Discovering Our World – unsere Welt entdecken in der Bilingualen Grundschule
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Einmal um die Welt ging es für die Bilinguale Grundschule an insgesamt drei Projekttagen. Jeden Tag konnten die Kinder ein anderes Land entdecken und mehr über Musik, Spiele, Essen, Kleidung und den Schulalltag erfahren.

Insgesamt vier Länder dieser Erde wurden von jeweils zwei Lehrkräften präsentiert: Guatemala, Schottland, Australien und Kanada. Wie läuft der Schulalltag dort? Welches Essen gibt es? Welche Kleidung wird dort getragen, welche Sehenswürdigkeiten erwarten Besucher? Welche Tiere leben in dem Land und wie ist das Wetter dort? – Fragen über Fragen, die durch Erzählungen sowie Darstellungen in Wort und Bild aufschlussreich geklärt werden konnten.

 

Schulstunde im Schottenrock

Mrs. Lori, stellvertretende Leiterin der Bilingualen Grundschule, präsentierte zusammen mit dem „echten“ Schotten Cameron alles über Schottland. Die Kinder konnten sich ein Bild davon machen, wie der Schottenrock im Alltag aussieht: Cameron trug ihn nämlich – und ließ sich zum Abschied mit der gesamten Gruppe auf dem Schulhof ablichten. Nicht fehlen durfte natürlich eine musikalische Einlage mit dem Dudelsack.

Die interessanten Unterrichtstage mit den „Ausflügen“ in die verschiedenen Nationen werden den Schülerinnen und Schülern sicher noch länger in Erinnerung bleiben.

(Heinm)

Move & Relax, Lego, Kreatives: Klassen 10 bieten AGs für die Grundschule an
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Im Rahmen des Projektunterrichts bieten die Klassen 10 der Steinmühle verschiedene AGs für Schülerinnen und Schüler der Bilingualen Grundschule an. Welche AGs im ersten Halbjahr stattfanden, ist in ihrer Zusammenfassung zu lesen:

„In diesem Schuljahr haben wir als Zehntklässler die Gelegenheit, im Rahmen des Projektunterrichts AGs für die Grundschule anzubieten. Die AGs finden in der Mittagspause der Grundschule statt. Im ersten Halbjahr haben wir unter anderem Folgendes umgesetzt:

  • In unserer AG „Move & Relax“ haben wir verschiedene Bewegungsspiele für Kinder der 1. und 2. Klasse angeboten. Wir haben darauf geachtet, dass die Kinder in der Gruppe viel Spaß hatten und ihre Interessen und Wünsche beachtet wurden.
  • Die Lego-AG war besonders beliebt, und es gab sogar zwei davon! Unsere Lego AG diente dazu, die Kreativität der Kinder zu steigern und eine entspannte Zeit statt dem üblichen Schulalltag zu bieten. Gleichzeitig gab sie uns einen Einblick in die Aufgaben von Lehrern/Erziehern. Insgesamt hat uns die AG sehr gut gefallen und wir hoffen, den Kindern auch!
  • In der zweiten Lego-AG haben wir ebenfalls viel gebaut und auch gespielt. Wir haben des öfteren Gruppenprojekte gemacht, wo wir größere Objekte gebaut haben. Aber auch auf freie Phasen haben wir geachtet, in denen jede/r das bauen konnte, was er oder sie gerade wollte.
  • In der Kreativ-AG haben wir viel gebastelt, getanzt und sehr viel Spaß gemacht. Es war herausfordernd, aber wir haben einige lehrreiche, wichtige und schöne Erfahrungen gesammelt.
  • In einer spannenden Detektiv-AG haben wir eine große Schatzsuche organisiert. Diese lösten die Kinder mit Hilfe von kleinen Rätseln. Sie hatten viel Spaß dabei, die über den Schulhof verteilten Rätsel zu lösen und waren besonders glücklich, als sie das Diebesgut gefunden hatten und behalten durften.

