Internat Steinmühle auf Erlebnisfahrt in die Niederlande
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Mit einer Gruppe von 14 jungen Menschen aus dem Internat Steinmühle ist das Pädagogenteam Julia Ploch und Daniel Mlaeb gemeinsam ins niederländische Citykamp Valkenburg gefahren.

Jede Kleingruppe von 4-5 Personen hatte auf dem ansprechenden Campingplatz eine besondere Unterkunft, berichtet Julia Ploch: Ein Tinyhouse, einen Bauwagen oder ein gut ausgebautes Zelt.

 

Ausflug nach Maastricht

 

Julia Ploch weiter: „Den Freitag haben wir mit einem gemeinsamen self made-Burger-Abend ausklingen lassen. Am Samstag haben wir eine Wanderung zum Schloss Schaloen unternommen, wo es auch durch einen kleinen Tierpark ging. Am frühen Abend gab es noch einen Ausflug nach Maastricht, für alle die Lust hatten – unter anderem zu einer leckeren Eisdiele. Am Abend haben wir gemeinsam Wraps auf dem Campingplatz gemacht und Spiele gespielt“.

 

Abschlussfoto vor den Flaggen

 

Sonntag fuhr die Gruppe nach dem Auschecken zum Dreiländereck. Dort wurde noch ein Labyrinth mit Rätselspiel besucht. Nach einem gemeinsamen Abschlussfoto vor den Flaggen der drei Länder ging es zurück Richtung Heimat. – Ein gelungener Trip, wie die Jugendlichen einhellig befanden.

(Heinm)

 

Theaterwerkstatt der Klassen 7: Wer kann denn sowas?

Wer kann denn sowas?

Junge Schauspielerinnen und Schauspieler der Klassen 7 können das. Sie können unterhaltsame eigene Geschichten erzählen, sie können vielfältigste Figuren kreieren, die diese Geschichten aufs Lebendigste bevölkern und sie können sich zuverlässig in ihre Figurenrollen einfinden und mit Wortwitz, szenischem Spielen und viel Unerwartetem glänzend unterhalten. So geschehen in den Aufführungen aller vier Klassen 7 im Rahmen der Theaterwerkstatt am 7. und 8. Mai.

 

Einen gefährlichen Schulbetrieb konnte man kennenlernen, bei dem ein Hund sein Unwesen treibt (‚Pipi, verpiss dich‘ der Klasse 7c). ‚Werwolf‘ wurde ein Spiel über die Grenzen des Kinderspiels hinaus (‚Die Werwölfe unter uns‘, Klasse 7a), Schneewittchen, Hänsel und Gretel und weitere Märchenfiguren reisten beherzt hin und her durch die Zeiten mit vielen zu erwartenden Verwicklungen (‚Es ist einmal‘ der Klasse 7b), und schließlich gab es eine vergnügliche Talentshow mit lustigsten Tänzern, einer schillernden Dreigenerationenband und einem dieser weltweisen Wissenschaftler, die dann doch auch Gefahrvolles im Köcher haben, inklusive der üblichen starken Klischees in den Jury-Typen (‚Wer kann denn sowas?‘ der Klasse 7i).

Das Publikum erfreute sich bester Unterhaltung und freundlicher Bewirtung aus dem Jahrgang 13 und spendete freundlich wohlverdienten Beifall. Eine weitere Theaterwerksstattspielzeit kam so einmal mehr zu ihrem sehr erfreulichen und befriedigenden Abschluss.

Herzlichen Dank an alle Akteure auf und hinter der Bühne. Besetzungslisten und weitere Infos siehe Programmzettel: Theaterwerkstatt. Flyer. 2026

(Frank Wemme)

 

Für einen Eindruck empfehlen wir, einmal durch die Fotogalerie zu scrollen (Fotos: Rainer Waldinger):

Von Poetry zum Slam: Ein Schatz, der gehoben werden muss

Literaturtalente der Steinmühle trafen sich mit der bekannten Autorin und Spoken Word Künstlerin Leah Weigand, um den 1. Marburger Schulslam vorzubereiten. Es ist ein Schatz, der gehoben werden muss: die Fähigkeit, die eigenen Gedanken und Erfahrungen in kunstvolle Worte zu verwandeln und andere damit zu begeistern. Dieses Ziel vereinte die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, die sich am 8. Mai in der Steinmühle mit Leah Weigand trafen, um zu schreiben – und zwar ganz anders, als man es sonst in der Schule meistens muss.

