Internatswochenende als Erlebniswochenende
Das erste Internatswochenende auf dem Gelände des Internats Steinmühle bot für alle 83 Schüler*innen und ihre Pädagog*innen ein abwechslungsreiches Programm: Von klassisch sportlichen Angeboten über handwerkliche Geschicke bis hin zu bewussten Entspannungsmomenten war alles dabei. Das pädagogische Konzept des Internats Steinmühle wurde gleich zu Beginn des Schuljahres voll aufgegriffen: Gemeinschaft stärken und aktive Pausen vom (Lern-) Stress der Woche bieten.
Der erste Hausabend: Die Wohngruppen ganz für sich
Und so startete das Wochenende am Freitagabend mit dem klassischen Hausabend: Jede Wohngemeinschaft gestaltet ihren Abend nach den eigenen Wünschen. Dabei repräsentieren die Abendprogramme die individuellen Interessen der Wohngruppen. So tobten sich die Jungs aus dem Stammhaus beispielsweise im Trampolinpark Jump’n Fly in Gießen aus, während die Mädels und Jungs des Hessenhauses lieber einen geselligen Abend im Haus bei leckerem Essen verbrachten. Die Jungs der Mühle starteten Freitagabend gestärkt durch Pizza den Umbau ihres Gruppenraumes, während sich die Schüler*innen des Biohauses beim 4D Schwarzlicht Minigolf in Linden in ein buntes Wunderland begaben. Das Westfalenhaus verbrachte den Abend bei Gesang und Tanz mit Singstar und Just Dance in der Teestube auf dem Internatsgelände, während die Wohngruppe Bremerhaus entspannt den Blick vom Landgrafenschloss Marburg über Stadt und Land schweifen ließ.

Ein Wochenende voller Erlebnisse
Ähnlich abwechslungsreich wie der häuserinterne Auftakt am Freitag gestaltete sich auch das Wochenendprogramm für die gesamte Internatsgemeinschaft.
Die sportbegeisterten Schüler*innen konnten sich bei Fitness und Fußball oder auch Baseball und Badminton austoben. Am Samstag bot der Ausflug zum Edersee eine willkommene Abwechslung zum Internatsgelände an. Auch wenn der Wasserstand des Edersees in den letzten Wochen und Monaten stark gesunken ist, bot er dennoch optimale Bedingungen, um die sieben neu angeschafften SUPs (StandUpPaddles) auszuprobieren. Und wer lieber Lust auf eine wohlbekannte Kanu-Tour hatte, konnte am Sonntag unter pädagogischer Leitung direkt vom Internatsgelände der Steinmühle aus auf der Lahn entlang paddeln.

Die handwerklich begabten Schüler*innen hatten an diesem Wochenende die Möglichkeit, vertikale Gärten anzulegen oder eine eigene Beach Bar zu bauen. Die vertikalen Gärten entstanden aus Paletten, Erde, dreckigen Händen und kleinen Kräuterpflanzen im Westfalenhausgarten, in dem sie für alle zugänglich sind. Und am Samstag fiel der Startschuss für den BeachBarBauBeginn: Auf dem neu angelegten Lahngelände mit professionellem Beachvolleyballplatz darf so eine richtige Strandbar natürlich nicht fehlen. Und diese bauen die Schüler*innen unter pädagogischer Anleitung natürlich komplett selbst – von der Holzgrundlackierung bis hin zum später folgenden Aufbau.

Bewusste Entspannung für die Internatsgemeinschaft
Neben körperlichen Auspowermomenten bot dieses Wochenende auch ganz bewusst gesetzte Blaupausen für Leib und Seele. So versüßten die leckeren warmen Brownies der Back-AG der Internatsgemeinschaft den Samstagnachmittag und abends trafen sich engagierte Schüler*innen, um neue Rezepte für den „Meat free Monday“ an der Steinmühle zu sammeln. Sonntagvormittag konnten sich Interessierte beim Knüpfen von Makramee-Schlüsselanhängern entspannt ausprobieren. Intensive Momenten der Selbstreflexion bot das Angebot des Journaling: Visionen entwickeln, Ziele fokussieren und sich seiner Stärken und Ressourcen bewusst werden. Diese Erfahrung machten einige Schüler*innen ganz für sich selbst unter pädagogischer Anleitung bei Tee und entspannter Musik.
Und so neigten sich die abwechslungsreichen Tage Sonntagabend dem Ende entgegen, um erholt und gestärkt in die neue Woche zu starten.

Für weitere Impressionen folgend Sie gerne auch unserem Instagram-Account @internat.steinmuehle.
















Am 20. Juni war endlich der große Tag gekommen. Nach 13 Jahren Schule und den Strapazen der Abiturprüfungen, die unter ganz besonderen Umständen abliefen, fand das Kapitel „Schule“ für den Abiturjahrgang 2020 schließlich ein ebenso besonderes Ende. Nachdem es lange danach aussah, dass SARS-CoV-2 für einen stillen und leisen Abschied sorgen würde – schließlich mussten auch schon die Abi-Parade, der Abi-Ball der Schule und alle anderen Festlichkeiten abgesagt werden – war das Vergnügen umso größer, dass ein interner Abi-Ball auf dem internatseigenen Sportplatz organisiert werden konnte. Er gewährleistete nicht nur das Einhalten der Abstandsregeln, sondern schuf auch den Rahmen für eine Abschiedszeremonie, den sich unsere „Abis“ zweifelsohne verdient hatten.


nach Tradition des Hauses, jede Abiturientin und jeder Abiturient mit einer individuellen Laudatio verabschiedet wurde, die – teils sehr lustig, teils sehr emotional – die wunderbaren Erinnerungen wiedergaben, die im Verlauf so vieler Jahre entstanden waren, floss nicht nur bei den Absolventinnen und Absolventen so manche Träne.


Da alle Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte pädagogische Team und das Internat als Einrichtung dem Aufruf zur Spendenaktion gerne folgten und sich beispielhaft an dieser schönen Idee beteiligten, konnten die Abiturientinnen und Abiturienten über den Verlauf von zwei Wochen derart viel Leergut einsammeln, dass der Abtransport nur mit Hilfe eines Busses und eines zusätzlichen PKW möglich war. Nach über einer Stunde Pfandrückgabe stand schlussendlich fest, dass die Initiative mehr als 300 € in den Spendentopf gespült hatte, die anschließend dem Frauen helfen Frauen e.V. und der Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt gestiftet wurden. Der Dank ließ nicht lange auf sich warten…

Auch kreative Talente sollten frei zur Entfaltung kommen. In einem Handlettering-Kurs konnten die Jugendlichen ihre kalligraphischen Fertigkeiten trainieren und „die Kunst des Schönschreibens“ erlernen. In Hinblick auf das anstehende Osterfest bot sich geradezu die perfekte Vorlage, um Grußkarten und Osterwünsche zu versenden.





