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Top-Talent Nik Tadjiky erforscht im Team die Medizin von morgen

Aktuelles, Jugend forscht, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Im 41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) vom 17. bis 21. August haben 16 hessische Oberstufenschülerinnen und -schüler aus 16 Schulen mit Bestnoten in den MINT-Fächern eine Woche lang an der Philipps-Universität Marburg zu aktuellen Fragen der Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung geforscht. Ihre Ergebnisse präsentierten die Hochleister in der altehrwürdigen Aula der Philipps-Universität Marburg vor 170 Gästen, darunter auch der Hessische Kultusminister Armin Schwarz. Im Forscherteam mit dabei: Nik Tadjiky von der Steinmühle – Schule & Internat in Marburg. Das Erfinderlabor war zugleich Festveranstaltung im Rahmen von „80 Jahre Hessen“.

 

Wenn Viren helfen und sterbende Zellen schützen: 

Können Viren im Kampf gegen gefährliche Bakterien helfen? Wie lassen sich Tumorzellen gezielt angreifen? Lassen sich Wirkstoffe so verpacken, dass sie genau dort wirken, wo sie gebraucht werden? Und können gestresste Stammzellen andere Zellen schützen? Antworten auf diese Fragen präsentierten acht Schülerinnen und acht Schüler den Gästen aus Wissenschaft, Politik, Schule und Wirtschaft. Schauplatz war die Alte Aula der Philipps-Universität Marburg, ein historischer Ort, an dem seit Jahrhunderten gelehrt und geforscht wird. Dort präsentierten die Jugendlichen anschaulich und auf den Punkt, was sie in einer Woche intensiver Laborarbeit erarbeitet hatten.

„Wissenschaftliches Wissen allein reicht nicht aus. Man muss es auch so vermitteln können, dass auch Nicht-Fachleute die Bedeutung verstehen“, sagte Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstand des ZFC. „Diese Wissenskommunikation brauchen wir in Zeiten von Fake News heute mehr denn je“. Die Jugendlichen arbeiteten nicht mit vereinfachten Schulversuchen, sondern eine Woche lang in den Forschungsgruppen der Philipps-Universität Marburg. Dort lernten sie wissenschaftliche Methoden kennen, entwickelten und überprüften eigene Lösungswege. Sie erlebten auch, dass Forschung nicht immer das Ergebnis liefert, das man erwartet.

 

Einblick in industrielle Arzneimittelherstellung

Das Erfinderlabor fördert nicht nur leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, sondern eröffnet auch konkrete Perspektiven für Studium und Beruf. Bei einer Werksführung am Aenova-Standort Marburg erhielten die Jugendlichen am ersten Tag der Workshopwwoche Einblicke in die industrielle Arzneimittelherstellung und mögliche Tätigkeitsfelder in der pharmazeutischen Industrie. Am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie erläuterte Direktor Prof. Dr. Helge Bode anschaulich wissenschaftliche Arbeitsweisen und akademische Karrierewege. „Genau diese Verbindung aus Forschung, Kommunikation und Berufsorientierung macht das Erfinderlabor aus“, sagte Meike Jäger, ebenfalls im Vorstand des ZFC.

Die 16 Jugendlichen hatten sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchgesetzt.Insgesamt 196 leistungsstarke Oberstufenschülerinnen und -schüler aus 115 hessischenSchulen hatten sich für die zwei diesjährigen Erfinderlabore des ZFC beworben. Bei der Auswahl achtet das ZFC neben den schulischen Leistungen unter anderem auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis und darauf, möglichst viele verschiedene Schulen zu
berücksichtigen.

 

Alltagsbezug hergestellt

Wie stark sind wir von PIM-1-Mutationen betroffen? Wer von Ihnen hat schon mal so eine Fehlbildung gesehen? Sind alle Viren schlecht, so wie das Corona-Virus? Können sterbende Stammzellen andere Zellen schützen?

Mit solchen anschaulichen Fragen eröffneten die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusspräsentationen. Selbstbewusst und souverän erklärten sie auch hochkomplexe wissenschaftliche Zusammenhänge allgemeinverständlich und stellten immer wieder einen Bezug zum Alltag der Zuhörenden her. „Die PIM1-Kinase ist eigentlich ein wichtiges Protein in unseren Zellen. Liegt sie jedoch in einer mutierten, also fehlerhaften Form vor, kann sie dazu beitragen, dass Tumoren entstehen und wachsen“, erklärte eine Gruppe. „Das kann jeden von uns betreffen.“ Umso wichtiger sei es, weiter an neuen Therapieansätzen zu forschen, auf die Betroffene hoffen und angewiesen seien.

In den Forschungsgruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit professioneller Labortechnik – von Chromatografie und Massenspektrometrie über Rasterelektronenmikroskopie bis hin zu Zellkultur- und Fluoreszenzverfahren. Begleitet von wissenschaftlichen Mitarbeitenden führten sie anspruchsvolle Experimente durch, werteten ihre Ergebnisse aus und erhielten so einen authentischen Einblick in den Alltag moderner Life-Science-Forschung.

 

„Mit MINT-Wissen Nachrichten einordnen“

Naturwissenschaftliches Wissen werde dringend gebraucht, um öffentliche Debatten und Nachrichten einordnen zu können, so ZFC-Vorstand Thomas Schneidermeier. „MINT-Wissen ist heute auch eine Art Schutzschild gegen falsche oder irreführende Aussagen.“ Anhand öffentlicher Aussagen über
Wasserstofftechnologien zeigte er, wie schwierig es sein kann, Nachrichten fachlich zu bewerten. Wer selbst mit Wasserstoff experimentiert und naturwissenschaftliche Grundlagen verstanden habe, könne Aussagen besser einordnen.

