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Alles wird gut…sowieso: Klassen 5 unternahmen mit ihrem Musical eine musikalische Zeitreise

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Alles wird gut… sowieso – wer wollte daran zweifeln? Und wen aus der Steinmühlengemeinde wundert es, dass sich die 5er-Klassen für ihr gemeinsames Musical dieses Motto herausgesucht hatten? Die Veranstaltung hat ihren etablierten Platz im Kalender alljährlich dann, wenn das Schuljahr zum Endspurt angesetzt hat. Und zu dieser Zeit ist es regelmäßig so, dass keine großen Überraschungen mehr anstehen. Für die Dinge, die vielleicht nicht so optimal gelaufen sind, gibt es zu dieser Zeit eine Lösungsperspektive für das nächste Schuljahr. – Alles wird gut eben. Sowieso.

„Sowieso“, der ähnlich lautende Song von Mark Forster aus dem Jahr 2016, begleitete auch die Aufführung der 86 Schülerinnen und Schüler über den gesamten Abend wie ein roter Faden. Und da gute Laune bekanntlich ansteckend ist, gelang es den Mädchen und Jungen in ihren Steinmühen-T-Shirts, diese Welle auf den vollbesetzten Saal überschwappen zu lassen. Die Interpretation von Liedern, die weit vor ihrer Zeit populär waren, den Angehörigen im Zuschauerraum aber sehr geläufig, halfen dabei. Dargeboten wurden Let’s Twist Again, The Lion Sleeps Tonight und Klassiker wie Fly Me To The Moon oder Another Brick in the Wall. Aber auch neuere Hits waren Teil des Programms wie Sunroof und der Song Millionen Lichter von Christina Stürmer aus dem Jahr 2015, der sich wunderbar interpretieren ließ.

Die Reise durch das musikalische Repertoire der vergangenen Jahrzehnte wurde durch den vorbeischauenden „Mozart“ noch einmal gestoppt und im Rückspiegel abermals weiter nach hinten versetzt. Der große Komponist kam mit passender Frisur, versteht sich. Und mit dem einen oder anderen deftigen Spruch. Vielleicht zur Erinnerung daran, dass Musik durchaus Jahrhunderte überdauern kann.

Der kurzweilige Abend mit noch weiteren Liedern endete erst nach einer Zugabe und in so positiver Stimmung, wie er angefangen hatte – getreu dem Motto der Veranstaltung. Die Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly dankten am Schluss den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die zwar nicht im Rampenlicht standen, deren Zutun für den Ablauf des Abends aber essentiell war: Matthäus Otte und seinem Team von Sound & Light, Heike Rado für Dekoration und Plakate und dem Eltern-Team, das für Maske und Kostüme verantwortlich war. Ein riesiges Dankeschön ging natürlich allem voran an die Fachschaft Musik mit „Mrs. Musical“ Ulrike Wilmsmeyer, Daniel Sans, die Musical Band von und mit Frank Wemme und Anna Prokop für organisatorische Leistungen und musikalische Unterstützung.

21. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/IMG_7576_b_1200px.jpg 454 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-21 12:10:552026-06-08 13:45:15Alles wird gut…sowieso: Klassen 5 unternahmen mit ihrem Musical eine musikalische Zeitreise

DS 12: Begeisternde Inszenierung über die Zukunft von „Schloss Putzstein“

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Der Titel „Mörderstund ist ungesund“ verhieß schon: Hier geht es um mehr als um das Schicksal eines ehrwürdigen Gebäudes. Hier geht es um Leben – und wenn’s schlecht läuft – auch um Tod! 25 Schülerinnen und Schüler brachten eine Kriminalkomödie von Christine Steinwassser auf die Bühne – mit vielen Rollen, die teilweise von zwei Akteuren besetzt wurden. Bei soviel Aktion da hieß es auch für die Zuschauer: Aufgepasst!

Man kennt das: Exfrauen können ganz schön fordernd sein, Unternehmensberater ziemlich kreativ. Und wenn es um die Zukunft einer Immobilie geht, wie hier Schloss Putzstein, dann gibt es ohnehin eine Fülle an Meinungen. Nicht anders war das an diesem Theaterabend, an dem nicht wenige Darsteller:innen ihre Rollen gefunden zu haben schienen und diese sehr gut und glaubwürdig verkörperten. Zu allem Überfluss war das besagte Schloss, um dessen Zukunft sich die Kriminalkomödie drehte, zur Zeit der Verhandungen auch noch bewohnt – von niemand geringerem als von Patientinnen und Patienten mit multiplen Persönlichkeiten. Das alte Gebäude wurde nämlich bis dato als psychiatrisches Sanatorium genutzt. Da ahnt man fast, dass sich auch von Seiten der Bewohnerinnen und Bewohner ein Widerstand gegen eine Nutzungsänderung regte und Pläne ganz anderer Art geschmiedet wurden… .

