Triathlon: Gleich unter den Top 10 in der neuen Sportart
, ,

Eine Top-10-Platzierung gab es für die Nachwuchs-Athleten und -Athletinnen der Steinmühle im Landesentscheid Triathlon (Wettkampfklasse III) in Fulda. Der Rang ist umso bemerkenswerter, als in dieser Sportart erstmals eine Mannschaft von der Steinmühle bei Jugend Trainiert für Olympia (JtfO) antrat. Sportlehrer Marcel Kalb berichtet:
Welch ein sensationeller Einstand beim landesweiten Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Triathlon, bei dem das siebenköpfige Team sich direkt in den Top 10 festsetzen konnte. Knappe 30 Sekunden fehlten am Ende zum siebten Rang von insgesamt 16 Teams.
Dabei stimmten die Motivation, die Stimmung innerhalb des Teams, die Einsatzbereitschaft und der absolute Wettkampfgeist von Beginn an. Geschlagen geben musste sich das Team lediglich von bereits stark etablierten Mannschaften in diesem Wettbewerb, wobei an dieser Stelle auch von Seiten der Steinmühle in Zukunft etwas richtig Großes entstehen könnte. Die Schülerinnen und Schüler jedenfalls sind schon mal sehr begeistert und offen für ein weiteres Engagement.
Vielen Dank auch den beiden Helferinnen Gianna Fain und Mara Mensing aus der 9c, die das Team sowie den Wettbewerb sehr engagiert unterstützt haben.
Es bestritten den Wettkampf: Alisa Padva (8a), Paul Martin (9b), Anton Steinmetz (7c), Paula Auschill (8a), Yasin Yilmaz (9a), Luca Baalbaki (7c), Justus Steinmetz (7b).

Für alle, die nicht dabei waren: We want you!

Musical der Klassen 5: Viel Arbeit auf vielen Schultern für eine grandiose Aufführung
, ,

Vieles sieht auf der Bühne im Steinmühlenforum so leicht aus, wenn es zur Aufführung gelangt. Dabei steckt darin in fast allen Fällen die Arbeit von Wochen oder Monaten. Alles wird mit Fleiß und Hingabe vorbereitet und geprobt, auch im Unterricht. So war es auch beim Musical der Klassen 5 mit dem Titel „Kwela! Kwela!“.  Es war IHR Abend. Aber nicht nur die Jüngsten waren in die Aufführung eingebunden.

Die Story beginnt inhaltlich mit einem Notstand: Kein Wasser in Afrika und sooo heiß. Das macht den Tieren Probleme – und braucht eine Lösung. Die scheint gar nicht so einfach – bei einem vorlauten Besserwisser, einem verliebten Dichter, einer verzweifelten Verliebten, einer Diva einem alten Weisen, Königinnen und König, gemütlichen Tieren und diebischen Geistern. – Einer bunten Gesellschaft also, die um ihr Wohlleben ringt. Eine wichtige Rolle spielt ein kleiner Hase. Letztlich geben alle Seiten etwas, aber alle gewinnen auch. Man gewinnt, wenn man verliert. Ein fairer Handel.

 

Chor und Solisten

Die Parabel über das Ringen um ein gedeihliches Miteinander mit reichlich Musik forderte bei seiner Darstellung viele Sängerinnen und Sänger: Den Chor der Klassen 5 unter Leitung von Daniel Sans, Ulrike Wilmsmeyer und Frank Wemme sowie die Gesangssolist(inn)en Samuel Kirschning, Justus Manczyk, Annica Bartsch, Carlotta Meyer, Sophia Rogosch, Marie Grosse und Leontin Schmidt .

 

Spaß am Schauspiel

Als Darsteller traten auf Maximilian Glock (King George), Antonia Kurlinsky (Königin Geogina), Stella Preiss (Königin Georgia), Lilian Gräser (Zebra Zoe), Zebra Fred (Finja Simmer), Mats Egbring (Priscilla), Konrad Rothmann (Tebogo), Jaron Häußermann (weiser Marabu), Sude Yilmaz (Elefant Frank), Liliane Albrecht (Affe Zoe), Colin Schäfer (Affe Marvin), Neyla Fritz (Hase Tschipo), Mats Egbring (Orakel) sowie Mika Bredendiek, Max Krug, Jonas Nolte und Philipp Zielen als Affengespenster. Die Aufführung leiteten Ulrike Wilmsmeyer und Frank Wemme.

