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Einschulung Klasse 1: Welcome, dear first graders!

Aktuelles, Bilinguale Grundschule, Feste & Feiern

Einschulung unter strahlendem Sonnenschein: Am Dienstag, 5. September, kamen 16 neue Grundschüler:innen der Steinmühle zusammen, um ihren Start in der Bilingualen Grundschule zu feiern.

Natürlich hatten die Mädchen und Jungen auch reichlich Unterstützung dabei. Egal ob Eltern, ältere oder jüngere Geschwister oder Großeltern: Das Forum der Steinmühle füllte sich rasch. Begrüßt wurden die neuen Schulkinder zunächst durch Janine Küster (Leiterin der Bilingualen Grundschule) und ihre Stellvertreterin Lori Herrmann: „Sie geben heute das Wertvollste, was Sie haben, in unsere Hände. Dieses Vertrauen wissen wir zu schätzen“, so Küster und Hermann, die die Begrüßung auf Deutsch und auf Englisch durchführten.

Bevor es aber an die Einteilung der Klassen ging, durften sich die Schüler:innen über ein buntes Programm der bereits bestehenden Flex-Klassen freuen. Dabei wurden Lieder auf Deutsch und auf Englisch vorgetragen, ganz im Stile der Bilingualen Grundschule. Egal ob „Die kleine Nachtmusik“ von Mozart oder „Supercalifragilisticexpialigetisch“ aus dem Mary Poppins-Musical: Die Schüler:innen der Grundschule begeisterten die neuen Mitschüler:innen mit energiegeladenen Musikstücken. Danach ging es an den langersehnten Teil des Programms: Mit der Einteilung auf die bereits bestehenden Flex-Klassen unter der Leitung von Maria Bick und Dr. Sebastian Verbeek (Flex a) sowie Katrin Weißenborn und Maria Gloerfeld (Flex b) starteten die 16 Schüler:innen nun offiziell in ihre Schulzeit. Jedes Schulkind durfte nach Aufrufen auf die Bühne und zum jeweiligen Lehrer:innen-Duo gehen. Unter Auszugsmusik ging es danach direkt in die Klassenräume und zur ersten Unterrichtsstunde.

Mit einer Präsentation von Bildern gewährten Janine Küster und Lori Herrmann den Eltern derweil noch einen kleinen Einblick in den Schulalltag der Bilingualen Grundschule und somit einen Einblick in das, was die eigenen Kinder in den kommenden Wochen und Monaten erwartet.

Natürlich wurde das ganze Programm fotografisch festgehalten, sodass nicht nur Schulranzen und Schultüte in Erinnerung bleiben, sondern auch der erste Schultag auf der Steinmühle mit verschiedenen Details.

27. September 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/09/IMG_9532-Verbessert-RR.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-09-27 14:01:512026-06-08 13:40:00Einschulung Klasse 1: Welcome, dear first graders!

Gemütlich beisammensitzen, aber auch Abschied nehmen: Das alljährliche Sommerfest des Kollegiums ist ein Wechselbad der Gefühle

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Der Stress fällt ab, nach einem langen Schuljahr stehen die Sommerferien bevor. Die Abendsonne taucht den Schulhof in ein stimmungsvolles Licht. Es duftet vom Grill, die Gläser klingen. Dem Schulverein Steinmühle ist das alljährliche Sommerfest am letzten Donnerstag vor den Sommerferien ein wichtiges Anliegen.

Damit alle Kolleginnen und Kollegen einen schönen Abend verbringen können, werden keine Kosten und Mühen gescheut und es wird aufgetischt. Die Verabschiedungen von Kolleginnen und Kollegen bilden den Wermutstropfen an diesem stimmungsvollen Abend. „Ohne die wäre es noch besser“ hört man hier und da. Wohlwissend: Es gehört zu diesem Fest eben auch, die Leistungen der Mitarbeiter:innen zu würdigen, die aus verschiedenen Gründen demnächst nicht mehr Teil des Steinmühlenteams sind.

Viele ehemalige Lehrkräfte sind an diesem Abend mit vor Ort. Alljährlich nutzen etliche von ihnen die Gelegenheit, einige Stunden mit den Kolleginnen und Kollegen zu verbringen, mit denen sie im Schulalltag zu tun hatten. An diesem Abend sind viele von ihnen auch wegen Bernd Holly hier, der in den Ruhestand tritt. Die Verabschiedungszeremonien für den Schulleiter laufen seit Anfang Juli im Loop und er bekennt in seiner lockeren Art: „Ich bin durch“.

Unter den weiteren Kolleginnen und Kollegen, die die Steinmühle verlassen, ist Bella Gnodte. Künftig arbeitet sie an der blista. „Eine kreative, engagierte und beliebte Kollegin“ bedauert die Steinmühle ihren Weggang. Auch Victoria Kaster unterrichtet künftig an einer anderen Grundschule, was die Kolleg:innen sehr schade finden. Janine Küster, die Leiterin der Bilingualen Grundschule Steinmühle, erwähnt Victoria Kasters „herzliche, liebevolle Art“ und einen Menschen, „der jede Herausforderung angenommen hat“. „Du warst eine echte Säule unserer Grundschule“, ergänzt Dr. Rainer Nietzke für den Betriebsrat. „Dass du gehst, ist echt bitter“.

