Gesellschaftliche Rollenbilder und Aspekte toxischer Männlichkeit
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Wann ist ein Mann ein Mann? Das fragte Herbert Grönemeyer schon im Jahre 1984 in seinem Song „Männer“. Von seiner Aktualität hat das Thema nichts eingebüßt. An einem Wochenende fand jetzt im Internat Steinmühle ein Workshop zum Thema „Männlichkeit & Rollenbilder“ statt, durchgeführt von zwei externen Referenten von ProFamilia.

Insgesamt wurde das Angebot von den jungen Männern sehr positiv aufgenommen, berichtet Hausleiter Marlon Welsch. Die meisten haben sich offen und engagiert auf die Inhalte und Diskussionen eingelassen. Im Workshop setzten sie sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern, mit Aspekten toxischer Männlichkeit sowie mit ihren eigenen Vorstellungen von Beziehungen und deren Gestaltung auseinander.

Was macht einen Mann aus?

Besonders wertvoll war der Austausch darüber, was für sie persönlich „einen Mann ausmacht“. Viele Teilnehmende konnten für ihren Alltag konkrete Impulse und Denkanstöße mitnehmen – insbesondere im Hinblick auf Selbstreflexion, den Umgang miteinander und den Aufbau respektvoller Beziehungen.

 

Der Workshop bot einen geschützten Rahmen für ehrliche Gespräche und wurde insgesamt als bereichernd erlebt.

 

(Heinm/Foto: KI)

 

Probanden gesucht: Wer möchte an unserer Konzentrationsstudie teilnehmen?
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Ihr seid zwischen 14 und 19 Jahren alt? Euch interessiert es, mehr darüber zu erfahren, wann und warum man sich gut oder weniger gut konzentrieren kann? Ihr möchtet mit eurer Teilnahme unsere Studie unterstützen? Dann freuen wir uns auf euren Kontakt! Informationsveranstaltungen gibt es am 4. oder 9. März. Mehr Angaben findet ihr auf unserem Plakat:

 

Mehr Öko für die Babywindel: Alle sechs Jugend forscht-Projekte landeten auf Platz 1
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Mit sechs Projekten fuhr die Steinmühle am Wochenende zum Regionalwettbewerb von Jugend Forscht – und mit sechs ersten Plätzen kehrte sie zurück! Alle teilnehmenden Projekte der Steinmühle haben in ihrem Fachgebiet den Regionalsieg errungen! Das Marburger Gymnasium fährt daher vom 20. bis 21. März mit insgesamt 11 Kindern und fünf Projekten nach Kassel zum Landeswettbewerb von Jugend Forscht Junior. Eine Gruppe wird beim Landeswettbewerb der Älteren in Darmstadt antreten.

Ideen gibt’s…die gibt’s gar nicht. Marietheres Schwabe, Aurelia Wild und Fatma Sepetcigil aus der Klasse 5 hatten solch eine. Sie kümmerten sich bei ihrer Forschung nämlich um mehr Öko in der Babywindel – Pflanzenpower statt Superabsorber.

Unter Betreuung der Lehrkräfte Dr. Jutta Töhl-Borsdorf und Dr. Patrick Szabo hat die Gruppe mit ihrem Projekt im Fachgebiet Arbeitswelt eine ökologische Alternative zum nicht abbaubaren Superabsorber in Baby-Windeln gesucht. In umfangreichen Tests zu Aufnahmemenge, Aufnahmegeschwindigkeit und Druckstabilität haben die Schülerinnen und Schüler festgestellt, dass eine Mischung aus Apfelpektin und Konjakpulver sehr gut funktioniert. Diese Stoffkombination hat in einer „umgebauten Windel“ sogar den Praxistest mit Aurelias kleinem Bruder bestanden.