 

Der Mörder war immer…

Und war nicht der Gärtner, den der Graf beschäftigt hatte, nicht schon Kraft seines Berufes geeignet als… naja, der, den man im Krimi meistens sucht? Ein Berufskollege wurde von seiten der Ex-Ehefrau engagiert. Spätestens der war prädestiniert, seines ganz speziellen Amtes zu walten.

Das Stück bediente auf lustige Art einige Klischees und nahm dabei zum Beispiel auch den Berufsstand des Unternehmensberaters und die vielen Zertifizierungen auf die Schippe. Ein Schauspiel mit viel Humor, bei dem die Darstellerinnen und Darsteller zum Schluss durch Slapstick-Einlagen erfolgreich und keineswegs zu Lasten der Verständlichkeit die langen Textanteile, die vorbildlich einstudiert waren, etwas abkürzen konnten.

„Wir haben uns sehr gut unterhalten gefühlt“, fasste Schulleiter Björn Gemmer den Abend schließlich zusammen, nicht ohne der DS-Lehrerin Dagmar Müller-Tesseraux für ihr Engagement und Schauspiel-Profi Michael Köckritz für seine tatkräftige Unterstützung zu danken.

Es war ein Theaterabend, wie man ihn gerne besucht, wenn man lustige Szenen, schlagfertige Darsteller:innen und viel Humor mag. Ihr habt einen tollen Job gemacht!

21. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/IMG_7740-Verbessert-RR.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-21 12:02:162026-06-08 13:45:26DS 12: Begeisternde Inszenierung über die Zukunft von „Schloss Putzstein“

Theaterwerkstatt der Klassen 7: Grandiose Bühnenleistung und ein sehr dazu passendes Publikum

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

„Man möchte meinen, Klaus Kinski ist wiederaufstanden“. Schulleiter Bernd Holly zeigte sich tief beeindruckt von den Aufführungen der Klassen 7 im Rahmen ihrer Theaterwerkstatt. Nicht ganz zufällig heißt dann auch ein „Patient“ im Beitrag der 7b Klaus Kanski mit „a“ – und diese Figur alias Konstantin Jostaufderstroth erinnerte tatsächlich stark an den bekannten Schauspieler in seinen jungen Jahren. Kräftigen Applaus bekamen die jungen Darstellerinnen und Darsteller des Jahrgangs 7 für ihre Beiträge, egal, ob sie Psychopathen, einen Fußballspieler oder einen Bau-Roboter verkörperten.

Die Betreuung und Anleitung durch Schauspiel-Profis hat bei der Theaterwerkstatt der Klassen 7 schon Tradition. Zum zweiten Mal in Folge haben die Schülerinnen und Schüler nach der schmerzlichen Pandemie-Pause wieder auf der Bühne stehen und die wertvolle Unterstützung in Anspruch nehmen dürfen. Es geht darum, mit dem eigenen Körper, der eigenen Stimme und dem eigenen Ausdruck eigene Figuren auf der Bühne zu kreieren und damit ein Stück zu entwickeln. Angetrieben von Darstellungslust, inspiriert von Fantasie und garniert durch Spielwitz servierten die jungen Darstellerinnen und Darsteller dem Publikum im vollbesetzten Forum einen durchgehend unterhaltsamen Cocktail.

 

Risiken und Nebenwirkungen intelligenter Maschinen

Niemand wird in Zukunft seine Wohnung noch selbst putzen oder aufräumen müssen. Diese verheißungsvolle Vision mit dem Obertitel „Future?“ brachte die Klasse 7a unter Leitung von Fachlehrerin Ines Vielhaben und Theatermacher Daniel Sempf auf die Bretter. Da Technik nur so lange hilfreich ist, wie sie gut funktioniert, gibt es auch bei diesem Thema zwei Seiten. Auf humorvolle Weise führte die 7a dem Publikum Risiken und Nebenwirkungen vom Einsatz intelligenter Maschinen vor Augen und es blieb mehr als fraglich, ob Künstliche Intelligenz die Probleme der Welt auf irgendeine Weise wird lösen können.

 

Keine Angst vor der Nacht im Museum

Eine Nacht im Museum zu verbringen, erfordert schon in der Vorstellung eine gute Portion Furchtlosigkeit, wenig Angst im Dunkeln und einen routinierten Umgang mit Stille. Was aber, wenn man als Einbrecher dort nächtigt und einen anderen Einbrecher kommen hört? „Night@theMuseum“ heißt das Stück der 7c, das von Steinmühlenlehrer Frank Wemme, gleichzeitig Leiter der Sekundarstufe I, und Michael Pietsch geleitet wurde. Als Schauspieler, Puppenbauer und Puppenspieler verfügt Pietsch natürlich über das erforderliche Know-How, wie man das Publikum in seinen Bann zieht. Und das gelang vortrefflich.

