ALUMNI SUMMER WEEKEND vom 26.-28. Juni für Ehemalige des Internats Steinmühle
,

In der Steinmühle fällt gerade der Startschuss für einen regelmäßigen Austausch mit allen Ehemaligen. „Eine Gemeinschaft, die trägt“ werben wir in unserem Leitbild – und das gilt nicht nur während der Schulzeit, sondern auch darüberhinaus!

 

Zeitreise in die Vergangenheit

Das diesjährige ALUMNI SUMMER WEEKEND richtet sich zunächst an alle Ehemaligen im Internat Steinmühle. Es ist die Einladung zu einem gemeinsamen Wochenende vom 26. bis 28. Juni auf dem Campus zum Austauschen, Erinnern und gemeinsamen Feiern.

Ihr könnt nicht nur an der Lahn chillen und bei Musik Food & Drinks genießen. Ihr könnt auch im Internat übernachten und in gemeinsam eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen.

 

Viel Neues auf dem Campus

Ohne großes Eigenlob versprechen wir denjenigen, die einige Jahre nicht in der Steinmühle waren: Ihr werdet geflasht sein von den baulichen Veränderungen, die es in der Zwischenzeit gegeben hat! Klar, dass ihr durch die Gebäude und an alle entsprechenden Orte geführt werdet – vom Bootshaus angefangen bis hin zu Kraftraum, Mensa und Reitanlage.

 

QR-Code scannen und anmelden

Um beim ersten ALUMNI SUMMER WEEKEND der Steinmühlengeschichte dabeizusein, scannt den QR-Code auf dem Plakat und registriert euch bis spätestens 15. Mai.

 

Wir freuen uns riesig auf das Wiedersehen!

 

(Heinm)

 

Durchatmen und „runterkommen“ in der Steinmühlen-Lodge  
,

Kein Strom, kein fließend Wasser, stattdessen Wasserkanister und ein Baustellen-WC. Die besten Orte bestechen selten durch Perfektion, sondern durch ihre authentische Aura und Ruhe, wie sie sonst kaum zu finden ist. In diesem Sinne hat nun die Steinmühle im Marburger Südkreis ihr Waldhaus zur internen Nutzung fitgemacht. Eine gepflegtes Forsthäuschen mit Schlafgelegenheit, kleiner Küchenzeile, Gasherd, ein paar Schränken und Gasgrill. Vor der Tür warten gemähte Wiese und geschnittene Büsche auf einem Terrain von 3.000 Quadratmetern mit Wiese und Wald.

 

Außerschulischer Lernort mit Natur pur 

Wer schon dort war wie die Gruppe von Hausleiter Nils Schwandt aus dem Internat Steinmühle, der findet heute in der Traditionsunterkunft des früheren Landschulheims Steinmühle aus den Anfängen der 1970er den idealen außerschulischen Lernort. Das Forsthaus war einst als Jagdhütte errichtet worden für die damalige Jagd-AG der Steinmühle.

Auch wenn das Jagen in Schule und Internat Steinmühle heute Geschichte ist, ermöglicht die Steinmühlen-Lodge jenseits von TV und Handy-Ladesteckern eine andere, außerordentlich intensive Tuchfühlung mit der Natur.

 

Unser Foto zeigt das Team unseres technischen Dienstes bei der Finalisierung der Arbeiten am Objekt.

Bei Interesse an einem Aufenthalt steht der Technische Betriebsleiter der Steinmühle, Fabian Küster, gerne als Ansprechpartner bereit (fabian.kuester@steinmuehle.net).

 

(Angela Heinemann)
`
Ein Amberbaum vor der Reitschule im Internat Steinmühle
,

Zum „Tag des Baumes“ wurde auf dem Gelände der Steinmühle ein Amberbaum gepflanzt. Umgesetzt hat die Aktion die Firma Balzer Garten- und Landschaftsbau aus Buchenau. Der Baum steht am Eingang der Reitschule von Schule & Internat Steinmühle und soll dort langfristig ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzen.

 

Umweltbildung stärken, Klimabewusstsein fördern

Die Pflanzung wurde durch den Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen unterstützt. Ziel der Aktion ist es, Umweltbildung zu stärken und das Bewusstsein für Natur und Klima weiter zu fördern.

