Furcht ist eine Reaktion, Mut ist eine Entscheidung: DS 12 spielt Antigone

Die von Sophokles verfasste antike Tragödie der Antigone, die sich gegen das Gesetz des Königs Kreon auflehnt und trotz angedrohter Todesstrafe versucht, ihren Bruder Polyneikes in Würde zu bestatten, ist durch die Jahrhunderte hinweg immer wieder unterschiedlich aufgegriffen worden. In die Reihe der Übersetzungen und Fassungen, von Hölderlin über Schimmelpfennig, Brecht und Anouilh bis hin zu Bodo Wartke, fügt sich nun eine ganz neue, frische Textfassung, erarbeitet vom Kurs Darstellendes Spiel 12 unter der Leitung von Nina Merzenich.

Diese Fassung, fast durchgängig gereimt, präsentierten die Schülerinnen und Schüler aktuell im Forum der Steinmühle und zogen das Publikum von der ersten Sekunde an in ihren Bann.

 

Volk von Theben tanzte zu YMCA

Sei es der berührende Moment gleich zu Beginn, als Antigone ihren toten Bruder Polyneikes auf einem Podest mitten zwischen den Zuschauern behutsam mit Sand bestreute, oder der Kampf um Theben, der zu Technobeats mit Lichtschwertern ausgefochten wurde, sei es die zarte Liebesszene, als Antigone und ihr Geliebter Haimon sich auf dem Laufsteg zwischen den Zuschauern ein letztes Mal vor ihrem Tod begegneten, oder die Krönungsparty für Kreon, bei der das Volk von Theben ausgelassen zu YMCA tanzte – jede Szene fesselte, faszinierte, machte Spaß, bezauberte.

Der Kurs hat nicht nur gezeigt, wie man alle Register des Theaterzaubers zieht (Beleuchtung, Ton, Nebel, Vorbühne, Bühnenbild, Kostüme, chorisches Spiel, Tanz…), alle einzelnen haben auch schauspielerisch Großartiges geleistet.

 

Beeindruckende Textmengen

Das Volk von Theben (Sophie Becker, Gregor Bigeschke, Amely Blazek, Ron Georg, Dominik Koerth, Antonia Kurlinsky, Felix Schlegel, Jesko von Werder, Jan Ole Wollersheim) faszinierte durch immer wieder neue Formationen, durch Kampf- und Tanzszenen, durch chorisches, aber auch solistisches Sprechen und Handeln. In der Rolle von Polyneikes überzeugte Gregor Bigeschke als aufgebrachter, um sein Recht betrogener Bruder. Als seinen Bruder Eteokles, majestätisch und staatsmännisch, sah man Jan Ole Wollersheim grandios agieren. Immer wieder für beste Unterhaltung sorgten Kimo Achteresch und Alrik Keßler in den Rollen der beiden Wärter. Die um Fassung ringende Königin Eurydike, die sich am Ende aus Trauer das Leben nimmt, wurde von Antonia Kurlinsky ergreifend verkörpert. Orlando Geisel trat wortgewandt und selbstsicher als Kreons Sohn Haimon auf, Celia Giebing spielte zugleich zart und mutig eine wunderbare Version von Antigones Schwester Ismene.

 

Antigone sorgte für Gänsehautmomente

Den blinden Seher Teiresias entwickelte Jaan Ebbing als eine Figur zwischen Gott und Gandalf, die er genial auf der Bühne umsetzte. Geführt wurde er dabei von einem Kind, das als Gastrolle von Mona Merzenich (Klasse 6) liebevoll gespielt wurde. Herausragend war auch die Leistung von Sophia Rogosch, die als Antigone immer wieder für Gänsehautmomente sorgte. Last but not least zeigte Maximilian Glock auf beeindruckende Weise (und mit beeindruckender Textmenge!) den harten Herrscher Kreon als eine Figur zwischen Macht und Selbstzweifeln.

Dafür, dass Ton und Licht die richtige Stimmung erzielten, sorgten Kimo Achteresch, Ron Georg und Anna-Lena Grießler (Klasse 11). Für das Bühnenbild (Säulen, Thron, Nebelmaschine) und die Kostüme der Wärter danken wir der Freien Waldorfschule Marburg.