 

Sie sorgten für Rhythmus

Um die musikalische Untermalung kümmerte sich die Musicalband aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 11. Folgende Instrumente waren beteiligt:

Querflöten (Nela Haeberle, Flûte Seifart, Alicia Spitzhüttl), Saxofon (Tom Herfert), Posaune (Samuel Ruff), Klavier (Nina Simmer), E-Bass (Janne Schweitzer), Schlagzeug (Aaron Ruff). Frank Wemme von der Fachschaft Musik spielte E-Gitarre und leitete die Gruppe.

 

Für guten Klang

Keine gute Aufführung ohne die Leistungen des Teams WU Sound&Light. Hier arbeiteten Tim Bastian, Finn-Jonas Posingies, Anton Schneider, Luis Klefenz (Klassen 8 und 9), Raphael Hetche, Basti Sasse, Julian Textor (Klassen 10 und 12). Die Leitung hatte Sam Kempkes.

 

Die Eltern halfen

Die optischen Eindrücke sind bei keiner Aufführung zu unterschätzen. Dass Kostüme und Maske so professionell vorbereitet waren, war Verdienst von Birgit Niedziella, Alessa Niedziella und Kira Gräser. Weitere Eltern leisteten Unterstützung in der Maske.

 

Toll im Malen

Das Bühnenbild entwarfen Samuel Kirschning und Justus Manczyk (Sonne/Titel), Janne Elsaßer (Orakel), Celia Giebing, Merle Herwig und Emma Wagner unter der Leitung von Ines Vielhaben.

Die Plakate erstellten Annica Bartsch, Leonard Berger, Mika Bredendiek, Zoe Closmann, Mats Egbring, Neyla Fritz, Max Glock, Lilian Gräser, Jaron Häußermann, Quentin Herwig, Antonia Kurlinsky, Carlotta Meyer, Jonas Nolte, Stella Preiß, Konrad Rothmann, Colin Schaefer, Ben Scharmann, Sude Yilmaz und Philipp Zielen unter Leitung von Ines Vielhaben. Aus ihrem Kunstunterricht der Klassen 5 kamen auch die Handpuppen zum Einsatz.

Die Gesamtleitung der Veranstaltung lag in Händen von Ulrike Wilmsmeyer. Ein Dank gilt der Schulleitung und Oleg Koch als Hausmeister für organisatorische Unterstützung.

Definition des Irrsinns und die Tiefen des Internatslebens
, ,

Wer hat eigentlich festgelegt, was normal ist? Dieser Frage ging in der Jahrgangsstufe 11 der Kurs „Darstellendes Spiel“ mit seinem Beitrag „Der ganz normale Wahnsinn“ auf den Grund. Im Rahmen einer so genannten Szenencollage brachten die Jugendlichen dabei verschiedene theatrale Mittel auf die Bühne: Darstellung durch Körper, Rhythmus, Stimme, Requisiten. Viel ist dabei vom Horizont des Empfängers, also des Publikums abhängig, lernten die Besucher. Es komme sehr darauf an, was der Zuschauer und Zuhörer aus den vermittelten Botschaften mache.

Mit einer bewussten Überzeichnung der Abläufe in einem alt-konservativen Internat und seiner gerade deshalb alternativlosen Befürwortung durch ein Teil der traditionellen Elternschaft präsentierte der DS-Kurs 12 das Stück „Club der Toten Dichter“.  Disziplin und Selbstentfaltung stehen hier im scheinbar unüberbrückbaren Gegensatz, der Suizid einer Schülerin wird den wenig schulkonformen Unterrichtsmethoden eines einzelnen Lehrers zugerechnet – weil das bequemer ist, als sich als Eltern oder Internat selbst zu hinterfragen. – Ein großartiger Abend mit durchgehend sehr guter darstellerischer Leistung.

Preise für alle in der Junior-Sparte von „Jugend forscht“
, ,

Erstmals gab es dieses Frühjahr in Hessen einen Landeswettbewerb in der Junior-Sparte von Jugend Forscht, bekannt auch unter dem Namen „Schüler experimentieren“. Für die Steinmühle war die Teilnahme ein voller Erfolg, denn niemand kehrte ohne Preis an die Schule zurück.

