Anmeldungen gerne gesehen: Die Steinmühle läuft wieder beim Nachtmarathon am 3. Juli
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Das Datum gehört traditionell in den Kalender aller Läuferinnen und Läufer, die beim Marburger Nachtmarathon das Team der Steinmühle verstärken möchten: Freitag, der 3. Juli, 19 Uhr.

Schulsportkoordinator Marcel Kalb macht ab sofort fleißig Werbung für alle, die mitmachen möchten. In der Vergangenheit gab es praktisch jedes Jahr gute Läufe, manchmal auch kuriose Geschichten – und in jedem Fall eine Menge Spaß als Gruppe. Denn darum geht es in erster Linie.

Auf unserem Plakat steht beschrieben, welche läuferischen Aufgaben es gibt. Da ist ganz sicher für viele etwas dabei.

Traut euch gerne!

Für Fragen und Anmeldungen steht Marcel Kalb bereit, entweder per Mail unter marcel.kalb@steinmuehle.net oder für Nutzer der StoneApp auch dort!

(Heinm)

Wohin in der Freizeit? Haus der Jugend stellte offene Angebote vor

Auf dem Schulhof der Steinmühle hat das Haus der Jugend in der 1. und 2. großen Pause seine Freizeitangebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. Dazu gehören der Jugendtreff Volle Hütte, der Jungentreff, die Medientreffs, der Kinderclub, der Mädchentreff, der queere Treff (alle im Haus der Jugend) sowie die Bienen-AG (im Stadtwald).

Das Angebot richtet sich vor allem an die Mittelstufe und erfolgte in Kooperation mit Schulsozialarbeiterin Mara von Essen: „Ziel ist es, die Mädchen und Jungen auf die Angebote aufmerksam zu machen und sie einzuladen, dort vorbeizuschauen“, erläuterte sie.

(Heinm)

 

 

Das Leben auf der Welt verstehen: Eine Reise mit Dr. Judith Klatt zu den Anfängen der Erde
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Hohe UV-Strahlung, Schwermetalle, große Temperaturschwankungen, wenig Sauerstoff: manche Mikroben leben dort, wo es kaum noch vorstellbar ist. Die Geomikrobiologin Dr. Judith Klatt, seit 2022 am Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg tätig und Forschungsgruppenleiterin am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde, nahm ihre Zuhörerschaft in der Steinmühle mit auf Forschungsreisen zu den mikrobiellen Überlebenskünstlern.

 

Interdisziplinäre Arbeit

Der wissenschaftliche Vortrag „Bakterien am Limit“ war zugleich eine Reise zu den allerersten Mikroben und den Anfängen des Lebens: „Es geht darum, mikrobielles Leben und gleichzeitig die Grenzen des Lebens zu verstehen“, sagte Dr. Judith Klatt. Dieses Verständnis erwachse an einer Schnittstelle mehrerer Disziplinen: Physik, Biologie und Chemie.

 

Weitreichende zeitliche Dimension

Einer der Forschungsorte von Dr. Klatt ist beispielsweise Hawaii: „Unsere Arbeiten öffnen uns ein Fenster in die Erdgeschichte auf einem Zeitstrahl von 4,5 Milliarden Jahren“ berichtete die Forscherin und gab ihren Zuhörern damit einen Hinweis auf die betrachtete zeitliche Dimension. Dabei fließen auch immer wieder umweltwissenschaftliche Themen in den Forschungsaufenthalt mit ein und helfen, die Schwankungen der maximalen Temperatur und des Sauerstoff- bzw. CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe der Erdgeschickte besser zu verstehen. Beides hängt laut Dr. Klatt sehr eng mit dem „globalen Mikrobiom“ zusammen.

