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Schulinterne Lehrerfortbildung: Digitalisierung im Schulalltag optimiert und sensibel nutzen

Aktuelles, Digitalisierung & KI

Die Programmierung der StoneApp und der Gewinn des Bitkom-Titels „SmartSchool“ sind für die Steinmühle nicht das große Finale der Digitalisierung, sondern der Beginn eines weiteren Optimierungsprozesses. Die Pandemie hat Schülerinnen und Schülern, aber vor allem Lehrkräften ein hohes digitales Engagement abgerungen. Doch wie geht es weiter mit der Digitalisierung – bis zum Ende der Pandemie und vor allem danach? Diese Fragen beschäftigten das Steinmühlenkollegium bei der diesjährigen schulinternen Lehrerfortbildung.

Zu den Methoden, mit denen digitalisierter Unterricht stattfindet, gehören regelmäßig Konzepte. Vorgestellt wurden zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung in diesem Zusammenhang „Flipped Learning“, ein „anderes Lernen“, bei dem Lerninhalte von den Schüler*innen zu Hause erarbeitet werden, um sie dann im Unterricht zu präsentieren. Erläutert wurde auch die an der Harvard-Universität entwickelte Unterrichtsmethode „Peer Instruction“. Ihr liegt die Erfahrung zugrunde, dass Aufgabenstellungen in einer Gruppe besser verstanden und gelöst werden als von Lernenden alleine. Ermittelt wird dies durch eine zweistufige Fragerunde zu der jeweiligen Aufgabe, bei der die Lernenden zunächst die eigene Einschätzung abgeben, später dann nach der Gruppenberatung. Im zweiten Schritt zeigen sich in der Summe regelmäßig deutlich korrektere Ergebnisse.

Die Nutzung von Medien an der Steinmühle basiert auf einem Medienbildungskonzept. Gleichermaßen spielt der Jugendmedienschutz an der Steinmühle eine wichtige Rolle. Auch diese Bereiche als tragende Säulen der medialen Arbeit sind – wie die Digitalisierung selbst – dynamisch und innerhalb der Jahrgangsbandbreite deutlich unterschiedlich gestaltet.

Immer wieder optimiert lehren lernen – eine fordernde Situation für Lehrkräfte. „Wir haben an der Steinmühle den Vorteil, mit Malte Klimczak einen Digitalisierungsbeauftragten zu besitzen, aber auch zusätzlich viele engagierte Kolleginnen und Kollegen, die sich in einzelne Bereiche hineingearbeitet haben,“ erläuterte Frank Wemme als Organisator der Veranstaltung. So gab es zwar am zweiten Fortbildungstag einen Vortrag des externen Kollegen Patrick Eckert über die Flipped Classroom-Methode, aber auch aus dem internen Kollegenkreis hatten sich verschiedene Lehrkräfte mit einzelnen Teilbereichen so detailliert beschäftigt, dass sie vor dem Plenum oder in einzelnen Workshops ihr Wissen für das Kollegium gewinnbringend darstellen konnten.

Als durchaus verknüpft mit analogen, aber eben auch digitalen Bausteinen wurde organisationsseitig ein Basistraining zum Thema Mediation in die Schulinterne Lehrerfortbildung integriert. So sei eben Zielsetzung der Fortbildung, einen gemeinsamen Bestand an Methoden zu erarbeiten, der Lernprozesse befördere und Lernen über die Jahre sinnvoll strukturiere. Dies geschehe in Bezug auf allgemeinen Aufbau und Stärkung von Selbstkompetenz, von Sozialkompetenz vor allem bei kooperativen Lernformen und bei Konfliktlösung sowie bei der Einbindung digitaler Möglichkeiten.

Idealerweise, so Frank Wemme, gelänge die Erarbeitung eines Basis-Methoden-Konzeptes aus allen vermittelten Elementen und vor allem dessen Umsetzung im schulischen Alltag.

8. Dezember 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/12/07-1-scaled.jpg 844 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-12-08 08:23:372026-06-10 20:59:27Schulinterne Lehrerfortbildung: Digitalisierung im Schulalltag optimiert und sensibel nutzen

Die Zukunft von Wissensvermittlung nach Corona

Aktuelles, Digitalisierung & KI, Feste & Feiern, Kooperationen & Partnerschaften

Die Internate-Vereinigung (DIV) tagte mit 135 Teilnehmenden an der Steinmühle

Schule und Internat Steinmühle treten nicht nur in ihrem Logo gemeinsam auf. Beide Institutionen sind wirtschaftlich getrennt, aber in ihren Aufgaben eng verbunden. Weil dies so ist, lag es für Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer nach einer gewissen Zeit der Mitgliedschaft in der „Die Internate Vereinigung“ (DIV) nahe, für dieses Jahr den Vorsitz des Vereins zu übernehmen. Die „Große Mitarbeitertagung der Internate-Vereinigung 2021“ mit allen Vertreterinnen und Vertretern der 16 Mitgliederschulen aus ganz Deutschland fand daher dieses Jahr am Steinmühlenweg in Marburg statt.

