Zeitreise im Ruderboot: Die Steinmühle aus künstlerischer Sicht
Ein ganz besonderes Bild ziert seit Dienstag die Wand am Durchgang vom Hauptgebäude zur Cafeteria. Der fünfköpfige Leistungskurs Kunst aus dem Jahrgang 13 verewigte sich dort mit einem Gemälde, das den Titel „Zeitreise im Ruderboot“ tragen könnte. Unter Leitung von Kunstlehrerin Ines Vielhaben entstand mittels Graffiti-Sprühfarbe und feinen Acryl-Pinselstrichen die Darstellung von vier Personen im Ruderboot. Jede für sich verkörpert einzelne Zeitabschnitte an der Steinmühle und rudert gemeinsam mit den anderen durch die Schulgeschichte.
Während die hinterste Person als Symbol für die Vergangenheit mangels Erinnerung eher verklärt, gesichts- und quasi konturenlos dargestellt wird – mit Ausnahme des früheren Steinmühlen-Logos auf der Kleidung – versinnbildlicht die nachfolgende Person die Erfolge im starken Steinmühlen-Bereich „Jugend Forscht“: Es dampft und brodelt bei einem Laborversuch! Ob die Deutschlandfarben wegen des schon erreichten Bundesfinales nun zu dieser oder zu der nächsten Figur gehören, bleibt offen. Da nämlich „sitzt“ im roten Einteiler mit Steinmühlenlogo der Hochleistungsruderer mit internationalen Erfolgen.
Vor ihm gibt es in dieselbe Blickrichtung nur noch eine Figur. Die ist noch nicht ganz fertiggestellt – denn die Zukunft ist offen. Klar ist aber: Sie besteht aus Symbolen der Digitalisierung – und Stand heute sind noch nicht alle Elemente angeordnet.
Wie könnte es anders sein, zeigt der Steuermann oder die Steuerperson in den Himmel. Es geht nach oben, es geht weiter – und vielleicht auch immer höher hinaus.
Kleber statt Kleister
Das „Wandbild Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Steinmühle in einem Boot“, wie es offiziell heißt, musste nach den doch erheblichen Mühen und Einsätzen für seine Details am Ende sicher und behutsam auf die Wand aufgebracht werden. Dabei half ein Teil des Steinmühlen Haustechnik-Teams. Es instruierte die Schülerinnen und Schüler in Tapeziertechnik, hinsichtlich Auswahl des richtigen Klebstoffes („Kleber statt Kleister“), wobei die jungen Menschen gleich lernten, dass Kleber die größere Haftstärke hat.
Wir danken den Schülerinnen und Schülern Cilia Evelbauer, Janice Houdek, Raphael-Richard Miller, Nele Schultheiß, Lina Zippel und Kunstlehrerin Ines Vielhaben für die gelungene Umsetzung dieses außergewöhnlichen Projektes, das nun einmal mehr Sinne zeigt, welch wichtigen Platz das Rudern an der Steinmühle einnimmt.
(Angela Heinemann)