 

Grundlagen der Molekularbiologie

Extreme Lebensräume eröffnen der Forschung und den Forscherteams auch immer wieder neue Horizonte. So wurden in Mikroben aus extrem heißen oder kalten Lebensräumen die Grundlagen der Molekularbiologie isoliert: Beispielsweise die Enzyme für die Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) und somit die Basis für Vaterschaftstests und DNA-Fingerabdrücke in der Forensik. Auch sorgten und sorgen Mikroorganismen wie Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, für die Produktion von Sauerstoff und waren maßgeblich an der Sauerstoffanreicherung in unsrer Atmosphäre im Präkambrium beteiligt. Cyanobakterien sind einzellige Organismen, leben im Süß- und Salzwasser und gewinnen ihre Energie mittels Fotosynthese, ähnlich wie unsere grünen Pflanzen. Dabei entsteht Sauerstoff, welcher aus den „mikrobiellen  Matten“ entweicht und vom Team um Dr. Klatt zum Beispiel mit Hilfe von Mikrosensoren gemessen werden kann.

 

Forschung unter schwierigsten Bedingungen

„Es kann schwierig sein, im Feld zu arbeiten“, erinnerte sich die Referentin beispielsweise an einen Forschungsaufenthalt in den Hochanden in 3.000 Metern Höhe. Ein Weg von 24 Stunden zum nächsten Supermarkt stellte das Forscherteam neben der Beantwortung der Forschungsfrage mit aufwendigen Methoden auch vor die diffizile Aufgabe der Selbstversorgung. Ein stabiles Leben für Mikroorganismen konnte dort bisher nicht festgestellt werden. Sauerstoff allein sei also kein sicheres Signal für Leben.

 

Beeindruckende Fotos

Am Max Planck Institut für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg werden die extremen Bedingungen, die das Forscherteam vor Ort vorfindet, auch im Labor simuliert. „Die Herstellung des Zustands aus der Feldforschung gelingt so wie in der Umwelt natürlich nie so ganz, jedoch ermöglicht es uns dennoch, die enormen Dynamiken innerhalb eines extremen Lebensraums auch über längere Zeiträume sehr naturgetreu zu studieren“, erklärt Dr. Judith Klatt, die ihre Schilderungen mit beeindruckenden Fotos illustriert und mit ihrem Vortrag viel Begeisterung in der Schülerschaft entfacht hatte.

 

Ausgezeichnete Forscherin

Dr. Judith Klatt trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Marburg ein Ort exzellenter Spitzenforschung ist. Im Jahr 2024 wurde sie beispielsweise vom Europäischen Forschungsrat mit dem ERC Starting Grant ausgezeichnet.

Das Referat war Teil der Vortragsreihe „Microbes for Future“ des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg in Kooperation mit dem Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen (SFZ).

Die wissenschaftlichen Präsentationen werden weiter fortgesetzt.

(Angela Heinemann / Dr. Sven-A. Freibert)

Angebot „Schüler helfen Schülern“ wird gut angenommen

Schüler helfen Schülern – dieser grandiose solidarische Grundgedanke wird an der Steinmühle gelebt! Schülerinnen und Schüler höherer Klassen greifen jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülerinnen unter die Arme, wenn es um Vorbereitung von Klassenarbeiten geht oder einfach darum, Schulstoff zum besseren Verständnis noch einmal zu wiederholen.

 

Längerfristig oder nur punktuell

Die Lehrkräfte Maximilian Moll und Theresa Großer haben bei dem gut angenommenen Angebot organisatorisch den Hut auf. Inzwischen sind Angebot und Nachfrage digital organisiert. Es kann eine länger dauernde Unterstützung in Anspruch genommen werden oder auch nur eine punktuelle Hilfe, etwa im Vorfeld einer Klassenarbeit.

 

Unterstützer besuchen mindestens Klasse 10

Den Service, der mit 15 Euro pro Einheit vergütet wird, steht Kindern und Jugendlichen der ersten bis zehnten Klasse zur Verfügung. Als „Nachhilfe-Guides“ kommen Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 in Frage.

Wer sich für das Angebot „Schüler helfen Schülern“ interessiert, unabhängig davon, ob er Unterstützung leisten oder erhalten möchte, meldet sich gerne unter maximilian.moll@steinmuehle.net oder theresa.grosser@steinmuehle.net

(Heinm)

 

Mikroben und die Klimakrise: Hochkarätiger Vortrag machte Lust auf Forschung
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Komplexe Sachverhalte adressatengerecht zu vermitteln – das gehört bestenfalls zu den Kompetenzen von Professoren, Dozenten im Allgemeinen und auch von Lehrkräften. In diesem Sinne lobte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer den Marburger Biologen und Chemiker Prof. Dr. Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie ausdrücklich für seinen öffentlichen Vortrag in der Steinmühle.

