Steinmühlen-Fußballer siegen beim Stadtentscheid “Jugend trainiert für Olympia”
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Große Freude bei unseren Fußballern der Klassen 6 und 7: Mit einem 3:1-Sieg gegen die favorisierte Elisabethschule und einem Unentschieden gegen die Martin-Luther-Schule (1:1) konnte  unsere Mannschaft der Wettkampfklasse II “Jugend trainiert für Olympia” Ticket für den Kreisentscheid am 12. Oktober lösen. Das Team von Bernd Schweitzer und Dirk Konnertz zeigte sich beim Stadtentscheid im Georg-Gassmann-Stadion von Beginn an hellwach und präsentierte sich als geschlossenes Team. Obwohl wegen der terminlichen Nähe zu den Sommerferien und anschließenden Klassenfahrten keine Vorbereitung möglich war, kombinierte die Mannschaft ansehnlich und ließ sich im ersten Spiel nicht von einem 0:1-Rückstand beeindrucken. Auch wenn es eine Mannschaftleistung war, muss man die überragende Leistung von Lasse Schweitzer hervorgeben, der zum Turniersieg drei der vier Tore beisteuerte.

Erfolgreich dabei waren: Arthur Böning, Ben Borawski, Felix Bork, Julius Brückmann, Len Hülsbeck, Tiemo Irmisch, Jonah Isenberg, Felix Martens, Jonas Mierisch, Rafael Piller, Fabian Preis, Lasse Schweitzer, Paul Sondergeld, Ben Templer und Moritz Wagner.

Häuserfahrten 2022- Anders als geplant
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Die Sommerferien sind zu Ende und die leeren Zimmer des Internats Steinmühle bekommen wieder neues Leben eingehaucht. Die Zimmer werden liebevoll dekoriert, ganz persönlich hergerichtet und der kommende Unterricht wird vorbereitet. Alle hatten eine erholsame Sommerzeit und reisen voller Spannung und Vorfreude auf das neue Schuljahr 2022/23 an.

 

Damit der Einstieg und das Kennenlernen so richtig gelingen kann, sollen auch in diesem Jahr die bekannten Häuserfahrten stattfinden. Schon am Wochenende der ersten Schulwoche soll es losgehen. Alle Häuser haben sich vorbereitet, um eine großartige Zeit miteinander zu erleben und sich in neuen Häuserkonstellationen kennenzulernen. Doch wie so oft kommt es anders als geplant. Eine Grippewelle stürzt über das Westfalenhaus und Bremerhaus hinein. Beide Häuser müssen ihre Fahrten nach Amsterdam und Hamburg verschieben. Zu viele Schüler: innen und Pädagog: innen sind erkrankt. Natürlich wird für die gesunden Schüler: innen schnell ein spontanes Alternativprogramm erstellt.

Die restlichen Häuser bleiben zum Glück verschont und können ihre Reise antreten. So packen Mühle, Biohaus, Stammhaus und Hessenhaus ihre Sachen und beladen die Busse. Voller Vorfreude rollen die vollbepackten Busse mit lauter Musik und fröhlichen Gesang über den Hof.

 

Das Stammhaus macht den Anfang, in diesem Jahr führt es sie nach Soltau. Dort angekommen bauen die Stammhaus-Jungs das große Zelt am Campingplatz auf und machen Bekanntschaft mit ihren Zeltnachbarn. Das Wochenende verbringen sie im Heidepark mit schnellen Achterbahnen und einer menge Adrenalin. An den Abenden sitzen alle zusammen am gemütlichen  Lagerfeuer mit gutem Essen und einigen lustigen Spielen und Gesprächen.

 

Mühle und Biohaus möchten ebenfalls ihr Wochenende voller “Action” im Europapark in Rust verbringen. Hier stoßen einige der Schüler: innen sowie Pädagog: innen an ihre Grenzen. Durch gegenseitigen emotionalen Beistand können sogar einige Ängste überwunden werden. Die beiden Häuser nächtigen getrennt voneinander. Die Mühle wohnt in einem Selbstversorgerhaus mit großem Matratzenlager und das Biohaus in eingerichteten Hütten auf einem Campingplatz.