 

 

Die Elefantenzahnpasta unter der Lupe

 

Marlene Jerrentrup und Ida Watzlawek aus Klasse 6 widmeten sich im Fachgebiet Chemie unter Betreuung von Dr. Patrick Szabo und Antje Seel einem Lebendigen Schaumexperiment: Der Elefantenzahnpasta

Die Gruppe hat untersucht, welchen Einfluss Temperatur, Hefemenge, Spülmittelmenge und die Wasserstoffperoxidkonzentration auf die Schaummenge haben. Dabei haben die Jungforscherinnen und -forscher unter anderem festgestellt, dass man viel Hefe, aber nicht zu viel Spülmittel nehmen sollte.

 

 

Der Formel des Fliegens auf der Spur

 

Isabella Kuhl und Lotte Wagner aus der 7. Klasse überprüften unter Betreuung von Malte Klimczak und Dr. Jutta Töhl-Borsdorf im Fachgebiet Physik die Formel des Fliegens.

Die beiden haben eine kürzlich entdeckte Formel noch einmal nachvollzogen, mit der die Frequenz des Flügelschlags von Insekten und Vögeln aus den Massen und Flügelflächen der Tiere berechnet werden kann. Dazu haben sie frei fliegende Insekten und selbst gezüchtete Schmetterlinge per Videoauswertung vermessen und analysiert. Außerdem haben sie untersucht, wie Änderungen der Masse eines Ornithopters (aufziehbarer Modellvogel) dessen Flugverhalten beeinflusst.

 

 

Ein spezielles Projekt junger Autofans 

 

Akaash Bhagwat (Klasse 8) und Emil Zuckermann (Klasse 6) ging es bei ihrem Projekt um das mögliche Zusammenspiel smarter Flüssigkeiten und smarter Autos. Unter Betreuung von Dr. Jutta Töhl-Borsdorf und Dr. Sven-A. Freibert im Fach Physik kam es zur Untersuchung der faszinierenden Eigenschaften magnetorheologischer Fluide und anschließend zu selbst entwickelten Experimenten, die zeigten, wie sich Viskosität und Dämpfungsverhalten gezielt durch Magnetfelder steuern lassen. Abschließend haben die Schüler die Stoßdämpfer eines Modellautos mit dem magnetorheologischen Fluid gefüllt und die adaptive Dämpfung mit einem Rampentest demonstriert.

 

 

Papier aus Pferdemist wurde weiterentwickelt

 

Lara Khatib und Giorgia Kuhn aus Klasse 8 arbeiteten an der Weiterentwicklung ihres Projektes, bei dem umweltfreundliches Papier aus Pferdemist gewonnen wird. Betreut durch Dr. Sven Freibert und Dr. Eva Neumann konnten die beiden Schülerinnen im Fachgebiet Arbeitswelt in diesem Folgeprojekt die Herstellung ihres umweltfreundliches Papiers aus Pferdeäpfeln deutlich verbessern. Durch die Zugabe von Stärke verringerte sich u.a. die Sprödigkeit. Das Ergebnis ist stabiles, dünnes, gleichmäßiges und gut beschreibbares Papier der zweiten Generation Gen2.

 

 

Der AIceBear ist wettbewerbsversiert 

 

Der AIceBear reiste mit den Geschwistern Sophie und Felix Sacher schon zu vielen Wettbewerben, unter anderem nach Singapur (wir berichteten). Jetzt wurde das Projekt, ein KI-gesteuertes Assistenzsystem für chronisch kranke Kinder, bei Jugend Forscht im Fachgebiet Arbeitswelt vorgestellt und qualifizierte sich direkt für den Landeswettbewerb. Um es der Jury zu präsentieren, geht es Ende März nach Darmstadt, während die jüngeren Schüler in Kassel den fachkundigen Augen ihre Experimente erläutern müssen.

Die Schülerinnen und Schüler sind für die nächste Runde guten Mutes.

(Angela Heinemann)
Für eigene Grenzen einstehen: Kurs für Selbstbehauptung am Internat Steinmühle 
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Wie nehme ich eigene Grenzen wahr? Wie stehe ich für diese ein? Diese und andere Themen wie Selbstbehauptung und Selbstverteidigung waren Gegenstand eines Workshops für junge Frauen am Internat Steinmühle. In diesen Fragen bietet der veranstaltende Verein Wendo Marburg aktiv Ermutigung und Unterstützung für Teilnehmerinnen ab 16 Jahren.