 

„Respect the poet“

In angenehm lockerer und sehr motivierter Atmosphäre bekamen die Teilnehmenden wertvolle Impulse in Form verschiedener kreativer Schreibübungen. Am Ende entstanden kürzere und längere Texte – mal lustig, mal banal, bisweilen philosophisch, nachdenklich und poetisch eindrucksvoll, dabei immer begleitet vom einschlägigen Slam-Motto: „Respect the poet“, fotografisch festgehalten von Björn Wagner.

 

Wie alles begann

Beim Poetry Slam im KFZ im vergangenen Dezember hatte alles angefangen. Die Klasse 11a  hat die Veranstaltung besucht, war von den Künstlerinnen und Künstlern dort sehr angetan und unser Kollege Björn Wagner – in seiner Freizeit auch als Slammer unterwegs – vermittelte den Kontakt zu Leah Weigand, die den Slam im KFZ moderierte, außerdem Bestsellerautorin und selbst gefragte Slammerin ist.

 

Schulübergreifende Kooperation

Der Wunsch, an der Steinmühle nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch künstlerisch-literarische Talente zufördern, wird schon lange gehegt und jetzt ergab sich die Gelegenheit, eine Profi-Frau an unsere Schule zu holen. Doch damit nicht genug. Bei der Frage nach der Finanzierung dieses Projekts beim Hessischen Innovations- und Beratungsnetzwerk für Begabtenförderung (HIBB) entstand die Idee, eine schulübergreifende Kooperation zu gestalten.

 

Höhepunkt des Projekts am 10. Juni

Eine Kollegin aus der Elisabethschule und einen Kollegen des Philippinums konnten wir gewinnen, die ebenfalls einen Poetry-Workshop an ihrer jeweiligen Schule angeboten haben. Der vorläufige Höhepunkt dieses Projekts soll dann am 10. Juni um 19 Uhr stattfinden, wenn Schülerinnen und Schüler aus allen drei Schulen im Forum der Steinmühle in den literarischen Wettbewerb treten und unter der Moderation von Leah Weigand den 1. Marburger Schulslam begehen werden.

Wir freuen uns riesig drauf und sagen: Pflichttermin! Tragt ihn euch ein.

(Kristina Sokoli)

 

ALUMNI SUMMER WEEKEND vom 26.-28. Juni für Ehemalige des Internats Steinmühle
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In der Steinmühle fällt gerade der Startschuss für einen regelmäßigen Austausch mit allen Ehemaligen. „Eine Gemeinschaft, die trägt“ werben wir in unserem Leitbild – und das gilt nicht nur während der Schulzeit, sondern auch darüberhinaus!

 

Zeitreise in die Vergangenheit

Das diesjährige ALUMNI SUMMER WEEKEND richtet sich zunächst an alle Ehemaligen im Internat Steinmühle. Es ist die Einladung zu einem gemeinsamen Wochenende vom 26. bis 28. Juni auf dem Campus zum Austauschen, Erinnern und gemeinsamen Feiern.

Ihr könnt nicht nur an der Lahn chillen und bei Musik Food & Drinks genießen. Ihr könnt auch im Internat übernachten und in gemeinsam eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen.

 

Viel Neues auf dem Campus

Ohne großes Eigenlob versprechen wir denjenigen, die einige Jahre nicht in der Steinmühle waren: Ihr werdet geflasht sein von den baulichen Veränderungen, die es in der Zwischenzeit gegeben hat! Klar, dass ihr durch die Gebäude und an alle entsprechenden Orte geführt werdet – vom Bootshaus angefangen bis hin zu Kraftraum, Mensa und Reitanlage.