Der Wettbewerb wurde vom Fachbereich Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel organisiert und fand auch dort statt.
Die Steinmühle durfte gleich mit vier Teams (ein Projekt in Biologie und drei in Chemie), die auf dem Regionalwettbewerb erste Plätze erreicht hatten, antreten. Schon früh mussten die Schülerinnen und Schüler aus den 5., 6. und 8. Klassen anreisen, um bereits gegen 8 Uhr ihre Stände aufzubauen. An zwei Tagen galt es dann, die Forschungsprojekte an den Ständen anhand eines wissenschaftlichen Posters einer Fachjury und am zweiten Tag auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hier zeigte sich schnell das – im Vergleich zum Regionalwettbewerb – insgesamt sehr hohe Niveau der Forschungsarbeiten.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Besuch der Grimm-Welt am Freitag und ein Trommel-Workshop am Samstag standen für die Schülerinnen und Schüler mit auf dem Programm. Übernachtet wurde in der nahegelegenen Jugendherberge.

Prominente Moderatorin

Am Samstagnachmittag fand dann schließlich die Preisverleihung statt, die von Shary Reeves, die vielen aus der KiKa-Sendung „Wissen macht Ah“ bekannt ist, sehr unterhaltsam moderiert wurde.
Zunächst standen einige Dankesreden mehrerer Vertreter aus dem hessischen Kultusministerium, der Wirtschaft und der Universität Kassel auf dem Programm. Danach wurden die Platzierungen in den einzelnen Disziplinen und die Sonderpreise von Shary Reeves verliehen.

Sensationell war für die Steinmühle das Ergebnis. Erfreulicherweise konnten alle Teilnehmer der Steinmühle mit Preisen nach Hause gehen! Dies galt auch für Betreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, MINT-Koordinatorinan unserer Schule, die einen Betreuerpreis erhielt: „Bei den Betreuerpreisen, wird immer wieder hervorgehoben, dass wir es schaffen, auch schon sehr junge Schüler/innen an anspruchsvollen Projekten arbeiten zu lassen.“ Auch gab es in Kassel ein Interview zu den Strukturen an der Steinmühle.

 

Viele möchten weitermachen

Dr. Jutta Töhl-Borsdorf: „Schön ist, dass die SchülerInnen, die in der 7. Klasse aus dem GuFi-Labor ausscheiden, häufig weitermachen beziehungsweise jetzt auch weitermachen wollen, zum Beispiel am Freitagnachmittag im “Offenen Labor” oder in der 8. und 9. Stunde im Wahlunterricht.“

Ziel sei es auch, dass das Projekt bis in die Oberstufe hochwachse. Dort hätten die SchülerInnen häufig einen sehr vollen Stundenplan, möglich sei aber der Ersatz eines Abiturfaches durch ein Jugend Forscht Projekt als “Besondere Lernleistung”.

 

Folgende Preise wurden beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ erarbeitet:

Teresa Dinges, Neyla Fritz, Sophia Rogosch
Kräuter, Tee & Co gegen Bakterien: 3. Platz Biologie (75€) und ein Sachpreis (ein Multimeter) CINSaT für eine interdisziplinäre Arbeit.

Mats Egbring & Leonard Berger
Sonnencreme für Bäume: Sonderpreis Energieeffizienz und Umwelt (150€)

Marvin Preis, Joel Rucker, Mats Böhmer
Phosphat in Lebensmitteln – Wie leckeres Essen gefährlich werden kann:  Sonderpreis für Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (150€)

Joshua Wieder, Morten Köhler, Benjamin Schul
Wie und wie schnell verdirbt Milch wirklich?:  2. Platz Chemie (100€)

Der Betreuerpreis für Dr. Jutta Töhl-Borsdorf ist mit der Teilnahme eines Qualifizierungsworkshops verbunden, und zwar im November in Paderborn bei der Firma Nixdorf zusammen mit den Betreuern aus den anderen Bundesländern.

Jugend Forscht: Team Jahrgang 12 holt Platz zwei in Darmstadt
, ,

Beim Regionalwettbewerb „Jugend Forscht“ hatten sich die beiden Schülerinnen Lena Noelle Joußen (17) und Janina Seip (18) aus der Jahrgangsstufe 12 für den Landeswettbewerb Hessen in Darmstadt qualifizieren können. Dies bedeutete, dass bis zum Schluss am letzten Feinschliff gearbeitet werden musste.

Das zweiköpfige Team machte sich bereits am Vortag des Wettbewerbs gleich nach Unterrichtsende auf dem Weg nach Darmstadt. Um 8 Uhr war am nächsten Morgen Einlass in die Turnhalle des Merck-Unternehmens. Insgesamt 36 Teams aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik und Technik machten sich an den Aufbau der Stände, wobei die Gelegenheit genutzt wurde, sich die Projekte der anderen Teilnehmer anzuschauen.