 

16.Geburtstag mit Komplikationen

Ein schöner Geburtstag sollte es bei der 7b werden – und genauso lautete der Titel ihres Stücks. Es war der 16. Geburtstag von „Johanna“, deren Freunde sich mehr von ihr und ihrem Event versprochen hatten. Und so machte man ungeahnte Bekanntschaft mit etwas schwierigen Eltern, der Polizei und dem gesamten medizinischen Personal einer therapeutischen Einrichtung. Ja, selbst bei einer Feier kann vieles anders kommen als geplant! Auch bei diesem Beitrag hatte das leitende Team, hier bestehend aus Steinmühlenlehrer Steffen Ullwer und Michael Köckritz vom Team der Marburger Hörtheatrale, hervorragende Arbeit vollbracht.

Alles in allem war an diesem Abend eine grandiose Bühnenleistung zu erleben, mit einem sehr dazu passenden Publikum und einer gut aufgestellten Technik unter bewährter Leitung des Teams von Sound & Light. Schade, dass es bis zu den nächsten Aufführungen der Theaterwerkstatt des Jahrgangs 7 fast wieder ein Jahr dauert.

11. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/02.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-11 12:49:042026-06-08 13:49:15Theaterwerkstatt der Klassen 7: Grandiose Bühnenleistung und ein sehr dazu passendes Publikum

Musikalisch grüßen Herr der Ringe, der Zauberer von Oz und die Titanic

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Klangforum Marburg begeisterte mit Filmmusik im vollbesetzten Forum der Steinmühle

Das Klangforum Marburg füllte den Saal optisch und akustisch. 55 Sängerinnen und Sänger präsentierten zusammen mit ihrem Chorleiter Daniel Sans und der Live-Band von Olaf Roth abwechlungsreiche Filmmusik aus unterschiedlichen Genres der vergangenen 80 Jahre. Das Konzert zog so viele Menschen an, dass die 240 Plätze im Forum der Steinmühle komplett belegt waren.

Wer beim Klangforum mitmacht, hat Spaß am Singen. Zu Pandemiezeiten stand auf der Kippe, ob es diesen wunderbaren Chor weiterhin geben würde. „Wir waren mal 80“, erinnert sich Daniel Sans etwas wehmütig, ist aber gleichzeitig froh, zusammen mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die unfreiwillige Pause als Gruppe überstanden zu haben.

 

Einstimmung auf den Muttertag

An jenem Konzertabend in der Steinmühle, dem 13. Mai, war einfach gute Stimmung im Saal. „Einstimmung auf den Muttertag“ nannte es Daniel Sans in der Einladung. Und tatsächlich setzten die Damen auch auf der Bühne den Akzent, denn sie waren als Sängerinnen in der deutlichen Überzahl. Es war ein lebhaftes Konzert, geprägt von Abwechslung hinsichtlich der dargebotenen Titel, deren Entstehungszeiträume und der begleitenden Musikinstrumente. In bewährter Art unterhielt die Liveband mit Bass, Schlagzeug und Keyboard. An letzterem wurde Bandchef Olaf Roth für einen Beitrag zwischendurch von Marie-Gabrielle Sans abgelöst, die vorher bereits am Flügel gespielt hatte. Flexibilität zählt auch in der Musik!

Für einen rundherum facettenreichen Abend waren Gesangssoli in das Programm eingeflochten, dargeboten von Lennard…, Félix Müller und von Svenja Schneider, die zusammen mit Olaf Roth zu den Gründungsmitgliedern des fast 12 Jahre bestehenden Klangforums gehört.

Bei dem unterhaltsamen Chor- und Bandabend, bei dem Daniel Sans nicht nur als Chorleiter, sondern auch als Moderator fungierte, wurden folgende Titel präsentiert:

Adiemus von Karl Jenkins, O nuit von Rameau, On my own von Claude Schönberg (Solo Lennard Widdascheck), Halleluja von Leonard Cohen, Barbara Ann von den Beach Boys, My prince will come aus dem Walt Disney Zeichentrickfilm Schneewittchen (Solo Svenja Schneider), Improvisation Funk Summertime (George Gershwin), Casablanca von Herman Hupfeld (Solo Svenja Schneider), Somewhere over the rainbow von Harold Arlen, My heart will go on von Celine Dion, Can you feel the love tonight von Elton John (Solo Félix Müller), Can’t Help Falling in Love von G.D. Weiss), May it be von Enya, Skyfall von Adele (Solo Svenja Schneider), Conquest of Paradise von Vangelis. Das euphorisierte Publikum entließ die fantasischen Sängerinnen und Sänger nicht ohne Zugabe und schwärmte noch beim Hinausgehen: „Was für ein wunderbares Konzert, das war wirklich Spitze“.

 

Daniel Sans überzeugt: „Singen kann jeder“

„Singen kann jeder“ konstatiert Chorleiter Daniel Sans immer wieder. Der Konzerttenor, der auch als Musiklehrer an der Steinmühle arbeitet, ermutigt interessierte Frauen und Männer gleich welchen Alters und welcher Stimmlage, sich bei Interesse dem Klangforum anzuschließen. Auch einfach mal vorbeizuschauen ist möglich. Das Klangforum ist ein gemeinsamer Chor von Marburger Musikschule und Steinmühle. Er probt jeden Freitag um 19.30 Uhr im Forum der Steinmühle, also genau dort, wo das Konzert stattfand.

11. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/MG_3492_1200px.jpg 842 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-11 12:34:492026-06-08 13:49:59Musikalisch grüßen Herr der Ringe, der Zauberer von Oz und die Titanic

Mona Lisa trägt Kopftuch: Steinmühle beging den Tag der Vielfalt

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Wie viele andere Institutionen in Deutschland, so hatte auch die Steinmühle für den Tag der Vielfalt am 23. Mai, den Diversity Day, mehrere Aktionen vorbereitet. Das Tragen von Mottoshirts und Aktionen in der zweiten Pause sollten einen Impuls geben, das Thema an der Schule sichtbarer zu machen. Die Lehrkräfte Dr. Sigrun Galter, Ines Vielhaben und Antje Seel hatten ihren Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld eine Checkliste für mehr Vielfalt in Unterrichtsmaterialien zusammengestellt, die auch bei der letzten Gesamtkonferenz besprochen worden war. Dort wurde gleichzeitig die AG Regenbogen vorgestellt, die von Dr. Sigrun Galter und Bella-Jean Gnodtke geleitet wird und die über E-Mail regenbogen@steinmuehle.net erreichbar ist. Hinzu kamen Handreichungen für diversitätsbewusste Bildung, die sich an Lehrer:innen aller Fächer richtet.

 

Impulse als ‚kick off‘ verstehen

„Es geht nicht nur um diesen einen Tag“, erklärten Dr. Sigrun Galter, Ines Vielhaben und Anje Seel. „Wir möchten unsere Impulse eher als ‚kick off‘ verstanden wissen, da viele Themen unter dem Oberbegriff ‚Vielfalt‘ zusammengefasst werden können“. Das Dreiergremium nannte dabei unter anderem Chancengerechtigkeit, Diskriminierung, Geschlechtergerechtigkeit, Rassismus, Fremdenhass, Queerfeindlichkeit, aber die auch Freiheit der sexuellen Orientierung, der Religion sowie der Sprachen. Hier könne bereits über eine aufmerksame Formulierung von Übungssätzen oder Textaufgaben und den bewussten Umgang mit Stereotypen Einfluss genommen werden.

„Vielfalt ist nicht definierbar“, hieß es am 23. Mai bei der Pausen-Aktion, bei der alle Schüler:innen, die Lust hatten, am Forum in den Mottoshirts zum Song Cotton-Eye Joe tanzten. An der T-Shirt-Aktion beteiligten sich vorwiegend die Jahrgänge 5, 6 und 7 sowie die Klassen 11a, 12f. Den Eingangsbereich der Steinmühle bereichert seit dem Tag der Vielfalt eine Kunst-Allee, die durch verschiedene Skulpturen signalisiert, dass jede:r in seiner oder ihrer Vielfalt bei uns willkommen ist. Die Figuren fertigte der frühere Wahlunterricht 10 (jetzt im Jahrgang 11) und der Kunst-LK. Bei ihnen allen bedankte sich Schulleiter Bernd Holly noch einmal für Einsatz und Engagement.

Wenn also Steinmühlen-Gäste sich demnächst am Eingangsbereich unserer Schule fragen, warum Mona Lisa auf dem Kunstwerk Kopftuch trägt, dann antworten wir dazu im Sinne der Vielfalt ganz einfach: Warum nicht?

13. Juni 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/06/00_6238-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-06-13 08:51:082026-06-08 13:52:39Mona Lisa trägt Kopftuch: Steinmühle beging den Tag der Vielfalt

Philian Merle auch in der nächsten Runde des Lesewettbewerbs stark

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Sprachen & Internationalität, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Unmittelbar am Montag nach den Osterferien galt es für die Gewinner von Stadt- und Kreisentscheiden, sich in der nächsten Runde des Bezirksentscheids in der Stadtbibliothek Gießen als Leserin bzw. Leser zu präsentieren. Das gelang Philian aus Klasse 6c ein weiteres Mal überzeugend.
Erneut kreierte er gekonnt Stimmungen aus den Szenarios der Texte, des vorbereiteten wie des unbekannten Fremdtextes, und er zeigte bei Letzterem einmal mehr seine schnelle Auffassungsgabe für die gegebenen Momente. Er verstand es insgesamt sehr gut, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Geschick in das Geschehen hineinzuholen. Allerdings war er in dieser Runde damit nicht allein. Neun starke junge Leserinnen und Leser boten beachtliche Lesekunst, was die Jury bei ihrer kurzen Würdigung herausstellte. Die Auswahl fiel ihr notgedrungen nicht leicht. Dass Philian nicht in die nächste Runde kam wie weitere sechs starke junge Vorleserinnen und Vorleser, war dann zu akzeptieren, wie es bei Wettbewerben nun einmal üblich ist. Insgesamt eine bewundernswerte ‚Lesereise‘, auf der wir ihn mit Vergnügen begleitet haben. Chapeau!

