Prävention durch Aktion BOB: Mit null Promille auf der sicheren Seite

Es ist nicht nur zur Faschingszeit Thema, sondern ein ganzjähriges Problem: Alkohol am Steuer. Über die Gefahren informierte sich auch dieses Jahr wieder im Rahmen des sogenannten BOB-Projektes die gesamte Jahrgangsstufe 11 unter Leitung der Steinmühlen-Lehrerinnen Nicole Hohm und Heike Rabben-Martin. Seit über fünf Jahren sind der Regionale Verkehrsdienst der Polizei Marburg-Biedenkopf und die Staatsanwaltschaft Marburg bei dieser Präventionsveranstaltung mit im Boot. Polizeihauptkommissar Martin Frank und Amtsanwältin Tina Grün arbeiten bei dem Workshop bereits als erprobtes Team.
Die Aktion BOB ist eine Säule des Verkehrspräventionsprogrammes „www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de“. Dabei geht es in erster Linie um die Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder auch Drogen. Die Aktion richtet sich primär an die Zielgruppe der 18- bis 24jährigen Fahranfängerinnen und Fahranfänger, da diese überproportional häufig an derlei Unfällen beteiligt sind.

 

Kritische Situationen meistern

Im Verlauf des Vormittags bekamen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Fotos von Unfallfahrzeugen zu Gesicht und sahen authentische Filme über Alkoholunfälle und ihre Folgen, sondern sie diskutierten auch Situationen, wie Fahrten unter Alkoholeinfluss vermieden werden können und wie Auswege in solchen Situationen gefunden werden können, in denen sich beispielsweise eine Gruppe vergeblich auf die Alkoholabstinenz einer Person verlassen hat.
Bei der Aktion BOB, die durch einen gelben Schlüsselanhänger symbolisiert wird, geht es um eine verlässliche Übernahme der Verantwortung, sich und die Mitfahrer nach dem gemeinsamen Besuch einer Gaststätte oder Discothek nach Absprache ohne Alkoholgenuss nach Hause zu bringen. Die an der Aktion BOB teilnehmenden Gaststätten unterstützen die Aktion mit einem alkoholfreien Gratis-Getränk für die BOB-Fahrerin oder den BOB-Fahrer.
Heike Rabben-Martin beurteilte die Schulveranstaltung als „nicht nur wichtig für die Sache, sondern auch geeignet, eine Beziehung junger Leute zur Polizei herzustellen. Man holt die Welt in die Schule,“ sagte sie.