Klassische Win-win-Situation: Steinmühle und Sportfreunde Blau-Gelb kooperieren
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Eine Zusammenarbeit gibt es schon länger, jetzt hat die Kooperation zwischen der Steinmühle und den Sportfreunden Blau-Gelb auch offiziellen Charakter. Schule und Internat auf der einen sowie der mitgliederstärkste Marburger Verein auf der anderen Seite unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag.

Dass da etwas in Vorbereitung ist, war seit kurzem offensichtlich. Eine große neue Tafel weist am Blau-Gelb-Sportfeld am Marburger Zwetschenweg auf die partnerschaftliche Verbindung zwischen Steinmühle und Blau-Gelb hin. “Lange hängt die noch nicht,” verriet Egon Vaupel. “Aber zum Pressetermin haben wir es geschafft.”

Wenn man weiß, dass Egon Vaupel nicht nur Vorsitzender des Schulvereins Steinmühle, sondern auch der Blau-Gelb-Fußballabteilung ist, wird vieles transparenter. Es erklärt, wie die rund 1350 Vereinsmitglieder und die 745 SteinmühlenschülerInnen Schnittmengen bilden konnten. Dass der Blau-Gelb-Vorsitzende Dr. Anton Schmölz gleichzeitig juristischer Berater des Schulvereins Steinmühle ist, macht die Sache rund. Man sah auf beiden Seiten verbesserungsbedürftige Situationen, die man gemeinsam lösen kann: Mehr Platz für Sport, mehr Räume für Schulungen, mehr Vielfalt im Sportangebot.

 

Gemeinsames Weltbild

Die bestehende gemeinsame Basis aus Weltoffenheit, gegenseitigem Respekt und Toleranz habe es nicht gerade schwergemacht, sich für eine Zusammenarbeit zu entscheiden, erläuterte Schulleiter Bernd Holly. Er, Schulvereinsgeschäftsführer Dirk Konnertz, Schulsportleiter Michael Neirich und Internatsgeschäftsführer Georg Ritter freuen sich über die sehr konkreten Erleichterungen und Angebotserweiterungen, die mit der Kooperation verbunden sind:

  • Die Sportfreunde Blau-Gelb gestatten der Steinmühle zur Vorbereitung auf Schulwettkämpfe außerhalb der eigenen Spiel- und Trainingszeiten die Nutzung ihres Sportplatzes am Zwetschenweg.
  • Die Sportfreunde ermöglichen den Schülerinnen und Schülern der Steinmühle unbürokratisch die Teilnahme am Trainings- und ggf. Spielbetrieb aller Altersklassen in allen angebotenen Sportarten.
  • Vorgesehene neue Sportstätten sollen zusammen geplant werden. Hinsichtlich Finanzierungsfragen will man gegenüber potentiellen Zuschussgebern gemeinsam auftreten.

 

Ressourcen zusammen nutzen

Im Gegenzug stellt die Steinmühle den BG-Jugendfußballern zu festen Trainingszeiten ihre Sportstätten sowie Schulungsräume für Fortbildungen der Jugendbetreuer zur Verfügung. Auch die Beachvolleyball- und Basketballfelder könnten genutzt werden. Die Steinmühle bewirbt Feriencamps von Blau-Gelb, wobei SteinmühlenschülerInnen im Gegenzug die Camps besuchen können. Auch sollen auf dem Gelände der Steinmühle Sportfeste unter gemeinsamer Beteiligung stattfinden. Schon kurzfristig, so Steinmühle und Sportverein einstimmig, wolle man Trainingsspiele zwischen den Schulteams und den Jugendmannschaften von Blau-Gelb vereinbaren. Die Runde war sich bei der Vertragsunterzeichnung darüber einig, dass mit der Kooperation ein Erfolgsweg beschritten wird.