 

Spielerisch die Bedeutung von Verantwortung vermittelt

  • In unserer AG „Knüpf- und Fädelspaß“ haben wir Loombands und Perlenarmbänder gemacht sowie Armbänder geflochten. Wir haben mit vielen verschiedenen Materialien gearbeitet, es gab schöne Ergebnisse und die Atmosphäre war entspannt. Den Kindern und uns hat es sehr viel Spaß gemacht, und wir haben die Zeit zusammen genossen.
  • In der Spiele-AG war unser Ziel, den Kindern die Bedeutung von Gemeinschaft, Kooperation und Verantwortung durch verschiedene Spiele zu vermitteln – und das mit Erfolg! – Einige unserer AGs wird es auch im 2. Halbjahr wieder geben, aber in einer etwas geänderten Zusammensetzung. Wir freuen uns schon!“   (Stm)

Laub gefegt und Kuscheltiere verkauft für Kampf gegen Kindersklaverei: Ihr seid unsere Vorbilder!
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Großen Applaus für unsere Grundschulkinder der Klasse 4: Weil sie ihr Möglichstes dazu beitragen wollten, um in Ghana Sklaventätigkeit von Kindern zu unterbinden, zeigten sich die Mädchen und Jungen unfassbar kreativ. Sie sammelten knapp 1.300 Euro, um sie der Organisation IJM zur Verfügung zu stellen.

Im Unterricht bei ihren Klassenlehrerinnen Katrin Weißenborn und Maria Gloerfeld hatten die Kinder einen Film über Sklavenarbeit in Ghana geschaut. Der altersgerechte, aber nichtsdestotrotz unbeschönigende Beitrag beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sehr. Während sie selbst in der Bilingualen Grundschule Steinmühle die wohl höchstmögliche Bildung überhaupt genießen, sahen sie ihre Altersgenossen in Afrika schuften. Sie erkannten: Diesen Kindern in Ghana ist keinerlei Schulbesuch möglich, keine Bildung. Stattdessen müssen sie hart arbeiten.

 

Es gibt mehr Sklaverei als jemals zuvor

Die Steinmühlen-Klasse beschloss: We change the system. Ihr Plan war mitzuhelfen, das bestehende System in Ghana zu verändern. Die Organisation International Justice Mission (IJM) erwies sich dabei als geeigneter Partner im Kampf gegen die menschenverachtenden Praktiken in Afrika.

„Es gibt heute mehr Sklaverei als jemals zu vor“, berichteten die beiden Lehrkräfte.

Die anderen Kinder dermaßen hart arbeiten zu sehen – das machte etwas mit der Klasse der Bilingualen Grundschule Steinmühle. So entschlossen sich die Kinder zu den verschiedensten Wegen, um an Spendengelder zu kommen:

„Ich gebe mein Taschengeld“

„Ich arbeite im Haushalt und spende das Geld, das ich von meinen Eltern dafür bekomme“

„Ich spende die Belohnung, die ich von meinen Eltern für eine gute Note erhalte“

 

Sie machten Musik in der Stadt

Und mehr noch. Die Kinder brachten mit einem Bauchladen Gummibärchen an ihre Altersgenossen und spendeten die Einnahmen. Sie verkauften am Herbstfest selbstgebackene Plätzchen, verkauften ihre Zeitschriften, stellten beim Familienfest eine Spendenbox auf und verkauften ihre Kuscheltiere. Die Schüler spendeten den Erlös von Pfandflaschen, verkauften T-Shirts, fegten Laub, arbeiteten für ihre Großeltern und boten auf dem Flohmarkt selbst gebastelten Schmuck an. Sie machten Musik in der Stadt und boten interessierten Personen Gemüse zum Verkauf an. – Eine Summe kreativer Aktionen, die unschwer erkennenließen: Das Gesehene hatte die Kinder derart ergriffen, dass sie sich spürbar finanziell engagieren wollten, auch bei eigenem Verzicht.

 

2.600 Euro für Einsatz gegen ein unmenschliches System 

Die Lehrkräfte hatten nicht damit gerechnet, dass letztlich eine Summe von fast 1.300 Euro für die Spende erarbeitet wurde. Klassenlehrerin Katrin Weißenborn hielt sich an ihre Zusage, den Betrag aus eigener Tasche verdoppeln zu wollen, eine tolle Geste!

Alles in allem eine großartige Aktion, die viel mobilisiert hat, um in ein menschenverachtendes System ein Stück weit einzugreifen. Durch viel Einsatz und allseitige Großzügigkeit kamen 2.600 Euro zusammen.