10. Mai 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/05/IMG_1790-scaled-1-scaled.jpg 1500 1125 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-05-10 09:53:442026-06-08 13:54:05Philian Merle auch in der nächsten Runde des Lesewettbewerbs stark

Schauspieler und Botschafter: David Bennent kam in Doppelfunktion

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

„Die Älteren werden sich erinnern“…eine Floskel, die sich an dieser Stelle kaum vermeiden lässt: Als Zwölfjähriger spielte David Bennent, Jahrgang 1966 und Sohn einer Schweizer Schauspielerfamilie, den Oskar Matzerath in der Verfilmung von Günter Grass‘ „Die Blechtrommel“. Ein erfolgreicher Film, der ab 1979 die Kino-Säle füllte und das Image hatte, unter Regisseur Volker Schlöndorff mit idealen Darstellern besetzt zu sein. In diesem Film protestierte Bennent in seiner kindlichen Rolle gegen die Erwachsenenwelt der späten 1920er Jahre in Danzig. Heute ist Bennent Botschafter des internationalen Kinderhilfswerks „terre des hommes“, kam in dieser Eigenschaft nach Marburg zu einer Lesung – und dann an die Steinmühle.

Ein routinierter Schauspieler, gesellschaftskritisch und die Perspektive junger Menschen vor Augen – einen besseren Instruktor hätte sich der DS 11-Kurs von Steinmühlenlehrerin Ines Vielhaben für einen Kurz-Workshop kaum wünschen können. Durch den Kontakt der Kunst- und DS-Lehrerin zu Gisela Glatzl, einer der Aktiven bei terre des hommes Marburg, entstand das Arrangement mit dem prominenten Gast. „Es wäre uns recht, wenn niemand zuschaut“ erklärte Bennent seinen Wunsch, beim Workshop keine Beobachter im Saal zu haben. Danach stellte sich der großartige, wenn von Statur auch nur 1,55 Meter messende Schauspieler allen möglichen Fragen.

Mit Schule hat Bennent persönlich eher wenig Erfahrung. „Meine Eltern waren dagegen“ erzählt der Schweizer und ergänzt, dass die Mutter seine Schwester und ihn zu Hause unterrichtete. Es sollte das freie Denken fördern, die Konzentration auf sich selber. Prüfungen und Ängste sollten außen vor bleiben.

Mitnichten brachte „die Konzentration auf sich selber“ einen Menschen mit egozentrischen Eigenschaften hervor. Vielmehr kümmerte Bennent schon beizeiten das Schicksal von Kindern. Seit rund 20 Jahren steht der Darsteller terre des hommes nahe, seit 2019 ist er Botschafter des Kinderhilfswerks. „Was steht vor der Tür? Wir müssen doch Verantwortung übernehmen“, postuliert er.

 

„Jeder Einzelne kann etwas ausrichten“

David Bennent nimmt besonders die Textilindustrie in den Fokus. „Wir zahlen für viele Artikel einen so geringen Preis, der nicht in Ordnung ist.“ Der Schauspieler prangert die Situation unter anderem in Bangladesh und Indien an, wo Kinder unter schlimmen Verhältnissen arbeiten müssen. Wenn jeder nur ein wenig darüber nachdenke, wo Textilien herkommen und bereit sei, sein Kaufverhalten etwas anzupassen, dann sei schon viel gewonnen.

Es sei ein Irrglaube, dass man als Einzelner nichts ausrichten könne, möchte Bennent geraderücken. Dabei führte er das Beispiel eines großen Getränke- und Lebensmittelkonzerns an, der nach Bekanntwerden seiner Trinkwasser-Politik in einigen Teilen der Welt einen Einbruch von 20 Prozent im Laufe von drei Jahren verzeichnete. Bennent dazu: „Die Summe des Verhaltens hat sehr wohl Auswirkungen. Das sieht man daran“.

Bennent appellierte an die Schülerinnen und Schüler: „Jeder von euch ist wichtig.“ Und die waren von seinen Ausführungen so angetan, dass mit dem Schauspieler, der heute in Berlin lebt, diverse Selfies geschossen wurden. Ob ein Gast der Steinmühle für junge Menschen interessant ist, muss offenbar überhaupt nicht von dessen Alter abhängen. Und Problembewusstsein, so konnte man lernen, auch nicht.

8. Mai 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/05/04-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-05-08 09:46:382026-06-08 13:54:24Schauspieler und Botschafter: David Bennent kam in Doppelfunktion

…und flexibel sind sie auch: Bands On Stage boten unbeschwerten Musikgenuss

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

Die Steinmühle ist unter anderem für gelungene und gut organisierte Musikveranstaltungen bekannt. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte verstehen es außerdem, flexibel zu reagieren, wenn manches anders kommt als geplant – so aktuell geschehen bei „Bands On Stage“. Trotz kurzfristiger Verhinderungen einiger Akteure erlebte das Publikum 90 Minuten lang ein hochunterhaltsames Musik-Mix und entließ die Aktiven nicht ohne großen Beifall und Zugabe von der Bühne.