Fragen aus dem eigenen Alltag stellen, mit Referenten diskutieren, Sichtweisen von Kolleginnen und Kollegen kennenlernen – es geht bei den jährlichen Versammlungen nicht um gegenseitiges Schulterklopfen. Die Gegenwart zu reflektieren, authentisch zu bleiben, neue Impulse zu erhalten – das war Anliegen der diesmal 135 Personen, meist Pädagogen. „Wir sind keine Konkurrenten, es geht allen gut oder allen schlecht,“ hieß es, die rückliegenden Veranstaltungen resümierend. Diesesmal war die Botschaft eindeutig: Alle Internate sind voll.

 

Wichigkeit eines realen Mentors

Ob Nordsee oder Voralpenland: Internate hatten lange mit Imageproblemen zu kämpfen. Sie galten als „Abschieberampe“ für Familien, als Ort, an den man kommt, wenn man kein guter Schüler oder keine nette Tochter ist. Dieses Image – in England nie gekannt – ist in Deutschland weitgehend überwunden. Den Tagungsteilnehmern an der Steinmühle ging es um Lösung anderer Probleme und Fragen, die die Gegenwart hervorbringt: Digitalisierung an Schulen, das Lernen während und nach der Corona-Krise, die Wichtigkeit eines realen Mentors und die Frage, wie asynchrones Lernen aussehen kann oder muss.

Die über drei Tage laufende Tagung bot Raum für Vorträge von Fachleuten und eine Podiumsdiskussion, die das verflochtene Thema Lehrerbildung naturgemäß nicht aussparen konnte. Als lokaler Vertreter sprach Prof. Dr. Jürgen Handke, „Digitalisierungspapst“ aus Marburg, der unter anderem die Befürchtung äußerte, man werde nach Corona in der Lehre „wieder in den alten Trott verfallen“, bei dem man sich „mit Notfall-Lösungen beholfen“ habe: „Wir haben asynchrone Wissensvermittlung versäumt“, die Aufarbeitung von Inhalten müsse sich ändern, denn es sei an der Schule nicht allein mit der digitalen Zustellung von Arbeitsaufträgen getan.

Prof. Dr. Martin Korte von der TU Hannover erforscht schwerpunktmäßig zelluläre Grundlagen von Lernen und Gedächtnis. Es brauche, so sein Statement, das schulische Umfeld für ein effektives Lernen und auch einen realen Mentor, selbst wenn er in sich künftig möglicherweise eher in der Rolle eines Beraters oder Lernbegleitenden wiederfinde.

 

Die Lehrerbildung hinterfragen

Teilnehmerin des Expertengesprächs war auch Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Evelyn Korn als Verantwortliche für die Lehrerbildung an der Philipps-Universität Marburg. Nach ihrer Beobachtung gebe es nicht „den“ digitalen Unterricht, und so gehöre es nicht zu der Lehrerausbildung, „dafür Kochrezepte zu verteilen“. Korn räumte ein, dass die physische Präsenz und die digitale Präsenz von Studierenden einen Unterschied mache: „Erstmals haben Studenten mehr gewusst als Lehrende. Es verändert ohne Zweifel den Lernprozess.“

Prof. Dr. Klaus Zierer von der Universität Augsburg, Ordinarius für Schulpädagogik, war noch ein anderer Ansatz wichtig. Er plädierte für ein Hinterfragen der Lehrerbildung: „Wir müssen uns anders darum kümmern, hier läuft vieles schief.“ Anders als in einigen anderen Ländern sei in Deutschland die gesellschaftliche Haltung zum Lehrerberuf nicht gut, was wiederum mit die Ursache für einen eklatanten Lehrermangel bilde. „Wir müssen es wieder schaffen, Studierende für den Lehrerberuf zu begeistern.“

Was die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Besuch der Marburger DIV-Tagung persönlich profitiert haben, das wurde Björn Gemmer als Leiter und Organisator der Tagung schon kurze Zeit später übermittelt:

 

„Eben zuhause angekommen, möchte ich mich nochmals herzlich für die Einladung zum Vortrag bedanken. Dieser hat mir viel Freude bereitet – so viel pädagogischen Ethos auf einem Fleck erlebt man ja selten. Toll!“ (Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik, Universität Augsburg)

 

„Meinen Dank für die tolle Organisation meines Vortrages und der Podiumsdiskussion mit mir und den anderen Referenten. Es war aus meiner Sicht eine richtige gelungene Veranstaltung, auch Herrn Zierer zu lauschen, war ein Erlebnis! Bin tief beeindruckt, was die Internate Vereinigung hier auf die Beine stellt!“ (Prof. Dr. Martin Korte, TU Braunschweig)

 

„Auch im Namen meiner Frau nochmals herzlichen Dank für die Gelegenheit, Teil Ihrer tollen Tagung und auch der jeweiligen zusätzlichen Annehmlichkeiten gewesen sein zu dürfen. Ich bin froh, dass meine Thesen und Aktivitäten auf so fruchtbaren Boden gefallen sind, und Sie können sicher sein, dass ich die Gymnasien/Internate, die bei der DIV-Tagung anwesend waren, zukünftig als vorbildhaft hinstellen bzw. erwähnen werde. Bereits jetzt ist ein erster Workshop in Louisenlund (mit Herrn Dr. Rösner) vereinbart, wo ich … in mehreren Praxisworkshops, Schüler, Lehrer und auch Elternvertreter für die digitale Lehre fitmachen möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere Schulen/Internate dieses Angebot wahrnehmen möchten und bin für entsprechende Kontakte offen. In jedem Fall sollten wir in Kontakt bleiben, um den richtungsweisenden Weg Ihrer Schulen/Internate auch zukünftig zu stärken.“ (Prof. Dr. Juergen Handke, Uni Marburg & 3M-Solutions, RoboPraX – Robotikum)

