Die Steinmühle trauert um Theo Nauheimer

Von 1980 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2016 unterrichtete Theo Nauheimer die Fächer Kunst und Sport an der Steinmühle, viele Jahre davon als Schulsportleiter.

Sein Bestreben war es, Schulsport, Freizeitsport und Ligen-Sport miteinander zu verknüpfen. So etablierte Theo Nauheimer zahlreiche Schulsportmannschaften, die regional und hessenweit große Erfolge feierten – insbesondere in den Bereichen Handball und Badminton.

In späteren Jahren kamen Initiativen zur Teilnahme an Jugend-trainiert-Wettbewerben hinzu, z.B. Basketball oder Triathlon.

Durch den Schwimmunterricht in Klasse 5 und die Schul-Ski-Kurse in Klasse 10 kam Theo Nauheimer über Jahrzehnte mit fast allen Schülerinnen und Schülern der Steinmühle in Kontakt, womit er zu einer prägenden Persönlichkeit unserer Schulgemeinde wurde.

Im Bereich seines zweiten Unterrichtsfaches bleibt vor allem sein Engagement für die Foto-Kunst in Erinnerung. Im Fach- und im Wahlunterricht machte er das Fotolabor zu einem beliebten Kreativ-Ort der Steinmühle. Die Fotografien seiner Schülerinnen und Schüler schmückten die Flure aller Schulgebäude.

Am Freitag, dem 6. Februar 2026, ist Theo Nauheimer einem Krebsleiden erlegen.

Wir danken ihm herzlich für seine Arbeit und sein Engagement.

Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Carmen und seinen Kindern Yvonne, Ingo, Lasse und Till.

Move & Relax, Lego, Kreatives: Klassen 10 bieten AGs für die Grundschule an
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Im Rahmen des Projektunterrichts bieten die Klassen 10 der Steinmühle verschiedene AGs für Schülerinnen und Schüler der Bilingualen Grundschule an. Welche AGs im ersten Halbjahr stattfanden, ist in ihrer Zusammenfassung zu lesen:

„In diesem Schuljahr haben wir als Zehntklässler die Gelegenheit, im Rahmen des Projektunterrichts AGs für die Grundschule anzubieten. Die AGs finden in der Mittagspause der Grundschule statt. Im ersten Halbjahr haben wir unter anderem Folgendes umgesetzt:

  • In unserer AG „Move & Relax“ haben wir verschiedene Bewegungsspiele für Kinder der 1. und 2. Klasse angeboten. Wir haben darauf geachtet, dass die Kinder in der Gruppe viel Spaß hatten und ihre Interessen und Wünsche beachtet wurden.
  • Die Lego-AG war besonders beliebt, und es gab sogar zwei davon! Unsere Lego AG diente dazu, die Kreativität der Kinder zu steigern und eine entspannte Zeit statt dem üblichen Schulalltag zu bieten. Gleichzeitig gab sie uns einen Einblick in die Aufgaben von Lehrern/Erziehern. Insgesamt hat uns die AG sehr gut gefallen und wir hoffen, den Kindern auch!
  • In der zweiten Lego-AG haben wir ebenfalls viel gebaut und auch gespielt. Wir haben des öfteren Gruppenprojekte gemacht, wo wir größere Objekte gebaut haben. Aber auch auf freie Phasen haben wir geachtet, in denen jede/r das bauen konnte, was er oder sie gerade wollte.
  • In der Kreativ-AG haben wir viel gebastelt, getanzt und sehr viel Spaß gemacht. Es war herausfordernd, aber wir haben einige lehrreiche, wichtige und schöne Erfahrungen gesammelt.
  • In einer spannenden Detektiv-AG haben wir eine große Schatzsuche organisiert. Diese lösten die Kinder mit Hilfe von kleinen Rätseln. Sie hatten viel Spaß dabei, die über den Schulhof verteilten Rätsel zu lösen und waren besonders glücklich, als sie das Diebesgut gefunden hatten und behalten durften.