Rund 100 Interessierte waren gekommen, um das Referat zum Thema ‚Mikrobielle Power – für neue Wege aus der Klimakrise‘ zu hören. Im Auditorium Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufen Q2 und Q4, die Grundkurs-Schülerinnen und -schüler unserer Q4 sowie neben externen Interessenten auch alle Mitglieder der plus-MINT-Gruppe aus der Steinmühle.

 

Inwiefern kann Mikrobiologie helfen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken?

Das war Thema des Fachvortrags, den Biologie- und Mathematiklehrer Lehrer Dr. Sven Freibert, Mitglied des Plus-MINT-Betreuerteams der Steinmühle, so zusammenfasst:

 

Das „terrestrische Mikrobiom“ spielt im Kohlenstoffkreislauf eine enorm wichtige Rolle. Die Fixierung, auch von anthropogenem CO2, wird zum allergrößten Teil durch Landpflanzen und eben aquatische Mikroorganismen durchgeführt. Letztere sind vornehmlich in den globalen Ozeanen beheimatet. Allerdings ist die Effizienz der Fixierung von CO2 durch Mikroorganismen nicht sehr hoch. Durch die vergleichsweise hohe Verfügbarkeit von CO2 auch in der älteren und jüngeren Erdgeschichte bestand und besteht hier kein evolutionärer Druck, die Effizienz deutlich zu verbessern.

Die Mikrobiologie, oder besser in diesem Fall die synthetische Mikrobiologie und allen voran das Team mit und um Prof. Dr. Tobias Erb hat dieses „Problem“ der Effizienz nun in den Fokus ihrer Forschung genommen. Das Ziel ist es, mit Hilfe mikrobiologischer, genetischer und biochemischer Methoden Stoffwechselwege von Mikroorganismen zu identifizieren, zu isolieren und deren Effizienz zu steigern, um diese molekularen Maschinen schließlich zur künstlichen CO2-Fixierung verwenden zu können. Wohlgemerkt: Es ist nicht Ziel, künstlich hergestellte Mikroorganismen freizusetzen!

Ein weiterer Ansatz des Teams um Prof. Erb ist es, Nutzpflanzen, die in großen Mengen angebaut werden, genetisch so zu verändern, dass diese Pflanzen CO2 effizienter fixieren können. Dies hätte zum einen den Vorteil, dass anthropogenes CO2 in großen Mengen der Atmosphäre entnommen werden könnte und zum anderen die Pflanzen deutlich schneller wachsen würden, was wiederum Nahrungsmittel deutlich verfügbarer machen würde und damit der globalen Nahrungsversorgung dienlich wäre. „Zwei Fliegen mit einer Klappe“!

 

Höchste Aufmerksamkeit des Auditoriums

Dass das Publikum einem Vortragenden durchgehend gebannt zuhört, ist nicht die Regel. Tobias Erb schaffte es, über die volle Länge des knapp 45minütigen Vortrags höchste Aufmerksamkeit auf sich zu vereinigen. Er fand das richtige Maß an Fachlichkeit und Anschaulichkeit, und an der sich anschließenden rund 30minütigen Fragerunde wurde deutlich, dass er die Zuhörerschaft inhaltlich „mitgenommen“ hatte.

Am Ende lobte Erb ausdrücklich das tiefe Interesse der Steinmühlen-Schülerinnen und -schüler sowie die Qualität ihrer Fragen.

 

Referent machte Lust auf Forschung

Gestartet war Professor Erb war mit der Vorstellung des Max Planck Instituts in Marburg als eines von 86 Max-Planck-Instituten insgesamt. Er hob die Qualität der Forschung hervor, was sich nicht zuletzt an zahlreichen Auszeichnungen bis hin zu etlichen Nobelpreisen zeige. Der Wissenschaftler stellte die Arbeit der internationalen Forscherteams heraus und machte Lust auf naturwissenschaftliche Forschung.