In den hohen Norden, nach Hamburg, zieht es aus familiären Gründen Mathematik- und Physiklehrerin Julia Bernzen, geborene Riemenschneider. Im Frühjahr 2016 war sie als Referendarin zur Steinmühle gekommen und erhielt einen Anschlussvertrag. „Du warst da, wann immer Hilfe gebraucht wurde,“ erinnern sich die Kolleg:innen an die Zeit der beliebten Lehrerin, die in Gesprächen mit Eltern, Schülerinnen und Schülern und im Team gleichermaßen punktete. Julia Bernzen war einige Zeit Leiterin der Fachschaft Mathematik und unterrichtete das Fach sowohl an der Bilingualen Grundschule, als auch in der Sekundarstufe II. Die Kolleginnen und Kollegen schlossen: „Es war immer eine Freude mit dir“.

Nach diesen Würdigungen schien eine musikalische Einlage das Richtige zu sein. Ulrike Wilmsmeyer, Frank Wemme, Kristina Sokoli, Daniel Sans und Anna Prokop stimmten einen Verabschiedungskanon an.

Dann war Mathematik- und Informatiklehrer Eberhard Wieth an der Reihe. Wie Bernd Holly verlässt auch er die Steinmühle in Richtung Ruhestand. Hervorgehoben wurde von Schulleiter Björn Gemmer unter anderem sein Engagement rund um die StoneApp, die Eberhard Wieth im Informatik-Unterricht als „Schülerpaket“ initiiert hatte. Es fielen charakterisierende Worte über den scheidenen Lehrer wie „Gute-Laune-Bär“, aber auch Erinnerungen daran, wie für Eberhard Wieth an der Steinmühle alles begann. „Ich war deine Mentorin“, blickte Oberstufenleiterin Constanze Oestreicher-Gold schmunzelnd zurück.

 

Schauspieler David Bennent feierte mit der Steinmühle

Zwischen Ansprachen, Darbietungen und Buffet der Internatsküche begrüßte Schulgeschäftsführer Dirk Konnertz noch einen ganz besonderen Gast, nämlich David Bennent. Der Profi-Schauspieler, seinerzeit bekanntgeworden durch seine Rolle im Film „Die Blechtrommel“, war zum zweiten Mal als Instruktor eines Workshops von Ines Vielhaben an der Steinmühle und feierte mit dem Steinmühlenkollegium.

Abermals gab es anschließend Musik. Kristina Sokoli, Anna Prokop, Daniel Sans und Frank Wemme brachten mit Stimme und Instrument ihre Wertschätzung für die scheidenden Kolleg:innen zum Ausdruck und bekundeten musikalisch „We will miss you“. Als neues Schulleitungsmitglied spielte Tobias Karlein den Ball sodann noch einmal in Richtung Bernd Holly: „In dem vergangenen halben Jahr warst du mir Vorbild in deiner gesamten Art, und wir sind fast Freunde geworden.“

Der scheidende Schulleiter bekannte: „Es ist schwierig, wenn du dauernd standing ovations bekommst“. Der Abschied war ihm nicht leichtgefallen. „Time to Say Goodbye“ stimmte Tenor Felix Müller an, Steinmühlenabiturient dieses Sommers und künftiger Schüler des Salzburger Mozarteums. Dass die Steinmühle nicht nur Preise für naturwissenschaftliche Leistungen, mathematische Wettbewerbe, sportliche Erfolge oder Lesekompetenzen erzielt, sondern auch solche Absolventen hervorbringt, die auf einer führenden Universität für Musik, Theater und Bildende Kunst einen Platz finden, das zeigt einmal mehr, wie breit aufgestellt sie ist.

31. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/MG_5253_b.jpg 825 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-31 21:58:422026-06-08 13:41:15Gemütlich beisammensitzen, aber auch Abschied nehmen: Das alljährliche Sommerfest des Kollegiums ist ein Wechselbad der Gefühle

RuS-Sommerfest: Inklusives Wassersportzentrum Steinmühle eröffnet

Aktuelles, Feste & Feiern, Rudern, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Hessisches Fernsehen machte Interviews und filmte unseren Inklusionsachter

Ein sichtbares Zeichen unserer Kooperation zwischen Steinmühle und der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) setzten wir kurz vor Ferienbeginn durch die offizielle Eröffnung des inklusiven Wassersportzentrums Steinmühle: Im Achter „Blind Date“ ruderte beim Sommerfest unseres Vereins ein Team aus sehbehinderten und sehenden Sportler:innen unter dem Applaus aller Besucher:innen, während ein Team des Hessischen Rundfunks das Event live in der Hessenschau übertrug.

Hessenschaureporter Robert Hübner und sein Team waren schon früh am Bootshaus, um an diesem Montag vor Ferienbeginn alles vorzubereiten: Die Interviews mit dem Olympiasieger im Achter, Filip Adamski, mit Para-Ruderer Moritz Hagen und mit Martin „Stromi“ Strohmenger, Erfolgstrainer und Ruderlehrer der Steinmühle. Schon lange arbeiten blista und Steinmühle integrativ zusammen, nun ist die Kooperation auch nach außen sichtbar. Gegenüber dem Steinmühlenbootshaus weist am Steg ein Schild auf das inklusive Wassersportzentrum hin. Dort sind auch Menschen mit anderen körperlichen Einschränkungen willkommen, solange diese das Rudern zulassen.

 

Aktive Eingliederung

Wie Sehbehinderung und Rudern vereinbar sind, das zeigte beim Sommerfest eindrucksvoll Para-Ruderer Moritz Hagen. Es gehe viel um Körperbeherrschung, berichtete er dem Reporter, und er freue sich, als behinderter Sportler aktiv eingegliedert zu sein.

Moritz Hagen hat zusammen mit dem ebenfalls sehbehinderten Ruderer Björn Eckert rund ein Jahr intensives Trainig absolviert. Bei beiden ist viel Ehrgeiz im Spiel.

