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Förderverein spendet der Grundschule ein Gartenhaus und sponsert Figuren

Aktuelles, Bilinguale Grundschule, Ehemalige & Alumni, Ökologie und Nachhaltigkeit

Die Bilinguale Grundschule Steinmühle ist ein Ort, an dem sich nicht nur Schüler:innen persönlich und schulisch gut entwickeln. Auf dem angrenzenden Schulacker gedeihen auch verschiedene Pflanzen bestens. Diversen Gemüsesorten kann man beim Wachsen praktisch zusehen: Tomaten, Möhren, Kürbis & Co. werden von der jeweiligen Klasse 4 gehegt und betreut.

Den Jungen und Mädchen macht die Arbeit an der frischen Luft Spaß. Ausgestattet mit entsprechenden Gartengeräten wird gesät, gepflanzt, gehackt und bei Bedarf gegossen – das Ganze unter Anleitung von Lehrerin Lisa Forchheim. Hier lernen sie ganz nebenbei, dass Gemüse nicht im Supermarkt wächst und dass viel Arbeit und Geduld erforderlich sind, bis geerntet werden kann.

 

Kooperation mit der GemüseAckerdemie

Gekrönt werden diese Aktivitäten durch die Zusammenarbeit mit der GemüseAckerdemie aus Berlin. In drei verschiedenen Terminen spricht die Gruppe gemeinsam mit so genannten „Acker-Coaches“ darüber, woher unser Essen kommt.

Das Unterrichtssegment gehört zu dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), dem sich die Steinmühle verstärkt widmet. „Sehr gerne unterstützt der Förderverein diese Aktivitäten,“ erklärt die Vorsitzende Jasmine Weidenbach. Damit die Kinder für ihre Outdoor-Aktivitäten gut gerüstet sind, ihre Garten-Utensilien sicher verstauen können und diese beim nächsten Mal schnell griffbereit haben, spendierte ihnen der Förderverein ein Gartenhäuschen. Zur Schlüsselübergabe stellten sich Vorstandsmitglieder des Fördervereins zusammen mit den Kindern dem Fotografen. Mit einem gemeinsam gestalteten Dankeschön bedankten sich die Grundschüler:innen. Wie könnte es anders sein, war das Bild nicht nur mit der Unterschrift aller Aktiven versehen, sondern trug passend zum Thema das Dekor einer Möhre.

 

Weitere Figuren für den Eingangsbereich

Im Schuljahresverlauf unterstützt der Förderverein regelmäßig noch weitere Projekte, von denen aufgrund ihrer Vielzahl nur einzelne vorgestellt werden können. Ergänzt wurden zum Beispiel vom Förderverein auch die Figuren am Eingang des Steinmühlengeländes, die auf die bunte und vielfältige Schulstruktur hinweisen. Auch hier gab es für den Förderverein ein gemeinsames Erinnerungsfoto, auf dem noch ein ganz besonderer Steinmühlengast zu sehen ist. Schauspieler David Bennent, Protagonist aus dem Klassiker „Die Blechtrommel“, der schon zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Steinmühle ein Projekt begleitete.

Wir sagen herzlichen Dank an alle, die unserem Schulleben mit ihrem Engagement immer wieder eine besondere Auszeichnung verleihen!

 

22. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/IMG_8851.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-22 11:40:262026-06-08 13:44:30Förderverein spendet der Grundschule ein Gartenhaus und sponsert Figuren

„Du atmest Steinmühle“: Offizielle Verabschiedung von Schulleiter Bernd Holly in den Ruhestand

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Dort, wo sonst die aufmunternden Abi-Transparente hängen, am Eingang des Forums, dort ist an diesem Juli-Dienstag nur ein einziges großes Plakat zu sehen. „Bernd, du schaffst das! Deine Freunde“. Die Freunde und die meisten, die den scheidenden Schulleiter kennen – sie alle wissen: Gefreut hat sich Bernd Holly auf diesen Tag nicht. Nach 22 Jahren Steinmühle und im Alter von 66 Jahren hat das Hessische Beamtenrecht wegen Erreichens der Altersgrenze den Schlusspunkt unter die Tätigkeit des Pädagogen, des Organisators und vor allem des Menschenfreundes Bernd Holly gesetzt.

Es war keine Verabschiedung wie jede andere, diese Veranstaltung, die um 16 Uhr begonnen hatte. Noch fünf Stunden später standen die letzten Gäste im Foyer und vor der Tür, Gläser und Häppchen in der Hand und im Gespräch: Mit anderen Anwesenden, mit Bernd Holly selbst. Zu diesem Zeitpunkt war der emotionalste Teil des Spätnachmittags überstanden, die Taschentücher mehr oder weniger verstaut. Es war geschafft, auch für Bernd Holly.

Ein Lehrer geht – ein Schulleiter. Na und, könnte man sagen, das kommt vor. Es waren die Namen auf der Gästeliste und es waren vor allem die tiefgehenden Worte der zahlreichen Rednerinnen und Redner, die zu erkennen gaben: Hier verlässt ein besonderer Mensch die Steinmühle. Sogar nicht die sonstige Wortakrobatik, wenn es darum geht, das Wirken eines Menschen besonders wichtig und schillernd aussehen zu lassen. Sogar nicht die üblichen Floskeln, sogar keine letztlich farblose Vita wie so oft, mit wenig zum Merken, Lachen oder Wiedererzählen.