Jedes Team erhielt zwei Stellwände sowie Tische und Stühle, die Anwesenheit von Eltern und Betreuern war an diesem Tag nicht erlaubt. Um 9 Uhr gab es die Begrüßungsrede, wobei auf das diesjährige Motto „Frag nicht mich, frag dich“ hingewiesen wurde und der darauffolgende Tagesablauf erläutert wurde. Eine Liste mit den Begutachtungszeiten der Jury wurden herumgegeben. Dies war deutlich angenehmer als beim Regionalwettbewerb, da man nicht die ganze Zeit am Stand stehen musste, sondern auch die diversen Workshops zu Themen wie Duales Studium oder Patentrecht usw. besuchen konnte. Auch lernte man die anderen Teams besser kennen, die ebenfalls sehr gute Projekte vorzuzeigen hatten.

 

45 Minuten Begutachtung durch 4köpfige Expertenjury

Die Zeit bis zur Jurybefragung gestaltete sich relativ lang und die Nervosität stieg ständig. Um 12.15 Uhr kam die Jury zu unserem Stand „Mikroorganismen und Plastikabbau: Identifizierung von Bakterien im Larvendarm von Galleria mellonella“. Auf unsere Präsentation folgten Fragen der 4köpfigen Expertenjury, woraufhin sich eine Art Gespräch entwickelte, welches dazu führte, dass die 45 Minuten schneller verliefen als erwartet.

Pünktlich zum Mittagsessen waren wir fertig und konnten somit den restlichen Tag etwas entspannter wahrnehmen. Bis 16 Uhr waren Kamerateams, Fotografen und Radioteams unterwegs und befragten die Kandidaten. Letzte Jurybegutachtungen fanden ebenfalls statt. Eine etwas unnötig erscheinende Generalprobe für die Preisverleihung folgte im Anschluss. Anschließend war es endlich nach langer Wartezeit soweit und Busse brachten uns als Teilnehmer zum Kinopolis, damit sich alle den Film „Ex Machina“ anschauen und im Anschluss das gemeinsame Abendessen einnehmen konnten. In dieser Zeit wurde die Stimmung untereinander immer lustiger und am Ende des Abends, als alle entweder in einer Jugendherberge oder einem Hotel untergebracht wurden, sind viele neue Kontakte geknüpft worden.

 

„Eigene Ideen ruhig umsetzen!“

Am nächsten Morgen gab es Frühstück und anschließend wurden alle zurück zum Merck Gelände gefahren. Die Aufregung über die Preisverleihung war groß, genauso wie die allgemein bemerkbare Müdigkeit. Das Programm ließ jedoch keinerlei große Pause zu. Die Besichtigung des Merck Innovation Centres, in dem Ideen der Zukunft umgesetzt werden, war sehr beeindruckend und sehr neu und unsere Müdigkeit verschwand sehr schnell wieder. Uns wurde der meist über 2jährige Prozess der Ideenentwicklung nähergebracht und ein Start Up Unternehmer erklärte uns auf sehr lockere Weise den Prozess seines Unternehmens, wobei er uns ermutigte, unsere Ideen in die Tat umzusetzen.

Nach dem fast 3stündigen Aufenthalt im Merck Werk traten wir den Weg zurück zur Turnhalle an, wo nun auch die Eltern, Betreuer und Naturwissenschaftsinteressenten warteten und sich die Projekte erklären lassen konnten. Dieser Teil war anstrengend aber auch sehr interessant, da bemerkbar viele Interessierte zu unseren Standen kamen.

 

Vince Ebert als Moderator

Um 15.30 Uhr startete die Preisverleihung mit dem Einlauf der Teilnehmer und Moderator Vince Ebert begrüßt auf seine gewohnt offene Art alle Anwesenden. Viele weitere Reden aus dem Hause Merck, von Bürgermeistern und dem Kultusminister folgten.

Die Steinmühle erzielte mit ihrem zweiten Platz in der Rubrik Biologie, verbunden mit 200 Euro Preisgeld, eine sehr erfreuliche Platzierung, worüber sich unsere Eltern als auch unser Betreuer Dr. Dietmar von der Ahe und Chemie-/Physiklehrerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, die ebenfalls nach Darmstadt gekommen waren, sehr freuten. Dr. von der Ahe als unser Betreuer erhielt den Betreuerpreis. Alles in allem waren diese zwei Tage überaus aufschlussreiche, interessante, jedoch auch sehr anstrengende Tage, die mit vielen tollen Erfahrungen verbunden waren. Janina Seip

 

Lena Noelle Joußen und Janina Seip erhielten beim Landeswettbewerb Jugend Forscht den zweiten Preis für ihre Forschungsarbeiten zum Thema „Mikroorganismen und Plastikabbau: Identifizierung von Bakterien im Larvendarm von Galleria mellonella“.