Auch die aktuelle Debatte um mRNA-Impfstoffe griff Schneidermeier auf. Ob diese Technologie sinnvoll und sicher sei, lasse sich nicht anhand politischer Aussagen beurteilen, sondern nur im Dialog mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die auf diesem Gebiet forschen. Gerade mit Blick auf Fake News und Künstliche Intelligenz sei es deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen dazu zu befähigen, Aussagen in den Medien kritisch zu prüfen und zu bewerten.

 

Echte Forschung anders als klassischer Schulunterricht

Wie anders sich echte Forschung im Vergleich zum klassischen Schulunterricht anfühlt, beschrieben die Jugendlichen selbst. „Mein Highlight war der Moment, in dem die Synthese das erste Mal funktioniert hat und wir unser Produkt tatsächlich in der Hand hatten“, sagte ein Schüler.

Eine Schülerin fasste ihre Erfahrung mit einem Begriff zusammen: „Eigenständigkeit.“ Während bei Schulversuchen meist genau vorgegeben sei, was gemacht werde und welches Ergebnis erwartet werde, hätten sie im Labor eigene Schwerpunkte setzen können. „Wir waren viel flexibler und konnten eine ganz andere Verbindung zu unserem Projekt entwickeln.“ Besonders beeindruckt hätten sie auch die technischen Möglichkeiten professioneller Forschung.

Eine andere Erkenntnis nahm ein Schüler aus der Woche mit: „In der Natur gibt es unglaublich viele Lösungen für unsere Probleme. Wir müssen nur genauer hinschauen, sie erforschen und nutzen.“

Auch bei der Studien- und Berufsorientierung habe das Erfinderlabor neue Perspektiven eröffnet. „Man lernt Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten, Studiengängen und Berufen kennen und bekommt Erfahrungen und Tipps aus erster Hand“, sagte eine Schülerin.

Eine weitere Schülerin zog ebenfalls Bilanz: „Die Gespräche mit Menschen aus der Forschung haben meinen Horizont noch einmal deutlich erweitert.“

 

Marburg als Wissenschaftsstandort mit langer Tradition

Staatsminister Armin Schwarz würdigte Marburg als starken Wissenschafts- und Forschungsstandort und die 16 Teilnehmenden als dessen nächste Generation. Das Erfinderlabor stehe für „Talente, Ideen und Innovation“ und dafür, die richtigen Fragen zu stellen. Mit Blick auf die Jugendlichen sagte Schwarz: „Wir haben junge Leute, die können was, die wollen was, die bringen uns nach vorne“ – wissenschaftlich und damit auch wirtschaftlich.

Evelyn Damer, studentische Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg, schlug den Bogen zur fast 500-jährigen Forschungstradition der Universität. Das Erfinderlabor stehe für das „Heranwachsen der nächsten Generation an Forscherinnen und Forschern“. Die Jugendlichen könnten hier Universität, Forschung und mögliche Studienwege unmittelbar kennenlernen. Zugleich sei der Transfer von Wissen in die Wirtschaft ein wichtiger Faktor für den Standort Hessen.

 

„Wir brauchen Menschen, die neugierig sind“

Dr. Janin Sameith vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum rückte die Verbindung von Forschung und Anwendung in den Mittelpunkt. In Marburg kämen „Chemie und Gesundheitsversorgung“ zusammen. Von Emil von Behring bis zur heutigen Life-Science-Industrie zeige sich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in medizinische Anwendungen und wirtschaftliche Entwicklung überführt werden können. „Wir brauchen Menschen, die neugierig sind. Menschen, die Wissen schaffen wollen und anpacken wollen“, sagte Sameith.

Heike Blaum vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) Hessen bezeichnete Marburg als „perfekten Ort“, um zu Biotechnologie und Arzneimitteln zu forschen. Die Stadt sei seit langem von Wissenschaft und pharmazeutischer Entwicklung geprägt, müsse sich aber zugleich immer wieder neuen
Herausforderungen stellen. „Dafür braucht es kluge Köpfe“, sagte Blaum: Menschen, die mitgestalten, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

 

Gibt es den typischen Karriereweg?

Johanna Lücke, Studentin an der Philipps-Universität Marburg, zeigte im Gespräch zur Studien- und Berufsorientierung, wie breit naturwissenschaftliche Studiengänge aufgestellt sein können. Sie entschied sich für Pharmazie, weil sie ihr Interesse an Naturwissenschaften mit Medizin und der Wirkung von Arzneistoffen verbinden wollte. „Pharmazie ist eine Mischung aus vielen Fachgebieten, Medizin, Chemie, Biologie und sogar ein bisschen Physik“, sagte sie.
Dass der Berufsweg nicht geradlinig verlaufen muss, zeigte Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Direktor des Chemikum Marburg, an seinem eigenen Werdegang. Zunächst wollte er Chemie studieren, studierte dann aber Pharmazie, promovierte, arbeitete anschließend in der Pharmaindustrie und kehrte später an die Universität zurück. Heute verbindet er Pharmazie, Lehre, Nachwuchsförderung und Wissenschaftskommunikation. Sein Fazit:
Naturwissenschaftliche Studiengänge eröffnen weit mehr Wege als die klassischen Berufsbilder vermuten lassen. „Informiert euch, probiert aus und lasst euch nicht abschrecken“, riet er den Jugendlichen.

 

Staatsminister Armin Schwarz: „Ich habe etwas dazugelernt“

Staatsminister Armin Schwarz zeigte sich von den Präsentationen der Jugendlichen beeindruckt. Sie hätten sich mit anspruchsvollen und gesellschaftlich hochrelevanten Fragen beschäftigt und komplexe Forschung so vermittelt, dass auch ein fachfremdes Publikum viel mitnehmen könne. „Ich habe etwas dazugelernt“, sagte Schwarz. Die Jugendlichen stünden für „Innovation pur“ und „Neugierde pur“.

