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Mit Handicap oder auch ohne: Junge Menschen trainieren zusammen

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Soziales Engagement, Sport & Gesundheit

Gemeinsam kicken, gemeinsam Spaß haben

Für Menschen mit Behinderungen sind Angebote im Vereinssport rar – gemeinsames Engagement im Team kann das ändern. Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und die Steinmühle, seit fast drei Jahren Kooperationspartner, gründeten zusammen mit dem Kerstin-Heim und dem fib e.V. ein Unified-Fußballteam. Ab sofort wird regelmäßig trainiert – mit viel gemeinsamem Spaß.

Die Auftaktveranstaltung auf dem Steinmühlengelände war gut besucht. Nicht jeden Tag trifft man auch eine Fußball-Weltmeisterin! Nia Künzer liegen Projekte wie dieses am Herzen. Erklärtes Ziel: Mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

„Das ist, was wir erreichen wollen,“ sagt Egon Vaupel. Als Vorsitzender der Fußballabteilung der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und Vorsitzender des Vereins Steinmühle ist er Bindeglied zwischen beiden Institutionen. Bekannt als Macher, hatte er schnell Steinmühlen-Schulleiter Bernd Holly und Geschäftsführer Dirk Konnertz an seiner Seite. Mit im Boot: Special Olympics Deutschland in Hessen, der Landessportbund und der Sportkreis Marburg-Biedenkopf.

Schnell fanden die jungen Leute Geschmack an Fußball-Golf-Parcours und Fußball-Billard. Bei der Torschussanlage ging es um den härtesten Schuss. „Wir nehmen nicht alles bitterernst,“ erläuterte Anne Effe von Special Olympics Deutschland. „Der Spaß steht im Vordergrund und vor allem die Tatsache, dass hier Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam kicken.“

Diese Philosophie können die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und die Steinmühle geschlossen unterschreiben. „Freundschaft fürs Leben“ lautet schließlich das Motto der Fußballer und Fußballerinnen vom Stadion am Zwetschenweg. Dass die Steinmühle gerade ihre neue Sporthalle bezieht, bei der auch Menschen mit Behinderungen auf der Nutzerliste stehen, macht die Sache homogen: „Wir haben die gleiche Philosophie. Das passt einfach.“

Die Fachschaft Sport mit Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungskurses der Steinmühle waren stark in die Planungen des Parcours eingebunden, erläuterte Sportlehrer Marcel Kalb. Dies habe eine sportliche, aber auch eine pädagogische Komponente.

Das gegründete Unified-Team wird sich ab sofort im 14-Tage-Rhythmus zum Training an der Steinmühle treffen. So viele Zuschauer wie bei der Auftaktveranstaltung werden freilich wohl kaum wieder auftauchen. Der Marburger Lions Club spendete zum Start der Initiative einen Betrag von 1.500 Euro, der offiziell überreicht wurde – für zahlreiche Akteure der beteiligten Institutionen und der heimischen Polit-Szene eine gute Gelegenheit für ein Gruppenfoto.

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere auch in Wochen und Monaten noch an das aktive Team, das nun jeden zweiten Montag ab 17 Uhr auf dem Steinmühlengelände zusammen Spaß haben wird. Präsenz und Applaus sind immer willkommen.

3. Mai 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/MG_0032-scaled.jpg 706 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-05-03 10:57:042026-06-08 14:17:07Mit Handicap oder auch ohne: Junge Menschen trainieren zusammen

„Schlimme Jungs“ endlich in der Steinmühle!