Bis Februar bestand die Band AG der Klassen 5&6 noch aus 11 Schüler:innen, danach waren es zur Freude des Leiters Frank Wemme 18! Die hinzugekommenen Mitglieder fanden schnell einen Platz an ihrem ganz persönlichen Instrument oder am Mikrofon. Den Zuhörenden im Saal boten sie mit dem Titel „Umbrella“ von Rihanna den zum Tag passenden Einstieg in den Abend, den Schirm hatte man an diesem Montag tagsüber draußen tatsächlich etliche Male öffnen müssen. Mit „Sorry“ von ClockClock präsentierte die Gruppe ihren zweiten Titel, und auch damit war ein Song gefunden, der dem Publikum geläufig war und ganz offensichtlich gefiel.

Musiklehrer und Chorleiter Daniel Sans zu vertreten, ist eine Herausforderung. Kollegin Anna Prokop stemmte diese Aufgabe ausgesprochen gut als es darum ging, den Auftritt des Wahlunterrichts Musical der Klassen 8&9 zu leiten. Hier mussten aus eigentlich vier Beiträgen wegen Verhinderung einiger Beteiligter drei gemacht werden. Die mit viel Gefühl vorgetragenen Songs, nämlich Lovely von Billie Eilish, Traitor von Olivia Rodrigo sowie Control von Zoe Wees, stießen auf enorme Begeisterung ihrer Zuhörerschaft, wurden mit hohem Beifall bedacht und von so mancher Handykamera festgehalten.

Viel Rhythmus bewies das verjüngte JazzEnsemble, geleitet von Frank Wemme. Hier kamen Herbie Hancocks Chans‘ Song und Moanin‘ von Bobby Timmons zum Zug. Anschließend begeisterte der Klassiker I love Rock ’n‘ Roll von Joan Jett & The Blackhearts.

Frank Wemme führte nicht nur durch den Abend, sondern leitete mit der neu formierten StoneMill Houseband ein weiteres musikalisches Highlight. Die bekannten Titel I Ain’t Worried von One Republic, House of Memories von Panic! at the Disco, Sunny von Bobby Hebb und Uptown Funk von Mark Ronson/Bruno Mars führten zum Finale des Abends, dessen Vielfalt beim Publikum äußerst gut ankam.

Es traten bei Bands On Stage am 27. März auf:

Band AG Klassen 5&6: Carla Isenberg, Matteo Dörbecker, Maya Böttcher, Helena Taschner (Gesang), Lotta Funk (Geige), Tim Henseling, Damir Vaslylenko, Justus Pöschl, Joshua Triml-Chifflard (Glockenspiel), Vincent Pfaar, Anna-Lena Griesler, Justus Pöschl (Gitarre), Philian Merle, Helena Taschner, Emilia Ritter (Klavier), Lika Schnabel (Bass), Leni Ochs, Noel Hopf (Djembé), Antonia Mahnken, Lino Nordwald (Schlagzeug).

WU Musical Klassen 8&9: Evelyn Hildermann, Annica Bartsch, Antonia Kurlinsky, Carlotta Meyer (Gesang).

JazzEnsemble: Juliane Spies (Flöte), Justus Mahnken (Alt-Saxophon), Constantin Franz (Gitarre), Juliana Stry (Euphonium), Janne Schweitzer (Bass), Frank Wemme (Klavier).

Titel I love Rock’n’Roll: Juliana Stry (Gesang), Constantin Franz (Gitarre), Jaron Häußermann (Schlagzeug).

StoneMill Houseband: Sophie Gurschi, Juliana Stry (Gesang), Juliane Spies, Sascha Trofimov, Sonia Weber (Flöte), Justus Mahnken, Louisa Röder (Alt-Saxophon), Lars Mitschke (Posaune), Juliana Stry, Marit Winterstein (Euphonium), Constantin Franz, Stella Gorr (Gitarre), Svea Turba (Klavier), Janne Schweitzer, Lika Schnabel (Bass), Jaron Häußermann (Schlagzeug).

Für die Technik zeichnete der WU Sound&Light unter Leitung von Matthäus Otte verantwortlich.

5. April 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/04/00a1-scaled.jpg 847 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-04-05 11:47:592026-06-08 13:55:17…und flexibel sind sie auch: Bands On Stage boten unbeschwerten Musikgenuss

Beeindruckend als Zeichnung und Modell: Kunst-Kurs plant Zukunft der ehemaligen Uni-Bibliothek

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Kunst, Musik & Theater

Wie könnte die Zukunft der ehemaligen Marburger Uni-Bibliothek aussehen? Zu der Frage, wie das markante und seit Errichtung des Neubaus am Pilgrimstein praktisch „ausgediente“ Gebäude an der Wilhelm Röpke-Straße demnächst genutzt werden könnte, hat sich der Kunst-Grundkurs von Fachlehrerin Ines Vielhaben Gedanken gemacht. Zwei Kursteilnehmer entschieden sich dazu, lieber ein Modell zu entwerfen und zu bauen, als eine Klausur zu schreiben. Das Exemplar, basierend auf einem selbstgefertigten Grundriss, wurde nun in der Steinmühle vorgestellt und mit zwei Praktikerinnen diskutiert.