 

Das spricht für die Qualität des Steinmühlenunterrichts: Wie seine Kollegin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf (re.) beim Junior-Wettbewerb „Schüler experimentieren“, so erhielt auch Dr. Dietmar von der Ahe (li.) beim Wettbewerb „Jugend Forscht“ den Betreuerpreis.

 

Großartige Stimmung im Steinmühlenforum mit der hr-Bigband
, ,

Der hr-Bigband eilt ein Ruf voraus: Wer da drin ist, hat’s drauf. Kein Wunder, dass die Ankündigung des Ensembles, an die Steinmühle zu kommen, mit hohem Respekt erwartet wurde. Unglaubliche Stimmung füllte das Forum während der Veranstaltung am Freitag vor Pfingsten. Und es soll nochmal einer sagen: Jazz ist nur was für Ältere.

Wippen, Schnippen – die Post ging ab. Auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler hatte der Rhythmus gepackt. Irgendwie kamen die Stücke ja auch bekannt vor, die Namen klangen geläufig: Steely Dan, Miles Davis, Duke Ellington, Thad Jones. Das waren große Künstler, deren Musik hier präsentiert wurde.

 

„Vertiefungskurs“ in Sachen Jazz

Ein Teil des Steinmühlen-Jazzensembles hatte sich weit vor der Veranstaltung noch etwas anderes zur Aufgabe gemacht: Die Moderation der Veranstaltung nämlich. Die Schülerinnen und Schüler Talea Funk, Samuel Ruff, Tom Herfert und Marit Winterstein waren eigens zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt gereist, um sich in einem Workshop von Profis erklären zu lassen, wie man ein Jazz-Konzert präsentiert. Die Schnell-Lerner hatten die Tipps rasch verinnerlicht. Ohne erkennbare Aufregung, aber voller Respekt vor dem Ensemble und seinen Leistungen führten die Steinmühlenmusiker durch den Vormittag.

Dem Publikum gaben sie Hinweise zu den Stücken, die von den Profis präsentiert wurden. Die Mitglieder der Band interviewten sie zum ein oder anderen Thema. Da wurde nicht nur flotter Jazz gehört, sondern auch noch etwas gelernt. Für alle Anwesenden ein Schnellkurs in Sachen Jazzmusik.

Der Besuch der hr Bigband an der Steinmühle ist quasi Teil einer Mission. Weil bekannt ist, dass Berührungspunkte mit guter Jazz-Musik an Schulen allgemein eher weniger bestehen, begibt sich die hr Bigband in regelmäßigen Abständen auf Schultour durch ganz Hessen.

Dieses Mal stand die Steinmühle mit auf dem Plan. Es war die letzte Station auf dem Weg durch unser Bundesland. Dass an der Steinmühle der Jazz nicht nur vom Hörensagen bekannt ist, sondern auf dem aktiven Musikprogramm etabliert ist, haben die Bigband-Profis sicher weder gewusst noch voraussetzen können. Der Auftritt im Kreise einiger „Kenner der Szene“ dürfte ihnen aber gefallen haben.

Theaterwerkstatt der Klassen 7 sorgte für beste Unterhaltung
, ,

Wohl noch niemals hat das Publikum bei einer Aufführung der Theaterwerkstatt des Jahrgangs 7 so herzlich gelacht, und zwar den ganzen Abend lang. Im voll besetzten Forum herrschte ununterbrochen gute Stimmung, das Publikum applaudierte nahtlos von einer Szene zur anderen. – Bestes Zeichen dafür, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die bei der Regie assistierenden Profi-Darsteller alles richtiggemacht haben.

Die Klassen 7 b, c und a brachten in genau dieser Reihenfolge ihre Stücke auf die Bühne. „Falscher Verdacht“ nannte sich der Beitrag, den die 7b unter der Leitung von Ines Vielhaben und Daniel Sempf einstudiert hatte. In einer genialen Weise schaffte es das junge Ensemble, ein aktuelles und eher ernstes Thema in ein unterhaltsames Bühnenstück zu verwandeln: Bei einer Demonstration der Anhänger des geeinten Europas gegen Verfechter Deutschlands war ein Mord passiert. Ausdrucksstark, mit viel Witz und offensichtlichem Spaß an der Sache gelang es, den Fall und seine Auflösung tatsächlich so zu präsentieren, dass der Humor des meist erwachsenen Publikums trotz des gar nicht so lustigen Sachhintergrundes punktgenau getroffen wurde.