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Sport & Gesundheit

Eigentlich sollten sie schon direkt nach den Sommerferien 2021 verteilt werden… aber dann steckte da ein Containerschiff im Suez-Kanal fest und weltweit brachen viele Lieferketten zusammen. Ergebnis: Die vom Förderverein für die Steinmühle bestellten 20 Bad-Boyz-Bälle, produziert unter Fair Trade-Bedingungen, hingen monatelang mit 200.000 „Freunden“ in Katar fest. Mitte März war es nun endlich soweit: Die vom Förderverein unter Vorsitz von Jasmine Weidenbach gespendeten 20 Bälle sind in der Steinmühle angekommen und Schulleiter Bernd Holly konnte die ersten Bälle in der Grundschule sowie in den Klasse 5 und 6 verteilen (Foto). Er informierte die Klassen über die Hintergründe der Bad Boyz-Philosophie und die Bedeutung des Fair-Trade-Siegels, anschließend wurden die Bälle natürlich sofort getestet. Auch unsere auf dem Sportfeld anwesenden Lehrerassistenten Alessio Canevese und Tobias Leisge, als höherklassig spielende Amateurfußballer quasi „Ball-Profis“, waren von der Qualität der Bälle überzeugt. Die restlichen Bälle werden als Ausleihbälle den älteren Schüler*innen zur Verfügung stehen… oder sie sind tatsächlich die ersten Bälle, die ihren Platz in der neuen Sporthalle finden werden.

Die Anschaffung der Fair Trade-Bälle ist ein weiterer Baustein der Steinmühle, nach Möglichkeit Fair Trade-Produkte in die Schulausstattung zu integrieren. Zum Beispiel die Hoodies mit Steinmühlenlogo, aber auch diverse Produkte in der Küche und dem Bistro der Steinmühle tragen das Fair-Trade-Siegel. Die Steinmühle engagiert sich als Mitglied der Steuerungsgruppe Fair-Trade des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die die Auszeichnung des Landkreises als Fair-Trade-Landkreis auf den Weg gebracht hatte. Der gemeinsame Tag der Nachhaltigkeit von Landkreis und Steinmühle, der im vergangenen Herbst in der Steinmühle stattgefunden hatte, gehörte zu den gemeinsamen Initiativen, die nach Wegfall der pandemiebedingte Beschränkungen noch intensiviert werden.

11. April 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/04/Badboys-scaled.jpg 1128 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-04-11 12:42:512026-06-08 14:19:02„Schlimme Jungs“ endlich in der Steinmühle!

Eine Sportart der Ruhigeren: Fechten trainiert Koordination, Geschicklichkeit und Kraft

Aktuelles, Sport & Gesundheit

Um es vorwegzunehmen: Beim Fechten passiert statistisch weniger als beim Wintersport oder im Fußball. Wie so oft kommt es auf gute Ausbildung an, auf die richtige Ausrüstung und auf Menschen, die Lust haben, eine Sache von Grund auf zu lernen. All diese Kriterien sind erfüllt, wenn sich Steinmühlenlehrer Steffen Ullwer jeden Mittwoch mit einer Gruppe aus Jungen und Mädchen zum Fechtunterricht trifft. Seit Beginn des Schuljahres 2020/21 gibt es das AG-Angebot – leider mehrfach unterbrochen durch pandemiebedingte Vorschriften.

In der Umkleidekabine tauschen sie Schutzmaske gegen Fechtmaske. Sie lernen schnell: „Helm“ ist das falsche Wort. Die Fechtmaske besteht aus Stahlgitter und schützt vor Stößen und Hieben. Noch die weißen Schutzanzüge an – und los geht es. Maximal 8 Schülerinnen und Schüler können pro Gruppe dabeisein, um den Umgang mit dem Florett zu lernen. Trainiert werden derzeit Teilnehmer*innen der Jahrgänge 5 und 6.

Das Florett ist eine Stichwaffe. Es kostet zunächst Überwindung, es einzusetzen und dorthin zu zielen, wohin man zielen soll. Trefferfläche ist allein der Rumpf des Gegenübers. Nicht Kopf, nicht Arme, nicht Beine. „Trau dich, das tut mir nicht weh.“ Steffen Ullwer ermutigt den Schüler, das Florett einzusetzen. Eine korrekte Stellung ist wichtig, eine gute Haltung. Indem man das vordere Bein vorsetzt und das hintere ausstreckt, nähert man sich dem Gegner. Dieser „Ausfall“ muss sitzen. Hat man etwas Übung, gilt es, die Schwächen des anderen herauszufinden. Mithilfe von Finten kann das geschehen, einer Bedrohung wie das Strecken des Arms, auf die jedoch kein Stoß folgt. Stattdessen eröffnet die Verteidigungsaktion des Gegenübers einen erneuten Angriffspunkt. Diesmal wird er genutzt.