 

Spielerisch die Bedeutung von Verantwortung vermittelt

  • In unserer AG „Knüpf- und Fädelspaß“ haben wir Loombands und Perlenarmbänder gemacht sowie Armbänder geflochten. Wir haben mit vielen verschiedenen Materialien gearbeitet, es gab schöne Ergebnisse und die Atmosphäre war entspannt. Den Kindern und uns hat es sehr viel Spaß gemacht, und wir haben die Zeit zusammen genossen.
  • In der Spiele-AG war unser Ziel, den Kindern die Bedeutung von Gemeinschaft, Kooperation und Verantwortung durch verschiedene Spiele zu vermitteln – und das mit Erfolg! – Einige unserer AGs wird es auch im 2. Halbjahr wieder geben, aber in einer etwas geänderten Zusammensetzung. Wir freuen uns schon!“   (Stm)

Mit Spaß und Energie beim Turnier der AG Fechten
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Seit mehreren Jahren erfreut sich das Florettfechten an der Steinmühle kontinuierlich hoher Beliebtheit. Mathe- und Physiklehrer Steffen Ullwer ist Initiator des AG-Angebots und als erfahrener Florettfechter gleichzeitig der Trainer. Aktuell stand ein AG-Turnier an. Eine fünfköpfige Gruppe, wegen Krankheitsfällen etwas dezimiert, traf sich zunächst zum Aufwärmen in der großen Sporthalle, dann ging es jeweils zum Duell, bei passender Musik „Eye of the Tiger“:

It’s the eye of the tiger, it’s the thrill of the fightRisin‘ up to the challenge of our rival

Konzentration, Schnelligkeit und das korrekte Beachten der Regeln sind Garanten dafür, dass der so gefährlich wirkende Sport Spaß macht und Sicherheit bietet. Die Teilnehmenden verfügten bis auf eine Ausnahme erst über ein halbes Jahr Fecht-Erfahrung, wirkten aber bereits recht routiniert bei ihren Kampfgefechten vor dem kleinen Publikum, das reichlich Beifall spendete.

Als Sieger des Turniers stand am Ende Malte Rinkleff fest, gefolgt von Kvido Kruncl auf dem zweiten und Hannah Meißner auf dem dritten Platz. – Und genau, es ist tatsächlich auch ein Sport für Mädchen.

Angela Heinemann

 

Steinmühle kürte Gewinner des Raketenwettbewerbs
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Meldet euch zur Teilnahme am Raketenwettbewerb, baut eine Rakete mit Wasserdruck-Antrieb und lasst sie auf unserem Gelände so hoch wie möglich fliegen! – So lautete im Projektunterricht die Aufforderung an Physik-begeisterte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 6.

Mehrere Teams fanden sich zusammen und begannen zu tüfteln, bevor sie später die Ergebnisse ihrer Arbeit vor Publikum, bestehend aus MINT-Lehrkräften und Mitschülern, präsentierten.

Die Raketen durften aus jedem Material bestehen, mussten Platz für ein Höhenmessgerät bieten und einen Fallschirm enthalten. Wichtig war: Nur Wasserdruck-Antrieb war erlaubt.

 

Start im abgesperrten Bereich

Am Wettbewerbstag startete die Demonstration um 14 Uhr. Auch die Aufbauzeit im eigens abgesperrten Bereich war limitiert – länger als eine Stunde durfte nicht daran gearbeitet werden.

Schließlich war es soweit: Alle Raketen gingen nacheinander in die Luft. Dann war die Auswertung an der Reihe, welche Raketen am höchsten geflogen waren. Die Siegerinnen und Sieger wurden später mit einer Urkunde bedacht und stellten sich zum Foto. Dies waren (von links) Emanuel (11d), Jan (11d), Alexander (12 PoWi), Felix (10b), Sophie (6), Junus (10c).

– Ein etwas anderer Unterricht, der allen viel Spaß gemacht hatte, hauptsächlich organisiert von den Schülern Helena Steidl und Luca Weingärtner.
(Heinm)

 

Bewegung und Wahrnehmung: Kultusministerium zertifizierte die Steinmühle
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Für die gelungene Zusammenführung von Schulentwicklung mit dem Prozess der Gesundheitsförderung erhielt das Gymnasium Steinmühle vom Hessischen Kultusministerium die Zertifizierung „Bewegung & Wahrnehmung“. Karsten Vestweber, einer der Schulsportkoordinatoren am Staatlichen Schulamt, überreichte die Urkunde im Beisein von Schulleiter Björn Gemmer an Schulsportleiter Marcel Kalb.

 

Gesundheitsorientierte Bewegungsförderung in der Schule

„Die Zertifizierung ‚Bewegung & Wahrnehmung‘ zielt auf die gesundheitsorientierte Bewegungsförderung in der Schule ab – und das nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern ebenso für die Lehrkräfte und Bediensteten“, erläutert Kalb. Hier würden vor allem Aspekte des bewegten Unterrichts, der bewegungsfördernden Ausstattung wie Mobiliar oder Sportgeräte, inner- und außerschulische Sportevents sowie Möglichkeiten der aktiven Rückzugs- und Entspannungsphasen bewertet.