An dem zweitägigen Kurs nahmen 10 junge Frauen teil. Sie konnten sie anhand diverser Übungen ausprobieren, eigene Grenzen wahrzunehmen und diese auch nach außen zu vertreten.

 

Bewältigung von Alltagssituationen

 

Die Übungen beschäftigten sich zum Beispiel mit dem eigenen Auftreten, sowohl verbal wie der Zweisatzmethode als auch nonverbal, als auch mit Alltagssituationen, deren Bewältigung durch Wiederholung verinnerlicht werden konnte. In einem geschützten Rahmen wurde ein Raum zum Austausch geschaffen. Gleichzeitig ging es um Selbstbehauptung und auch Selbstverteidigung. In Zweierteams und in kleinen Gruppen konnten die jungen Frauen verschiedene Strategien ausprobieren und eintrainieren.

 

Gegenseitige Unterstützung 

 

Hausleiterin Anne Gebhardt: „Besonders schön zu beobachten war, dass die jungen Frauen auch in den Tagen nach dem Workshop noch ins Gespräch kamen und in der Gruppe zum Beispiel Apps weiterempfohlen haben, um sich über den Kurs hinaus gegenseitig zu unterstützen.“

(Heinm/Foto: KI)

Unser eigener KI-Server: Künstliche Intelligenz made in Steinmühle
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Dank der Unterstützung unseres Fördervereins unter Vorsitz von Jasmine Weidenbach und einer Menge internem Know-how verfügt die Steinmühle seit einigen Monaten über etwas, das die meisten Schulen in Deutschland noch nicht haben: einen eigenen KI-Server – und damit echte digitale Souveränität.

Hinter dem unscheinbaren Servergehäuse steckt beachtliche Rechenleistung: Zwei leistungsstarke NVIDIA-Grafikkarten treiben modernste Open-Source-Sprachmodelle an – darunter GPT-OSS-120b, Gemma 3 und Mistral 7b. Die Oberfläche OpenWebUI macht sie für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler intuitiv nutzbar. Die Hardware ist bewusst erweiterbar konzipiert, sodass wachsende Nutzungszahlen keine Engpässe verursachen werden. Der Server und seine Eigenschaften wurden dem Kollegium der Steinmühle bei der Schulinternen Lehrerfortbildung (SchiLF) vorgestellt.

 

Server läuft vollständig klimaneutral

Besonders stolz ist die Steinmühle auf den nachhaltigen Betrieb: Der Server läuft vollständig klimaneutral – gespeist aus Wasserkraft und der schuleigenen Photovoltaikanlage. – KI und Nachhaltigkeit schließen sich bei uns also ausdrücklich nicht aus.

Doch was kann der Server konkret? Derzeit erproben wir mehrere spannende Anwendungen: einen Eltern-Assistenten mit Informationen rund um die Steinmühle, einen Materialassistenten für die Fachschaft Religion, Klausurassistenten für Lehrkräfte sowie weitere experimentelle Projekte. Alles läuft dabei auf unserer eigenen Infrastruktur – keine Daten verlassen die Schule, volle DSGVO-Konformität inklusive.

 

Zusammenspiel von Bildung und Technologie

Dass wir mit diesem Ansatz auf dem richtigen Weg sind, zeigt auch die jüngste Entwicklung: Gerade wurde unsere Bewerbung bei einem renommierten Wettbewerb 2026 eingereicht – mit unserem datensouveränen Server als Herzstück des Konzepts. Wir sind sehr gespannt!

Die Steinmühle dankt der Schul- und Geschäftsleitung für ihre Vision einer Schule, die Bildung und Technologie verantwortungsvoll zusammenbringt. Stolz sind wir auf unsere Fachleute, die unser Projekt entwickelten und den weiteren Werdegang im Auge haben.