Fechten hat mehrere körperliche Effekte. Die Sportart trainiert die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-System und ist förderlich für Nerven und Konzentration. Wer ficht, so heißt es, entwickelt Körperkraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen sowie Aufmerksamkeit und Entschlussfähigkeit.

Steffen Ullwer, der Trainer, ist ein geübter Fechter. Der Steinmühlenlehrer für Mathematik und Physik ist seit dem 7. Lebensjahr durch seinen Vater mit der Sportart in Kontakt. In der Abteilung Fechten des VfL Marburg 1860 trainiert er auch Erwachsene.

„Fechten ist eine Sportart der Ruhigeren“ sagt Ullwer. Wer sich in Koordination schulen möchte, sei dabei gut aufgehoben. Steffen Ullwer sorgt dafür, dass Einsteiger ihre ersten Fechtbewegungen mit den passenden Utensilien machen. Das Florett für die AG, das es für Jüngere auch in einer kleinen Version gibt, hat Klingen aus rostfreiem, biegsamem Stahl. Ein Fechthandschuh und ein Paar Fechtstrümpfe ergänzen die Ausrüstung.

Im 2. Schulhalbjahr 2021/22 findet die AG Fechten mittwochs statt. Bis dato traf man sich montags. Für alle Fragen zum Fechten und welche Ausrüstung gestellt werden kann, steht Lehrer Steffen Ullwer zur Verfügung (steffen.ullwer@steinmuehle.net).

3. März 2022
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/03/Titel-scaled.jpg 620 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2022-03-03 09:56:382026-06-08 14:26:27Eine Sportart der Ruhigeren: Fechten trainiert Koordination, Geschicklichkeit und Kraft

WU Schulgarten stellt kreative Produkte her

Aktuelles, Kunst, Musik & Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Sport & Gesundheit

Mehr BIO geht nicht: Im Wahlunterricht (WU) Schulgarten zeigten sich Acht- und Neuntklässler*innen besonders kreativ. Aus den Produkten, die im schuleigenen Garten wachsen, bereiteten sie unter Anleitung von Steinmühlenlehrerin María Ramos Iglesias mit großem Engagement originelle Produkte und erwiesen sich dabei als Kenner*innen der Feinschmecker-Küche. Die Ware versahen sie zur Optimierung noch mit dem Steinmühlen-Logo. So entstanden zum Beispiel dekorative Essig-Erzeugnisse, Oregano-Salz, Ratatouille-Gläschen, Lavendelsäckchen und einiges mehr. Die Produkte, die sich bestens als Weihnachtsgeschenke eignen, liegen im Lehrerzimmer aus und hoffen gegen eine freiwillige Spende auf Abnehmer.

13. Dezember 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/12/11-scaled.jpg 773 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-12-13 08:21:062026-06-10 20:59:15WU Schulgarten stellt kreative Produkte her

Themenwochenende an der Steinmühle: Auftakt für die psychische Gesundheit

Aktuelles, Leben im Internat, Sport & Gesundheit

Das Internat Steinmühle unter der Leitung von Anke Muszynski hat sich für deses Schuljahr für jedes Quartal ein Themenwochenende für die Entwicklung der Internatsgemeinschaft und aller ihr angehörenden Mitmenschen vorgenommen. Dabei stehen unter anderem „Nachhaltigkeit“, „physische Gesundheit“ und „Medienwelten“ auf dem Programm. Der Auftakt wurde am Wochenende zu dem Themengebiet „psychische Gesundheit“ ausgestaltet. Die Workshops und AGs boten viel Anlass zum Austausch, zur Selbstreflexion und zum gegenseitigen Wahrnehmen sowohl unter Schüler:innen als auch unter Pädagog:innen.

Sich mal auf eine andere Art kennen lernen

Darüber reden, in Kontakt bleiben, um Hilfe bitten. Eigentlich selbstverständliche Dinge, die wir im Alltag jedoch allzu oft vergessen oder bewusst meiden. Mein Inneres nach außen kehren, ist das nicht peinlich? Was sollen die anderen denken? Und ich soll mich mit meinen Schwächen auseinandersetzen? Na toll! Und ich wusste gar nicht, dass ich Stärken habe – und wenn ja, wie viele? Diese Fragen wurden am Wochenende bewusst in kleinen Gruppen sehr sensibel gestellt.