 

Schülerforschungszentrum Mittelhessen als Veranstalter

Zum Abschluss dankte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer nicht nur dem Vortragenden Prof. Dr. Tobias Erb und Dr. Virginia Geisel als Press Officer, sondern auch dem Schüler:innenforschungszentrum Mittelhessen, das Initiator und Veranstalter war. Als Teil dieser Gruppe ist die Steinmühle Gastgeber von vier Vorträgen der Vortragsreihe „Microbes@School“.

(Gem / Dr. S. Freib / Heinm)

 

Reitschule im Internat Steinmühle: Zehn Schülerinnen erarbeiteten sich ihr Abzeichen
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Mit viel Begeisterung, Teamgeist und Leidenschaft für die Vierbeiner absolvierten zehn Mädchen im Alter von 7-12 Jahren einen Lehrgang in der Reitschule des Internats Steinmühle. Unter Lehrgangsleitung von Beate Schridde erlernten die jungen Pferdebegeisterten in der letzten Osterferienwoche alle notwendigen Fertigkeiten, um am Ende ihre Motivationsabzeichen zu erwerben. Bestandteile der Prüfung waren Reiten, Theorie und Bodenarbeit.

 

Im Reitstall warteten verschiedene Aufgaben

Das Lehrgangsteam, bestehend aus Sabrina Schneider, Chiara Cordes, Amaia Balzer, Julia Werth und Anni Bohn, führte mit verschiedenen Aufgaben durch jeden Kurstag. Ab 9 Uhr standen nach Treffen und Begrüßung der Hofdienst mit Versorgung der Pferde, Hof kehren und Paddocks abäppeln auf dem Programm. Dann ging es an das Putzen der Pferde. Um den Eifer noch etwas zu steigern, wurden ein Putzwettbewerb veranstaltet und ein Putzpokal am Ende der Woche in Aussicht gestellt.

Unter fachkundiger Anleitung wurden dann die Pferde gesattelt und aufgetrenst. Im Anschluss ritten die Mädchen in drei Gruppen.

 

Versorgung der Tiere

Wie versorgt man Pferde richtig? Auch das war Thema in der Lehrgangswoche. Nebenbei nahmen die Teilnehmerinnen erforderliches theoretisches Wissen auf. Gemeinsam wurden Plakate erarbeitet, um die einzelnen Inhalte besser zu verinnerlichen. Stolz präsentierten die Nachwuchsreiterinnen der gesamten Gruppe dann ihre aussagekräftigen Ergebnisse. Wirklich toll gemacht!

 

Abgestimmter Speiseplan

Anschließend ging es an die Bodenarbeit – mit Pony und zu Fuß. Nach dem gemeinsamen Mitagessen im Reiterstübchen mit abgestimmtem Speiseplan durfte die gemeinsame Spielzeit in der Reithalle und im Zelt nicht fehlen, bevor Eltern oder Angehörige um 14 Uhr zum Abholen bereitstanden.

 

Enorme Entwicklung

„Das war eine ganz tolle Woche mit den Mädels, sie haben sich alle richtig gut verstanden und die reiterliche Entwicklung von Tag 1 bis Tag 6 war wirklich enorm!“ erzählt Julia Werth begeistert.

Am Prüfungstag haben die Angehörigen zugeschaut, und es gab ein leckeres Bring & Share Buffet. Bei der Prüfung galt es dann, das Gelernte unter den Augen der Richterin unter Beweis zu stellen.

 

Zugewandte Begleitung des Reitschul-Teams

Die Kinder waren teilweise sehr aufgeregt, durch die zugewandte Begleitung des Reitschul-Teams und die gegenseitige Unterstützung haben alle Reiterinnen ihr Motivationsabzeichen mit Bravour bestanden und konnten ihre Urkunde strahlend in Empfang nehmen.

Der Putzpokal wurde kurzerhand in Medaillen für alle umgewandelt, da die Entscheidung für eine Siegerin nicht zu treffen war. Alle haben so großartig mitgemacht und das Fell der Ponys und Pferde zum Glänzen gebracht!