Ein gutes Arbeitszeugnis, so heißt es, beschreibt einfach, was jemand gemacht hat. Müsste man Bernd Hollys Wirken in solch wenige Worte fassen, so gäbe die folgende Formulierung wohl die Essenz wieder: Es geht ein ausgezeichneter Kommunikator, für den Sozialkompetenz wichtiger war als Noten, der Botschaften auch in schwierigen Situationen deutlich vermittelt hat. Es geht eine respektierte Autoritätsperson mit immer offenem Ohr für die Nöte der Schulgemeinde. Es geht ein „Schülerversteher“.

Für Bernd Holly ging es darum, Schülerinnen und Schülern mögliche Ängste zu nehmen, in einer immer komplizierteren Welt und ihnen eine Perspektive zu geben. Die Vorbildfunktion war ihm wichtig, dabei authentisch zu sein eine Selbstverständlichkeit, für die er nicht schauspielern musste.

Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Gegebenheiten im Leben des Bernd Holly nicht immer komfortabel waren. Noch heute dankt er seinem früheren Grundschullehrer, dass dieser ihn fürs Gymnasium vorschlug – damals die Ausnahme für ein Arbeiterkind.

Die Steinmühle fand der Deutsch-, Politik- und Sportlehrer Bernd Holly vor 22 Jahren nicht als den Ort vor, der er heute ist. Dass er die Veränderungen mitgestalten durfte, dafür ist er dankbar und auch für die vielen Schülerinnen und Schüler, die er begleiten durfte. Was er besonders vermissen wird, das weiß er jetzt schon: „Dieses wunderbare Kollegium. Hier werden neue Biographien ermöglicht“.

Mit dem Lehrerberuf verbindet Bernd Holly entscheidende Aufgaben für Schule und Gesellschaft. Genau dafür stand er auch.
(Egon Vaupel, Vorsitzender Schulverein Steinmühle e.V.)

Dass er bereit war, sich mit mir, einem damals 34jährigen, zur Wahl für die Doppelspitze zu stellen, dafür danke ich Bernd. Er ist eine komplette Symbiose mit der Steinmühle eingegangen und meldete sich am Telefon immer mit „Holly von der Steinmühle“ – egal, wo er angerufen hat, beim Schulamt, bei Eltern oder beim toom.
(Björn Gemmer, Schulleiter)

Er hat immer den Menschen im Vordergrund gesehen und hat damit die Steinmühle geprägt.
(Rainer Nietzke für den Betriebsrat)

Schule soll ein Ort sein, an den Kinder gerne gehen. Das hat Bernd Holly erreicht.
(Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Stadt Marburg)

Bernd Holly hat immer ein nettes Wort, ist ein nahbarer Mensch, war immer erreichbar und ansprechbar.
(Nadine Bernshausen, Bürgermeisterin und Schuldezernentin der Stadt Marburg)

Er war liebevoll-energisch, zugreifend und mit einer konsequenten Haltung in Stresssituationen.
(Brigitte Kettner, ehemalige Schulleiterin der Steinmühle)

Zwischen uns passte kein Blatt Papier, trotz oft gegensätzlicher Positionen. Unsere Zusammenarbeit war legendär. Er war ein Weltmeister der Stundenpläne, hat sich mal eingeschlossen, um erst dann wieder herauszukommen, als er fertig war. Danke, Bernd.
(Ulrich Schmermund, ehemaliger Schulleiter der Steinmühle)

Einfach ein feiner Kerl, mit Menschlichkeit, Kraft und Mut.
(Matthias Bosse, Schulleiter der Alfred Wegener Schule, Kirchhain)

Er hat auf eine gute Schulatmosphäre geachtet.
(Joela Schwing, Julia Fischer und Eren Pektas für die SV)

Du bist eine Legende. Du atmest Steinmühle.
(Dr. Claudia Schmölz, Schulelternbeiratsvorsitzende)

Von Anfang an hast du dich zur Internatsschule bekannt. Das bleibt mir im Gedächtnis.
(Gisela Buurman für das Internat Steinmühle)

Ich bin wirklich ergriffen. So viele liebe Worte. So schade, dass wir uns erst relativ spät näher kennengelernt haben.
(Christoph Aßmann, Leiter des Staatlichen Schulamtes in Marburg)

 

Zitate von Bernd Holly:

Ich habe einen grauenhaften Blues und gehe garantiert nicht freiwillig.

Wir diskutieren über Gendersternchen und Wölfe. Wir sollten uns andere Gedanken machen.

Achtet darauf, wer in euren Klassen die „Bestimmerkinder“ sind. Das ist entscheidend (an das Kollegium gerichtet, Bezug nehmend auf einen einst von seiner Tochter Michelle geprägten Begriff).

Zwei Große verlassen die Bühne. Zlatan Ibrahimovic und ich (selbstironisch, mit Bezug auf den Profi-Fußballer, der gerade seine Karriere beendete).