 

 

Das Hessenhaus zieht es auf einem Campingplatz an die Mosel. Dort erwarten sie schon aufgebaute und eingerichtete Zelte. Da sie nichts aufbauen müssen, haben sie am nächsten Tag genug Kraft für eine Wanderung zur Burg Eltz, wo sie einen wunderschönen Ausblick genießen dürfen. Sogar einen Besuch am Abend in einer Jumpinghalle  lässt die restliche Kraft noch zu, um danach voller Erschöpfung in die Zelte zu fallen. Zum krönenden Abschluss fährt das Haus am Sonntag nach Koblenz, wo gebruncht und danach die Innenstadt erkundet wird.

 

 

In der Zwischenzeit im Internat kommen Bremerhaus und Westfalenhaus bei Brunch, Grillen und AG Angeboten zusammen. Die übrigen gesunden Schüler: innen und Pädagog: innen besuchen einen Escape Room, machen Yoga, spielen Tennis, knüpfen Freundschaftsbänder, musizieren gemeinsam und bereiten einen Disney Filmabend im großen Gruppenraum des Westfalenhaus vor.

 

Voller Erschöpfung und mit strahlenden Gesichtern treffen sich am Sonntagabend alle Häuser zusammen beim Abendessen. Viele Gespräche finden über die Attraktionen und das Erlebte am Wochenende statt. Alle sind zufrieden und können sich nun so richtig auf das neue Schuljahr einstellen. Westfalenhaus und Bremerhaus freuen sich riesig darüber schon ganz bald ihre eigenen Häuserfahrten nachholen zu können.

 

 

Sommerkonzert: Ein weiteres Mal “volles Haus” im Forum
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Nur noch Stehplätze gab es zu Beginn des Sommerkonzerts im Forum – und selbst die wurden noch zeitnah belegt. Die Veranstaltung mit ihren vielen Gästen war ein weiterer Beweis im Reigen der Steinmühlenevents, wie beliebt doch die Schulveranstaltungen sind – und wie sehr sich die Steinmühlengemeinde während der Pandemie-Vorschriften danach gesehnt hat. Da nahmen viele vorsichtshalber noch gern das Tragen einer Schutzmaske in Kauf!

Der Chor der Klasse 6 präsentierte Titel von Adel Tawil & Co, Daniel Sans begleitete am Flügel. Auch die anstehende Verabschiedung von Jeannine Walter in den Ruhestand kam bereits zur Sprache, wenngleich der offizielle Akt erst drei Tage später beim Sommerfest des Kollegiums anstand. Schülerseits wurde bereits jetzt ein Ständchen gebracht mit dem passenden Titel “Happy ending”.

Das Sommerkonzert lief unter bewährter Moderation von Ulrike Wilmsmeyer ab. Die Bläserklasse 5 unter Leitung von Andreas Jamin stellte ihr Können unter Beweis. Der Oberstufenchor unter Regie von Daniel Sans überzeugte mit stimmlich fabelhaften Darbietungen. Bläserklasse 6 und Konzertband unter Leitung von Stephan Reissig demonstrierten, wie man sich steigern kann, wenn auch über die Klasse 5 hinaus noch zum (Blas)instrument gegriffen wird.

Die vielen begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer konnten den Abend nach Veranstaltungsschluss noch weiter auf dem Steinmühlengelände ausklingen lassen. Wie in den letzten Jahren üblich, lud die Schulleitung zum Bootshaus, um dort bei Grillgut und kühlen Getränken die Ruderriege der Steinmühle zu treffen, sich über ihre jüngsten Aktivitäten zu informieren und die Investitionen von Ruderverein und Schule rund um das neu sanierte Bootshaus zu bestaunen.

Boote getauft, Erfolge gefeiert: RuS ließ das Schuljahr ausklingen
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Mit guter Laune aller Gäste, Eltern, Schülerinnen, Schüler und Organisatoren sowie mit stattlichen Einnahmen für die Vereinskasse endete das Sommerfest des Vereins Rudern und Sport Steinmühle. Das ungezwungene Zusammensein bei Gegrilltem und kühlen Getränken am Schluss eines jeden Schuljahres ist bereits Tradition. Etabliert hat sich auch, dass die Besucherinnen und Besucher des vorher im Forum stattfindenden Sommerkonzertes den Abend am nun neu sanierten Steinmühlenbootshaus ausklingen lassen.

