Pararudern der Steinmühle im Fokus des Hessischen Rundfunks
Zum Bericht aus der Hessenschau vom 14.9.2026:
Ein Termin, der uns stolz macht: Der Hessische Rundfunk hatte sich bei unseren Para-Ruderern angekündigt. Das Ziel: „Para-Sport miterleben und darüber berichten“ erläutert Redakteurin Sarah-Lisa Angress und freut sich auf das Stelldichein mit unseren Para-Ruderern.
Der blaue Pkw mit der weißen Beschriftung hrfernsehen bewegt sich vom Steinmühlen-Campus auf das Bootshaus zu. Dort trainieren Lennart Koch und Freya Dorndorf. Erst vor zwei Jahren ist der 19jährige Lennart komplett erblindet.
Ein Einschnitt.
Aber Lennart arrangiert sich mit seinem Schicksal. Sein Handicap verwandelt der junge Mann in pure Energie.
Orientierung und Sicherheit
Sechsmal die Woche trifft er sich mit Freya Dorndorf zum Training. Sie ist sehend, hochkonzentriert und orientiert. Was er nicht leisten kann, leistet sie.
Die Neuntklässlerin hat sich in einem halben Jahr all das angeeignet, was es braucht, Orientierung und Sicherheit zu geben.
Das sprichwörtliche „blinde Vertrauen“ muss genau hier entstanden sein.
Klare Kommandos
Zusammen mit Hochleistungstrainer Martin Strohmenger steigt das Kamerateam ins elektrische Beiboot. Aus der Nähe wird gefilmt, worauf es ankommt. Rechtzeitige Hinweise und klare Kommandos, ohne Raum für Interpretation. Jeder weiß, woran er ist. Vorneweg Lennart.
Es geht vom Bootshaus Steinmühle die Lahn hinauf und wieder herunter. Der Hessische Rundfunk filmt ein eingespieltes Team, bei dem jeder Griff sitzt. Der Mitschnitt spiegelt die Klarheit der Kommandos und gibt eine Ahnung dessen, wie der Ruderalltag von Lennart und Freya wohl ablaufen mag.
Infrastruktur und Kooperationen
Leistungstrainer Martin Strohmenger, nur unter „Stromi“ bekannt, blickt heute auf einen harmonischen Nachmittag zurück. Der Film mit Lennart, dem Deutschen Meister im Ergometer-Rudern 2024, und Freya, der besonnenen Steinmühlen-Schülerin, zeigt authentisch, wie sich beide für den Sport ins Zeug legen. Es zeigt aber auch die Wichtigkeit einer Infrastruktur wie an der Steinmühle, die für den Para-Sport geeignet ist, sowie die Erfolge von Kooperationen wie mit der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg, wenn sie mit Leben gefüllt sind.
Die Steinmühle als Landesleistungszentrum Pararudern des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (HBRS) genießt unter den Ruderern und in der gesamten Sportwelt eine besondere Aufmerksamkeit. Sie lädt daher Rudererinnen und Ruderer mit körperlichem Handicap gerne zur Kontaktaufnahme ein.
Übrigens: Man kann – aber muss nicht – gleich Deutscher Ergo-Meister werden.
(Angela Heinemann)


