Eine gewisse Flauschokratie, manchmal etwas überbehütet (was Bernd Holly zu Beginn seiner Steinmühlenzeit vorfand).

Schulen und Kindergärten sollten die schönsten und bestausgestattetsten Gebäude sein. Nicht Banken.

Wir hatten bei 90 Prozent der Entscheidungen sofort eine Übereinstimmung. Den Rest haben wir vernünftig ausdiskutiert (Bernd Holly über seine Schulleiterfunktion in der Doppelspitze mit Björn Gemmer).

Er kann mit Pädagogik, er kann mit Zahlen, er kann mit Menschen. Dirk Konnertz als Geschäftsführer ist ein Glücksfall für die Steinmühle.

 

Ein ganz persönliches Rahmenprogramm: Lieblingsmusik und viele Fotos

Dirk Konnertz hatte die Gestaltung der Verabschiedung federführend organisiert – mit musikalischer Untermalung und persönlichen Akzenten, wie sie treffender nicht hätten sein können. Tenor Félix Müller, diesjähriger Steinmühlenabiturient, schickte zusammen mit Olaf Roth am Flügel dem Publikum die Ballade „Time To Say Goodbye“ unter die Haut. Einen der größten amerikanischen Erfolgshits, Frank Sinatras „My Way“, interpretierten Olaf Roth am Flügel und Tom Herfert am Saxophon als Untermalung einer Fotoshow über Bernd Holly. Dirk Konnertz präsentierte dabei eine beeindruckende Bilderauswahl aus dem Fundus des früheren Steinmühlenkollegen Dr. Jürgen Beier.

Damit das lange Sitzen für die rund 200 Anwesenden – darunter Familienangehörige von Bernd Holly, Weggefährten sowie frühere und aktuelle Kollegen – nicht zu beschwerlich wird, gab es eine Bewegungseinlage zum Mitmachen von Marcel Kalb, dem künftigen Schulsportleiter. Nach seinem Lieblingslied gefragt, hatte Bernd Holly unter anderem einmal „Imagine“ von John Lennon genannt. Und auch dieses wurde ihm als Überraschung präsentiert, gesungen von Anna Prokop, begleitet von Tom Herfert. Die Schülervertretung überreichte Bernd Holly einen Gutschein für ein wohltätiges Projekt seiner Wahl – in Kenntnis dessen, dass der scheidende Schulleiter stets für Charity-Projekte zu haben ist.

Dirk Konnertz bedankte sich bei Bernd Holly für die großartige Zeit mit dem Peter Gabriel-Song „Don’t give up“, der von Matthäus Otte und Anna Prokop gesungen sowie von Tom Herfert (Saxophon) und ihm selbst (Keyboard) instrumental begleitet wurde. Dem Kollegium gab der scheidende Schulleiter in dem Zusammenhang auf den Weg: „Bleibt zuversichtlich. Optimismus ist wichtig“.

14. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/MG_4414.jpg 613 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-14 18:59:422026-06-08 13:46:32„Du atmest Steinmühle“: Offizielle Verabschiedung von Schulleiter Bernd Holly in den Ruhestand

Familientag des Internats goes Lahnopening

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern, Leben im Internat

Bei strahlendem Sonnenschein und allerbester Sommerstimmmung fand am 17. Juni der Familientag des Internats auf dem Steinmühlengelände statt.

Aufgrund des fantastischen Juniwetters in diesem Jahr, legte die Internatsgemeinschaft den Familientag und das traditionelle Lahnopening spontan zusammen. Auf dem Lahngelände erwarteten die Internatsschüler:innen und ihre Gäste viele Highlights. Eine riesige Wasserrutsche sorgte für jede Menge Spaß. Das Beachvolleyball-Match bildete für aktive Spieler:innen und Zuschauer den sportlichen Höhepunkt. Abkühlung war jederzeit in der Lahn möglich. Für diejenigen die lieber auf der Lahn unterwegs sein wollten, standen Stand Up Paddle und Kanus bereit. An der Beach-Bar gab es Slush Ice, Homemade Ice-Tea und Obstsalat.

Elternlounge und DIY-Station

Im Innenhof der Steinmühle ging es etwas entspannter zu. Erstmalig gab es eine Elternlounge: „Wir wollten einen Raum schaffen, wo die Eltern miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen können“, erzählt Anke Muszynski, Internatsleiterin in der Steinmühle.

Direkt neben der Elternlounge ging es bei der DIY-Station (Do It Yourself) kreativ zu. Bunte Haarreifen und Blumen, silberne Anhänger und Kordeln luden zum Basteln ein. Vor allem die Glitzer-Tattoos kamen sehr gut an und zierten am Abend auch so manchen Elternarm.

Das köstliche Grillbuffet rundete den Familientag ab und wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt „Herzlichen Willkommen zum Familientag“!