 

„Zumindest auf die Schnelle möchte ich mich nach unserer gesunden Rückkehr an den Ammersee noch einmal ganz herzlich für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung der Tagung bedanken. Unsere Mitarbeiter*innen waren hochbegeistert und haben dies heute bereits im Rahmen unserer Montagskonferenz dem Kollegium kundgetan. So soll es sein. Ein hervorragender Startschuss für Folgeveranstaltungen. Was es heißt, eine solche Veranstaltung zu Beginn eines Schuljahres umzusetzen, kann ich gut nachvollziehen. Daher, chapeau! In Kürze werde ich mich übrigens mit den Kollegen aus Neubeuern und Stein zu einem unserer bewährten (bayerischen) Austausche treffen. Wenn gewünscht, kann ich hier durchaus noch einmal die DIV-Werbetrommel rühren.“ (Rüdiger Häusler, Stiftungsleitung, Landheim Ammersee)

 

„Vielen lieben Dank für diese ganz und gar wunderbare Tagung, deine sagenhafte Organisation, spannende Themen, leckerstes Essen und besonders für deine erlösende Worte gleich zu Beginn: ich habe das einfach wörtlich genommen und auch etwas „Ferien“ gemacht, mal abschalten können, sogar noch Zeit gefunden etwas die wunderbare Altstadt zu erkunden, eine Kerze für meinen Opa in der Elisabethkirche anzuzünden und mal eben inne zu halten im immerwährenden Trubel – den ich ja auch sehr mag! Die Begegnung und Tagung war so wichtig und wie schön, dass wir uns endlich wieder sehen und uns austauschen konnten. Und danke dafür, dass Marburg ab sofort auf meiner mentalen Mindmap eine feste Größe sein wird: tolle Stadt aber vor allem eine super tolle, innovative und so schöne und unfassbar gut ausgestattete Schule: danke, danke, danke für deine Energie und Zeit, für dein Beharrungsvermögen und deine Resilienz in komplizierten Zeiten: das war genau richtig so und ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit und alle weiteren kommenden Veranstaltungen und Aktionen.“ (Katja Maike Braun, Schulleiterin, Geschäftsleitung der Ecole d’Humanité)

 

„Nach einem anstrengenden aber unheimlich abwechslungsreichen, informativen und super organsierten Wochenende möchte ich mich auch im Namen meiner Kollegen für den herzlichen Empfang im Internat Steinmühle herzlich bedanken. Die Eindrücke, die wir von der DIV, den Mitgliedsinternaten und insbesondere dem Internat Steinmühle gewinnen konnten, waren durchweg so positiv und gewinnbringend, dass wir wissen, dass sich ein weiteres Intensivieren der Zusammenarbeit in jedem Fall lohnt und wir 3 als Botschafter in Roßleben den Spirit der DIV immer wieder gern weitergeben werden. Auf die Einladungen zu den Arbeitskreisen freuen wir uns und hoffen, Sie finden nach den sicher auch für Sie aufregenden Tagen etwas Erholung.“ (Yvonne Sonnenfeld, Stiftungsverwaltung Roßleben)

 

„Ich habe das Wochenende an der Steinmühle sehr genossen! Leckeres Essen, interessante Vorträge, tolle Atmosphäre, nette Leute und hervorragende Organisation – vielen vielen Dank an Dich und Dein Team!!!“ (Maik Lüdemann, Kaufmännischer Leiter der Schule Marienau)

18. November 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/01-scaled.jpg 760 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-11-18 11:46:492026-06-10 21:01:39Die Zukunft von Wissensvermittlung nach Corona

Digitaler Tag der Nachhaltigkeit an der Steinmühle

Aktuelles, Digitalisierung & KI, Kooperationen & Partnerschaften, Ökologie und Nachhaltigkeit

Am Samstag 18. September einfach hineinklicken: Jede*r kann live dabeisein 

Schon immer waren der Steinmühle Themen wie Umwelt, Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit wichtig. So wundert es nicht, dass die Steinmühle den Landkreis Marburg-Biedenkopf in seinem Bestreben unterstützt, Fairtrade-Landkreis zu werden und Mitglied der „Steuerungsgruppe Fairtrade“ des Landkreises ist. Aus diesem Gremium heraus entstand die Idee, den vom Landkreis geplanten „Tag der Nachhaltigkeit“ an der Steinmühle stattfinden zu lassen. Die Aktivitäten dazu laufen an diesem Samstag, 18. September, von 10.45 bis 14 Uhr. Übertragen wird digital.

 

Eigentlich sollte es ein richtig großer Tag werden: Mit einem breit angelegten Angebot von Präsentationen, Aktivitäten, Ständen auf dem Schulhof und Gesprächen zwischen Besucher*innen und der Schülerschaft. Zur Planungssicherheit wurde von der Durchführung in dieser Form abgesehen. Noch immer sind pandemiebedingte Einschränkungen da, Unsicherheiten gegeben und Irritationen nicht ausgeschlossen. Schweren Herzens gehen die Akteure daher in den Online-Modus, was die Multiplikation der Aktivitäten nach außen betrifft. Im Forum der Steinmühle wird es ein Bühnenprogramm geben, das wesentliche Elemente zum Veranstaltungsthema präsentiert – in kleinem, aber dennoch wichtigem und kompaktem Rahmen. Das Event wird zur Veranstaltungszeit live über einen Link auf www.marburg-biedenkopf.de gestreamt.