“Das Fest war ein voller Erfolg,” resümierte Björn Gemmer, Steinmühlen-Schulleiter und stellvertretender RuS-Vereinsvorsitzender. Er und allen voran der Hauptorganisator, nämlich Ruderlehrer und Trainer Martin “Stromi” Strohmenger sowie Vorsitzender Dietrich Mägerlein freuten sich über die gelungene sommerliche Feier und die Taufe zweier Boote, die vom stellvertretenden Vorsitzenden des Schulvereins, Gerhard Müller, sowie von Claus Duncker vorgenommen wurde. Die Boote tragen jetzt die Namen “Schorsch” und… “Claus”! – Wenn das mal kein gutes Omen ist für das, was da noch kommt…!

Viele weitere Persönlichkeiten aus dem Marburger Umfeld begleiteten die offizielle Erweiterung der Bootsflotte. Zugegen waren der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, die Marburger Bürgermeisterin Nadine Bernshausen, Stadträtin Kirsten Dinnebier, Björn Backes als Leiter des Fachdienstes Sport der Universitätsstadt Marburg sowie Andreas Bartsch, der als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf im Rahmen aller Bauvorhaben stets eng mit der Steinmühle verbunden war und ist. Gleichzeitig schauten auch leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steinmühle vorbei wie Thomas Hoffmann (Geschäftsführer des Internats) und Anke Muszynski (Leiterin des Internats), Dirk Konnertz (Geschäftsführer der Schule Steinmühle) und Schulleiter Bernd Holly, außerdem Mitglieder der Internats-Gesellschafterfamilie Buurman, Lehrkräfte der Steinmühle und die, die wir möglicherweise in dieser Aufzählung versehentlich unerwähnt lassen. Auf sportlicher Seite war die Anwesenheit von Marc Weber das Highlight. Der Hochleistungssportler und Neuzugang beim RuS Steinmühle hatte erst kürzlich beim World Rowing Cup in Luzern eine Medaille abgeräumt. Von ihm werden wir weiter hören und vom gesamten Verein ebenso. Hier gibt es Pläne, die nicht mehr nur in der Schublade liegen.

Die Vision einer Gesundheitsdiktatur: DS-Kurs 12 inszeniert “Corpus Delicti”
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Manche nennen das Werk den “deutschen George Orwell der Gegenwart”. 2009 schrieb die Autorin Juli Zeh den Titel “Corpus Delicti”. Den in der Zukunft spielenden Roman inszenierte der DS-Kurs der Jahrgangsstufe 12 im Forum der Steinmühle. Er zeichnet das Szenario des totalitären Überwachungsstaates im Hinblick auf die Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger. Der Staat, “die Methode”, hat dazu das Recht, in die Privatsphäre einzugreifen. Oder anders: Sie nimmt es sich.

Es fängt mit der Definition an. Was ist Gesundheit? “Die Methode” definiert dies als körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. Nur wer richtet darüber, wer sortiert ein?

Vorsicht ist jedenfalls angebracht. Das Auge der 4. Gewalt schläft nie. Und so sieht es, wer sich untersteht, einen Lebenswandel zu führen, der nicht “immunologisch kompatibel” ist. Ein guter Mensch raucht und trinkt schließlich nicht. Mehr noch: Methodenfeinde gefährden auch das Allgemeinwohl. Und um sie aufzuspüren, ist jedes Mittel recht.

Jedes Mittel? Ja, wirklich jedes! Oder wer hätte an Sensoren im Klo gedacht, mit denen der Staat die Magensäurekonzentration misst? Nur ein Beispiel für Transparenz, der man sich unterwerfen muss.