Um das Kooperationspapier formal auf den Weg zu bringen, hatten sich getroffen: Egon Vaupel (Vorsitzender Schulverein Steinmühle Marburg e.V.), Michael Neirich (Schulsportleiter), Bernd Holly (Schulleiter Steinmühle), Dr. Anton Schmölz (Vorsitzender Sportfreunde Blau-Gelb Marburg), Georg Ritter (Geschäftsführer Internat Steinmühle), Dirk Konnertz (Geschäftsführer Schulverein Steinmühle Marburg e.V.), Thomas Koch (Jugendleiter Sportfreunde Blau-Gelb Marburg) und Daniel Goy (Abteilungsleiter Frauenfußball der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg). Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg sind der größte Fußballverein im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen SF/BG Marburg und der Steinmühle. Foto: Thorsten Richter (thr)

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen SF/BG Marburg und der Steinmühle. Foto: Thorsten Richter (thr)

Besucherrekord beim Herbstfest der Steinmühle
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Schule und Internat feierten 70jähriges Bestehen und zahlreiche Neuerungen

Am Wochenende ihres alljährlichen Herbstfestes hatte die Steinmühle noch einen zweiten Grund zum Feiern, nämlich das 70jährige Bestehen ihrer Institution. Aus einem Gelände mit alten baufälligen Gebäuden inmitten von Schlamm rund um eine Mühle haben die Inhaberfamilie des Internats und der Schulverein im Laufe der Jahre einen Campus mit neuen und komplett sanierten Gebäuden gemacht, auf dem sich Schülerinnen und Schüler von Internat, Gymnasium und Bilingualer Grundschule gleichermaßen wohlfühlen.

 

Zahlreiche Bauaktivitäten

Noch nie zuvor waren so viele Besucher zum Herbstfest an den Steinmühlenweg gekommen. Noch niemals zuvor gab es auch so viel Neues zu bestaunen. Nach den neuen Gebäuden des Forums und des Lerncentrums 5/6 war Anfang diesen Jahres das Atrium eingeweiht worden, ein neues Gebäude für die Mittelstufe. Als dies geschafft war, wurde die Sanierung des Hauptgebäudes begonnen und pünktlich zum Schuljahresbeginn fertiggestellt. Parallel verlief die Sanierung der Cafeteria. Damit einher gingen die Neugestaltung des Schulhofes, die Finalisierung der Parkplatzanlage und die Verlegung der Buswendeschleife vor die Schule. Ein zweiter kleiner Schulhof befindet sich nun vor dem Atrium.

 

Gratulation der Landrätin

“Das sind die letzten Arbeiten für dieses Jahr,” resümiert Schulvereinsgeschäftsführer Dirk Konnertz zufrieden und voll des Lobes für die ausführenden Unternehmen. Die Kooperation zwischen Schulverein, den Schulleitern Björn Gemmer und Bernd Holly und der Trägergesellschaft des Internats habe glänzend funktioniert und diese Ergebnisse erst möglich gemacht. In kleinem Kreis hatte die Steinmühle am Freitagabend mit Ansprachen und einem von der Internatsküche vorbereiteten Festessen ihr 70jähriges Bestehen gefeiert. Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik, darunter Landrätin Kirsten Fründt, gratulierten den Akteuren und der gesamten Schulgemeinde zu dem, was zu sehen sei, aber auch zu den fortlaufend vernehmbaren Erfolgen in allen Bereichen der Schule.

 

Rückblick auf die Jahrzehnte

Egon Vaupel, Vorsitzender des Schulvereins, zeigte in seiner Ansprache die enormen Entwicklungsschritte der Schule seit Gründung des Schulvereins auf und betonte die aktuell sehr gute Zusammenarbeit von Schule und Internat. Johanna Buurman-Rogalla als Zeitzeugin, die von Beginn an seit 70 Jahren in der Steinmühle lebt, berichtete in ihrem ausführlichen wie anschaulichen Vortrag mit vielen Fotoeindrücken, wie die Steinmühle im Laufe der Jahre gediehen und gewachsen ist und dabei auch vor den Folgen eines Brandes und eines Hochwassers nicht verschont geblieben war.

 

Naturnähe erhalten

Der heutige Eindruck vom Steinmühlencampus zeigt trotz Ausbleiben dieser Unbill, trotz Neubauten und Sanierungen noch viele Parallelen zur damaligen Zeit. Besonders durch das unversehrte naturnahe Umfeld, die Bäume und die Lage als “kleines Dorf am Stadtrand” haben Schule und Internat ihren Charakter bewahren können. “Genau das macht die Steinmühle so einzigartig, das findet man sonst nicht,” schwärmte eine Herbstfestbesucherin. Erwachsene wie Kinder nutzten ausgiebig die Gelegenheit, um am sonnigen und warmen Samstag vor Herbstbeginn beim Herbstfest über das Gelände zu schlendern, die Gebäude von innen anzuschauen und dabei die vielfältigen Stände der Steinmühlenschülerinnen und -schüler zu besuchen oder die Experimente des Chemikums zu bestaunen. „Wir sind überwältigt von dieser Atmosphäre und dem Zuspruch,“ resümierten die Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly beim Dämmerschoppen der Ehemaligen, der erst spät in der Nacht sein Ende fand.