 

QR-Code scannen und anmelden

Um beim ersten ALUMNI SUMMER WEEKEND der Steinmühlengeschichte dabeizusein, scannt den QR-Code auf dem Plakat und registriert euch bis spätestens 15. Mai.

 

Wir freuen uns riesig auf das Wiedersehen!

 

(Heinm)

 

Durchatmen und „runterkommen“ in der Steinmühlen-Lodge  
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Kein Strom, kein fließend Wasser, stattdessen Wasserkanister und ein Baustellen-WC. Die besten Orte bestechen selten durch Perfektion, sondern durch ihre authentische Aura und Ruhe, wie sie sonst kaum zu finden ist. In diesem Sinne hat nun die Steinmühle im Marburger Südkreis ihr Waldhaus zur internen Nutzung fitgemacht. Eine gepflegtes Forsthäuschen mit Schlafgelegenheit, kleiner Küchenzeile, Gasherd, ein paar Schränken und Gasgrill. Vor der Tür warten gemähte Wiese und geschnittene Büsche auf einem Terrain von 3.000 Quadratmetern mit Wiese und Wald.

 

Außerschulischer Lernort mit Natur pur 

Wer schon dort war wie die Gruppe von Hausleiter Nils Schwandt aus dem Internat Steinmühle, der findet heute in der Traditionsunterkunft des früheren Landschulheims Steinmühle aus den Anfängen der 1970er den idealen außerschulischen Lernort. Das Forsthaus war einst als Jagdhütte errichtet worden für die damalige Jagd-AG der Steinmühle.

Auch wenn das Jagen in Schule und Internat Steinmühle heute Geschichte ist, ermöglicht die Steinmühlen-Lodge jenseits von TV und Handy-Ladesteckern eine andere, außerordentlich intensive Tuchfühlung mit der Natur.

 

Unser Foto zeigt das Team unseres technischen Dienstes bei der Finalisierung der Arbeiten am Objekt.

Bei Interesse an einem Aufenthalt steht der Technische Betriebsleiter der Steinmühle, Fabian Küster, gerne als Ansprechpartner bereit (fabian.kuester@steinmuehle.net).

 

(Angela Heinemann)
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Ein Amberbaum vor der Reitschule im Internat Steinmühle
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Zum „Tag des Baumes“ wurde auf dem Gelände der Steinmühle ein Amberbaum gepflanzt. Umgesetzt hat die Aktion die Firma Balzer Garten- und Landschaftsbau aus Buchenau. Der Baum steht am Eingang der Reitschule von Schule & Internat Steinmühle und soll dort langfristig ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzen.

 

Umweltbildung stärken, Klimabewusstsein fördern

Die Pflanzung wurde durch den Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen unterstützt. Ziel der Aktion ist es, Umweltbildung zu stärken und das Bewusstsein für Natur und Klima weiter zu fördern.

Bei der Pflanzung waren unter anderem Landtagsabgeordneter Dirk Bamberger (CDU), Schulleiter Björn Gemmer sowie Frank Balzer, Geschäftsführer der Firma Balzer Garten- und Landschaftsbau, vor Ort. Auch Schülerinnen der Garten-AG begleiteten die Aktion. Für sie war es eine neue Erfahrung: Statt wie sonst im Gewächshaus zu arbeiten, konnten sie erstmals bei einer größeren Baumpflanzung dabeisein.

Die Jugendlichen übernehmen künftig auch Verantwortung für den Baum. Als Baumpaten werden sie seine Entwicklung begleiten und sich weiterhin aktiv für Natur und Umwelt einsetzen.

 

Ansprechende Herbstfärbung

Der Amberbaum, der bis zu 20 Meter hoch werden kann, ist durch seine Herbstfärbung ein beeindruckender Baum für die Einzel- und Gruppenpflanzung. Das Farbenspiel seines Laubes ist auffällig und schön anzusehen. Zunächst aber, so die Fachfirma Balzer, muss die Amber für gutes Gedeihen eifrig gegossen werden.