 

Elementarer Teil der ganzheitlichen Bildung

Durch dieses Zertifikat, so der Schulsportleiter, wird zum Ausdruck gebracht, dass Bewegung einen elementaren Teil der ganzheitlichen Bildung darstellt und im Schul- und Unterrichtssetting der Steinmühle konsequent Anwendung findet. Die Urkunde gilt für einen Zeitraum von fünf Jahren.

(Heinm)
powiPlus – für alle, die mehr wollen als normalen PoWi-Unterricht

Für die 9. und 10. Klasse startet die Steinmühle im kommenden Halbjahr mit dem powiPlus-Projekt. Die Fachlehrer Phillip Knaack und Dr. Claudia Röder erläutern dies den Schülerinnen und Schülern: „powiPlus ist für alle, die mehr wollen als normalen PoWi-Unterricht.

Kontakte in die Politik, Besuch von Parlamenten und Betrieben

Hier geht es um echte Themen, die euch betreffen: Wahlen, Politik vor Ort, Wirtschaft, Unternehmen, Europa – und darum, wie ihr mitreden und mitgestalten könnt. Ihr diskutiert mit Politikerinnen und Politikern, macht Planspiele, besucht Parlamente und Betriebe, arbeitet im Team an eigenen Projekten und probiert aus, wie Politik und Wirtschaft wirklich funktionieren. powiPlus ist freiwillig, aber verbindlich – ohne Noten, dafür mit einem Zertifikat und richtig guten Erfahrungen. Ideal, wenn du PoWi spannend findest oder später den Leistungskurs belegen willst.“

Mehr Info unter powiPlus.

Phillip Knaack und Dr. Claudia Röder freuen sich auf Rückmeldungen.

(Heinm)

 

 

Bevor unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Abitur in das „echte“ Leben entlassen werden, sollten sie ein Mindestmaß an Kenntnissen über bestimmte Alltagsthemen besitzen, denn früher oder später werden sie damit konfrontiert. Dieser Ansicht ist die Steinmühle und allen voran Oberstufenleiterin Constanze Oestreicher-Gold. Sie organisiert daher praktisch in jedem Jahr im den so genannten Zukunftstag für die Jahrgangsstufe 13.

 

Wissensvermittlung über Steuern, Mietvertrag & Co.

Wie beim Format des alljährlichen Berufsinformationstages im November kommen Fachleute in die Steinmühle und stehen den jungen Menschen in verschiedenen Räumen des Forums für ihre Fragen Rede und Antwort.

Aktuell ging es um die Themen Wohnen, Finanzen, Steuern und Berufsstart. Große Überschriften, hinter denen sich zum Beispiel die Themen Mietvertrag, Darlehen, Steuererklärung oder Duales Studium verbergen können. Hier hatten die jungen Erwachsenen zahlreiche Fragen, die beim Eintauchen in die jeweilige Materie durch ausführliche Antworten geklärt wurden.

Die Steinmühle bedankt sich bei den Referentinnen und Referenten sowie bei den Schülerinnen und Schülern gleichermaßen für interessante Gespräche und sehr viel wichtige Information, die den einzelnen Teilnehmenden in absehbarer Zeit eine große Hilfe sein werden.

(Heinm)

„Wir sind alle mächtig stolz“: Rückschau auf den Mega-Erfolg der Geschwister Sacher
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Na, haben Sie sie entdeckt, in der vordersten Reihe und am linken Rand? – Nach dem Jahreswechsel werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf den wohl größten naturwissenschaftlichen Erfolg der Unter- und Mittelstufe unserer Schule in 2025: Die beiden Steinmühlen-Geschwister Felix und Sophie Sacher haben sich Ende November bei der World Robot Olympiad (WRO) in Singapur nicht nur mit der Weltspitze gemessen, sondern sind sogar mit Pokal nach Hause gereist: Als Team mit dem Namen JustUs errangen sie die Bronze-Medaille! Die internationale Aufmerksamkeit galt ihrem IceBear-Projekt (wir berichteten https://steinmuehle.de/blog/2025/07/07/felix-und-sophie-sacher-qualifizieren-sich-mit-robotik-projekt-fuer-weltfinale-in-singapur-2/), und treffenderweise hatte der intelligente Gefährte der Schüler seinen Namen kurz vor dem Wettbewerb entsprechend angepasst: AIceBear – gesteuert von künstlicher Intelligenz.

 

Größtes WRO-Finale aller Zeiten

In der letzten Woche waren 12 deutsche Teams beim Weltfinale der World Robot Olympiad in Singapur dabei. Insgesamt waren 594 Teams aus 91 Ländern vor Ort – es war das bisher größte WRO-Weltfinale aller Zeiten.

