Einschulungsfeier unter freiem Himmel: Neue 5er sind mit an Bord
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Ein großes Gelände, wie es die Steinmühle hat, entzerrt derzeit das Zusammenkommen mehrerer Menschen. Spielt noch das Wetter mit, läuft alles ohne Anspannung – wie jüngst die Begrüßung der neuen Schüler*innen des Jahrgangs 5.

Eltern und Kinder nahmen weiträumig auf Holzbänken Platz, die Willkommensmusik spielte unter Leitung von Frank Wemme. Die Schulleiter Bernd Holly und Björn Gemmer hielten eine kurze Ansprache und stellten Jasmine Weidenbach vor, die Vorsitzende des Fördervereins Steinmühle Marburg. Aus ihren Händen gab es am Schluss des Vormittags für alle neuen Schüler*innen ein Steinmühlen T-Shirt.

Lehrerinnen und Lehrer halfen bei der Einteilung der Klassen mit Buttons und Schildern. Wer geht mit wem in eine Klasse? Das waren aufregende Minuten!

Bevor die Klassenräume aufgesucht wurden, stand auch noch der gemeinsame Fototermin auf dem Plan – mit Schildern, die die jeweilige Klasse zu erkennen gab – aber dieses Mal ohne Eltern.

Während die Kinder ihre neuen Klassenräume kennenlernten, war für die Eltern ein Getränkeausschank organisiert – unter Einhaltung der Hygieneregeln, versteht sich. An der “Spinne”, dem beliebten Kletterbereich der Steinmühle für die Jüngeren, endete der Vormittag und damit der erste Schultag für die Fünftklässler*innen.
Wie jedes Jahr wurden bei einigen 5ern in kurzer Zeit die eigenen angezogenen Sachen gegen das überreichte Shirt des Fördervereins getauscht – ein positives Signal für den Heimweg, da doch die Zugehörigkeit zur neuen Schule schon ausgedrückt wurde.

Die Steinmühle dankt allen Helferinnen und Helfern, die diese “etwas andere Einschulung” trotz allem so unbeschwert haben ablaufen lassen.

Ein behutsamer Übergang in die Welt des Lernens
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Die Einschulung in Klasse 1 ist stets doppelt aufregend: Für die Kinder natürlich – aber auch für ihre Eltern. Sie ist ein Wechsel aus der Spiel-Umgebung in die Welt des Lernens – und das geht nicht selten mit großer Sorge der Eltern einher: Wird sich mein Kind in der neuen Umgebung wohlfühlen? Wird es mit anderen Kindern zurechtkommen? Wird es traurig sein? Und was, wenn ihm etwas Unverhofftes widerfährt?

Im Bewusstsein all dieser elterlichen Gedanken gestaltete Schulzweigleiterin Janine Neckenich ihre einfühlsame Ansprache zur Einschulungsfeier der Erstklässler an der Bilingualen Grundschule Steinmühle. Ihre Kollegin Katrin Weißenborn hatte eine Geschichte herausgesucht, die den Briefwechsel einer “Einschulungs-Mutter” mit der Klassenlehrerin beschreibt. Der Text, in englischer Sprache verlesen, beschrieb die Situation einer Mutter, die in derselben Situation wie die anwesenden Eltern war. Ihnen wurde auf diese empathische Weise vermittelt: Sie werden ernst genommen.

Ein Musikstück zum Anfang, Bodypercussion ” Eine kleine Nachtmusik”  und ein Rap zum Schulanfang zerstreuten mögliche melancholische Gedanken, die schon einmal aufkommen können, wenn das eigene Kind zum Schulkind wird. “Wir freuen uns darauf, mit euch, liebe Erstklässlerinnen und Erstklässler, zu spielen, zu lesen, Quatsch zu machen und zu lernen,” schloss Janine Neckenich. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern hob die Schulzweigleiterin hervor. Sie gehöre zu der verantwortungsvollen und besonderen Aufgabe, sich hier in der Schule um die Kinder sorgen zu dürfen.