Chapeau an alle für eine großartige Bühnenshow!

(Nina Merzenich)

Zeitreise im Ruderboot: Die Steinmühle aus künstlerischer Sicht

Ein ganz besonderes Bild ziert seit Dienstag die Wand am Durchgang vom Hauptgebäude zur Cafeteria. Der fünfköpfige Leistungskurs Kunst aus dem Jahrgang 13 verewigte sich dort mit einem Gemälde, das den Titel „Zeitreise im Ruderboot“ tragen könnte. Unter Leitung von Kunstlehrerin Ines Vielhaben entstand mittels Graffiti-Sprühfarbe und feinen Acryl-Pinselstrichen die Darstellung von vier Personen im Ruderboot. Jede für sich verkörpert einzelne Zeitabschnitte an der Steinmühle und rudert gemeinsam mit den anderen durch die Schulgeschichte.

Während die hinterste Person als Symbol für die Vergangenheit mangels Erinnerung eher verklärt, gesichts- und quasi konturenlos dargestellt wird – mit Ausnahme des früheren Steinmühlen-Logos auf der Kleidung –  versinnbildlicht die nachfolgende Person die Erfolge im starken Steinmühlen-Bereich „Jugend Forscht“: Es dampft und brodelt bei einem Laborversuch! Ob die Deutschlandfarben wegen des schon erreichten Bundesfinales nun zu dieser oder zu der nächsten Figur gehören, bleibt offen. Da nämlich „sitzt“ im roten Einteiler mit Steinmühlenlogo der Hochleistungsruderer mit internationalen Erfolgen.

Vor ihm gibt es in dieselbe Blickrichtung nur noch eine Figur. Die ist noch nicht ganz fertiggestellt – denn die Zukunft ist offen. Klar ist aber: Sie besteht aus Symbolen der Digitalisierung – und Stand heute sind noch nicht alle Elemente angeordnet.

Wie könnte es anders sein, zeigt der Steuermann oder die Steuerperson in den Himmel. Es geht nach oben, es geht weiter – und vielleicht auch immer höher hinaus.

 

Kleber statt Kleister

Das „Wandbild Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Steinmühle in einem Boot“, wie es offiziell heißt, musste nach den doch erheblichen Mühen und Einsätzen für seine Details am Ende sicher und behutsam auf die Wand aufgebracht werden. Dabei half ein Teil des Steinmühlen Haustechnik-Teams. Es instruierte die Schülerinnen und Schüler in Tapeziertechnik, hinsichtlich Auswahl des richtigen Klebstoffes („Kleber statt Kleister“), wobei die jungen Menschen gleich lernten, dass Kleber die größere Haftstärke hat.

Wir danken den Schülerinnen und Schülern Cilia Evelbauer, Janice Houdek, Raphael-Richard Miller, Nele Schultheiß, Lina Zippel und Kunstlehrerin Ines Vielhaben für die gelungene Umsetzung dieses außergewöhnlichen Projektes, das nun einmal mehr Sinne zeigt, welch wichtigen Platz das Rudern an der Steinmühle einnimmt.

(Angela Heinemann)

 

Schulsozialarbeiterin ist Ansprechperson für alle Schülerinnen und Schüler
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Mara von Essen ist seit dem 1. Januar  Schulsozialarbeiterin an der Steinmühle. Gemeinsam mit Hanne Wolf, der Schulpsychologin, erweitert sie das Beratungs- und Unterstützungsangebot für Schülerinnen und Schüler.

 

Unterstützung im Schulalltag

Mara von Essen ist Ansprechperson für Schülerinnen und Schüler bei persönlichen, schulischen und sozialen Themen – zum Beispiel bei Stress, Konflikten oder Unsicherheiten.
Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und unabhängig von schulischer Bewertung. Gespräche können von den Schülerinnen und Schülern selbst initiiert werden, aber auch über Lehrkräfte oder Eltern angestoßen werden. Gemeinsam wird dann nach passenden Lösungen gesucht.