Anke Hundt, Referatsleiterin MINT im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, hob hervor, wie verständlich die Jugendlichen ihre Forschung erklärt hätten. Besonders gelungen sei es gewesen, das Publikum gleich zu Beginn durch eine anschauliche Frage einzubeziehen und Größenordnungen mit alltagsnahen Vergleichen verständlich zu machen.

 

Fachsprache allgemeinverständlich übersetzt

Heike Blaum vom VCI Hessen ging es nach dem Vortrag über Phagen ähnlich. Sie habe vorher nicht gewusst, was Phagen seien, sagte sie, die Präsentation habe ihr als Nicht-Naturwissenschaftlerin jedoch ermöglicht, ihre Relevanz nachzuvollziehen. Besonders lobte sie, dass die Jugendlichen die Fachsprache immer wieder in allgemeinverständliche Sprache übersetzten.

Dr. Janin Sameith vom Hessischen Wirtschaftsministerium hob nach der Präsentation auch den Einsatz von Humor hervor. Besonders wichtig sei aber auch gewesen, dass die Jugendlichen offen gezeigt hätten, dass Experimente nicht immer so verlaufen wie geplant. Genau dann gelte es, aus unerwarteten Ergebnissen neue Fragen zu entwickeln.

 

„MINTIES“ beim ZFC: Wissenschaft zwischen Shorts und Reels

Wissenschaft verständlich zu vermitteln, ist auch das Ziel der „MINTIES“ des ZFC. Ehemalige Erfinderlabor-Teilnehmende produzieren Erklärvideos, Shorts und Reels für YouTube, Instagram und TikTok. Inzwischen sind mehr als 220 Beiträge online. Dabei reicht das Spektrum von Grünem Stahl und Wasserstoffmobilität bis zu künstlichen Gewebestrukturen aus dem 3D-Drucker. Gemeinsam mit Clarissa Corêa da Silva, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“, experimentierten die MINTIES beispielsweise rund um Wasserstoff und Brennstoffzellen und machten die Technik unter anderem an einem
Wasserstoffauto anschaulich.

Wie nah Erfinderlabor und MINTIES beieinanderliegen, zeigte auch Elise Beck: Im vergangenen Jahr selbst noch Teilnehmerin eines Erfinderlabors, führte sie diesmal als Moderatorin eloquent durch die Abschlussveranstaltung. Als MINTIE erklärt sie zugleich wissenschaftliche Themen vor der Kamera, etwa, wie aus Stammzellen und sogenannter Biotinte im 3D-Druck dreidimensionale Zellstrukturen entstehen können.

Ziel der Erklärvideos, Shorts und Reels ist es, Forschung aus Universität und Industrie dorthin zu bringen, wo Jugendliche einen Teil ihrer Freizeit verbringen und komplizierte Zukunftsthemen so aufzubereiten, dass sie auch außerhalb des Fachunterrichts verständlich
werden.

 

Engagierte Partner machen es möglich

Realisierbar wird das Erfinderlabor durch ein enges Netzwerk aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Förderern und Partnern. „Mein besonderer Dank gilt allen, die diese Woche möglich gemacht haben“, sagte Dr. Thomas Schneidermeier. Die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit ermögliche es, Schülerinnen und Schüler unmittelbar in echte Forschung einzubinden.

Meike Jäger rückte zum Abschluss noch einmal die 16 Jugendlichen in den Mittelpunkt. Nach einer Woche intensiver Arbeit und ihren Abschlusspräsentationen gelte ihnen der wichtigste Dank: „Ihr seid die Nummer eins der Veranstaltung.“

Dr. Christof Wegscheid-Gerlach betonte zum Abschluss, dass auch die betreuenden Arbeitsgruppen von diesem Austausch profitieren. Die Fragen und Perspektiven der Jugendlichen könnten neue Blickwinkel eröffnen. „So profitieren beide Seiten davon“, sagte er.

Als Anerkennung für ihre Leistungen erhielten die 16 Teilnehmenden zum Abschluss ein Jahresabo von Spektrum der Wissenschaft und damit die Möglichkeit, auch nach dem Erfinderlabor aktuelle Forschung weiterzuverfolgen.

 

MINT-Wissen gegen Fake News

Die Erfinderlabore sind Teil der ZFC-Initiative „Schule 3.0 – MINT for Future“. Ziel ist es, gesellschaftlich relevante Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimaschutz, Energiewende und Arzneimittelentwicklung stärker mit dem Regelunterricht an Schulen zu verbinden. Junge Menschen sollen wissenschaftliche Zusammenhänge verstehen, Informationen fachlich einordnen und Perspektiven für Studium und Beruf kennenlernen. Die Initiative soll außerdem dazu beitragen, gezielt verbreitete Fake News im Netz mithilfe von MINT-Wissen zu erkennen und zu bewerten.

 

Über das Zentrum für Chemie

Das Zentrum für Chemie (ZFC) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit über 20 Jahren führt das ZFC gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien MINT-Projekte für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 19 Jahren durch. Die Einbindung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen in den Regelunterricht ermöglicht eine bessere berufliche Orientierung, trägt damit zur MINT-Fachkräftesicherung bei und ermöglicht es, Nachrichten mit MINT-Wissen einzuordnen.

Weitere Informationen: www.z-f-c.de

(ZFC / Heinm, Stm)

28. August 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/08/marburg_steinmuehle_nik-tadjiky.jpeg 853 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-08-28 18:51:422026-08-28 20:30:12Top-Talent Nik Tadjiky erforscht im Team die Medizin von morgen

Steinmühle holte Platz 2 beim Wettbewerb des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Das ist sensationell: Jan Konwerski und Lisa Schreier, Elftklässler im plus-MINT-Programm des Internats Steinmühle, haben mit ihrem Wärmepumpenmodell beim School-Lab-Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den 2. Platz gewonnen.