 

Folgende Abzeichen wurden erarbeitet:

 

Motivationsabzeichen 8:

Greta Emilie Reimann

Elise Charlotte Backes

Marie Di Cato

Anna Ayiana Schneider

 

Motivationsabzeichen 9:

Cleo Emilia Bohn

Julia Geisler

Annabelle Estelle Wenz

Yasmin Werth

 

Motivationsabzeichen 10:

Maya Sophie Mey

Frieda Sophia Reimann

 

Das Abzeichensystem als Ausbildungsüberprüfung: Welche Bedeutung haben die Abzeichen 10 bis 6 im Pferdesport? 

Antworten auf diese Frage gibt es unter dem folgenden Link auf der Website unseres Partners Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN):  https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/abzeichen-im-pferdesport/abzeichen-im-pferdesport 

 

Interesse an Lehrgang oder Reitunterricht?

Der nächste Lehrgang an der Steinmühle ist bereits in Planung, weitere Infos dazu unter https://reitschule.steinmuehle.de/

Interessierte bekommen Auskünfte zum Reitunterricht unter  reitschule@steinmuehle.de

(Heinm)

 

Plus-MINT-Internat Steinmühle holte Landessieg bei Jugend forscht
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Wer behauptet, es fehle jungen Menschen heutzutage an naturwissenschaftlichem Interesse und an entsprechenden Erfolgen, der kann sich definitiv noch nicht am plus-MINT-Internat Steinmühle umgeschaut haben. Dort nämlich reiht sich bei den Wettbewerben von Jugend forscht Sieg an Sieg. Akaash Bhagwat (14) und Emil Zuckermann (12) holten in diesem Format auf Landesebene aktuell Platz 1 in Physik.

 

Engagiertes Lehrkräfte-Team 

Es ist gleich ein ganzes Team von Jugendlichen, das am Gymnasium Steinmühle viel Enthusiasmus und Zeit in die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik investiert. Genialer Fakt: Niemand davon blieb bei der diesjährigen Jugend forscht-Runde ohne Preis! Dass sich die Steinmühle in Marburg mit diesen Ergebnissen von umliegenden Gymnasien abhebt, macht auch die Lehrkräfte stolz. MINT-Koordinatorin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben Lust zu Forschen, und wir als Lehrkräfte-Team unterstützen sie dabei. “

Klar, dass dieses Team selber aus Vollblut-Naturwissenschaftlern besteht. Wie auch immer es Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, Dr. Sven Freibert, Malte Klimczak, Dr. Eva Neumann, Antje Seel und Dr. Patrick Szabo bewerkstelligen – der Funke springt auf die jungen Menschen über.

 

„Eine herausragende Arbeit“

Die Laudatio für die Sieger des hessischen Landeswettbewerbs Jugend forscht in Physik, Akaash Bhagwat und Emil Zuckermann, lässt jedenfalls tief blicken: „…Sie  haben eine herausragende Arbeit zum Thema „Smarte Flüssigkeiten – Smarte Autos?“ präsentiert, die uns durch ein außergewöhnlich hohes Maß an Motivation und echtem Interesse am Thema beeindruckt hat.
Besonders gefallen hat uns eure sehr strukturierte wissenschaftliche Vorgehensweise, bei der ihr Einflussfaktoren gezielt getrennt voneinander variiert, Messreihen sauber durchgeführt und eure Ergebnisse klar, sinnvoll und nachvollziehbar ausgewertet habt“, heißt es darin.

 

Was hatten Akaash und Emil gemacht? 

Da beide Schüler absolute Autofans sind, lag auf der Hand: Beim gemeinsamen Forschungsprojekt wird es um Autos gehen. Die beiden Jugendlichen untersuchten die Viskosität von MR-Fluiden. Magnetorheologische (MR) Flüssigkeiten sind intelligente Funktionsflüssigkeiten, die ihre Viskosität, also ihre zähflüssigen Eigenschaften, bei Einwirkung eines Magnetfelds innerhalb von Millisekunden von flüssig zu halbfest ändern. Akaash und Emil entwickelten in verschiedenen Messverfahren einen funktionierenden Prototypen für adaptive Stoßdämpfer. – Ein Erfolg, der sie und ihre Forschung mit Bericht und Video in die Presse brachte. 