Zum Event am Steinmühlenbootshaus, durch dessen Programm RuS-Vorsitzender Aron Stürmer und der scheidende Schulleiter Bernd Holly führten, war einige Ruderprominenz erschienen. Neben Olympiasieger Adamski kamen auch der ehemalige Weltmeister im Doppelzweier, Stephan Krüger, der aktuelle Steinmühlen-Hoffnungsträger Marc Weber sowie der aus Gisselberg stammende Lucas Schäfer, Olympia-Teilnehmer 2016 und Halter des Ergometer-Weltrekordes über 6.000 Meter, der in der Steinmühle erzielt worden war. Auch die Steinmühlenschüler Maxim Dyck, Maurits Juhre und Lennart Holly waren vor Ort. Die Athleten rudern inzwischen in der Bundesliga. Gefreut haben wir uns auch darüber, dass zu unserem Event Vertreter:innen des öffentlichen Lebens erschienen waren, so zum Beispiel der Erste Kreisbeigeordnete Maria Zachow sowie der Cappeler Ortsvorsteher Peter Hesse.

 

Hohe Investitionen

„Wir verstehen uns als Teil der Stadtgesellschaft“, erklärte Egon Vaupel, Vorsitzender des Schulvereins Steinmühle, in seiner Ansprache, was sich auf die Steinmühle, das Rudern an der Steinmühle und die Gründung des inklusiven Wassersportzentrums gleichermaßen bezog. Den früheren Vorstandsvorsitzenden der blista und heutigen Schatzmeister des RuS Steinmühle, Claus Duncker, bezeichnete Vaupel als „einen der Geburtshelfer dieser tragfähigen Kooperation“. Allein der Schulverein Steinmühle habe in das Projekt bis dato eine halbe Million Euro investiert. Das Projekt könne aktuell samt Infrastruktur und personeller Ressourcen von beiden Einrichtungen gleichermaßen genutzt werden. Mit der blista und ihrem neuen Vorstandsvorsitzenden Patrick Temmesfeld stehe die Steinmühle in kooperativem Austausch.

 

Michael Neirich koordiniert

Was das Rudern angeht, so schaut die Steinmühle rundherum positiv in die Zukunft. Aus Internat und Schule gibt es weitere Top-Ruderer im Team und auch solche, die das Rudern (neu) entdeckt haben. Mit der Koordination im Ruderbereich hat Steinmühlen-Sportlehrer Michael Neirich ein Ressort fest übernommen.

Angesichts dieser Strukturen blicken RuS-Vorsitzender Aron Stürmer, 2. Vorsitzender und Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer und Schulgeschäftsführer Dirk Konnertz zufrieden auf das Sommerfest zurück und positiv gestimmt in die Ruder-Zukunft der Steinmühle. Die Sportart ist und bleibt ein wichtiges Segment für Schule und Internat.

Link zum Beitrag der Hessenschau:

https://www.ardmediathek.de/video/hessenschau/inklusives-wassersportzentrum-eroeffnet/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8yMDc0MTQ

       

31. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/MG_5118_b.jpg 481 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-31 21:51:072026-06-08 13:41:53RuS-Sommerfest: Inklusives Wassersportzentrum Steinmühle eröffnet

Abitur 2023: Zeit vergeht schnell, wenn sie erfüllend ist

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Abitur-Feierlichkeiten 2023: Nutzungspremiere für die sanierte Sporthalle

Ein stolzer Jahrgang verlässt die Steinmühle: Stolz auf die beste Abiturnote in den eigenen Reihen seit Bestehen der Steinmühle, stolz auf ihren sozialen Zusammenhalt, stolz auf den Mitschüler mit „frischer“ Zusage für das Mozarteum in Salzburg, stolz auf den Sozialpreis einer Mitschülerin für so viel ehrenamtliches Engagement, dass man sich fragt, wann Zeit für Schule war.  Stolz können die Absolventinnen und Absolventen auch darauf sein, dass sie den Abend als erster Jahrgang seit langem in eigenen vier Wänden feierten, nämlich in der sanierten Sporthalle. Eine ganz besondere Verbindung hat der Abi-Jahrgang aber zu Schulleiter Bernd Holly. Sie und er verlassen die Steinmühle für immer. Die jungen Leute gehen hinaus ins Leben, Bernd Holly in den Ruhestand. Der Lauf der Zeit.

Was ist Zeit? Das hatte Björn Gemmer, der verbleibende Teil der bisherigen Schulleiter-Doppelspitze, bei der Abiturverabschiedung zum Thema seiner Rede gemacht. Überraschend und rührend für das Auditorium begann er sie mit der ersten Strophe und dem Refrain des 44 Jahre alten Udo Jürgens-Chansons „1000 Jahre sind ein Tag“, um letztlich festzustellen, wie gut ein solch altes Lied von seinem Inhalt her noch immer in die heutige Zeit, aber genauso zur Schullaufbahn der Absolvent:innen passt.

Der Schulleiter lobte seine Kolleginnen und Kolleginnen für das Entfachen der Neugier bei den Schülerinnen und Schülern bereits seit Unter- und Mittelstufe für die verschiedensten Inhalte, die fächerübergreifend nicht selten das Thema Zeit zum Inhalt hatten, sei es das Zeitprojekt in Klasse 6 oder später die Einordnung in die Epochen im Geschichts- oder Kunstunterricht gewesen.

Das Geheimnis des individuellen Zeitempfindens liege nach philosophischen Theorien in der Antwort auf die Frage, wie erfüllend eine Phase sei – und rasch war die Antwort gefunden, warum die neun Jahre einfach so schnell vorübergezogen seien: „Weil sie so erfüllend waren“.