Zertifikate belegen Unternehmerwissen
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Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr traten erneut Steinmühlenschüler*innen aus der E-Phase an, um sich für den Erwerb des “Unternehmerführerscheins” zu qualifizieren. Das Zertifikat basiert auf dem Angebot des e-Learning-Anbieters bit media in Zusammenarbeit mit der Schüler-Lernplattform LONA Education. Die Prüfung wird von der Akademie für Wirtschaft und Logistik angeboten. Voraus geht die Wissensvermittlung in den Bereichen Wirtschaft, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft. Der Unternehmerführerschein wird in mehreren Modulen absolviert, die je mit einer Zertifikatsprüfung abschließen. Es ist ein anerkanntes Wirtschaftszertifikat. Schulleiter Björn Gemmer (hinten links) und Fachlehrer Erno Menzel gratulierten zur erfolgreichen Präsentation des Wissens, das in fast allen Fällen in den Modulen A und B dokumentiert werden konnte. Die Vorbereitungen auf das nächste Level C, so Erno Menzel, fiel leider den pandemiebedingten Einschränkungen zum Opfer. Den Unternehmerführerschein erwarben Johannes Agel, Sarah-Marie Blöcher, Lara Maria Engel, Paul Kappeller, Sebastian Koch, Moritz Philipp Mägerlein, Simon Süßer, Mara Wagner, Elisabeth Weber.

Lerncentrum aufgestockt für die Bilinguale Grundschule: Steinmühle feiert Richtfest
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“In einer unruhigen Welt investiert man am sichersten in den Bereich Bildung.” Mit diesen Worten eröffnete Egon Vaupel als Vorsitzender des Schulvereins Steinmühle Marburg das Richtfest für die Aufstockung des Lerncentrums an der Steinmühle. In dieser Etage soll die Bilinguale Grundschule ab dem 2. Schulhalbjahr ihren Platz finden. Sie ging vor einem Jahr an den Start und ist bisher in Räumlichkeiten des Bremerhauses untergebracht.

Dass dies so reibungslos funktioniert, stellt einmal mehr die gute Zusammenarbeit von Schule und Internat Steinmühle unter Beweis. Gymnasium und Grundschule einerseits sowie Internat andererseits arbeiten Hand in Hand, um das große Ganze, nämlich “die Steinmühle”, weiter zu etablieren. “Uns ist das schon gut gelungen, es wird mit großem Respekt auf das geschaut, was unsere Schülerschaft und unsere Mitarbeitenden leisten,” berichtete Vaupel. Dies bestätigte Georg Ritter, der als Geschäftsführer des Internatsträgers Landschulheim Steinmühle GmbH & Co. KG sowohl das partnerschaftliche Miteinander als auch die befürwortende Haltung der Gesellschafter lobte.

 

“Die Feier gilt den Bauarbeitern”

“Wir feiern hier in erster Linie als Dank für die Bauarbeiter,” erläuterte Egon Vaupel weiter. “Und wir sind froh, dass alle Arbeiten ohne Verletzungen oder Zwischenfälle vonstatten gegangen sind. Das möge so bleiben.”

Ergänzend zum Lob an Bauleiter Jochen Schröder (Fa. Gade) nannte Vaupel die ästhetische Umsetzung der Ideen durch das Architekturbüro Thomas Oesterle im Rahmen der zahlreichen Auflagen. Er würdigte die kooperative Zusammenarbeit mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf in Finanzierungsangelegenheiten, die Unterstützung des Steinmühlen-Fördervereins sowie das Engagement von Schulvereinsgeschäftsführer Dirk Konnertz mit der verlässlichen Rückendeckung der Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly.

Alle Beteiligten nutzten das Zusammentreffen zum regen Austausch bei Grillwurst und kühlen Getränken. Interessierte hatten die Möglichkeit zu einer Führung durch den Rohbau.

Zuguterletzt stellte sich die Gruppe zum gemeinsamen Erinnerungsfoto – mit Janine Neckenich als wichtigem Mittelpunkt. Die Grundschulzweigleiterin freut sich ganz besonders, dass der Zeitpunkt, an dem ihre Schützlinge und die Kollegen die neuen Räume beziehen, nun immer näher rückt.

“Marburger Nachtwächter”: Ein unterhaltsamer Abend mit Wilhelm “Willi” Stehling
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Ehemalige Steinmühlenlehrkräfte kommen oft an ihre frühere Wirkungsstätte: Zum Kaffeetrinken, Plaudern und Schauen, was sich verändert hat. Dass sie als Buchautor ins Forum zu einer Lesung einladen, ist eher selten. Wilhelm Stehling, Ruheständler seit Februar 2014, tat genau das. Er stellte an der Steinmühle sein Werk “Die Marburger Nachtwächter” vor. Das Publikum war begeistert.