Es war wirklich zum Staunen, was die Schüler Fabian und Joel da hinbekommen hatten! Schon der Grundriss auf Millimeterpapier, im Maßstab 1:100 wie ein Bauplan, mutete professionell an. „Klar mussten wir uns Tipps holen, wie man einen Grundriss erstellt“, erklärte Joel mit Blick auf Lehrerin Ines Vielhaben. Er war derjenige Projektpartner, der den Schwerpunkt aufs Zeichnen legte. Das Ergebnis war äußerst beeindruckend, da auch die kleinsten Kleinigkeiten Berücksichtigung fanden, sauber und genau.

„Wir haben uns auf den Turm konzentriert,“ erklärten die Schüler ihre Aufgabenstellung. Sie gingen von 11 Etagen aus, und obwohl die Fenster beim Modellbau unberücksichtigt blieben, wurde ihre Zahl für den Fall der praktischen Umsetzung ermittelt:“Das Gebäude hätte 1.000 bis 1.400 Fenster“. Ginge es nach Fabian und Joel, dann würde die alte Uni-Bibliothek zum modernen Studentenwohnheim umgestaltet. Vier WGs auf einer Etage, mit einzelnen Zimmern von rund 18 Quadratmetern, jeweils gemeinschaftlich genutztem Bad inklusive Toilette sowie Gemeinschaftsraum.

 

Wohnraum für Studierende mit zeitgemäßem Umfeld

Doch die Schüler planten sogar über den Basis-Wohnbedarf hinaus und überlegten, wie das Umfeld als zeitgemäßer Lebensraum gestaltet werden könnte. Im obersten Stock sahen sie ein Dachcafé vor. Die Außenfassade planten sie hölzern – passend ins Konzept des nachhaltigen Bauens wie auch die Sonnenkollektoren im Außenbereich mit Exposition zur Sonnenseite. Die Gestaltung des Gebäudeumfeldes war eine gelungene Herausforderung hinsichtlich Miniaturabbildern, seien es Sonnenliegen und Schirme, die Begrünung, Hochbeete, ein Volleyball-Feld oder Fahrradabstellplätze. Ein wirklich gelungenes Modell, dem man ansah, mit wieviel Ehrgeiz und Begeisterung die vielen klitzekleinen Details gefertigt worden waren.

Dem fachkundigen Auge von Maja Turba und Ute Kohlhauer von der Abteilung Bauwesen und Sicherheitstechnik der Universität Marburg schmeichelten diese großen Investitionen von Ehrgeiz, Energie und Interesse in das Thema Bauen. „Das Ergebnis ist umso enormer, da es ja ’nur‘ ein Kunst-Grundkurs ist“, freut sich auch Projektleiterin und Fachlehrkraft Ines Vielhaben. Die kleinen erforderlichen Anpassungen für den Fall, dass man aus den Miniaturentwürfen tatsächlich ein reales Projekt machen würde, nahmen die jungen Planer und Modellbauer mit Interesse auf: Es fehlten die Feuertreppen und ein Installationsschacht. Maja Turba: „Ein Gebäude dieser Größenordnung beherbergt kilometerweise Kabel“.

Am Ende der Besprechung stellten sich alle Schülerinnen und Schüler des Kurses zusammen mit Fabian und Joel und den beiden Bauexpertinnen der Fotografin Ines Vielhaben. Alle waren sich einig: Solch ein Projekt darf gerne Schule machen!

5. April 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/04/05-scaled.jpg 851 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-04-05 11:39:082026-06-08 13:55:44Beeindruckend als Zeichnung und Modell: Kunst-Kurs plant Zukunft der ehemaligen Uni-Bibliothek