Die Steinmühle dankt allen Kindern und ihren Eltern, die sich in dieser Sache stark gemacht und ihre Kinder dabei unterstützt haben, Gutes zu tun. Wir danken aber auch den engagierten Lehrkräften Maria Gloerfeld und der Zusatz-Spenderin Katrin Weißenborn.

Ihr alle seid die Vorbilder, die es braucht. Und das nicht nur zu Weihnachten!

 

Kinderaugen zum Leuchten bringen: Grundschule beschert „Weihnachten im Schuhkarton“
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Mit großem Engagement beteiligte sich die Bilinguale Grundschule Steinmühle unter Leitung von Julia Daube an der Weihnachtspäckchen-Aktion für Kinder in Osteuropa. Die Aktion, auch bekannt unter dem Namen „Weihnachten im Schuhkarton“, wird hier vor Ort initiiert vom Malteser Hilfsdienst aus Marburg-Schröck.

 

Süßes, Kuscheltiere, Schulsachen

In einen Schuhkarton soll jeder Süßigkeiten, aber auch Gegenstände wie Kuscheltiere oder Mal- und Schulsachen stecken und den Karton hübsch verpacken. In dieser Form gingen von der Grundschule Steinmühle viele Päckchen, größere und kleinere, auf die lange Reise, um am Ende viele Kinder, deren Familien sich kaum Geschenke leisten können, unter dem Weihnachtsbaum zu überraschen. Die Malteser organisieren die Weihnachtspäckchen-Aktion von der Sammlung über den Transport bis zur Verteilung an die Kinder in den Waisenhäusern, Behindertenheimen, Kindergärten und Schulen durch ehrenamtliche Helfer.

 

Fachübergreifendes Projekt aus Mathematik, Geografie und Kunst
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Um Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 ein Gefühl für Raum, Zeit und Dimensionen zu vermitteln, startete Mathelehrer Malte Klimczak ein Projekt, bei dem es um die Erstellung eines Planetenlehrpfades ging – direkt auf dem Schulgelände der Steinmühle!

 

Welche Länge haben 15 Millionen Kilometer?

Wie lang ist ein Meter? Wie lang ist ein Kilometer? Und welche für unser Vorstellungsvermögen kaum greifbare Länge haben 15 Millionen Kilometer? – Das kann man nicht zeigen, aber das Gefühl dafür kann man auch den Jüngsten im Gymnasium Steinmühle näherbringen: Entlang einer 300 Meter langen Strecke sollten die Planeten unseres Sonnensystems im richtigen Abstand zur Sonne platziert werden.

 

Kleingruppe wählte „ihren“ Planeten

Jeweils in einer Kleingruppe erstellten die Mädchen und Jungen auf dem Schulhof eine Station für einen Planeten ihrer Wahl. Schnell kam die Geografie ins Spiel: Wie groß und schwer ist der Planet? Wie weit ist er von der Sonne entfernt? Und wie lange würde man brauchen, um von der Erde dort hinzugelangen?

Mit den wichtigen Informationen wurden dann eine Infotafel und ein Modell des Planeten gestaltet – der künstlerische Aspekt. Mit Hilfe des Maßstabs, dass ein Meter auf dem Schulhof in Wirklichkeit 16 Millionen Kilometern im All entsprechen, wurde dann berechnet, wo der jeweilige Planet auf dem „Schulhof-Sonnensystem“ liegen müsste. Hier waren mathematische Fähigkeiten gefragt.

 

Planetensystem erklären in fünf Minuten 

Um die sehr großen Zahlen und ihre Bedeutung für Länge und Zeit verständlich zu machen, wurden anschauliche Vergleiche angestellt: Wie oft man um die Erde fahren müsste, wieviele Jahre man mit dem Auto unterwegs wäre und dergleichen mehr.

Weil hiervon bereits auch kleinere Kinder eine grobe Vorstellung entwickeln können, erläuterten die jungen Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Jahrgang 5 ihr Planeten-Projekt den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4 aus der Bilingualen Grundschule Steinmühle. Die Anforderung, hier nur wenige Minuten, aber so anschaulich wie möglich zu erläutern, meisterte der Jahrgang 5 mit Bravour. Dass die Vorbereitung der Unternehmung vorab mehrere Schulstunden in Anspruch genommen hatte, machte sich schnell in der Qualität bemerkbar.