Im Rahmen des Vormittagsprogramms, der Schüler:innen-Rede von Paul Martin und Linda Hübl, gespickt mit musikalischen Beiträgen, kam es zur Übergabe der Zeugnisse nach Tutorien mit kurzer Ansprache der Tutor:innen und zur Verleihung der Preise. Welch ein Fest!

Klar, dass diese Ergebnisse und die individuellen Erfolge, die jede:r für sich selbst definierte, gefeiert werden mussten. Der Abend wurde an diesem heißen Sommertag in der sanierten Sporthalle so luftig wie möglich begangen: Türen auf für einen kleinen Windzug, das Buffet draußen im Pavillon – mit einer schmackhaften Speisenauswahl zum Staunen. Was für ein tolles Küchenteam, die Crew des Internats! Das entzerrte Programm mit der Würdigung aller Tutorinnen und Tutoren durch die Absolvent:innen bot zwischendurch Raum für Pausen, für Gespräche an Tischen und in Grüppchen auf dem Gelände und zum Durchatmen, wenn manche Ansprachen und die darin ausgedrückte Wertschätzung wirklich ans Herz gingen.

Es ist kaum möglich, allen Vortragenden, Ehrenden und Geehrten in einem Beitrag den gebührenden Raum zu geben. Bilanzieren lässt sich aber, dass die Abifeier einen würdigen Rahmen hatte. So war die Premiere gelungen, diesen wichtigen Tag statt im Zelt oder teuer gemieteten Hallen in der sanierten Sporthalle durchzuführen. Schulgeschäftsführer Dirk Konnertz: „Wir planen für diese Halle ein passendes Nutzungskonzept, das auch weitere Veranstaltungen möglich macht“.

31. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/IMG_7913-Verbessert-RR.jpg 800 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-31 18:59:132026-06-08 13:44:08Abitur 2023: Zeit vergeht schnell, wenn sie erfüllend ist

Sehr positive Resonanz auf den spanischen Tag

Aktuelles, Feste & Feiern, Sprachen & Internationalität

Als Trost für den ausgefallenen Spanisch-Austausch haben die Spanisch-Lehrerinnen Mar Montenegro, Laura Cubillas und María Ramos mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 a, b, und c, die Spanisch lernen, einen spanischen Tag gefeiert. Dabei unternahm das Team eine Schnitzeljagd auf Spanisch durch das Marburger Kunstmuseum.

Bei dieser Gelegenheit sollten die Schüler:innen durch eine kolumbianische Kunsthistorikerin über die regionale Kunst Kolumbiens und deren Entwicklung in den letzten Jahrhunderten informiert werden und praktisch selbst in Dialog mit denjenigen Kunstwerken des Museums treten, die sie an diesem Tag besonders fokussiert hatten. Zum Abschluss dieser Exkursion hat die Gruppe im alten botanischen Garten gepicknickt.
María Ramos zog ein erfreuliches Fazit dieses Tages: „Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler war so positiv, dass wir überlegen, die Exkursion künftig im Curriculum der Fachschaft zu etablieren.“

22. August 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/08/04-scaled.jpg 1125 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-08-22 11:29:282026-06-08 13:44:43Sehr positive Resonanz auf den spanischen Tag

„Du atmest Steinmühle“: Offizielle Verabschiedung von Schulleiter Bernd Holly in den Ruhestand

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Dort, wo sonst die aufmunternden Abi-Transparente hängen, am Eingang des Forums, dort ist an diesem Juli-Dienstag nur ein einziges großes Plakat zu sehen. „Bernd, du schaffst das! Deine Freunde“. Die Freunde und die meisten, die den scheidenden Schulleiter kennen – sie alle wissen: Gefreut hat sich Bernd Holly auf diesen Tag nicht. Nach 22 Jahren Steinmühle und im Alter von 66 Jahren hat das Hessische Beamtenrecht wegen Erreichens der Altersgrenze den Schlusspunkt unter die Tätigkeit des Pädagogen, des Organisators und vor allem des Menschenfreundes Bernd Holly gesetzt.

Es war keine Verabschiedung wie jede andere, diese Veranstaltung, die um 16 Uhr begonnen hatte. Noch fünf Stunden später standen die letzten Gäste im Foyer und vor der Tür, Gläser und Häppchen in der Hand und im Gespräch: Mit anderen Anwesenden, mit Bernd Holly selbst. Zu diesem Zeitpunkt war der emotionalste Teil des Spätnachmittags überstanden, die Taschentücher mehr oder weniger verstaut. Es war geschafft, auch für Bernd Holly.

Ein Lehrer geht – ein Schulleiter. Na und, könnte man sagen, das kommt vor. Es waren die Namen auf der Gästeliste und es waren vor allem die tiefgehenden Worte der zahlreichen Rednerinnen und Redner, die zu erkennen gaben: Hier verlässt ein besonderer Mensch die Steinmühle. Sogar nicht die sonstige Wortakrobatik, wenn es darum geht, das Wirken eines Menschen besonders wichtig und schillernd aussehen zu lassen. Sogar nicht die üblichen Floskeln, sogar keine letztlich farblose Vita wie so oft, mit wenig zum Merken, Lachen oder Wiedererzählen.

Ein gutes Arbeitszeugnis, so heißt es, beschreibt einfach, was jemand gemacht hat. Müsste man Bernd Hollys Wirken in solch wenige Worte fassen, so gäbe die folgende Formulierung wohl die Essenz wieder: Es geht ein ausgezeichneter Kommunikator, für den Sozialkompetenz wichtiger war als Noten, der Botschaften auch in schwierigen Situationen deutlich vermittelt hat. Es geht eine respektierte Autoritätsperson mit immer offenem Ohr für die Nöte der Schulgemeinde. Es geht ein „Schülerversteher“.