 

13. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/IMG_1943-scaled-1-scaled.jpg 1127 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-13 11:51:202026-06-08 13:47:06Familientag des Internats goes Lahnopening

Die Steinmühle hat jetzt einen eigenen Wald – den Hollywood

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Kooperationen & Partnerschaften, Ökologie und Nachhaltigkeit

Hiermit ist die Steinmühle um eine weiteres Ökosystem reicher: Im Rahmen einer beeindruckenden Pflanzaktion wurde im Mai ein Mini-Wald angelegt. Das Pflanzverfahren nach der Miyawaki-Methode war schon außergewöhnlich, immerhin fanden 1200 verschiedene heimische Laubbäume und Sträucher auf einem Bereich von gerade mal 150 Quadratmetern Platz. Initiiert wurde das Projekt von Bernd Holly, der den Wald der Schule als Abschiedsgeschenk hinterlässt, bevor er nach seiner langen Laufbahn in den Ruhestand geht.
Über einen Zeitraum von zwei Tagen arbeiteten etwa 50 engagierte Helfer:innen zusammen, um die Vision eines blühenden Waldes Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei wurde eine große Vielfalt an Bäumen und Sträuchern eingepflanzt, darunter Eichen, Esskastanien, Hainbuchen und Holunder. Durch die Auswahl dieser Arten soll sichergestellt werden, dass der entstehende Wald eine reiche ökologische Vielfalt bietet, die heimischen Waldzonen gleichkommt.
Während der beiden Tage der Pflanzaktion konnten die helfenden Schüler:innen und Lehrer:innen den Gemeinschaftsgeist der Schule hautnah erleben. Neben dem Pflanzen bot sich Zeit für nette Unterhaltungen bei Radler, Kuchen und Pizza.
Die Pflanzaktion war ein voller Erfolg und hinterlässt nicht nur einen dauerhaften ökologischen Beitrag, sondern stärkt auch das Bewusstsein für den Umweltschutz in der Schule und der umliegenden Gemeinde. Der Miyawaki-Wald wird in den kommenden Jahren weiterwachsen und der Schulgemeinschaft eine grüne Oase und Anlass zur Erinnerung an ihren langjährigen Schulleiter bieten. Schon jetzt wird der kleine Wald liebevoll „Hollywood“ genannt.

12. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/05.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-12 11:14:362026-06-08 13:47:44Die Steinmühle hat jetzt einen eigenen Wald – den Hollywood

„Das ist der Abschied von einem Traum“

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Ein Interview mit Schulleiter Bernd Holly zum Antritt seines Ruhestandes: „Gespannt auf das Leben vor dem Poller“

Das Ende des Monats Juli 2023 rückt unaufhaltsam näher. Es ist das Datum auf der Urkunde des Kultusministers, das für Schulleiter Bernd Holly die Entlassung aus dem Schuldienst signalisiert. Altersgrenze erreicht. Pensionierung nach 22 Jahren Steinmühle, nach fast 40 Jahren in seinem Traumberuf Lehrer Und nun? Angela Heinemann sprach mit Bernd Holly über prägende Lebensabschnitte und seine aktuellen Gedanken.

 

Man traut es sich kaum zu fragen. Wie geht es dir momentan?

Holly: Es ist schon ein wenig schrecklich. Wer verlässt schon freiwillig so einen Ort? Es ist der Abschied von einem Traum. Momentan weiß ich ja eher, was ich verliere. Und habe so viele sehr emotionale Abschiede.

 

Bisher die hohe Arbeitsbelastung – jetzt Zeit zum Reisen und für die beiden Enkel. Ist das keine Perspektive?

Holly: Doch, und ob. Sie freuen sich darauf, dass der Opa bald öfter da ist. Ich finde auch die Vorstellung klasse, mit dem Wohnmobil durch Europa zu fahren. Oder auch mal nach Irland zu kommen. Ich habe einen irischen Großvater, daher auch mein Nachname. Aber ich bin ehrlich zu mir selbst: Von unendlichen Arbeitszeiten mit 60-Stunden-Woche runter auf Null ist schon besonders. Ich muss erst mal herausfinden, wie ich mich neu identifiziere. Nur über die Steinmühle, oder über meine eigene Person. Ich bin gespannt auf das Leben vor dem Poller.

 

Ruheständler fallen oft in ein Loch…

Holly: Das eher nicht. Ich habe ein wunderbares soziales Umfeld, eine tolle Familie, bin privilegiert bezüglich Mitmenschen. Ich hatte auch hochdotierte Jobangebote, die ich aber nicht annehme. Nur bei der Marburger Tafel werde ich ehrenamtlich arbeiten und ich werde Menschen animieren, Bäume zu pflanzen.

 

Man weiß, dass dir soziales Engagement während der Steinmühlenzeit wichtig war. Das bleibt also so?

Holly: Ich komme aus einfachsten Verhältnissen, aus einem kleinen Dorf im Westerwald. Mein Vater war Schrankenwärter, meine Mutter Näherin. Es waren wundervolle Eltern! In unserer fünfköpfigen Familie gab es kein Geld für Extras. Wenn ich Geld brauchte, mir etwas kaufen wollte, dann habe ich gejobbt. Als Hilfsarbeiter auf dem Bau, als Briefträger, als Industrietaucher. Letzteres war wirklich risikoreich, aber gut bezahlt.