 

Ansprechpartner:

Björn Wagner, Lehrer an der Steinmühle, KI-und Datenschutzbeauftragter

Till Buurman, Fachinformatiker für Systemintegration, Teil des IT-Teams der Steinmühle und Serververantwortlicher

Dieser Beitrag wurde unter Verwendung von KI erstellt und redaktionell bearbeitet / Angela Heinemann

An der Steinmühle wird geturnt: Erste Teilnahme bei „Jugend trainiert“
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Turnen ist neue sportliche Disziplin an der Steinmühle, zumindest wurde diese Sportart nach sehr langer Zeit wieder aktiviert – aktuell gekrönt durch die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Lotta Jerrentrup aus Klasse 9 a berichtet:

„Ende Januar durften wir mit unserem Schul-Turnteam am Regionalentscheid von Jugend trainiert für Olympia in Limburg teilnehmen. Mitgeturnt haben Zoe Gundlach, Lotta Jerrentrup (9. Klasse), Miranda Lammerskötter (7. Klasse), Marlene Jerrentrup und Ida Watzlawek (6. Klasse).

Morgens wurden wir von einem Shuttle-Bus eingesammelt, welcher uns nach Limburg brachte. Die Hinfahrt dauerte 2 Stunden, da wir noch mehrere Schulmannschaften einsammelten. Vor Ort erwartete uns eine große Halle mit Wettkampfatmosphäre, da bei Jugend trainiert hauptsächlich Leistungsturn-Mannschaften starten.

 

Wettkampfstart nach englischem System

Zunächst wärmten wir uns eine halbe Stunde auf. Nach dem musikalisch untermalten Einlauf startete der Wettkampf nach englischem System, was bedeutet, dass sich jeder Turner an den verschiedenen Geräten (Sprung, Barren, Balken und Boden) jeweils 1 Minute einturnen darf, um das Gerät kennenzulernen, da die Geräte in jeder Halle sich anders turnen lassen.

Unsere Mannschaft startete am Sprung gemeinsam mit der Elisabethschule. Danach folgte der Barren, dann der Balken und anschließend der Boden. Wir absolvierten alle Geräte und waren mit unserer Leistung zufrieden. Es war sehr beeindruckend, was manche Turnerinnen aus den Leistungsgruppen vorführten, welche Elemente sie an den einzelnen Geräten beherrschten. Anschließend folgte eine Pause, in der alle Geräte abgebaut wurden. Am Schluss gab es die Siegerehrung, wo erwartungsgemäß die Schulmannschaften aus den Leistungsturnzentren die vorderen Plätze abräumten. Unsere Schulmannschaft erreichte den 8. Platz!

 

„Teilnahme hat uns sehr motiviert“

Abschließend kann man sagen, dass es eine tolle Erfahrung war, in Limburg zu turnen. Es hat uns sehr motiviert, dass wir dabei sein durften und wir hoffen auf eine erneute Teilnahme in 2027! Ein großes Dankeschön geht an unseren Begleiter, Sportlehrer Marcel Kalb, der uns die Teilnahme ermöglicht hat und uns toll unterstützte.“

 

Angenehme Kooperation

Marcel Kalb, Schulsportleiter der Steinmühle, gibt Dank und Lob gleich weiter: „Die Wettkampfvorbereitung konnten wir nicht in der Steinmühle machen, da uns die entsprechende Turnausstattung fehlt. Hier hatten wir tatkräftige Unterstützung von Lehrer und Vereinstrainer Thomas Nickol (TSV Ockershausen, Sophie von Brabant Schule), der uns nicht nur durch den Wettkampf und die Vorbereitung geleitet hat, sondern auch ein sehr angenehmer Kooperationspartner war.“ Vielleicht, so Marcel Kalb, entsteht hier in Zukunft eine strukturelle Turn-Kooperation.

(Heinm)

„Young and Old“: Die Klasse 5i zu Gast im Seniorenheim „Auf der Weide“
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Die Klasse 5i sowie fünf Begleiterinnen und Begleiter aus der Klasse 7i besuchten gemeinsam das Marburger Seniorenheim „Auf der Weide“. Der Ausflug fand im Rahmen des Global Perspectives-Unterrichts zum Thema „Young and Old“ statt und wurde von den Steinmühlen-Lehrkräften Victoria Perez und Björn Wagner begleitet.