(Heinm)

 

Konzentriert ums Bootshaus beim Frühlingslauf der Klassen 5/6
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In der Formel 1 ist beim Start besondere Vorsicht geboten. Beim traditionellen Frühlingslauf der Klassen 5 und 6 ist es ebenso: Auf die Plätze – fertig – los! Und volle Konzentration, dass im dichtbesetzten Starterfeld jede und jeder möglichst ohne Rempler davonkommt.

Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe schlugen sich letztendlich tapfer und gaben beim Laufen ihr Allerbestes, wie Schulsportleiter Marcel Kalb berichtet. Mit Unterstützung aus dem Kollegium wurde die Veranstaltung, deren Laufstrecke rund um das Bootshaus führte, zuverlässig durchgeführt mit viel Applaus, Schulterklopfen und der Prognose, zwar nicht diesmal, aber vielleicht bei einem der nächsten Leichtathletik-Parcours unter den Spitzenläuferinnen und Spitzenläufern zu sein.

 

Hier die Ergebnisse vom Frühlingslauf:

5er Mädchen: Carlotta Porth (1. 5:52), Lanah Reithmayer (2., 5:54), Paulina Venter (3., 5:58)
5er Jungs: Julius Schröder (1., 4:54), Levi Grimmelbein (2., 4:56), Jonas Meyer (3. 5:01)

6er Mädchen: Caroline Hecker (1., 5:17), Marlene Jerrentrup (2., 5:25), Juna Bamberger (3., 5:32)
6er Jungs: Oliver Mand (1., 4:36), Samuel Pacho (2., 4:37), Kai Gundlach (3., 4:56)

(Heinm)

 

Anmeldungen gerne gesehen: Die Steinmühle läuft wieder beim Nachtmarathon am 3. Juli
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Das Datum gehört traditionell in den Kalender aller Läuferinnen und Läufer, die beim Marburger Nachtmarathon das Team der Steinmühle verstärken möchten: Freitag, der 3. Juli, 19 Uhr.

Schulsportkoordinator Marcel Kalb macht ab sofort fleißig Werbung für alle, die mitmachen möchten. In der Vergangenheit gab es praktisch jedes Jahr gute Läufe, manchmal auch kuriose Geschichten – und in jedem Fall eine Menge Spaß als Gruppe. Denn darum geht es in erster Linie.

Auf unserem Plakat steht beschrieben, welche läuferischen Aufgaben es gibt. Da ist ganz sicher für viele etwas dabei.

Traut euch gerne!

Für Fragen und Anmeldungen steht Marcel Kalb bereit, entweder per Mail unter marcel.kalb@steinmuehle.net oder für Nutzer der StoneApp auch dort!

(Heinm)

Wohin in der Freizeit? Haus der Jugend stellte offene Angebote vor

Auf dem Schulhof der Steinmühle hat das Haus der Jugend in der 1. und 2. großen Pause seine Freizeitangebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. Dazu gehören der Jugendtreff Volle Hütte, der Jungentreff, die Medientreffs, der Kinderclub, der Mädchentreff, der queere Treff (alle im Haus der Jugend) sowie die Bienen-AG (im Stadtwald).

Das Angebot richtet sich vor allem an die Mittelstufe und erfolgte in Kooperation mit Schulsozialarbeiterin Mara von Essen: „Ziel ist es, die Mädchen und Jungen auf die Angebote aufmerksam zu machen und sie einzuladen, dort vorbeizuschauen“, erläuterte sie.

(Heinm)

 

 

Das Leben auf der Welt verstehen: Eine Reise mit Dr. Judith Klatt zu den Anfängen der Erde
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Hohe UV-Strahlung, Schwermetalle, große Temperaturschwankungen, wenig Sauerstoff: manche Mikroben leben dort, wo es kaum noch vorstellbar ist. Die Geomikrobiologin Dr. Judith Klatt, seit 2022 am Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg tätig und Forschungsgruppenleiterin am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde, nahm ihre Zuhörerschaft in der Steinmühle mit auf Forschungsreisen zu den mikrobiellen Überlebenskünstlern.