 

Wann handeln wir klimaschützend, wann nicht?

Die Begrüßung übernimmt Schulleiter Bernd Holly. Anschließend treffen sich auf der Bühne Landrätin Kirsten Fründt und der Vorsitzende des Schulvereins Steinmühle Marburg e.V., Egon Vaupel. Danach geht es um das Bürger*innen-Budget Nachhaltigkeit 2021, mit dem gemeinwohlorientierte, nachhaltige Projekte und Ideen aus der Zivilgesellschaft gefördert werden. Sodann sorgt Chorleiter, Tenor und Dirigent Daniel Sans, gleichzeitig Steinmühlen-Lehrer, zusammen mit Ehefrau Marie Sans für musikalische Unterhaltung.

Um etwa 12.30 Uhr wird es wissenschaftlich und praktisch zugleich: Dr. Gerhard Reese, Professor für Umweltpsychologie, referiert zum Thema „Klimakrise = Verhaltenskrise? Was uns hemmt und motiviert, klimaschützend zu handeln“.

Das Finale der Veranstaltung bildet ein Poetry Slam zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit.

 

Neuauflage nach der Pandemie in Präsenz

„Wenn wir zusammenstellen, womit wir im Schulalltag und auf dem Gelände der Steinmühle das Thema Nachhaltigkeit bereits bedienen, dann kommen wir auf eine stolze lange Liste,“ berichten Schulvereinsvorstand, Geschäftsleitung und Schulleitung. Zu nennen sind jeweils mehrere Punkte in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Energie, Projekte auf dem Gelände, Unterrichtsinhalte sowie das Thema Ernährung. – Ein umfangreiches Feld, das in Kürze auf den Steinmühlenplattformen noch ausführliche Beachtung finden wird. „Wir freuen uns auch darauf, den Tag der Nachhaltigkeit nach der Pandemie so stattfinden lassen zu können, wie es ursprünglich in Planung war,“ ergänzt Geschäftsführer Dirk Konnertz.

Der digitale Tag der Nachhaltigkeit am 18. September bietet den besten Einstieg in die Gesamtthematik.

Über die Seite www.marburg-biedenkopf.de geht es von 10.45 bis 14 Uhr direkt zur Veranstaltung.

 

17. September 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/09/Plakat1.jpg 675 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-09-17 09:45:192026-06-10 21:04:57Digitaler Tag der Nachhaltigkeit an der Steinmühle

Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus besuchte die Steinmühle

Aktuelles, Digitalisierung & KI, Kooperationen & Partnerschaften

Mal eben so durchlaufen, ein bisschen Small Talk und wieder ins Auto – das ist mit Kristina Sinemus nicht zu machen. Als Gast an einer Schule schaute die Hessische Digitalministerin schon genauer hin. Auf ihrer Sommerreise steuerte sie die Steinmühle an, die erst vor einigen Wochen mit dem Bitkom-Zertifikat „Smart School“ ausgezeichnet wurde. Eine MINT-Schule ist sie noch dazu – Grund genug für die ausgebildete Gymnasiallehrerin und Naturwissenschaftlerin, sich vorort ein wenig näher mit dem Digitalisierungskonzept zu beschäftigen.

Ein kurzer Rundgang über das Schul- und Internatsgelände gehörte für die sportliche Ministerin zur Gesamtorientierung – mit wohlwollendem Blick auf das Beachvolleyballfeld. Schon auf dem Weg zum Schülerlabor, das der prominente Besuch gern einmal sehen wollte, war die „Eskorte“ durch die neuen Schulgebäude immer länger geworden. Nicht nur Schul- und Geschäftsleitung, der heimische Landtagsabgeordnete Dirk Bamberger und Medienvertreter, sondern auch die jungen Teilnehmer des Sommercamps, das die Marburger Bildungseinrichtung LernTeam derzeit in der Steinmühle durchführt, hatten sich in die Schlange gereiht. „Darf ich ein Autogramm haben?“ Klar war das möglich! So erhielten die Mädchen und Jungen neben der begehrten Unterschrift auch das eine oder andere Give Away mit dem Hessenlöwen.

Kristina Sinemus, diplomierte und promovierte Biologin mit ruhender Professur für den Fachbereich Public Affairs an der Quadriga Hochschule Berlin, ist politische Seiteneinsteigerin. In keinem anderen Bundesland gibt es ein Digitalministerium – das einzige in Hessen leitet sie. Dass Prof. Sinemus auch Unternehmerin ist und eine Firma für Wissenschaftskommunikation gründete, führte zu einem besonders breiten Blickwinkel. „Es gehört zu meinen Aufgaben, die Schnittstelle zwischen Schule und Bildung zu stärken,“ erklärte der Gast.