Bei der Pflanzung waren unter anderem Landtagsabgeordneter Dirk Bamberger (CDU), Schulleiter Björn Gemmer sowie Frank Balzer, Geschäftsführer der Firma Balzer Garten- und Landschaftsbau, vor Ort. Auch Schülerinnen der Garten-AG begleiteten die Aktion. Für sie war es eine neue Erfahrung: Statt wie sonst im Gewächshaus zu arbeiten, konnten sie erstmals bei einer größeren Baumpflanzung dabeisein.

Die Jugendlichen übernehmen künftig auch Verantwortung für den Baum. Als Baumpaten werden sie seine Entwicklung begleiten und sich weiterhin aktiv für Natur und Umwelt einsetzen.

 

Ansprechende Herbstfärbung

Der Amberbaum, der bis zu 20 Meter hoch werden kann, ist durch seine Herbstfärbung ein beeindruckender Baum für die Einzel- und Gruppenpflanzung. Das Farbenspiel seines Laubes ist auffällig und schön anzusehen. Zunächst aber, so die Fachfirma Balzer, muss die Amber für gutes Gedeihen eifrig gegossen werden.

(Heinm)

 

Konzentriert ums Bootshaus beim Frühlingslauf der Klassen 5/6
,

In der Formel 1 ist beim Start besondere Vorsicht geboten. Beim traditionellen Frühlingslauf der Klassen 5 und 6 ist es ebenso: Auf die Plätze – fertig – los! Und volle Konzentration, dass im dichtbesetzten Starterfeld jede und jeder möglichst ohne Rempler davonkommt.

Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe schlugen sich letztendlich tapfer und gaben beim Laufen ihr Allerbestes, wie Schulsportleiter Marcel Kalb berichtet. Mit Unterstützung aus dem Kollegium wurde die Veranstaltung, deren Laufstrecke rund um das Bootshaus führte, zuverlässig durchgeführt mit viel Applaus, Schulterklopfen und der Prognose, zwar nicht diesmal, aber vielleicht bei einem der nächsten Leichtathletik-Parcours unter den Spitzenläuferinnen und Spitzenläufern zu sein.

 

Hier die Ergebnisse vom Frühlingslauf:

5er Mädchen: Carlotta Porth (1. 5:52), Lanah Reithmayer (2., 5:54), Paulina Venter (3., 5:58)
5er Jungs: Julius Schröder (1., 4:54), Levi Grimmelbein (2., 4:56), Jonas Meyer (3. 5:01)

6er Mädchen: Caroline Hecker (1., 5:17), Marlene Jerrentrup (2., 5:25), Juna Bamberger (3., 5:32)
6er Jungs: Oliver Mand (1., 4:36), Samuel Pacho (2., 4:37), Kai Gundlach (3., 4:56)

(Heinm)

 

Anmeldungen gerne gesehen: Die Steinmühle läuft wieder beim Nachtmarathon am 3. Juli
,

Das Datum gehört traditionell in den Kalender aller Läuferinnen und Läufer, die beim Marburger Nachtmarathon das Team der Steinmühle verstärken möchten: Freitag, der 3. Juli, 19 Uhr.

Schulsportkoordinator Marcel Kalb macht ab sofort fleißig Werbung für alle, die mitmachen möchten. In der Vergangenheit gab es praktisch jedes Jahr gute Läufe, manchmal auch kuriose Geschichten – und in jedem Fall eine Menge Spaß als Gruppe. Denn darum geht es in erster Linie.

Auf unserem Plakat steht beschrieben, welche läuferischen Aufgaben es gibt. Da ist ganz sicher für viele etwas dabei.

Traut euch gerne!

Für Fragen und Anmeldungen steht Marcel Kalb bereit, entweder per Mail unter marcel.kalb@steinmuehle.net oder für Nutzer der StoneApp auch dort!

(Heinm)

Wohin in der Freizeit? Haus der Jugend stellte offene Angebote vor

Auf dem Schulhof der Steinmühle hat das Haus der Jugend in der 1. und 2. großen Pause seine Freizeitangebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. Dazu gehören der Jugendtreff Volle Hütte, der Jungentreff, die Medientreffs, der Kinderclub, der Mädchentreff, der queere Treff (alle im Haus der Jugend) sowie die Bienen-AG (im Stadtwald).

Das Angebot richtet sich vor allem an die Mittelstufe und erfolgte in Kooperation mit Schulsozialarbeiterin Mara von Essen: „Ziel ist es, die Mädchen und Jungen auf die Angebote aufmerksam zu machen und sie einzuladen, dort vorbeizuschauen“, erläuterte sie.