Die Konkurrenz in den verschiedenen Altersklassen und Kategorien war dementsprechend groß. Dabei gab es einige vordere Platzierungen, und besonders freut uns die Bronzemedaille des Teams JustUs in der Kategorie Future Innovators Junior. In dieser Altersklasse errangen Sophie und Felix von 58 Teams den dritten Platz. „Es war eine großartige Erfahrung“, berichten die beiden.

 

Technik und Teamgeist verbinden über Grenzen hinweg

Das Weltfinale 2025 in Singapur zeigte erneut, wie sehr Technik und Teamgeist über Grenzen hinweg verbinden. Die World Robot Olympiad bietet jungen Menschen die Chance, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen – mit Begeisterung, Kreativität und technischem Können.

 

Zahlreiche Freundschaften geschlossen

„Wir sind beide überglücklich“, fahren die Geschwister fort und berichten: „Das International Final waren vier Tage voller Abenteuer: Nach einem Delegationsausflug mit Tempel, Straßen und einem gemeinsamen Besuch eines Hawker Centers (einer traditionellen Streetfood-Halle) begannen drei aufregende Wettbewerbstage. In den drei Alterskategorien der Future Innovators konnte man dabei viele zum Teil sehr länderspezifische Lösungen zum diesjährigen Motto „The Future of Robots“ sehen, die im Zusammenhang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung stehen. Beim Team JustUs gab es immer viel Publikum, da AIceBear nicht nur für die Jury spannend war sondern auch für Besucher, andere Teams und Medienvertreter. Es entstanden Freundschaften mit anderen Teams, und ganz bald möchten wir als  Team JustUs die neu gewonnenen Freunde in Cambridge, der Türkei und Singapur besuchen“.

 

AIceBear kann nun auch komponieren

Auch Jurys, die zur Bewertung anderer Teams eingeteilt waren, wollten AIceBear sehen, viele nutzten die neue Funktion, die Felix und Sophie im Hotelzimmer unmittelbar vor dem Wettbewerb hinzugefügt hatten: AIceBear kann nun neben seinen vielen anderen Funktionen auch singen und kurze Lieder komponieren, ganz nach dem Wunsch seines Nutzers im Hinblick auf Thema (z.B. Singapur) und Stil; so kann er zusätzlich für Entspannung und eine gute Stimmung sorgen.

 

Berichte in Zeitungen und im Fernsehen

Auch das Medieninteresse war groß. Dass AIceBear neben Englisch die Besucher auch auf den anderen Landessprachen Singapurs begrüßte, war in Zeitungen in Singapur, Malaysia, Quatar und China zu lesen. Auch ein chinesisches Fernsehteam interviewte das Team JustUs, das am Ende mit der Bronzemedaille auf dem Treppchen landete.

 

Großes Lob der Schulleitung

„Meine ganz persönlichen Glückwünsche zu diesem herausragenden Erfolg!“ kommentierte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer nach der Rückkehr des Teams. „Platz 3 weltweit ist einfach unglaublich und doch so verdient, weil der Beitrag multiperspektiv, kreativ und ethisch uneingeschränkt positiv zu bewerten ist. Wir sind alle mächtig stolz auf das, was Sophie und Felix erreicht haben.“ Björn Gemmer und Geschäftsführer Dirk Konnertz, ebenfalls hoch begeistert von dem unglaublichen Resultat der Wettbewerbsteilnahme, hatten sich im Vorfeld dafür stark gemacht, dass der eine oder andere Sponsor gefunden werden konnte, um wenigstens einen kleinen Teil der Kosten für die Reise der Familie nach Singapur und den Transport des kostbaren Equipments aufzufangen.

 

Die folgenden Fotos geben einen Bilderrückblick auf die Reise der Geschwister Sacher nach Singapur, auf den Wettbewerb und auf ihre mitgenommenen Eindrücke:

(Heinm)

 

 

 

 

Laub gefegt und Kuscheltiere verkauft für Kampf gegen Kindersklaverei: Ihr seid unsere Vorbilder!
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Großen Applaus für unsere Grundschulkinder der Klasse 4: Weil sie ihr Möglichstes dazu beitragen wollten, um in Ghana Sklaventätigkeit von Kindern zu unterbinden, zeigten sich die Mädchen und Jungen unfassbar kreativ. Sie sammelten knapp 1.300 Euro, um sie der Organisation IJM zur Verfügung zu stellen.