„Wir freuen uns sehr über diesen großartigen Erfolg“, kommentierten Projektbetreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, gleichzeitig MINT-Koordinatorin an Schule und Internat Steinmühle, Geschäftsführer Dirk Konnertz und Schulleiter Björn Gemmer.

Der Begriff der Wärmepumpe ist in aller Munde, die Technologie selbst in vielen Gebäuden. Was die Anteile angeht, liegt die Abdeckung mit Wärmepumpen in Deutschland bei rund 6 Prozent aller Häuser. Obwohl viele ausgefeilte Geräte dem Markt zur Verfügung stehen, bleiben angesichts dieser Daten innovative Ansätze von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern weiterhin wichtig. Nur so können dieses Gebiet weiterentwickelt, der Stellenwert der Technologie unterstrichen und das Thema weiter in die Zukunft hineingetragen werden.

 

Die Aufgabe: Der Bau machanischer oder virtueller Modelle

Der DLR-School-Lab-Preis 2026 war ein Schülerwettbewerb zum Thema klimaneutrale Wärmepumpen.

Das Thema lautete „Mit der Wärmepumpe zur CO2-Minderung.“
Die Aufgabe für die Schüler war es, die Funktion einer Wärmepumpe nach dem Brayton-Prozess zu erklären und als Modell zu bauen.
Dies erfüllten Teams aus den Klassen 6 bis 12 durch Konstruktion mechanischer oder virtueller Modelle.

Im Namen des DLR lud Dr. Thomas Fester von der Projektleitung die beiden Nachwuchsforschenden der Steinmühle zur Preisvergabe ins DLR nach Zittau ein. Sie durften von dort viele neue Eindrücke, zahlreiche Informationen und ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro mit nach Hause nehmen.

Auf seiner eigenen Website berichtet das DLR ebenfalls über den DLR-School-Lab-Preis: https://www.dlr.de/de/schoollab/aktuelles/nachrichten/2026/wie-gelingt-eine-nachhaltige-energieversorgung-der-industrie.

 

Durch das Ergebnis bei dem rennommierten Wettbewerb unterstreicht die Steinmühle, die mit Rudern und Reiten unter anderem auch sportliche Schwerpunkte ermöglicht, ihren guten Ruf als plus-MINT-Internat.

(Angela Heinemann)

 

17. Juli 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/2026-06-11_10-59-57_Waermepumpenbau-DLR-Preis-e1784313013345.jpeg 826 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-07-17 20:26:532026-07-28 23:48:35Steinmühle holte Platz 2 beim Wettbewerb des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums

Steinmühle stellte zwei Siegerteams beim MarBiNa-Wettbewerb

Aktuelles, MINT, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Im Rückblick auf das zweite Schulhalbjahr informieren wir über das ein oder andere weitere schulische Highlight.

In gewohnt engagierter Weise vertraten uns unsere Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen MINT-Wettbewerben.

Erfolge erzielte die Steinmühle zum Beispiel im Wettbewerb um den MarBiNa-Nachwuchspreis. Diese Abkürzung steht für „Marburger Förderpreis Bio- und Nanotechnologie“.

Das Oberthema der Ausschreibung war „Ernährung“. Beide teilnehmenden Gruppen der Steinmühle aus dem Jahrgang 11 und dem Jahrgang 5  konnten jeweils den Sieg für sich verbuchen und werden demnächst an einer Führung bei der Firma MULTIVAC in Dautphetal bzw. am Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie teilnehmen.

 

Mensa-Check, Wackelpudding, Ananas und Kiwi

Die Gruppe „Mahlzeit-Matritzen“, bestehend aus Jan Konwerski, Lisa Marie Schreier und Emanuel Mindrescu (alles plusMINTler der 11d), hatte sich mit dem Thema “Mensa-Check” beschäftigt.

Die zweite Gruppe, die StoneMINTis Marietheres Schwabe & Aurelia Wild (aus der 5i) widmete sich dem Thema “Wackelpudding mit Ananas und Kiwi – geht das?

Am Ende des Beitrags geben zwei Poster Aufschluss darüber, an welchen Fragestellungen die Schülerinnen und Schüler genau gearbeitet haben.

 

Ziel ist die Begeisterung für die MINT-Fächer

Ziel des Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und Schularten in Stadt und Landkreis für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

Partner des Events sind der Landkreis Marburg-Biedenkopf, das Chemikum Marburg, die Universitätsstadt Marburg sowie das Schülerforschungszentrum Mittelhessen.

Unsere Fotos zeigen die siegreichen Arbeitsgruppen der Steinmühle, auch zusammen mit Landrat Jens Womelsdorf und dem Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, sowie alle Teilnehmenden unserer Schule zusammen mit Projektbetreuerin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf.

(Heinm)

 

13. Juli 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/07/2026-05-21_14-35-49_Steinmuehle-Marbina-2.jpeg 953 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-07-13 15:57:232026-07-13 20:45:55Steinmühle stellte zwei Siegerteams beim MarBiNa-Wettbewerb

Spaß an Mathematik: Bilinguale Grundschule machte tolle Känguru-Sprünge

Aktuelles, Bilinguale Grundschule, MINT, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Die Bilinguale Grundschule Steinmühle ehrte kurz vor Sommerferienbeginn ihre Siegerinnen und Sieger des Känguru-Wettbewerbs. In diesem mathematischen Format knobeln Grundschulkinder meist in den Klassen 3 und 4 dezentral an ihren Schulen und widmen sich spannenden, logischen und oft humorvollen Mathe-Aufgaben. Es handelt sich um einen Multiple-Choice-Wettbewerb, bei dem das logische Denken und der kreative Umgang mit Zahlen im Vordergrund stehen.