Wenn man bedenkt, dass in der vorangegangenen Regionalausscheidung alle 6 von 6 angetretenen Teams von Schule & Internat Steinmühle den Sieg davongetragen hatten, muss allein das schon als absolut außergewöhnlich bezeichnet werden. Dass gleich mehrere Steinmühlen-Teams anschließend auf Landesebene ganz vorne mitmischten, zeigt die nachfolgende Aufstellung: 

 

Die Jugend forscht-Siegerteams im Regionalwettbewerb (RW) und im Landeswettbewerb (LW):

Felix Sacher (Kl. 10) und Sophie Sacher (Kl. 6) / Thema: AIceBear cares everywhere – KI-Assistenzsystem für chronisch kranke Kinder: RW 1. Platz Arbeitswelt, LW 2. Platz Arbeitswelt & Sonderpreis des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie

Aurelia Wild, Marietheres Schwabe, Fatma Sepetcigil (Kl. 5) / Thema: Mehr Öko in der Babywindel – Pflanzenpower statt Superabsorber: RW 1. Platz Chemie, LW Sonderpreis Geolino (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Marlene Jerrentrup, Ida Watzlawek (Kl. 6) / Thema: Lebendiges Schaumexperiment: Die Elefantenzahnpasta: RW 1. Platz Chemie, LW 2. Platz Chemie & Sonderpreis des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Lotte Wagner, Isabella Kuhl (Kl. 7) / Thema: Die Formel des Fliegens: RW 1. Platz Physik, LW 2. Platz Physik & Sonderpreis Liebe zum Detail (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Lara Khatib, Giorgia Kuhn (Kl. 8) / Thema: Das Pferdepapier Gen2: RW 1. Platz Arbeitswelt, LW Sonderpreis Werkstoffe und Materialien (Institut für Werkstofftechnik). Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior.

Akaash Bhagwat (Kl. 8), Emil Zuckermann (Kl. 6) / Thema: Smarte Flüssigkeiten – Smarte Autos? MR-Fluide als metamorphe Stoßdämpfer, RW 1. Platz Physik & Sonderpreis Physik (Spielepreis), LW 1. Platz Physik und Sonderpreis plusMINT für Kreativität in der Physik. Experimentierkasten Faszination Elektroauto.

 

Leider kein Bundeswettbewerb in dieser Wettbewerbsklasse

Auch Akaash und Emil nahmen altersbedingt am Wettbewerb Jugend Forscht Junior teil. In dieser Wettbewerbsklasse findet kein Bundesentscheid statt. Beide sind allerdings Anfang August zum plusMINT Forschercamp nach Louisenlund eingeladen. – Viel Spaß dort, ihr beiden!

(Angela Heinemann)

 

 

Oberhessische Presse vom 07.04.2026

So gut, so vielfältig: Bands on Stage der Steinmühle auf historischem Spitzenplatz

Schulleiter Björn Gemmer sprach vom „besten ‚Bands on Stage‘ aller Zeiten“. Und in der Tat: Die Gänsehautmomente waren zahlreich beim diesjährigen Konzert, das im Kalender der Steinmühle jedes Jahr im März seinen festen Platz hat. Viel Lob von mehreren Seiten erhielten Musiklehrer und Organisator Frank Wemme sowie die gesamte Fachschaft Musik für die Auftritte im Forum der Steinmühle. Da steckt wirklich viel Talent, Fleiß und Ausdauer drin.

 

Alle Jahrgänge auf der Bühne

Dass man nur gut macht, was man gerne macht, ist eine bekannte Erkenntnis. Ein verheißungsvolles und vielfältiges Programm stand auf der Agenda – als teilnehmende Künstlerinnen und Künstler sowohl Grundschüler und Gymnasiastinnen – bis hin zu Mitgliedern der aktuellen Abiklasse. Auf der Bühne standen die AG-Band der Bilingualen Grundschule (Leitung: Olaf Roth), ihre Nachfolge-Formation AG-Band der Klassen 5/6 (Leitung: Frank Wemme), aus Klasse 12 Sängerin Annica Bartsch und Mio Bender am Piano, die Laubfrösche 2026 sowie unter Leitung von Frank Wemme das Jazz Ensemble und die StoneMill Houseband. Für gute technische Bedingungen sorgten die Mitwirkenden von Sound & Light. – Wir empfehlen insgesamt das Durchklicken unserer Bildergalerie unten!