„Einmal und nie wieder“ nannte sich das Stück der Klasse 7c, das unter Regie von Lisa Braun und Michael Pietsch zur Bühnenreife gelangt war. Hier ging es um die Hürden, die ein langjähriges Paar im Rahmen seiner Hochzeitsvorbereitungen zu nehmen hatte. Fast alles ging schief, niemand erledigte seinen Job mit der gebotenen Sorgfalt – und zurück blieb eine ziemlich gestresste Braut, deren Nervenkostüm mit jeder Panne dünner wurde. Wer den Schaden hat, braucht natürlich für den Spott nicht zu sorgen: Die Erheiterung des Publikums wuchs proportional mit. Eine tolle Leistung der 7c, die viel Applaus fand.

Szenen aus einem „echten“ Familienleben spiegelte der Beitrag, den Melisande Lauginiger und Michael Köckritz mit der 7 a vorbereitet hatten. Drei Familien, an sich schon unterschiedlich genug und intern mit diversen Auseinandersetzungen beschäftigt, treffen im Familientherapiezentrum aufeinander. Dort lernt man, dass es anderswo auch nicht glatt läuft und knüpft sogar persönliche Kontakte – um am Ende die gemeinsame Frage zu stellen, ob nicht der Psychiater des Therapiezentrums womöglich der Verrückteste ist. Die Frage „Äh, ist das hier die Bar?“ war der geahnte Ausweg aus dem Chaos – und gleichzeitig Titel der Inszenierung.

Das Publikum verließ das Steinmühlenforum nach den drei Vorstellungen sichtlich amüsiert und guter Laune. Es hatte sich an diesem Abend einmal mehr gezeigt, dass der Steinmühle in Sachen Theater etwas Besseres als das tolle Engagement der Fachkollegen, der Spaß aller Siebtklässler an der Sache und ihre schauspielerische Anleitung durch die Profi-Darsteller Daniel Sempf, Michael Pietsch und Michael Köckritz nicht passieren kann.

Ausstellungseröffnung Kunst und Natur im Gewächshaus
, ,

Über 50 Besucherinnen und Besucher bestaunten bei Eröffnung der diesjährigen Vernissage im Steinmühlen-Gewächshaus die dreidimensionalen Kunstwerke von neun Kunstgruppen, bestehend aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersklassen – von der Jahrgangsstufe 5 bis zur E-Phase. Mitschüler/innen, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Steinmühle erfreuten sich im wunderschönen, natürlichen Ambiente des Gewächshauses und des Schulgartens an Kunst und Natur.

Musikalisch umrahmten die beiden Musiktalente Talea Funk und Fynn Konnertz die Eröffnung. Abgerundet wurde die Veranstaltung von kulinarischen Genüssen aus dem Wahlunterricht (WU) Partyservice unter der Leitung von Fido Wagler.

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wer werden wir sein? Wie werden wir leben?

Schülerinnen von Ines Vielhaben aus der E-Phase haben mit ihren Plastiken, die die Gäste am Eingang des Gewächshauses begrüßen, explizit zu diesem Thema gearbeitet. Wieviel Instinktives, Tierisches steckt im Menschen? Welche Identität oder Identitäten werden die Menschen in Zukunft kreieren? Zu welchen Avataren oder zu welchen Cyborgs werden sie sich entwickeln?

Ausgegangen ist der Kurs beim Modellieren immer von den menschlichen Formen und Proportionen, waren sie doch in der Tonwerkstatt die umgebenden Vorbilder. Doch diese mussten verzerrt, überlängt oder gestaucht werden – je nachdem, ob ein Affe, Mensch oder Cyborg entstehen sollte.

Aus der gleichen Jahrgangsstufe lassen sich die surrealistischen Boxen bewundern. Ausgangspunkt war hier der Kunstraum 507, der durch die Schatzkisten künstlerisch nicht nur aufgewertet, sondern auch personalisiert werden sollte.