 

Daher der Einsatz für sozial Schwache?

Holly: Der Begriff sozial Schwache ist falsch und abwertend. Die so etikettierten Menschen sind nicht sozial schwach, die haben nur kein Geld. Ich kenne einige Menschen, die sehr begütert sind, aber wirklich sozial schwach. Die Defizite liegen nicht im Portemonnaie, sondern woanders.

 

Und du hast wenig Probleme, das zu artikulieren? Soziale Kompetenz ist dir wichtig…

Holly: Ich war schon immer geradeaus, was meinen eigenen Lehrern nicht immer gepasst hat. Ich war zwar Einser-Schüler, bin aber oft angeeckt. Von der Abi-Feier wurde ich freigestellt und durfte die Schülerrede nicht halten, so wie es meine Klassenkameraden eigentlich gewollt hätten. Begründung der Schule: „Allgemeine Renitenz und Beharren auf der eigenen Meinung“.

 

Das wolltest du als Lehrer anders machen?

Holly: Tatsächlich wollte ich immer Lehrer werden. Wegen guter Vorbilder und wegen schlechter. Trotz Einser-Examen habe ich erst keine Stelle gefunden, bekanntermaßen ist die Arbeitssituation für Lehrer schon seit Jahrzehnten verrückt. Mal gibt es zu viele, mal zu wenige. Dann hat es geklappt.

 

Über Stationen in Frankfurt und Gießen kamst du an die Steinmühle…

Holly: Ich kam von der Willy-Brandt-Schule in Gießen. Das ist eine Berufsschule, teilweise Brennpunktschule. Ich war sehr schnell als jüngster Kollege Abteilungsleiter und „Vorgesetzter“ für mehr als 50 Kolleg:innen. Dort habe ich alle Facetten kennengelernt. Meine Bewerbung an der Steinmühle haben damals viele nicht verstanden, weil es so gar nicht zu passen schien. Da fielen schon mal Aussagen wie „Du bist doch sonst in Ordnung. Was willst du an dieser Schule?“

 

2001 war die Steinmühle in einer existenzbedrohenden Krise…

Holly: Die Schule hatte nur 445 Schüler, stand wirtschaftlich kritisch da und hatte aus verschiedenen Gründen einen sehr schlechten Ruf. Im Team haben wir damals geschafft, die Schule neu auszurichten und mit der Zeit zu einer begehrten Bildungsstätte zu machen. Diese Haltung mit den richtigen Personen an verschiedenen entscheidenden Stellen hat die Steinmühle zu dem gemacht, was sie heute ist. Es steckt viel Herzblut von mir drin.

 

Die Steinmühle steht heute auch vor Herausforderungen?

Holly: Die Steinmühle steht vor der Herausforderung, Steinmühlenlehrer:innen zu finden. Lehrer zu sein ist ein hochkomplexer Beruf, es muss mehr in die Beziehungsarbeit investiert werden. An der Steinmühle ist das noch einmal schwerer, weil von den Lehrkräften mehr Präsenz gefordert wird als an staatlichen Schulen. Präsenz in mehrerlei Hinsicht. Und wir haben keine Beamtenstellen. Dann gibt es noch die Macht der „asozialen“ Medien und eine Streitkultur, die gepflegt werden will. Aber die letzten beiden Punkte gelten für alle Schulen.

 

Und zu solch einer Zeit, da geht der Holly?

Holly: Naja, ich gehe ja nicht freiwillig. Und ich bin ja nicht tot. Ich werde Mitglied im Schulverein und bleibe am Ball.

 

So viele bedauern deinen Abschied und haben das auch kundgetan. Etwas hat dich besonders gerührt…

Holly: Zwei Mädchen aus der Grundschule bringen mir jeden Tag einen Apfel oder ein anderes Stück Obst. Sie wollen, dass ich gesund bleibe. Dass ich alt werde und wenigstens noch so lange bleibe, bis sie Abi machen. Erfüllen kann ich den zweiten Wunsch leider nicht…

 

12. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/MG_4392_b.jpg 1018 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-12 11:10:332026-06-08 13:48:24„Das ist der Abschied von einem Traum“

Die Turmwächter: Kurzweilige Lektüre und Beitrag zur Kulturgeschichte

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Kooperationen & Partnerschaften, Politik, Wirtschaft & Verantwortung

Am 1. September stellte Wilhelm „Willi“ Stehling sein neues Buch über »Die Marburger Turmwächter« an alter Wirkungsstätte vor. Der ehemalige Musik-, Sport- und Erdkunde-Lehrer der Steinmühle nahm die einhundert Gäste während seiner reich bebilderten Lesung mit in vergangene Zeiten und machte deutlich, dass die Turmwächter schon seit dem Mittelalter vom hohen Schlossturm herabschauten und über die Sicherheit der Stadt wachten. Sie warnten bei Tag und bei Nacht vor Feuer, vor Feinden und anderen Gefahren und kündigten mit Signalen alle Reisenden an, die sich der Stadt näherten. Zugleich galten die Turmwächter als fürstliche Schloss- und Stadtmusikanten über Jahrhunderte hinweg als die wichtigsten Repräsentanten der Instrumentalmusik. Die musikalischen Alleskönner spielten zu Hochzeiten, zum Tanz, zu kirchlichen und städtischen Anlässen sowie zu höfischen Gelegenheiten auf.