Auf dem Besuchsprogramm stand freilich, dass es an der Steinmühle auch um die StoneApp gehen sollte. Die erläuterte der ehemalige Schüler und Entwickler Aaron Stein persönlich. Wie die Angebote darauf genutzt werden, erklärten Livia und Sophia aus Klasse 8 mit einem zusätzlichen Blick auf das Homeschooling. Malte Klimczak als Digitalisierungsbeauftragter gab einen kurze Abriss darüber, wie die Steinmühle in punkto Medienkompetenz grundsätzlich konzeptionell aufgestellt ist. Er berichtete von der personellen Umsetzung und schilderte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Tablets, die ab Klasse 7 genutzt werden.

„Digital gestützter Unterricht eröffnet neue Lern- und Lehrmethoden, die in der Pandemiezeit wichtiger denn je geworden sind, sagte die Hessische Digitalministerin. Umso mehr freue sie sich, dass viele Schulen und Schulformen sich aktiv für die digitale Weiterentwicklung und Weiterführung des Unterrichtes einsetzten, wie hier in der Steinmühle, einer von bundesweit 81 “Smart Schools”. „Wenn darüber hinaus technische Innovationen von Schülerinnen und Schülern selbst ausgehen und dabei wichtige Werkzeuge, wie die „Stone App“ entstehen, ist das eine besondere Freude und ein großer Nutzen für alle“, so die Ministerin mit Blick auf die Entwicklung von Aaron Stein. Inzwischen nutzen rund 1000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende dieses Tool täglich.

„Ich bin auch hier, um zu erfahren, was ich für die Schulen noch im Hinterkopf behalten soll,“ erklärte Prof. Dr. Sinemus, bevor sie zur nächsten Station ihrer Sommertour aufbrach. Die Überlegung, die technischen Möglichkeiten der StoneApp auch anderen Schulen zur individualisierbaren Nutzung zur Verfügung zu stellen, fand die Staatsministerin „auf jeden Fall interessant und nachdenkenswert.“ Die App könnte dann von den Schulen im eigenen Informatikunterricht an die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden.

29. Juli 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/07/DM-scaled-1-scaled.jpg 684 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-07-29 11:19:352026-06-10 21:06:21Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus besuchte die Steinmühle

Die größte Schul-Auszeichnung bisher: Steinmühle wird Smart School beim Bitkom-Wettbewerb

Aktuelles, Digitalisierung & KI, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Für die Steinmühle ist es die wohl größte Auszeichnung, die sie je erhalten hat: Seit Mittwoch abend gehört unsere Schule zu den bundesweit 81 „Smart Schools“ – bei insgesamt etwa 40.000 Schulen in Deutschland. Die Bekanntgabe der zwanzig diesjährigen Sieger übernahm auf der digitalen Bitkom-Bildungskonferenz Staatsministerin und Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär, die live aus dem Bundeskanzleramt zugeschaltet war. Die Politikerin, gleichzeitig Vorsitzende der Jury, verkündete die Namen der „prämierten Leuchtturm-Schulen, die zeigen, wie Digitalisierung geht.“ Die Ministerin wurde noch detaillierter: „Diese Schulen setzen nicht nur digital fort, was analog schon gemacht wurde. Sondern sie erbringen zusätzliche Leistungen und machen noch viel, viel mehr.“

Viel mehr – das umschreibt auch das Bewerbungsprozedere ganz gut. Die Initiative ergriff Dirk Konnertz, Geschäftsführer des Schulträger-Vereins der Steinmühle, der schließlich die umfassenden Bewerbungsunterlagen gemeinsam mit Schulleiter Bernd Holly zusammenstellte. Hier ging es darum, zu zeigen, dass Zukunftsvisionen für unser Bildungssystem bereits in den Schulalltag eingezogen sind. Es ging um die Darstellung, wie digitale Kompetenzen vermittelt werden und um den Einsatz neuer Lernszenarien. Dirk Konnertz: „Es war zu erläutern, wie Technik bei uns funktioniert und was sie leistet, aber auch, wie Lehrerkollegium und Lernende diese Herausforderungen stemmen – jeder auf seine Weise. Neben all diesen Beschreibungen war natürlich auch glaubhaft zu machen, wie diese Vorgänge ablaufen, dass wir Fortbildung anbieten und uns ständig weiterentwickeln. Dabei kam uns deutlich zugute, dass wir gut aufgestellt sind, was unsere Außendarstellung angeht und dass wir auf unserer Website, im Jahrbuch und in den Steinmühlen-Magazinen alles sehr gut dokumentieren.“ Dirk Konnertz sah vor allen Dingen deshalb gute Chancen für den Wettbewerb, da sich mit der selbstentwickelten App ein eigenes digitales Werkzeug erfolgreich im Schulalltag etabliert habe: „Ich bin fast täglich in Kontakt mit unserem Programmierer Aaron Stein, der die StoneApp auch ein Jahr nach seinem Abi an der Steinmühle zuverlässig weiterentwickelt. Er hat somit auch großen Anteil an der Auszeichnung“, betont der Geschäftsführer.