 

Begleitung beim Ankommen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell in den Klassen 5 und 6. Hier unterstützt Mara von Essen die Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die weiterführende Schule – beim Einfinden in neue Gruppen, beim Aufbau von Beziehungen und beim Umgang mit neuen Anforderungen.
Ziel ist es, frühzeitig zu begleiten und eine positive Entwicklung der Klassengemeinschaft zu fördern.

 

Prävention und Zusammenarbeit – vom Ich zum Wir

Neben der Einzelfallarbeit bietet sie auch präventive Formate an, zum Beispiel zu sozialem Miteinander, Konfliktlösung oder Outdooraktivitäten. Diese können im Klassenkontext oder in Gruppen stattfinden.
Die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Eltern ist dabei ein wichtiger Bestandteil, um soziale Prozesse und das Miteinander in der Klasse zu stärken.

 

Unterstützung in allen Jahrgangsstufen

Mara von Essen steht allen Schülerinnen und Schülern offen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Thematisch können Gespräche unter anderem Leistungsdruck, Freundschaften, familiäre Belastungen oder persönliche Krisen betreffen. Aktuell werden zudem präventive Angebote für die verschiedenen Klassen entwickelt, um die Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu unterstützen.

 

Erreichbarkeit

Montag bis Donnerstag ist Mara von Essen von 8:30 – 14:15 Uhr in der Schule.
Für Schülerinnen und Schüler gibt es eine offene Sprechstunde dienstags und donnerstags in der zweiten großen Pause.
Weitere Termine können bei Bedarf vereinbart werden.

Lehrkräfte und Eltern erreichen Mara von Essen am besten über die StoneApp oder telefonisch unter +49 1590 6204687.

 

Steinmühle im Tennis-Fieber: Angebote für alle Könnensstufen
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In Kooperation mit der Agentur Play the Pro und seinem Geschäftsführer Heiko Hampl aus Marburg hat die Steinmühle ihr sportliches Angebot im Bereich Tennis professionelle Füße gestellt. Nachdem die Tennisanlagen auf dem Internatsgelände modernisiert wurden und durch das angrenzend eröffnete, von der Internatsschülerschaft betriebene Café Mühle bereichert werden, stehen die Tennis-Weichen jetzt in Richtung Turnierteilnahme – aber nicht nur. Auch Anfänger sind herzlich willkommen.

Das Tennisangebot an der Steinmühle richtet sich an die Klassen 1-13 – also an alle auf dem Campus vertretenen Jahrgänge. „Es wird von Grundschülern wie auch von der Oberstufe wahrgenommen“, berichtet Heiko Hampl.

Man muss kein Profi sein, um beim Steinmühlentennis einzusteigen. Etliche auf dem Platz, so Hampl, sind Anfänger, einige auch Fortgeschrittene. „Wer Tennisspielen lernen möchte, soll sich ruhig trauen“.

 

Vormittagszeiten für Eltern

Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der Steinmühle, die für ihren Sport nach dem Unterricht keine weiten Wege mehr zurücklegen müssen. Die Trainingszeiten wurden daher schwerpunktmäßig auf den Nachmittag gelegt. „Wir bieten aber auch Vormittagszeiten an, da haben wir die Eltern im Blick“, berichtet Hampl. Spielen kann man parallel auf drei Plätzen.

Die Geschwister Philipp und Jana Nowakowski demonstrieren, wie es ist, wenn einen das „Tennis-Fieber“ gepackt hat. Philipp, selber noch Grundschüler, belegte zusammen mit seiner Schwester das ein oder andere Tennis-Camp. „Die Camps wird es wieder geben“, schaut Heiko Hampl in die Zukunft und auf seinen Kalender. Derzeit werde die Nachfrage final abgeklopft, nach Ostern geht es – um im sportlichen Bild zu bleiben – in die Vollen.

 

Auch spontaner Einstieg kann gelingen

Über die Wiederbelebung des Tennissportes an der Steinmühle herrscht große Freude: „Diese großartige Sportart war bei uns lange im Dornröschenschlaf, und wir haben sie nun wiedererweckt zusammen mit einem professionellen Partner,“ erklärt Dirk Konnertz, Geschäftsführer von Schule & Internat.