 

Viel Temperament bei den Jüngsten

Ganz schön fetzig, was gerade unsere Jüngsten zum Besten gaben – von „Girls on Fire“ über „Dance monkey“ bis hin zu „Umbrella“ bewiesen sie enormes Temperament. Die Live-Band von Olaf Roth ist gleichzeitig immer ein wichtiges Element musikalischer Steinmühlen-Beiträge. Applaus für so viel mitreißende Musik!

 

Annica Bartsch mit glasklarer Stimme

Wenn Annica Bartsch die Bühne betritt, weiß das Publikum seit einigen Jahren: Hier kommt jemand mit einer glasklaren Stimme. Einmal mehr bewies die Schülerin des Steinmühlen-Jahrgangs 12, dass sie enormes Talent hat und erntete für ihre Beiträge langanhaltenden Applaus.

 

Extra-Anreise aus München

Anschließend machten sich die Laubfrösche bereit für ihren Auftritt. Und ganz ehrlich: Nicht jeder würde extra aus München anreisen, um an „seiner“ Schule noch einmal Bandmusik zum Besten zu geben. Anders Constantin „Consti“ Franz. Und das Publikum in den vollbesetzten Reihen stellte fest: Er kann es noch!

Etwas ruhigere Töne schlug dann das Jazz-Ensemble unter Leitung und aktiver Beteiligung von Organisator Frank Wemme an, unter anderem mit dem Sinatra-Klassiker „Fly me to the moon“. Ob das einen aktuellen Bezug hatte?

 

Potenzial erkennen – Talente fördern

Mit Oldie-Beiträgen der legendären StoneMill Houseband endete diese energetisch aufladende Reise, die gleichzeitig Einblicke in verschiedene Genres gab und einmal mehr das musikalische Potenzial der Steinmühlenschüler und Steinmühlenschülerinnen präsentierte. Dass es Lehrkräfte geben muss, die dieses Potenzial erkennen, Talente fördern und durch persönlichen Enthusiasmus zur Bühnenreife bringen, ist ohne Zweifel die Voraussetzung für alles.

Und zum großen Glück: Die Steinmühle hat sie.

(Angela Heinemann)

 

Furcht ist eine Reaktion, Mut ist eine Entscheidung: DS 12 spielt Antigone

Die von Sophokles verfasste antike Tragödie der Antigone, die sich gegen das Gesetz des Königs Kreon auflehnt und trotz angedrohter Todesstrafe versucht, ihren Bruder Polyneikes in Würde zu bestatten, ist durch die Jahrhunderte hinweg immer wieder unterschiedlich aufgegriffen worden. In die Reihe der Übersetzungen und Fassungen, von Hölderlin über Schimmelpfennig, Brecht und Anouilh bis hin zu Bodo Wartke, fügt sich nun eine ganz neue, frische Textfassung, erarbeitet vom Kurs Darstellendes Spiel 12 unter der Leitung von Nina Merzenich.

Diese Fassung, fast durchgängig gereimt, präsentierten die Schülerinnen und Schüler aktuell im Forum der Steinmühle und zogen das Publikum von der ersten Sekunde an in ihren Bann.

 

Volk von Theben tanzte zu YMCA

Sei es der berührende Moment gleich zu Beginn, als Antigone ihren toten Bruder Polyneikes auf einem Podest mitten zwischen den Zuschauern behutsam mit Sand bestreute, oder der Kampf um Theben, der zu Technobeats mit Lichtschwertern ausgefochten wurde, sei es die zarte Liebesszene, als Antigone und ihr Geliebter Haimon sich auf dem Laufsteg zwischen den Zuschauern ein letztes Mal vor ihrem Tod begegneten, oder die Krönungsparty für Kreon, bei der das Volk von Theben ausgelassen zu YMCA tanzte – jede Szene fesselte, faszinierte, machte Spaß, bezauberte.

Der Kurs hat nicht nur gezeigt, wie man alle Register des Theaterzaubers zieht (Beleuchtung, Ton, Nebel, Vorbühne, Bühnenbild, Kostüme, chorisches Spiel, Tanz…), alle einzelnen haben auch schauspielerisch Großartiges geleistet.