(Heinm)

 

 

AG Reiten von Schule & Internat Steinmühle vermittelt Klassen 5 und 6 das ABC der Pferde
, ,

Warum und wie putzt man ein Pferd? Wie sitzen Sattel und Trense richtig? Was gehört in eine Pferdebox? – Den richtigen Umgang mit Pferden und die optimale Haltung der Vierbeiner lernen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 donnerstags von 13 bis 14 Uhr in der AG Reiten von Schule & Internat Steinmühle.

Vermittelt werden wichtige Grundlagen rund ums Pferd. So erlangen die Kinder die erforderliche Sicherheit im Umgang mit den Tieren.

  • Was ist im Kontakt mit Pferden zu beachten?
  • Wie werden sie gehalten und was fressen sie?
  • Was gehört zur Pflege?
Im Vorfeld der reiterischen Bewegung gilt es, diese und andere Kenntnisse zu erwerben, die Freude am Reiten, Erfolge und Spaß erst möglich machen.

 

Jede AG-Stunde ein bestimmtes Thema

In der von Beate Schridde (Trainerin A) geleiteten Reitschule Steinmühle stehen pferdeerfahrene AG-Leiterinnen zur Verfügung. Sie führen die Mädchen und Jungen behutsam und sachgerecht an das Reiten heran.

„In jeder AG-Stunde besprechen wir ein bestimmtes Thema“, erläutert Julia Werth, die in einer der letzten AG-Stunden zusammen mit den Schülerinnen die „Frühlingsponys“ dekorativ herrichtete, während die Sonne vom Himmel lachte.

In den nächsten Wochen wird es auf dem Gelände der Reitschule Steinmühle ganz sicher noch weitere freundliche AG-Stunden für die Klassen 5 und 6 geben.

Kontakt: reitschule@steinmuehle.de

(Heinm)

 

Das Leben auf der Welt verstehen: Eine Reise mit Dr. Judith Klatt zu den Anfängen der Erde
,

Hohe UV-Strahlung, Schwermetalle, große Temperaturschwankungen, wenig Sauerstoff: manche Mikroben leben dort, wo es kaum noch vorstellbar ist. Die Geomikrobiologin Dr. Judith Klatt, seit 2022 am Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg tätig und Forschungsgruppenleiterin am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde, nahm ihre Zuhörerschaft in der Steinmühle mit auf Forschungsreisen zu den mikrobiellen Überlebenskünstlern.

 

Interdisziplinäre Arbeit

Der wissenschaftliche Vortrag „Bakterien am Limit“ war zugleich eine Reise zu den allerersten Mikroben und den Anfängen des Lebens: „Es geht darum, mikrobielles Leben und gleichzeitig die Grenzen des Lebens zu verstehen“, sagte Dr. Judith Klatt. Dieses Verständnis erwachse an einer Schnittstelle mehrerer Disziplinen: Physik, Biologie und Chemie.

 

Weitreichende zeitliche Dimension

Einer der Forschungsorte von Dr. Klatt ist beispielsweise Hawaii: „Unsere Arbeiten öffnen uns ein Fenster in die Erdgeschichte auf einem Zeitstrahl von 4,5 Milliarden Jahren“ berichtete die Forscherin und gab ihren Zuhörern damit einen Hinweis auf die betrachtete zeitliche Dimension. Dabei fließen auch immer wieder umweltwissenschaftliche Themen in den Forschungsaufenthalt mit ein und helfen, die Schwankungen der maximalen Temperatur und des Sauerstoff- bzw. CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe der Erdgeschickte besser zu verstehen. Beides hängt laut Dr. Klatt sehr eng mit dem „globalen Mikrobiom“ zusammen.

 

Grundlagen der Molekularbiologie

Extreme Lebensräume eröffnen der Forschung und den Forscherteams auch immer wieder neue Horizonte. So wurden in Mikroben aus extrem heißen oder kalten Lebensräumen die Grundlagen der Molekularbiologie isoliert: Beispielsweise die Enzyme für die Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) und somit die Basis für Vaterschaftstests und DNA-Fingerabdrücke in der Forensik. Auch sorgten und sorgen Mikroorganismen wie Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, für die Produktion von Sauerstoff und waren maßgeblich an der Sauerstoffanreicherung in unsrer Atmosphäre im Präkambrium beteiligt. Cyanobakterien sind einzellige Organismen, leben im Süß- und Salzwasser und gewinnen ihre Energie mittels Fotosynthese, ähnlich wie unsere grünen Pflanzen. Dabei entsteht Sauerstoff, welcher aus den „mikrobiellen  Matten“ entweicht und vom Team um Dr. Klatt zum Beispiel mit Hilfe von Mikrosensoren gemessen werden kann.