Wer Interesse am Tennis hat, Kurse machen möchte, nach einer Pause wieder einmal den Tennisschläger schwingen oder sich erstmals an die Sportart herantasten möchte, ist herzlich eingeladen, sich unter folgendem Link über das Angebot zu informieren https://www.play-the-pro.com/steinm%C3%BChle-schule-internat/. Wenn machbar, ist auch der spontane Einstieg in einen Kurs möglich.

Unser Titelfoto zeigt Lanah Reithmayer und Jana Nowakowski bei ihrem Hobby. Die Gruppenfotos vermitteln einen Eindruck von den Tennis-Camps.

(Angela Heinemann)

 

Sport an der Steinmühle: Tradition stärken, neue Wege gehen
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Reiten, Rudern, Mannschaftssport und immer neue Kooperationen: Das Sportangebot an Schule & Internat Steinmühle hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Modernisierte Infrastruktur, ein gewachsenes Team und zahlreiche Projekte sorgen dafür, dass Bewegung für die Schülerinnen und Schüler einen festen Platz im Schulalltag hat – und auch künftig weiter ausgebaut werden soll.

 

Schon immer stand die Steinmühle für eine ausgeprägte Bandbreite im Sport: für ein etabliertes Angebot im Reiten, für professionellen Unterricht im Rudern und für Erfolge bis hin zur Olympiateilnahme. Schon länger gibt es Tennis auf der eigenen Anlage, Ballsport mit Beachvolleyball an der Lahn und Krafttraining auch in den Wintermonaten. Doch auch Gutes kann man noch besser machen, erläutert Marcel Kalb, Leiter des Schulsports, Organisator vieler Trainingseinheiten und Koordinator von Kooperationen mit anderen Vereinen.

 

Moderne Infrastruktur

An dieser Stelle wären wir auch schon da, wo sich einiges weiter ausgebaut hat, schaut man etwa zehn bis 15 Jahre zurück. Verglichen mit damals wurde die Infrastruktur modernisiert und deutlich erweitert. Ein saniertes Bootshaus, eine große zweite Sporthalle und eine modernisierte Bestandshalle stehen heute für Ruder-Equipment und den Indoor-Sport bereit. Auch die Ausstattung mit Sportgeräten wird kontinuierlich ausgebaut. Wie das aussehen kann, zeigt bereits das Angebot im Kraftraum.

 

Mehr Köpfe für den Sport

Die Entwicklung des Sportangebotes war ein Prozess – sowohl hinsichtlich der Infrastruktur als auch im Hinblick auf das Personal. Das Kollegium in der Fachschaft Sport ist inzwischen auf 17 Lehrkräfte gewachsen, ein Pädagoge aus dem Internat und drei FSJ’ler unterstützen an verschiedenen Stellen. „Wir stehen auch im Austausch mit den Bereichen Sportwissenschaften und Motologie an der Marburger Philipps-Universität“, berichtet Marcel Kalb.

 

Keine Schulnoten im Sport für die Klassen 5-8

Bewegungsförderung hat an der Steinmühle einen hohen Stellenwert. So gibt es auch außerschulische Konzepte wie die Ruderfahrt oder die Skifahrt, und es besteht die Möglichkeit, in Klasse 11 – der sogenannten E-Phase der gymnasialen Oberstufe – das Sport-Profil zu wählen. Eine Besonderheit ist ebenfalls erwähnenswert: In den Klassen 5 bis 8 werden im Fach Sport keine Schulnoten vergeben. „Wir finden, dass eine Ziffernnote nicht die Vielfalt des Sports und der damit verbundenen Bewertung der erbrachten Leistungen widerspiegeln kann. Aus diesem Grund versuchen wir im Fach Sport, Leistungen im Sportunterricht differenziert und aussagekräftig zurückzumelden“, erläutert der Schulsportleiter.

 

Para-Sport ist Teil des Angebots

Durch Kooperationen mit anderen Vereinen ist das Sportangebot an Schule & Internat Steinmühle nahezu grenzenlos. Während einige Steinmühlen-Lehrkräfte aus eigenem Interesse Sportarten wie zum Beispiel Fechten anbieten, stehen traditionelle Sportarten wie Volleyball, Basketball und Fußball ohnehin auf der Tagesordnung. Die zusätzliche neue und große Sporthalle ermöglicht es der Steinmühle – die ohnehin auch Paralympisches Leistungszentrum im Rudern ist –, nun auch Mannschaftssport im Rollstuhl-Basketball anzubieten.