Das tolle Projekt, das nicht nur interdisziplinäre Kenntnisse miteinbezog, sondern auch jahrgangs- und schulformübergreifend platziert wurde, muss als voller Erfolg bezeichnet werden. Einfallsreich, anspruchsvoll – und doch greifbar schon für die Jüngsten der Steinmühle.

Der Sonne, die oft fälschlicherweise als Planet bezeichnet wird, tatsächlich aber ein Stern ist, hat es am Veranstaltungstag jedenfalls gut gefallen. Sie verteilte ihre winterlichen Strahlen über dem Steinmühlengelände.

Angela Heinemann

 

Eltern und Lehrkräfte gestalteten bundesweiten Vorlesetag in der Bilingualen Grundschule
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Den Vormittag des bundesweiten Vorlesetages gestaltete die Bilinguale Grundschule Steinmühle kürzlich mit dem Thema Vorlesen und Lesen. Einzelne Eltern kamen morgens in die Schule, und die Kinder hatten die Möglichkeit, sich in Gruppen einzuwählen und sich vorlesen zu lassen. Im Anschluss daran arbeiteten alle Grundschülerinnen und Grundschüler in ihren jeweiligen Klassen zu einem Buch.

 

Schaurig-Schönes zu Halloween: Bilinguale Grundschule zelebrierte „Trunk or Treat“
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Tolle dekorative „Hingucker“ zauberten die Eltern der Grundschülerinnen und Grundschüler traditionsgemäß bei „Trunk or Treat“ in die offenen Kofferräume ihrer Fahrzeuge. Es bereitete richtig Spaß, auf dem Schulhof die Runde zu machen und sich die oft aufwendig vorbereiteten Dekorationen einmal aus der Nähe anzusehen.

Das von den Grundschul-Eltern organsierte Event wurde unterstützt von Eltern der Klasse 5i, also unserer jüngsten internationalen Gymnasialklasse.

Nicht nur die Kinder, sondern auch viele Eltern verkleideten sich an diesem Abend, und so musste man schon zweimal hinschauen, um jede Person zu identifizieren. Obendrauf gab es für alle noch verschiedene Leckereien und Getränke, sodass der Abend rundherum als gelungen bezeichnet werden kann.

Die Steinmühle dankt allen Beteiligten für ihre Mühen. Unsere Jüngsten hatten tolle Stunden, die ganz bestimmt in Erinnerung bleiben werden!

 

Julia Daube ist neue Leiterin der Bilingualen Grundschule Steinmühle
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Für ihr Umfeld war es sonnenklar, welchen Beruf Julia Daube einmal ergreifen wird. Bereits in der Oberstufe prophezeiten ihr die Lehrer: „Du wirst mal eine von uns“. Eine gute Einschätzung, wie sich kurze Zeit später zeigte. Julia Daube studierte Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Kunst.

Im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf ist Julia Daube zuhause, und dort, in Erksdorf und Hatzbach, fand sie ihre Arbeitsstelle. Dass es genau „ihr Ding“ ist, Mädchen und Jungen in den ersten Jahren schulisch aufs Leben vorzubereiten, zeigte sich in allen Details.

Die Mutter zweier Töchter im Alter von 17 und 9 Jahren fühlte sich jahrelang wohl mit Schülerinnen, Schülern und Kollegium. Dann kam der Anruf aus der Steinmühle.

 

Bereits am Curriculum mitgearbeitet

Durch die Bekanntschaft mit Schulleiter Björn Gemmer hatte es schon während der Gründungsphase der Bilingualen Grundschule Kontakte an den Steinmühlenweg gegeben. Julia Daube arbeitete auch am Curriculum der Bilingualen Grundschule mit. Durch die Erziehungspause von Grundschulleiterin Janine Küster war deren Schreibtisch vakant. Das erkannte Björn Gemmer als beiderseitige Chance.