Gefragt sind Knobeleien, geometrisches Vorstellungsvermögen und clevere Schätzungen.

Ziel ist der Spaß an Mathematik. Der Wettbewerb soll zeigen, dass Mathe mehr ist als nur Rechnen und auch außerhalb des klassischen Unterrichts Freude bereiten kann.

Den ersten Preis in Klasse 3 holte Yimo (rechts).

Von links nach rechts: Auf den ersten Platz in Klasse 4 kam Florian. Dritte Preise in Klasse 4 fielen auf Emanuel, Letitia, Yucheng und Marta. 

(Heinm)

30. Juni 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/IMG_1112-scaled-e1782816896115.jpeg 880 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-06-30 12:56:362026-07-07 20:24:52Spaß an Mathematik: Bilinguale Grundschule machte tolle Känguru-Sprünge

Das Leben auf der Welt verstehen: Eine Reise mit Dr. Judith Klatt zu den Anfängen der Erde

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, MINT

Hohe UV-Strahlung, Schwermetalle, große Temperaturschwankungen, wenig Sauerstoff: manche Mikroben leben dort, wo es kaum noch vorstellbar ist. Die Geomikrobiologin Dr. Judith Klatt, seit 2022 am Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg tätig und Forschungsgruppenleiterin am Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde, nahm ihre Zuhörerschaft in der Steinmühle mit auf Forschungsreisen zu den mikrobiellen Überlebenskünstlern.

 

Interdisziplinäre Arbeit

Der wissenschaftliche Vortrag „Bakterien am Limit“ war zugleich eine Reise zu den allerersten Mikroben und den Anfängen des Lebens: „Es geht darum, mikrobielles Leben und gleichzeitig die Grenzen des Lebens zu verstehen“, sagte Dr. Judith Klatt. Dieses Verständnis erwachse an einer Schnittstelle mehrerer Disziplinen: Physik, Biologie und Chemie.

 

Weitreichende zeitliche Dimension

Einer der Forschungsorte von Dr. Klatt ist beispielsweise Hawaii: „Unsere Arbeiten öffnen uns ein Fenster in die Erdgeschichte auf einem Zeitstrahl von 4,5 Milliarden Jahren“ berichtete die Forscherin und gab ihren Zuhörern damit einen Hinweis auf die betrachtete zeitliche Dimension. Dabei fließen auch immer wieder umweltwissenschaftliche Themen in den Forschungsaufenthalt mit ein und helfen, die Schwankungen der maximalen Temperatur und des Sauerstoff- bzw. CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe der Erdgeschickte besser zu verstehen. Beides hängt laut Dr. Klatt sehr eng mit dem „globalen Mikrobiom“ zusammen.

 

Grundlagen der Molekularbiologie

Extreme Lebensräume eröffnen der Forschung und den Forscherteams auch immer wieder neue Horizonte. So wurden in Mikroben aus extrem heißen oder kalten Lebensräumen die Grundlagen der Molekularbiologie isoliert: Beispielsweise die Enzyme für die Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) und somit die Basis für Vaterschaftstests und DNA-Fingerabdrücke in der Forensik. Auch sorgten und sorgen Mikroorganismen wie Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, für die Produktion von Sauerstoff und waren maßgeblich an der Sauerstoffanreicherung in unsrer Atmosphäre im Präkambrium beteiligt. Cyanobakterien sind einzellige Organismen, leben im Süß- und Salzwasser und gewinnen ihre Energie mittels Fotosynthese, ähnlich wie unsere grünen Pflanzen. Dabei entsteht Sauerstoff, welcher aus den „mikrobiellen  Matten“ entweicht und vom Team um Dr. Klatt zum Beispiel mit Hilfe von Mikrosensoren gemessen werden kann.

 

Forschung unter schwierigsten Bedingungen

„Es kann schwierig sein, im Feld zu arbeiten“, erinnerte sich die Referentin beispielsweise an einen Forschungsaufenthalt in den Hochanden in 3.000 Metern Höhe. Ein Weg von 24 Stunden zum nächsten Supermarkt stellte das Forscherteam neben der Beantwortung der Forschungsfrage mit aufwendigen Methoden auch vor die diffizile Aufgabe der Selbstversorgung. Ein stabiles Leben für Mikroorganismen konnte dort bisher nicht festgestellt werden. Sauerstoff allein sei also kein sicheres Signal für Leben.

 

Beeindruckende Fotos

Am Max Planck Institut für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg werden die extremen Bedingungen, die das Forscherteam vor Ort vorfindet, auch im Labor simuliert. „Die Herstellung des Zustands aus der Feldforschung gelingt so wie in der Umwelt natürlich nie so ganz, jedoch ermöglicht es uns dennoch, die enormen Dynamiken innerhalb eines extremen Lebensraums auch über längere Zeiträume sehr naturgetreu zu studieren“, erklärt Dr. Judith Klatt, die ihre Schilderungen mit beeindruckenden Fotos illustriert und mit ihrem Vortrag viel Begeisterung in der Schülerschaft entfacht hatte.

 

Ausgezeichnete Forscherin

Dr. Judith Klatt trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Marburg ein Ort exzellenter Spitzenforschung ist. Im Jahr 2024 wurde sie beispielsweise vom Europäischen Forschungsrat mit dem ERC Starting Grant ausgezeichnet.

Das Referat war Teil der Vortragsreihe „Microbes for Future“ des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg in Kooperation mit dem Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen (SFZ).

Die wissenschaftlichen Präsentationen werden weiter fortgesetzt.