Montags findet zudem inklusiver Fußball statt: Vor einigen Jahren hatte das Unified-Team in Kooperation mit dem örtlichen Sportverein SF Blau-Gelb Marburg mit dem regelmäßigen Training begonnen. Für das Zustandekommen dieses Teams hatte sich seinerzeit Egon Vaupel, Vorsitzender des Trägervereins Steinmühle Marburg e. V., besonders stark gemacht.

 

Neues Schulstrukturmodell eröffnet Chancen

Weitere Kooperationen mit anderen Vereinen werden angestrebt, so Schulsportleiter Kalb. Er denkt dabei an außerschulische Aktivitäten wie Leichtathletik, Geräteturnen oder Schwimmen. „Durch das künftige neue Schulstrukturmodell eröffnen sich dabei große Chancen.“

 

Ein Auge auf dem Leistungssport

Ein Auge hat Marcel Kalb auch auf den Leistungssport und erwähnt exemplarisch die Volleyball-AG und den Volleyball-Wahlunterricht (WU) der Klassen 5 und 6, ebenso wie das Geräteturnen im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“, bei dem fünf Schülerinnen hervorragend abschnitten. Sein Credo: „Sport und Leistung gehören zusammen. Und das wird auch gefördert.“

Jahrgangsstufenübergreifend halte man zudem ein Angebot im Oberstufensport im Umfang von zwei Stunden pro Woche bereit. Marcel Kalb hat hier die Leitung inne, die jungen Menschen organisieren jedoch auch vieles selbst und schaffen sich somit selbstbestimmte Bewegungs- und Trainingsräume.

 

Kennenlernen im doppelten Sinne

Seit mehreren Jahren gebe es an der Steinmühle außerdem die Sportprojekttage in der letzten Schulwoche, sagt Kalb, der seit sieben Jahren an der Steinmühle arbeitet. Die zusätzlichen Sporttage im Mai betreffen die Klassen 5 bis 10 und schließen unter anderem Rudern, Lauffinals und weitere Disziplinen ein. Zusätzlich wurde und soll auch in Zukunft an der Steinmühle in der letzten Schulwoche ein Sportfest gefeiert werden. Hierzu sind auch kooperierende Sportvereine und Sportstudierende der Universität eingeladen. Das Fest dient neben der Bewegungsförderung auch dem Kennenlernen – sowohl der Aktiven untereinander als auch weiterer Sportangebote.

 

Bewegungsangebot für das Kollegium

„Der Arbeitsalltag wird immer komplexer, da müssen wir auch auf ausreichend Bewegung unseres Kollegiums achten“, ergänzt Marcel Kalb. An dieser Stelle kommt er auf das Angebot „StoneFIT“ zu sprechen – ein Angebot zur Bewegungsförderung speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Wir können stolz sein auf die Möglichkeiten, die wir haben“, resümiert Marcel Kalb. Am Ende sei man aber noch nicht angekommen: „… da geht noch mehr.“

Er erwähnt außerdem die mit dem Handy-Verbot einhergehende bewegte Pause in der Sporthalle. Angeleitet von einem FSJ’ler sind in der ersten großen Pause die Klassen 5 und 6 aktiv, in der zweiten großen Pause die Klassen 7 und 8. „Wer den digitalen Spieledrang unterbindet, muss andere Alternativen aufzeigen – gesundheitsfördernderweise in Verbindung mit Sport und Bewegung.“

 

Sport ist Teil der Schulkultur

Begrenzt auf das eigene Angebot sieht sich die Steinmühle für die Zukunft nicht. „Wir schauen auch gern einmal umher, was staatliche Schulen so machen und versuchen, Gelungenes zu übernehmen.“

So wird deutlich: Sport ist an der Steinmühle weit mehr als Unterrichtsfach. Er ist Teil der Schulkultur – getragen von Engagement, Kooperationen und dem gemeinsamen Ziel, Bewegung, Gesunderhaltung, Teamgeist und Leistungsbereitschaft nachhaltig zu fördern.