Das besonders schöne Ergebnis dieser gemeinsamen Runden fasste Pädagogin Luisa Völker am Ende des Themenwochenendes zusammen: „Es war beeindruckend zu sehen, wie sich innerhalb kürzester Zeit bei vielen Schüler:innen ein Perspektivwechsel vollzog. Sie wurden sich bewusst, dass es nicht nur ‚meine Welt‘ gibt, sondern dass Menschen ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt haben und sich deshalb für sie die Welt ganz anders darstellen kann.“

Denn jeder hat sein Päckchen zu tragen

Zu Beginn gab es an vielen Stellen anfängliches Unbehagen. Bedenken, was genau auf einen zukommt, wie viel man von sich preisgeben soll – und die Scham vor den anderen. Jedoch waren die Aktionen so gut ausgestaltet, dass diese Unsicherheiten schnell verflogen. Die Schüler:innen lernten bewusst ihre Umwelt wahrzunehmen und waren schnell bereit, sich aktiv an den Gesprächen zu beteiligen.

Sich annehmen, sich beteiligen, sich nicht aufgeben: Das wurde vielen Schüler:innen zum ersten Mal wirklich bewusst an diesem Wochenende. „Es war toll zu sehen, wie die einzelnen Schüler:innen begannen, sich nicht nur für sich selbst zu sensibilisieren, sondern begonnen haben sich auch für andere zu sensibilisieren“, berichtet Pädagoge Michel Hermens begeistert.

 Es ging um Glück, Ressourcen und Selbstwert

Aktiv bleiben, Neues oder Kreatives tun und sich bewusst entspannen lernen – das wurde an diesem Themenwochenende bspw. beim Origami-Kurs bewusst geübt. Sich selbst kennenlernen und vor allem die eigenen Stärken und die eigenen Bedürfnisse schätzen lernen. Den Mensch und die Freundschaft wieder bewusst als Ressource zu erkennen und wertschätzen zu können. Sich als Teil einer haltgebenden Gemeinschaft zu fühlen und sich gleichzeitig seiner individuellen Größe bewusst werden. Das konnte dieses Wochenende hervorrufen. So wurde unserer Schülerin Lydia in dem Workshop zum Thema ‚Soziale Medien und psychische Gesundheit‘ plötzlich bewusst: „Mir ist es gar nicht so wichtig, mich in den sozialen Medien darzustellen – Ich habe meine Freunde doch hier!“

Tiefgründig und nachhaltig war dieses Wochenende

Auch Abende nach dem Themenwochenende finden noch Gespräche zu dem Erlebten statt. Workshops wirken nach, neue Sichtweisen haben sich eröffnet und das Schönste: Wir beginnen über etwas zu sprechen, das uns alle zutiefst am Herzen liegt – unser aller Wohlbefinden. Sich dessen wieder bewusst zu werden, sich selbst zu reflektieren und aktiv positiv auf das Wohlergehen der Internatsgemeinschaft einwirken zu können, hat dieses Themenwochenende zeigen können. Ich bin nie alleine und gerade am Internat bin ich in einer Gemeinschaft, die tragen kann.

 

1. Dezember 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/06/img_5564-scaled-1-scaled.jpg 1125 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2021-12-01 10:39:242026-06-10 21:00:05Themenwochenende an der Steinmühle: Auftakt für die psychische Gesundheit

Steinmühle radelt erfolgreich fürs Klima

Aktuelles, Ökologie und Nachhaltigkeit, Sport & Gesundheit

Nach erstmaliger Teilnahme am Wettbewerb Schul- und Stadtradeln dürfen sich alle aktiven Radler*innen von Seiten der Eltern, der Schüler*innen und der Lehrer*innen über ein überragendes Ergebnis freuen: In drei Wochen Wettbewerb haben 137 aktive Radler*innen insgesamt 24.884 km erradelt! Damit hat die Steinmühle in den Wettbewerben Stadt- und Schulradeln der Kategorie „ Das radelaktivste Team“ jeweils den 1. Platz im Landkreis Marburg-Biedenkopf belegt.
Ein herzliches Dankeschön an alle radelnden Teilnehmer*innen für jeden geradelten Kilometer.
Am 29. Oktober durfte Schulsportleiter Michael Neirich als Teamkapitän und Vertreter der Steinmühle bei der Siegerehrung im Landratsamt Marburg für den 1. Platz beim Schulradeln einen Geldpreis über 500,-€  und für den 1. Platz beim Stadtradeln einen Geldpreis über 150,-€ für die Schulbibliothek entgegennehmen.
Das tolle Ergebnis im Sinne für mehr Klimaneutralität sollte die ganze Schulgemeinde motivieren, auch im nächsten Jahr an der Kampagne „Schulradeln“ teilzunehmen und zum Nutzen des Klimaschutzes das diesjährige Ergebnis noch zu übertreffen.

Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

10. November 2021
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/Siegerehrung_Schulradeln-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2021-11-10 09:30:092026-06-10 21:01:57Steinmühle radelt erfolgreich fürs Klima

Internat Steinmühle: boomendes Interesse am hauseigenen Reitstall

Aktuelles, Leben im Internat, Reitschule Steinmühle, Sport & Gesundheit

Elke Buurman freut sich. Die neue Leiterin des Steinmühlen-Reitstalls registriert eine stetig zunehmende Nachfrage nach Reitmöglichkeiten auf dem Steinmühlencampus. Zu Schuljahresbeginn gab es allein für die Belegung einer festen AG insgesamt 15 interessierte Reiter*innen. Witterungsbedingte oder pandemiebedingte Einschränkungen tun dem Interesse am Reitsport keinen Abbruch. „Allerdings hoffen wir sehr auf das Ende der Restriktionen, damit die Reiter*innen wieder voll aktiv werden können.“

Seit jeher ist der Reitstall der Steinmühle untrennbar mit dem Internatsleben verbunden. Für die Schülerinnen und Schüler ist es komfortabel, ihr Hobby direkt auf dem Gelände ausüben zu können und nur wenige Schritte bis zum Reitstall zu haben. Einige entdecken das Reiten neu für sich. Traditionell sind es meistens Mädchen, doch auch Jungen erweisen sich als begabte Reiter.

Mehr AG-Zeiten für die jeweiligen reiterlichen Bedürfnisse

Um dem Aufkommen gerecht zu werden und  Vorkenntnisse individuell zu berücksichtigen, wurden drei AG-Zeiten eingeführt. So kommen in einzelnen Gruppen jeweils fortgeschrittene Reiter*innen, Anfänger*innen und solche Reitinteressierte zusammen, die zunächst in die „Basics“ hineinschnuppern und alles kennenlernen, was zum Umgang mit Pferden gehört.

Das Reiten für Einsteiger*innen umfasst dabei Bewegungslehre, Theorie zum Pferd, das Kennenlernen des Tieres und seiner Bedürfnisse sowie Tipps zur Herstellung des Kontaktes zwischen Mensch und Tier.

Hat jemand bereits einige Male im Sattel gesessen, fehlt es aber an weitergehenden Kenntnissen und Fähigkeiten, dann geht es zunächst um den Umfang mit dem Pferd, die tägliche Pflege, das Satteln und Trensen,  das Reiten in der Gruppe und um die Frage, wie Mensch und Tier in der direkten Arbeit gemeinsam agieren.

Erfahrene Reiter*innen werden in der dritten Gruppe weiter ausgebildet. Sie können ihre Techniken erweitern und unter professioneller Anleitung Reiterfahrungen ausbauen und verbessern.

Neben den reiterlichen Aktivitäten in den AGs gibt es im Internat Steinmühle auch die Möglichkeit, Einzelunterricht zu nehmen. Zusätzliche Reitstunden können gebucht oder eigene Reitbeteiligungen organisiert werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, Ferienreitkurse zum Erwerb von Reitabzeichen zu absolvieren. Auch ist es möglich, eigene Pferde einzustellen. Derzeit nutzen zwei Internatsschülerinnen das Angebot, die sich freuen, ihr Pferd in direkter Nähe zu haben.

Von den Grundkenntnissen zum selbstständigen freien Reiten:
Alles möglich an der Steinmühle

„Unser Ziel ist, aufbauend auf den Grundkenntnissen in der Theorie und Praxis zum selbstständigen freien Reiten bis hin zum spezifischen Training von Reiter und Pferd zu gelangen – und das bei einem gesunden und harmonischen Miteinander zwischen Tier und Mensch,“ erklärt Elke Buurman.