“Der Saal war voll – was man unter den gegenwärtigen Auflagen als voll bezeichnet,” berichtet Schulleiter Björn Gemmer. Das Auditorium hatte Spaß, als “Willi” Stehling auf unterhaltsame Weise Einblicke in die raue Lebenswelt der Nachtwächter gab. Ein Berufsstand, eher belächelt, in Wahrheit jedoch hinsichtlich der Strapazen unterschätzt und in Verbindung gebracht mit zahlreichen Anekdoten.

Wer also Näheres wissen möchte über die Marburger Nachtwächter, von wann bis wann sie wirkten und was ihnen widerfuhr, wird fündig in Willi Stehlings Buch, erhältlich im Büchner-Verlag. Vielleicht erinnert sich beim Lesen so manch einer nicht nur an Wilhelm Stehlings Unterricht in den Fächern Erdkunde, Sport und Musik, sondern auch an seinen 5er-Chor, die Bläserklasse, den Schwimmunterricht und vieles mehr.

Erneut erfolgreiche Mathematiker*innen beim Pangea-Wettbewerb der Mathematik
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Die Teilnahme zahlreicher Schüler*innen unserer Schule am jährlich in mehreren Ländern stattfindenden Pangea-Wettbewerb der Mathematik ist mittlerweile schon echte Tradition und zeigt, dass Mathematik ein Fach ist, das viele Menschen auch begeistern kann.

In diesem Wettbewerb werden 20 Multiple-Choice-Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad gestellt, die die Schüler*innen innerhalb von 45 – 60 Minuten ohne Taschenrechner lösen müssen. Hierbei handelt es sich nicht um klassische Mathematikaufgaben aus dem Unterricht, sondern um eine Kombination aus Logik- und Knobelaufgaben, wie man sie manchmal auch in diversen Eignungstests zur Berufsorientierung findet. Die Auswertung erfolgt zentral und normalerweise werden die deutschlandweit besten 500 Teilnehmer*innen einer Jahrgangsstufe zur Zwischenrunde eingeladen.

Auch in diesem Jahr haben einige Schüler*innen erfolgreich abgeschnitten und den Sprung unter die TOP 500 in Deutschland (und die TOP 50 in Hessen) geschafft.

Klasse 5: Carlos_Toshira_Beato_Del Rosal

Klasse 6: Sophia Rogosch und Teresa Dinges

Klasse 7: Timo Wienbeck und Yewon Jeong

Klasse 9: Joshua Wieder; Paula Auschill; Susanna Just und Velten Schulz

Wir gratulieren unseren Schüler*innen ganz herzlich zu diesem Erfolg.

(Leider entfallen durch die Coronasituation in diesem Jahr die weiteren Stufen des Wettbewerbs.)

 

(von links nach rechts) Joshua Wieder, Sophia Rogosch, Teresa Dinges, Yewon Jeong, Susanna Just, Timo Wienbeck, Paula Auschill, Carlos Toshira Beato del Rosal, Velten Schulz

Erfolgreiche junge Forscher*innen bei der IJSO
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Bereits zum zweiten Mal nahmen Hanna Schmidt-Dege (7a), Sabrina Ben Amor, Julius Henkel, Thorben Heß, David Immel, Luca Krantz, Max Posingies, Marvin Preis und Joel Rucker (alle 7c) an der Internationalen JuniorScienceOlympiade teil, die in diesem Jahr unter dem Motto „Alles Tinte“ stand. In diesem Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre unter Betreuung einer Lehrkraft verschiedene Wettbewerbsaufgaben allein oder in kleinen Gruppen bearbeiten. Der wichtigste Bestandteil einer jeden Aufgabe ist ein Experiment, das man durchführen, dokumentieren und auswerten muss. In diesem Jahr untersuchten die Schüler*innen z.B. was mit der Tinte passiert, wenn man sie mit einem Tintenkiller „löscht“ und sie stellten nach verschiedenen Rezepturen selbst Tinte her. In zwei weiteren Experimenten nutzten sie Tinte, um den Wassertransport in Blumen näher zu untersuchen und die Teilchenbewegung in Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konzentration und Temperatur sichtbar zu machen.

Die Schüler*innen konnten die Experimente während des regulären Physikunterrichts durchführen und somit auch die Ressourcen der Schule (z.B. das Schülerlabor, Physiksammlung) nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass alle aus den Erfahrungen im letzten Jahr gelernt und eine hohe Experimentierkompetenz erworben haben.