(Angela Heinemann/Fotos: Archiv Steinmühle)

 

Nur fünf Schulen konnten gewinnen – die Steinmühle war eine davon

109 Schulen reichten ihre Videos ein bei der Challenge der Marke 6PM. Das Ziel: Abi-Hoodies „abzustauben“. Unser Abi-Jahrgang war einer der Bewerber – und jetzt ist die Freude groß. Denn das Ganze klappte tatsächlich!

Dass sich der Weg zum Ziel gar nicht so einfach gestaltete, berichtet Livia Sophie Schulze aus dem Jahrgang 13:

Die Idee entstand Anfang Februar, als eine bekannte TikTok-Challenge der Marke 6PM auch unseren Jahrgang erreichte. Mehrere Schülerinnen und Schüler griffen die Inspiration auf und entwickelten daraus eine eigene Umsetzung im Stil einer Casting-Show rund um unsere Abi-Hoodies. Besonders Hessein Koheil setzte sich stark dafür ein, dass die Idee tatsächlich umgesetzt wird.

 

Zwei Drehtage und zwei schlaflose Nächte

Unterstützt wurde das Projekt von einer engagierten Gruppe aus etwa 15 Schülerinnen und Schülern unseres Jahrgangs. Ungeachtet anfänglicher Kritik – vor allem wegen der sehr kurzen Zeit – entschieden wir uns, das Projekt trotzdem anzugehen. Innerhalb von nur zwei Drehtagen und zwei schlaflosen Nächten für den Schnitt entstand schließlich das fertige Video.

 

Applaus für das IT-Team

Eine große Rolle spielte dabei auch unser IT-Team: Raphael Miller und Christian Savage unterstützten uns mit technischem Know-how, starkem Equipment, bei der Arbeit am Skript und der Umsetzung.

Wir sind sehr dankbar für den Einsatz aller Beteiligten und stolz darauf, was in so kurzer Zeit gemeinsam entstanden ist. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf unsere Abi-Hoodies von 6PM!

(Heinm)

 

 

Reiterinnen als Team zusammengewachsen: Steinmühle richtete Jugendcup aus
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Endlich wieder ein Reitturnier an der Steinmühle! Kurz nach Rückkehr der bewährten Reitstalleiterin, Reitlehrerin und Trainerin Beate Schridde zur Reitschule Steinmühle wurde vor Ort nach längerer Pause wieder der beliebte Jugendcup ausgerichtet. Zu Gast waren die Mannschaften aus Sterzhausen, Mengsberg und Rauschenberg, um ihr Können vor den Augen des erfahrenen Richters Albrecht Welz unter Beweis zu stellen. Neben der Dressuraufgabe wurde, wie beim Jugendcup üblich, auch theoretisches Wissen abgefragt.

 

 

Steigerung der Leistungen bereits deutlich erkennbar

Bei den reiterischen Leistungen der Steinmühlen-Reiterinnen registrierte Beate Schridde schon jetzt deutliche Steigerungen der erreichten Punktzahlen im Vergleich zu den ersten beiden Teilnahmen am Jugendcup nach der langen „Abstinenz“. Die Mädchen machten in ihrer Reitbekleidung mit Steinmühlen-Emblem nicht nur als Zuschauerinnen an der Bande, sondern auch auf dem Pferd eine gute Figur – auch zur Freude der Eltern aller Aktiven.

 

 

Applaus für Renovierung und Deko

Das Vorbereitungsteam des Reitvereins hatte sich für die Veranstaltung mächtig ins Zeug gelegt, die Räumlichkeiten kaum wiedererkennbar renoviert und dekoriert. Mit einer großen Auswahl an Speisen und Getränken wurde für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt, bestehend aus Angehörigen der Reiter-Teams und etlichen interessierten Gästen.