Zusätzliche Aktionen an Internatswochenenden wie Kurse zur Bodenarbeit oder intensive Shetty- oder Schulpferdepflege sowie Möglichkeiten der Stallarbeit sollen dabei eine umfassende und realistische Beteiligung am Reiterleben ermöglichen.

Für den Reitbetrieb im Internat Steinmühle stehen derzeit sieben Schulpferde zur Verfügung. Dazu kommen fünf Shettlandponies. Insgesamt stehen 31 Pferde im Reitstall.

Gesundheit von Tier und Mensch im Vordergrund

Elke Buurman agiert mit viel Liebe zum Tier und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Wünsche der Schüler*innen: Sie sieht es als ihre Aufgabe an, den Bedürfnissen von Mensch und Tier gleichermaßen gerecht zu werden. Das Reiten an der Steinmühle möchte sie entsprechend der Nachfrage perspektivisch noch weiter ausbauen. Dass das Engagement der Reiter*innen weit über die AG hinausgeht und sich die Jugendlichen auch bei der Stallhilfe und beim Pflegen der Shetties und Pferde engagieren, betrachtet sie wohlwollend, aber auch wachsam. Als Pädagogin weiß die Steinmühlenlehrerin für Deutsch und Sport, dass hierbei ein gesundes Maß gefunden werden muss.

„Alle ersehnen das Ende der pandemiebedingten Einschränkungen“

Ein großer Erfolg für den Reitbetrieb an der Steinmühle war, dass auch in den Winter hinein nach der AG-Neuwahl das Interesse am Reiten ungebrochen war – ungeachtet der widrigen Wetterumstände. Die Corona-Pandemie machte den Aktivitäten leider einen Strich durch die Rechnung. Die Auflagen des Pferdesportverbandes Hessen e.V. greifen natürlich auch an der Steinmühle. So musste der Reitbetrieb zeitweise fast komplett eingestellt werden und erfuhr nur langsam wieder eine Öffnung. Reitstall-Leiterin Elke Buurman war und ist bemüht, trotz dieser Umstände das Wohl der Schulpferde aufrechtzuerhalten. Die Pflegebedürfnisse der Pferde und vor allem der Mangel an Bewegung müssen kompensiert werden.

Auch die Bedürfnisse der Schüler*innen sind im Blick zu behalten. Um weiter Anteil am Leben mit den Pferden zu nehmen, sind strenge Planungen nötig, Sicherheitsmaßnahmen erforderlich und Kontaktbeschränkungen umzusetzen. Elke Buurman: „Auch wenn Reitstunden nur bedingt stattfinden können, versuchen wir, die Teilnahme am Pferdealltag weiterhin zu unterstützen.“

Es wundert somit nicht, dass Reitstall-Leitung und Reiter*innen des Internats gleichermaßen hoffen, dass für den Reitbetrieb bald wieder Lockerungen erfolgen. Die Schüler*innen brennen darauf, das geliebte Hobby wieder in vollem Umfang aufnehmen zu können.

Wann immer dies wieder möglich sein wird, sollen auch außerhalb der fest etablierten Reitstunden-AGs mehr Zeitfenster in der Woche für den Reitsport installiert werden. Elke Buurman: „Die Freude am Pferd und Reitstallleben weiter auszubauen, ist großer Wunsch der Schülerschaft. Daher ersehnen wir das Ende der Restriktionen.“

 

30. November 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/11/IMG_1686-1-scaled-1-scaled.jpg 1000 1500 Angela https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png Angela2020-11-30 12:41:152026-06-10 23:20:24Internat Steinmühle: boomendes Interesse am hauseigenen Reitstall