Ein Novum: Revue zeigte Kultur-Highlights der Oberstufe

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater

„Wir haben alle Kräfte gebündelt – mit Disziplin und vor allem mit Leidenschaft“. 160 Mitwirkende aus den Bereichen Darstellendes Spiel, Kunst und Musik begeisterten an zwei Tagen das Publikum im vollbesetzten Forum. Als „Revue“ wurden die Ergebnisse der Steinmühlen-Arbeit im musischen Bereich in einer gemeinsamen Aufführung präsentiert. Ein Format, das es so noch nicht gegeben hat.
Die Kultur hat besonders gelitten während Corona. Viele Proben mussten ausfallen oder trafen auf erschwerte Bedingungen. An Veranstaltungen mit Publikum war nicht zu denken. Dabei gab es so vieles, was die Gedankenwelt der Schüler:innen prägte: Der Krieg in der Ukraine, der Protest der Klimaaktivist:innen, das Leben in der Schule, Persönliches, das eigene Liebesleben. Doch wo sollten diese Themen Gehör finden?
Daniel Sans ist Kulturbeauftragter der Steinmühle. „Ich sehe es als meine Aufgabe, alle kulturellen Bereiche zusammenzuführen und dabei eine Plattform für alle zu schaffen“. Ein Versuch wurde gestartet, der gesamten Oberstufe einen Auftritt zu bieten, bei dem sich alle präsentieren können.
Sans dachte an eine lose Abfolge von Nummern, an Darstellendes Spiel, Gesang, Musik, Akrobatik, Zauberei. „Ich suchte das Gespräch mit den Leiter:innen dieser Abteilungen“, erinnert er sich, „und diese wiederum das Gespräch mit der Schülerschaft“. Aus dieser Mitte kamen Themen, die die jungen Leute bewegen. Es entstand der Arbeitstitel „Revue“.

In einzelnen Gruppen machten sich Oberstufenschüler:innen Gedanken und trugen Themen zusammen. Schauspielstücke wurden einstudiert, viele Kunstobjekte gestaltet, ein Musikquiz ausgearbeitet und Lieder zusammengetragen, die zu dem Überthema passten. Jenes Überthema, gleichzeitig Titel der Veranstaltung, war treffend und so, wie es besser nicht sein konnte: „Die Welt und ich – Ich und die Welt“.
Neben dem herausfordernden Einstudieren, dem großen Probenwochenende mit 160 Beteiligten und dem damit verbundenen Einsatz aller Akteure war auch praktische Hilfe unabdinglich wie das Entwerfen von Plakaten und Eintrittskarten. Künstlerisch gestaltet von Fachlehrerin Heike Rabben-Martin, genannt Rado, gaben die Tickets bei der Ausgabe im Sekretariat Aufschluss darüber, dass ein größeres Publikum zu erwarten ist. Die Revue sollte keinen Eintritt kosten, das Prozedere nur die Übersicht bieten, wieviele Zuschauer:innen zu erwarten sind.

Das Ergebnis aller Mühen waren Kunst und Entertainment vom Allerfeinsten. Große Schauspieltalente kamen zum Vorschein, die Ansprache zum schon bald gefesselten Publikum gelang blendend. Besonders auflockernd die Einlagen, bei denen die Zuschauer ihre Tanzkünste testen sollten, besonders beeindruckend, wie insgesamt zwischen ernsthaften Themen und humorvollen Beiträgen gewechselt wurde. Ein Kompliment an die Regie!

Viele Lehrkräfte und ein umfangreiches Steinmühlen-Equipment waren in Vorbereitung und Präsentation der Veranstaltung involviert. In der Reihenfolge des Auftritts erlebte das Publikum den DS-Kurs von Melisande Lauginiger „DS 13 hat’s faustdick hinter den Ohren“, die Solokünstler Laura Salvati (Violine) und Iliya Zand (Piano), das „Welt-Musik-Quiz“ des Musikkurses 12 von Ulrike Wilmsmeyer, den mit Standing Ovations honorierten Auftritt des Tenores Félix Müller, den DS-Kurs 11 von Ines Vielhaben mit „Ich will mich sein wie Ihr“ und den Oberstufenchor unter Leitung von Daniel Sans. Olaf Roth und der Musikkurs des Jahrgangs 11 präsentierten Neues mit der Band „One World“. Im Foyer zeigten Ines Vielhaben und der LK Q1 Figuren der Kulturallee „All welcome“.

Dass der Abend mit wechselnder Moderation nicht ohne Unterstützer:innen aus der Schulgemeinde hätte stattfinden können, versteht sich von selbst, sollte aber dennoch erwähnt werden. Zu nennen ist Frank Wemme, der nicht nur Leiter der Sekundarstufe I, sondern auch in Musik und Organisation zu Hause ist, sowie als neues festes Kollegiumsmitglied Anna Prokop. Zuverlässige Technik durch „Sound & Light“ unter Leitung von Matthäus Otte sowie Unterstützung durch die Hausmeister sorgten für gute Voraussetzungen, den Abend genießen zu können. „Dass die Schulleitung uns unterstützt und Termine zur Verfügung gestellt hat, war natürlich die Basis für alles,“ blickt Daniel Sans zurück.
„Es ist ein Experiment“, hatte der Kulturbeauftragte im Vorfeld der Aufführung gesagt und ergänzt, dass bei Gelingen an Wiederholung gedacht ist. Aus Sicht des begeisterten Publikums, das Zugabe forderte, ist die Entscheidung gefallen.

8. März 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/03/2023-02-08_Revue-5108_1200px.jpg 430 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-03-08 14:49:542026-06-08 13:57:49Ein Novum: Revue zeigte Kultur-Highlights der Oberstufe
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