Für Bernd Holly ging es darum, Schülerinnen und Schülern mögliche Ängste zu nehmen, in einer immer komplizierteren Welt und ihnen eine Perspektive zu geben. Die Vorbildfunktion war ihm wichtig, dabei authentisch zu sein eine Selbstverständlichkeit, für die er nicht schauspielern musste.

Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Gegebenheiten im Leben des Bernd Holly nicht immer komfortabel waren. Noch heute dankt er seinem früheren Grundschullehrer, dass dieser ihn fürs Gymnasium vorschlug – damals die Ausnahme für ein Arbeiterkind.

Die Steinmühle fand der Deutsch-, Politik- und Sportlehrer Bernd Holly vor 22 Jahren nicht als den Ort vor, der er heute ist. Dass er die Veränderungen mitgestalten durfte, dafür ist er dankbar und auch für die vielen Schülerinnen und Schüler, die er begleiten durfte. Was er besonders vermissen wird, das weiß er jetzt schon: „Dieses wunderbare Kollegium. Hier werden neue Biographien ermöglicht“.

Mit dem Lehrerberuf verbindet Bernd Holly entscheidende Aufgaben für Schule und Gesellschaft. Genau dafür stand er auch.
(Egon Vaupel, Vorsitzender Schulverein Steinmühle e.V.)

Dass er bereit war, sich mit mir, einem damals 34jährigen, zur Wahl für die Doppelspitze zu stellen, dafür danke ich Bernd. Er ist eine komplette Symbiose mit der Steinmühle eingegangen und meldete sich am Telefon immer mit „Holly von der Steinmühle“ – egal, wo er angerufen hat, beim Schulamt, bei Eltern oder beim toom.
(Björn Gemmer, Schulleiter)

Er hat immer den Menschen im Vordergrund gesehen und hat damit die Steinmühle geprägt.
(Rainer Nietzke für den Betriebsrat)

Schule soll ein Ort sein, an den Kinder gerne gehen. Das hat Bernd Holly erreicht.
(Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Stadt Marburg)

Bernd Holly hat immer ein nettes Wort, ist ein nahbarer Mensch, war immer erreichbar und ansprechbar.
(Nadine Bernshausen, Bürgermeisterin und Schuldezernentin der Stadt Marburg)

Er war liebevoll-energisch, zugreifend und mit einer konsequenten Haltung in Stresssituationen.
(Brigitte Kettner, ehemalige Schulleiterin der Steinmühle)

Zwischen uns passte kein Blatt Papier, trotz oft gegensätzlicher Positionen. Unsere Zusammenarbeit war legendär. Er war ein Weltmeister der Stundenpläne, hat sich mal eingeschlossen, um erst dann wieder herauszukommen, als er fertig war. Danke, Bernd.
(Ulrich Schmermund, ehemaliger Schulleiter der Steinmühle)

Einfach ein feiner Kerl, mit Menschlichkeit, Kraft und Mut.
(Matthias Bosse, Schulleiter der Alfred Wegener Schule, Kirchhain)

Er hat auf eine gute Schulatmosphäre geachtet.
(Joela Schwing, Julia Fischer und Eren Pektas für die SV)

Du bist eine Legende. Du atmest Steinmühle.
(Dr. Claudia Schmölz, Schulelternbeiratsvorsitzende)

Von Anfang an hast du dich zur Internatsschule bekannt. Das bleibt mir im Gedächtnis.
(Gisela Buurman für das Internat Steinmühle)

Ich bin wirklich ergriffen. So viele liebe Worte. So schade, dass wir uns erst relativ spät näher kennengelernt haben.
(Christoph Aßmann, Leiter des Staatlichen Schulamtes in Marburg)

 

Zitate von Bernd Holly:

Ich habe einen grauenhaften Blues und gehe garantiert nicht freiwillig.

Wir diskutieren über Gendersternchen und Wölfe. Wir sollten uns andere Gedanken machen.

Achtet darauf, wer in euren Klassen die „Bestimmerkinder“ sind. Das ist entscheidend (an das Kollegium gerichtet, Bezug nehmend auf einen einst von seiner Tochter Michelle geprägten Begriff).

Zwei Große verlassen die Bühne. Zlatan Ibrahimovic und ich (selbstironisch, mit Bezug auf den Profi-Fußballer, der gerade seine Karriere beendete).

Eine gewisse Flauschokratie, manchmal etwas überbehütet (was Bernd Holly zu Beginn seiner Steinmühlenzeit vorfand).

Schulen und Kindergärten sollten die schönsten und bestausgestattetsten Gebäude sein. Nicht Banken.

Wir hatten bei 90 Prozent der Entscheidungen sofort eine Übereinstimmung. Den Rest haben wir vernünftig ausdiskutiert (Bernd Holly über seine Schulleiterfunktion in der Doppelspitze mit Björn Gemmer).

Er kann mit Pädagogik, er kann mit Zahlen, er kann mit Menschen. Dirk Konnertz als Geschäftsführer ist ein Glücksfall für die Steinmühle.

 

Ein ganz persönliches Rahmenprogramm: Lieblingsmusik und viele Fotos

Dirk Konnertz hatte die Gestaltung der Verabschiedung federführend organisiert – mit musikalischer Untermalung und persönlichen Akzenten, wie sie treffender nicht hätten sein können. Tenor Félix Müller, diesjähriger Steinmühlenabiturient, schickte zusammen mit Olaf Roth am Flügel dem Publikum die Ballade „Time To Say Goodbye“ unter die Haut. Einen der größten amerikanischen Erfolgshits, Frank Sinatras „My Way“, interpretierten Olaf Roth am Flügel und Tom Herfert am Saxophon als Untermalung einer Fotoshow über Bernd Holly. Dirk Konnertz präsentierte dabei eine beeindruckende Bilderauswahl aus dem Fundus des früheren Steinmühlenkollegen Dr. Jürgen Beier.