 

Besuch im Unterricht vorbereitet

Bei winterlichen Temperaturen erreichte die Gruppe das Heim am frühen Nachmittag, wo sie vom Personal herzlich empfangen wurde. Danach ging es auch direkt zum Herz des Ausflugs: Kennenlernen der Lebensgeschichten mit den im Unterricht vorbereiteten Karten- und Brettspielen. Die begleitenden Siebtklässlerinnen übernahmen die Bewirtung mit Kuchen und Getränken und beteiligten sich dabei auch aktiv an den Tischgesprächen.

Die Lehrerin der 5i, Victoria Perez, freute sich über den Austausch, die Geschichten und die begeisterten Schülerinnen und Schüler. Die Offenheit der Kinder und auch der Seniorinnen und Senioren ermöglichte ein persönliches Kennenlernen. Eine Schülerin sagte nach dem Besuch: „Ich komme auf jeden Fall wieder her und besuche ‚meine Omi‘ hier!“ Gegen 17:00 Uhr endete die Exkursion mit der Rückkehr zur Schule.

(Victoria Perez/Björn Wagner)

Discovering Our World – unsere Welt entdecken in der Bilingualen Grundschule
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Einmal um die Welt ging es für die Bilinguale Grundschule an insgesamt drei Projekttagen. Jeden Tag konnten die Kinder ein anderes Land entdecken und mehr über Musik, Spiele, Essen, Kleidung und den Schulalltag erfahren.

Insgesamt vier Länder dieser Erde wurden von jeweils zwei Lehrkräften präsentiert: Guatemala, Schottland, Australien und Kanada. Wie läuft der Schulalltag dort? Welches Essen gibt es? Welche Kleidung wird dort getragen, welche Sehenswürdigkeiten erwarten Besucher? Welche Tiere leben in dem Land und wie ist das Wetter dort? – Fragen über Fragen, die durch Erzählungen sowie Darstellungen in Wort und Bild aufschlussreich geklärt werden konnten.

 

Schulstunde im Schottenrock

Mrs. Lori, stellvertretende Leiterin der Bilingualen Grundschule, präsentierte zusammen mit dem „echten“ Schotten Cameron alles über Schottland. Die Kinder konnten sich ein Bild davon machen, wie der Schottenrock im Alltag aussieht: Cameron trug ihn nämlich – und ließ sich zum Abschied mit der gesamten Gruppe auf dem Schulhof ablichten. Nicht fehlen durfte natürlich eine musikalische Einlage mit dem Dudelsack.

Die interessanten Unterrichtstage mit den „Ausflügen“ in die verschiedenen Nationen werden den Schülerinnen und Schülern sicher noch länger in Erinnerung bleiben.

(Heinm)

Überraschung für den Lehrer: Weiterer Programmpunkt krönte großartige Revue

Musik, Kunst und Kultur der Steinmühlen-Oberstufe: An drei Tagen präsentierten Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 bis 13 unter dem Namen „Revue“ ihrem Publikum ein unterhaltsames und buntes kulturelles Programm.

Piet Laufhütte und Anna Pavlic aus dem Jahrgang 13 berichten dazu:

 

Zu Beginn dieser Revue-Aufführung wurden wir zunächst mit Musik im Samba-Stil begrüßt. Schwungvoller Auftakt war eine charakteristische Trommelvorführung. Nach dem mitreißenden Auftritt des 8köpfigen Trommel-Ensembles aus Klasse 11 begeisterten Ulrike Wilmsmeyer und die Trommeln-Band das Publikum mit einer unterhaltsamen interaktiven Darbietung, bei der kulinarische Köstlichkeiten mit musikalischen Rhythmen kombiniert wurden.

 

Unverwechselbarer Solo-Gesang

Als nächstes stand Annica Bartschs Solo-Gesang auf dem Programm. Mit ihren unverwechselbaren, klangvollen hohen Tönen bot sie dem Live-Publikum mit „Skyfall“ von Adele ein unvergleichliches Hörerlebnis. Alle Zuhörer waren von ihrer Stimme völlig fasziniert und spendeten ihr tosenden Applaus. Olaf Roths Band-Begleitung untermalte ihren Gesang auf wunderbare Weise.