Willi Stehling führte dabei nicht nur in die komplexe Arbeitswelt von Wächtern und Musikanten ein. Insbesondere die Geschichten aus dem beruflichen und privaten Alltag der ein oder anderen schillernden Figur hatten höchsten Unterhaltungswert und verdeutlichten, dass Stehling mit seinem Buch nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Kulturgeschichte von Marburg gelungen ist, sondern auch eine kurzweilige Lektüre mit bisher unbekannten Einblicken in das musikalische und gesellschaftliche Leben der Stadt.

21. Oktober 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/10/Stehling-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-10-21 11:02:182026-06-08 14:04:51Die Turmwächter: Kurzweilige Lektüre und Beitrag zur Kulturgeschichte

Überaus gut besucht und perfekt organisiert: Nach zwei Jahren Pause lockte wieder das Herbstfest

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Endlich wieder ein Herbstfest! Mit mehr Gästen als vor der Pandemie feierten Schule und Internat Steinmühle am vergangenen Samstag ihr traditionelles Event. Die hervorragende Organisation von Frank Wemme, dem Leiter der Sekundarstufe I, sicherte Schülerinnen und Schülern an ihren Ständen und bei ihren Darbietungen in den Klassenräumen einen planmäßigen und reibungslosen Ablauf. Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von allen Aktivitäten. Ehemalige staunten, wie sehr sich „ihre Steinmühle“ doch im Laufe der letzten Jahre positiv verändert hat.

Die Steinmühle ist um einige Gebäude gewachsen, die Optik einheitlich und modern. Das Terrain ist weitläufiger geworden, was zur Folge hatte, dass sich die große Besucherzahl auf dem Gelände verteilte. Um das Wetter zum Herbstfest wurde im Vorfeld etwas gebangt, doch die Bedenken erwiesen sich als unbegründet. Die Herbstsonne lachte vom Himmel – als hätte sie gewusst, wie wichtig dieses Fest für die Steinmühlengemeinde ist.

Da gute Speisen und Getränke naturgemäß zu einem gelungenen und geselligen Fest gehören, lag dieser Part in bewährten Händen des Internats. Über Kaffee und Kuchen, Gegrilltes bis zur Weintheke gab es hier eine wohlschmeckende Vollversorgung. Ergänzt wurde dies durch den beliebten Aroma-Eiswagen auf dem Gelände, der wie in den vergangenen Jahren lange Schlangen vor seinem Fahrzeug verzeichnete. Die Einnahmen aus dem Verkauf werden regelmäßig gespendet.

Schon bald nach der Begrüßung durch Schulleiter Bernd Holly, der die Gäste zusammen mit Internatsleiterin Anke Muszynski und Nils Schwandt willkommen hieß, nahm das Bühnenprogramm seinen Lauf. Der Chor der Klassen 6 unterhielt das Publikum mit Musical-Songs, der Wahlunterricht Musical folgte im Programm. Sodann spielten die Band der Klassen 5, die StoneMill Houseband und das JazzEnsemble. Für Stimmung im Zelt sorgte ab 20 Uhr im Zelt DJ Veit.

Mehr als drei Dutzend Stände und Angebote waren über das Gelände und in einigen Klassenräumen verteilt und es ist sehr schwer, hier einzelne Angebote hervorzuheben. Ein Publikumsmagnet war wieder das „Chemikum mobil“ mit dem Wahlunterricht Forschen vor dem Bremerhaus. Der Versuch mit den „explodierenden“ bunten Bällen verliert einfach nicht an Attraktion! Großen Anklang fand der Chicken Run auf dem Sportplatz am Hessenhaus. Anliegen war hier eine Spendensammlung für Tansania, organisiert und durchgeführt von der Grundschule und ihrem Lehrer*innen-Team. Bei benachbarten Angeboten ging es ebenfalls um Bewegung, Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Auch der Reitverein Steinmühle lud zum Ponyreiten ein.

Eine der längsten Schlangen auf dem Gelände verzeichnete die „Geisterbahn  reloaded“ der 7b im Hessenhaus. Sich einmal so richtig gruseln – diese Vorstellung imponierte offensichtlich vielen jüngeren und älteren Gästen.

Während weitere Angebote Spiele, Spaß und Denkaufgaben bereithielten, gab es auch diejenigen Stände, die mit der Schule Steinmühle im engeren Sinne verflochten sind. Der Förderverein unter Vorsitz von Jasmine Weidenbach informierte über seine wichtige Arbeit und lud Herbstfestgäste, die noch kein Mitglied im Förderverein sind, zu einer Mitgliedschaft ein. Diese kann übrigens jederzeit aufgenommen werden! Einen Info-Stand für Interessent*innen der neuen Klassen 1 und 5 war gleich am Eingang am ersten Schirm platziert. Schulleiter Björn Gemmer und sein Team gaben hier Auskunft zu Fragen und hatten Führungen im Centrum 5&6 organisiert.