 

Forschung unter schwierigsten Bedingungen

„Es kann schwierig sein, im Feld zu arbeiten“, erinnerte sich die Referentin beispielsweise an einen Forschungsaufenthalt in den Hochanden in 3.000 Metern Höhe. Ein Weg von 24 Stunden zum nächsten Supermarkt stellte das Forscherteam neben der Beantwortung der Forschungsfrage mit aufwendigen Methoden auch vor die diffizile Aufgabe der Selbstversorgung. Ein stabiles Leben für Mikroorganismen konnte dort bisher nicht festgestellt werden. Sauerstoff allein sei also kein sicheres Signal für Leben.

 

Beeindruckende Fotos

Am Max Planck Institut für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg werden die extremen Bedingungen, die das Forscherteam vor Ort vorfindet, auch im Labor simuliert. „Die Herstellung des Zustands aus der Feldforschung gelingt so wie in der Umwelt natürlich nie so ganz, jedoch ermöglicht es uns dennoch, die enormen Dynamiken innerhalb eines extremen Lebensraums auch über längere Zeiträume sehr naturgetreu zu studieren“, erklärt Dr. Judith Klatt, die ihre Schilderungen mit beeindruckenden Fotos illustriert und mit ihrem Vortrag viel Begeisterung in der Schülerschaft entfacht hatte.

 

Ausgezeichnete Forscherin

Dr. Judith Klatt trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Marburg ein Ort exzellenter Spitzenforschung ist. Im Jahr 2024 wurde sie beispielsweise vom Europäischen Forschungsrat mit dem ERC Starting Grant ausgezeichnet.

Das Referat war Teil der Vortragsreihe „Microbes for Future“ des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg in Kooperation mit dem Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen (SFZ).

Die wissenschaftlichen Präsentationen werden weiter fortgesetzt.

(Angela Heinemann / Dr. Sven-A. Freibert)

Angebot „Schüler helfen Schülern“ wird gut angenommen

Schüler helfen Schülern – dieser grandiose solidarische Grundgedanke wird an der Steinmühle gelebt! Schülerinnen und Schüler höherer Klassen greifen jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülerinnen unter die Arme, wenn es um Vorbereitung von Klassenarbeiten geht oder einfach darum, Schulstoff zum besseren Verständnis noch einmal zu wiederholen.

 

Längerfristig oder nur punktuell

Die Lehrkräfte Maximilian Moll und Theresa Großer haben bei dem gut angenommenen Angebot organisatorisch den Hut auf. Inzwischen sind Angebot und Nachfrage digital organisiert. Es kann eine länger dauernde Unterstützung in Anspruch genommen werden oder auch nur eine punktuelle Hilfe, etwa im Vorfeld einer Klassenarbeit.

 

Unterstützer besuchen mindestens Klasse 10

Den Service, der mit 15 Euro pro Einheit vergütet wird, steht Kindern und Jugendlichen der ersten bis zehnten Klasse zur Verfügung. Als „Nachhilfe-Guides“ kommen Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 in Frage.

Wer sich für das Angebot „Schüler helfen Schülern“ interessiert, unabhängig davon, ob er Unterstützung leisten oder erhalten möchte, meldet sich gerne unter maximilian.moll@steinmuehle.net oder theresa.grosser@steinmuehle.net

(Heinm)

 

Mikroben und die Klimakrise: Hochkarätiger Vortrag machte Lust auf Forschung
,

Komplexe Sachverhalte adressatengerecht zu vermitteln – das gehört bestenfalls zu den Kompetenzen von Professoren, Dozenten im Allgemeinen und auch von Lehrkräften. In diesem Sinne lobte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer den Marburger Biologen und Chemiker Prof. Dr. Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie ausdrücklich für seinen öffentlichen Vortrag in der Steinmühle.