Bewegungsgeräte für die Pause

Aktuelles, Sport & Gesundheit

An der Bilingualen Grundschule Steinmühle gibt es seit einiger Zeit Rollbretter und Gymnastikseile, um die Pausen mit viel Spaß aktiv zu gestalten. Die Sportgeräte im Wert von ca. 800 Euro sind eine Spende von gesundekids. „Gesundekids“ ist eine gemeinnützige Initiative der Rotary Clubs in Deutschland. Unter dem Motto „fit fürs Leben“ setzt sich die Initiative bundesweit für die Gesundheit von Kindern zwischen 3 und 12 Jahren ein. Der Rotary Club Marburg freute sich über den Antrag der Steinmühle, die den Bedarf an Bewegungsgeräten für den Grundschulzweig damit begründete, dass viele Schüler*innen durch den erst kurze Zeit zurückliegenden Umzug nach Deutschland oft noch nicht viele Sozialkontakte knüpfen konnten, mit Sprachbarrieren zu kämpfen haben und viel Zeit am Schreibtisch mit dem Erlernen einer neuen Sprache verbringen. Es gelte, Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen und die Schüler*innen dabei in Kooperation und Kommunikation zu bringen. Dazu sind die Rollbretter und die Gymnastikseile ideal geeignet.

20. November 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/11/Rollbretter2-scaled.jpg 1000 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-11-20 11:27:572026-06-10 23:20:52Bewegungsgeräte für die Pause

Steinmühle und blista – neues Bündnis für den inklusiven Leistungssport

Aktuelles, Kooperationen & Partnerschaften, Sport & Gesundheit

Die Steinmühle Marburg e.V. (Steinmühle) und die Deutsche Blindenstudien-anstalt e.V. (blista) erweitern und vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich der sportlichen Angebote für blinde, sehbehinderte und sehende Schülerinnen und Schüler.

„Mit der heute eingegangenen Kooperation bilden wir die Grundlage, Leistungssportangebote an beiden Schulen zu erweitern und zu zeigen, dass ein Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung auch im Leistungssport auf Augenhöhe funktioniert“, erklärt Egon Vaupel, Vorsitzender der Steinmühle.

„Die Kinder und Jugendlichen unserer beiden Schulen nehmen seit vielen Jahren an gemeinsamen Sportkursen und Angeboten teil. Die Erfahrungen sind durchweg positiv“, führt blista-Direktor Claus Duncker aus. „Kein mitleidiges Helfen oder erzwungene Freundlichkeiten geben den Ausschlag, sondern das Interesse, zusammen zu trainieren, sich zusammen anzustrengen: Mit allen und allem was dazugehört an menschlichen Gefühlen, Hoffnungen, Jubel und Enttäuschungen, Begegnungen und Freundschaften.“

Das neue Bündnis für den inklusiven Leistungssport fußt auf einer starken konzeptionellen Basis. Kinder und Jugendliche haben laut Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte Anspruch darauf, dass ihre Bildung auf die Entfaltung der gesamten Persönlichkeit ausgerichtet ist. Beide Schulen messen dabei dem Potenzial des Sports für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler besondere Bedeutung zu. Die Steinmühle steht seit vielen Jahren für hervorragende Trainingsbedingungen, insbesondere für das Rudern auf hohem Leistungsniveau; die blista ist Landesleistungsstützpunkt für Judo und Blindenfußball sowie paralympischer Trainingsstützpunkt für Goalball. Seit diesem Jahr verfügt die blista zudem über ein Konzept, das leistungsbereiten Nachwuchssportlerinnen und -sportlern im Rahmen einer „dualen Karriere“ einen erfolgreichen individuellen schulischen Bildungsgang ermöglicht und sie gleichzeitig in der leistungssportlichen Entwicklung unterstützt.

Sport, so die Erfahrungen in beiden Schulen, bringt die jungen Menschen inklusiv zusammen und prägt damit auch das kulturelle Leben unserer Gesellschaft.

 

Foto: Vertragsunterzeichnung: Egon Vaupel, Vorsitzender der Steinmühle und Claus Duncker, Vorsitzender der blista.