(Angela Heinemann / Dr. Sven-A. Freibert)

24. April 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/IMG_0695-scaled.jpeg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-04-24 19:43:532026-06-05 12:24:55Das Leben auf der Welt verstehen: Eine Reise mit Dr. Judith Klatt zu den Anfängen der Erde

Mikroben und die Klimakrise: Hochkarätiger Vortrag machte Lust auf Forschung

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, MINT

Komplexe Sachverhalte adressatengerecht zu vermitteln – das gehört bestenfalls zu den Kompetenzen von Professoren, Dozenten im Allgemeinen und auch von Lehrkräften. In diesem Sinne lobte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer den Marburger Biologen und Chemiker Prof. Dr. Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie ausdrücklich für seinen öffentlichen Vortrag in der Steinmühle.

Rund 100 Interessierte waren gekommen, um das Referat zum Thema ‚Mikrobielle Power – für neue Wege aus der Klimakrise‘ zu hören. Im Auditorium Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufen Q2 und Q4, die Grundkurs-Schülerinnen und -schüler unserer Q4 sowie neben externen Interessenten auch alle Mitglieder der plus-MINT-Gruppe aus der Steinmühle.

 

Inwiefern kann Mikrobiologie helfen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken?

Das war Thema des Fachvortrags, den Biologie- und Mathematiklehrer Lehrer Dr. Sven Freibert, Mitglied des Plus-MINT-Betreuerteams der Steinmühle, so zusammenfasst:

 

Das „terrestrische Mikrobiom“ spielt im Kohlenstoffkreislauf eine enorm wichtige Rolle. Die Fixierung, auch von anthropogenem CO2, wird zum allergrößten Teil durch Landpflanzen und eben aquatische Mikroorganismen durchgeführt. Letztere sind vornehmlich in den globalen Ozeanen beheimatet. Allerdings ist die Effizienz der Fixierung von CO2 durch Mikroorganismen nicht sehr hoch. Durch die vergleichsweise hohe Verfügbarkeit von CO2 auch in der älteren und jüngeren Erdgeschichte bestand und besteht hier kein evolutionärer Druck, die Effizienz deutlich zu verbessern.

Die Mikrobiologie, oder besser in diesem Fall die synthetische Mikrobiologie und allen voran das Team mit und um Prof. Dr. Tobias Erb hat dieses „Problem“ der Effizienz nun in den Fokus ihrer Forschung genommen. Das Ziel ist es, mit Hilfe mikrobiologischer, genetischer und biochemischer Methoden Stoffwechselwege von Mikroorganismen zu identifizieren, zu isolieren und deren Effizienz zu steigern, um diese molekularen Maschinen schließlich zur künstlichen CO2-Fixierung verwenden zu können. Wohlgemerkt: Es ist nicht Ziel, künstlich hergestellte Mikroorganismen freizusetzen!

Ein weiterer Ansatz des Teams um Prof. Erb ist es, Nutzpflanzen, die in großen Mengen angebaut werden, genetisch so zu verändern, dass diese Pflanzen CO2 effizienter fixieren können. Dies hätte zum einen den Vorteil, dass anthropogenes CO2 in großen Mengen der Atmosphäre entnommen werden könnte und zum anderen die Pflanzen deutlich schneller wachsen würden, was wiederum Nahrungsmittel deutlich verfügbarer machen würde und damit der globalen Nahrungsversorgung dienlich wäre. „Zwei Fliegen mit einer Klappe“!

 

Höchste Aufmerksamkeit des Auditoriums

Dass das Publikum einem Vortragenden durchgehend gebannt zuhört, ist nicht die Regel. Tobias Erb schaffte es, über die volle Länge des knapp 45minütigen Vortrags höchste Aufmerksamkeit auf sich zu vereinigen. Er fand das richtige Maß an Fachlichkeit und Anschaulichkeit, und an der sich anschließenden rund 30minütigen Fragerunde wurde deutlich, dass er die Zuhörerschaft inhaltlich „mitgenommen“ hatte.

Am Ende lobte Erb ausdrücklich das tiefe Interesse der Steinmühlen-Schülerinnen und -schüler sowie die Qualität ihrer Fragen.

 

Referent machte Lust auf Forschung

Gestartet war Professor Erb war mit der Vorstellung des Max Planck Instituts in Marburg als eines von 86 Max-Planck-Instituten insgesamt. Er hob die Qualität der Forschung hervor, was sich nicht zuletzt an zahlreichen Auszeichnungen bis hin zu etlichen Nobelpreisen zeige. Der Wissenschaftler stellte die Arbeit der internationalen Forscherteams heraus und machte Lust auf naturwissenschaftliche Forschung.

 

Schülerforschungszentrum Mittelhessen als Veranstalter

Zum Abschluss dankte Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer nicht nur dem Vortragenden Prof. Dr. Tobias Erb und Dr. Virginia Geisel als Press Officer, sondern auch dem Schüler:innenforschungszentrum Mittelhessen, das Initiator und Veranstalter war. Als Teil dieser Gruppe ist die Steinmühle Gastgeber von vier Vorträgen der Vortragsreihe „Microbes@School“.

(Gem / Dr. S. Freib / Heinm)

 

16. April 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/20260223_155339-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-04-16 19:57:392026-06-05 12:26:27Mikroben und die Klimakrise: Hochkarätiger Vortrag machte Lust auf Forschung

Plus-MINT-Internat Steinmühle holte Landessieg bei Jugend forscht

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Wer behauptet, es fehle jungen Menschen heutzutage an naturwissenschaftlichem Interesse und an entsprechenden Erfolgen, der kann sich definitiv noch nicht am plus-MINT-Internat Steinmühle umgeschaut haben. Dort nämlich reiht sich bei den Wettbewerben von Jugend forscht Sieg an Sieg. Akaash Bhagwat (14) und Emil Zuckermann (12) holten in diesem Format auf Landesebene aktuell Platz 1 in Physik.