 

Einzige hessische Siegerschule

„Es macht einen sehr stolz,“ freute sich Schulleiter Björn Gemmer über das Abschneiden der Steinmühle als einzige hessische Siegerschule unter allen Schulformen. Schulleiterkollege Bernd Holly und Fabian Küster von der IT-Abteilung der Steinmühle erläuterten dann im Live-Plenum, wie Best Practice in der Steinmühle aussieht – besonders während der Pandemie, aber nicht nur. Erwähnt wurde natürlich die schuleigene StoneApp, erwähnt wurden aber auch die über alle Alterssstufen hinweg engagierten Lehrkräfte, „…ohne die wir diesen Preis niemals hätten gewinnen können.“ Stolz ist die Steinmühle nicht nur seit Gewinn dieses Preises auch auf ihren Digitalisierungsbeauftragten Malte Klimczak. Wann immer Not an Unterstützung und Tipps herrscht, war und ist er zur Stelle. „Always available“ – immer abrufbereit ist auch Till Buurman in Sachen IT. Denn wenn die Technik klemmt, läuft nun mal nichts mit Online-Konferenzen, Lerntools & Co.

„Dass wir digital bereits in der Zukunft angekommen sind und an keiner Stelle auf Lücke setzen, das hat die Fachjury offensichtlich erkannt,“ resümierten die Akteure am Ende des Tages, zufrieden über diesen hochqualifizierten Preis.

 

Jury-Mitglieder und Partner

Die Digitalisierung der Steinmühle wurde im Rahmen des Wettbewerbes beurteilt von den Jury-Mitgliedern:

Dorothee Bär (Jury-Vorsitzende, Bundeskanzleramt), Prof. Silke Bartsch (Fachdidaktik Arbeitslehre, TU Berlin), Prof. Ira Diethelm (Didaktik der Informatik, Universität Oldenburg), Dr. Julia Freudenberg (Geschäftsführerin Hacker School), Julia Kleeberger (Geschäftsführerin und CEO Junge Tüftler), Stefanie Kreusel (Mitglied des Aufsichtsrats, Senior Vice President, Customer & Public Relations, Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schulen Deutsche Telekom Business Solutions GmbH),Thomas Oks (Didaktischer Leiter Oskar-Schindler-Gesamtschule Hildesheim), Micha Pallesche (Rektor Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe, Smart School), Dario Schramm (Generalsekretär Bundesschülerkonferenz), Lena Spak (Mitgründerin Scobees),Catharina van Delden (Schatzmeisterin, Gründerin und Geschäftsführerin

innosabi GmbH), Marja-Liisa Völlers (Mitglied des Bundestages & stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Welt“), Madeleine Wolf (Mitgründerin und CEO Vision You).

Partner des Wettbewerbs sind dell.com, telekom.de, als Medienpartner fungiert excitingedu.de.

 

3. Mai 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/05/Titel-scaled.jpg 698 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-05-03 10:30:292026-06-10 21:07:37Die größte Schul-Auszeichnung bisher: Steinmühle wird Smart School beim Bitkom-Wettbewerb

Großes Interesse an der StoneApp: RTL Hessen war zu Gast in der Steinmühle

Aktuelles, Digitalisierung & KI, Kooperationen & Partnerschaften

Am 3. Dezember 2020 besuchte uns RTL Hessen. Nach Veröffentlichung des Podcasts bei HR-iNFO hatte auch der Fernsehsender großes Interesse, unsere StoneApp kennenzulernen und vorzustellen.
Entstanden ist ein wirklich sehr schöner Beitrag. Herzlichen Dank an die Reporter Pascal Wede und Tim Ellrich – und großes Kompliment an Aaron, Jan, Eberhard Wieth und Bernd Holly für den perfekten Auftritt!

10. Dezember 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/StoneAPP_RTL-scaled.jpg 777 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-12-10 10:35:522026-06-10 23:19:30Großes Interesse an der StoneApp: RTL Hessen war zu Gast in der Steinmühle

Homeschooling an der Steinmühle oder die Vorzüge der StoneApp

Aktuelles, Digitalisierung & KI

Das Homeschooling stellt aktuell viele Schülerinnen und Schüler, vor allem aber Eltern vor große Herausforderungen. Das gilt insbesondere dann, wenn Eltern nach wie vor zur Arbeit gehen oder parallel zur Kinderbetreuung im Home-Office tätig sein müssen.

Eltern beklagen aber nicht immer die zusätzliche Arbeitsbelastung durch die Aufträge, viele sind hilflos, weil es keine adäquate Kommunikation zwischen Schule, Elternhaus und Lehrkräften gibt. Und wiederum andere wundern sich, dass ihre Töchter und Söhne sehr wenig zu tun haben. Offenbar sehen sich nicht alle Lehrkräfte in der Pflicht, Aufgaben für zuhause zu liefern oder es fehlen die technischen Voraussetzungen, diese an die Adressaten zu bringen.