Damit das lange Sitzen für die rund 200 Anwesenden – darunter Familienangehörige von Bernd Holly, Weggefährten sowie frühere und aktuelle Kollegen – nicht zu beschwerlich wird, gab es eine Bewegungseinlage zum Mitmachen von Marcel Kalb, dem künftigen Schulsportleiter. Nach seinem Lieblingslied gefragt, hatte Bernd Holly unter anderem einmal „Imagine“ von John Lennon genannt. Und auch dieses wurde ihm als Überraschung präsentiert, gesungen von Anna Prokop, begleitet von Tom Herfert. Die Schülervertretung überreichte Bernd Holly einen Gutschein für ein wohltätiges Projekt seiner Wahl – in Kenntnis dessen, dass der scheidende Schulleiter stets für Charity-Projekte zu haben ist.

Dirk Konnertz bedankte sich bei Bernd Holly für die großartige Zeit mit dem Peter Gabriel-Song „Don’t give up“, der von Matthäus Otte und Anna Prokop gesungen sowie von Tom Herfert (Saxophon) und ihm selbst (Keyboard) instrumental begleitet wurde. Dem Kollegium gab der scheidende Schulleiter in dem Zusammenhang auf den Weg: „Bleibt zuversichtlich. Optimismus ist wichtig“.

14. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/MG_4414.jpg 613 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-14 18:59:422026-06-08 13:46:32„Du atmest Steinmühle“: Offizielle Verabschiedung von Schulleiter Bernd Holly in den Ruhestand

Familientag des Internats goes Lahnopening

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern, Leben im Internat

Bei strahlendem Sonnenschein und allerbester Sommerstimmmung fand am 17. Juni der Familientag des Internats auf dem Steinmühlengelände statt.

Aufgrund des fantastischen Juniwetters in diesem Jahr, legte die Internatsgemeinschaft den Familientag und das traditionelle Lahnopening spontan zusammen. Auf dem Lahngelände erwarteten die Internatsschüler:innen und ihre Gäste viele Highlights. Eine riesige Wasserrutsche sorgte für jede Menge Spaß. Das Beachvolleyball-Match bildete für aktive Spieler:innen und Zuschauer den sportlichen Höhepunkt. Abkühlung war jederzeit in der Lahn möglich. Für diejenigen die lieber auf der Lahn unterwegs sein wollten, standen Stand Up Paddle und Kanus bereit. An der Beach-Bar gab es Slush Ice, Homemade Ice-Tea und Obstsalat.

Elternlounge und DIY-Station

Im Innenhof der Steinmühle ging es etwas entspannter zu. Erstmalig gab es eine Elternlounge: „Wir wollten einen Raum schaffen, wo die Eltern miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen können“, erzählt Anke Muszynski, Internatsleiterin in der Steinmühle.

Direkt neben der Elternlounge ging es bei der DIY-Station (Do It Yourself) kreativ zu. Bunte Haarreifen und Blumen, silberne Anhänger und Kordeln luden zum Basteln ein. Vor allem die Glitzer-Tattoos kamen sehr gut an und zierten am Abend auch so manchen Elternarm.

Das köstliche Grillbuffet rundete den Familientag ab und wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt „Herzlichen Willkommen zum Familientag“!

 

13. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/IMG_1943-scaled-1-scaled.jpg 1127 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-13 11:51:202026-06-08 13:47:06Familientag des Internats goes Lahnopening

„Das ist der Abschied von einem Traum“

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Ein Interview mit Schulleiter Bernd Holly zum Antritt seines Ruhestandes: „Gespannt auf das Leben vor dem Poller“

Das Ende des Monats Juli 2023 rückt unaufhaltsam näher. Es ist das Datum auf der Urkunde des Kultusministers, das für Schulleiter Bernd Holly die Entlassung aus dem Schuldienst signalisiert. Altersgrenze erreicht. Pensionierung nach 22 Jahren Steinmühle, nach fast 40 Jahren in seinem Traumberuf Lehrer Und nun? Angela Heinemann sprach mit Bernd Holly über prägende Lebensabschnitte und seine aktuellen Gedanken.

 

Man traut es sich kaum zu fragen. Wie geht es dir momentan?

Holly: Es ist schon ein wenig schrecklich. Wer verlässt schon freiwillig so einen Ort? Es ist der Abschied von einem Traum. Momentan weiß ich ja eher, was ich verliere. Und habe so viele sehr emotionale Abschiede.

 

Bisher die hohe Arbeitsbelastung – jetzt Zeit zum Reisen und für die beiden Enkel. Ist das keine Perspektive?

Holly: Doch, und ob. Sie freuen sich darauf, dass der Opa bald öfter da ist. Ich finde auch die Vorstellung klasse, mit dem Wohnmobil durch Europa zu fahren. Oder auch mal nach Irland zu kommen. Ich habe einen irischen Großvater, daher auch mein Nachname. Aber ich bin ehrlich zu mir selbst: Von unendlichen Arbeitszeiten mit 60-Stunden-Woche runter auf Null ist schon besonders. Ich muss erst mal herausfinden, wie ich mich neu identifiziere. Nur über die Steinmühle, oder über meine eigene Person. Ich bin gespannt auf das Leben vor dem Poller.

 

Ruheständler fallen oft in ein Loch…

Holly: Das eher nicht. Ich habe ein wunderbares soziales Umfeld, eine tolle Familie, bin privilegiert bezüglich Mitmenschen. Ich hatte auch hochdotierte Jobangebote, die ich aber nicht annehme. Nur bei der Marburger Tafel werde ich ehrenamtlich arbeiten und ich werde Menschen animieren, Bäume zu pflanzen.