 

 

„Stolz, den Reitverein führen zu dürfen“

Angesichts der gesamten positiven Entwicklung geriet der neue 1. Vorsitzende des Reitvereins Steinmühle, Manuel Miltschelff, ins Schwärmen: „Meine Tochter reitet seit November 2025 bei Beate Schridde im Reitunterricht und ist Teil der Steinmühlen-Jugendcup-Mannschaft. Es ist wirklich toll, zu sehen, wie die Mädchen als Team zusammengewachsen sind und wie enorm sie sich reiterlich in dieser kurzen Zeit gesteigert haben. Ich bin dankbar und es erfüllt mich mit Stolz, diesen tollen Reitverein führen zu dürfen.“

 

 

Viel Bewegung auf der Anlage

Am Reitstall des Reitvereins Steinmühle wird in der nächsten Zeit noch weiterhin viel Bewegung sein, unter anderem mit dem Umbau des Stalltraktes, der bereits im Gange ist. Was die aktive Arbeit angeht, so bereichern Kurs- und AG-Angebote die verschiedenen Reitkurse. Mehr an der Stelle demnächst. Zu einem Überblick der verschiedenen Kurse geht es hier: https://reitschule.steinmuehle.de/ausbildung/

(Angela Heinemann)

Überperformt beim Informatik-Biber: Joel und Emil überboten Spitzenpunktzahl
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Mit einer Performance weit über das für Platz 1 geforderte Maß hinaus bestachen die Steinmühlenschüler Joel (links) und Emil (beide 6a) beim deutschlandweiten Wettbewerb Informatik-Biber.

Unter den 204.150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Klassenstufen 5/6 lagen sie am Ende bei den knapp 2 Prozent, die einen ersten Preis mit nach Hause nahmen. Dafür waren 117 Punkte erforderlich – Joel und Emil holten gleich 144!

Die beiden Klassenkameraden hatten im Team am selben Bildschirm gearbeitet – und das hat ganz offensichtlich grandios funktioniert, freute sich Informatiklehrer Steffen Ullwer. Wie seine beiden Schüler, so wurde auch er für dieses ungewöhnliche Ergebnis mit einer Urkunde belohnt.

Da kann man nur sagen: Hut ab vor so viel Können in Informatik! Wir sind sicher: Von euch hören wir künftig noch mehr.

(Angela Heinemann)

 

Round Square: Chance zum Austausch mit jungen Menschen auf der ganzen Welt
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Als Teil des internationalen Schulverbundes Round Square bietet die Steinmühle ihren Schülerinnen und Schülern neue weitere Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung sowie zur inner- und außerschulischen Bildung. „Round Square fördert das interkulturelle Lernen und stellt unseren Schülerinnen und Schülern tolle Chancen bereit, in den Austausch mit jungen Menschen auf der ganzen Welt zu kommen“, fasst Theresa Großer, Leiterin der Sekundarstufe I und des Internationalen Gymnasialzweiges der Steinmühle, zusammen.

 

Wofür steht Round Square?

 

Die weltweit rund 260 ausgewählten Mitgliedsschulen von Round Square bilden ein internationales Netzwerk, das sich im Leitbild gemeinsamen Bildungszielen und Werten verschrieben hat. Round Square versteht sich als Vorreiter für Toleranz, Gemeinschaft und globales Lernen. Mitgliedsschulen des Netzwerks sind angehalten, die 6 IDEALS (Internationalism, Democracy, Environmentalism, Adventure, Leadership, Service), die das gemeinsame Handeln des Netzwerks bestimmen, in ihrem Schulprogramm zu verankern. Daraus resultiert ein umfängliches Bildungsprogramm, das die Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer globalen Welt vorbereitet.

 

Individuelle Austauschmöglichkeiten 

 

Den Schülerinnen und Schülern der Steinmühle bietet das Netzwerk hervorragende Möglichkeiten, internationales Lernen zu erleben und Einblicke in eine fremde Kultur zu erhalten. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise. Zum einen werden mit Round Square in den Klassen 8-10 individuelle Austauschmöglichkeiten umgesetzt. Die Austauschprogramme sind in der Regel für 2 bis 10 Wochen vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler leben vor Ort teilweise im Internat, teilweise in Familien. Dabei ist es egal, wie die jungen Menschen untergebracht sind – ein Austausch mit Round Square bedeutet volles Commitment seitens der teilnehmenden Schulen und Familien, sodass ein herzlicher Empfang und vielseitige Erlebnisse fester Bestandteil des Austausches sind.