 

Interdisziplinäre Arbeit

Der wissenschaftliche Vortrag „Bakterien am Limit“ war zugleich eine Reise zu den allerersten Mikroben und den Anfängen des Lebens: „Es geht darum, mikrobielles Leben und gleichzeitig die Grenzen des Lebens zu verstehen“, sagte Dr. Judith Klatt. Dieses Verständnis erwachse an einer Schnittstelle mehrerer Disziplinen: Physik, Biologie und Chemie.

 

Weitreichende zeitliche Dimension

Einer der Forschungsorte von Dr. Klatt ist beispielsweise Hawaii: „Unsere Arbeiten öffnen uns ein Fenster in die Erdgeschichte auf einem Zeitstrahl von 4,5 Milliarden Jahren“ berichtete die Forscherin und gab ihren Zuhörern damit einen Hinweis auf die betrachtete zeitliche Dimension. Dabei fließen auch immer wieder umweltwissenschaftliche Themen in den Forschungsaufenthalt mit ein und helfen, die Schwankungen der maximalen Temperatur und des Sauerstoff- bzw. CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe der Erdgeschickte besser zu verstehen. Beides hängt laut Dr. Klatt sehr eng mit dem „globalen Mikrobiom“ zusammen.

 

Grundlagen der Molekularbiologie

Extreme Lebensräume eröffnen der Forschung und den Forscherteams auch immer wieder neue Horizonte. So wurden in Mikroben aus extrem heißen oder kalten Lebensräumen die Grundlagen der Molekularbiologie isoliert: Beispielsweise die Enzyme für die Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) und somit die Basis für Vaterschaftstests und DNA-Fingerabdrücke in der Forensik. Auch sorgten und sorgen Mikroorganismen wie Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, für die Produktion von Sauerstoff und waren maßgeblich an der Sauerstoffanreicherung in unsrer Atmosphäre im Präkambrium beteiligt. Cyanobakterien sind einzellige Organismen, leben im Süß- und Salzwasser und gewinnen ihre Energie mittels Fotosynthese, ähnlich wie unsere grünen Pflanzen. Dabei entsteht Sauerstoff, welcher aus den „mikrobiellen  Matten“ entweicht und vom Team um Dr. Klatt zum Beispiel mit Hilfe von Mikrosensoren gemessen werden kann.

 

Forschung unter schwierigsten Bedingungen

„Es kann schwierig sein, im Feld zu arbeiten“, erinnerte sich die Referentin beispielsweise an einen Forschungsaufenthalt in den Hochanden in 3.000 Metern Höhe. Ein Weg von 24 Stunden zum nächsten Supermarkt stellte das Forscherteam neben der Beantwortung der Forschungsfrage mit aufwendigen Methoden auch vor die diffizile Aufgabe der Selbstversorgung. Ein stabiles Leben für Mikroorganismen konnte dort bisher nicht festgestellt werden. Sauerstoff allein sei also kein sicheres Signal für Leben.

 

Beeindruckende Fotos

Am Max Planck Institut für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg werden die extremen Bedingungen, die das Forscherteam vor Ort vorfindet, auch im Labor simuliert. „Die Herstellung des Zustands aus der Feldforschung gelingt so wie in der Umwelt natürlich nie so ganz, jedoch ermöglicht es uns dennoch, die enormen Dynamiken innerhalb eines extremen Lebensraums auch über längere Zeiträume sehr naturgetreu zu studieren“, erklärt Dr. Judith Klatt, die ihre Schilderungen mit beeindruckenden Fotos illustriert und mit ihrem Vortrag viel Begeisterung in der Schülerschaft entfacht hatte.

 

Ausgezeichnete Forscherin

Dr. Judith Klatt trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Marburg ein Ort exzellenter Spitzenforschung ist. Im Jahr 2024 wurde sie beispielsweise vom Europäischen Forschungsrat mit dem ERC Starting Grant ausgezeichnet.

Das Referat war Teil der Vortragsreihe „Microbes for Future“ des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg in Kooperation mit dem Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen (SFZ).

Die wissenschaftlichen Präsentationen werden weiter fortgesetzt.

(Angela Heinemann / Dr. Sven-A. Freibert)