Im Hauptgebäude konnten sich die Besucherinnen und Besucher über das so wichtige Thema „Reanimation“ informieren. Hier stand der Anästhesist Markus Spies Rede und Antwort, gab Instruktionen zum Wiederbelebungsvorgang und ließ die Gäste an einer Dummy-Puppe selbst einmal Hand anlegen. „Es ist so einfach, zu helfen, jeder kann das,“ betonte er und bekräftigte das Anliegen der Aktion, den plötzlichen Herztod von Menschen zu verhindern.

Unter dieser Prämisse wurde die Aktion „Schüler retten Leben“ (www.schuelerrettenleben.de) durch den Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. initiiert. Bereits seit einigen Jahren gibt es alljährlich im Sommer an der Schule einen Kurs zum Thema – unter professioneller Anleitung. Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 wird die Wiederbelebung beigebracht. Die Steinmühle nimmt damit in Marburg in dieser Thematik eine Vorreiterrolle ein.

30. September 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/09/Titel.jpg 452 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-09-30 08:52:472026-06-08 14:06:50Überaus gut besucht und perfekt organisiert: Nach zwei Jahren Pause lockte wieder das Herbstfest

Herbstfest 2022

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern, Leben im Internat

 

Das Herbstfest: für die Schüler:innen der Steinmühle ein altbekanntes und beliebtes Fest seit Jahrzehnten. An diesem einen Tag im Jahr werden alle ehemaligen Schüler:innen der Schule und des Internats Steinmühle eingeladen, um in Erinnerungen zu schwelgen und von ihren weiteren Wegen zu berichten. „Wie schön war die Zeit im Internat“, hört man aus allen Ecken.

Am letzten Samstag im September war es dann endlich soweit, das Herbstfest konnte in gewohnter Form stattfinden. Seit 2019 gab es kein so großes Wiedersehen mit den ehemaligen Schüler:innen der Steinmühle.

Schon Wochen vorher bereiteten sich die Internatsschüler:innen auf dieses große Event vor. Es wurde alles bis ins letzte Detail geplant, denn hinter den Kulissen war noch viel zu erledigen. Die Organisation der Schüler:innen war großartig. Es wurden Rezepte herausgesucht, Zeiten zum Backen verplant und sich gegenseitig unterstützt. Selbstständig und mit voller Freude gaben sich die Schüler:innen ihren Backkünsten hin, sodass die tollsten und leckersten Kuchenvariationen entstanden. Der eigene Anspruch war es, nicht einfach die gleichen Rezepte mehrmals zu backen, sondern so viele Geschmäcker wie nur möglich zu bedienen und sich selbst kreativ auszutoben.

So kam es, dass Bremerhaus, Stammhaus, Mühle, Hessenhaus, Westfalenhaus und Biohaus nahezu hundert Kuchen backten.

Auch zum Aufbau halfen mehrere Schüler:innen freiwillig. Mit handwerklichen Geschick wurden die Hütten fleißig aufgebaut. Auf dem Herbstfest selbst hatten die Internatsschüler:innen ihre Aufgaben, es wurde Kuchen verkauft, gegrillt und Geschirr weggeräumt. Bis 18 Uhr erledigten alle Internatsschüler:innen diese Ämter, um allen Gästen einen schönen Tag zu bereiten. Ab 18 Uhr wurden dagegen alle zu Gästen und feierten gemeinsam das Herbstfest. Ehemalige und gegenwärtige Internatsschüler:innen trafen aufeinander und tauschten sich über das damalige und heutige Internatsleben aus.

Am Sonntagmittag trafen sich einige noch einmal im Speisesaal bei „SchniPoSa“ und erzählten von einem gelungenen Fest. Wir freuen uns jetzt schon auf das Herbstfest 2023.

28. September 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/09/MG_2332_1000px.jpg 441 1000 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2022-09-28 17:51:272026-06-08 14:07:12Herbstfest 2022

Verabschiedungen und Lob beim Sommerfest: „Applaus für alle, die Unwahrscheinliches leisten“

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Das Sommerfest des Lehrerkollegiums an jedem letzten Donnerstag vor den Sommerferien ist ein Wechselbad der Gefühle: Aufatmen, weil alle es wieder einmal geschafft haben. Aber auch nachdenklich werden, weil Lehrkräfte die Steinmühle verlassen.

Zunächst einmal ein dickes Lob: Auch bei diesem Event hat es wieder einmal fabelhaft geschmeckt! Man kann eines vorab als Resumee dieses Schuljahres ziehen: Wann immer die Internatsküche auf dem Gelände für das leibliche Wohl gesorgt hat – es war Spitze!

Unter diesen Voraussetzungen ließ sich das Schuljahresende prächtig einläuten. Wenngleich etwas Wehmut dabei war, als der Verabschiedungsreigen begann. Good Bye hieß es für Johanna Zuschlag, die ein halbes Jahr als Lehrkraft ausgeholfen hatte und die der Weg nun nach Schweden führt. Ein herzliches Dankeschön ging an Max Rubrecht, der – so die Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly – „nicht nur in seinen Fächern Sport und Mathe, sondern auch sonst für jede Aufgabe einsetzbar war“. Tschüß, vielen Dank und Lebewohl sagten die Anwesenden zu Jolanta Hilbert nach 8 Jahren im Reinigungsteam der Steinmühle.