 

Welt aus Ingwer-Shots und Smoothies

“Die DS-Gruppe hat sich mit diesem Stück der hochaktuellen Thematik der Fitnessoptimierung, der Big-Data-Debatte, dem Phänomen eines Überwachungsstaates und dem Spannungsfeld zwischen staatlicher Sicherheit und Freiheit gewidmet,” erläutert Melisande Lauginiger, die zusammen mit Manuela Schmidt für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete. “Das Stück zeigt auf, wohin es führen kann, wenn man seine Freiheit in einem Staat unter dem falsch verstandenen Glauben an eine staatlich garantierte Sicherheit aufgeben muss.” Die insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler um die Protagonistin “Mia Holl” hatten in diese ernste Thematik für Lacher und Kurzweil einige Witze und Gags eingebaut – und sei es, dass die Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly beim Weintrinken oder Sahnetorteessen erwischt wurden – in der Welt aus Ingwer-Shots und Smoothies natürlich ein No-Go.

“Das Stück,” so Melisande Lauginiger, “entführt uns in eine Gesundheitsdiktatur, in der Gehirnwäsche, Unterdrückung, Manipulation, Folter und Tod den Menschen nicht nur zu einer Marionette machen, sondern ihn seiner Individualität berauben.” – Ein nachdenkenswerter Bühnenbeitrag, der mit viel Applaus bedacht wurde und den Sarah Mengel (12a), Joelina Merle (12a), Alina Klähn (12a), Yunxi Zhang und Fabian Diedrich (12c) unter Leitung von Kunstlehrerin Ines Vielhaben mit Plakaten illustriert hatten.

 

Ein pfiffiger “Opener”

“Wir sind die Vorgruppe des DS-Kurses” – mit diesen Worten hatte ein 6köpfiges Darsteller-Team der AG Theater 5/6 den Abend im Vorfeld professionell eröffnet. Hier drehte sich alles um ein 5.000-Euro-Darlehen, eine Geldübergabe im Park, um “Manfred”, der einen Mord ausführen sollte und um eine Person, die als spätere Leiche einen schauspielerisch wirklich guten Job machte. Die Gruppe um Lehrerin Dagmar Müller hat Potenzial – und wird wohl in einigen Jahren an Stelle der Hauptakteure auftreten. Wir sind gespannt!

 

Weitere Leselernhelfer gesucht: MENTOR Marburg-Biedenkopf gründete sich vor einem Jahr
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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Dieser oft flapsige Kommentar, wenn jemand nicht genau genug hingeschaut hat, genießt von seiner Aussage her absolute Berechtigung. Kann jemand keinen Text erfassen und den Inhalt nicht verstehen, dann kann er nicht mitreden und ist ausgegrenzt. Mit fast 60 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren möchte der Verein MENTOR – Die Leselernhelfer Region Marburg-Biedenkopf die erschreckende Bilanz verbessern, dass am Ende der vierten Klasse 20 von 100 Kindern nicht richtig lesen und 30 von 100 nicht regelkonform schreiben können. Der Verein gründete sich auf Kreisebene vor einem Jahr in der Steinmühle und feierte nun genau dort sein einjähriges Bestehen.

Ein besonderer Gast sorgte bei der Veranstaltung für Kurzweil im Steinmühlenforum: Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel. Mit dem Verlesen aus seinen Werken sorgte er aber nicht nur für manches Schmunzeln und den einen oder anderen Lacher. Das Anliegen “MENTOR” ist ihm wichtig und für ihn sehr ernst, er unterstützt es als Schirmherr und konstatiert:” Wer nicht lesen kann, hat es sehr schwer, aufrecht durchs Leben zu gehen.”

Die Arbeit als Mentor ist erfüllend. Das Ehrenamt, für das man ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis braucht und an einem Qualifizierungsseminar teilnehmen muss, erfordert Geduld, aber gibt viel zurück. Vier Mentorinnen erzählten im Steinmühlenforum von ihrer Tätigkeit, bei der sie Schülerinnen und Schülern aus oft bildungsfernen und sozial schwachen Schichten die Welt der Buchstaben und Wörter nahebringen. Für diese Arbeit werden im Landkreis noch dringend 15 bis 20 weitere Lesepaten gesucht.