Hilfe, die ankommt: Herbstfest-Aktionen für Verein “Help for MiRO”
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Seit 2010 unterstützt Nadine Weigel, Redakteurin der Oberhessischen Presse, ein Kinderheim in einem Vorort von Mombasa/Kenia. Bei ihrer Recherche im Rahmen einer Reportage über verschiedene soziale Projekte war sie damals in Afrika auf das völlig heruntergekommene Waisenhaus gestoßen. Dramatische Bilder hatten sich der Journalistin geboten. Kurzerhand beschloss sie, noch vor Ort zu helfen.

Aus der spontanen Unterstützung, die unmittelbar ein Kinderleben rettete, wurde dauerhafte Hilfe. Mit mehreren Mitstreiterinnen und Mitstreitern gründete Nadine Weigel im Jahre 2014 den Verein “Help for MiRO e.V.”, den sie heute als Vorsitzende leitet.

Gleich zwei Gruppen von Steinmühlenschülerinnen und -schülern fanden das Projekt von Nadine Weigel so unterstützenswert, dass sie beschlossen, die Erlöse ihrer Herbstfest-Aktionen an “Help for MiRO” zu stiften.

Die Klasse 13d verkaufte alte Erdkunde-Karten, die auf dem Sportplatz ausgebreitet wurden. Die Karten werden nicht mehr gebraucht, da Kartenmaterial online verfügbar ist und über die Displays gezeigt werden.
Der Interact Club, ein von Rotary unterstützter Service Club für Kinder und Jugendliche, verkaufte Fruchtcocktails an die Gäste des Herbstfests.

Insgesamt beliefen sich die Einnahmen auf 625 Euro, die Nadine Weigel dankbar in Empfang nahm. Das Foto zeigt Vertreter/innen beider Gruppen, die von Schullleiter Björn Gemmer betreut wurden. Die “Interacter” sind an den weißen Polo-Shirts erkennbar.

Wer sich für die Arbeit des Vereins und sein Projekt näher interessiert, für den lohnt ein zusätzlicher Blick auf die Website www.help-for-miro.de.

Geld von “Stiftung Steinmühle” für gleiche Zwecke bewahrt
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Vor Jahrzehnten war die “Stiftung Steinmühle e.V.” gegründet worden mit dem Zweck, Schüler/innen im Internat zu unterstützen, denen es schwer fiel, Schul- und vor allem Internatsgebühren aufzubringen. In den vergangenen Jahren waren die Aktivitäten von “Stiftung Steinmühle e.V.” nicht mehr sichtbar. Nach dem Tode des Vorsitzenden Thilo von Thümen, der von 1956 bis 1965 Schüler der Steinmühle war, hatte man den Beschluss zur Auflösung des Vereins getroffen. Es waren insbesondere die ehemaligen Steinmühlenschüler und Mitglieder Axel Becker (Foto links) und Udo Graul (rechts), die die Vereinsauflösung vorantrieben und dafür sorgten, dass das Guthaben des Vereins aktuell dem Schulverein Steinmühle Marburg e.V. übertragen werden konnte. Im Rahmen der Feier zum 70jährigen Steinmühlenbestehen am 20. September  übergaben die beiden Mitglieder an Schulleiter Björn Gemmer (Mitte) den Scheck über den noch zu Buche stehenden Betrag von 7.418 Euro. Die Mittel werden, wie es das Ziel von “Stiftung Steinmühle e.V.” war, für Stipendien und Schulgeldermäßigungen verwendet werden.

Hilfe für Sibiu/Hermannstadt: Steinmühle spendet Ranzen und 18 Kreidetafeln
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Insgesamt 37 Schulranzen haben Steinmühlenschülerinnen und -schüler in diesem Jahr für Kinder in der Marburger Partnerstadt Sibiu gespendet. Dieses Ergebnis, das die Vorjahreszahl sogar noch getoppt hat, verkündete jetzt Schulleiter Bernd Holly. Wie in den vergangenen Jahren hatte er gebeten, ausrangierte Ranzen, die zu Schuljahresbeginn in der einen oder anderen Familie anfallen, für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Schließlich sind die Ranzen in fast allen Fällen noch sehr gut erhalten.