Rund 100 Interessierte waren gekommen, um das Referat zum Thema ‚Mikrobielle Power – für neue Wege aus der Klimakrise‘ zu hören. Im Auditorium Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufen Q2 und Q4, die Grundkurs-Schülerinnen und -schüler unserer Q4 sowie neben externen Interessenten auch alle Mitglieder der plus-MINT-Gruppe aus der Steinmühle.

 

Inwiefern kann Mikrobiologie helfen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken?

Das war Thema des Fachvortrags, den Biologie- und Mathematiklehrer Lehrer Dr. Sven Freibert, Mitglied des Plus-MINT-Betreuerteams der Steinmühle, so zusammenfasst:

 

Das „terrestrische Mikrobiom“ spielt im Kohlenstoffkreislauf eine enorm wichtige Rolle. Die Fixierung, auch von anthropogenem CO2, wird zum allergrößten Teil durch Landpflanzen und eben aquatische Mikroorganismen durchgeführt. Letztere sind vornehmlich in den globalen Ozeanen beheimatet. Allerdings ist die Effizienz der Fixierung von CO2 durch Mikroorganismen nicht sehr hoch. Durch die vergleichsweise hohe Verfügbarkeit von CO2 auch in der älteren und jüngeren Erdgeschichte bestand und besteht hier kein evolutionärer Druck, die Effizienz deutlich zu verbessern.

Die Mikrobiologie, oder besser in diesem Fall die synthetische Mikrobiologie und allen voran das Team mit und um Prof. Dr. Tobias Erb hat dieses „Problem“ der Effizienz nun in den Fokus ihrer Forschung genommen. Das Ziel ist es, mit Hilfe mikrobiologischer, genetischer und biochemischer Methoden Stoffwechselwege von Mikroorganismen zu identifizieren, zu isolieren und deren Effizienz zu steigern, um diese molekularen Maschinen schließlich zur künstlichen CO2-Fixierung verwenden zu können. Wohlgemerkt: Es ist nicht Ziel, künstlich hergestellte Mikroorganismen freizusetzen!

Ein weiterer Ansatz des Teams um Prof. Erb ist es, Nutzpflanzen, die in großen Mengen angebaut werden, genetisch so zu verändern, dass diese Pflanzen CO2 effizienter fixieren können. Dies hätte zum einen den Vorteil, dass anthropogenes CO2 in großen Mengen der Atmosphäre entnommen werden könnte und zum anderen die Pflanzen deutlich schneller wachsen würden, was wiederum Nahrungsmittel deutlich verfügbarer machen würde und damit der globalen Nahrungsversorgung dienlich wäre. „Zwei Fliegen mit einer Klappe“!

 

Höchste Aufmerksamkeit des Auditoriums

Dass das Publikum einem Vortragenden durchgehend gebannt zuhört, ist nicht die Regel. Tobias Erb schaffte es, über die volle Länge des knapp 45minütigen Vortrags höchste Aufmerksamkeit auf sich zu vereinigen. Er fand das richtige Maß an Fachlichkeit und Anschaulichkeit, und an der sich anschließenden rund 30minütigen Fragerunde wurde deutlich, dass er die Zuhörerschaft inhaltlich „mitgenommen“ hatte.

Am Ende lobte Erb ausdrücklich das tiefe Interesse der Steinmühlen-Schülerinnen und -schüler sowie die Qualität ihrer Fragen.

 

Referent machte Lust auf Forschung

Gestartet war Professor Erb war mit der Vorstellung des Max Planck Instituts in Marburg als eines von 86 Max-Planck-Instituten insgesamt. Er hob die Qualität der Forschung hervor, was sich nicht zuletzt an zahlreichen Auszeichnungen bis hin zu etlichen Nobelpreisen zeige. Der Wissenschaftler stellte die Arbeit der internationalen Forscherteams heraus und machte Lust auf naturwissenschaftliche Forschung.

 

Schülerforschungszentrum Mittelhessen als Veranstalter

Zum Abschluss dankte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer nicht nur dem Vortragenden Prof. Dr. Tobias Erb und Dr. Virginia Geisel als Press Officer, sondern auch dem Schüler:innenforschungszentrum Mittelhessen, das Initiator und Veranstalter war. Als Teil dieser Gruppe ist die Steinmühle Gastgeber von vier Vorträgen der Vortragsreihe „Microbes@School“.

(Gem / Dr. S. Freib / Heinm)