“In der Pandemie ist die Situation nicht gerade besser geworden,” berichtete Vorsitzende Inge Maisch. Sie ist Ansprechpartnerin für Menschen, die möglicherweise Interesse haben, sich den Aufgaben eines Mentors zu stellen (info@mentor-marburg-biedenkopf.de). Dass fast alle Leselernpatinnen und -paten aus dem vergangenen Schuljahr weitermachen, stimmt sie positiv. Es sei schön, mitzubekommen, wenn Kinder Freude am Lesen entwickelten.

Eine Freude war es auch, denjenigen zuzuhören, die für die künstlerische Gestaltung des Jubiläumsabends sorgten. Das Jazz Ensemble der Steinmühle unter Leitung von Frank Wemme gehörte ebenso dazu wie Talea Funk mit einer nachdenklichen Komposition.

Der Leitung von Grundschule und Gymnasium Steinmühle sowie der Schulgeschäftsführung sind die Aufgaben von MENTOR wichtig. Schließlich sei Lesen die Grundkompetenz für die gesamte Bandbreite schulischer Bildung. Die Steinmühle hofft daher, dass sich möglichst viele Menschen melden und sich für die Tätigkeit als Lesepatin oder Lesepate interessieren.

Eine Reise um die Welt: Musical der Klassen 5 war “erste Sahne”
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Bei seiner Musical-Aufführung im Forum der Steinmühle hat der Jahrgang 5 das gesamte Publikum mit auf eine Weltreise genommen. Als “Familie” kamen die Schülerinnen und Schüler durch die richtige Zahlenkombination auf dem Deckel einer Limoflasche an diesen Hauptgewinn eines Preisausschreibens. Und wer eine Reise tut, der kann bekanntlich was erzählen!

Die erste Station führte die Urlauberinnen und Urlauber nach Paris, bevor es später auf ein Schiff ging, das Kurs auf den Norden nahm. Staunen über Polarlichter, die Feier des Midsommar-Festes – unterstrichen durch tolle Kulissen. Auch nach Israel führte es die Gruppe, später nach Liberia und weiter dann nach Rio. Jeder Zwischenstopp gestaltet durch passende Liedbeiträge, begleitet am Keyboard von Frank Wemme und dirigiert von Daniel Sans.

Unter jedem Aspekt war diese Veranstaltung unter Leitung von Ulrike Wilmsmeyer eine Wonne für das Publikum. Die jüngsten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Steinmühle hatten ihre Texte sehr gut gelernt, präsentierten ihre Beiträge mit sichtlicher Freude und machten sich noch dazu optisch sehr gut auf der Bühne. Der Förderverein der Steinmühle unter Leitung von Jasmine Weidenbach hatte insgesamt 72 bunte T-Shirts mit der Weltkarte darauf gesponsert – entworfen und bemalt von Frau Niedziella und Frau Gräser aus dem Kostümteam. Für einen reibungslosen akustischen Ablauf sorgte das Team Sound & Light um Matthäus Otte.

Das straff gehaltene und excellent eingeübte Programm kam bei den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern äußerst gut an. Begeisterung machte sich im vollbesetzten Forum breit. Der kräftige Applaus nach der Veranstaltung zeigte, wie sehr die umfangreichen Vorbereitungen aller Beteiligten honoriert wurden. Viele von ihnen dürften auf dem Heimweg gedacht haben: Bitte mehr von solchen Veranstaltungen!

“Zwischenhausen zwischen den Welten“: Die Steinmühle beim „Tag der Performances“
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Der Klimawandel ist Realität. Das natürliche Ökosystem des Planeten Erde ist durch menschliche Eingriffe stark beeinträchtigt und in vielen Bereichen schon zerstört, mit verheerenden Auswirkungen auf die Lebensmöglichkeiten und Lebensqualitäten. Unwetter und Trockenzeiten, übermäßige Hitze und schwere Stürme werden unser Wohnen und Arbeiten, unsere Freizeit und den Aufenthalt im Freien verändern. Den herandrängenden Problemen versuchen Kommunen und Privatpersonen durch Modifikationen des Mikroklimas in Siedlungen zu begegnen: Entsiegelungen, Begrünungen von Dächern, Fassaden und Höfen, Grünsanierungen im Bestand und Neuausrichtung von Bebauungsplänen stehen ganz oben auf den to do-Listen.