 

Zuschauer drehten am Rad beim Musik-Quiz

Nach dem Ende der vorherigen Darbietung begannen wir mit einem eher unterhaltsamen Teil: dem Musikquiz. Bei diesem Programm wurden zehn Zuschauer auf die Bühne gebeten und in zwei Teams aufgeteilt. Sie drehten ein Rad mit verschiedenen Musikgenres. Sobald die Musik begann, erhielt das Team, das als erstes den Titel und den Interpreten des Songs erkannte, Punkte. Nach einem hart umkämpften Wettbewerb triumphierte schließlich Team 2 mit einem Ergebnis von 12 zu 10 und sicherte sich den Sieg sowie einige kleine Preise. Nach dem aufregenden Musikquiz war es Zeit für eine Pause bei den Darbietungen.

 

Vorfreude auf Antigone

Nach der Pause folgt ein Teaser des Theater-Kurses der 12. Klasse von Nina Merzenich. Das Ensemble verschaffte uns einen Einblick in seine im Laufe des Jahres folgende Theateraufführung. Die Auszüge des Stücks wurden äußerst professionell vorgespielt und verbreiteten im gesamten Saal eine große Vorfreude auf die vollständige Vorführung des Stückes Antigone.

 

Umgestaltung des Hessenhauses als Projekt

Bei der Revue wurde uns nicht nur musikalisch und schauspielerisch viel geboten, sondern dieses Jahr hat uns auch der Kunst-Kurs der Klasse 13 sein Kunstprojekt präsentiert. Leistungskurs und Grundkurs arbeiteten zusammen an zwei großen Projekten. Eine der Gruppen beschäftigte sich mit der Umgestaltung des Internatshauses „Hessenhaus“, eine sehr gelungene, moderne und attraktive Neugestaltung. Die andere Gruppe hat ein Haus am Hasenkopf gestaltet, sie baute einige schöne Modelle für ein Haus mit mehreren Parteien. Es wurde besonders darauf Wert gelegt, dass das Haus nachhaltig ist, genügend Licht in jedes Zimmer kommt und dass es einen Spielplatz für Kinder gibt. – Alles in allem wirklich schöne und interessante Ideen.

 

Wie verschieden die Titanic-Tragödie erlebt wurde

Der DS-Kurs der 11. Klasse von Ines Vielhaben präsentierte uns Titanic auf eine andere Art und Weise, als der ein oder andere sie im Kopf hatte. Der Fokus des Theaters lag darauf, aufzuzeigen, wie diese Schiffsreise für welche Gesellschaftsschicht aussah. – Eine sehr gelungene Vorstellung mit besonders guten Schauspielerinnen und Schauspielern. Nach der Titanic-Aufführung entstand eine Ambivalenz im Publikum: Ein Teil der Gäste tauschte sich noch lebhaft über die soeben erfahrene Interpretation der bekannten Titanic-Tragödie aus, während der andere Teil gespannt auf den unausgesprochenen Programmhöhepunkt wartete und in seiner Gespanntheit den Beginn nicht durch unnötige Lautstärke hinauszögern wollte.

 

120 Sängerinnen und Sänger in Weiß

Als langsam Ruhe einkehrte, begann die Band aus der linken Ecke des Saales die fröhliche und einende Melodie von „I Paradisi“ zu spielen – einend, da nun alle Besucher wie auch zuvor ihr Interesse ausschließlich auf den aktuellen Programmpunkt richteten. Mit dem Passieren der ersten Reihe dieser über hundert Sängerinnen und Sänger, einer einheitlich in Weiß gekleideten Schlange, begann sich die Vorfreude im Publikum in begrüßendem Applaus zu äußern. Dieser hielt an, bis sich der gesamte Chor geordnet in fünf Reihen auf der Bühne aufgestellt hatte und Chorleiter Daniel Sans, die Bereitschaft und Aufmerksamkeit des Chores provozierend, den Arm hob – was gleichzeitig die Ruhe und Aufmerksamkeit der Zuhörer bewirkte.