Marvin Preis (7c), der neben der Teilnahme an der Olympiade in diesem Jahr auch eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Jugend experimentiert“ im letzten Jahr nachweisen konnte, erreichte damit die nächste Runde des Wettbewerbs und musste in einem Quiz insgesamt 24 Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen aus den Naturwissenschaften beantworten, die weit über den Schulstoff dieser Altersklasse hinausgehen. Marvin meisterte auch diese Herausforderung und qualifizierte sich für die nachfolgende Klausurrunde, die im Juni stattfindet und für die wir ihm viel Erfolg wünschen.

Erneute Unterrichtsförderung durch den Fond der chemischen Industrie
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Alle drei Jahre können weiterführende Schulen beim Fonds der Chemischen Industrie finanzielle Unterstützung für den Experimentalunterricht erhalten.
Die Steinmühle beantragt regelmäßig diese Förderungsmittel. Im Frühjahr wurden erneut 2500 € bewilligt.
Mit diesen Geldern konnten inzwischen neue Molekülbaukästen sowie Magnetapplikationen zur Modellierung chemischer Abläufe und Sachverhalte und auch weitere Fachliteratur angeschafft werden.
Mit einem Aufsatz für Kohlenstoffdioxidflaschen zum Pressen von Trockeneistabletten können nun direkt in der Schule kleine Mengen Trockeneis hergestellt werden. Versuche mit Trockeneis zählen in der Schülerschaft zu den beliebtesten Experimenten.
Weiteres Experimentiermaterial für Schülerversuche wurden ebenfalls angeschafft und werden in den kommenden Wochen sukzessive ergänzt.



Bildunterschrift:
Experimente mit Trockeneis sind faszinierend

 



Bildunterschrift:
Modelle erleichtern das Verständnis chemischer Strukturen und Reaktionen

 


Bildunterschrift:
Smartsensoren in Verbindung mit einem Tablet oder Smartphone ermöglichen die Messung verschiedener Messgrößen im zeitlichen Verlauf

 


Bildunterschrift:
Leitfähigkeiten lassen sich sehr einfach mit LESs messen

Wir freuen uns über die Schulöffnung!
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Heute morgen kehrten rund 450 Schülerinnen und Schüler in die Steinmühle zurück. Es ist ein schönes Gefühl, nach neun Wochen Schulschließung wieder Leben auf unserem Schulgelände zu haben. Ein großes Kompliment an alle Schüler*innen und Kolleg*innen, die sich sehr dizipliniert an unsere Hygienevorschriften und Abstandsregeln halten. Wir sind begeistert! Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Schulleitern Bernd Holly und Björn Gemmer, die teils in Nachtschichten dieses außergewöhnliche Öffnungskonzept auf den Weg gebracht haben. Wir sind guter Dinge, dass wir bis zu den Sommerferien an unserem Plan festhalten können: Die Jahrgangsstufen 5 bis 8 kommen jeweils mit halben Klassen wochenweise in die Schule und wechseln zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling und die Jahrgangsstufen 9 bis 12 sind durchgehend bis zu den Ferien in der Steinmühle. Unsere Grundschule darf den Betrieb am 2. Juni wieder aufnehmen!

Weitere Ausstattung des Schülerlabors – Werkbank und Sensoren
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Als Schule mit dem Gütesiegel „hochbegabungsfördernde Schule“ können vom hessischen Kultusministerium jährlich Mittel beantragt werden, um begabte Schüler*innen individuell zu fördern. Erfreulicherweise konnte so eine kleine Werkbank für das Schülerlabor finanziert werden.
Immer wieder möchten auch Schüler*innen handwerklich tätig werden, wie in den letzten beiden Jahren in verschiedenen Jugend-Forscht-Projekten. Drei Schüler aus der 10. Klasse bauen gerade im Rahmen Ihres Jugend Forscht-Projektes an einer Apparatur, mit der untersucht wird, wie viel Sauerstoff verschiedene Oxidationsmittel unter hohen Temperaturen erzeugen können. Die Werkbank erleichtert nun diese Arbeiten.
Verfolgt wird die zeitliche Gasentwicklung mit einer Sauerstoffsonde, die Anfang des Jahres über den Jugend Forscht Sponsor-Pool finanziert werden konnte.
Auch eine weitere Jugend Forscht-Gruppe aus der Klasse 7 erhielt im September grünes Licht für die Anschaffung einer hochwertigen Nitratsonde, mit der Untersuchungen in der Lahn vorgenommen werden sollen.