 

Engagiertes Lehrkräfte-Team 

Es ist gleich ein ganzes Team von Jugendlichen, das am Gymnasium Steinmühle viel Enthusiasmus und Zeit in die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik investiert. Genialer Fakt: Niemand davon blieb bei der diesjährigen Jugend forscht-Runde ohne Preis! Dass sich die Steinmühle in Marburg mit diesen Ergebnissen von umliegenden Gymnasien abhebt, macht auch die Lehrkräfte stolz. MINT-Koordinatorin Dr. Jutta Töhl-Borsdorf: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben Lust zu Forschen, und wir als Lehrkräfte-Team unterstützen sie dabei. “

Klar, dass dieses Team selber aus Vollblut-Naturwissenschaftlern besteht. Wie auch immer es Dr. Jutta Töhl-Borsdorf, Dr. Sven Freibert, Malte Klimczak, Dr. Eva Neumann, Antje Seel und Dr. Patrick Szabo bewerkstelligen – der Funke springt auf die jungen Menschen über.

 

„Eine herausragende Arbeit“

Die Laudatio für die Sieger des hessischen Landeswettbewerbs Jugend forscht in Physik, Akaash Bhagwat und Emil Zuckermann, lässt jedenfalls tief blicken: „…Sie  haben eine herausragende Arbeit zum Thema „Smarte Flüssigkeiten – Smarte Autos?“ präsentiert, die uns durch ein außergewöhnlich hohes Maß an Motivation und echtem Interesse am Thema beeindruckt hat.
Besonders gefallen hat uns eure sehr strukturierte wissenschaftliche Vorgehensweise, bei der ihr Einflussfaktoren gezielt getrennt voneinander variiert, Messreihen sauber durchgeführt und eure Ergebnisse klar, sinnvoll und nachvollziehbar ausgewertet habt“, heißt es darin.

 

Was hatten Akaash und Emil gemacht? 

Da beide Schüler absolute Autofans sind, lag auf der Hand: Beim gemeinsamen Forschungsprojekt wird es um Autos gehen. Die beiden Jugendlichen untersuchten die Viskosität von MR-Fluiden. Magnetorheologische (MR) Flüssigkeiten sind intelligente Funktionsflüssigkeiten, die ihre Viskosität, also ihre zähflüssigen Eigenschaften, bei Einwirkung eines Magnetfelds innerhalb von Millisekunden von flüssig zu halbfest ändern. Akaash und Emil entwickelten in verschiedenen Messverfahren einen funktionierenden Prototypen für adaptive Stoßdämpfer. – Ein Erfolg, der sie und ihre Forschung mit Bericht und Video in die Presse brachte. 

Wenn man bedenkt, dass in der vorangegangenen Regionalausscheidung alle 6 von 6 angetretenen Teams von Schule & Internat Steinmühle den Sieg davongetragen hatten, muss allein das schon als absolut außergewöhnlich bezeichnet werden. Dass gleich mehrere Steinmühlen-Teams anschließend auf Landesebene ganz vorne mitmischten, zeigt die nachfolgende Aufstellung: 

 

Die Jugend forscht-Siegerteams im Regionalwettbewerb (RW) und im Landeswettbewerb (LW):

Felix Sacher (Kl. 10) und Sophie Sacher (Kl. 6) / Thema: AIceBear cares everywhere – KI-Assistenzsystem für chronisch kranke Kinder: RW 1. Platz Arbeitswelt, LW 2. Platz Arbeitswelt & Sonderpreis des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie

Aurelia Wild, Marietheres Schwabe, Fatma Sepetcigil (Kl. 5) / Thema: Mehr Öko in der Babywindel – Pflanzenpower statt Superabsorber: RW 1. Platz Chemie, LW Sonderpreis Geolino (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Marlene Jerrentrup, Ida Watzlawek (Kl. 6) / Thema: Lebendiges Schaumexperiment: Die Elefantenzahnpasta: RW 1. Platz Chemie, LW 2. Platz Chemie & Sonderpreis des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Lotte Wagner, Isabella Kuhl (Kl. 7) / Thema: Die Formel des Fliegens: RW 1. Platz Physik, LW 2. Platz Physik & Sonderpreis Liebe zum Detail (Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior)

Lara Khatib, Giorgia Kuhn (Kl. 8) / Thema: Das Pferdepapier Gen2: RW 1. Platz Arbeitswelt, LW Sonderpreis Werkstoffe und Materialien (Institut für Werkstofftechnik). Teilnahme am Wettbewerb Jugend Forscht Junior.

Akaash Bhagwat (Kl. 8), Emil Zuckermann (Kl. 6) / Thema: Smarte Flüssigkeiten – Smarte Autos? MR-Fluide als metamorphe Stoßdämpfer, RW 1. Platz Physik & Sonderpreis Physik (Spielepreis), LW 1. Platz Physik und Sonderpreis plusMINT für Kreativität in der Physik. Experimentierkasten Faszination Elektroauto.

 

Leider kein Bundeswettbewerb in dieser Wettbewerbsklasse

Auch Akaash und Emil nahmen altersbedingt am Wettbewerb Jugend Forscht Junior teil. In dieser Wettbewerbsklasse findet kein Bundesentscheid statt. Beide sind allerdings Anfang August zum plusMINT Forschercamp nach Louisenlund eingeladen. – Viel Spaß dort, ihr beiden!