Initiiert von Ursula Eske, Waltraud Mechsner-Spangenberg und Edgar Zieser formierte sich Mitte Juli um das Atelier IZwischen den HäusernI eine Gemeinschaft von Künstlerinnen und Künstlern, die – zumindest für ein paar Stunden – die Utopie einer radikalen Idee von begrünter Stadtlandschaft aufscheinen lassen: Die Straße Zwischenhausen in Marburg wurde ab dem 16. Juli in einer längeren Performance unter Beteiligung zahlreicher Helfer – unter anderem mit tatkräftigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr 2. Zug Ketzerbach – auf ca. 700qm mit Naturrasen begrünt und förderte über Denkanstöße hinaus für den Moment Wohlbefinden und Lebensfreude.

An dem Kunstfest nahm auch die Steinmühle teil.

Schaurig schön oder schön schaurig zeigte Steinmühlen-Kunstlehrerin Ines Vielhaben Kunstproduktion in sauerstoffarmer Umwelt. Im Inneren eines Zorbballs zeichnete sie sich mit Hilfe eines Beatmungsgerätes, das ihr ein längeres Verweilen in der hermetisch abgeschlossenen Kugel ermöglichte, pflanzliche Gebilde an die Wand des Balles, Erinnerungen an vergangene Lebensbedingungen unter funktionierender Photosynthese.

Gibt es Hoffnung für ein Klima des Wandels, wenn die Straßen begrünt werden? Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Steinmühle setzten sich mit ihren Zukunftsvisionen auseinander. Die feinen Bleistiftzeichnungen von Chiara Massa-Enders, Adama Sow, Joela Schwing und Nicolas Althaus zeigten die Trostlosigkeit abgeholzter Wälder oder Umweltbedingungen, in denen Menschen nur mit Atemschutzmasken und Natur nur mobilen Klimakapseln überleben können.

Die Aktion wurde im Rahmen des Stadtjubiläums Marburg 800 von der Stadt Marburg unterstützt.

Verabschiedungen und Lob beim Sommerfest: “Applaus für alle, die Unwahrscheinliches leisten”
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Das Sommerfest des Lehrerkollegiums an jedem letzten Donnerstag vor den Sommerferien ist ein Wechselbad der Gefühle: Aufatmen, weil alle es wieder einmal geschafft haben. Aber auch nachdenklich werden, weil Lehrkräfte die Steinmühle verlassen.

Zunächst einmal ein dickes Lob: Auch bei diesem Event hat es wieder einmal fabelhaft geschmeckt! Man kann eines vorab als Resumee dieses Schuljahres ziehen: Wann immer die Internatsküche auf dem Gelände für das leibliche Wohl gesorgt hat – es war Spitze!

Unter diesen Voraussetzungen ließ sich das Schuljahresende prächtig einläuten. Wenngleich etwas Wehmut dabei war, als der Verabschiedungsreigen begann. Good Bye hieß es für Johanna Zuschlag, die ein halbes Jahr als Lehrkraft ausgeholfen hatte und die der Weg nun nach Schweden führt. Ein herzliches Dankeschön ging an Max Rubrecht, der – so die Schulleiter Björn Gemmer und Bernd Holly – “nicht nur in seinen Fächern Sport und Mathe, sondern auch sonst für jede Aufgabe einsetzbar war”. Tschüß, vielen Dank und Lebewohl sagten die Anwesenden zu Jolanta Hilbert nach 8 Jahren im Reinigungsteam der Steinmühle.

Dass es kein Abschied für immer sein wird, dieser Hoffnung verliehen die Kolleginnen und Kollegen gegenüber Charlotte Stroh Ausdruck. Mathematik und Spanisch sind ihre Fächer, und für die nächsten 12 Monate wird Spanien auch ihr Aufenthaltsort sein.