 

Man weiß, dass dir soziales Engagement während der Steinmühlenzeit wichtig war. Das bleibt also so?

Holly: Ich komme aus einfachsten Verhältnissen, aus einem kleinen Dorf im Westerwald. Mein Vater war Schrankenwärter, meine Mutter Näherin. Es waren wundervolle Eltern! In unserer fünfköpfigen Familie gab es kein Geld für Extras. Wenn ich Geld brauchte, mir etwas kaufen wollte, dann habe ich gejobbt. Als Hilfsarbeiter auf dem Bau, als Briefträger, als Industrietaucher. Letzteres war wirklich risikoreich, aber gut bezahlt.

 

Daher der Einsatz für sozial Schwache?

Holly: Der Begriff sozial Schwache ist falsch und abwertend. Die so etikettierten Menschen sind nicht sozial schwach, die haben nur kein Geld. Ich kenne einige Menschen, die sehr begütert sind, aber wirklich sozial schwach. Die Defizite liegen nicht im Portemonnaie, sondern woanders.

 

Und du hast wenig Probleme, das zu artikulieren? Soziale Kompetenz ist dir wichtig…

Holly: Ich war schon immer geradeaus, was meinen eigenen Lehrern nicht immer gepasst hat. Ich war zwar Einser-Schüler, bin aber oft angeeckt. Von der Abi-Feier wurde ich freigestellt und durfte die Schülerrede nicht halten, so wie es meine Klassenkameraden eigentlich gewollt hätten. Begründung der Schule: „Allgemeine Renitenz und Beharren auf der eigenen Meinung“.

 

Das wolltest du als Lehrer anders machen?

Holly: Tatsächlich wollte ich immer Lehrer werden. Wegen guter Vorbilder und wegen schlechter. Trotz Einser-Examen habe ich erst keine Stelle gefunden, bekanntermaßen ist die Arbeitssituation für Lehrer schon seit Jahrzehnten verrückt. Mal gibt es zu viele, mal zu wenige. Dann hat es geklappt.

 

Über Stationen in Frankfurt und Gießen kamst du an die Steinmühle…

Holly: Ich kam von der Willy-Brandt-Schule in Gießen. Das ist eine Berufsschule, teilweise Brennpunktschule. Ich war sehr schnell als jüngster Kollege Abteilungsleiter und „Vorgesetzter“ für mehr als 50 Kolleg:innen. Dort habe ich alle Facetten kennengelernt. Meine Bewerbung an der Steinmühle haben damals viele nicht verstanden, weil es so gar nicht zu passen schien. Da fielen schon mal Aussagen wie „Du bist doch sonst in Ordnung. Was willst du an dieser Schule?“

 

2001 war die Steinmühle in einer existenzbedrohenden Krise…

Holly: Die Schule hatte nur 445 Schüler, stand wirtschaftlich kritisch da und hatte aus verschiedenen Gründen einen sehr schlechten Ruf. Im Team haben wir damals geschafft, die Schule neu auszurichten und mit der Zeit zu einer begehrten Bildungsstätte zu machen. Diese Haltung mit den richtigen Personen an verschiedenen entscheidenden Stellen hat die Steinmühle zu dem gemacht, was sie heute ist. Es steckt viel Herzblut von mir drin.

 

Die Steinmühle steht heute auch vor Herausforderungen?

Holly: Die Steinmühle steht vor der Herausforderung, Steinmühlenlehrer:innen zu finden. Lehrer zu sein ist ein hochkomplexer Beruf, es muss mehr in die Beziehungsarbeit investiert werden. An der Steinmühle ist das noch einmal schwerer, weil von den Lehrkräften mehr Präsenz gefordert wird als an staatlichen Schulen. Präsenz in mehrerlei Hinsicht. Und wir haben keine Beamtenstellen. Dann gibt es noch die Macht der „asozialen“ Medien und eine Streitkultur, die gepflegt werden will. Aber die letzten beiden Punkte gelten für alle Schulen.

 

Und zu solch einer Zeit, da geht der Holly?

Holly: Naja, ich gehe ja nicht freiwillig. Und ich bin ja nicht tot. Ich werde Mitglied im Schulverein und bleibe am Ball.

 

So viele bedauern deinen Abschied und haben das auch kundgetan. Etwas hat dich besonders gerührt…

Holly: Zwei Mädchen aus der Grundschule bringen mir jeden Tag einen Apfel oder ein anderes Stück Obst. Sie wollen, dass ich gesund bleibe. Dass ich alt werde und wenigstens noch so lange bleibe, bis sie Abi machen. Erfüllen kann ich den zweiten Wunsch leider nicht…

 

12. Juli 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/07/MG_4392_b.jpg 1018 1000 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-07-12 11:10:332026-06-08 13:48:24„Das ist der Abschied von einem Traum“

Klassen 5 und 6 konnten wieder ausgelassen Fasching feiern

Aktuelles, Feste & Feiern

Am Donnerstag, 16. Februar, war es nach Jahren der unfreiwilligen Zurückhaltung einmal wieder soweit: Um 14 Uhr öffnete – erstmals – die neue Turnhalle ihre Türen für die Kinder der Klassen 5 und 6, von denen viele fantasievoll und vielfältig verkleideten waren. Sie erlebten mit einem bunten Programm aus gemeinsamem Tanz und Disco, Kostümpräsentationen, reichlich Bewegung in der Faschingsolympiade und dem abschließenden Pommes-Imbiss zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einen ausgelassenen, fröhlichen Nachmittag. Schön, dass das wieder möglich war und ist!