Auch die Auswahl an Ländern ist groß: Von Australien über die USA, von Kolumbien nach Okinawa auf die Bermudas – das weltweite Netzwerk begrüßt seine Schülerinnen und Schüler auf nahezu allen Kontinenten. Die Kosten für die Austausche bleiben dabei überschaubar: Lediglich die Flüge ins Zielland, die Aktivitäten vor Ort und eine Vermittlungsgebühr von 500€ fallen an.

 

Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8

 

Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 sind mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für einen Austausch im Rahmen von Round Square. Wichtig ist: Jede und jeder Interessierte muss ebenfalls eine Austauschpartnerin oder einen Austauschpartner aufnehmen – in der Regel für denselben Zeitraum, den man selbst im Ausland verbringen durfte. Grundsätzlich handelt es sich bei Austauschen mit Round Square um individuelle Austausche, oftmals ist es aber möglich, als kleine Gruppe (2-3 Personen) gleichzeitig an eine Schule zu reisen.

 

Info-Veranstaltung am 24. März

 

„Wir freuen uns über das rege Interesse für einen Austausch über das Programm Round Square und die Offenheit unserer Schülerinnen und Schüler, neue Länder und Kulturen zu erleben“, erzählt Theresa Großer. Mit rund 40 Austauschbewegungen ist das Schuljahr im Hinblick auf Interesse an einem Round Square-Austausch gut gestartet.

 

Interessentinnen und Interessenten können über E-Mail unter Roundsquare.exchange@steinmuehle.net Kontakt mit Linda Hörner und Theresa Großer aufnehmen. Auch in der Eltern-Cloud sind Informationen zu Round Square hinterlegt.

Am 24. März um 19.30 Uhr findet eine Info-Veranstaltung statt. Bewerbungsende für das Folgeschuljahr ist der 30. April.

 

Was bietet Round Square noch?

 

Neben den Austauschmöglichkeiten richtet Round Square internationale Schülerkonferenzen aus und organisiert soziale Projekte in Entwicklungsländern. Auch hier ist perspektivisch eine Teilnahme angedacht. Darüber hinaus bereichert die Mitgliedschaft den Unterrichtsalltag, indem authentischer Kontakt zu Schülerinnen und Schülern im Ausland über gemeinsame Onlinemeetings und -projekte ermöglicht wird. Zudem wird die Schule durch ein Wahlunterrichtsangebot (WU) ergänzt, in dem die Schülerinnen und Schüler sich um unsere Gäste aus dem Ausland kümmern, Ausflüge planen, Interviews führen uvm., um so allen Gästen eine tolle Zeit an der Steinmühle zu ermöglichen.

 

Unsere Fotos zeigen Matilda aus dem Jahrgang 11 bei ihrem Kolumbien-Aufenthalt am Colegio Anglo Colombiano.

(Theresa Großer/Angela Heinemann)

 

 

 

Gesellschaftliche Rollenbilder und Aspekte toxischer Männlichkeit
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Wann ist ein Mann ein Mann? Das fragte Herbert Grönemeyer schon im Jahre 1984 in seinem Song „Männer“. Von seiner Aktualität hat das Thema nichts eingebüßt. An einem Wochenende fand jetzt im Internat Steinmühle ein Workshop zum Thema „Männlichkeit & Rollenbilder“ statt, durchgeführt von zwei externen Referenten von ProFamilia.

Insgesamt wurde das Angebot von den jungen Männern sehr positiv aufgenommen, berichtet Hausleiter Marlon Welsch. Die meisten haben sich offen und engagiert auf die Inhalte und Diskussionen eingelassen. Im Workshop setzten sie sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern, mit Aspekten toxischer Männlichkeit sowie mit ihren eigenen Vorstellungen von Beziehungen und deren Gestaltung auseinander.

Was macht einen Mann aus?

Besonders wertvoll war der Austausch darüber, was für sie persönlich „einen Mann ausmacht“. Viele Teilnehmende konnten für ihren Alltag konkrete Impulse und Denkanstöße mitnehmen – insbesondere im Hinblick auf Selbstreflexion, den Umgang miteinander und den Aufbau respektvoller Beziehungen.

 

Der Workshop bot einen geschützten Rahmen für ehrliche Gespräche und wurde insgesamt als bereichernd erlebt.

 

(Heinm/Foto: KI)