Formal beziehen sich diese Kisten auf die Werke der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo und des belgischen Surrealisten Rene Magritte. Traumhafte Vorstellungswelt und Wirklichkeit werden hier gleichermaßen verwoben. Sie wurden vom Kunstprofil unter der Leitung von Heike Rabben-Martin gefertigt.

Aus dem Unterricht von Dr. Sabine Kraft zeigen die jungen Designerinnen und Designer der 10b und 10c teils futuristische Sitzmöbel im Modell: Ihre Entwürfe, zunächst zeichnerisch in Form von Thumbnail-Skizzen entwickelt, setzten die Teams in Modelle um.

Die Gruppen hatten sich aus dem Bereich des Industrie-Designs für das Thema „Sitzmöbel“ entschieden. Das fertige Produkt hatte eine weitere Vorgabe zu erfüllen: Die Größe musste auf den Handteller passen! Ansonsten herrschte freie Wahl bezüglich Material, Form und Art der Sitzgelegenheit.

Ein wenig Theorie erleichterte den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Entscheidung. So wurden im Vorfeld die drei wichtigen Aspekte für ein gelungenes Designobjekt besprochen.

  • Praktische Funktion: Die Gebrauchsfähigkeit eines Designobjekts aus der Sicht des Benutzers.
  • Ästhetische Funktion: Hauptkriterium ist das Zusammenwirken von Haupt- und Nebenformen, aber auch von Farbe, Material und Oberfläche, aus der Sicht des Betrachters.
  • Symbolische Funktion: Sie entscheidet zum Beispiel darüber, ob das Produkt höheres Ansehen vermitteln oder nur vortäuschen kann und wie es auf die Mitmenschen wirkt – aus der Sicht des Besitzers.

Schließlich wurde geschnitten und zusammengefügt, gehämmert und geklebt, was das Zeug hielt. So mancher Versuch ging auch mal daneben und musste wiederholt werden.

 

Architektur nach Hundertwasser

Die Klasse 10a wählte ein Architektur-Thema mit der Absicht, sich in der Art von Hundertwasser im Modellbau zu erproben. Zunächst bauten die Architekten-Teams ein Massenmodell aus Streichholzschachteln, mit Gips überzogen und geglättet. Mit dieser vorbereiteten Oberfläche konnte es losgehen!

Vor allem die Vermeidung des rechten Winkels, aber natürlich auch Farben, Formen und vielfältige Ornamente waren Gestaltungsmittel, von denen sich die Arbeitsgruppen inspirieren ließen. Mit jedem „Bauabschnitt“ entwickelten die Gruppen immer wieder neue Ideen, die sie kreativ umsetzten.

Friedensreich Hundertwasser hätte sich gefreut zu sehen, wie sehr „seine“ unkonventionellen Ansichten die jungen Baumeister noch heute motivieren können.

Ein Highlight der diesjährigen Ausstellung sind mit Sicherheit die Food-Styling Dummys aus den 8. Klassen.

 

Food-Styling bedeutet die Präparierung von Lebensmitteln für Werbezwecke. Die Abbildung von (scheinbar) frisch zubereitetem Essen ist vor allem im Bereich von Verpackungsdesign und audiovisuellen Medien gefragt.

Food-Fotografie kann sehr zeitintensiv sein. Daher müssen die benötigten Produkte über einen längeren Zeitraum hinweg ästhetisch ansprechend und „knackig“ wirken. Aus diesem Grund ist die Gestaltung von „Dummys“ effizienter als der Einsatz von echten Speisen oder Backwaren. Letztere würden ihr appetitliches Erscheinungsbild rasch verlieren. Bei den Modellen hingegen bleiben Konsistenz und Farbe als Zeichen der Frische erhalten. Ein weiterer Vorteil von Dummys ist ihre Wiederverwendbarkeit. Ihr Einsatz ist also auch ökonomischer als die Verschwendung von Essbarem für Werbung. Die Food-Stylisten aus den Klassen 8a und 8c haben mit verschiedenen Materialien experimentiert und in ihren Arbeiten die Zutaten und Bestandteile ihrer Lieblingsgerichte künstlich gestaltet. Die Vorlieben der Schüler-Teams sind eindeutig: Burger mit Pommes, Pizza und Süßspeisen stehen ganz oben auf der Hitliste!