 

Lehrerin aus Leidenschaft

„Ich habe schon sehr intensiv nachgedacht, als im vergangenen Sommer die Frage kam, ob ich Janines Nachfolgerin werden möchte“ erinnert sich Julia Daube. Das Image von viel Verwaltung und wenig Zeit für die Klassen haftet der Leitungsarbeit im schulischen Bereich an – das wollte die Lehrerin aus Leidenschaft nicht unterschätzen. Ihre Zusage, an die Steinmühle zu kommen, hat sie nicht bereut: „Ein nettes Team, eine tolle Vertreterin, liebe Kinder – und auf dem ganzen Campus offene Türen, falls Fragen auftreten“.

 

„Pädagogische Aufgaben bleiben die Hauptsache“

Julia Daube ist dankbar für dieses Klima der Offenherzigkeit und die Kultur des freundlichen Umgangs zwischen Lehkräften und Schülerschaft. Trotz der Verwaltungsanforderungen sieht sie ihre pädagogischen Aufgaben im Mittelpunkt.

Das Motto von Julia Daube ist, nichts persönlich zu nehmen. Von den Schülerinnen und Schülern schon gar nicht. „Spätestens seit mir ein Kind mal gesagt hat, ‚deine Haare sehen aus wie der Schwanz von einem Eichhörnchen‘, habe ich angefangen, zwischendurch auch Humor walten zu lassen.

Für den anspruchsvollen Job der Grundschullehrerin in Leitungsfunktion dürfte diese Haltung das ein oder andere Mal eine Hilfe sein.      Angela Heinemann

Für einige Abschied, für andere Neubeginn beim Sommerfest der Mitarbeitenden 
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Das Ende eines Schuljahres an der Steinmühle ist gleichzeitig der Zeitpunkt, sich von Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden, die in den Ruhestand gehen. Ein Ereignis aus dem Lauf der Zeit, durchaus dominiert von Nachdenklichkeit, aber auch von Freude für die betreffenden Mitarbeitenden, die ihr Leben nun jenseits des Schulalltags nach ihren Vorstellungen gestalten können. Wie in jedem Jahr fanden die Verabschiedungen im Rahmen des gemeinsamen Sommerfestes statt, zu dem Geschäftsführer Dirk Konnertz alle Mitarbeitenden aus Schule und Internat immer am letzten Donnerstagabend vor den Sommerferien einlädt.

 

Jahrzehntelanges Wirken

War jemand mehrere Jahrzehnte lang Lehrkraft, so haben Kolleginnen und Kollegen so viele Erinnerungen rund um die betreffende Person im Kopf, dass an dieser Stelle deren Wirken niemals gebührend geschildert werden kann. Mit Kunsterzieherin Dr. Sabine Kraft (25 Jahre), Diplom-Physiker Dr. Rainer Nietzke (Mathematik- und Physiklehrer, 33 Jahre) sowie Almut Sersch, Lehrerin für Deutsch und Religion (36 Jahre an der Steinmühle) verabschiedeten sich langgediente Lehrkräfte, die nicht nur Spuren hinterlassen, sondern die Steinmühle durch ihre Persönlichkeit geprägt haben.

Schulleiter Björn Gemmer würdigte die Arbeit der diplomierten Architektin und Stadtplanerin Sabine Kraft mit dem Magister in Kunstwissenschaften und dem im Jahre 2000 erworbenen Dr. phil.. Veröffentlichungen, Vorträge und Lehraufträge prägten die Arbeit von Sabine Kraft, bis sie 2001 aus der Wissenschaft an die Steinmühle wechselte, wo sie mit hohem Engagement Kunst in allen Jahrgangsstufen unterrichtete.

 

„Es ging dir immer um die Sache“

Rainer Nietzke begann 1992 sein Referendariat an der Steinmühle, wurde später deren Datenschutzbeauftragter sowie Vorsitzender der Fachschaften Physik und Informatik. „Du warst mein Mentor, ich habe viel von dir gelernt“ erinnerte sich Schulleiter Björn Gemmer und lobte Rainer Nietzke gleichzeitig für seine Klarheit, seine gelebte Wertestabilität und seine Kompetenz, „bei der es immer um die Sache ging, nie um dich selbst“.