Für Günter Eschenbrenner, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verabschiedungsfeier teilnehmen konnte, hatten die Kolleginnen und Kollegen eine besondere Abschiedszeremonie vorbereitet. Dem Lehrer für Griechisch und Latein mit der zusätzlichen Lehrerlaubnis für das Fach Ethik sangen die Anwesenden ein Ständchen unter Leitung von Daniel Sans und zeichneten dies auf: “Gaudeamus igitur”! Eine originelle Idee und ein Beitrag, mit dem alle die besten Genesungswünsche verbanden.

Außergewöhnlich viele und herzliche Abschiedswünsche, Beiträge und Präsente gab es für eine Lehrkraft, die nach 28 Jahren und drei Monaten die Steinmühle in Richtung Ruhestand verlässt: Jeannine Walter. Das Sprachen-Multitalent, Leiterin des Bereichs Sprachen und musische Fächer sowie Lehrerin für Englisch, Französisch und Italienisch wurde von Schul- und Geschäftsleitung, aber auch zahlreichen Kolleginnen und Kollegen mit Lob und Bekundungen des Respekts bedacht: Die Mutter zweier Kinder, die einst das Referendariat an der Steinmühle mit der Note 1,0 ablegte, hatte sich an der Steinmühle den Ruf einer Kämpferin erworben, der stets an Professionalität gelegen war. “Geachtet und gefürchtet”, stellte sie sich pädagogisch schweren Aufgaben, galt als anspruchsvoll, äußerst strukturiert, energisch und durchsetzungsfähig. Mit einem Augenzwinkern berichteten Kolleginnen und Kollegen von Jeannine Walters Spitznamen “Master of The Raster” – alles sollte stets in einer nachvollziehbaren Ordnung sein. Viele erklärten, von Jeannine Walter eine Menge gelernt zu haben und schlossen letztlich, dass der Abschied ihnen das Herz schwer mache, mussten sie sich doch heute von einer nicht nur fähigen, sondern auch sehr herzlichen Kollegin verabschieden.

Jeannine Walter bedankte sich für die zahlreichen Präsente und das “Feuerwerk an Ideen, das zu ihrem Abschied gezündet worden sei”. Sie habe an der Steinmühle nicht nur selbst unglaublich viel gelernt, sondern auch eine enorme Kollegialität erfahren. Jeannine Walter: “Viele Freundschaften sind entstanden, die mein Leben bereichern.”

Am Ende des Abends dankte Schulgeschäftsführer Dirk Konnertz allen Anwesenden für ein bewegtes Jahr: “Applaus für alle, die Unwahrscheinliches leisten.” Konnertz richtete diesen Gruß an das Sekretariat, an Till Buurman in seiner Doppelfunktion IT und Fotografie, an Cornelia Oestreicher-Gold für das “gewuppte Abitur” sowie an Marcel Kalb, Lisa Ebinger und Lothar Potthoff für ihren Einsatz beim Sport und speziell beim Fußball für Mädchen. Ein Gruß ging auch in Richtung Internat, speziell an Geschäftsführer Thomas Hoffmann für die fruchtbare Zusammenarbeit. Das finale Lob des Abends erhielt der Leiter der Sekundarstufe I, Frank Wemme: “Ein Meister der Organisation”.

Mal wieder auspowern: Sporttag 2022
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Der Sporttag mit Bundesjugendspiele und Spielfest fand im Georg-Gassmann-Stadion statt. Dort halfen neben Kolleginnen und Kollegen der Sport-Leistungskurs des Jahrgangs 12 bei der Durchführung. Rudersportliche Aktivitäten vollzogen sich rund um das Bootshaus der Steinmühle unter Leitung von Ruderlehrer Martin Strohmenger. Am Ende des Sporttages hatten die Schülerinnen und Schüler so manchen Punkt gesammelt, der in die Punktewertung der Bundesjugendspiele eingeht, für die auch in diesem Jahr wieder Urkunden vergeben wurden. Die Teilnehmer*innen hatten in allen Disziplinen bewiesen, dass sie richtig Gas geben und gute Ergebnisse erzielen können! Die Leistungen sind auch Grundlage für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens 2022.