16. November 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/11/VertragsunterzeichnungVaupel-Duncker2-scaled.jpg 928 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-11-16 12:36:182026-06-10 23:21:23Steinmühle und blista – neues Bündnis für den inklusiven Leistungssport

Land Hessen unterstützt Bootshaus-Sanierung mit 60.000 Euro

Aktuelles, Rudern, Sport & Gesundheit

Staatssekretär Dr. Stefan Heck übergab den Zuwendungsbescheid bei einem Besuch in der Steinmühle

Die Sanierung des Steinmühlen-Bootshauses ist ein aufwendiges Projekt – nun ist es finanziell deutlich leichter zu stemmen: Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, überreichte an den Vorsitzenden des Vereins Rudern und Sport Steinmühle (RuS) Marburg, Dietrich Mägerlein, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 60.000 Euro. „Hierher zu kommen war mir ein besonderes Anliegen,“ sagte Heck, der den Besuch am Steinmühlenweg noch vor den Einschränkungen durch pandemiebedingte Vorschriften machte. Und er ergänzte: „Die integrative Ausrichtung des Vereins hat die besondere Sympathie unserer Landesregierung. Da sind Sie mit der Beantragung von Fördermitteln offene Türen eingerannt.“

Das Bootshaus der Steinmühle ist Baujahr 1970. Meister und Olympia-Teilnehmer gingen ein und aus, nun ist die Substanz in die Jahre gekommen. Dietrich Mägerlein: „Was möglich war, haben wir quasi mit Pinselstrichen saniert. Zuletzt erlebten wir aber auch Dach und sanitäre Anlagen in einem nicht mehr haltbaren Zustand.“

Seit Generationen ist das Steinmühlen-Bootshaus der Treffpunkt zum Rudern und die Herberge des Bootsmaterials. Solange das Wetter es erlaubt, trifft sich auch aktuell mehrmals wöchentlich eine große Gruppe Ruderbegeisterter, um unter Leitung von Ruderlehrer und Rudertrainer Martin „Stromi“ Strohmenger an Rudertechnik und Geschwindigkeit zu feilen. Tradition hat auch die Kooperation mit der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista). Im Rahmen eines inklusiven Projektes wird an der Steinmühle schon seit Jahren sehbehinderten Sportlerinnen und Sportlern das Rudern ermöglicht.

 

Ruderer als Vorbilder in Pandemie-Zeiten

Zu der Förderungsübergabe im Foyer des bisher neuesten Steinmühlengebäudes am Eingang des Schulcampus fanden sich mehrere Gäste ein. Grußworte sprach Dirk Bamberger als Mitglied des Hessischen Landtags: „Als Cappeler Bürger weiß ich um den Stellenwert der Steinmühle,“ betonte er und wünschte den Bauarbeiten einen reibungslosen und unfallfreien Verlauf. Erster Kreisbeigeordneter und Vize-Landrat Maria Zachow zollte allen Vereinsaktiven Respekt und bezeichnete den Rudersport als sinnbildlich, wie mit der Pandemie umzugehen sei: „Sie bündeln die Kräfte, legen sich alle zusammen ins Zeug und finden die richtige Schlagzahl. Es kommt darauf an, gemeinsam Kräfte zu mobilisieren.“ Georg Ritter, Geschäftsführer des Internats Steinmühle, betonte die Wichtigkeit des Ruderns im Rahmen der sportlichen Ausrichtung der gesamten Steinmühle und betonte die Unterstützung des Projektes durch die Internatsträgergesellschaft.

Letztendlich ebnet die Zuwendung des Landes den Weg für eine Sanierungsmaßnahme, die finanziell nur gemeinschaftlich gestemmt werden kann. Als in vorderer Reihe Beteiligter ist als Träger von Gymnasium und Bilingualer Grundschule der Schulverein Steinmühle Marburg zu nennen, dessen Geschäftsführer Dirk Konnertz ebenfalls vor Ort war. Doch nicht nur in finanziellen Dingen greift ein Netz ineinander. Auch wenn es darum geht, organisatorische Fäden zu spinnen, Maßnahmen zu koordinieren und selbst mal Hand anzulegen, kann sich RuS-Vorsitzender Dietrich Mägerlein auf ein Team verlassen. Seine Stellvertreter Björn Gemmer, zugleich Steinmühlen-Schulleiter, und Bianca Zenker halten die Rudergemeinschaft in jeder Hinsicht auf Kurs.

4. November 2020
https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2020/11/MG_6409_Bootshaus-scaled.jpg 796 1500 konnertz https://steinmuehle.de/wp-content/uploads/sites/5/2025/11/Logo_SchuleInternat_Steinmuehle_2026_3.png konnertz2020-11-04 10:20:432026-06-10 23:22:23Land Hessen unterstützt Bootshaus-Sanierung mit 60.000 Euro
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