Mit dieser Geste beteiligt sich die Steinmühle regelmäßig an der Aktion des Kinder- und Jugendparlamentes (KiJuPa), das seit 2010 bedürftige Schülerinnen und Schüler in Sibiu mit Spenden unterstützt. Die Ranzen werden gegen Jahresende in Zusammenarbeit mit dem Verein “Hilfe für Sibiu/Hermannstadt” nach Sibiu transportiert und liegen nicht selten bei Kindern, die sich keine Ranzen leisten können, auf dem weihnachtlichen Gabentisch.

Da die Steinmühle keine Kreidetafeln mehr benutzt, wurden bereits im Frühjahr 18 komplette Schultafeln mit Hilfe des THW nach Sibiu gespendet, berichtet Bernd Holly. Bisher seien bereits über 200 Schulranzen aus der Steinmühle in Sibiu angekommen.

Wo kommuniziert man wie? Workshop mit Zertifikat über den Einsatz der englischen Sprache
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Mit einem Zertifikat der University of Central Florida in Orlando FL United States beendeten 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 an der Steinmühle einen besonderen Englisch-Workshop. Unter dem Titel “English Communication In Academia and Beyond” widmeten sie sich drei Tage lang den Aspekten der Englisch-Kommunikation im akademischen Bereich und späteren (Berufs)leben unter erfahrener Anleitung von Dr. Steffen Guenzel. Der Universitätsprofessor aus Florida sensibilisierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle bereits über gute Englisch-Kenntnisse verfügen, für akademisches Schreiben, für den Unterschied zwischen einfacher und professioneller Kommunikation durch wissenschaftliche Betrachtung, Strategien und Übungen. Es wurde dargelegt, wie “gutes Schreiben” in englischer Sprache aussieht und erläutert, wie sich Alltagskommunikation, Akademische Kommunikation und professionelles Schreiben voneinander abgrenzen und wodurch sie sich unterscheiden.

Bei dem Workshop handelte es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Martin Luther Schule (MLS) und Steinmühle. Ein inhaltsgleicher Workshop des Referenten fand zuvor an der MLS statt. Die Teilnehmerzahl war auf 25 Plätze begrenzt, die Kosten teilen sich MLS und Steinmühle. An beiden Schulen leisten die Schüler/innen einen Eigenanteil in gleicher Höhe. Unser Foto zeigt die Steinmühlen-Teilnehmer/innen des Workshops zusammen mit Schulleiter Björn Gemmer und Professor Guenzel, der den interessierten Schülerinnen und Schülern hilfreiche Instruktionen mit auf den Weg gab.

 

Noch besser als gedacht: Stolz auf Cambridge-Zertifikate
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Als Elftklässler/innen hatten sie die Leistung erbracht, nach Eintreffen der Urkunden stellten sie sich jetzt als Zwölftklässler/innen dem Fotografen: Auch in diesem Jahr erwarb eine große Gruppe von Schülerinnen und Schülern an der Steinmühle wieder das weltweit anerkannte Cambridge Zertifikat, das hohe Kenntnisse und Fähigkeiten in der englischen Sprache bescheinigt.

Erstaunlich ist dabei, dass gleich sieben der Teilnehmer/innen sogar über das Ziel hinausschossen. Angestrebt war, das Sprachniveau B2 attestiert zu bekommen. Den sieben Schülerinnen und Schülern wurde jedoch sogar C1 bescheinigt, das Sprachniveau gebildeter Muttersprachler! “Für Elftklässler/innen ist das außergewöhnlich,” weiß Schulleiter Björn Gemmer, auf dem Foto zu sehen mit Fachlehrerin Nicole Hohm (links). Leider habe Moses Walther beim Fototermin nicht zugegen sein können. Gemmer: “Er hatte das beste Ergebnis – sehr nahe an “perfekt”.

Erneut mobiles Chemikum am Herbstfest der Steinmühle
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Wie jedes Jahr ist der WU-Forschen mit einem Mitmachstand auf dem Herbstfest vertreten. In diesem Jahr bekamen unsere Schülerinnen und Schüler – wie bereits 2015 – Unterstützung durch das mobile Chemikum Marburg. Der Förderverein der Steinmühle machte diese Kooperation möglich.
Neben Mitmach-Experimenten mit Geheimschriften, Alginaten, Trockeneis und vielem mehr, zeigte das Chemikum auch die beliebte Bällchenexplosion (Foto).
Am Stand herrschte reges Interesse. Insbesondere jüngere Kinder auch aus der bilingualen Grundschule konnten hier viel Lernen und Spaß haben.