5. April 2023
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2023/04/00-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2023-04-05 11:43:252026-06-08 13:55:28Klassen 5 und 6 konnten wieder ausgelassen Fasching feiern

Überaus gut besucht und perfekt organisiert: Nach zwei Jahren Pause lockte wieder das Herbstfest

Aktuelles, Ehemalige & Alumni, Feste & Feiern

Endlich wieder ein Herbstfest! Mit mehr Gästen als vor der Pandemie feierten Schule und Internat Steinmühle am vergangenen Samstag ihr traditionelles Event. Die hervorragende Organisation von Frank Wemme, dem Leiter der Sekundarstufe I, sicherte Schülerinnen und Schülern an ihren Ständen und bei ihren Darbietungen in den Klassenräumen einen planmäßigen und reibungslosen Ablauf. Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von allen Aktivitäten. Ehemalige staunten, wie sehr sich „ihre Steinmühle“ doch im Laufe der letzten Jahre positiv verändert hat.

Die Steinmühle ist um einige Gebäude gewachsen, die Optik einheitlich und modern. Das Terrain ist weitläufiger geworden, was zur Folge hatte, dass sich die große Besucherzahl auf dem Gelände verteilte. Um das Wetter zum Herbstfest wurde im Vorfeld etwas gebangt, doch die Bedenken erwiesen sich als unbegründet. Die Herbstsonne lachte vom Himmel – als hätte sie gewusst, wie wichtig dieses Fest für die Steinmühlengemeinde ist.

Da gute Speisen und Getränke naturgemäß zu einem gelungenen und geselligen Fest gehören, lag dieser Part in bewährten Händen des Internats. Über Kaffee und Kuchen, Gegrilltes bis zur Weintheke gab es hier eine wohlschmeckende Vollversorgung. Ergänzt wurde dies durch den beliebten Aroma-Eiswagen auf dem Gelände, der wie in den vergangenen Jahren lange Schlangen vor seinem Fahrzeug verzeichnete. Die Einnahmen aus dem Verkauf werden regelmäßig gespendet.

Schon bald nach der Begrüßung durch Schulleiter Bernd Holly, der die Gäste zusammen mit Internatsleiterin Anke Muszynski und Nils Schwandt willkommen hieß, nahm das Bühnenprogramm seinen Lauf. Der Chor der Klassen 6 unterhielt das Publikum mit Musical-Songs, der Wahlunterricht Musical folgte im Programm. Sodann spielten die Band der Klassen 5, die StoneMill Houseband und das JazzEnsemble. Für Stimmung im Zelt sorgte ab 20 Uhr im Zelt DJ Veit.

Mehr als drei Dutzend Stände und Angebote waren über das Gelände und in einigen Klassenräumen verteilt und es ist sehr schwer, hier einzelne Angebote hervorzuheben. Ein Publikumsmagnet war wieder das „Chemikum mobil“ mit dem Wahlunterricht Forschen vor dem Bremerhaus. Der Versuch mit den „explodierenden“ bunten Bällen verliert einfach nicht an Attraktion! Großen Anklang fand der Chicken Run auf dem Sportplatz am Hessenhaus. Anliegen war hier eine Spendensammlung für Tansania, organisiert und durchgeführt von der Grundschule und ihrem Lehrer*innen-Team. Bei benachbarten Angeboten ging es ebenfalls um Bewegung, Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Auch der Reitverein Steinmühle lud zum Ponyreiten ein.

Eine der längsten Schlangen auf dem Gelände verzeichnete die „Geisterbahn  reloaded“ der 7b im Hessenhaus. Sich einmal so richtig gruseln – diese Vorstellung imponierte offensichtlich vielen jüngeren und älteren Gästen.

Während weitere Angebote Spiele, Spaß und Denkaufgaben bereithielten, gab es auch diejenigen Stände, die mit der Schule Steinmühle im engeren Sinne verflochten sind. Der Förderverein unter Vorsitz von Jasmine Weidenbach informierte über seine wichtige Arbeit und lud Herbstfestgäste, die noch kein Mitglied im Förderverein sind, zu einer Mitgliedschaft ein. Diese kann übrigens jederzeit aufgenommen werden! Einen Info-Stand für Interessent*innen der neuen Klassen 1 und 5 war gleich am Eingang am ersten Schirm platziert. Schulleiter Björn Gemmer und sein Team gaben hier Auskunft zu Fragen und hatten Führungen im Centrum 5&6 organisiert.

Im Hauptgebäude konnten sich die Besucherinnen und Besucher über das so wichtige Thema „Reanimation“ informieren. Hier stand der Anästhesist Markus Spies Rede und Antwort, gab Instruktionen zum Wiederbelebungsvorgang und ließ die Gäste an einer Dummy-Puppe selbst einmal Hand anlegen. „Es ist so einfach, zu helfen, jeder kann das,“ betonte er und bekräftigte das Anliegen der Aktion, den plötzlichen Herztod von Menschen zu verhindern.

Unter dieser Prämisse wurde die Aktion „Schüler retten Leben“ (www.schuelerrettenleben.de) durch den Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. initiiert. Bereits seit einigen Jahren gibt es alljährlich im Sommer an der Schule einen Kurs zum Thema – unter professioneller Anleitung. Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 wird die Wiederbelebung beigebracht. Die Steinmühle nimmt damit in Marburg in dieser Thematik eine Vorreiterrolle ein.

30. September 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/09/Titel.jpg 452 1200 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-09-30 08:52:472026-06-08 14:06:50Überaus gut besucht und perfekt organisiert: Nach zwei Jahren Pause lockte wieder das Herbstfest
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