An der Steinmühle weiß man nichts von diesen Problemen. Der Grund: die Schule in freier Trägerschaft hat in den vergangenen zwei Jahren enorme Anstrengungen unternommen und ist öffentlichen Schulen in Sachen Digitalisierung um Jahre voraus. Beim Homeschooling hilft vor allem die so genannte StoneApp, die vor einigen Monaten vom Informatik-Oberstufenkurs der Steinmühle initiiert und maßgeblich vom aktuellen Steinmühlen-Abiturienten Aaron Stein programmiert wurde. Die StoneApp, die alle Schüler*innen der Steinmühle und deren Eltern, seit anderthalb Jahren nutzen, zeigt individuelle Stundenpläne, den Vertretungsplan, den Klausurplan und die Speisekarte der Schul-Mensa an, und sie ist verlinkt mit der Website der Steinmühle. Zur Zeit der Schulschließung ist von größter Bedeutung, dass die StoneApp auch eine Kommunikations- und Datenplattform zwischen Schüler*innen bzw. deren Elternhäusern und den Lehrer*innen bzw. der Schule ist:

  • Jede Klasse und jeder Kurs hat eine eigene Gruppe, der alle Schüler*innen und die jeweiligen Lehrkräfte zugeordnet sind.
  • Lehrkräfte und Gruppenmoderatoren können Nachrichten in die einzelnen Gruppen schreiben, Fachordner anlegen und Arbeitsaufträge dorthin uploaden.
  • Dadurch dass die StoneApp eine webbasierte App ist, lässt sie sich nicht nur von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets bedienen, sondern auch von jedem internetfähigen Rechner. Das macht den Download und die Bearbeitung der Aufträge besonders komfortabel.
  • In der StoneApp sind die E-Mail-Adressen aller Lehrkräfte der Steinmühle hinterlegt, sodass die Nutzer Fragen, Anmerkungen und Arbeitsergebnisse an die Lehrkräfte senden können.

Die Lehrkräfte der Steinmühle wurden mit Beginn der Schulschließung von der Schulleitung zu Folgendem verpflichtet:

  • Es sind Arbeitsaufträge zu erstellen, die in etwa den zeitlichen Umfang abdecken, den der Unterricht eingenommen hätte.
  • Lehrkräfte haben bezüglich der Arbeitsaufträge eine Dokumentationspflicht: In eine Lehrerstundenplantabelle ist das einzutragen, was sonst ins Klassen- oder Kursbuch eingetragen worden wäre.
  • Die Schüler*innen werden verpflichtet, ihre Arbeitsergebnisse den Lehrkräften via E-Mail zu senden. Die Arbeitsaufträge sind wochenweise zu erteilen und die Arbeitsergebnisse sind wochenweise einzufordern. So können die Arbeitsergebnisse der Schüler*innen Grundlage für die weitere Planung der Lehrkräfte sein und die Lehrer*innen können den Schüler*innen Feedback zu den Ausarbeitungen geben.
  • Die Erarbeitung von Sachverhalten kann über passende Internet-Angebote erfolgen. Hierzu wurden im Kontext der Einführung des Tablet gestützten Unterrichts an der Steinmühle in den letzten Monaten durch schulinterne Lehrerfortbildungen viele Kompetenzen erworben.
  • Lehrkräfte, die selbst so genannte Tutorials erstellen möchten oder von ihren Schüler*innen verlangen, Videobeiträge zu erstellen, erhalten Zugang zur Steinmühlen-Cloud, in die große Datenmengen übertragen werden können.
  • Die Verpflichtung, Lern- und Arbeitsaufträge zu erteilen, besteht nicht nur für Haupt-, sondern auch für Nebenfächer. Ausgenommen sind lediglich der Wahlunterricht, Sport und Schwimmen. In den Fächern Darstellendes Spiel, Musical und Theaterwerkstatt sollen die Schüler*innen beauftragt werden, Texte zu lernen.

Damit all dies auch gelingen kann, hatten die Schüler*innen zu Beginn der Schulschließungen drei Tage jeweils elf Stunden Zeit, ihre Unterrichtsmaterialen aus der Schule zu holen. Auf diese Weise wurden große Menschenansammlungen vermieden.

Die Schüler*innen in der Not-Betreuung und die Internatsschüler*innen, die nicht nach Hause fahren können, bearbeiten die Aufträge in der Steinmühle.

Die Rückmeldungen, die im Laufe der ersten Woche von Schüler*innen und Eltern an Klassenlehrer*innen und Schulleitung gegeben wurden, zeugten meist von großer Dankbarkeit für die gute Organisation und das große Engagement der Lehrer*innen. Kritische Rückmeldungen gab es lediglich in Bezug auf die Fülle der Aufträge. Hier musste die Schulleitung ihre Lehrkräfte auffordern Maß zu halten und zu bedenken, dass die Bearbeitung der Aufgaben in Einzelarbeit zu Hause größere Anforderungen stellt als in der Schule, wo Mitschüler*innen und Lehrkräfte einfacher helfen oder konkretisierende Hinweise geben können. Das ist und bleibt auch trotz StoneApp so, weshalb der Umfang der Aufgaben für Woche 2 etwas reduziert wurde.

23. März 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/03/Stonapp-scaled.jpg 979 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-03-23 11:14:402026-06-10 23:30:59Homeschooling an der Steinmühle oder die Vorzüge der StoneApp

Schüler leiten Arbeitsgemeinschaften: Internat Steinmühle begleitet aktiv den Digitalisierungsprozess

Aktuelles, Digitalisierung & KI

Digitalisierung? Das nehmen wir doch selbst in die Hand! Ähnliches dürften sich zwei Internatsschüler der Steinmühle gedacht haben und riefen zum Thema jeweils eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben.