Dass es kein Abschied für immer sein wird, dieser Hoffnung verliehen die Kolleginnen und Kollegen gegenüber Charlotte Stroh Ausdruck. Mathematik und Spanisch sind ihre Fächer, und für die nächsten 12 Monate wird Spanien auch ihr Aufenthaltsort sein.

Für Günter Eschenbrenner, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verabschiedungsfeier teilnehmen konnte, hatten die Kolleginnen und Kollegen eine besondere Abschiedszeremonie vorbereitet. Dem Lehrer für Griechisch und Latein mit der zusätzlichen Lehrerlaubnis für das Fach Ethik sangen die Anwesenden ein Ständchen unter Leitung von Daniel Sans und zeichneten dies auf: „Gaudeamus igitur“! Eine originelle Idee und ein Beitrag, mit dem alle die besten Genesungswünsche verbanden.

Außergewöhnlich viele und herzliche Abschiedswünsche, Beiträge und Präsente gab es für eine Lehrkraft, die nach 28 Jahren und drei Monaten die Steinmühle in Richtung Ruhestand verlässt: Jeannine Walter. Das Sprachen-Multitalent, Leiterin des Bereichs Sprachen und musische Fächer sowie Lehrerin für Englisch, Französisch und Italienisch wurde von Schul- und Geschäftsleitung, aber auch zahlreichen Kolleginnen und Kollegen mit Lob und Bekundungen des Respekts bedacht: Die Mutter zweier Kinder, die einst das Referendariat an der Steinmühle mit der Note 1,0 ablegte, hatte sich an der Steinmühle den Ruf einer Kämpferin erworben, der stets an Professionalität gelegen war. „Geachtet und gefürchtet“, stellte sie sich pädagogisch schweren Aufgaben, galt als anspruchsvoll, äußerst strukturiert, energisch und durchsetzungsfähig. Mit einem Augenzwinkern berichteten Kolleginnen und Kollegen von Jeannine Walters Spitznamen „Master of The Raster“ – alles sollte stets in einer nachvollziehbaren Ordnung sein. Viele erklärten, von Jeannine Walter eine Menge gelernt zu haben und schlossen letztlich, dass der Abschied ihnen das Herz schwer mache, mussten sie sich doch heute von einer nicht nur fähigen, sondern auch sehr herzlichen Kollegin verabschieden.

Jeannine Walter bedankte sich für die zahlreichen Präsente und das „Feuerwerk an Ideen, das zu ihrem Abschied gezündet worden sei“. Sie habe an der Steinmühle nicht nur selbst unglaublich viel gelernt, sondern auch eine enorme Kollegialität erfahren. Jeannine Walter: „Viele Freundschaften sind entstanden, die mein Leben bereichern.“

Am Ende des Abends dankte Schulgeschäftsführer Dirk Konnertz allen Anwesenden für ein bewegtes Jahr: „Applaus für alle, die Unwahrscheinliches leisten.“ Konnertz richtete diesen Gruß an das Sekretariat, an Till Buurman in seiner Doppelfunktion IT und Fotografie, an Cornelia Oestreicher-Gold für das „gewuppte Abitur“ sowie an Marcel Kalb, Lisa Ebinger und Lothar Potthoff für ihren Einsatz beim Sport und speziell beim Fußball für Mädchen. Ein Gruß ging auch in Richtung Internat, speziell an Geschäftsführer Thomas Hoffmann für die fruchtbare Zusammenarbeit. Das finale Lob des Abends erhielt der Leiter der Sekundarstufe I, Frank Wemme: „Ein Meister der Organisation“.

17. August 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/08/IMG_2365_a-scaled-1-scaled.jpg 549 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-08-17 10:45:232026-06-08 14:09:35Verabschiedungen und Lob beim Sommerfest: „Applaus für alle, die Unwahrscheinliches leisten“

Wir trauern um Dr. Norbert Röder!

Aktuelles, Ehemalige & Alumni
Dr. Norbert Röder arbeitete von 1976 bis 2004 als Lehrer für Chemie und Physik an der Steinmühle und war viele Jahre als Aufgabenfeldleiter Mitglied der erweiterten Schulleitung.
Er zeichnete sich durch seine freundschaftliche Verbundenheit mit dem Kollegium, der Schülerschaft und der Steinmühle aus und wurde wegen seiner Authentizität und Zugewandtheit sehr geschätzt. Dr. Norbert Röder war immer ein hilfsbereiter Organisator und ein kollegialer Kommunikator.
Er hat das Bild der Steinmühle über Jahrzehnte durch seine verständnisvolle und menschliche Art mitgeprägt. Wir danken ihm dafür herzlich und bewahren ihn in guter Erinnerung.
24. November 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/Roeder1.jpg 297 480 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-11-24 09:29:362026-06-10 21:00:28Wir trauern um Dr. Norbert Röder!
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