 

Passende Moderation

Nachdem Chor und Band den Saal in fantastischer Manier mit „I Paradisi“ erfreut hatten und im Gegenzug lauten Applaus empfingen, ergriff Alex, der Moderator des Chores, das Wort. Auf humorvoll-witzige Art und Weise dankte er dem Publikum und stellte den nächsten Song vor: „Jar of Hearts“ von Christina Perri. Auch bei diesem eher rührseligen Lied konnte der Chor wahre Qualitäten beweisen. Den Abschluss des regulären Programms bildeten schließlich die beiden Lieder „Eye of the Tiger“ und „Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)“ von ABBA; die Moderation bot auch hier wieder einen einfachen und anregenden Einstieg.

 

Die schon hervorragende Stimmung mündete in tosenden Applaus

Die Begleitung der Band, vor allem bei dem legendären Rocksound von Survivor, sorgte für ein sehr anregendes Gefühl; laute Dynamik und starke Rhythmik sowie die von vielen Stimmen gemeinsam gesungenen Texte wirkten auf die Gäste an diesem Abend – oder zumindest beim Auftritt des Chores – wieder einmal verzaubernd. Die bis dahin jeden ergreifende und begeisternde Stimmung mündete in tobenden Applaus, der erst nachließ, als der Chor die geforderte Zugabe gewährte. Nachdem das Publikum mit „Count on Me“ von Bruno Mars gebändigt worden war, trat Elsa hervor und kündigte überraschend einen weiteren Programmpunkt an, von dem selbst Daniel Sans nichts wusste. Alle Zwölftklässler setzten sich, sodass nur noch die Abiturienten vom Scheinwerferlicht betont wurden, und man erklärte, dass das Folgende als Dank für die liebevolle und aufmerksame Art und Weise gedacht sei, mit der Daniel Sans seinen Schülern die Musik und das Musizieren näherbringt.

 

Dann wurde dem nun um einen Zuhörer gewachsenen Publikum der letzte Song, „Lieder“ von Adel Tawil, präsentiert. So fand dieser von musischen Disziplinen bestimmte Abend ein sehr rührendes und denkwürdiges Ende.

Ein großes Dankeschön an alle Lehrer, Schüler, Gäste, an das Sound & Light-Team und an alle, die zum Zustandekommen dieser schönen Aufführungen beigetragen hatten.

 

Die Steinmühle trauert um Theo Nauheimer

Von 1980 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2016 unterrichtete Theo Nauheimer die Fächer Kunst und Sport an der Steinmühle, viele Jahre davon als Schulsportleiter.

Sein Bestreben war es, Schulsport, Freizeitsport und Ligen-Sport miteinander zu verknüpfen. So etablierte Theo Nauheimer zahlreiche Schulsportmannschaften, die regional und hessenweit große Erfolge feierten – insbesondere in den Bereichen Handball und Badminton.

In späteren Jahren kamen Initiativen zur Teilnahme an Jugend-trainiert-Wettbewerben hinzu, z.B. Basketball oder Triathlon.

Durch den Schwimmunterricht in Klasse 5 und die Schul-Ski-Kurse in Klasse 10 kam Theo Nauheimer über Jahrzehnte mit fast allen Schülerinnen und Schülern der Steinmühle in Kontakt, womit er zu einer prägenden Persönlichkeit unserer Schulgemeinde wurde.

Im Bereich seines zweiten Unterrichtsfaches bleibt vor allem sein Engagement für die Foto-Kunst in Erinnerung. Im Fach- und im Wahlunterricht machte er das Fotolabor zu einem beliebten Kreativ-Ort der Steinmühle. Die Fotografien seiner Schülerinnen und Schüler schmückten die Flure aller Schulgebäude.

Am Freitag, dem 6. Februar 2026, ist Theo Nauheimer einem Krebsleiden erlegen.

Wir danken ihm herzlich für seine Arbeit und sein Engagement.

Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Carmen und seinen Kindern Yvonne, Ingo, Lasse und Till.