Neue AG Digitales Zeichnen:
Ein idealer Raum für Kreative

Francis Wang ist 19 und findet es äußerst komfortabel, dass er ab sofort keine Platzprobleme mehr hat. Denn alles ist voll: Die Sammelmappe, die Wände – und sein Kopf. Dort plant er nämlich gerade schon sein nächstes Meisterwerk: An kreativen Einfällen mangelt es ihm nicht – nur muss er die Ergebnisse auch unterbringen. Ab jetzt ist das kein Problem mehr. Er tauschte die Leinwand gegen ein Tablet und lernte den Umgang mit einer Zeichen-App.

Inzwischen hat der Internatsschüler der Steinmühle Routine darin. Aber nicht nur das. Er traut sich durchaus zu, sein Wissen auch weiterzugeben. Gern leitet er Mitschüler*innen an, das Bearbeitungsprogramm kennenzulernen, damit auch sie ihren kreativen Ideen freien Lauf lassen können. Die Sorge, wo alles aufzubewahren ist, gehört schließlich der Vergangenheit an. Und noch eine Option bietet sich den „Digital Creatives“: Sie können ihre Werke auf Wunsch sofort mit Freunden teilen!


AG für Programmierer*innen:

Konstantin (14) zeigt’s euch!

Programmierer stellt man sich so vor: Mal mindestens Mitte zwanzig, das Abi längst in der Tasche und jenseits von allem, was „Schule“ heißt. Diese Hürde hat  Konstantin Knorre noch nicht genommen, programmieren tut er trotzdem. Seit einem Jahr ist der 14jährige Internatsschüler der Steinmühle in diesem Bereich aktiv, jetzt belegte er „Programmieren“ im Wahlpflichtunterricht. Zusätzlich bietet er in diesem Fach eine AG für Mitschüler*innen an. Zwei eigene Handyspiele hat er bereits programmiert. Darin muss er Hindernissen ausweichen oder sich bewegende Planeten vor einer Kollision bewahren. Konstantin arbeitet mit dem Programm „unity“ in der Originalprogrammiersprache „c#“. Damit sind komplexe dreidimensionale Programmierungen möglich. Bislang nehmen sechs Schüler an der AG von ihm teil.

2. Dezember 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/IMG_20191112_192823-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2019-12-02 17:00:192026-06-11 09:30:58Schüler leiten Arbeitsgemeinschaften: Internat Steinmühle begleitet aktiv den Digitalisierungsprozess

Elektronik und Programmieren im Wahlunterricht

Aktuelles, Digitalisierung & KI, MINT

Im Rahmen des Wahlunterrichts (WU) wurde in diesem Schuljahr das Angebot im Bereich Technik und Computer erweitert. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 8 und 9 hatten die Möglichkeit, mithilfe von Arduino Mikrocontrollern eigenständige Elektronik -Projekte zu realisieren. Arduino, so Malte Klimczak als zuständiger Lehrer in seinem Bericht, ist eine Open-Source-Elektronik-Prototyping-Plattform für flexible, einfach zu bedienende Hardware und Software. Sie wird vor allem von Künstlern, Designern, Tüftlern und Bastlern verwendet, um kreative Ideen zu verwirklichen.

An den Mikrocontroller können verschiedene Sensoren (z.B. Temperatur, Bewegung, Helligkeit etc.) und LEDs, Motoren, Taster und Displays angeschlossen werden. Die einzelnen Komponenten werden durch eine einfache Programmierung gesteuert. Auf diese Weise entstehen in kurzer Zeit kleine interaktive Objekte. Die Schülerinnen und Schüler haben so unter anderem einen kleinen Roboter gebaut, der dem Licht einer Taschenlampe folgt, ein per Bluetooth und Smartphone gesteuertes Auto oder ein digitales Thermometer. Weiterhin wurde von einer Schülergruppe in Eigenregie eine Motorensteuerung für ein ferngesteuertes Modellflugzeug entwickelt.

 

Analytisches Denken wird trainiert

Dabei ging es nicht nur um die Programmierung der Mikrocontroller, sondern auch um den praktischen Aufbau der elektronischen Schaltungen. Insbesondere können Fähigkeiten im technischen Bereich entwickelt und Kompetenzen in Informatik/Programmierung erworben werden. Logisches und analytisches Denken werden trainiert und in Anwendungssituationen umgesetzt. Das Angebot schließt sich an den Physik- und den Projektunterricht an und stellt eine sinnvolle Ergänzung dar.

Das Halbjahr wurde mit einem Besuch im so genannten Robotikum der Philipps Universität Marburg in den Räumen der Adolf-Reichwein-Schule abgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Gelegenheit, im Laufe des dreitägigen Workshops humanoide Roboter vom Typ NAO auszuprobieren. Die Roboter können laufen, sprechen und mit ihrem Gegenüber interagieren. Eine künstliche Intelligenz macht die vielfältigen Interaktionen möglich.

Die Schülerinnen und Schüler hatten in dem Praktikum die Möglichkeit, mit den Robotern Dialoge, Bewegungen und Gesichtserkennung zu entwickeln und auszuprobieren. Ziel war es dabei, die Roboter nicht nur kennenzulernen und ihre Funktionsweise zu verstehen, sondern das eigene algorithmische Denken, das in der heutigen digitalen Welt besondere Bedeutung hat, zu verbessern.

 

21. Februar 2019
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2019/02/WU-Elektronik_01-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2019-02-21 08:46:502026-06-11 09:49:11Elektronik und Programmieren im Wahlunterricht
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