(Angela Heinemann)

 

 

Oberhessische Presse vom 07.04.2026

7. April 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/P3-scaled.jpg 848 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-04-07 20:23:472026-06-08 12:25:41Plus-MINT-Internat Steinmühle holte Landessieg bei Jugend forscht

Rechnen, tüfteln, Spaß haben: Besuch an der Steinmühle zum +MINT-Camp 

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, MINT, Talentförderung

Geballte Aktivitäten der +MINT-Internate: Zusammen mit insgesamt acht Schülerinnen und Schülern aus Schloss Louisenlund und Schloss Neubeuern startete ein Team von Schule & Internat Steinmühle in das diesjährige +MINT-Camp. Neben vielen Informationen und Aufgaben rund um die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gab es eine Menge Spaß und vieles zum Staunen.

 

Mit Känguru-Sprüngen

So manches war bekannt von den Camps der vergangenen Jahre, einiges war neu: Zum ersten Mal fand die Veranstaltung im März statt und wurde mit dem Känguru-Wettbewerb verbunden. Unter bewährter Leitung von Maximilian Moll, Mathematiklehrer der Steinmühle, ging es mit der Gruppe unter anderem auf die Lahnberge, wo Dr. Patrick Mehlitz, Professor für mathematische Optimierung, mit seinem Workshop zum Thema Eulersche Graphen wartete.

Einen weiteren Workshop gab es am Folgetag über die Knotentheorie, geleitet von Prof. Dr. Oliver Goertsches.

Eingeflochten ins Programm wurde auch der bewährte Besuch des Unternehmens Pfeiffer-Vacuum in Aßlar für Informationen über hochmoderne Vakuumtechnologie.

Um sich zu informieren, in welch schöner Stadt die Steinmühle eigentlich liegt, wurde mit Lunchpaket im Gepäck natürlich auch Marburg erkundet.

 

Mathematikum: Lehrreich und unterhaltend

„Die Welt ist – laut Phythagoras – Zahl. Und keiner rechnet mit.“ So war der Workshop von Dr. Muth überschrieben. Er fand in der Steinmühle statt.

Das große Finale der viertägigen Veranstaltung bildete der Besuch im Gießener Mathematikum (Titelbild). Ein etablierter wie auch attraktiver Programmpunkt, der in vielfacher Hinsicht demonstriert, dass Mathe gar nicht so „trocken“ sein muss, sondern stattdessen zahlreiche Überraschungen bereithält.

 

Menüabend war kulinarisches Highlight

Veranstaltungen in der Steinmühle eilt ihr Ruf eines attraktiven Rahmenprogramms und guter Verpflegung voraus. Und diesem Ruf wurde auch das diesjährige +MINT-Camp wieder sehr gerecht. Verpflegung im Bistro mit Snacks und Getränken, leckere Mahlzeiten in der Steinmühlen-Mensa, bereitet von Küchenchef Sebastian Riehl und seinem Team, gekrönt durch den festlichen Menü-Abend.

 

Welche Rakete fliegt am höchsten?

Für Unterhaltung zwischendurch sorgte die Teilnahme am Raketenwettbewerb, bei dem es darum ging, eine Rakete mit Wasserdruckantrieb zu konstruieren und sie möglichst hoch fliegen zu lassen. Und wer außer der Rakete auch sich selbst bewegen wollte, für die oder den gab es die Möglichkeit, auf ein Sportangebot zurückzugreifen.

Unser Fazit : Es war cool mit euch und es hat sehr viel Spaß gemacht! – Wir sagen: Ciao – bis zum nächsten Mal!

(Angela Heinemann)

 

25. März 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/03/IMG_4579.jpeg 960 1280 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-03-25 18:32:302026-06-05 12:33:52Rechnen, tüfteln, Spaß haben: Besuch an der Steinmühle zum +MINT-Camp 

Überperformt beim Informatik-Biber: Joel und Emil überboten Spitzenpunktzahl

Aktuelles, MINT, Talentförderung, Wettbewerbe & Auszeichnungen

Mit einer Performance weit über das für Platz 1 geforderte Maß hinaus bestachen die Steinmühlenschüler Joel (links) und Emil (beide 6a) beim deutschlandweiten Wettbewerb Informatik-Biber.

Unter den 204.150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Klassenstufen 5/6 lagen sie am Ende bei den knapp 2 Prozent, die einen ersten Preis mit nach Hause nahmen. Dafür waren 117 Punkte erforderlich – Joel und Emil holten gleich 144!

Die beiden Klassenkameraden hatten im Team am selben Bildschirm gearbeitet – und das hat ganz offensichtlich grandios funktioniert, freute sich Informatiklehrer Steffen Ullwer. Wie seine beiden Schüler, so wurde auch er für dieses ungewöhnliche Ergebnis mit einer Urkunde belohnt.

Da kann man nur sagen: Hut ab vor so viel Können in Informatik! Wir sind sicher: Von euch hören wir künftig noch mehr.

(Angela Heinemann)

 

9. März 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/03/IMG_0716-e1773089206751-scaled.jpeg 794 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-03-09 21:48:162026-06-05 12:41:41Überperformt beim Informatik-Biber: Joel und Emil überboten Spitzenpunktzahl

Probanden gesucht: Wer möchte an unserer Konzentrationsstudie teilnehmen?

Aktuelles, MINT, Umfragen & Studien

Ihr seid zwischen 14 und 19 Jahren alt? Euch interessiert es, mehr darüber zu erfahren, wann und warum man sich gut oder weniger gut konzentrieren kann? Ihr möchtet mit eurer Teilnahme unsere Studie unterstützen? Dann freuen wir uns auf euren Kontakt! Informationsveranstaltungen gibt es am 4. oder 9. März. Mehr Angaben findet ihr auf unserem Plakat:

 

25. Februar 2026
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/02/Konzentrationsstudie-scaled-1-scaled.jpg 1500 1061 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2026-02-25 21:14:512026-05-29 19:51:22Probanden gesucht: Wer möchte an unserer Konzentrationsstudie teilnehmen?
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