ablauf des Styrol-Abbaus vorgestellt. Als Sonderpreis erhielt das Trio ein Jahresabo der Fachzeitschrift „Bild der Wissenschaft“.

 

Durch Wettbewerb Kontakt zur Uni

Ronja Rosenkranz aus der 13. Klasse konnte die Jury im Bereich Physik überzeugen. Sie erforschte, wie es zu Stimmveränderungen beim Einatmen von Helium kommt. Schüler*innen stellten sich diese Frage im NaUnt-Kurs der Klasse 5 von Lehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf. Ronja merkte schnell, dass die fast überall zu lesende Erklärung nur zum Teil richtig ist und das Phänomen viel komplexer ist als gedacht. Sie entwickelte verschiedene Versuchsapparaturen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Jury betonte besonders die sehr wissenschaftliche Herangehensweise an diese Fragestellung. Durch den Wettbewerb ergaben sich schnell Kontakte zur Universität Marburg, so dass inzwischen Messungen in der Phoniatrie möglich wurden. Der 1. Platz in Physik für dieses Projekt und der Sonderpreis für Akustik bedeuten für Ronja Rosenkranz ebenfalls eine Qualifizierung für den Landeswettbewerb in Darmstadt.

 

Was dem Regenwurm gefällt

Mögliche Auswirkungen des Regenwurms auf Boden und Klima untersuchten beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ unter Leitung von Dr. Dietmar von der Ahe die jungen Forscherinnen Teresa Dinges (Klasse 6b) und Sophia Rogosch (6c). Die Schülerinnen haben in diesem Projekt das Verhalten des heimischen Regenwurms Lumbricus terrestris und die Wechselwirkung mit den Bodenbakterien unter die Lupe genommen. Dabei haben sie herausgefunden:

  • die Bodenart, die der Regenwurm bevorzugt
  • welche Bodeneigenschaften er meidet (pH-Wert, Kalk-, Sandboden etc.)
  • dass der Regenwurm deutliche Mengen des Klimagases CO2 im Boden erzeugt, in Wechselwirkung mit den Bodenbakterien.
  • dass die im Boden vorhandenen Bakterienfamilien sich von jenen im Kot der Regenwürmer vorzufindenden Bakterien unterscheiden.

 

Das Milieu der Pferdehaut

Das „Leben auf der Pferdehaut“ wollten Silas Krüger und Jan Vollmer (beide Klasse 8c) genauer kennenlernen. Die Schüler haben mit Betreuung durch Dr. Dietmar von der Ahe verschiedene Hautgebiete von zwei Pferden (Haut, Ohrmuschel, Nase, Maul) auf Besiedlung mit Bakterien untersucht, das sogenannte Mikrobiom. Dabei haben sie herausgefunden, dass das Sommermikrobiom sich vom Wintermikrobiom deutlich unterscheidet, d. h. im Sommer sind andere Bakterienfamilien auf den verschiedenen Hautgebieten zu finden als im Winter. Das entspricht den unterschiedlichen Hautfunktionen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen.

     

 

18. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/1-scaled.jpg 673 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-03-18 12:44:412026-06-10 23:31:34Steinmühle holte Spitzenplätze und Sonderpreise bei Jugend Forscht-Regionalwettbewerben

Erster Preis bei „Jugend musiziert“ für Nela Haeberle und ihr Querflötenquartett

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Nela Haeberle hat mit ihrem Querflötenquartett beim mittelhessischen Regionalentscheid von „Jugend musiziert“ im Philosophikum II in Gießen mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten den ersten Preis erzielt. Die „Vier Notenschlüssel“ haben sich damit direkt für den Landeswettbewerb qualifiziert. Er wird Ende März in der Landesmuskakademie in Schlitz ausgetragen. Das große übergeordnete Ziel des Quartetts, dem neben Nela Haeberle (2. von links) die Schülerinnen Anna Briel, Anna Schwarz und Miriam Lange angehören, ist eine Qualifikation zum Bundeswettbewerb. Wir drücken die Daumen!

18. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/IMG_0086-scaled.jpg 1334 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-03-18 10:59:542026-06-10 23:32:28Erster Preis bei „Jugend musiziert“ für Nela Haeberle und ihr Querflötenquartett

Junior Science Olympiade: Sogar die Jüngsten arbeiteten selbstständig und erfolgreich

Aktuelles, MINT, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar fand die erste Runde der 17. Internationalen Junior Science Olympiade statt. Hier hatten Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre die Gelegenheit, Experimente zu einem bestimmten Themenbereich – dieses Jahr zum Thema „Tinte“ – zu bearbeiten, zu dokumentieren und zu analysieren. Dieser Wettbewerb bietet den Schülerinnen und Schülern einen Einstieg in den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ohne große Hürden und soll besonders im fächerübergreifenden Zusammenhang das Interesse am forschenden Lernen, weit über den normalen Schulstoff hinaus, wecken.

Der Aufgabe stellten sich an der Steinmühle unter Leitung ihrer NaUnt-Lehrerin Julia Riemenschneider insgesamt 10 Schüler*innen, nämlich Liliane Albrecht, Mats Egbring, Maximilian Glock, Lilian Gräser, Max Krug, Antonia Kurlinsky, Stella Preiß, Konrad Rothmann, Jonathan Wolff und Philipp Zielen. Parallel zum Unterricht arbeiteten sie sehr motiviert an den Experimenten, die sie nur mit Alltagsmaterialien durchführten und dokumentierten. Die Aufgaben stellten besonders für die beinahe Jüngsten des Wettbewerbs eine sehr hohe Herausforderung dar. Trotz allem konnten sie die Experimente erfolgreich selbstständig bewältigen und zeigten so auch schon große Begeisterung für den MINT- Bereich.
Julia Riemenschneider

4. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/Teaser-2-scaled.jpg 722 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-03-04 11:20:482026-06-10 23:33:22Junior Science Olympiade: Sogar die Jüngsten arbeiteten selbstständig und erfolgreich
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