Almut Sersch studierte evangelische Theologie und Germanistik, absolvierte ihr Referendariat an der Steinmühle, wo sie sich einen „hervorragenden Ruf bei Lehrern und Schülern“ (Gemmer) erarbeitete. Almut Sersch war bekannt für ihre Fähigkeit, mit Konflikten in der Schule umzugehen, arbeitete als Schulmentorin, SV-Lehrerin und Betriebsrätin, war Mentorin für etliche Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst „…und immer für Innovationen aufgeschlossen“, so der Schulleiter.

Würdigungen erfuhren die drei Lehrkräfte auch von Geschäftsführer Dirk Konnertz – für jahrzehntelanges Engagement und mit Anführung bestimmter Aktivitäten, die unabdinglich mit der jeweiligen Person zu verbinden sind und verbunden bleiben. Hervorgehoben wurde auch der Abschied von Tobias Leisge aus der Bilingualen Grundschule, der sich beruflich verändern möchte und dessen „ruhige Art und große Geduld“ stets als wichtig und hilfreich wahrgenommen wurden. Für den Betriebsrat sprach Nicole Hohm ihren Dank an die scheidenden Mitarbeiter aus. Verbindliche und individuelle Worte fanden auch die Fachschaftsvertreter und für Tobias Leisge die stellvertretende Leiterin der Bilingualen Grundschule Steinmühle, Lorraine Herrmann.

 

Herzliches Willkommen allen Neuen!

Zum Beginn des neuen Schuljahres sind auch neue Kolleginnen und Kollegen am Start. Nach dem Ausscheiden von Janine Küster übernimmt nun Julia Daube die Leitung der Bilingualen Grundschule. Als Lehrkräfte in der Bilingualen Grundschule steigen Niki Johnson und Sophia Fleißner ein. Im gymnasialen Bereich zählt die Steinmühle im neuen Schuljahr zusätzlich auf Philipp Knaack und Olaf Roth, der in höherem Stundenumfang im Bereich Musik engagiert ist.

 

Tanz, Wehmut und Ferien-Vorfreude bei Open Stage der Bilingualen Grundschule
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Musik, Akrobatik, ein Football Rap, englische Gedichte, ein folkloristischer Tanz aus Georgien und wohlklingende Streichinstrumente – diese und andere Programmpunkte gestalteten das Event „Open Stage“ der Bilingualen Grundschule am letzten Schultag vor den Sommerferien. Die Mädchen und Jungen zogen trotz ordentlich hoher Temperaturen ihr stattliches und lebhaftes Programm dieser alljährlich wiederkehrenden Veranstaltung durch, die wegen der bevorstehenden Ferien stets etwas Freudiges, wegen des Abschieds von Klasse 4 aber auch immer etwas sehr Emotionales hat.

Leider war es auch „Time to say Goodbye“ zu den Grundschullehrkräften Tobias Leisge und Dr. Sebastian Verbeek, die nach den Sommerferien andere berufliche Wege einschlagen. Die Verabschiedung im Grundschulumfeld übernahm Lorraine Herrmann als stellvertretende Leiterin der Bilingualen Grundschule.

 

Wechselbad der Gefühle

Lehrerin Lisa Smit und ihre Schülerassistentin moderierten die „offene Bühne“ mit viel Einfühlungsvermögen, um das Publikum gut durch das Wechselbad der Gefühle zu bringen. In den Sitzreihen befand sich auch Janine Küster, die ehemalige Grundschulleiterin, die Anfang des Jahres verabschiedet worden war. – Ein freudiges Wiedersehen! Ein Bilderrückblick erinnerte an vergangene gemeinsame Tage in der Bilingualen Grundschule Steinmühle, erzeugte etwas Wehmut, aber auch manches Schmunzeln.

Mit dem Bratkartoffel-Song verabschiedete die Klasse 3 am Schluss die Mädchen und Jungen der Klasse 4, die nach den Sommerferien nicht mehr in die Grundschulräume zurückkehren, sondern sich zumeist in der Klasse 5i des Internationalen Gymnasialzweiges der Steinmühle wiederfinden.

Nach einer farbenfrohen Show, die mit viel Engagement und viel Gefühl gestaltet war, wurden Grundschulkinder und Zuschauer in die Sommerferien entlassen.