Unsere jüngsten Künstler aus der 5a gestalteten einerseits Zauberkessel, die in der Winkelgasse bestimmt ein Kassenschlager werden würden. Entsprechend ihrer Entwürfe haben sie mit einfachen Aufbautechniken Gefäße geformt und fantasievoll ausgestaltet. Außerdem haben die Fünftklässler Tiere auf keramische Fliesen modelliert. Mit Mulden und Erhebungen wurde die Gestalt aus der Fläche der Platte herausgearbeitet oder in sie hineingedrückt. Außerdem sollte das Tierrelief noch durch eine passende Oberflächengestaltung akzentuiert werden.

 

NaUnt: Fünfte Klasse erarbeitet am Modell den Ablauf der Atmung
, ,

Wie funktioniert die Atmung beim Menschen? Und wie schaffen es Fische, unter Wasser zu leben, ohne dabei zu ersticken? Dies lernten Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 in NaUnt, dem naturwissenschaftlichen Unterricht von Biologielehrerin Heike Rabben-Martin. Lenja Kissling aus der 5b verfasste einen Text darüber, wie die Gruppe sich die Materie erarbeitete:

„Zu Beginn haben wir in NaUnt ein einfaches Modell zur Atmung des Menschen gebaut, welches man gut auf dem Foto erkennen kann. Wir Lungenatmer nehmen Luft in unsere Lungen auf. In der Umgebungsluft befindet sich nur 21 Prozent Sauerstoff. Unsere Lungen sind aber in der Lage, diesen Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen und diesen an unseren Blutkreislauf abzugeben.

Die Lunge wird bei der Einatmung mit Luft gefüllt und beim Ausatmen wieder entleert. Das Zwerchfell wird beim Einatmen angespannt und beim Ausatmen entspannt. Beim Einatmen wird sauerstoffreiche Luft durch Mund oder Nase über die Luftröhre in die Lungen gesaugt, und über den gleichen Weg verlässt sauerstoffärmere Luft unseren Körper.

Anschließend wurde die Atmung der Fische untersucht und herausgefunden, wie es die Fische schaffen, unter Wasser zu leben, ohne dabei zu ersticken.

Im Unterricht haben wir gelernt, dass das entscheidende Organ, welches die Fische zum Atmen benutzen, ihre Kiemen sind. Die Fische öffnen ihr Maul, und dabei strömt Wasser hinein. Wenn sie dann das Maul schließen, strömt das Wasser durch die Kiemen wieder hinaus. Die Kiemen übernehmen dabei die Funktion, den gelösten Sauerstoff aus dem Wasser aufzunehmen und das Wasser, welches dann aus dem Kiemen austritt, ist sauerstoffärmer.

Um den Aufbau und die Arbeitsweise der Kiemen besser verstehen zu können, haben wir im Unterricht so ein Modell der Fischkieme gebastelt, wie es auf dem Foto abgebildet ist.“

Vier Preise beim Känguru-Wettbewerb
, ,

Knapp 1 Million Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 12/13 haben in diesem Jahr in Deutschland am Känguru-Wettbewerb teilgenommen, 80 davon an der Steinmühle, hauptsächlich aus den Klassen 5 und 6. Doch auch einige Siebt- und Achtklässler/innen hatten sich zu diesem freiwilligen Test angemeldet. Fachlehrerin Gisela Opper berichtet:

Die Känguruaufgaben sind meist sehr anregend, teils unterhaltsam und lassen sich mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen lösen. Manchmal genügen gesunder Menschenverstand, ein bisschen Pfiffigkeit oder eine kreative Idee. Zudem handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test, was den Schülerinnen und Schülern sehr entgegenkommt. Alle Teilnehmer/innen haben abschließend eine Urkunde, ein kleines Spiel und das Känguruheft mit allen Aufgaben und Lösungen bekommen.

 

Mathilda Lambach besonders erfolgreich

In jeder Klassenstufe gibt es für die etwa 5 Prozent der deutschlandweit besten Teilnehmer erste, zweite und dritte Preise. Das sind meist anregende Spiele, mathematische Puzzles oder Bücher. An der Steinmühle gab es in diesem Jahr vier Preisträger: Juliana Stry (5b) erhielt einen 2. Preis, Teresa Dinges (5b) und Arvid Mayer (7c) schafften jeweils einen 1. Preis. Besonders erfolgreich war in diesem Jahr erneut Mathilda Lambach (6b). Sie erreichte 115 von 120 Punkten und bekam nicht nur ein Spiel als ersten Preis, sondern auch ein Känguru-T-Shirt für den weitesten Kängurusprung, nämlich die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten.

Das Foto zeigt (von links): Arvid Mayer (7c), Mathilda Lambach (6b) Teresa Dinges und Juliana Stry (beide 5b).