 

Beeindruckende Textmengen

Das Volk von Theben (Sophie Becker, Gregor Bigeschke, Amely Blazek, Ron Georg, Dominik Koerth, Antonia Kurlinsky, Felix Schlegel, Jesko von Werder, Jan Ole Wollersheim) faszinierte durch immer wieder neue Formationen, durch Kampf- und Tanzszenen, durch chorisches, aber auch solistisches Sprechen und Handeln. In der Rolle von Polyneikes überzeugte Gregor Bigeschke als aufgebrachter, um sein Recht betrogener Bruder. Als seinen Bruder Eteokles, majestätisch und staatsmännisch, sah man Jan Ole Wollersheim grandios agieren. Immer wieder für beste Unterhaltung sorgten Kimo Achteresch und Alrik Keßler in den Rollen der beiden Wärter. Die um Fassung ringende Königin Eurydike, die sich am Ende aus Trauer das Leben nimmt, wurde von Antonia Kurlinsky ergreifend verkörpert. Orlando Geisel trat wortgewandt und selbstsicher als Kreons Sohn Haimon auf, Celia Giebing spielte zugleich zart und mutig eine wunderbare Version von Antigones Schwester Ismene.

 

Antigone sorgte für Gänsehautmomente

Den blinden Seher Teiresias entwickelte Jaan Ebbing als eine Figur zwischen Gott und Gandalf, die er genial auf der Bühne umsetzte. Geführt wurde er dabei von einem Kind, das als Gastrolle von Mona Merzenich (Klasse 6) liebevoll gespielt wurde. Herausragend war auch die Leistung von Sophia Rogosch, die als Antigone immer wieder für Gänsehautmomente sorgte. Last but not least zeigte Maximilian Glock auf beeindruckende Weise (und mit beeindruckender Textmenge!) den harten Herrscher Kreon als eine Figur zwischen Macht und Selbstzweifeln.

Dafür, dass Ton und Licht die richtige Stimmung erzielten, sorgten Kimo Achteresch, Ron Georg und Anna-Lena Grießler (Klasse 11). Für das Bühnenbild (Säulen, Thron, Nebelmaschine) und die Kostüme der Wärter danken wir der Freien Waldorfschule Marburg.

Chapeau an alle für eine großartige Bühnenshow!

(Nina Merzenich)

Gesundheitswochenende am Internat Steinmühle
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Es war wieder Themenwochende „Gesundheit“ im Internat Steinmühle. Jeder junge Mensch hatte dabei die Möglichkeit, zwei verschiedene Workshops zu wählen.
Passend zum Thema alle waren alle Angebote auf körperliche oder mentale Gesundheit ausgelegt. Mögliche Aspekte waren unter anderem Gemeinschaft, das Sammeln von Erfolgserlebnissen, Selbstwirksamkeitsmomente, Achtsamkeit, die Aufgeschlossenheit für Neues.

 

Auch ein Thema: Der Umgang mit Nachrichten

Zum Angebot gehörte auch der Workshop „Reise durch die fünf Sinne“, wobei zu jedem Sinn ein Beispiel durchgesprochen wurde: Barfuß laufen zum Bereich „fühlen“, verschiedene Lebensmittel ausprobieren zum Thema „schmecken“ und mehr. Weitere Themen waren Hochbeete neu bepflanzen mit Salat und Kräutern, Baseball spielen, „Frauen und Menstruation“ für Schülerinnen, Eisbaden.

Andere Beispiele bildeten der Umgang mit weniger guten Nachrichten, „mein Jahr in Bildern“, die Erstellung eines Visionboards, der Besuch eines Basketballspiels, ein Waldspaziergang sowie Gesundheitsübungen und Kraftraum-Zirkeltraining.

 

Am Sonntag Abend reflektierten die einzelnen Wohngruppen mit den Pädagoginnen und Pädagogen über das Erlebte. Dazu resümierte Julia Ploch im Namen des pädagogischen Teams: „Das Wochenende wurde von den jungen Menschen sehr gut angenommen. Zur tollen Resonanz kam an den beiden Tagen noch viel Sonne und gute Laune.“

(Heinm/Foto: KI)