Im Unterricht bei ihren Klassenlehrerinnen Katrin Weißenborn und Maria Gloerfeld hatten die Kinder einen Film über Sklavenarbeit in Ghana geschaut. Der altersgerechte, aber nichtsdestotrotz unbeschönigende Beitrag beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sehr. Während sie selbst in der Bilingualen Grundschule Steinmühle die wohl höchstmögliche Bildung überhaupt genießen, sahen sie ihre Altersgenossen in Afrika schuften. Sie erkannten: Diesen Kindern in Ghana ist keinerlei Schulbesuch möglich, keine Bildung. Stattdessen müssen sie hart arbeiten.

 

Es gibt mehr Sklaverei als jemals zuvor

Die Steinmühlen-Klasse beschloss: We change the system. Ihr Plan war mitzuhelfen, das bestehende System in Ghana zu verändern. Die Organisation International Justice Mission (IJM) erwies sich dabei als geeigneter Partner im Kampf gegen die menschenverachtenden Praktiken in Afrika.

„Es gibt heute mehr Sklaverei als jemals zu vor“, berichteten die beiden Lehrkräfte.

Die anderen Kinder dermaßen hart arbeiten zu sehen – das machte etwas mit der Klasse der Bilingualen Grundschule Steinmühle. So entschlossen sich die Kinder zu den verschiedensten Wegen, um an Spendengelder zu kommen:

„Ich gebe mein Taschengeld“

„Ich arbeite im Haushalt und spende das Geld, das ich von meinen Eltern dafür bekomme“

„Ich spende die Belohnung, die ich von meinen Eltern für eine gute Note erhalte“

 

Sie machten Musik in der Stadt

Und mehr noch. Die Kinder brachten mit einem Bauchladen Gummibärchen an ihre Altersgenossen und spendeten die Einnahmen. Sie verkauften am Herbstfest selbstgebackene Plätzchen, verkauften ihre Zeitschriften, stellten beim Familienfest eine Spendenbox auf und verkauften ihre Kuscheltiere. Die Schüler spendeten den Erlös von Pfandflaschen, verkauften T-Shirts, fegten Laub, arbeiteten für ihre Großeltern und boten auf dem Flohmarkt selbst gebastelten Schmuck an. Sie machten Musik in der Stadt und boten interessierten Personen Gemüse zum Verkauf an. – Eine Summe kreativer Aktionen, die unschwer erkennenließen: Das Gesehene hatte die Kinder derart ergriffen, dass sie sich spürbar finanziell engagieren wollten, auch bei eigenem Verzicht.

 

2.600 Euro für Einsatz gegen ein unmenschliches System 

Die Lehrkräfte hatten nicht damit gerechnet, dass letztlich eine Summe von fast 1.300 Euro für die Spende erarbeitet wurde. Klassenlehrerin Katrin Weißenborn hielt sich an ihre Zusage, den Betrag aus eigener Tasche verdoppeln zu wollen, eine tolle Geste!

Alles in allem eine großartige Aktion, die viel mobilisiert hat, um in ein menschenverachtendes System ein Stück weit einzugreifen. Durch viel Einsatz und allseitige Großzügigkeit kamen 2.600 Euro zusammen.

Die Steinmühle dankt allen Kindern und ihren Eltern, die sich in dieser Sache stark gemacht und ihre Kinder dabei unterstützt haben, Gutes zu tun. Wir danken aber auch den engagierten Lehrkräften Maria Gloerfeld und der Zusatz-Spenderin Katrin Weißenborn.

Ihr alle seid die Vorbilder, die es braucht. Und das nicht nur zu Weihnachten!

 

Kinderaugen zum Leuchten bringen: Grundschule beschert „Weihnachten im Schuhkarton“
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Mit großem Engagement beteiligte sich die Bilinguale Grundschule Steinmühle unter Leitung von Julia Daube an der Weihnachtspäckchen-Aktion für Kinder in Osteuropa. Die Aktion, auch bekannt unter dem Namen „Weihnachten im Schuhkarton“, wird hier vor Ort initiiert vom Malteser Hilfsdienst aus Marburg-Schröck.

 

Süßes, Kuscheltiere, Schulsachen

In einen Schuhkarton soll jeder Süßigkeiten, aber auch Gegenstände wie Kuscheltiere oder Mal- und Schulsachen stecken und den Karton hübsch verpacken. In dieser Form gingen von der Grundschule Steinmühle viele Päckchen, größere und kleinere, auf die lange Reise, um am Ende viele Kinder, deren Familien sich kaum Geschenke leisten können, unter dem Weihnachtsbaum zu überraschen. Die Malteser organisieren die Weihnachtspäckchen-Aktion von der Sammlung über den Transport bis zur Verteilung an die Kinder in den Waisenhäusern, Behindertenheimen, Kindergärten und Schulen durch ehrenamtliche Helfer.