Gefesselt von Sandmalkunst: Publikum applaudierte zu “Katherlyns Reise”
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Das war zweifellos große Kunst, was das Publikum am Freitag Abend im Forum der Steinmühle erleben durfte: Während drei Musiker traditionelle Volkslieder aus der Zeit vom 12. bis 19. Jahrhundert sangen und spielten, wurde der Text auf besondere wie außergewöhnliche Weise illustriert. Durch Sandmalerei mit ihren Händen setzte die Künstlerin Anne Löper alle Erzählungen ins Bild. Über 60 Minuten spiegelte sie lückenlos die dargestellten Ereignisse auf ihrem Lichttisch, dessen Oberfläche für die Zuschauerinnen und Zuschauer direkt auf eine Leinwand übertragen wurde.
Genau wie ein Menschenleben, so war der Inhalt der Erzählungen nicht immer heiter. Eigentlich hätte man als Zuschauer an der einen oder anderen Textstelle melancholisch werden müssen, in Verbindung mit der Musik und den tragenden tiefen Rotbrauntönen der Bilder. Die Malerei der Künstlerin fesselte den Betrachter jedoch derart, dass schwermütige Gedanken gar keine Chance hatten. Man staunte einfach nur, wie die Sandmalerin alle Szenen, Stimmungslagen, Jahreszeiten, Örtlichkeiten so echt und so unzweifelhaft erkennbar in Windeseile, unmittelbar der Erzählung folgend, auf die Unterlage brachte. Allein die ununterbrochene Aktivität der Malerin, ohne auch nur eine Sekundenpause, war eine meisterhafte Leistung. Mit scheinbar wenig Aufwand, für einen Laien gleichwohl unnachahmbar, entstanden zum Beispiel ausdrucksvollste Gesichter. Kein Wunder, dass das Publikum im vollbesetzten Forum begeistert applaudierte und damit fast nicht mehr aufhören wollte.

Katherlyns Reise, wie der zeitlose Beitrag genannt wurde, ist ein neues Projekt des Tenors und Steinmühlen-Musiklehrers Daniel Sans gemeinsam mit Dudelsackspieler Thomas Zöller und der Cembalistin und Sängerin Ute Riemer. Mit ihren Liedtexten erzählen die Musiker eine Geschichte, die die Sandmalerin Anne Löper auf bezaubernde Art und Weise illustriert. Dieses besondere Konzert fügte sich umso eher in die Veranstaltungen der Steinmühle ein, weil schon in Unterrichtsbeiträgen im Bereich der Kunst ein Bogen zur Musik geschlagen und Synergien aufgezeigt wurden. Dem Betrachter erscheint dies ein lohnender Weg, der selbst den weniger versierten Kunstliebhaber zum “Fan” werden lässt. Mehr davon, bitte!

Schülerinnen aus Kunst-LK entwickeln Plakat für die Marburger Stadtbücherei
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Die Schülerinnen Lea Zessin und Natalia Bieker aus dem Kunst-LK des Jahrgangs 13 haben im Rahmen des Kunstunterrichts ein Plakat für die Stadtbücherei Marburg entwickelt. “Heike Rothmann, Koordinatorin der Stadtbücherei für Schulkooperationen, hatte bei der Steinmühle angefragt, ob wir zum Thema ‘Literatur für die Abiturvorbereitung’ ein informatives Werbeplakat für die Stadtbücherei entwerfen und umsetzen können,” berichtete Kunstlehrerin Ines Vielhaben.

Als Bildmediengestaltung im Kunstunterricht thematisiert wurde, trafen sich die beiden Schülerinnen mit ihrer Lehrerin vor Ort, um in einem ausgiebigen Fotoshooting Bildideen für die Umsetzung des Plakates zu entwickeln. Lea und Natalia machten sich mit dem Fotobearbeitungsprogramm Photoshop so gut vertraut, dass ihre Ergebnisse sehr gelungen waren.

Die Übergabe der beiden Plakate fand im August in der Stadtbücherei statt. Alle anwesenden Mitarbeiter der Stadtbücherei lobten die Professionalität der Werke. „Obwohl wir schon lange vorher selber nach Ideen für dieses Thema gesucht haben, waren wir nie so zufrieden wie mit diesen Plakatideen,“ freute sich Heike Rothmann.